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Berichte / Rapports

Across these systems, proportionality has become a guiding principle: courts aim to prevent genuine consumer confusion and unfair exploitation while avoiding undue restrictions on artistic or political expression.

sic! 2026 édition 9



Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) setzte sich im vorliegenden Urteil vor dem Hintergrund der Marken-RL und des AEUV mit der ZulĂ€ssigkeit nationaler Regelungen in Schweden auseinander, welche auf der Basis des Rechts aus einer registrierten Unternehmensbezeichnung markenĂ€hnliche AbwehransprĂŒche verleihen, wobei die Anforderungen an jenes Unternehmenskennzeichen weniger hoch sind als im harmonisierten Markenrecht. Dies insbesondere in Bezug auf die Definition der geschĂŒtzten Waren und Dienstleistungen und die rechtserhaltende Benutzung.

Dans son arrĂȘt, la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE), se fondant sur la directive sur les marques et le TraitĂ© sur le fonctionnement de l’Union europĂ©enne, a examinĂ© la recevabilitĂ© des rĂ©glementations nationales suĂ©doises confĂ©rant des droits de dĂ©fense assimilables Ă  ceux confĂ©rĂ©s par une marque, fondĂ©s sur le droit dĂ©coulant d’une dĂ©nomination sociale enregistrĂ©e. Les

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Patrick R. Schutte | sic! 2026 édition 9



Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) in C-76/24 (Tradeinn Retail Services) markiert einen weiteren Meilenstein in der Fortentwicklung des europĂ€ischen Markenrechts im digitalen EU-Binnenmarkt. Der EuGH klĂ€rt nicht nur die territoriale Reichweite nationaler Markenrechte im Hinblick auf bestimmte Auslandshandlungen, sondern prĂ€zisiert zugleich den markenrechtlichen Begriff des «Besitzens» im Lichte moderner Logistik- und E-Commerce-Strukturen. Der folgende Bericht ordnet das Urteil rechtsdogmatisch ein und stellt BezĂŒge zur schweizerischen Rechtslage her.

Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE) dans l’affaire C-76/24 (Tradeinn Retail Services) marque une nouvelle Ă©tape importante dans l’évolution du droit europĂ©en des marques au sein du marchĂ© unique numĂ©rique de l’UE. La CJUE clarifie non seulement la portĂ©e territoriale des droits nationaux sur les marques eu Ă©gard Ă 

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Eva-Maria Strobel / Yannick Meier | sic! 2026 édition 9







Die Weigerung eines Unternehmens in beherrschender Stellung, die InteroperabilitĂ€t seiner Plattform mit einer App eines anderen Unternehmens sicherzustellen, die dadurch attraktiver wĂŒrde, kann missbrĂ€uchlich sein, auch wenn die Plattform fĂŒr die kommerzielle Nutzung der App nicht unerlĂ€sslich ist.

Le refus d’une entreprise en position dominante d’assurer l’interopĂ©rabilitĂ© de sa plateforme avec une application d’une autre entreprise, qui deviendrait ainsi plus attractive, peut ĂȘtre abusif, mĂȘme si la plateforme n’est pas indispensable Ă  l’utilisation commerciale de l’application.

Claudia Walz | sic! 2026 édition 7-8



Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) stellt klar, dass die Einrede der Verwirkung durch Duldung im Markenrecht nicht greift, wenn die jĂŒngere Marke bösglĂ€ubig angemeldet wurde. Selbst wenn der Inhaber der Ă€lteren Marke die Benutzung ĂŒber mehrere Jahre hinnimmt oder in einer Abmahnung Fristen zur Klageerhebung setzt, bleibt die Geltendmachung der Nichtigkeit wegen BösglĂ€ubigkeit möglich. Damit prĂ€zisiert der EuGH das VerhĂ€ltnis zwischen Rechtssicherheit und Missbrauchsschutz und stellt klar, dass bösglĂ€ubig erlangte Markenrechte keinen Bestandsschutz durch Zeitablauf geniessen.

Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE) prĂ©cise que l’exception de dĂ©chĂ©ance par tolĂ©rance ne s’applique pas en droit des marques si la marque plus rĂ©cente a Ă©tĂ© dĂ©posĂ©e de mauvaise foi. MĂȘme si le titulaire de la marque antĂ©rieure tolĂšre l’usage pendant plusieurs annĂ©es ou fixe des

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Cedric Cucinelli | sic! 2026 édition 7-8



Mit Urteil vom 25. November 2025 hat das Berufungsgericht des Einheitlichen Patentgerichts im Verfahren Edwards vs. Meril eines der bislang wichtigsten Berufungsurteile des UPC gefĂ€llt. Es wies die Berufungen weitgehend ab, bestĂ€tigte die Aufrechterhaltung von EP 3 646 825 von Edwards in beschrĂ€nkter Fassung gemĂ€ss Hilfsantrag II und bejahte die Verletzung durch das Herzklappensystem von Meril. AbĂ€nderungen nahm das Berufungsgericht lediglich in einzelnen Punkten vor, namentlich bei den Unterlassungs- und Abhilfemassnahmen (Anordnungen I, V und VI) fĂŒr bestimmte XL-Produkte aus GrĂŒnden des Patienteninteresses sowie bei der vorlĂ€ufigen Kostenerstattung. Die Bedeutung des Urteils reicht deutlich ĂŒber den Einzelfall hinaus, weil es mehrere prozessuale und materiellrechtliche Kernfragen des EPGs in einer einzigen Berufungsentscheidung klĂ€rt, namentlich fĂŒr die Anspruchsauslegung, die unzulĂ€ssige Erweiterung und die erfinderische

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Philip Kerpen | sic! 2026 édition 7-8



In ihrem ersten Urteil in einem Nichtigkeitsverfahren ist die MĂŒnchner Zentralkammer des Einheitlichen Patentgerichts bei der Beurteilung der erfinderischen TĂ€tigkeit stark vom etablierten Aufgabe-Lösungs-Ansatz des EPA abgewichen und hat EP 3 666 797 mangels erfinderischer TĂ€tigkeit fĂŒr nichtig erklĂ€rt. Das Berufungsgericht des EPG hat nun in einer wegweisenden Entscheidung das erstinstanzliche Urteil korrigiert und umfassende Leitlinien zur Beurteilung der erfinderischen TĂ€tigkeit kodifiziert. WĂ€hrend der Ansatz des EPA und der nun vom Berufungsgericht festgelegte EPG-Ansatz in vielen Punkten ĂŒbereinstimmen, gibt es bei der zentralen Frage nach dem «objective problem» (der objektiven technischen Aufgabe) trotz begrifflicher Übereinstimmung wesentliche Unterschiede, mit denen sich Patentinhaberinnen und NichtigkeitsklĂ€gerinnen in Zukunft ernsthaft auseinandersetzen mĂŒssen.

Dans son premier jugement rendu dans le cadre d’une action en

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Andreas SchÀfers / Alfred Köpf | sic! 2026 édition 7-8





Der Entscheidung des EuGH vom 19. Juni 2025 (Rs. C-17/24) liegt ein Vorabentscheidungsersuchen der «Cour de cassation», des höchsten Gerichts der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Frankreich, zugrunde. Im Zentrum der drei Vorlagefragen der «Cour de cassation» stehen das VerhĂ€ltnis und die Anwendungsbereiche der beiden absoluten NichtigkeitsgrĂŒnde des Art. 52 Abs. 1 Buchst. a) und b) VO Nr. 207/2009 und das absolute Eintragungshindernis i.S.d. Art. 7 Abs. 1 Buchst. e) Ziff. ii) VO Nr. 207/2009, auf das Art. 52 Abs. 1 Buchst. a) VO 207/2009 Bezug nimmt. Zudem hat der EuGH in diesem Urteil wesentliche Aussagen betreffend das fĂŒr Art. 52 Abs. 1 Buchst. b) VO Nr. 207/2009 relevante Merkmal der «BösglĂ€ubigkeit des Anmelders einer Marke» getroffen.

Kern des Rechtsstreits war die Anmeldung von Unionsmarken, die geeignet waren, die bereits durch ein Patent geschĂŒtzte

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Isabel Gabert-PIpersberg | sic! 2026 édition 6



Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union hat mit seinem Urteil vom 4. September 2025, LEGO A/S v. PozitĂ­v EnergiaforrĂĄs Kft. (C-211/24), betont, dass die fĂŒr die Beurteilung von SchutzfĂ€higkeit und Schutzumfang eines Geschmacksmusters zentralen Begriffe «informierter Benutzer» und «Gesamteindruck» einheitlich auszulegen sind. Hiernach ist der «informierte Benutzer» eine besonders aufmerksame, mit dem Formenschatz des betreffenden Bereichs vertraute Person, die Unterschiede im Erscheinungsbild bewusst wahrnimmt, ohne diese wie ein Fachmann technisch zu prĂŒfen. Der «Gesamteindruck» ist die visuelle Gesamtwirkung, die ein Geschmacksmuster beim informierten Benutzer hervorruft, ohne technische Analyse. Dies gilt trotz der zugrundeliegenden technischen Merkmale und des Ausnahmecharakters von Art. 8 Abs. 3 Verordnung (EG) Nr. 6/2002 auch fĂŒr Geschmacksmuster modularer Systeme.

