Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) stellt klar, dass die Einrede der Verwirkung durch Duldung im Markenrecht nicht greift, wenn die jĂŒngere Marke bösglĂ€ubig angemeldet wurde. Selbst wenn der Inhaber der Ă€lteren Marke die Benutzung ĂŒber mehrere Jahre hinnimmt oder in einer Abmahnung Fristen zur Klageerhebung setzt, bleibt die Geltendmachung der Nichtigkeit wegen BösglĂ€ubigkeit möglich. Damit prĂ€zisiert der EuGH das VerhĂ€ltnis zwischen Rechtssicherheit und Missbrauchsschutz und stellt klar, dass bösglĂ€ubig erlangte Markenrechte keinen Bestandsschutz durch Zeitablauf geniessen.
Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) prĂ©cise que lâexception de dĂ©chĂ©ance par tolĂ©rance ne sâapplique pas en droit des marques si la marque plus rĂ©cente a Ă©tĂ© dĂ©posĂ©e de mauvaise foi. MĂȘme si le titulaire de la marque antĂ©rieure tolĂšre lâusage pendant plusieurs annĂ©es ou fixe des
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Cedric Cucinelli | sic! 2026 édition 6