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Berichte / Rapports

Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union («EuGH») fĂ€llte Ende 2011 in den Verfahren «Medeva» (C-322/10) und «Georgetown» (C-422/10) zwei wichtige Urteile zu ergĂ€nzenden Schutzzertifikaten fĂŒr Arzneimittel mit mehreren Wirkstoffen (sog. KombinationsprĂ€parate). In beiden Verfahren ging es insbesondere um die Frage, ob ein ergĂ€nzendes Schutzzertifikat (Supplementary Protection Certificate, «SPC») erteilt werden kann, wenn das Grundpatent und/oder das zugelassene Arzneimittel, auf welches sich das SPC bezieht, mehrere Wirkstoffe enthalten und diese Wirkstoffe nur teilweise ĂŒbereinstimmen. Zu klĂ€ren war namentlich, wie die Bestimmung der Verordnung (EG) Nr. 469/2009 ĂŒber das ergĂ€nzende Schutzzertifikat fĂŒr Arzneimittel vom 6. Mai 2009 («SPC-Verordnung») auszulegen ist, wonach das dem SPC zu Grunde liegende Erzeugnis «durch ein in Kraft stehendes Patent geschĂŒtzt sein muss». Der EuGH hielt dazu fest, dass der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffkombination, fĂŒr welche ein SPC erteilt werden soll, in den AnsprĂŒchen des Grundpatents genannt werden mĂŒssen. Wie diese Voraussetzung im Detail zu verstehen ist, erlĂ€uterte der EuGH allerdings nicht. Weiter entschied der EuGH, dass fĂŒr eine Kombination mehrerer Wirkstoffe, die in den AnsprĂŒchen des Grundpatents genannt werden, grundsĂ€tzlich ein SPC erteilt werden kann, selbst wenn das Arzneimittel, auf dessen Zulassung sich das SPC bezieht, noch weitere Wirkstoffe enthĂ€lt.

In der Schweiz wurde als eine von mehreren Voraussetzungen fĂŒr die Erteilung eines SPC bisher stets geprĂŒft, ob das Erzeugnis, fĂŒr das ein SPC erteilt werden soll, in den Schutzumfang des Grundpatents fĂ€llt (sog. Verletzungs-Test). Nach diesem Test konnte fĂŒr eine Wirkstoffkombination grundsĂ€tzlich ein SPC erteilt werden, wenn die AnsprĂŒche des Grundpatents zumindest fĂŒr einen dieser Wirkstoffe absoluten Stoffschutz beanspruchten. GemĂ€ss der neuen Praxis des EuGH wĂ€re demgegenĂŒber in einem solchen Fall ein SPC alleine fĂŒr den Wirkstoff zu erteilen, der in den AnsprĂŒchen des Grundpatents erwĂ€hnt wird, nicht aber fĂŒr die gesamte Wirkstoffkombination des zugelassenen Erzeugnisses.

A fin 2011, la Cour de Justice de l’Union europĂ©enne («CJUE») a rendu dans les causes «Medeva» (C-322/10) et «Georgetown» (C-422/10) deux arrĂȘts importants relatifs Ă  des certificats complĂ©mentaires de protection pour des mĂ©dicaments contenant plusieurs principes actifs (prĂ©parations combinĂ©es). Dans les deux cas, il s’agissait en particulier de dĂ©terminer si la dĂ©livrance d’un certificat complĂ©mentaire de protection (Supplementary Protection Certificate, «SPC») est possible lorsque le brevet de base ou le mĂ©dicament autorisĂ©, auquel le SPC se rapporte, contient plusieurs principes actifs qui ne sont pas identiques dans les deux cas. Il fallait notamment interprĂ©ter la disposition du RĂšglement (CE) n° 469/2009 concernant le certificat complĂ©mentaire de protection pour les mĂ©dicaments du 6 mai 2009 («RĂšglement SPC») selon laquelle le produit Ă  la base du SPC doit ĂȘtre protĂ©gĂ© par un brevet en vigueur. La CJUE a retenu Ă  cet Ă©gard que le principe actif, ou le cas Ă©chĂ©ant la combinaison de principes actifs pour lesquels un SPC est demandĂ©, doit ĂȘtre mentionnĂ© dans les revendications du brevet de base. La CJUE ne s’est en revanche pas prononcĂ©e sur la maniĂšre dont cette condition doit ĂȘtre comprise dans le dĂ©tail. En outre, la CJUE a jugĂ© qu’un SPC peut ĂȘtre dĂ©livrĂ© pour une combinaison de principes actifs qui sont mentionnĂ©s dans les revendications du brevet de base, mĂȘme si le mĂ©dicament autorisĂ©, auquel le SPC se rapporte, contient encore d’autres principes actifs.

