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URTEILSBESPRECHUNGEN

Arbeitsvertrag mit Hausangestellter – subjektive Auslegung des Pflichtenhefts – vertragliche Arbeitszeit – Lohnzahlungen

BGer 4A_50/2026 vom 14.08.2026

Art. 319 OR , Art. 42 Abs. 2 OR , Art. 8 ZGB

Arbeitszeit

C. wurde ab März 2019 von A. und B. (Arbeitgeber) als Hausangestellte beschäftigt. Der monatliche Nettolohn wurde ab Mai 2019 von CHF 2'500 auf CHF 2'700 erhöht. Sie hatte sich um die zwei Kleinkinder der Arbeitgeber sowie um Haushaltsarbeiten gekümmert. Ab Mai 2019 wohnte sie bei den Arbeitgebern und kehrte nur an den Wochenenden nach Hause zurück. An sechs Tagen arbeitete sie auch am Wochenende und begleitete die Familie mehrfach in die Ferien. Am 4. August 2020 kündigten die Arbeitgeber C. fristlos, nachdem Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis aufgetreten waren. Gemäss den von den Arbeitgebern erstellten Lohnabrechnungen seien C. insgesamt CHF 50’180 bar als Lohn ausbezahlt worden. Nach einem gescheiterten Schlichtungsversuch klagte C. vor dem Bezirksgericht La Côte auf Zahlung von CHF 108’116 (zuzüglich Zinsen), abzüglich des bereits erhaltenen Nettolohns von CHF 55’377 sowie CHF 4’229.50. Im Weiteren verlangte sie die Ausstellung eines Arbeitszeugnisses, der Lohnabrechnungen und der [...]

Céline Schmid | legalis brief ArbR 18.09.2026