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Partner-BeitrÀge / Articles partenaires

Werke der Literatur und Kunst werden im grossen Stil fĂŒr das Training von Modellen der KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) verwendet. Ob und unter welchen Voraussetzungen diese Werknutzungen urheberrechtlich zulĂ€ssig sind, wird im In- und Ausland intensiv diskutiert. Dieser Beitrag vermittelt die technischen Grundlagen, deren VerstĂ€ndnis fĂŒr die rechtliche Beurteilung erforderlich ist, skizziert die Rechtsentwicklung in ausgewĂ€hlten Rechtsordnungen und stellt den Stand der Diskussion in der Schweiz dar. Auf dieser Grundlage werden mögliche LösungsansĂ€tze fĂŒr das Schweizer Recht aufgezeigt.

Les Ɠuvres littĂ©raires et artistiques sont largement utilisĂ©es pour l’entraĂźnement des modĂšles d’intelligence artificielle (IA). La question de savoir si et dans quelles conditions cette utilisation des Ɠuvres est autorisĂ©e au regard du droit d’auteur fait l’objet d’un dĂ©bat intense en Suisse et Ă  l’étranger. La prĂ©sente contribution introduit les bases techniques dont la comprĂ©hension est nĂ©cessaire pour l’évaluation juridique, dĂ©crit l’évolution du droit dans certains ordres juridiques et prĂ©sente l’état actuel du dĂ©bat en Suisse. Sur cette base, elle propose des solutions possibles pour le droit suisse.

Florent Thouvenin / Lena A. JÀger / Joël Donzé / Viviane Ammann / Lennart Deutschmann / Lena HÀnni / Maimuna Jobarteh / Aleksandra Marchewka | 2026 Ausgabe 3

Florent Thouvenin / Lena A. JÀger / Joël Donzé / Viviane Ammann / Lennart Deutschmann / Lena HÀnni / Maimuna Jobarteh / Aleksandra Marchewka | sic! 2026 Ausgabe 3


Obwohl der EU Data Act bereits seit dem 12. September 2025 grösstenteils anwendbar ist, stehen viele Unternehmen erst am Anfang seiner Umsetzung. Diese neue SÀule der EU-Digital-Regulierung birgt dabei erhebliche Herausforderungen: Sie gewÀhrt Benutzern von GerÀten und dazugehörigen Diensten weitreichende Rechte an den Daten, die diese generieren. Wenn die Anbieter dieser GerÀte keine Vorkehrungen getroffen haben, ist ihnen selbst die bisher oft selbstverstÀndliche Nutzung dieser Daten neu zudem bussenbewehrt verboten. Dabei stellen sich in der Praxis vor allem in Bezug auf den Anwendungsbereich komplexe Fragen. Dieser Beitrag liefert erste Antworten.

Bien que le rĂšglement sur les donnĂ©es de l’UE (Data Act) soit en grande partie applicable depuis le 12 septembre 2025, de nombreuses entreprises n’en sont qu’au dĂ©but de sa mise en Ɠuvre. Ce nouveau pilier de la rĂ©glementation numĂ©rique de l’UE pose des dĂ©fis considĂ©rables: il accorde aux utilisateurs d’appareils et de services associĂ©s des droits Ă©tendus sur les donnĂ©es qu’ils gĂ©nĂšrent. Si les fournisseurs de ces appareils n’ont pas pris de dispositions, l’utilisation de ces donnĂ©es, qui allait souvent de soi jusqu’à prĂ©sent, leur est dĂ©sormais interdite sous peine d’amende. Dans la pratique, cela soulĂšve des questions complexes, notamment en ce qui concerne le champ d’application, auxquelles cette contribution apporte des rĂ©ponses initiales.

David Rosenthal | sic! 2025 Ausgabe 12


Retrieval-Augmented Generation (RAG) wird verwendet, um die ZuverlĂ€ssigkeit und AktualitĂ€t des Outputs von Sprachmodellen zu erhöhen. RAG ist weit verbreitet, wurde aber noch kaum urheber-rechtlich untersucht. Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick ĂŒber die Rechtsfragen und nimmt eine erste Einordnung vor.

