B
Bibliographie

David Rosenthal und Yvonne Jöhri legen mit ihrem sogenannten Handkommentar ein eindrĂŒckliches Werk vor. Die Bezeichnung «Handkommentar» trifft auf das Format des Buchs zu, der Inhalt steht einem «richtigen» Kommentar in nichts nach. Man mag sich angesichts des Trends zu Handkommentaren und das vorliegende Werk in der Hand haltend fragen, ob denn immer das kleine Format gewĂ€hlt werden muss, gehen doch damit auch gewisse Nachteile einher. Die ins kleine Format gepackte InhaltsfĂŒlle des Handkommentars von Rosenthal/Jöhri hat zur Folge, dass die Schriftgrösse gewisse Leser vor die Frage stellt, nicht doch langsam eine Lesebrille anzuschaffen. Zudem musste eine PapierstĂ€rke gewĂ€hlt werden, die einen – dem Inhalt durchaus angemessenen – sorgfĂ€ltigen Umgang mit dem Buch nahelegt.

Mathis Berger / David Rosenthal / Yvonne Jöhri | 2009 Ausgabe 4



Rechtzeitig auf das Inkrafttreten des EPÜ 2000 ist ein neues Lehrbuch zum EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommen (EPÜ) erschienen. Das 260-seitige, von Dr. Tobias Bremi verfasste Buch trĂ€gt den Titel «The European Patent Convention and Proceedings before the European Patent Office». Der zweite Teil des Titels wird dem Inhalt des Buches gerecht, beschrĂ€nkt sich der Autor – ein schweizerischer und europĂ€ischer Patentanwalt – doch absichtlich und ausdrĂŒcklich auf verfahrensrechtliche Belange des EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommens.

Beat Weibel / Tobias Bremi | 2009 Ausgabe 4



Mit dem Aufsatz «Kennzeichenrecht im Cyberspace: Der Kampf um die Domain-Namen» (GRUR Int. 1997, 402 ff.) gehörte Torsten Bettinger zu den allerersten deutschsprachigen Autoren, welche sich mit den rechtlichen Fragestellungen rund um die – damals erst langsam in das Bewusstsein breiterer Kreise rĂŒckenden – Domainnamen befassten. Und wĂ€hrend sich andere Autoren teils noch mit recht abenteuerlichen VorschlĂ€gen zur juristischen BewĂ€ltigung der neuen Erscheinung versuchten, setzte Bettinger mit seinem Aufsatz schon damals MassstĂ€be. Es ĂŒberrascht deshalb kaum, dass ein gutes Jahrzehnt spĂ€ter wiederum er als Herausgeber ein Handbuch vorlegt, welches das Domainrecht derart umfassend, grĂŒndlich und praxisnah abhandelt, dass es innert KĂŒrze zu einem Standardwerk im gesamten deutschen Sprachraum avancieren dĂŒrfte.

Ueli Buri / Torsten Bettinger (Hg.) | 2009 Ausgabe 3



Mancher Rezensent mag seine Aufgabe gelegentlich etwas als Strafaufgabe empfunden haben. Nicht so in diesem Fall, denn ein Lexikon der Begriffe eines bestimmten Fachgebiets ist angenehm zu rezensieren. Vor allem garantiert das die Erfahrung und der leserliche Schreibstil des erfahrenen Autors Lucas David.

Peter Heinrich / Lucas David | 2009 Ausgabe 2



StĂ€mpfli Verlag/Nomos Verlagsgesellschaft, Bern/Baden-Baden 2008, XLIX + 316 Seiten, CHF 85.–, EUR 54.–, ISBN 978-3-7272-1883-5

Lucas David / Roman Baechler | 2009 Ausgabe 1



Im Vorwort zum ersten Band, der im Jahre 2007 erschienen ist (vgl. die Buchsbesprechung von Gallus Joller in sic! 2007, 701 f.) hat der Herausgeber Dr. Henning Hartwig in Aussicht gestellt, dass die Entscheidsammlung jĂ€hrlich fortgefĂŒhrt werden soll. Dieses Versprechen hat Dr. Henning Hartwig eingelöst und rechtzeitig einen zweiten Folgeband aufgelegt.