En Suisse, on a toujours fait dĂ©pendre la dĂ©livrance d’un SPC du fait que le produit pour lequel le SPC doit ĂȘtre dĂ©livrĂ© soit protĂ©gĂ© par le brevet de base (test identique Ă  celui utilisĂ© pour dĂ©finir l’existence d’une viola|tion). Selon ce test, un SPC pouvait en principe ĂȘtre dĂ©livrĂ© pour une combinaison de principes actifs lorsque les revendications du brevet de base protĂ©geaient au moins l’un de ces principes actifs de maniĂšre absolue. En revanche, selon la nouvelle pratique de la CJUE, un SPC devrait ĂȘtre dĂ©livrĂ© dans un tel cas seulement pour le principe actif qui est mentionnĂ© dans les revendications du brevet de base et non pour la combinaison des principes actifs du produit autorisĂ©.

Kilian SchÀrli / Simon Holzer | 2012 Ausgabe 4



Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)





Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)



The term “genuine use” is not defined under Swiss substantive trademark law and has therefore no specific meaning. On the other hand it is a recognized concept under Swiss law that the validity of a mark must be maintained by use. Interestingly, the Swiss Trademark Act (“TMA”) only provides for very few concrete parameters as regarding the kind of use which is required and regarded as sufficient to maintain the rights that vest in a registered mark. Thus, the concrete parameters of quality or degree of use were developed by Swiss scholars and jurisprudence over the years and resulted in the doctrine of “rechtserhaltender Gebrauch” or “use maintaining the mark”. The requirement of “genuine use” (or rather “serious use” as referred to in Swiss jurisprudence) is only one element of the above doctrine. Thus, any reference to the term “genuine use” in this paper must be understood in the broad framework of the Swiss doctrine of “use maintaining the mark” as further explained in reply to the questions below.



Before January 1, 2011, provisions dealing with preliminary measures could be found in the different Swiss IP statutes, some of which referred to provisions in the Swiss Civil Code concerning the protection of personality rights. Since January 1, 2011, the requirements for preliminary measures in general are set forth in Articles 261 ss. of the Swiss Code of Civil Procedure (CCP). These provisions replaced the respective parts in the different IP statutes.



Dr. Michael Ritscher, PrĂ€sident von INGRES und Leiter dieser Veranstaltung, wies in seiner BegrĂŒssung darauf hin, dass INGRES sich seit zehn Jahren intensiv fĂŒr die Schaffung eines Patentgerichts eingesetzt hat und sich auch weiterhin dafĂŒr einsetzen wird, dass dieses den von allen Beteiligten erhofften Erfolg haben wird.



En fĂ©vrier 2011, le Tribunal cantonal du Jura s’est penchĂ© sur le fonctionnement de la «saisie automatique» («Google Suggest») proposĂ©e par le moteur de recherche Google depuis quelques annĂ©es. L’auteur prĂ©sente succinctement l’arrĂȘt du Tribunal, le compare avec deux dĂ©cisions rendues par les tribunaux français dans des affaires similaires et revient briĂšvement sur une dĂ©cision de la Cour d’appel de Paris rendue en matiĂšre de droit d’auteur.

Im Februar 2011 beschĂ€ftigte sich das Kantonsgericht des Kantons Jura mit den automatisch generierten EintrĂ€gen («Google Suggest»), die von der Internet-Suchmaschine Google seit ein paar Jahren vorgeschlagen werden. Der Autor stellt das Gerichtsurteil kurz vor und vergleicht es mit zwei Entscheidungen französischer Gerichte in Ă€hnlichen Angelegenheiten und kommt schliesslich auf ein Urteil des Cour d’appel in Paris im Bereich des Urheberrechts zu sprechen.

