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Bibliographie

Die Dissertation von Alexandra Gick-Komondy fĂ€llt in eine Zeit, in welcher die Patentgerichtsbarkeit in Europa und namentlich auch in der Schweiz vor grossen VerĂ€nderungen und Herausforderungen steht. Die Arbeit spannt einen weiten Bogen und prĂ€sentiert in vier Teilen zunĂ€chst die rechtlichen Grundlagen, welche einen Beitrag zur internationalen Harmonisierung der Zivilgerichtsbarkeit im Bereich des ImmaterialgĂŒterrechts leisten (Erster Teil), stellt dann die bestehenden nationalen Gerichtssysteme im Patentrecht in der Schweiz sowie in England und Wales, Ungarn, Deutschland und Österreich vor (Zweiter Teil), widmet sich dem Stand der Arbeiten zum europĂ€ischen Patentgericht (Dritter Teil) und geht schliesslich auf das neue Bundespatentgericht ein, das voraussichtlich am 1. Januar 2012 seine TĂ€tigkeit aufnehmen wird (Vierter Teil).

Simon Holzer / Alexandra Gick-Komondy | 2011 Ausgabe 2



Die ZĂŒrcher Habilitationsschrift von Simon Schlauri bearbeitet das bisher in erster Linie in den USA intensiv diskutierte Thema der Network Neutrality (NetzneutralitĂ€t). Der Autor untersucht, welche Aspekte der NetzneutralitĂ€t nunmehr auch im Kontext des Schweizerischen Telekommunikationsrechts relevant werden und als Regulierungsziel zu anerkennen sind. An der Schnittstelle von Wettbewerbs-, Telekommunikations- und Vertragsrecht entwickelt Simon Schlauri ein Instrumentarium zur Förderung der NetzneutralitĂ€t. Diskutiert werden Informationspflichten der Internetzugangsanbieter (Internet Service Provider, ISPs), Diskriminierungsverbote, die BeschrĂ€nkung von Vertragslaufzeiten, Preisregulierung und monetĂ€re Anreize zur Wahrung der NetzneutralitĂ€t.

Thomas Steiner / Simon Schlauri | 2011 Ausgabe 1



Contributions de Marianne Chappuis, François Gindrat, Ivan Cherpillod, Heijo Ruijsenaars/Pranvera Këllezi, Nick White et Henry Peter/Jacques de Werra

Nicolas Dutoit / Jacques de Werra (Éd.) | 2010 Ausgabe 12



Seit der Kartellgesetzrevision 2003 und der EinfĂŒhrung direkter Sanktionen hat das schweizerische Kartellrecht zunehmend an Einfluss und praktischer Bedeutung gewonnen. Standen zuvor ĂŒberwiegend die klassischen Kartelle und das Missbrauchsverhalten marktbeherrschender Unternehmen im Mittelpunkt des Kartellrechts, so sind – wie es die jĂŒngste Fallpraxis zeigt – vor allem auch vertikale Abreden, wie Kooperationen oder Vertriebsstrukturen, neben FĂ€llen von Marktmissbrauch in den Vordergrund getreten. Neben der oftmals fehlenden Fallpraxis zu dem noch jungen Kartellgesetz erschwert die kartellrechtliche Arbeit auch das mancherorts erst noch im Entstehen begriffene Schrifttum. AllfĂ€llig vorhandene LĂŒcken kann das vorliegende Werk schliessen: Mit dem neuen Basler Kommentar liegt erstmals eine Kommentierung des Kartellgesetzes in Form eines Grosskommentars vor, der nicht nur sĂ€mtliche kartellrechtlichen Themen aufgreift sowie Fragen der Praxis umfassend und weiterfĂŒhrend beantwortet, sondern auch auf aktuelle Fragen und Entscheide Bezug nimmt.

