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Bibliographie
Der Begriff des «Handbuchs» stammt, wie mich «Wikipedia» heute innert Sekundenschnelle unterrichtet, aus dem klassischen Griechisch (encheiridion) und bezeichnete ein in einer Hand gehaltenes, kurzes Schwert oder einen Dolch. Die heutige Bedeutung des Begriffs wurde aufgrund des Ritterhandbuchs von Erasmus von Rotterdam, «Enchiridion militis Christiani» («Schwert» bzw. Handbuch des christlichen Soldaten») aus dem Jahr 1503 bekannt. Für das hier zu besprechende «Handbuch der Patentverletzung» von Thomas Kühnen ist der Begriff allerdings eine blanke Untertreibung (das gilt natürlich auch schon für die 2017 erschienene 9. und die 2018 erschienene 10. Auflage): Das monumentale Werk lässt sich nicht mehr wie ein Dolch oder kurzes Schwert in einer Hand halten. Es handelt sich vielmehr um einen echten «Zweihänder» – über 1000 Seiten schwer.
Christian Hilti | sic! 2020 Ausgabe 2