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REGESTEN

Zweistufig-konkrete Unterhaltsberechnungsmethode bei aussergewöhnlich guten Verhältnissen

BGer 5A_933/2022 vom 25.10.2023

Art. 125 ZGB

Ehegattenunterhalt, Familienrecht

Es ist nicht willkürlich, wenn das Gericht den Unterhalt anhand der zweistufig-konkreten Methode berechnet. Die Gerichte sind nicht verpflichtet, den Unterhaltsbeitrag anhand der einstufig-konkreten Methode zu ermitteln, wenn aussergewöhnlich günstige finanzielle Verhältnisse oder Sparquoten vorliegen. Auch bei der zweistufig-konkreten Methode sind Sparquoten zu berücksichtigen und es ist korrigierend einzugreifen, wenn der anhand der zweistufig-konkreten Methode errechnete Unterhaltsbeitrag die Obergrenze des gebührenden Unterhalts übersteigt (vgl. Erwägung 3.2 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).

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Simon Furler | legalis brief FamR 04.01.2024