Bereits viele Energieversorgungsunternehmen (EVU) stellen vertikal integriert Unternehmen dar, d.h. sie sind in verschiedenen Teilen der «klassischen» Wertschöpfungskette tätig. Der Trend zur vertikalen Integration verschiedener Wertschöpfungselemente bei EVU hat spätestens mit der Teilmarktliberalisierung 2008/9 begonnen und hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr verstärkt. Die staatsnahen Betriebe sind dabei gehalten, sich an die gesetzlichen Vorgaben insbesondere betreffend Unbundling, Wettbewerbsrecht und Datenschutz zu halten, damit es nicht zu unerwünschten Marktverzerrungen kommt. Die neusten Entwicklungen im Stromversorgungsbereich bieten diesbezüglich neue Chancen, aber auch Herausforderungen.
Patrick L. Krauskopf / Etienne Schön | sic! 2025 Ausgabe 10