Claudia Seitz / Marc Amstutz / Mani Reinert (Hg.) | 2010 Ausgabe 11



Der Zeitpunkt fĂŒr das Erscheinen dieses Werkes ist Ă€usserst gĂŒnstig. In den zwölf Jahren seit der ersten Auflage des vom erfahrenen Praktiker Peter Heinrich verfassten Kommentars hat sich im Patentrecht sehr viel getan und ist eine Aktualisierung dringend nötig geworden. Das Patentgesetz wurde grundlegend reformiert und 72 Artikel, also fast die HĂ€lfte der Bestimmungen, wurden geĂ€ndert. Zudem wurden das Bundespatentgerichtsgesetz und das Patentanwaltsgesetz erlassen. Die Rechtsprechung der schweizerischen und der auslĂ€ndischen Gerichte hat natĂŒrlich auch zugelegt, und die Anzahl der Entscheide der Beschwerdekammern des EPA ist förmlich explodiert. Auch die schweizerische patentrechtliche Literatur hat sich nach dem langen Einzeldasein des Kommentars von Blum/Pedrazzini inzwischen emanzipiert und darf sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen. Die Neuauflage des Kommentars von Peter Heinrich kommt aber auch sehr gelegen, weil das Bundespatentgericht bald seine Arbeit beginnen wird und den rund dreissig Richterinnen und Richtern eine aktuelle Auslegeordnung des schweizerischen Patentrechts zweifellos besonders gelegen kommen wird.

Michael Ritscher / Peter Heinrich | 2010 Ausgabe 10



(unter BerĂŒcksichtigung des EPÜ 2000, der Patentgesetzrevisionen 2007/2008 sowie der reorganisierten Bundesrechtspflege)

Peter Heinrich / Mario M. Pedrazzini / Christian Hilti | 2010 Ausgabe 9



Mit dem hier angezeigten Werk wird, wie der Verfasser im Vorwort erwĂ€hnt, nicht nur eine literarische LĂŒcke geschlossen, sondern es ist ihm gelungen, das Grundlagenwissen zum PreisĂŒberwachungsrecht wesentlich zu mehren und die Notwendigkeit dieses Rechts in einer marktwirtschaftlichen Ordnung, in der Wettbewerb nach geltender Verfassung nicht ausnahmslos, sondern nur grundsĂ€tzlich gilt, ĂŒberzeugend darzutun: Solange es staatliche Vorschriften gibt, die «auf einem Markt fĂŒr bestimmte Waren oder Leistungen Wettbewerb nicht zulassen» (Art. 3 Abs. 1 KG), weil Wettbewerb nicht in allen Wirtschaftsbereichen bzw. auf allen MĂ€rkten beste wirtschaftliche Ergebnisse gewĂ€hrleistet, solange gibt es MĂ€rkte, auf denen der Wettbewerb als «bester PreisĂŒberwacher» (Rudolf Strahm) von Gesetzes wegen nicht funktionieren kann. Auf solchen MĂ€rkten sind Preise fĂŒr Waren und Dienstleistungen, zu erwĂ€hnen sind die Preise bzw. GebĂŒhren von Krankenversicherungen, ĂŒber Telekommunikation bis hin zur Wasserversorgung und Abfallentsorgung (S. 131–135), nicht «das Ergebnis wirksamen Wettbewerbs» (Art. 12 PĂŒG). Sie sind vielmehr das Ergebnis monopolistischer Strukturen und oft auch personeller Verbandelung «staatlicher Unternehmen» mit den die Aufsicht ausĂŒbenden Behörden. Daher sind Preise auf solchen «MĂ€rkten» tendenziell ĂŒberhöht, und fĂŒr die Konsumentenschaft besteht in der Regel keine Möglichkeit, auf andere Angebote auszuweichen. Diese vom Verfasser aufgezeigten ZusammenhĂ€nge machen auf der von einem allgemeinen gesellschaftspolitischen Konsens getragenen Grundlage, dass Wettbewerb nicht auf allen MĂ€rkten gelten soll, den Sinn und die Berechtigung der schweizerischen PreisĂŒberwachung deutlich. Dazu kommt, dass – wie der Verfasser einleitend aufzeigt – sich die schweizerische PreisĂŒberwachung von den möglichen Preisregulierungsmodellen nicht an einem Modell orientiert, das den Wettbewerb punktuell als PreisĂŒberwacher ausschaltet, weil die unter Wettbewerbsbedingungen zu Stande gekommenen Preise nicht als «richtig» akzeptiert werden (vgl. dazu die Modelle der cost-of-service-ratemaking, value-of-service-ratemaking, Preisstoppregulierung, konjunkturpolitische PreisĂŒberwachung, S. 3–5). Denn die im PĂŒG verankerte «wettbewerbspolitisch motivierte PreisĂŒberwachung» orientiert sich am «wettbewerbspolitischen Grundsatz», dass «Preismissbrauch im Sinne dieses Gesetzes (
) nur vorliegen [sc. kann], wenn die Preise auf dem betreffenden Markt nicht das Ergebnis wirksamen Wettbewerbs sind» (Art. 12 Abs. 1 PĂŒG). Das heisst, dass nur dann, wenn der Wettbewerb aus welchen GrĂŒnden auch immer seine Funktion als PreisĂŒberwacher nicht spielen kann, an dessen Stelle der PreisĂŒberwacher tritt.

