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Forum – Zur Diskussion / A discuter

Einfache elektronische Eingabe per E-Mail

Die Kommunikation mittels E-Mail gehört im privaten Bereich lĂ€ngst zum Alltag. Im Verkehr mit Behörden im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens gelten allerdings besondere Anforderungen. So bestimmt sich bei elektronischen Eingaben der Zugangszeitpunkt nach anderen Regeln als bei einer Einreichung auf Papier. Mit Artikel 21a des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021) und der Verordnung ĂŒber die elektronische Übermittlung im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens (SR 172.021.2) bestehen auf Bundesebene die gesetzlichen Grundlagen fĂŒr den elektronischen Behördenverkehr. Das Institut fĂŒr Geistiges Eigentum hat seinerseits die notwendigen rechtlichen und technischen Voraussetzungen fĂŒr eine einfache elektronische Eingabe per E-Mail geschaffen (fĂŒr weitere Informationen zur technischen Umsetzung siehe https://ekomm.ipi.ch). Es gehört damit zu den ersten Behördenstellen in der Schweiz, die diese Möglichkeit anbieten (ein Verzeichnis der elektronischen Verwaltungsverfahren findet sich unter www.bk.admin.ch/themen/egov/03990/index.html?lang=de).

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase kann die Mehrzahl von Eingabearten an das Institut auch mittels E-Mail eingereicht werden. AbhĂ€ngig davon, ob fĂŒr die betreffende Eingabe ein Unterschriftserfordernis oder andere Formvorschriften bestehen, sind drei FĂ€lle zu unterscheiden:

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    Wo eine Eingabe formlos, ohne Unterschrift, möglich ist, kann sie ohne Weiteres in Form einer E-Mail an das Institut gesandt werden (z.B. ein Antrag auf Änderung der Adresse des Inhabers);

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    wo das Bundesrecht fĂŒr eine Eingabe Schriftlichkeit vorsieht und das Institut auch Kopien akzeptiert, kann einer E-Mail die elektronische Kopie (pdf) der Eingabe als Attachment beigelegt werden (z.B. der Antrag auf Aufschub der Veröffentlichung eines Designs);

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    wo das Bundesrecht eine eigenhĂ€ndige Unterzeichnung einer Eingabe erfordert, ist eine elektronische Übermittlung per E-Mail zur Zeit noch nicht möglich. Solche Eingaben sind weiterhin mit Originalunterschrift auf Papier einzureichen (z.B. die Einreichung eines Widerspruchs im Markenbereich).

Zu beachten ist, dass alle Eingaben per E-Mail nur auf eine der speziell dafĂŒr vorgesehenen E-Mail-Adressen möglich sind (siehe https://ekomm.ipi.ch).

MĂŒssen einem Antrag zusĂ€tzliche Dokumente beigelegt werden und akzeptiert das Institut auch Kopien, |können diese ebenfalls als elektronische Kopie (pdf) der entsprechenden E-Mail beigelegt werden (z.B. eine Urkunde, wonach eine Marke auf einen Erwerber ĂŒbertragen wurde). Das Institut behĂ€lt sich wie bisher vor, die Nachreichung des Originals zu verlangen, wenn es Zweifel an der Echtheit der Urkunde hat.

Um den Weg fĂŒr eine einfache elektronische Eingabe per E-Mail in einer Vielzahl von FĂ€llen zu ebnen, verzichtet das Institut bei vielen Dokumenten auf das Unterschriftserfordernis (vgl. Art. 6 Abs. 3 MSchV, Art. 6 Abs. 3 DesV, Art. 3 Abs. 3 PatV). Detaillierte Angaben zu Formerfordernissen und zulĂ€ssigen Eingabewegen finden sich auf der Website des Instituts.

Der fĂŒr die Fristwahrung einer Eingabe massgebliche Zeitpunkt wird bei einer elektronischen Übermittlung nicht nach denselben GrundsĂ€tzen bestimmt wie bei Eingaben auf Papier. Nach Art. 21a VwVG gilt die Frist als gewahrt, wenn das Informatiksystem, welchem die elektronische Zustelladresse der Behörde angehört, vor ihrem Ablauf den Empfang bestĂ€tigt hat. Eingaben per E-Mail muss der Absender an die vom Institut fĂŒr diesen Zweck spezifisch bezeichneten Adressen senden. Nur wenn eine Eingabe an die korrekte Adresse gesandt wird, erzeugt das Informatiksystem des Instituts automatisch eine EingangsbestĂ€tigung, aus welcher der genaue Zeitpunkt des Eingangs beim Institut hervorgeht. In der Regel wird der Absender diese EmpfangsbestĂ€tigung innert weniger Minuten erhalten. Bleibt die EmpfangsbestĂ€tigung aber aus, muss er davon ausgehen, dass seine Eingabe das Institut nicht erreicht hat. Fristgebundene Eingaben per E-Mail sind dem Institut deshalb so frĂŒhzeitig zukommen zu lassen, dass die Frist im Falle eines Ausbleibens der EmpfangsbestĂ€tigung noch auf anderem Wege, wie insbesondere einer Aufgabe bei der schweizerischen Post, gewahrt werden kann.

