sic!
Zeitschrift fĂŒr ImmaterialgĂŒter-, Informations- und Wettbewerbsrecht
Seit 1997 stellt die Zeitschrift sic! sicher, dass Schweizer ImmaterialgĂŒterrechtlerinnen und ImmaterialgĂŒterrechtler stets auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion sind. DarĂŒber hinaus bietet die sic! dieselben hochwertigen Inhalte auch in den Bereichen Informationsrecht, Datenschutzrecht und Wettbewerbsrecht.
Unsere renommierten Expertinnen und Experten verfassen praxisnahe und wissenschaftlich fundierte BeitrĂ€ge, die sowohl dogmatische als auch rechtspolitische Fragestellungen beleuchten. ErgĂ€nzt wird das Angebot durch aktuelle Berichterstattungen aus den wichtigsten schweizerischen Fachorganisationen, die die sic! unterstĂŒtzen.
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Cet article examine quelques questions encore peu abordĂ©es concernant les rapports entre lâintelligence artificielle et le droit dâauteur: dâabord lâapplication de la clause gĂ©nĂ©rale de lâart. 10 al. 1 LDA aux actes dâutilisation dâĆuvres prĂ©existantes Ă des fins dâentraĂźnement de lâIA, ensuite les questions de droit international privĂ© concernant ces actes, enfin lâassimilation dâun output Ă un objet de la nature ou Ă un objet de consommation courant sâagissant de la protection du droit dâauteur. La contribution sâintĂ©resse aussi Ă ce que pourrait apporter la mise en Ćuvre de la motion Gössi 24.4596, notamment pour les deux premiĂšres questions. Dieser Artikel befasst sich mit einigen bisher noch wenig behandelten Fragen zum VerhĂ€ltnis zwischen kĂŒnstlicher Intelligenz (KI) und Urheberrecht. Dabei geht es erstens um die Anwendung der allgemeinen Bestimmung von Art. 10 Abs. 1 URG auf Handlungen zur Verwendung bestehender Werke fĂŒr das KI-Training, zweitens um Fragen des internationalen Privatrechts im Zusammenhang mit diesen Handlungen und drittens um die Gleichsetzung des Outputs mit einem Gegenstand der Natur oder einem gewöhnlichen Konsumgegenstand in Bezug auf den Urheberrechtsschutz. Des Weiteren wird im Beitrag die Frage gestellt, was die Umsetzung der Motion Gössi 24.4596 insbesondere zu den ersten beiden Fragen beitragen könnte. Vincent SalvadĂ© | 2026 Ausgabe 1
Vincent Salvadé | sic! 2026 Ausgabe 1
Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) stellt klar, dass Alleinvertriebsvereinbarungen Dritte nicht automatisch binden. Eine wirksame BeschrĂ€nkung aktiver VerkĂ€ufe in ein exklusiv zugewiesenes Gebiet setzt voraus, dass der Anbieter seine Abnehmer ausdrĂŒcklich oder stillschweigend zur Unterlassung verpflichtet und deren Zustimmung nachweisbar vorliegt. Damit werden die Anforderungen an die Wirksamkeit von Alleinvertriebsvereinbarungen und deren Drittbindung prĂ€zisiert. Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) prĂ©cise que les accords de distribution exclusive ne lient pas automatiquement les tiers. Une restriction effective des ventes actives dans un territoire attribuĂ© en exclusivitĂ© suppose que le fournisseur oblige expressĂ©ment ou tacitement ses clients Ă sâabstenir de telles ventes et quâil a obtenu, de maniĂšre dĂ©montrable, leur consentement. Cet arrĂȘt prĂ©cise ainsi les exigences relatives Ă lâefficacitĂ© des accords de distribution exclusive et Ă leur caractĂšre contraignant pour les tiers. Cedric Cucinelli | 2026 Ausgabe 1
Cedric Cucinelli | sic! 2026 Ausgabe 1