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Bibliographie

Selbst denjenigen Juristen, die kaum Anteil nehmen an den Entwicklungen des Designschutzes, dürfte spätestens seit der im August 2012 in Kalifornien ergangenen Entscheidung des Geschworenengerichtes im Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung die gewachsene Bedeutung des Designs deutlich geworden sein. Das Design wurde mit einem Schlag auf die internationale Bühne wirtschaftlich interessanter Schutzrechte katapultiert und fristet angesichts der im erwähnten Entscheid der obsiegenden Partei zugesprochenen Schadenersatzsumme von über 1 Milliarde US-Dollar kein Schattendasein mehr. Umso grösser nun das Interesse in der Fachwelt zur Rechtsprechung rund um das Design. Die vorliegende Entscheidsammlung von Henning Hartwig stellt hierbei im internationalen Kontext ein wichtiges Instrument dar, da sie Entscheidungen aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich sowie des Harmonisierungsamtes für den Binnenmarkt (HABM) über die Nichtigerklärung von Gemeinschaftsgeschmacksmustern enthält. Diese Entscheidungen sind im zweisprachig konzipierten Band zudem im Volltext wiedergegeben und mit ausführlichen Anmerkungen erfahrener Anwälte sowie einer Richterin des Landgerichts Frankfurt am Main versehen. Gleich wie die vorangehenden Bände enthält Band 4 ein umfassendes Leitsatzverzeichnis mit 142 aktuellen und überwiegend unveröffentlichten Entscheidungen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Österreich, Schweden, der Schweiz, Spanien, der Tschechischen Republik, dem Vereinigten Königreich sowie des EuGH und des HABM. Band 4 verfügt über ein Entscheidungsregister, welches alle der insgesamt 327 Entscheidungen aus den Bänden 1–4 von «Designschutz in Europa» erschliesst und so die Recherche bedeutend vereinfacht. Die Darstellung der Entscheidungen erfolgt in tabellarischer Form nach Ländern und Datum.

Robert M. Stutz / Henning Hartwig (Hg.) | 2014 Ausgabe 1