sic!

Zeitschrift fĂŒr ImmaterialgĂŒter-, Informations- und Wettbewerbsrecht

Seit 1997 stellt die Zeitschrift sic! sicher, dass Schweizer ImmaterialgĂŒterrechtlerinnen und ImmaterialgĂŒterrechtler stets auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion sind. DarĂŒber hinaus bietet die sic! dieselben hochwertigen Inhalte auch in den Bereichen Informationsrecht, Datenschutzrecht und Wettbewerbsrecht.

Unsere renommierten Expertinnen und Experten verfassen praxisnahe und wissenschaftlich fundierte BeitrĂ€ge, die sowohl dogmatische als auch rechtspolitische Fragestellungen beleuchten. ErgĂ€nzt wird das Angebot durch aktuelle Berichterstattungen aus den wichtigsten schweizerischen Fachorganisationen, die die sic! unterstĂŒtzen.
Bleiben Sie informiert – mit der sic! an Ihrer Seite.




A
AufsÀtze / Articles

Les classements de rĂ©sultats de recherche et les avis d’utilisateurs en ligne occupent une place centrale dans l’économie des plateformes. À partir des droits europĂ©en et allemand, en particulier de la jurisprudence allemande, le prĂ©sent article examine dans quelle mesure l’opacitĂ© des traitements des avis, l’opacitĂ© des paramĂštres de classement et l’influence dissimulĂ©e de rĂ©munĂ©rations sur les classements peuvent ĂȘtre apprĂ©hendĂ©es par le droit de la concurrence dĂ©loyale et servir de point d’appui Ă  une rĂ©flexion fondĂ©e sur le droit suisse.

Rankings von Suchresultaten und Online-Bewertungen von Internetusern spielen eine wichtige Rolle in der Plattformökonomie. Ausgehend vom europĂ€ischen und deutschen Recht, insbesondere von der deutschen Rechtsprechung, untersucht der vorliegende Artikel, inwieweit undurchsichtige Bewertungen und Ranking-Parameter sowie der verdeckte Einfluss von VergĂŒtungen auf die Rankings unter das

[
]

Gabriel Chaix | sic! 2026 Ausgabe 9


Der European Health Data Space (EHDS) stellt einen harmonisierten rechtlichen und infrastrukturellen Rahmen in der gesamten EuropĂ€ischen Union dar, der den Umgang mit elektronischen Gesundheitsdaten europaweit neu organisiert. Funktional unterscheidet der EHDS zwischen primĂ€rer Nutzung – also der Nutzung von Gesundheitsdaten fĂŒr die sofortige medizinische Versorgung, einschliesslich grenzĂŒberschreitender Behandlung – und sekundĂ€rer Nutzung – nĂ€mlich der Wiederverwendung elektronischer Gesundheitsdaten fĂŒr explizit regulierte Zwecke wie wissenschaftliche Forschung, Innovation, öffentliche Gesundheit, Politikgestaltung, Regulierung, Statistik, Lehre, QualitĂ€tssicherung und Patientensicherheit.

L’Espace EuropĂ©en des DonnĂ©es de SantĂ© (EHDS) reprĂ©sente un cadre juridique et infrastructurel harmonisĂ© Ă  l’échelle de l’Union europĂ©enne qui rĂ©organise la gestion des donnĂ©es Ă©lectroniques de santĂ© Ă  travers

[
]

Alesch Staehelin | sic! 2026 Ausgabe 9



B
Berichte / Rapports

Across these systems, proportionality has become a guiding principle: courts aim to prevent genuine consumer confusion and unfair exploitation while avoiding undue restrictions on artistic or political expression.


Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) setzte sich im vorliegenden Urteil vor dem Hintergrund der Marken-RL und des AEUV mit der ZulĂ€ssigkeit nationaler Regelungen in Schweden auseinander, welche auf der Basis des Rechts aus einer registrierten Unternehmensbezeichnung markenĂ€hnliche AbwehransprĂŒche verleihen, wobei die Anforderungen an jenes Unternehmenskennzeichen weniger hoch sind als im harmonisierten Markenrecht. Dies insbesondere in Bezug auf die Definition der geschĂŒtzten Waren und Dienstleistungen und die rechtserhaltende Benutzung.

Dans son arrĂȘt, la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE), se fondant sur la directive sur les marques et le TraitĂ© sur le fonctionnement de l’Union europĂ©enne, a examinĂ© la recevabilitĂ© des rĂ©glementations nationales suĂ©doises confĂ©rant des droits de dĂ©fense assimilables Ă  ceux confĂ©rĂ©s par une marque, fondĂ©s sur le droit dĂ©coulant d’une dĂ©nomination sociale enregistrĂ©e. Les

[
]

Patrick R. Schutte | sic! 2026 Ausgabe 9


Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) in C-76/24 (Tradeinn Retail Services) markiert einen weiteren Meilenstein in der Fortentwicklung des europĂ€ischen Markenrechts im digitalen EU-Binnenmarkt. Der EuGH klĂ€rt nicht nur die territoriale Reichweite nationaler Markenrechte im Hinblick auf bestimmte Auslandshandlungen, sondern prĂ€zisiert zugleich den markenrechtlichen Begriff des «Besitzens» im Lichte moderner Logistik- und E-Commerce-Strukturen. Der folgende Bericht ordnet das Urteil rechtsdogmatisch ein und stellt BezĂŒge zur schweizerischen Rechtslage her.

Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de l’Union europĂ©enne (CJUE) dans l’affaire C-76/24 (Tradeinn Retail Services) marque une nouvelle Ă©tape importante dans l’évolution du droit europĂ©en des marques au sein du marchĂ© unique numĂ©rique de l’UE. La CJUE clarifie non seulement la portĂ©e territoriale des droits nationaux sur les marques eu Ă©gard Ă 

[
]

Eva-Maria Strobel / Yannick Meier | sic! 2026 Ausgabe 9





R
Rechtsprechung / Jurisprudence