Roger ZĂ€ch / Rolf H. Weber | 2010 Ausgabe 7-8



12 Bearbeiter, als jĂŒngere Garde der Schweizer Markenrechtsgilde bezeichnet, legen per Ende 2009 einen Kommentar zum Markenschutzgesetz vor, der den Leser sofort in Bann zieht. Nicht nur der Umfang von gegen 1400 Seiten, sondern auch der verwendete Apparat (allein das Literaturverzeichnis umfasst 30 Seiten) sind beeindruckend.

Lucas David / Michael G. Noth / Gregor BĂŒhler / Florent Thouvenin (Hg.) | 2010 Ausgabe 5



Als ErgÀnzung zu dem bewÀhrten Handbuch «Marken- und Kennzeichenrecht» des gleichen Herausgebers im Bereich des deutschen Rechts ist nun dieses internationale Handbuch im vergangenen Jahr erschienen.

Michael Degkwitz / Paul Lange (Hg.) | 2010 Ausgabe 4



Die im Jahr 2008 an der UniversitĂ€t ZĂŒrich eingereichte Dissertation von Adrian KĂŒnzler ist ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung des rechtlichen, ökonomischen sowie letztlich auch philosophischen Hintergrunds kartellrechtlicher Regulierungen – darunter auch der Schweizer Regelung. Die Schweiz hat noch keine sehr lange Kartellrechtstradition. Erst im Jahre 1995 wurde ein Kartellgesetz verabschiedet (Bundesgesetz ĂŒber Kartelle und andere WettbewerbsbeschrĂ€nkungen, SR 251), welches erstmals die Grundlage schuf, um eine umfassende, rechtlich abgesicherte Wettbewerbspolitik in der Schweiz betreiben zu können.

JĂŒrg Borer / Adrian KĂŒnzler | 2010 Ausgabe 3



Rolf Weber ist eine der fĂŒhrenden Gestalten im europĂ€ischen Informationsrecht. Er hat sich schon sehr frĂŒh aufgrund seiner verschiedenen akademischen und anwaltlichen Kontakte fĂŒr Fragen der Internet-Governance interessiert und hierzu profunde Monografien veröffentlicht. Ein solches Meisterwerk findet sich jetzt auch in dem vorliegenden Band ĂŒber die regulatorischen Zugehensweisen zum Internet. Sehr schön werden zunĂ€chst einmal die verschiedenen Governance-ZugĂ€nge fĂŒr die Informationsgesellschaft beschrieben (S. 1 ff.). Abgegrenzt werden hier vor allem die völkerrechtlichen Anstrengungen zur Verabschiedung internationaler VertrĂ€ge (S. 11 ff.) von AnsĂ€tzen einer Selbstregulierung, einschliesslich einer Problematisierung der SchwĂ€chen eines solchen Ansatzes (S. 17 ff.). Dann folgt ein sehr wertvoller Abschnitt zu der historischen Entwicklung der internationalen Diskussion um Internet-Governance, insbesondere im Rahmen des WSIS (S. 25 ff.). Der organisatorische Rahmen der Internet-Governance wird ebenso beschrieben, voran die Sonderstellung des Icann (S. 39 ff.).

Thomas Hoeren / Rolf H. Weber | 2010 Ausgabe 2



Kommentar zum Markengesetz, zur Pariser VerbandsĂŒbereinkunft und zum Madrider Markenabkommen, Dokumentation des nationalen, europĂ€ischen und internationalen Kennzeichenrechts

