Geistiges Eigentum oder im Englischen Intellectual Property (IP) ist ein spannendes, aktuelles und fĂŒr alle Beteiligten nicht ganz triviales Thema. Rein ökonomisch gesehen geht es darum, GĂŒtern, bei denen aufgrund ihrer immateriellen Natur ein Marktversagen analog demjenigen bei öffentlichen GĂŒtern auftritt, die Handelbarkeit ĂŒber einen Markt zu ermöglichen. Erst wenn es einen solchen Markt gibt, haben Private einen Anreiz, in die Entwicklung solcher GĂŒter zu investieren. Viele Unternehmen, insbesondere KMU, bekommen beim Stichwort «geistiges Eigentum» ein schlechtes Gewissen, weil sie zwar wissen, dass dies ein Thema ist, um das sie sich kĂŒmmern sollten, es aber immer wieder auf die lange Bank schieben. Da kommt ein Buch mit einem auch fĂŒr VielbeschĂ€ftigte noch zu bewĂ€ltigenden Umfang von 154 Seiten und dem Untertitel «Wie IP aufgebaut, bewirtschaftet und wertschöpfend eingesetzt wird» eigentlich wie gerufen.
Hansueli Stamm / Peter MĂŒnch / Hella Ziese (Hg.) | 2012 Ausgabe 10
ESZ sind derzeit in aller Heilmittel- und Patentrechtler Mund. Denn viele Patente fĂŒr Wirkstoffe und entsprechende Erstanmelderrechte sind vor Kurzem abgelaufen oder werden dies demnĂ€chst tun. Und oft steht zwischen OriginalprĂ€parat und dem Markteintritt von Generika nur noch ein ErgĂ€nzendes Schutzzertifikat, kurz ESZ (oder auf Englisch SCP, fĂŒr Supplementary Protection Certificate).
Michael Ritscher / Kilian Schaerli / Christopher BrĂŒckner | 2012 Ausgabe 9
Ein Modell zur Einbeziehung ökonomischer AnsÀtze in das Kartellrecht Reihe Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspolitik, Bd. 251
Claudia Seitz / Felix Schuhmacher | 2012 Ausgabe 7-8
Der Kurzkommentar zum Kartellgesetz in der 3. Auflage hat wie seine VorgĂ€nger zweifellos den Vorteil der KĂŒrze und Ăbersichtlichkeit. Der im «Westentaschenformat» gedruckte Kommentar ist fĂŒr AnwĂ€lte und Praktiker, die sich nicht tĂ€glich mit dem Wettbewerbsrecht befassen, weiterhin eine wertvolle Arbeitshilfe. Er erlaubt einen raschen und ĂŒberschaubaren Zugriff auf die wesentlichen wettbewerbsrechtlichen Fragestellungen, ohne sich in dogmatischen und theoretischen Auseinandersetzungen zu verlieren. Auf eine konkrete Frage liefert er in aller Regel eine kurze und konzise Antwort. In diesem Sinn ist er zwar nicht Ersatz fĂŒr, ergĂ€nzt aber in sinnvoller Weise die ausfĂŒhrlichen Kommentarwerke.
Patrik Ducrey / JĂŒrg Borer | 2012 Ausgabe 6
Der von Matthias Oesch, Rolf H. Weber und Roger ZĂ€ch herausgegebene Kommentar Wettbewerbsrecht II ergĂ€nzt den bereits in dritter Auflage erschienenen Kurzkommentar von JĂŒrg Borer zum Schweizerischen Kartellgesetz und deckt umfassend die wettbewerbsrechtlichen Erlasse ab, Ă€hnlich wie dies in französischer Sprache der «Commentaire romand» von Pierre Tercier und Christian Bovet in allerdings ausfĂŒhrlicherer Form tut. Die kompakte Darstellung der relevanten wettbewerbsrechtlichen Erlasse kommt den BedĂŒrfnissen von AnwĂ€lten und Praktikern entgegen.