Magda Streuli-Youssef / Henning Hartwig (Hg.) | 2008 Ausgabe 12



Schauplatz ZĂŒrich-Wiedikon, ein Fest in Hinterhofgarten: Testhalber spielt der Rezensent die rhythmisch undifferenziert in das Mobile programmierte, exakte Tonfolge von «Smoke on the Water» der legendĂ€ren Rockband «Deep Purple» vor. Das musikalische RĂ€tsel bleibt trotz originalgetreuer Tonintervalle ungelöst – aufgrund der rhythmischen Anonymisierung vermag niemand den Song zu erkennen. DemgegenĂŒber löst Konrad Elfers’ Kinderlied «Hey Pippi Langstrumpf», rhythmisch prĂ€zis aber ohne jegliche Klangintervalle geklopft von B.B., einem professionellen ZĂŒrcher Jazzposaunisten, bei den PartygĂ€sten unvermittelt ein Grinsen aus; Erinnerungen an die Kindheit und die ErzĂ€hlungen von Astrid Lindgren werden wach.

Alesch Staehelin / Poto Wegener | 2008 Ausgabe 11



Als Festschrift fĂŒr Reto M. Hilty firmiert diese Sammlung von sechs AufsĂ€tzen zu Grundfragen des Urheberrechts. Über den Jubilar erfahren Leserinnen und Leser darin allerdings nur, dass er einen runden Geburtstag feiere. Kein Lebenslauf, keine Bibliografie, keine WĂŒrdigung, nichts. Es wird nicht einmal verraten, um welchen Geburtstag es sich denn handle. 60, 70, 75? Das dem Buch vorangestellte Foto eines jugendlich wirkenden Jubilars lĂ€sst vermuten, dass eher der 50. Geburtstag Anlass zur Festgabe ist.

Willi Egloff / Mathis Berger / Sandro Macciacchini (Hg.) | 2008 Ausgabe 10



Der Autor des Buches «EuropĂ€isches Markenrecht – das Gemeinschaftsmarkensystem» ist Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht und war Mitglied der Beschwerdekammern des Harmonisierungsamts fĂŒr den Binnenmarkt von 1997 bis 2007. In konziser Form gewĂ€hrt er dem Leser einen fundierten Einblick in das europĂ€ische Markenrecht. GemĂ€ss der englischen Wendung «in a nutshell» werden das Gemeinschaftsmarkensystem, die wichtigsten Verfahrensarten und die Rechte aus der Gemeinschaftsmarke und ihre Durchsetzung in kompakter, ĂŒbersichtlicher und gut verstĂ€ndlicher Form prĂ€sentiert. Die praktischen Hinweise des Autors, eines Kenners des europĂ€ischen Markenrechts, und die Verweise auf die aktuelle Rechtsprechung sind dabei sowohl fĂŒr den Neueinsteiger als auch fĂŒr den Anwender von nicht zu unterschĂ€tzender Bedeutung.

Philipp Speitler / Achim Bender | 2008 Ausgabe 9



Der Schutz von Werktiteln hat in der modernen Informations- und Mediengesellschaft hohe Bedeutung. Trotzdem fĂŒhrt der Titelschutz in der immaterialgĂŒterechtlichen Literatur ein Schattendasein. Dies, obwohl zentrale Fragen des im deutschen Markengesetz verankerten Titelschutzes noch nicht abschliessend geklĂ€rt bzw. umstritten sind, beispielsweise, wer Inhaber eines Werktitels ist und die Reichweite des Titelschutzes. Das Buch erlĂ€utert den besonderen Schutz von Werktiteln (Namen oder besondere Bezeichnungen von Druckschriften, Filmwerken, Tonwerken, BĂŒhnenwerken oder sonstiger vergleichbarer Werke) sowie weitere Schutzmöglichkeiten, insbesondere als Marke, und nimmt auch zu den ungeklĂ€rten Fragen Stellung. Dabei werden Rechtsprechung und Literatur ausfĂŒhrlich und kritisch dargestellt und teilweise neue Lösungswege aufgezeigt.

Peter Schramm / Patrick Baronikians | 2008 Ausgabe 9



Die Autoren haben mit dem Werk eine sehr praxis- und prĂŒfungstaugliche, mit ErlĂ€uterungen und Kommentaren versehene Aufbereitung des EPÜ 2000 geschaffen. Obwohl das Werk unter der Bezeichnung «Kommentar» gefĂŒhrt wird, ist es nicht mit einem Gesetzeskommentar im herkömmlichen Sinne vergleichbar, vielmehr bietet es eine gute und solide Grundlage fĂŒr die tĂ€gliche Arbeit mit dem EPÜ 2000.