Zum Schutz des Informatiksystems des Instituts wird eine E-Mail, welche Viren oder einen anderen unzulĂ€ssigen Code enthĂ€lt, gelöscht und dem Absender eine entsprechende Mitteilung zugestellt. Stellt das Informatiksystem fest, dass es sich bei einer E-Mail um Spam handeln könnte, erhĂ€lt der Absender ebenfalls eine Mitteilung. Er hat dann die Möglichkeit, innert zehn Tagen zu bestĂ€tigen, dass es sich bei der betreffenden E-Mail tatsĂ€chlich um eine Eingabe und nicht um Spam handelt. E-Mails, die das Informatiksystem mit hoher Wahrscheinlichkeit als Spam erachtet («Spam High»), werden ohne Mitteilung an den Absender gelöscht. Detaillierte Angaben darĂŒber, welche Formate fĂŒr Beilagen zugelassen sind und wie das Institut mit unzulĂ€ssigen oder unlesbaren E-Mails umgeht, finden sich in den Nutzungsbedingungen unter https://ekomm.ipi.ch.

Bei einem unverschlĂŒsselten Versand von E-Mails kann die Vertraulichkeit der ĂŒbermittelten Daten nicht |garantiert werden. Das Institut stellt deshalb BenĂŒtzern, welche ihre elektronischen Eingaben verschlĂŒsseln möchten, auf seiner Website einen öffentlichen SchlĂŒssel zur VerfĂŒgung. Soll auch die EmpfangsbestĂ€tigung des Instituts verschlĂŒsselt werden, muss der Absender seine Eingabe vor dem Versand mit seiner digitalen Signatur versehen. Weitere technische Informationen zur VerschlĂŒsselung mit dem öffentlichen SchlĂŒssel des IGE finden sich unter https://ekomm.ipi.ch.

Detlev Bouda/JĂŒrg Herren

Communication Ă©lectronique avec l’Institut

Si la correspondance privĂ©e par courriel est chose courante depuis longtemps, la communication Ă©lectronique avec les autoritĂ©s dans le cadre d’une procĂ©dure administrative en est Ă  ses dĂ©buts, parce qu’elle est soumise Ă  des rĂšgles prĂ©cises. En particulier la date de rĂ©ception ne se dĂ©termine pas de la mĂȘme maniĂšre pour les Ă©crits Ă©lectroniques que pour les Ă©crits «papier». L’art. 21a de la loi sur la procĂ©dure administrative (PA, RS 172.021) et l’ordonnance sur la communication Ă©lectronique dans le cadre d’une procĂ©dure administrative (RS 172.021.2) constituent, au niveau fĂ©dĂ©ral, les bases lĂ©gales rĂ©glant les modalitĂ©s de la communication par voie Ă©lectronique avec les autoritĂ©s. L’Institut de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (Institut) a pour sa part mis en place les conditions lĂ©gales et techniques nĂ©cessaires pour permettre Ă  sa clientĂšle d’avoir recours Ă  la communication Ă©lectronique (informations complĂ©mentaires sur la mise en Ɠuvre technique sur https://ekomm.ipi.ch). Il fait ainsi partie des premiĂšres autoritĂ©s administratives en Suisse Ă  offrir cette forme de communication (voir sur www.bk.admin.ch/themen/egov/03990/index.html?lang=fr le rĂ©pertoire des autoritĂ©s administratives Ă©lectroniques).

AprĂšs une phase d’essai couronnĂ©e de succĂšs, l’Institut est heureux de pouvoir proposer Ă  sa clientĂšle la communication Ă©lectronique pour la majoritĂ© des Ă©crits. Il convient nĂ©anmoins de distinguer les trois cas suivants qui sont fonction de l’obligation de signature ou d’autres prescriptions d’ordre formel:

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    lorsqu’un Ă©crit ne doit pas remplir de condition de forme, en particulier ne porter aucune signature, il peut sans autre ĂȘtre envoyĂ© Ă  l’Institut par courriel (p. ex. une demande de modification de l’adresse du titulaire);

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    lorsque le droit fĂ©dĂ©ral prĂ©voit la forme Ă©crite et que l’Institut accepte Ă©galement des copies, il est possible de joindre une copie Ă©lectronique de l’écrit (PDF) au courriel (p. ex. demande d’ajournement de la publication d’un design);

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    lorsque le droit fĂ©dĂ©ral prĂ©voit l’obligation d’une signature manuscrite, il n’est pas encore possible d’avoir recours Ă  la communication Ă©lectronique; les Ă©crits doivent donc porter une signature manuscrite originale et continuer Ă  ĂȘtre remis sur papier (p. ex. remise d’une opposition dans le domaine des marques).