Franz Hoffet / Matthias Oesch / Rolf H. Weber / Roger ZĂ€ch (Hg.) | 2012 Ausgabe 6
Die Herausgeber Stefan Bechtold, Joachim Jickeli und Mathias Rohe und die ĂŒber 80 Autoren wĂŒrdigen und ehren mit der vorliegenden Festschrift «Recht, Ordnung und Wettbewerb» zum 70. Geburtstag von Wernhard Möschel, die ausserordentlichen Leistungen von Wernhard Möschel in der Lehre und der Forschung. Wernhard Möschels Wirken als Ordinarius fĂŒr BĂŒrgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht, Europarecht und Rechtsvergleichung an der UniversitĂ€t TĂŒbingen und als einer der bedeutendsten und bekanntesten Wirtschaftsrechtler Deutschlands reicht weit ĂŒber seine UniversitĂ€t TĂŒbingen und Deutschland hinaus. Nicht weniger umfassend als das bedeutende Wirken Wernhard Möschels in den letzten Jahrzehnten ist die Festschrift zu Ehren des Jubilars mit einer Vielzahl rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen BeitrĂ€gen gelungen. Die Autoren aus Wissenschaft, Behörden und der Anwaltschaft geben â in teils auch englischsprachigen BeitrĂ€gen â einen fundierten Einblick in die Themen der derzeitigen kartellrechtlichen Diskussion und zeigen aktuelle Forschungsergebnisse auf, in dem sie Fragestellungen im deutschen und europĂ€ischen Wettbewerbs- und Kartellrecht aus ökonomischer und juristischer Sicht behandeln.
Claudia Seitz / Stefan Bechtold / Joachim Jickeli / Mathias Rohe (Hg.) | 2012 Ausgabe 5
Schulthess Juristische Medien AG, ZĂŒrich 2011, 4., völlig neu bearb. Aufl., 388 Seiten, CHF 192.â, EUR 138.â, ISBN 978-3-7255-6101-8
Magda Streuli-Youssef / Inge Hochreutener | 2012 Ausgabe 4
Die thematische Breite, die Tiefe der Durchdringung und der Umfang des wissenschaftlichen Schaffens von Rolf H. Weber ist beeindruckend und in dieser Kombination wohl einzigartig in der Schweiz. Dennoch ist es den Herausgebern der Festschrift fĂŒr Rolf Weber gelungen, die Wissenschaftler und Praktiker aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen auf das Thema Kommunikation zu verpflichten und damit auf ein Thema, das sich im jĂŒngeren Schaffen von Rolf Weber immer wieder findet. Die Autoren nĂ€hern sich dem Thema aus anderen Perspektiven mit ihren unterschiedlichen VorverstĂ€ndnissen und beleuchten verschiedene rechtliche Facetten der Kommunikation. Auf diese Weise ist geradezu ein bunter, aber durchaus stimmiger Geburtstagsstrauss entstanden.
Mathis Berger / Rolf Sethe / Andreas Heinemann / Reto M. Hilty / Peter Nobel / Roger ZĂ€ch (Hg.) | 2012 Ausgabe 3
Mit seiner Dissertation liefert Ronny Banchik erstmals eine gesonderte Darstellung des rechtlichen Schutzes von Logos. In einem ersten Teil zum gesellschaftlichen PhĂ€nomen «Logo» fĂŒhrt er den Leser nach einer Definition des Begriffs und der Abgrenzung gegenĂŒber anderen Zeichen hin zur Bedeutung und den verschiedenen Funktionen des Logos im Bereich der Corporate Identity, nĂ€mlich Abgrenzungs-, Imagebildungs-, Kommunikations-, Werbe- sowie Vertrauens- und Bindungsfunktion. Der Autor nimmt dabei Bezug auf die breite Literatur in den Bereichen Wirtschaftswissenschaften und Grafikdesign, die sich mit dem Thema Logo und Corporate Identity befasst, und illustriert die Thematik mit exemplarischen Aussagen und Beispielen aus der Praxis.
Michael A. Meer / Ronny Banchik | 2012 Ausgabe 2
Die Berner Dissertation von Matthias Rey widmet sich dem dogmatischen Thema der Rechtsscheinslehre und des Gutglaubenserwerbs im ImmaterialgĂŒterrecht. Die Fachwelt darf sich glĂŒcklich schĂ€tzen, dass es diese vorzĂŒgliche Abhandlung gibt, und der Rezensent schĂ€mt sich nicht zu gestehen, dass er dieses Buch gerne selber geschrieben hĂ€tte. In sĂ€mtlichen zentralen Themen ist den Ansichten von Rey zuzustimmen. Dies gilt insbesondere fĂŒr die Bejahung der gutglĂ€ubigen Erwerbsmöglichkeit basierend auf dem Registeranschein (vgl. sic! 2008, 271 ff.). Rey geht jedoch ĂŒber diesen klassischen Anwendungsfall des Prinzips «Hand wahre Hand» hinaus und stellt die RegisterpublizitĂ€t in den grösseren Zusammenhang des zivilrechtlichen Vertrauensschutzes und der Vertrauenshaftung (22 ff.). Die von Rey vorgeschlagenen Lösungen ĂŒberzeugen auch vor dem Hintergrund der rechtspolitischen Tendenz, die Bedeutung der Registereintragungen aufzuwerten und die Wirkungen der verschiedenen Register möglichst zu vereinheitlichen (vgl. E. Marbach, SIWR III/1, 2. Aufl., Basel 2009, N 1238; vgl. Botschaft zum MSchG, BBl 1990 I 23; Botschaft zum DesG, BBl 2000, 2746; Botschaft zum PatG, BBl 2006, 131).
