Rolf Weber ist eine der fĂŒhrenden Gestalten im europĂ€ischen Informationsrecht. Er hat sich schon sehr frĂŒh aufgrund seiner verschiedenen akademischen und anwaltlichen Kontakte fĂŒr Fragen der Internet-Governance interessiert und hierzu profunde Monografien veröffentlicht. Ein solches Meisterwerk findet sich jetzt auch in dem vorliegenden Band ĂŒber die regulatorischen Zugehensweisen zum Internet. Sehr schön werden zunĂ€chst einmal die verschiedenen Governance-ZugĂ€nge fĂŒr die Informationsgesellschaft beschrieben (S. 1 ff.). Abgegrenzt werden hier vor allem die völkerrechtlichen Anstrengungen zur Verabschiedung internationaler VertrĂ€ge (S. 11 ff.) von AnsĂ€tzen einer Selbstregulierung, einschliesslich einer Problematisierung der SchwĂ€chen eines solchen Ansatzes (S. 17 ff.). Dann folgt ein sehr wertvoller Abschnitt zu der historischen Entwicklung der internationalen Diskussion um Internet-Governance, insbesondere im Rahmen des WSIS (S. 25 ff.). Der
[âŠ]Thomas Hoeren / Rolf H. Weber | sic! 2010 Ausgabe 2
Anders als im Markenrecht kann der Praktiker im Designrecht nicht auf eine Flut von Gerichtsentscheiden zurĂŒckgreifen. Dies erschwert den Alltag des Designrechtsspezialisten erheblich. Umso erfreulicher ist das vorliegende Werk â wie seine beiden VorgĂ€ngerbĂ€nde zweisprachig konzipiert und auf eine jĂ€hrliche Fortsetzung angelegt â, welches dem Praktiker ein wertvolles Werkzeug bietet und ihm ermöglicht, mit einem Griff die wichtigsten Designentscheide zu ĂŒberblicken. So enthĂ€lt Band 3 von «Designschutz in Europa» diesmal 15 ausfĂŒhrlich und sachkundig kommentierte, aktuelle Entscheide aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Ăsterreich, dem Vereinigten Königreich sowie dem Harmonisierungsamt fĂŒr den Binnenmarkt (HABM). Darunter finden sich etwa die Entscheidungen «Procter & Gamble v Reckitt Benckiser» (England and Wales Court of Appeal, mit Anmerkungen von RA Dr. Alexander von MĂŒhlendahl, zur Frage des Gleichlaufs von SchutzrechtsbegrĂŒndung und
[âŠ]Bernard Volken / Henning Hartwig (Hg.) | sic! 2010 Ausgabe 1
Ein Buch «Kultur Kunst Recht» ist ein zweifellos anspruchsvolles Unterfangen. Und die Herausgeber lassen keinen Zweifel darĂŒber offen, wie hoch ihre eigenen AnsprĂŒche sind â beginnt doch auch dieses Buch mit «Am Anfang steht das Wort». Dass es die Herausgeber ernst meinen mit der Kultur und Kunst, sieht man jedoch bereits beim Bucheinband in BauhausĂ€sthetik, in dezentem Grau gehalten, mit einem Titel in einer serifenlosen Schrift in Rot. Nach der Titelseite Ă€ndert das Design in das gewohnte des Verlags. Zum GlĂŒck, denn das erleichtert die Lesbarkeit erheblich.
Emanuel A. Meyer / Peter Mosimann / Marc-André Renold / Andrea F.G. Raschër (Hg.) | sic! 2009 Ausgabe 12
Lâouvrage de Barrelet et Egloff constitue sans aucun doute le commentaire de rĂ©fĂ©rence qui est indispensable Ă toute personne qui est amenĂ©e Ă sâoccuper de questions relatives au droit dâauteur suisse. En effet, lâexistence mĂȘme dâune traduction française de ce commentaire, dont la version originale est en allemand, en fait une Ćuvre incontournable. Avec lâentrĂ©e en vigueur de la rĂ©vision partielle du droit dâauteur, en date du 1er juillet 2008, cette mise Ă jour dans une 3e Ă©dition en langue française, ne peut que rĂ©jouir le praticien. Lâexcellente qualitĂ© de cet ouvrage, rĂ©alisĂ© avec la collaboration de Sandra KĂŒnzi, a du reste Ă©tĂ© maintenue en dĂ©pit du dĂ©cĂšs de Denis Barrelet qui nâa malheureusement pas pu participer Ă la rĂ©daction de cette Ă©dition.
