Die Möglichkeiten und Grenzen der Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen sind im EuropĂ€ischen Patentrecht bis heute nicht hinreichend geklĂ€rt. Vor diesem Hintergrund hat die PrĂ€sidentin des EuropĂ€ischen Patentamts (EPA) von ihrem Recht Gebrauch gemacht, der Grossen Beschwerdekammer vier Rechtsfragen vorzulegen, welche fĂŒr die Erteilungspraxis des EPA bei computerimplementierten Erfindungen und fĂŒr die Grenzziehung gegenĂŒber der Patentierung von Computerprogrammen «als solchen» von grundsĂ€tzlicher Bedeutung sind. Zur Beantwortung der Vorlagefragen hat sich die Grosse Beschwerdekammer eingehend mit dem Ansatz der Beschwerdekammern des EPA auseinandergesetzt und die bisherige Praxis bestĂ€tigt. Die Entscheidung bringt damit zwar nichts Neues, fasst aber die Rechtslage in wichtigen Streitpunkten zusammen und bringt den Status quo im EuropĂ€ischen Patentrecht auf den Punkt.
En droit europĂ©en des brevets, les limites Ă la brevetabilitĂ© des inventions implĂ©mentĂ©es par ordinateur demandaient une clarification. Par consĂ©quent, la prĂ©sidente de lâOffice EuropĂ©en des Brevets (OEB) a fait usage de son droit de soumettre Ă la Grande Chambre de recours quatre questions de droit dâune importance fondamentale concernant la pratique suivie par lâOEB au sujet de la brevetabilitĂ© des programmes dâordinateurs «en tant que tels». Pour rĂ©pondre Ă ces questions, la Grande Chambre de recours a analysĂ© lâapproche des Chambres de recours de lâOEB et a confirmĂ© leur pratique. La dĂ©cision nâapporte ainsi rien de nouveau, mais rĂ©sume la situation juridique dans un domaine oĂč les divergences de vues sont nombreuses et confirme le status quo en droit europĂ©en des brevets.
Florent Thouvenin | 2010 Ausgabe 11