Gregor Wild / Matthias Rey | 2012 Ausgabe 1
Referate zur gleichnamigen Veranstaltung der Juristischen FakultÀt der UniversitÀt Basel vom 18. Juni 2010, Schriftenreihe Kultur&Recht, Bd. 1
Sandra Bienek / Peter Mosimann / Beat Schönenberger | 2011 Ausgabe 11
Kollisionen von Kennzeichen, auch zwischen solchen unterschiedlicher Typologie, sind alltĂ€glich und angesichts der grossen Zahl von Kennzeichen auch nicht zu vermeiden. Das richterliche Ermessen ist dabei sehr gross, und entsprechend schwierig ist oft die Prognose der richterlichen Beurteilung. JĂŒrg MĂŒller prĂ€sentiert einen Cicerone, einen «FĂŒhrer», welcher in diesem kennzeichenrechtlichen «Durcheinandertal» Orientierungshilfe bieten will.
Eugen Marbach / JĂŒrg MĂŒller | 2011 Ausgabe 10
Wer sich mit dem EU-Wettbewerbsrecht oder dem EU-Recht im Allgemeinen nĂ€her befasst, stellt sich grossen Herausforderungen. Sowohl auf akademischer und wissenschaftlicher Ebene als auch fĂŒr den Praktiker stellen die KomplexitĂ€t, der Umfang und die fortlaufende Rechtsfortbildung enorme Probleme. Einen neuen und interessanten Lösungsansatz zu deren besseren BewĂ€ltigung haben Christa Tobler, Professorin fĂŒr Europarecht an den Europainstituten der UniversitĂ€ten Leiden und Basel, und der ZĂŒrcher Wirtschaftsanwalt Jacques Beglinger entwickelt. Nach den Tafeln zum damaligen EG-Recht («Essential EC Law in Charts», HVG-Orac, Budapest 2007), einem speziellen Online-Kapitel zum Lissaboner Vertrag sowie neuen Tafeln zum revidierten EU-Recht («Essential EU Law in Charts», HVG-Orac, Budapest 2010) haben die beiden Autoren gemeinsam mit Wessel Geursen, Mitarbeiter an der juristischen FakultĂ€t der Freien UniversitĂ€t Amsterdam, ein neues Werk «Essential EU Competition Law in Charts» herausgegeben.
Philipp Zurkinden / Christa Tobler / Jacques Beglinger / Wessel Geursen (Hg.) | 2011 Ausgabe 9
Seit einem Vierteljahrhundert ist das aus dem Jahr 1986 stammende Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft und hat in diesem Zeitraum mehrfach Ănderungen erfahren. Durch diese wurde versucht, sowohl Anpassungen an das europĂ€ische Recht als auch die reiche Gerichtspraxis in den Gesetzestext einzuarbeiten. Bereits steht die nĂ€chste Revision an, mit welcher «der Schutz gegen einzelne unlautere GeschĂ€ftspraktiken verbessert, die Rechtsdurchsetzung gestĂ€rkt und die Grundlage fĂŒr die Zusammenarbeit mit auslĂ€ndischen Lauterkeitsaufsichtsbehörden geschaffen werden sollen» (Botschaft zur Ănderung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG] vom 2. September 2009, BBl 2009, 6151 f.). Nichtsdestotrotz bleibt das Wettbewerbsrecht schier unĂŒberschaubares Fallrecht. Kaum verwunderlich erscheint es, dass 29 Artikel einer umfangreichen Kommentierung bedĂŒrfen, um die einzelnen Fallgruppen ĂŒberhaupt gerecht aufbereiten zu können.