Thomas Widmer | 2012 Ausgabe 2



Am letztjĂ€hrigen Executive Committee Meeting in Hyderabad hat die AIPPI Resolutionen zu verschiedenen Themen verabschiedet, namentlich zu den Ausnahmen vom Urheberrechtsschutz und erlaubten Benutzungsformen urheberrechtlich geschĂŒtzter Werke in den Branchen der Hochtechnologie und der Digitaltechnologie (Q 216B), zu den Patentierungsvoraussetzungen der erfinderischen TĂ€tigkeit (Q 217), zum Erfordernis des rechtserhaltenden Gebrauchs bei Marken (Q 218) sowie zu den Unterlassungsgeboten bei der Verletzung von ImmaterialgĂŒterrechten (Q 219).



Exceptions to copyright protection and the permitted uses of copyright works in the hi-tech and digital sectors (Q 216B)



Switzerland being a member state of the European Patent Convention (EPC) and having a national Patent Office without substantial examination, it is not surprising that the courts apply the standard of the Boards of Appeal of the European Patent Office (EPO) – see e.g. Federal Supreme Court decision BGE 133 III 229, 331, section 3.



Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht Kartause Ittingen, 2. und 3. September 2011



Les réseaux sociaux et les univers virtuels sont en quelques années devenus incontournables pour les entreprises. Ces nouvelles formes de médias comportent toutefois des risques que les entreprises doivent évaluer et gérer.



In seiner bisherigen Auslegung der Richtlinie 98/44/EG definierte der EuGH den «menschlichen Embryo» nicht. Dieser Begriff wird vom EuGH nun weit ausgelegt. Eine Zelle oder ein Zellhaufen ab der Befruchtung kann demzufolge als menschlicher Embryo bezeichnet werden. Weil die an ein Patent geknĂŒpften Rechte sich grundsĂ€tzlich auf Handlungen industrieller oder kommerzieller Art beziehen, kann die Verwendung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken vom Patent selbst und den daran geknĂŒpften Rechten nicht getrennt werden. Die Verwendung menschlicher Embryonen zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung kann deshalb gemĂ€ss Art. 6 Abs. 2 lit. c der Richtlinie 98/44/EG nicht patentiert werden. Die Patentierung ist zudem ausgeschlossen, wenn die technische Lehre die vorhergehende Zerstörung menschlicher Embryonen oder deren Verwendung als Ausgangsmaterial erfordert. Gegenstand eines Patents kann gemĂ€ss EuGH einzig die Verwendung menschlicher Embryonen zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken sein, aus der fĂŒr den verwendeten menschlichen Embryo selbst ein Nutzen resultiert.

In einer frĂŒheren Entscheidung kam die Grosse Beschwerdekammer (GBK) des europĂ€ischen Patentamts (EPA) ebenfalls zum Schluss, dass eine Erfindung, deren AusfĂŒhrung in der Verwendung (und damit in der Zerstörung) menschlicher Embryonen besteht, nicht patentierbar ist. Im Gegensatz zum Urteil des EuGH hat diese Entscheidung der GBK direkte Auswirkungen auf europĂ€ische Patente mit Benennung der Schweiz. Sollte die GBK in ihrer zukĂŒnftigen Rechtsprechung die vor dem EPA noch offene Frage, wie der Ausschluss der Patentierung bei menschlichen embryonalen Stammzellen ohne Zerstörung dieser Zellen zu beurteilen wĂ€re, in Übereinstimmung mit dem EuGH auslegen, so wĂ€ren auch europĂ€ische Patente mit Wirkung in der Schweiz davon betroffen. In einem solchen Fall wĂ€re eine davon abweichende Auslegung in der Schweiz nur noch fĂŒr nationale Anmeldungen möglich.