Auch bei den «guten GrĂŒnden»

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Birgit Weil | sic! 2026 édition 6



Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) stellt klar, dass die Einrede der Verwirkung durch Duldung im Markenrecht nicht greift, wenn die jĂŒngere Marke bösglĂ€ubig angemeldet wurde. Selbst wenn der Inhaber der Ă€lteren Marke die Benutzung ĂŒber mehrere Jahre hinnimmt oder in einer Abmahnung Fristen zur Klageerhebung setzt, bleibt die Geltendmachung der Nichtigkeit wegen BösglĂ€ubigkeit möglich. Damit prĂ€zisiert der EuGH das VerhĂ€ltnis zwischen Rechtssicherheit und Missbrauchsschutz und stellt klar, dass bösglĂ€ubig erlangte Markenrechte keinen Bestandsschutz durch Zeitablauf geniessen.

Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE) prĂ©cise que l’exception de dĂ©chĂ©ance par tolĂ©rance ne s’applique pas en droit des marques si la marque plus rĂ©cente a Ă©tĂ© dĂ©posĂ©e de mauvaise foi. MĂȘme si le titulaire de la marque antĂ©rieure tolĂšre l’usage pendant plusieurs annĂ©es ou fixe des

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Cedric Cucinelli | sic! 2026 édition 6



«Das war heute ganz grosses IP-Kino!», sagte Sven StĂŒrmann, PrĂ€sident der Beschwerdekammern des EUIPO am Schluss dieser Fachtagung. Bereits am Wochenende hatte ein gemeinsamer Ausflug ins Wintersportgebiet Flumserberg Gelegenheit zum informellen Austausch geboten und die Tagung «Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EU und in der Schweiz» setzte den fachlichen Schwerpunkt. Sie stand erneut unter der Leitung von Michael Ritscher und wurde von Christoph Gasser organisiert. In bewĂ€hrtem Rahmen brachte der Anlass Fachpersonen aus ganz Europa zusammen, um aktuelle Fragen des ImmaterialgĂŒterrechts praxisnah zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

«C’était aujourd’hui du grand cinĂ©ma de la PI !», a dĂ©clarĂ© Sven StĂŒrmann, prĂ©sident des chambres de recours de l’EUIPO, Ă  la fin de cette confĂ©rence. DĂ©jĂ 

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Janine GĂŒbeli / Julien Thalmann | sic! 2026 Ă©dition 6



Die Seite der Schweizerischen Lauterkeitskommission

Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) vom 21. Januar 2026 (III. Kammer)

sic! 2026 édition 6





Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) beantwortet in dem vorliegenden Urteil die Frage, ob die Marken-RL noch Raum fĂŒr allgemeine zivilrechtliche Verwirkungsvorschriften nach nationalem Recht lĂ€sst. Mit einer ausgesprochen kurzen BegrĂŒndung verneint er dies, womit er die Rechtsvereinheitlichung höher gewichtet als ein Handeln nach Treu und Glauben.

Dans le prĂ©sent arrĂȘt, la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE) pose la question de savoir si la directive sur les marques laisse encore place Ă  l’application au niveau national de dispositions gĂ©nĂ©rales de dĂ©chĂ©ance en matiĂšre civile. Elle rĂ©pond par la nĂ©gative dans un exposĂ© des motifs extrĂȘmement succinct, qui montre qu’elle accorde plus d’importance Ă  l’harmonisation juridique qu’à un comportement de bonne foi.

Bendicht LĂŒthi | sic! 2026 Ă©dition 5



Bei Kollisionen zwischen geschĂŒtzten Weinbezeichnungen mit vorbestehenden Markenrechten ist die Rechtslage in der EU bereits im Jahr 2009 geĂ€ndert worden. In seinem Entscheid C-341/24 hat der EuGH nun geklĂ€rt, dass auf vor Inkrafttreten der Änderung eingereichte AntrĂ€ge auf EU-weite Ausweitung einer bereits im Ursprungsland geschĂŒtzten Ursprungsbezeichnung fĂŒr Wein noch das alte Recht anwendbar ist. Die praktische Bedeutung liegt im vorliegenden Fall darin, dass unter altem EU-Recht bestehende Ă€ltere Marken noch kein relatives Schutzhindernis fĂŒr die Eintragung der Ursprungsbezeichnungen darstellten.