Mark Lerach / Karl-Heinz Fezer | 2010 Ausgabe 1



Anders als im Markenrecht kann der Praktiker im Designrecht nicht auf eine Flut von Gerichtsentscheiden zurĂŒckgreifen. Dies erschwert den Alltag des Designrechtsspezialisten erheblich. Umso erfreulicher ist das vorliegende Werk – wie seine beiden VorgĂ€ngerbĂ€nde zweisprachig konzipiert und auf eine jĂ€hrliche Fortsetzung angelegt –, welches dem Praktiker ein wertvolles Werkzeug bietet und ihm ermöglicht, mit einem Griff die wichtigsten Designentscheide zu ĂŒberblicken. So enthĂ€lt Band 3 von «Designschutz in Europa» diesmal 15 ausfĂŒhrlich und sachkundig kommentierte, aktuelle Entscheide aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Österreich, dem Vereinigten Königreich sowie dem Harmonisierungsamt fĂŒr den Binnenmarkt (HABM). Darunter finden sich etwa die Entscheidungen «Procter & Gamble v Reckitt Benckiser» (England and Wales Court of Appeal, mit Anmerkungen von RA Dr. Alexander von MĂŒhlendahl, zur Frage des Gleichlaufs von SchutzrechtsbegrĂŒndung und Schutzrechtsdurchsetzung), «Fiat v Great Wall» (Tribunale di Torino, mit Anmerkungen von PA Luciano Bosotti, zum – erfolgreichen – Schutz von Kraftfahrzeugdesign) sowie «Honeywell Analytics v Hee Jung Kim» (HABM, mit Anmerkungen von RA Florian Traub, zum Konflikt zwischen Ă€lterer 3-D-Marke und jĂŒngerem Gemeinschaftsgeschmacksmuster). ErgĂ€nzend enthĂ€lt das Werk ein umfangreiches, in der Praxis Ă€usserst hilfreiches Leitsatzverzeichnis weiterer 81 aktueller, ĂŒberwiegend unveröffentlichter Entscheidungen aus Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Österreich, der Slowakei, Spanien, dem Vereinigten Königreich sowie des HABM.

Bernard Volken / Henning Hartwig (Hg.) | 2010 Ausgabe 1



Ein Buch «Kultur Kunst Recht» ist ein zweifellos anspruchsvolles Unterfangen. Und die Herausgeber lassen keinen Zweifel darĂŒber offen, wie hoch ihre eigenen AnsprĂŒche sind – beginnt doch auch dieses Buch mit «Am Anfang steht das Wort». Dass es die Herausgeber ernst meinen mit der Kultur und Kunst, sieht man jedoch bereits beim Bucheinband in BauhausĂ€sthetik, in dezentem Grau gehalten, mit einem Titel in einer serifenlosen Schrift in Rot. Nach der Titelseite Ă€ndert das Design in das gewohnte des Verlags. Zum GlĂŒck, denn das erleichtert die Lesbarkeit erheblich.

Emanuel A. Meyer / Peter Mosimann / Marc-André Renold / Andrea F.G. Raschër (Hg.) | 2009 Ausgabe 12



L’ouvrage de Barrelet et Egloff constitue sans aucun doute le commentaire de rĂ©fĂ©rence qui est indispensable Ă  toute personne qui est amenĂ©e Ă  s’occuper de questions relatives au droit d’auteur suisse. En effet, l’existence mĂȘme d’une traduction française de ce commentaire, dont la version originale est en allemand, en fait une Ɠuvre incontournable. Avec l’entrĂ©e en vigueur de la rĂ©vision partielle du droit d’auteur, en date du 1er juillet 2008, cette mise Ă  jour dans une 3e Ă©dition en langue française, ne peut que rĂ©jouir le praticien. L’excellente qualitĂ© de cet ouvrage, rĂ©alisĂ© avec la collaboration de Sandra KĂŒnzi, a du reste Ă©tĂ© maintenue en dĂ©pit du dĂ©cĂšs de Denis Barrelet qui n’a malheureusement pas pu participer Ă  la rĂ©daction de cette Ă©dition.

Pascal Fehlbaum | 2009 Ausgabe 11



Helbing Lichtenhahn, Basel 2009, 2., vollstĂ€ndig ĂŒberarb. Aufl., LVIII+594 Seiten, CHF 278.–, EUR 185.–, ISBN 978-3-7190-2162-7

Hans Peter Walter / Eugen Marbach | 2009 Ausgabe 10



Ausgangslage der hier besprochenen ZĂŒrcher Dissertation ist die unklare Rechtsnatur virtueller GĂŒter. Mit diesem Begriff sind virtuelle WĂ€hrungen, virtuelle GegenstĂ€nde als Imitate körperlicher GegenstĂ€nde in der realen Welt und zumindest im Grundsatz stellvertretende Darstellungen eines Nutzers in einer virtuellen Umgebung (Avatare) angesprochen. Der Autor stellt virtuelle GĂŒter als Erscheinungen virtueller Umgebungen dar und beschĂ€ftigt sich mit den rechtlichen Grundlagen und Folgen der Tatsache, dass solche GĂŒter zum einen von den Betreibern virtueller Umgebungen gegen Geld mit realer Kaufkraft an Nutzer verkauft werden (sog. Virtual Asset Sale) und zum anderen zwischen Nutzern gehandelt werden (sog. Real Money Trade).