La gĂ©nĂ©ration augmentĂ©e de rĂ©cupĂ©ration (RAG, Retrieval-Augmented Generation) est utilisĂ©e pour augmenter la fiabilitĂ© et l’actualitĂ© des rĂ©ponses fournies par les modĂšles de langage. La RAG est trĂšs rĂ©pandue, mais elle n’a guĂšre Ă©tĂ© Ă©tudiĂ©e sous l’angle du droit d’auteur. Cet article donne un aperçu des questions juridiques et procĂšde Ă  une premiĂšre classification.

Florent Thouvenin | sic! 2025 Ausgabe 7-8


Le droit d’auteur est confrontĂ© Ă  de nombreux dĂ©fis dans le monde connectĂ© des rĂ©seaux numĂ©riques. Parmi ces dĂ©fis (qui ne peuvent pas faire l’objet d’une analyse systĂ©matique dans la prĂ©sente contribution) figure en particulier celui des modalitĂ©s de gestion des droits (individuelle ou collective), la gestion collective devant trouver le moyen de mettre en Ɠuvre des tarifs qui soient en adĂ©quation avec une rĂ©alitĂ© technologique et commerciale en mutation constante. Le rĂŽle des intermĂ©diaires constitue un autre dĂ©fi important, et ce non seulement sous l’angle de leur responsabilitĂ© Ă©ventuelle, mais Ă©galement dans la perspective d’une exploitation optimalisĂ©e de leurs spĂ©cificitĂ©s dans l’intĂ©rĂȘt des parties prenantes (en particulier des titulaires de droits). Le monde connectĂ© suppose aussi d’élaborer un rĂ©gime qui permette de gĂ©rer la circulation des biens numĂ©riques, soit la capacitĂ© des utilisateurs de transfĂ©rer Ă  des tiers les biens numĂ©riques qu’ils ont obtenu et dont ils souhaitent se dĂ©faire. Les rĂ©seaux numĂ©riques reflĂštent par ailleurs de façon exemplaire le phĂ©nomĂšne de l’innovation ouverte, qui repose sur des interactions Ă©troites et multiples entre les acteurs du marchĂ©, qui recherchent l’innovation chez autrui (inbound open innovation) et explorent des canaux externes pour diffuser leur propre crĂ©ativitĂ© (outbound open innovation). L’innovation ouverte crĂ©e toutefois des situations de dĂ©pendance auxquelles il faut ĂȘtre attentif, comme le montre la jurisprudence suisse et Ă©trangĂšre. Enfin, le monde connectĂ© repose sur une architecture informatique complexe, qui met en Ă©vidence l’importance fondamentale des logiciels dans cet environnement. Or, le traitement des logiciels par le droit d’auteur reste parfois incertain. En somme, les dĂ©fis actuels et futurs du droit d’auteur restent nombreux. Ils semblent en tout Ă©tat inviter Ă  revisiter le rĂŽle des autoritĂ©s, qui Ă©volue d’une fonction de dĂ©cideur Ă  celle d’observateur ou mĂȘme de mĂ©diateur et arbitre des intĂ©rĂȘts opposĂ©s des parties prenantes. Le droit d’auteur, qui protĂšge la crĂ©ativitĂ© et l’innovation, se doit d’ĂȘtre lui-mĂȘme innovateur pour faire face avec efficacitĂ© aux dĂ©fis du monde numĂ©rique.

Jacques de Werra | sic! 2014 Ausgabe 4


Mit den VorschlĂ€gen der AGUR12 tritt die Schweiz mit vielen wichtigen VorschlĂ€gen zur Urheberrechtsreform an die Weltöffentlichkeit. Der Verfasser beleuchtet einige der VorschlĂ€ge und Themen aus der AGUR-Diskussion im Lichte des deutschen Rechts und der EU-Diskussion. Er zeigt, dass die Schweiz auf dem Weg ist, ein sehr innovatives System des ImmaterialgĂŒterrechts behutsam und vorsichtig zu entwickeln. Gleichzeitig zeigt er Desiderate fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklung auf, etwa im Bereich des Urhebervertragsrechts oder der Frage der EigentumsfĂ€higkeit von Daten.