Pascal Fehlbaum | sic! 2009 Ausgabe 11
Ausgangslage der hier besprochenen ZĂŒrcher Dissertation ist die unklare Rechtsnatur virtueller GĂŒter. Mit diesem Begriff sind virtuelle WĂ€hrungen, virtuelle GegenstĂ€nde als Imitate körperlicher GegenstĂ€nde in der realen Welt und zumindest im Grundsatz stellvertretende Darstellungen eines Nutzers in einer virtuellen Umgebung (Avatare) angesprochen. Der Autor stellt virtuelle GĂŒter als Erscheinungen virtueller Umgebungen dar und beschĂ€ftigt sich mit den rechtlichen Grundlagen und Folgen der Tatsache, dass solche GĂŒter zum einen von den Betreibern virtueller Umgebungen gegen Geld mit realer Kaufkraft an Nutzer verkauft werden (sog. Virtual Asset Sale) und zum anderen zwischen Nutzern gehandelt werden (sog. Real Money Trade).
Stefan BĂŒrge / Matthias NĂ€nni | sic! 2009 Ausgabe 9
Die weitreichenden und umfassenden Ănderungen im europĂ€ischen Wettbewerbsrecht und im deutschen Gesetz gegen WettbewerbsbeschrĂ€nkungen in den letzten Jahren bedingten eine Neuauflage des von Gerhard Wiedemann herausgegebenen Handbuchs des Kartellrechts, das nach langer Wartezeit nun endlich in einer aktualisierten Neuauflage vorliegt, die auch die neuesten rechtspolitischen Entwicklungen berĂŒcksichtigt. Die Neuauflage knĂŒpft dabei nahtlos an die Vorauflage von 1999 an.
Claudia Seitz / Gerhard Wiedemann (Hg.) | sic! 2009 Ausgabe 7-8
Das Buch «Designschutz â Fallsammlung zum Schutz kreativer Leistungen in Europa» von Sabine Zentek ist in einer zweiten, ĂŒberarbeiteten und erweiterten Auflage erschienen. Das Buch hebt sich â wie bereits die erste Auflage â im besten Sinne auffallend von der gĂ€ngigen juristischen Literatur ab. Auf den ersten Blick springt natĂŒrlich die ansprechende Covergestaltung und die ĂŒbersichtliche, klar gegliederte Darstellung der einzelnen Teile und des gesamten Textes ins Auge. Die im Buch enthaltene Fallsammlung ist Ă€usserst reich illustriert, sie enthĂ€lt viele Abbildungen der in den jeweils zitierten Urteilen streitgegenstĂ€ndlichen Gestaltungen, was eine grosse Hilfe im Hinblick auf die Beratung in designrechtlichen Fragen darstellt, nicht zuletzt in Anbetracht der doch bescheidenen Recherchemöglichkeiten im Designrecht, resp. generell im Bereich des Schutzes kreativer Leistungen. Das Werk trĂ€gt damit der Tatsache Rechnung, dass gerade im Designbereich bei
[âŠ]Muriel KĂŒnzi / Sabine Zentek | sic! 2009 Ausgabe 6
Unter dem Kurznamen «Concise IP» legt der Verlag Kluwer Law International eine auf 5 BĂ€nde ausgelegte Serie von Kommentaren zu europĂ€ischen und internationalen ImmaterialgĂŒterrechtsregeln auf. 2008 ist der 3. Band Concise International and European IP Law erschienen, welcher das WTO/TRIPS-Abkommen, die Pariser VerbandsĂŒbereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums sowie drei Verordnungen und eine Richtlinie der EU ĂŒbersichtlich kommentiert.
