In dem vom Handelsgericht des Kantons ZĂŒrich beurteilten Fall klagte die Rechtsnachfolgerin des Urhebers gegen eine Kunstgalerie und einen KunsthĂ€ndler. Dieser hatte der Kunstgalerie zahlreiche Werkexemplare fĂŒr eine Ausstellung zur VerfĂŒgung gestellt. Der Urheber der Werke war unbestritten. Umstritten war, ob die Werkexemplare vom Urheber hergestellt und verĂ€ussert wurden. Die Beklagten konnten dies nicht beweisen und sich daher nicht erfolgreich auf die Erschöpfung der Verbreitungsrechte der KlĂ€gerin nach Art. 12 Abs. 1 URG berufen. Das Handelsgericht bejahte mehrere Urheberrechtsverletzungen und hiess die Unterlassungsklage (Art. 62 Abs. 1 lit. a URG) mehrheitlich und die Auskunftsklage (Art. 62 Abs. 1 lit. c URG) vollumfĂ€nglich gut. Die Beseitigungsklage (Art. 62 Abs. 1 lit. b URG) wies das Handelsgericht hingegen ab. Im Folgenden wird auf die Frage eingegangen, ob der Urheber oder die Urheberin das ausschliessliche Recht hat, zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk ausgestellt und gelagert wird (Art. 10 URG). DarĂŒber hinaus werden Fragen zum Rechtsschutz (Art. 62 und 63 URG) und zum Beweisrecht erörtert. Die Anmerkungen beschrĂ€nken sich auf die Punkte, in denen das Handelsgericht zu Ungunsten der KlĂ€gerin entschied, und damit auf die Frage, ob die Rechtsgrundlagen fĂŒr einen wirksameren Schutz der nach Art. 2 URG geschĂŒtzten Werke vorhanden sind.
Dans lâaffaire jugĂ©e par le Tribunal de commerce du canton de Zurich, lâayant droit de lâauteur a portĂ© plainte contre une galerie dâart et un marchand dâart. Ce dernier avait mis Ă la disposition de la galerie dâart de nombreux exemplaires dâĆuvres pour une exposition. Lâauteur des Ćuvres nâĂ©tait pas contestĂ©. La controverse portait sur la question de savoir si les exemplaires dâĆuvres avaient Ă©tĂ© fabriquĂ©s et aliĂ©nĂ©s par lâauteur. Les dĂ©fendeurs nâont pas pu le prouver et nâont donc pas pu invoquer avec succĂšs lâĂ©puisement des droits de la demanderesse selon lâart. 12 al. 1 LDA. Le Tribunal de commerce a reconnu plusieurs violations du droit dâauteur et admis pour lâessentiel lâaction en interdiction (art. 62 al. 1 let. a LDA), tout en donnant pleinement droit Ă lâaction en obtention dâinformation (art. 62 al. 1 let. c LDA). En revanche, le Tribunal de commerce a rejetĂ© lâaction en cessation (art. 62 al. 1 let. b LDA). Les paragraphes qui suivent abordent la question de savoir si lâauteur a le droit exclusif de dĂ©cider si, quand et de quelle maniĂšre son Ćuvre sera exposĂ©e et stockĂ©e (art. 10 LDA). En outre, les questions relatives aux voies de droit (art. 62 et 63 LDA) et au droit de la preuve sont traitĂ©es. Les remarques se limitent aux points sur lesquels le Tribunal de commerce a statuĂ© en dĂ©faveur de la demanderesse, et donc Ă la question de savoir sâil existe une base lĂ©gale pour une protection plus efficace des Ćuvres protĂ©gĂ©es par lâart. 2 LDA.
Felix Locher | sic! 2024 édition 11