Thomas Hoeren | sic! 2014 Ausgabe 4


Kennzeichen, insbesondere Marken, sind in einem einige Jahrzehnte dauernden Prozess als unentbehrliche Bestandteile einer auf dem Wettbewerbsprinzip beruhenden Wirtschaftsordnung anerkannt worden. Umfang und Grenzen dieser Ausschliesslichkeitsrechte haben sich in der Schweiz und in der EU aufgrund verschiedener methodisch-dogmatischer Grundlagen unterschiedlich entwickelt. Beispielhaft werden diese Unterschiede beim Erschöpfungsregime, der Funktionenlehre, beim Vorgebrauch, bei der Verwirkung von AnsprĂŒchen, bei GewĂ€hrleistungszeichen sowie bei geografischen Herkunftskennzeichnungen skizziert. Trotz aller Unterschiede besteht im Ergebnis indes weitgehende Übereinstimmung.

JĂŒrg Simon | sic! 2014 Ausgabe 4


Die Vereinheitlichung (und Harmonisierung) des europĂ€ischen Markenrechts hat zwar in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts begonnen, kurz nach der Schaffung der EWG, fĂŒhrte aber erst 1988 zum Erfolg mit der Verabschiedung der Ersten Richtlinie zur Angleichung des Markenrechts der Mitgliedstaaten und 1993 mit der Verabschiedung der Verordnung ĂŒber die Gemeinschaftsmarke. Das Ergebnis ist die ParallelitĂ€t nationaler und EU-weiter Markenrechte. Die seinerzeit geschaffenen Regeln des materiellen Markenrechts und des Verfahrensrechts haben sich insgesamt bewĂ€hrt, wie eine Analyse der Bestimmungen ĂŒber die SchutzfĂ€higkeit, die Schutzhindernisse, die Ausschlussrechte und deren Schranken sowie der Verfahren vor dem EuropĂ€ischen Marken- und Musteramt (dem «Harmonisierungsamt fĂŒr den Binnenmarkt») zeigt. Das europĂ€ische Markenrecht hat ĂŒber die Grenzen der EU hinaus gewirkt. Dies wird am Beispiel der Schweiz gezeigt. In der Schweiz gelten zu einem grossen Teil mit dem EU-Recht ĂŒbereinstimmende Bestimmungen, wobei es jedoch zum Teil signifikante Abweichungen gibt, wie z.B. bei der Erschöpfung des Markenrechts. Auch gilt, dass trotz einer weitgehend ĂŒbereinstimmenden Gesetzeslage sich keineswegs immer dieselben Ergebnisse bei denselben oder Ă€hnlichen Marken ergeben.

Alexander von MĂŒhlendahl | sic! 2014 Ausgabe 4


Das vor gut einem Jahr beschlossene Patentpaket der EuropÀischen Union, bestehend aus zwei Verordnungen und einem Staatsvertrag, wird bei seinem Inkrafttreten unter anderem das materielle Recht der Patentverletzung europaweit verfestigen und auf eine neue formelle Grundlage stellen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem europÀischen und dem schweizerischen Recht bestehen und ob seitens der Schweiz gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.