Mathias Schaeli / Pierre Véron / Thomas Cottier (Ed.) | sic! 2009 Ausgabe 5
David Rosenthal und Yvonne Jöhri legen mit ihrem sogenannten Handkommentar ein eindrĂŒckliches Werk vor. Die Bezeichnung «Handkommentar» trifft auf das Format des Buchs zu, der Inhalt steht einem «richtigen» Kommentar in nichts nach. Man mag sich angesichts des Trends zu Handkommentaren und das vorliegende Werk in der Hand haltend fragen, ob denn immer das kleine Format gewĂ€hlt werden muss, gehen doch damit auch gewisse Nachteile einher. Die ins kleine Format gepackte InhaltsfĂŒlle des Handkommentars von Rosenthal/Jöhri hat zur Folge, dass die Schriftgrösse gewisse Leser vor die Frage stellt, nicht doch langsam eine Lesebrille anzuschaffen. Zudem musste eine PapierstĂ€rke gewĂ€hlt werden, die einen â dem Inhalt durchaus angemessenen â sorgfĂ€ltigen Umgang mit dem Buch nahelegt.
Mathis Berger / David Rosenthal / Yvonne Jöhri | sic! 2009 Ausgabe 4
Rechtzeitig auf das Inkrafttreten des EPĂ 2000 ist ein neues Lehrbuch zum EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommen (EPĂ) erschienen. Das 260-seitige, von Dr. Tobias Bremi verfasste Buch trĂ€gt den Titel «The European Patent Convention and Proceedings before the European Patent Office». Der zweite Teil des Titels wird dem Inhalt des Buches gerecht, beschrĂ€nkt sich der Autor â ein schweizerischer und europĂ€ischer Patentanwalt â doch absichtlich und ausdrĂŒcklich auf verfahrensrechtliche Belange des EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommens.
Beat Weibel / Tobias Bremi | sic! 2009 Ausgabe 4
Mit dem Aufsatz «Kennzeichenrecht im Cyberspace: Der Kampf um die Domain-Namen» (GRUR Int. 1997, 402 ff.) gehörte Torsten Bettinger zu den allerersten deutschsprachigen Autoren, welche sich mit den rechtlichen Fragestellungen rund um die â damals erst langsam in das Bewusstsein breiterer Kreise rĂŒckenden â Domainnamen befassten. Und wĂ€hrend sich andere Autoren teils noch mit recht abenteuerlichen VorschlĂ€gen zur juristischen BewĂ€ltigung der neuen Erscheinung versuchten, setzte Bettinger mit seinem Aufsatz schon damals MassstĂ€be. Es ĂŒberrascht deshalb kaum, dass ein gutes Jahrzehnt spĂ€ter wiederum er als Herausgeber ein Handbuch vorlegt, welches das Domainrecht derart umfassend, grĂŒndlich und praxisnah abhandelt, dass es innert KĂŒrze zu einem Standardwerk im gesamten deutschen Sprachraum avancieren dĂŒrfte.
Ueli Buri / Torsten Bettinger (Hg.) | sic! 2009 Ausgabe 3
Mancher Rezensent mag seine Aufgabe gelegentlich etwas als Strafaufgabe empfunden haben. Nicht so in diesem Fall, denn ein Lexikon der Begriffe eines bestimmten Fachgebiets ist angenehm zu rezensieren. Vor allem garantiert das die Erfahrung und der leserliche Schreibstil des erfahrenen Autors Lucas David.
Peter Heinrich / Lucas David | sic! 2009 Ausgabe 2
Im Vorwort zum ersten Band, der im Jahre 2007 erschienen ist (vgl. die Buchsbesprechung von Gallus Joller in sic! 2007, 701 f.) hat der Herausgeber Dr. Henning Hartwig in Aussicht gestellt, dass die Entscheidsammlung jĂ€hrlich fortgefĂŒhrt werden soll. Dieses Versprechen hat Dr. Henning Hartwig eingelöst und rechtzeitig einen zweiten Folgeband aufgelegt.