Notez encore qu’il est impĂ©ratif d’envoyer les Ă©crits remis par voie Ă©lectronique aux adresses courriel que l’Institut a dĂ©finies Ă  cet effet (voir sur https://ekomm.ipi.ch).

Lorsqu’il est nĂ©cessaire de joindre des documents Ă  une demande et que l’Institut accepte Ă©galement des copies, ceux-ci peuvent ĂȘtre envoyĂ©s par courriel sous la forme de documents Ă©lectroniques (PDF) Ă  l’adresse rĂ©servĂ©e Ă  la communication Ă©lectronique (p. ex. un document attestant du transfert d’une marque). En cas de doute sur l’authenticitĂ© d’un document, l’Institut se rĂ©serve le droit d’exiger la remise de l’original.

Afin d’aplanir la voie pour la communication Ă©lectronique, l’Institut renonce Ă  l’obligation de signature pour de nombreux documents (cf. art. 6 al. 3 OPM; art. 6 al. 3 ODes; art. 3 al. 3 OBI). Les conditions formelles et le type de communication autorisĂ© pour les diffĂ©rents Ă©crits sont spĂ©cifiĂ©s sur son site Internet.

S’agissant de l’observation des dĂ©lais, le moment dĂ©terminant n’est pas Ă©tabli de la mĂȘme maniĂšre pour les Ă©crits Ă©lectroniques que pour les Ă©crits «papier». Aux termes de l’art. 21a PA, le dĂ©lai est observĂ© si, avant son Ă©chĂ©ance, le systĂšme informatique correspondant Ă  l’adresse Ă©lectronique de l’autoritĂ© confirme la rĂ©ception des Ă©crits. Les Ă©crits communiquĂ©s par courriel doivent donc ĂȘtre envoyĂ©s aux adresses que l’Institut a dĂ©finies pour la communication Ă©lectronique, sinon le systĂšme informatique est dans l’impossibilitĂ© de gĂ©nĂ©rer une confirmation spĂ©cifiant l’heure exacte de la rĂ©ception de l’écrit. En rĂšgle gĂ©nĂ©rale, l’expĂ©diteur recevra cette confirmation en l’espace de quelques minutes. Si tel n’est pas le cas, il doit s’en inquiĂ©ter. C’est pourquoi, si l’on souhaite communiquer un Ă©crit soumis Ă  un dĂ©lai par courriel Ă  l’Institut, il importe de le faire suffisamment Ă  l’avance afin de se mĂ©nager la possibilitĂ©, dans l’absence de confirmation, de l’envoyer dans les dĂ©lais par une autre voie, en particulier par le biais de la Poste suisse.

Pour des raisons de sĂ©curitĂ©, le systĂšme informatique de l’Institut supprime tout courriel comportant des virus ou d’autres logiciels malveillants; l’expĂ©diteur en est avisĂ©. Le systĂšme supprime Ă©galement tous les e-mails qu’il identifie avec une haute probabilitĂ© comme du pourriel (spam high); dans ce cas, l’expĂ©diteur n’en est pas prĂ©venu. L’expĂ©diteur est en revanche informĂ© lorsque le systĂšme informatique de l’Institut juge que son e-mail pourrait ĂȘtre identifiĂ© comme du pourriel; il a alors la possibilitĂ©, en l’espace de dix jours, de confirmer que tel n’est pas le cas. Les conditions d’utilisation de la communication Ă©lectronique publiĂ©es sur https://ekomm.ipi.ch spĂ©cifient les formats autorisĂ©s pour les documents joints et comportent des indications sur ce qu’il convient de faire lorsque l’écrit envoyĂ© Ă  l’Institut est illicite ou illisible.

La confidentialitĂ© des donnĂ©es ne pouvant ĂȘtre garantie si le courriel n’est pas cryptĂ©, l’Institut met Ă  la disposition de sa clientĂšle une clĂ© publique sur son site Internet qui permet de crypter les Ă©crits envoyĂ©s par courriel. Si l’expĂ©diteur souhaite que la confirmation de la rĂ©ception soit elle aussi cryptĂ©e, il doit munir son Ă©crit de sa signature numĂ©rique avant de l’envoyer Ă  l’Institut. Des informations complĂ©mentaires sur le cryptage des donnĂ©es au moyen de la clĂ© publique mise Ă  disposition par l’Institut figurent sur https://ekomm.ipi.ch.

Detlev Bouda/JĂŒrg Herren