Cyrill P. Rigamonti | sic! 2014 Ausgabe 4


Anfang 2010 Ă€nderte das EuropĂ€ische Patentamt seine Rechtsprechung mit der Folge, dass Patente auf weiteren medizinischen Indikationen kĂŒnftig breitere Rechte entfalten dĂŒrften. Diese PraxisĂ€nderung wirkt sich auch in der Schweiz aus, weshalb das Bundesgericht 2011 festhielt, aufgrund der neuen Rechtsprechung sei die Freiheit der Ärzte, Generika zu verschreiben oder zu verabreichen, möglicherweise eingeschrĂ€nkt. Zur Behebung dieser Problematik soll anlĂ€sslich der laufenden Revision des Heilmittelgesetzes in das Patentgesetz eine neue Ausnahme von der Wirkung des Patents aufgenommen werden. Stimmt das Parlament der vorgeschlagenen Revision zu, ĂŒbernĂ€hme die Schweiz bei der Sicherstellung der medizinischen Behandlungsfreiheit eine Vorreiterrolle in Europa.

Felix Addor / Christine Vetter | sic! 2014 Ausgabe 4



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Der CIPCO IGE Workshop 2025 widmete sich den Herausforderungen von KĂŒnstlicher Intelligenz und DatenflĂŒssen im Kontext des Urheberrechts. Diskutiert wurden technische Grundlagen wie Training, Transparenz und Herausforderungen bei der Weiterentwicklung von Sprachmodellen. Juristische BeitrĂ€ge beleuchteten die politische Debatte in der Schweiz und die Frage nach neuen Regeln im Urheberrecht. Besonders betont wurde die Spannung zwischen Innovationsförderung und Schutz der Kreativen. Industrievertreter stellten ihre GeschĂ€ftsmodelle und Erwartungen an rechtliche Rahmenbedingungen dar. Ökonomische Analysen hinterfragten die traditionelle BegrĂŒndung des Urheberrechts und diskutierten neue Anreizsysteme fĂŒr Datenproduktion. Auch die Rolle internationaler Organisationen wie der WIPO sowie die Implikationen des EU AI Act fĂŒr die Schweiz wurden thematisiert. Insgesamt zeigte der Workshop die Notwendigkeit klarer, zukunftsfĂ€higer Regeln, um Innovation und Rechtssicherheit zu verbinden.

Le workshop CIPCO/IPI 2025 a Ă©tĂ© consacrĂ© aux dĂ©fis posĂ©s par l’intelligence artificielle et les flux de donnĂ©es dans le contexte du droit d’auteur. Les discussions ont portĂ© sur les fondements techniques tels que l’entraĂźnement, la transparence et les difficultĂ©s liĂ©es au perfectionnement des modĂšles linguistiques. Les contributions juridiques ont Ă©clairĂ© le dĂ©bat politique en Suisse et la question de nouvelles rĂšgles en matiĂšre de droit d’auteur. L’accent a Ă©tĂ© mis en particulier sur la tension entre la promotion de l’innovation et la protection des crĂ©ateurs. Les reprĂ©sentants de l’industrie ont prĂ©sentĂ© leurs modĂšles d’affaires et leurs attentes en matiĂšre de cadre juridique. Des analyses Ă©conomiques ont remis en question la justification traditionnelle du droit d’auteur et discutĂ© de nouveaux mĂ©canismes d’incitation Ă  la production de donnĂ©es. Le rĂŽle d’organisations internationales telles que l’OMPI ainsi que les implications pour la Suisse de la loi europĂ©enne sur l’IA ont Ă©galement Ă©tĂ© abordĂ©s. Dans l’ensemble, le workshop a montrĂ© la nĂ©cessitĂ© de rĂšgles claires et pĂ©rennes afin de concilier innovation et sĂ©curitĂ© juridique.

Peter Picht / Florent Thouvenin | sic! 2026 Ausgabe 3


Anders als oft behauptet verleiht die Eintragung einer Marke kein «ewiges» Ausschliessungsrecht. Unter europĂ€ischem Recht wird eine Marke, die nicht innert fĂŒnf Jahren tatsĂ€chlich benutzt worden ist, vielmehr löschungsreif. Neben der Erschöpfung ist die rechtserhaltende Benutzung von Marken eines der derzeit zentralen Themen des Markenrechts.