Stefan BĂŒrge / Matthias NĂ€nni | 2009 Ausgabe 9



Die weitreichenden und umfassenden Änderungen im europĂ€ischen Wettbewerbsrecht und im deutschen Gesetz gegen WettbewerbsbeschrĂ€nkungen in den letzten Jahren bedingten eine Neuauflage des von Gerhard Wiedemann herausgegebenen Handbuchs des Kartellrechts, das nach langer Wartezeit nun endlich in einer aktualisierten Neuauflage vorliegt, die auch die neuesten rechtspolitischen Entwicklungen berĂŒcksichtigt. Die Neuauflage knĂŒpft dabei nahtlos an die Vorauflage von 1999 an.

Claudia Seitz / Gerhard Wiedemann (Hg.) | 2009 Ausgabe 7-8



Das Buch «Designschutz – Fallsammlung zum Schutz kreativer Leistungen in Europa» von Sabine Zentek ist in einer zweiten, ĂŒberarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen. Das Buch hebt sich – wie bereits die erste Auflage – im besten Sinne auffallend von der gĂ€ngigen juristischen Literatur ab. Auf den ersten Blick springt natĂŒrlich die ansprechende Covergestaltung und die ĂŒbersichtliche, klar gegliederte Darstellung der einzelnen Teile und des gesamten Textes ins Auge. Die im Buch enthaltene Fallsammlung ist Ă€usserst reich illustriert, sie enthĂ€lt viele Abbildungen der in den jeweils zitierten Urteilen streitgegenstĂ€ndlichen Gestaltungen, was eine grosse Hilfe im Hinblick auf die Beratung in designrechtlichen Fragen darstellt, nicht zuletzt in Anbetracht der doch bescheidenen Recherchemöglichkeiten im Designrecht, resp. generell im Bereich des Schutzes kreativer Leistungen. Das Werk trĂ€gt damit der Tatsache Rechnung, dass gerade im Designbereich bei der PrĂŒfung der jeweils zur Diskussion stehenden Schutzvoraussetzungen ein konkreter visueller Eindruck unabdingbar ist. Das Buch enthĂ€lt ĂŒberdies eine CD mit AuszĂŒgen aus 734 (!) Urteilen deutscher und europĂ€ischer Gerichte mit umfassender Referenzangabe (die Anzahl der erwĂ€hnten Entscheidungen wurde mithin gegenĂŒber der ersten Auflage mehr als verdoppelt). Die Urteile werden im Buch «nur» noch unter Angabe der sachdienlichen Quellen mit Abbildung aufgefĂŒhrt, was erklĂ€rt, weshalb die inhaltlich deutlich erweiterte zweite Auflage weniger Seiten umfasst als die erste. Die ebenfalls benutzerfreundlich gestaltete, eine Suchfunktion enthaltende CD, zu der sich sowohl im Buch als auch auf der CD selber klare Benutzerhinweise finden, stellt ein in dieser Form einmaliges und Ă€usserst wertvolles Nachschlagewerk im Bereich des Schutzes kreativer Leistungen dar.

Muriel KĂŒnzi / Sabine Zentek | 2009 Ausgabe 6



Unter dem Kurznamen «Concise IP» legt der Verlag Kluwer Law International eine auf 5 BĂ€nde ausgelegte Serie von Kommentaren zu europĂ€ischen und internationalen ImmaterialgĂŒterrechtsregeln auf. 2008 ist der 3. Band Concise International and European IP Law erschienen, welcher das WTO/TRIPS-Abkommen, die Pariser VerbandsĂŒbereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums sowie drei Verordnungen und eine Richtlinie der EU ĂŒbersichtlich kommentiert.

Mathias Schaeli / Pierre Véron / Thomas Cottier (Ed.) | 2009 Ausgabe 5



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