Schauplatz ZĂŒrich-Wiedikon, ein Fest in Hinterhofgarten: Testhalber spielt der Rezensent die rhythmisch undifferenziert in das Mobile programmierte, exakte Tonfolge von «Smoke on the Water» der legendĂ€ren Rockband «Deep Purple» vor. Das musikalische RĂ€tsel bleibt trotz originalgetreuer Tonintervalle ungelöst â aufgrund der rhythmischen Anonymisierung vermag niemand den Song zu erkennen. DemgegenĂŒber löst Konrad Elfersâ Kinderlied «Hey Pippi Langstrumpf», rhythmisch prĂ€zis aber ohne jegliche Klangintervalle geklopft von B.B., einem professionellen ZĂŒrcher Jazzposaunisten, bei den PartygĂ€sten unvermittelt ein Grinsen aus; Erinnerungen an die Kindheit und die ErzĂ€hlungen von Astrid Lindgren werden wach.
Alesch Staehelin / Poto Wegener | sic! 2008 Ausgabe 11
Als Festschrift fĂŒr Reto M. Hilty firmiert diese Sammlung von sechs AufsĂ€tzen zu Grundfragen des Urheberrechts. Ăber den Jubilar erfahren Leserinnen und Leser darin allerdings nur, dass er einen runden Geburtstag feiere. Kein Lebenslauf, keine Bibliografie, keine WĂŒrdigung, nichts. Es wird nicht einmal verraten, um welchen Geburtstag es sich denn handle. 60, 70, 75? Das dem Buch vorangestellte Foto eines jugendlich wirkenden Jubilars lĂ€sst vermuten, dass eher der 50. Geburtstag Anlass zur Festgabe ist.
Willi Egloff / Mathis Berger / Sandro Macciacchini (Hg.) | sic! 2008 Ausgabe 10
Der Autor des Buches «EuropĂ€isches Markenrecht â das Gemeinschaftsmarkensystem» ist Vorsitzender Richter am Bundespatentgericht und war Mitglied der Beschwerdekammern des Harmonisierungsamts fĂŒr den Binnenmarkt von 1997 bis 2007. In konziser Form gewĂ€hrt er dem Leser einen fundierten Einblick in das europĂ€ische Markenrecht. GemĂ€ss der englischen Wendung «in a nutshell» werden das Gemeinschaftsmarkensystem, die wichtigsten Verfahrensarten und die Rechte aus der Gemeinschaftsmarke und ihre Durchsetzung in kompakter, ĂŒbersichtlicher und gut verstĂ€ndlicher Form prĂ€sentiert. Die praktischen Hinweise des Autors, eines Kenners des europĂ€ischen Markenrechts, und die Verweise auf die aktuelle Rechtsprechung sind dabei sowohl fĂŒr den Neueinsteiger als auch fĂŒr den Anwender von nicht zu unterschĂ€tzender Bedeutung.
Philipp Speitler / Achim Bender | sic! 2008 Ausgabe 9
Der Schutz von Werktiteln hat in der modernen Informations- und Mediengesellschaft hohe Bedeutung. Trotzdem fĂŒhrt der Titelschutz in der immaterialgĂŒterechtlichen Literatur ein Schattendasein. Dies, obwohl zentrale Fragen des im deutschen Markengesetz verankerten Titelschutzes noch nicht abschliessend geklĂ€rt bzw. umstritten sind, beispielsweise, wer Inhaber eines Werktitels ist und die Reichweite des Titelschutzes. Das Buch erlĂ€utert den besonderen Schutz von Werktiteln (Namen oder besondere Bezeichnungen von Druckschriften, Filmwerken, Tonwerken, BĂŒhnenwerken oder sonstiger vergleichbarer Werke) sowie weitere Schutzmöglichkeiten, insbesondere als Marke, und nimmt auch zu den ungeklĂ€rten Fragen Stellung. Dabei werden Rechtsprechung und Literatur ausfĂŒhrlich und kritisch dargestellt und teilweise neue Lösungswege aufgezeigt.
Peter Schramm / Patrick Baronikians | sic! 2008 Ausgabe 9
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