Jusqu’à prĂ©sent, la CJUE n’avait pas eu l’occasion d’interprĂ©ter la notion d’«embryon humain» selon la Directive 98/44/CE. Cette notion fait dĂ©sormais l’objet d’une interprĂ©tation large par la CJUE. Ainsi, une cellule ou un amas de cellules peut ĂȘtre considĂ©rĂ© dĂšs la fĂ©condation comme un embryon humain. Puisque les droits rattachĂ©s Ă  un brevet concernent en principe les actes de nature industrielle ou commerciale, l’utilisation d’embryons humains Ă  des fins de recherche ne peut pas ĂȘtre sĂ©parĂ©e du brevet lui-mĂȘme et des droits qui s’y rattachent. L’utilisation d’embryons humains Ă  des fins scientifiques ne peut dĂšs lors pas ĂȘtre brevetĂ©e en application de l’art. 6 al. 2 let. c de la Directive 98/44/CE. En outre, la brevetabilitĂ© est exclue lorsque l’enseignement technique nĂ©cessite la destruction prĂ©alable d’embryons humains ou leur usage comme matĂ©riau de dĂ©part. Selon la CJUE, seule peut ĂȘtre brevetĂ©e l’utilisation d’embryons humains Ă  des fins thĂ©rapeutiques ou de diagnostic, dont l’embryon humain utilisĂ© peut lui-mĂȘme tirer profit.

Dans une dĂ©cision prĂ©cĂ©dente, la Grande Chambre de recours (GCR) de l’Office europĂ©en des brevets (OEB) Ă©tait Ă©galement parvenue Ă  la conclusion qu’une invention dont l’exĂ©cution consistait en l’utilisation (et par consĂ©quent la destruction) d’embryons humains n’était pas brevetable. Contrairement au jugement de la CE, cette dĂ©cision de la GCR a des effets directs sur les brevets europĂ©ens dĂ©signant la Suisse. Si dans sa future jurisprudence, la GCR devait suivre celle de la CJUE concernant la question laissĂ©e ouverte devant l’OEB, soit celle de l’exclusion de la brevetabilitĂ© des cellules souches humaines sans destruction de ces cellules, les brevets europĂ©ens dont les effets s’étendent |en Suisse seraient concernĂ©s par cette exclusion. Dans un tel cas, une interprĂ©tation divergente en Suisse ne serait dĂ©sormais possible que pour les demandes nationales.

Pascal Fehlbaum / Claudia Mund / Renée Hansmann | 2012 Ausgabe 1



Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)



Die Tagung des Europa Instituts an der UniversitĂ€t ZĂŒrich (EIZ) mit den Netzwerkpartnern Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SFâ€ąêŸ»Æ§), Schweizerische Informatikgesellschaft (SI), Swiss Internet Industry Association (simsa), Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (SWICO), Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie (SwissICT), Zentrum fĂŒr Informations- und Kommunikationsrecht der UniversitĂ€t ZĂŒrich (ZIK), fand am 1. September 2011 im Metropol ZĂŒrich statt und drehte sich um «ICT – Recht und Praxis Online Social Networks». Die Tagungsleiter, Dr. Rolf auf der Maur und Prof. Dr. Hans Rudolf TrĂŒeb, begrĂŒssten die ĂŒber 100 Teilnehmer von AnwĂ€lten, Unternehmensjuristen und IT-Spezialisten und konstatierten mit der grossen Teilnahme das wachsende Interesse fĂŒr die Problematik von Social Media.



Mit der Empfehlung 2006/585/EG forderte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zur Schaffung von Rechtsvorschriften ĂŒber die Nutzung von verwaisten Werken auf. Die Initiative verpuffte praktisch wirkungslos. Nun schlĂ€gt die EU-Kommission den Erlass einer Richtlinie vor, mit welcher die Mitgliedstaaten verpflichtet werden sollen, solche Regelungen einzufĂŒhren.

Dans sa recommandation 2006/585/CE, la Commission europĂ©enne demande aux pays membres de lĂ©gifĂ©rer sur l’utilisation d’Ɠuvres orphelines. Cette initiative n’a donnĂ© pratiquement aucun rĂ©sultat. DĂšs lors, la Commission europĂ©enne propose l’adoption d’une directive qui obligerait les pays membres Ă  introduire une telle lĂ©gislation.

