Generative KI-Modelle lernen anhand grosser Mengen vielfach auch urheberrechtlich geschĂŒtzter Trainingsdaten, passgenaue Inhalte, etwa in Form von Texten oder Bildern, zu erzeugen. Der vorliegende Beitrag erörtert, ob diese TrainingsvorgĂ€nge als Eingriff in das Ausschliesslichkeitsrecht gemĂ€ss schweizerischem Urheberrecht zu qualifizieren sind und inwiefern sie sich unter eine oder mehrere der gesetzlich vorgesehenen Schrankenbestimmungen subsumieren lassen, welche einen solchen Eingriff ausnahmsweise ohne Zustimmung der Rechtsinhaber erlauben.
Les modĂšles dâIA gĂ©nĂ©rative apprennent, Ă lâaide de grandes quantitĂ©s de donnĂ©es dâentraĂźnement souvent protĂ©gĂ©es par des droits dâauteur, Ă gĂ©nĂ©rer des contenus appropriĂ©s, par exemple des textes ou des images. Le prĂ©sent article examine si ces processus dâentraĂźnement doivent ĂȘtre qualifiĂ©s dâatteinte au droit exclusif au sens du droit dâauteur suisse et si lâune ou plusieurs des restrictions prĂ©vues par la loi, qui autorisent exceptionnellement une telle atteinte sans lâaccord des titulaires de droits, peuvent ĂȘtre appliquĂ©es dans ce contexte.
Sandra Marmy-BrÀndli / Isabelle Oehri | sic! 2023 Ausgabe 12