Steffen Frischknecht / Hansjörg Kley / Harald Gundlach | 2008 Ausgabe 7-8



Die ĂŒber 550-seitige (und um ein 20-seitiges Sachregister und ein 30-seitiges Literaturverzeichnis erweiterte) ZĂŒrcher Dissertation von Florent Thouvenin nimmt sich Grundsatzfragen des Wettbewerbs- und des ImmaterialgĂŒterrechts an, die zwar nicht neu sind, bisher aber in der vorliegenden breiten Stoffdurchdringung noch nie aufgearbeitet worden sind. Den Einstieg in die Themenstellung ĂŒbernimmt das Kapitel zu den ökonomischen Grundlagen (knapp 90 Seiten), das insbesondere eine detaillierte Aufarbeitung der bisher diskutierten Wettbewerbstheorien und wettbewerbspolitischen Leitbilder enthĂ€lt. Thouvenin Ă€ussert sich skeptisch zur Verwendbarkeit solcher Denkmodelle zur Lösung der praxisrelevanten Fragen, auch wenn die TheorieansĂ€tze ungeachtet der hohen Abstraktionsstufe einen gewissen Stand gesicherter Erkenntnisse (nicht zuletzt dank der Systemtheorie) ĂŒber die Bedeutung der Wettbewerbsfreiheit erreicht haben.

Rolf H. Weber / Florent Thouvenin | 2008 Ausgabe 6



Der Autor stellt sich die Aufgabe, einen Einstieg in das deutsche und europĂ€ische Kennzeichnungsrecht zu vermitteln und dem Spezialisten ein Handbuch fĂŒr die Praxis zur VerfĂŒgung zu stellen. Da Ulrich Hildebrandt sowohl als Lehrbeauftragter fĂŒr ImmaterialgĂŒterrecht an der Heinrich-Heine-UniversitĂ€t in DĂŒsseldorf wirkt wie auch ĂŒber reiche einschlĂ€gige Erfahrung als Rechtsanwalt in Berlin verfĂŒgt, sind die Grundlagen fĂŒr die Erreichung des hohen Ziels gegeben.

J. David Meisser / Ulrich Hildebrandt | 2008 Ausgabe 6



Der Autor, Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht, Mitautor des Kommentars «Ströbele/Hacker, Markengesetz» und Hochschullehrer an der UniversitĂ€t Augsburg, legt ein nahezu 300 Seiten umfassendes Werk zum Markenrecht vor, das sich als EinfĂŒhrung zu den grossen markenrechtlichen Kommentaren und HandbĂŒchern versteht. Es wendet sich gleichermassen an den Praktiker als auch an den Studenten, fĂŒr den das Markenrecht einen Teil des Schwerpunktbereichs bildet. Diesem selbstgesteckten Ziel wird das Buch ohne jeden Zweifel in vollem Umfang gerecht. Indes geht es weit ĂŒber diesen bescheidenen Anspruch hinaus: In insgesamt sieben Abschnitten werden zunĂ€chst die Grundlagen, Entstehung und spiegelbildlich Erlöschen sowie Inhalt und Schranken des Markenschutzes prĂ€zise systematisiert und dargestellt. Dem folgt eine gesonderte Behandlung markenrechtlicher AnsprĂŒche und Sanktionen, der Marke als Vermögensgegenstand und schliesslich der geschĂ€ftlichen Bezeichnungen. Das Werk erliegt nicht der Versuchung, der ausufernden Fallpraxis bis in jede kleinste VerĂ€stelung folgen zu wollen. Es geht vielmehr darum, die zugrunde liegenden Strukturen und die Systematik der gesetzlichen Regelung transparent werden zu lassen. Dies gelingt durch eine bestechend klare Analyse, die sich von so mancher umfangreicheren Darstellung wohltuend abhebt.

Mark Lerach / Franz Hacker | 2008 Ausgabe 5



C’est Ă  un beau voyage que Pascal Fehlbaum convie son lecteur, celui de la parfumerie ou, plus prĂ©cisĂ©ment, celui des parfums. C’est en effet dĂ©libĂ©rĂ©ment que l’auteur s’écarte de la question de savoir quelle protection pourrait ĂȘtre confĂ©rĂ©e au contenant, soit Ă  la bouteille, pour se concentrer sur celle qui peut ĂȘtre confĂ©rĂ©e au contenu, soit au parfum lui-mĂȘme.

