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Bibliographie

Die über 550-seitige (und um ein 20-seitiges Sachregister und ein 30-seitiges Literaturverzeichnis erweiterte) Zürcher Dissertation von Florent Thouvenin nimmt sich Grundsatzfragen des Wettbewerbs- und des Immaterialgüterrechts an, die zwar nicht neu sind, bisher aber in der vorliegenden breiten Stoffdurchdringung noch nie aufgearbeitet worden sind. Den Einstieg in die Themenstellung übernimmt das Kapitel zu den ökonomischen Grundlagen (knapp 90 Seiten), das insbesondere eine detaillierte Aufarbeitung der bisher diskutierten Wettbewerbstheorien und wettbewerbspolitischen Leitbilder enthält. Thouvenin äussert sich skeptisch zur Verwendbarkeit solcher Denkmodelle zur Lösung der praxisrelevanten Fragen, auch wenn die Theorieansätze ungeachtet der hohen Abstraktionsstufe einen gewissen Stand gesicherter Erkenntnisse (nicht zuletzt dank der Systemtheorie) über die Bedeutung der Wettbewerbsfreiheit erreicht haben.

Rolf H. Weber / Florent Thouvenin | 2008 Ausgabe 6