Unter der inhaltlichen Leitung von Dr. Michael Ritscher und der organisatorischen Leitung von Dr. Christoph Gasser widmete sich der diesjĂ€hrige zweitĂ€gige, dieses Mal gemeinsam mit dem Institut fĂŒr geistiges Eigentum IGE ausgerichtete Workshop den AusprĂ€gungen sowie dem Nachweis rechtserhaltender Markennutzung. Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie Markeninhaber in einer zunehmend digitalen und fragmentierten Markenwelt den rechtserhaltenden Gebrauch ihrer Marken nachweisen können. Durch Beleuchtung der Gesetzgebungen sowie der gelebten Praxis an den zentralen Behörden und Gerichten im nationalen und europĂ€ischen Kontext erfolgte eine interdisziplinĂ€re sowie rechtsvergleichende Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Markenrechts konfrontiert mit den dynamischen Entwicklungen der wirtschaftlichen RealitĂ€t. Die Tagung war Alexander von MĂŒhlendahl gewidmet, der sich wie wenige andere um die Entwicklung des internationalen und insbesondere des europĂ€ischen und deutschen Markenrechts verdient gemacht hat – und dies als regelmĂ€ssiger Teilnehmer des Ittinger Workshops weiterhin tut.

Contrairement Ă  ce qui est souvent affirmĂ©, l’enregistrement d’une marque ne confĂšre pas un droit exclusif «éternel». En droit europĂ©en, une marque qui n’a pas fait l’objet d’un usage effectif dans un dĂ©lai de cinq ans devient au contraire susceptible d’ĂȘtre radiĂ©e. À cĂŽtĂ© de l’épuisement, l’usage sĂ©rieux des marques figure parmi les thĂšmes actuellement centraux du droit des marques.

Sous la direction scientifique de Dr. Michael Ritscher et la direction organisationnelle de Dr. Christoph Gasser, la confĂ©rence de cette annĂ©e, d’une durĂ©e de deux jours et organisĂ©e cette fois conjointement avec l’Institut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle, Ă©tait consacrĂ©e aux diffĂ©rentes formes de l’usage sĂ©rieux des marques ainsi qu’à la preuve de cet usage. Au cƓur des Ă©changes figurait la question de savoir comment, dans un univers des marques toujours plus numĂ©rique et fragmentĂ©, les titulaires de marques peuvent apporter la preuve d’un usage sĂ©rieux. Par l’examen des lĂ©gislations et des pratiques suivies par les principales autoritĂ©s et juridictions dans un contexte national et europĂ©en, il en est rĂ©sultĂ© une rĂ©flexion interdisciplinaire et de droit comparĂ© sur les dĂ©fis du droit des marques, confrontĂ© aux Ă©volutions dynamiques de la rĂ©alitĂ© Ă©conomique. La confĂ©rence Ă©tait dĂ©diĂ©e Ă  Alexander von MĂŒhlendahl, qui, comme peu d’autres, a contribuĂ© au dĂ©veloppement du droit international des marques, et en particulier du droit europĂ©en et allemand, et continue de le faire en tant que participant rĂ©gulier aux workshops d’Ittingen.

Alexander Decadt / Kaan Tasdemir | sic! 2026 Ausgabe 3



Dr. Michael Ritscher, LL.M., nebenamtlicher Handelsrichter am Handelsgericht des Kantons ZĂŒrich, GrĂŒndungsmitglied und PrĂ€sident des Instituts fĂŒr den gewerblichen Rechtsschutz (INGRES), MitgrĂŒnder und ehemaliger Herausgeber der Zeitschrift fĂŒr ImmaterialgĂŒter-, Informations- und Wettbewerbsrecht (sic!), Lehrbeauftragter an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Partner einer Anwaltskanzlei in ZĂŒrich liebt den wissenschaftlichen Austausch zu immaterialgĂŒterrechtlichen Themen. Es lag deshalb auf der Hand, seinen 65. Geburtstag mit einer ihm gewidmeten Tagung zum ImmaterialgĂŒterrecht zu feiern.