Birgit Weil / Peter Jung / Philippe Spitz (Hg.) | 2011 Ausgabe 9
La parution du remarquable ouvrage de Trevor Cook et dâAlejandro I. Garcia confirme (si encore besoin) lâintĂ©rĂȘt pratique des mĂ©canismes de rĂ©solution alternative, et particuliĂšrement de lâarbitrage et de la mĂ©diation, pour rĂ©soudre les diffĂ©rends internationaux de propriĂ©tĂ© intellectuelle. Lâouvrage, qui constitue la premiĂšre monographie Ă traiter la matiĂšre en droit comparĂ© de façon si systĂ©matique et approfondie (au-delĂ de nombreux articles publiĂ©s Ă ce sujet), se concentre sur lâarbitrage commercial des litiges de propriĂ©tĂ© intellectuelle. Il ne traite ainsi pas des mĂ©canismes de rĂ©solution des litiges applicables aux noms de domaine ni de lâarbitrage dâinvestissement (opposant un investisseur Ă©tranger Ă un Etat hĂŽte), et ce, mĂȘme si, comme le reconnaissent les auteurs, des questions intĂ©ressantes de propriĂ©tĂ© intellectuelle peuvent Ă©galement se poser dans ce contexte (p. 4). A titre dâexemple, une affaire est actuellement en cours devant lâInternational Centre for Settlement of Investment Disputes (ICSID) opposant le groupe Philip Morris Ă lâUruguay (affaire Philip Morris Brand SĂ rl [Switzerland], Philip Morris Products S.A. [Switzerland] and Abal Hermanos S.A. [Uruguay] v. Oriental Republic of Uruguay, ICSID Case No. ARB/10/7).
Jacques de Werra / Trevor Cook / Alejandro I. Garcia | 2011 Ausgabe 7-8
Contributions de Joost Pauwelyn | Pierre Véron | Edouard Treppoz | Julie Bertholet | Pierre-Alain Killias | Torsten Bettinger | Bernard Hanotiau | Sarah Theurich
Mercedes Novier / Jacques de Werra (Ăd.) | 2011 Ausgabe 7-8
AusfĂŒhrlich legt Cebulla nicht allein fĂŒr Ăbersetzer und Dolmetscher deutsches Urheberrecht sowie Wettbewerbsrecht, KĂŒnstlersozialversicherungsrecht und die geminderte Umsatzsteuer dar. Im Gegensatz zu anderen deutschen Autoren weist er wiederholt auf Publikationen aus der Schweiz hin. War das der Grund, warum die fundierten AusfĂŒhrungen von Cebulla zum VergĂŒtungsrecht nach § 32 UrhG in einem mangelhaften BGH-Urteil vom 20. Januar 2011 (I ZR 19/09) verschwiegen wurden? Ein Ăbersetzer, der sich auf ein solch mangelhaftes Urteil, bei welchem sogar die Höhe des konkreten Autorenhonorars und die Fragen des an ihn zu zahlenden angemessenen Honorars als angebliche Basis fĂŒr die VergĂŒtung des Ăbersetzers unklar bleiben (vgl. B. von Becker, GRUR-Prax 2011, 96), beruft, kann wohl kaum mit weiteren AuftrĂ€gen rechnen.
Klaus Dieter Deumeland / Manuel Cebulla | 2011 Ausgabe 6
Unter harten Kartellen sind Preis-, Mengen- oder Marktaufteilungsabreden zwischen Unternehmen auf gleicher Marktstufe zu verstehen. Der primĂ€re Zweck von harten Kartellen liegt in der Erhöhung der Verkaufspreise, um eine ĂŒber dem Marktpreis liegende Kartellrente zu erzielen. Unter den zahlreichen Konsequenzen harter Kartelle sind namentlich zwei zu erwĂ€hnen: (i) Der aus harten Kartellen resultierende Schaden ist fĂŒr Volkswirtschaften betrĂ€chtlich. Im Tessiner Asphaltkartell hat die öffentliche Hand jahrelang eine 30%ige Kartellrente zu viel bezahlt. (ii) FĂŒr Unternehmen selbst kann die Beteiligung an einem harten Kartell in der Schweiz hohe Bussgelder nach sich ziehen, in vor allem angelsĂ€chsischen LĂ€ndern zudem auch GefĂ€ngnisstrafen fĂŒr die fehlbaren Organe oder Angestellten.
Patrick L. Krauskopf / Juhani Kostka | 2011 Ausgabe 5
Verlag C.H. Beck, Helbing Lichtenhahn, MĂŒnchen 2010, XXIII + 334 Seiten, CHF 157.â, EUR 98.â, ISBN 978-3-7190-3003-2
Beda Bischof / Yuanshi Bu | 2011 Ausgabe 4
11 Jahre hat es gedauert, bis das 2000 in 3. Auflage bei StÀmpfli erschienene Urheberrechts-Lehrbuch von Manfred Rehbinder eine Nachfolge gefunden hat. Herausgekommen ist dabei nicht einfach eine Neuauflage oder Aktualisierung, sondern ein inhaltlich weitgehend neues Werk. Zwar ist die Àussere Gliederung des Stoffes die gleiche geblieben, doch haben sich die Gewichtung der einzelnen Kapitel wie auch ihre Inhalte deutlich verÀndert.
Willi Egloff / Reto M. Hilty | 2011 Ausgabe 3
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