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Aufsätze / Articles

Mit der anstehenden Revision des Kartellrechts geht die in der Schweiz traditionell heftig ausgetragene Diskussion um die kartellrechtliche Behandlung vertikaler Abreden in eine neue Runde. Die Entstehungsgeschichte der Revisionsvorschläge nährt die Befürchtung, die Bedingungen des zu regelnden Gegenstandes – des Wettbewerbs selbst – gerieten zunehmend in Vergessenheit. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag den Besonderheiten des volkswirtschaftlichen Marktes «Schweiz» auf den Grund und setzt sich mit systemischen Unterschieden insbesondere zum Europäischen Kartellrecht auseinander. Die Erkenntnisse dieser Analyse bilden – anders als noch die Resultate der Evaluationsgruppe Kartellrecht – eine belastbare Grundlage, um die Revisionsvorschläge zu bewerten und einen eigenen Vorschlag zur Modifikation der Regelung über Vertikalabreden zu präsentieren.

Reto M. Hilty / Alfred Früh | sic! 2010 Ausgabe 12