En cas de conflit entre des appellations viticoles protĂ©gĂ©es et des droits de marque prĂ©existants, la situation juridique dans l’UE a dĂ©jĂ  Ă©tĂ© modifiĂ©e en 2009. Dans son arrĂȘt C-341/24, la CJUE a dĂ©sormais prĂ©cisĂ© que les demandes dĂ©posĂ©es avant l’entrĂ©e en vigueur de la modification visant Ă  Ă©tendre Ă  l’échelle europĂ©enne une appellation d’origine dĂ©jĂ  protĂ©gĂ©e dans le pays d’origine restent soumises Ă  l’ancienne lĂ©gislation. Dans le cas prĂ©sent, cela signifie concrĂštement que les marques antĂ©rieures existant sous l’ancien droit europĂ©en ne constituaient pas encore un obstacle relatif Ă  l’enregistrement des appellations d’origine.

Stephanie Stampfli | sic! 2026 édition 5



In der Entscheidung G 1/23 vom 2. Juli 2025 hatte sich die Grosse Beschwerdekammer (GBK) des EPA mit der Frage zu befassen, ob ein Produkt, das bereits vor dem Anmeldedatum des Patents öffentlich verfĂŒgbar ist, von der Fachperson reproduzierbar sein muss, um zum Stand der Technik zu gehören. Die GBK kam zum Ergebnis, dass die Voraussetzung der Reproduzierbarkeit nicht haltbar sei.

In der Entscheidung G 1/24 vom 18. Juni 2025 hatte sich die GBK mit der Frage zu befassen, ob bei der PrĂŒfung der Patentierbarkeit, namentlich der Neuheit und erfinderischen TĂ€tigkeit, die Beschreibung und Figuren auch dann heranzuziehen sind, wenn der Anspruchswortlaut fĂŒr sich genommen hinreichend klar ist. Die GBK kam zum Ergebnis, dass die Beschreibung und Figuren bei der Auslegung von PatentansprĂŒchen stets zu berĂŒcksichtigen sind – auch im PrĂŒfungs- und Einspruchsverfahren.

Dans la dĂ©cision G 1/23 du 2 juillet 2025, la Grande Chambre de recours de l’OEB a dĂ» se pencher sur la question de savoir si un produit dĂ©jĂ  accessible au public avant la date de dĂ©pĂŽt du brevet doit ĂȘtre reproductible par un expert pour faire partie de l’état de la technique. Elle est parvenue Ă  la conclusion que la condition de reproductibilitĂ© n’était pas valable.

Dans la dĂ©cision G 1/24 du 18 juin 2025, la Grande Chambre de recours a dĂ» se prononcer sur la question de savoir si, lors de l’examen de la brevetabilitĂ©, Ă  savoir de la nouveautĂ© et de l’activitĂ© inventive, la description et les figures doivent Ă©galement ĂȘtre prises en considĂ©ration lorsque le libellĂ© des revendications est suffisamment clair en soi. Elle est parvenue Ă  la conclusion que la description et les figures doivent toujours ĂȘtre prises en compte dans l’interprĂ©tation des revendications de brevet, y compris dans les procĂ©dures d’examen et d’opposition.

Stefan Kohler | sic! 2026 édition 5



Mit Urteil vom 4. September 2025 erlĂ€uterte der EuGH, wann die VerjĂ€hrungsfrist fĂŒr kartellrechtliche SchadenersatzansprĂŒche, die im Nachgang zu einer Entscheidung einer nationalen Wettbewerbsbehörde vor einem Zivilgericht erhoben werden (sog. follow on-Schadenersatzklagen), beginnt. Der EuGH stellte klar, dass der Fristenlauf erst einsetzt, sobald das angerufene Zivilgericht bei seinem Entscheid an die Feststellungen der nationalen Wettbewerbsbehörde gebunden ist. Dies setzte im vorliegenden Fall die Bestandeskraft des Entscheides der nationalen Wettbewerbsbehörde und damit die Erledigung ergriffener Rechtsmittel voraus.

Dans son arrĂȘt du 4 septembre 2025, la CJUE a prĂ©cisĂ© Ă  quel moment commence Ă  courir le dĂ©lai de prescription pour les actions en dommages-intĂ©rĂȘts fondĂ©es sur le droit de la concurrence, qui sont intentĂ©es devant un tribunal civil Ă  la suite d’une dĂ©cision Ă©manant d’une autoritĂ© nationale de la concurrence (actions dites «follow on»). La CJUE a prĂ©cisĂ© que le dĂ©lai ne commence Ă  courir qu’à partir du moment oĂč le tribunal civil saisi est liĂ©, dans sa dĂ©cision, par les conclusions de l’autoritĂ© nationale de la concurrence. Dans le cas prĂ©sent, cela supposait que la dĂ©cision de l’autoritĂ© nationale de concurrence soit dĂ©finitive et donc que tous les recours aient Ă©tĂ© Ă©puisĂ©s.

Laura Borer | sic! 2026 édition 5



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