Nadia Fiechter / Simon Holzer | sic! 2026 Ausgabe 2


Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLK) vom 10. September 2025 (I. Kammer)


Am 1. Juli 2025 versammelten sich im Lake Side in ZĂŒrich rund 200 Fachpersonen aus Wissenschaft, Justiz, Verwaltung, Industrie und Anwaltschaft. Diese Veranstaltung, die traditionsgemĂ€ss im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfand, wurde erneut von Michael Ritscher konzipiert und geleitet und von Christoph Gasser organisiert. In bewĂ€hrtem Rahmen bot die Tagung eine Plattform fĂŒr den Austausch ĂŒber aktuelle Entwicklungen und praxisrelevante Fragen des schweizerischen ImmaterialgĂŒterrechts. Abgerundet wurde der Anlass durch einen geselligen ApĂ©ro an Bord eines Schiffs der ZĂŒrichsee-Flotte.

Le 41 juillet 2025, environs 200 experts issus des milieux scientifiques, judiciaires, administratifs, industriels et juridiques se sont rĂ©unis au Lake Side Ă  Zurich. Cet Ă©vĂ©nement, qui se tient traditionnellement Ă  l’issue de l’assemblĂ©e gĂ©nĂ©rale, a Ă©tĂ© conçu et dirigĂ© par Michael Ritscher et organisĂ© par Christoph Gasser. Dans un cadre Ă©prouvĂ©, la confĂ©rence a offert une plateforme d’échange sur les dĂ©veloppements actuels et les questions pratiques du droit suisse de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. L’évĂ©nement s’est terminĂ© par un apĂ©ritif convivial Ă  bord d’un bateau de la flotte du lac de Zurich.

Carla Bölsterli / Jennifer Watts | sic! 2025 Ausgabe 11


Members of the working group: Ana Andrijevic, Boris Catzeflis, Luca Dal Molin, Tania Germond, Markus Kaiser, Sébastien Ragot, Fabian Wigger and Raphael Zingg.




Die Schweiz verfĂŒgt ĂŒber ein umfassendes rechtliches System zur Zwangslizenzierung von Patenten. Nicht-exklusive Lizenzen können in FĂ€llen von öffentlichem Interesse, unzureichender Nutzung, abhĂ€ngigen Patenten, wettbewerbswidrigem Verhalten und dem Export von Arzneimitteln in LĂ€nder mit geringer ProduktionskapazitĂ€t erteilt werden. Die Lizenzen werden durch Gerichte vergeben und sind in Umfang, Dauer und Übertragbarkeit beschrĂ€nkt.

Obwohl das Gesetz umfangreich ist, werden Zwangslizenzen in der Praxis selten gewĂ€hrt. Die meisten AntrĂ€ge wurden abgelehnt, mit wenigen Ausnahmen. In der Regel ist der vorherige Versuch zur freiwilligen Lizenzverhandlung erforderlich – ausser in dringenden FĂ€llen öffentlicher Nutzung. Patentinhaber haben Anspruch auf rechtliches Gehör und angemessene VergĂŒtung, die individuell festgelegt wird.

Die Schweizer Gruppe hĂ€lt das geltende Recht fĂŒr ausreichend, empfiehlt jedoch Klarstellungen bezĂŒglich anhĂ€ngiger Patentanmeldungen und ergĂ€nzender Schutzzertifikate (SPCs). Sie spricht sich zudem fĂŒr eine internationale Harmonisierung aus, insbesondere im Kontext globaler Gesundheitskrisen wie COVID-19.

Insgesamt schafft das System ein Gleichgewicht zwischen öffentlichem Interesse und dem Schutz von Patentrechten, bleibt jedoch in der praktischen Anwendung begrenzt.

Members of the working group: Oliver Jeker (chair), Thomas Kretschmer, Lorena Piticco, Hugh Reeves, Julien Schirlin.


Members of the working group: Simona Baselgia, Niklas-Fenio Buck, Marco Handle, Myrtha Hurtado Rivas, Simone Huser, Muvehedin Memeti, Raphael Nusser, Rowan Siegenthaler, Fabienne ZenhÀusern.


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