Philippe Gilliéron / Pascal Fehlbaum | 2008 Ausgabe 4



Le juriste romand peut se rĂ©jouir. Pour la premiĂšre fois (si l’on excepte l’ouvrage collectif publiĂ© il y a 13 ans dans la collection du CEDIDAC Ă  l’occasion de la promulgation de la LPM), il tient entre les mains un commentaire de la loi sur la protection des marques en langue française. Mais ce serait faire injustice Ă  la grande qualitĂ© de l’ouvrage d’Ivan Cherpillod que d’en cantonner l’utilitĂ© aux rĂ©gions francophones du pays. Au contraire, tout praticien appelĂ© Ă  traiter de questions relevant du droit des marques – de quelque cĂŽtĂ© de la Sarine qu’il se situe – devrait dĂ©sormais consulter cet ouvrage, Ă  cĂŽtĂ© de ceux de David, de Marbach et de Willi, pour ĂȘtre certain de bĂ©nĂ©ficier d’une vision complĂšte de la matiĂšre.

Ralph Schlosser / Ivan Cherpillod | 2008 Ausgabe 3



Nach den designrechtlichen Kommentaren von Peter Heinrich (DesG/HMA, ZĂŒrich 2002), von Roger Staub und Alessandro L. Celli (Hg.; Designrecht, ZĂŒrich 2003) sowie von Robert Mirko Stutz, Stephan Beutler und Muriel KĂŒnzi (StĂ€mpflis Handkommentar SHK, Designgesetz, Bern 2006) ist mit dem nun vorliegenden Buch aus dem Helbing Lichtenhahn Verlag die erste umfassende Monographie zum schweizerischen Designrecht erschienen. Das Werk, welches als Band VI die SIWR-Reihe und damit eine beeindruckende wissenschaftliche Darstellung des schweizerischen ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrechts vervollstĂ€ndigt, wurde zum grössten Teil von Markus Wang verfasst. Dieser konnte auf einzelne Vorarbeiten von Michael Ritscher zurĂŒckgreifen und im Kapitel zum Schutz von Design durch Markenrecht auf die UnterstĂŒtzung von Markus Ineichen zĂ€hlen.

Christoph Gasser / Markus Wang | 2008 Ausgabe 3



La thĂšse lausannoise d’Eric Meier, prĂ©sentĂ©e sous la direction du prof. Ivan Cherpillod, aborde, pour la premiĂšre fois dans une monographie suisse Ă  notre connaissance, le principe de l’obligation d’usage instaurĂ© Ă  l’art. 11 de la Loi sur la protection des marques (LPM). C’est un ouvrage Ă  la fois complet et succinct. Le style de l’auteur est clair, et illustrĂ© d’exemples qui permettent de saisir immĂ©diatement son propos. Il renvoie en note la discussion des points les plus dĂ©licats des droits Ă©trangers qu’il analyse, le droit allemand, le droit français et le droit communautaire. Eric Meier a d’ailleurs fait prĂ©cĂ©der son Ă©tude d’une bibliographie dĂ©taillĂ©e (oĂč l’on s’étonne de ne pas trouver par exemple l’étude de Me P.–A. Killias sur La mise en Ɠuvre de la protection des signes distinctifs, Cedidac No 50, Lausanne 2002, p. 329) et d’une documentation lĂ©gislative utile. Une table des matiĂšres et un index complĂštent cet appareil de recherche. Ainsi, la thĂšse pourra rendre les services qu’on en attend dans la pratique.

François Dessemontet / Eric Meier | 2008 Ausgabe 2



Das Urheberrechtsgesetz enthĂ€lt in Artikel 35 einen VergĂŒtungsanspruch der Interpreten fĂŒr die Verwendung von Ton- und TonbildtrĂ€gern zum Zwecke der Sendung. In der Praxis hat diese Regelung jedoch nicht gespielt, denn nach dem Stand der Technik werden nicht mehr die TontrĂ€ger selbst verwendet. Vielmehr werden vorgĂ€ngig die MusikstĂŒcke auf einen Server des Senders kopiert. Dieser Kopiervorgang ist nach bundesgerichtlicher Auffassung nicht vom genannten VergĂŒtungsanspruch erfasst, so dass die Sendeunternehmen die Lizenz zur VervielfĂ€ltigung separat erwerben mĂŒssen (Entscheid des BGer vom 2. Februar 1999, sic! 1999, 255, «Tarif S [Sender] II»). Die fĂŒr die Sendeunternehmen unbefriedigende Situation bewog Herrn StĂ€nderat Filippo Lombardi zur parlamentarischen Initiative «Änderung des URG. VervielfĂ€ltigung von TontrĂ€gern zum Zweck der Sendung in Radio und Fernsehen» vom 11. April 2005.

Emanuel A. Meyer / David StÀrkle | 2008 Ausgabe 1



Seite 4 von 4  |  79 BeitrĂ€ge