Willi Egloff | 2011 Ausgabe 11



Nach dem viel beachteten Padawan-Urteil (vgl. sic! 2011, 191 ff.) befasste sich der EuGH im Rahmen des vorliegenden Vorabentscheidungsverfahrens zum zweiten Mal mit den unionsrechtlichen Rahmenbedingungen fĂŒr mitgliedstaatliche Systeme der «Abgabe fĂŒr Privatkopie». Der Gerichtshof unterstrich dabei erneut die Notwendigkeit wirksamer Ausgleichssysteme fĂŒr den Fall, dass die private VervielfĂ€ltigung von der urheberrechtlichen Verbietungsbefugnis ausgenommen wird. Entsprechend seien die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Rechtsinhaber fĂŒr sĂ€mtliche in ihrem Hoheitsgebiet stattfindenden PrivatvervielfĂ€ltigungen zu entschĂ€digen. Der inlĂ€ndischen PrivatkopievergĂŒtung unterstellt werden sollten daher auch auslĂ€ndische Versandanbieter, deren Angebot sich an inlĂ€ndische Kunden richtet. Trotz fehlender Bindungswirkung ist dieses Urteil auch fĂŒr die Schweiz von Interesse, zumal auch die hierzulande mit der Umsetzung der LeertrĂ€gervergĂŒtung betrauten Institutionen mit den SpezialitĂ€ten des grenzĂŒberschreitenden Versandhandels konfrontiert sind.

AprĂšs l’arrĂȘt Padawan, trĂšs remarquĂ© (cf. sic! 2011, 191 ss), la CJUE a de nouveau eu Ă  connaĂźtre d’une question prĂ©judicielle portant sur les conditions-cadres du droit communautaire relatives aux systĂšmes de «taxe sur la copie privĂ©e» instituĂ©s par les Etats membres. La Cour a soulignĂ© une nouvelle fois la nĂ©cessitĂ© de mettre en Ɠuvre des systĂšmes de compensation efficaces lorsque la copie privĂ©e est soustraite au droit exclusif de l’auteur. Selon la Cour, les Etats membres sont tenus d’indemniser les ayants droit pour toutes les copies privĂ©es qui relĂšvent de leur souverainetĂ© territoriale. Par consĂ©quent, les fournisseurs Ă©trangers dont l’offre s’adresse Ă  des clients indigĂšnes devraient ĂȘtre Ă©galement soumis Ă  la redevance nationale sur la copie privĂ©e. MĂȘme si cette dĂ©cision n’a pas d’effet contraignant pour la Suisse, elle est intĂ©ressante dans la mesure oĂč les institutions chargĂ©es de percevoir la redevance sur les supports vierges en Suisse sont Ă©galement confrontĂ©es aux particularitĂ©s du commerce transfrontalier.

Fabian Wigger | 2011 Ausgabe 11



Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)



Erstmals nach dem Inkrafttreten der Gemeinschaftsmarkenverordnung eröffnete sich dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union die Möglichkeit, sich zur Reichweite des Verbots einer Verletzungshandlung zu Ă€ussern, das auf der Grundlage einer Gemeinschaftsmarke ergeht. Das Gericht entschied, dass solche Verbote grundsĂ€tzlich EU-weite Geltung haben. FĂŒr Inhaber von Gemeinschaftsmarken vereinfacht dies die Durchsetzung ihrer Rechte. Gleichwohl gibt es Ausnahmen, die eine sorgfĂ€ltige AbwĂ€gung der Reichweite erfordern.

Pour la premiĂšre fois depuis l’entrĂ©e en vigueur du RĂšglement sur la marque communautaire, la Cour de justice de l’Union europĂ©enne a eu la possibilitĂ© de se prononcer au sujet de l’étendue territoriale des effets d’une injonction prononcĂ©e sur la base d’une marque communautaire. La Cour a jugĂ© que de telles interdictions dĂ©ployaient leurs effets en principe sur tout le territoire de l’UE. La protection des droits des titulaires de marques communautaires s’en trouve simplifiĂ©e. Il existe toutefois des exceptions exigeant un examen prĂ©cis de l’étendue de l’interdiction.

Martin Viefhues | 2011 Ausgabe 10



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