Der Entscheidung des EuGH vom 19. Juni 2025 (Rs. C-17/24) liegt ein Vorabentscheidungsersuchen der «Cour de cassation», des höchsten Gerichts der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Frankreich, zugrunde. Im Zentrum der drei Vorlagefragen der «Cour de cassation» stehen das Verhältnis und die Anwendungsbereiche der beiden absoluten Nichtigkeitsgründe des Art. 52 Abs. 1 Buchst. a) und b) VO Nr. 207/2009 und das absolute Eintragungshindernis i.S.d. Art. 7 Abs. 1 Buchst. e) Ziff. ii) VO Nr. 207/2009, auf das Art. 52 Abs. 1 Buchst. a) VO 207/2009 Bezug nimmt. Zudem hat der EuGH in diesem Urteil wesentliche Aussagen betreffend das für Art. 52 Abs. 1 Buchst. b) VO Nr. 207/2009 relevante Merkmal der «Bösgläubigkeit des Anmelders einer Marke» getroffen.
Kern des Rechtsstreits war die Anmeldung von Unionsmarken, die geeignet waren, die bereits durch ein Patent geschützte
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Isabel Gabert-PIpersberg | sic! 2026 Ausgabe 6