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Rechtsprechung / Jurisprudence
ZPO 88; MSchG 52; DesG 33. Ist strittig, wem Marken- und Designrechte zustehen, kommt nur eine Feststellungsklage (und keine Gestaltungs- oder Leistungsklage) infrage, soweit sich die KlĂ€gerin auf den Standpunkt stellt, bereits EigentĂŒmerin der fraglichen Rechte zu sein (E. 1.5).
Andrea SchÀffler | sic! 2020 Ausgabe 6
Eugen Marbach / Michel MĂŒhlstein | sic! 2020 Ausgabe 5
KG 7. Behinderung und Benachteiligung nach Art. 7 Abs. 1 KG werden durch einen Beispielkatalog in Art. 7 Abs. 2 KG verdeutlicht. So indizieren die TatbestĂ€nde von Abs. 2 nicht per se eine unzulĂ€ssige Verhaltensweise, welche erst gegeben ist, wenn kein sachlicher Grund fĂŒr die Benachteiligung bzw. Ausbeutung oder die Behinderung vorliegt. Sachliche GrĂŒnde zur Rechtfertigung eines Behinderungs- oder eines Ausbeutungsmissbrauchs mĂŒssen vom marktbeherrschenden Unternehmen hinreichend detailliert vorgetragen werden. Eine pauschale Aussage genĂŒgt nicht (E. 4).
Daniel Alder | sic! 2020 Ausgabe 5
EĂGF 13 I; RTVV a 11 I b. Das EĂGF enthĂ€lt nur Minimalvorgaben fĂŒr die Verbreitung von Rundfunkprogrammen und Rundfunkwerbung; die Vertragsstaaten dĂŒrfen strengere oder ausfĂŒhrlichere innerstaatliche Vorschriften erlassen (E. 2.4).
Philippe Probst | sic! 2020 Ausgabe 5
ZGB 28 II. Soweit es sich um einen zutreffenden Hinweis auf die UmstĂ€nde aus der Zeit der Entstehung der Schule handelt, ist ein solcher Eingriff in die Persönlichkeit zwar aus GrĂŒnden des öffentlichen Interesses gerechtfertigt. Wenn aber jene Zeit schon lange zurĂŒckliegt und heute keine UmstĂ€nde mehr vorliegen, die ernsthaft auf eine SektennĂ€he schliessen lassen, stellen Aussagen, welche trotzdem den Eindruck einer bis heute andauernden Sektenverbundenheit erwecken, eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung dar (E. 4.1-5.4).
Patrick Degen | sic! 2020 Ausgabe 5
ZPO 9 I, 13, 17, 36; KG 12 I a, 13 b. Beim Abschluss von unbefristeten Service-VertrĂ€gen und dem Akzept der darin enthaltenen Gerichtsstandsklausel muss eine Vertragspartei (hier: Garagist) nach dem Vertrauensprinzip nicht davon ausgehen, dass die Klausel auch fĂŒr den Fall gilt, dass er nach erfolgter VertragskĂŒndigung durch die andere Vertragspartei (hier: Importeur) auf Abschluss neuer VertrĂ€ge klagt. Dies gilt unabhĂ€ngig von der Frage, ob kartellrechtliche Streitigkeiten ĂŒberhaupt unter die Gerichtsstandsvereinbarung fallen (E. 5).
Michael Meer | sic! 2020 Ausgabe 5
EPĂ 87 I; IPRG 122. Die PrioritĂ€t ist anzuerkennen, wenn der Fachmann den Gegenstand des Anspruchs unter Heranziehung des allgemeinen Fachwissens unmittelbar und eindeutig der frĂŒheren Anmeldung als Ganzes entnehmen kann (E. 22).
Christoph Neubauer | sic! 2020 Ausgabe 5
Eugen Marbach / Michel MĂŒhlstein | sic! 2020 Ausgabe 4
URG 59 III, 46 I, 51. Ein genehmigter Tarif ist fĂŒr Zivilgerichte nicht nur hinsichtlich seines Aufbaus und der TarifsĂ€tze verbindlich, sondern auch bezĂŒglich der darin statuierten ModalitĂ€ten der Auskunftserteilung gegenĂŒber der Verwertungsgesellschaft (E. 3.3.2.).
Fabian Wigger | sic! 2020 Ausgabe 4
LCD 5 I a. Le rĂ©sultat dâun travail est notamment «â
confiĂ©â
» lorsque lâaccomplissement du travail a lui-mĂȘme Ă©tĂ© confiĂ© dans le cadre dâun contrat, notamment par un employeur Ă son employĂ© ou par un mandant Ă son mandataire. Lâexploitation de tels rĂ©sultats par le mandataire ou lâemployĂ© relĂšve dĂšs lors du parasitisme («â
Saphir craquelĂ© Iâ
» consid. 4-6â
; «â
Saphir craquelĂ© IIâ
» consid. 6).
Maud FragniĂšre | sic! 2020 Ausgabe 4
PatG 140d I, II. Der Schutzbereich eines ESZ erstreckt sich auch auf Derivate des vom Grundpatent erfassten Wirkstoffes, solange das betreffende Derivat (hier: Phosphat-Salz) die gleiche pharmakologische Wirkung wie die arzneimittelrechtlich genehmigte AusfĂŒhrungsform (hier: Fumarat-Salz) aufweist (E. 4.3.4.1-4.3.4.3).
Michael Reinle | sic! 2020 Ausgabe 4
StPO 141. Die rechtswidrige Beweiserhebung durch Private wird nach den gleichen Regeln beurteilt wie die rechtswidrige Beweiserhebung durch den Staat. Demnach dĂŒrfen rechtswidrig erhobene Beweise nur dann verwertet werden, wenn diese Beweise zur AufklĂ€rung einer schweren Straftat unerlĂ€sslich sind (E. 2.1- 2.2).
Iris Sidler | sic! 2020 Ausgabe 4
MSchG 2 c, 47, 48c; MSchV 52c. Nur eine als Herkunftshinweis fĂŒr die ganze Schweiz bekannte Bezeichnung ist eine indirekte geografische Herkunftsangabe. Eine Ideenverbindung zwischen dem Namen eines bloss regional bekannten BergrĂŒckens und einer geografischen Gegend genĂŒgt nicht (E. 6.2.1-6.3.7).
Simon Holzer | sic! 2020 Ausgabe 4
MSchG 55 I a. Eine anbegehrte Unterlassung muss im Rechtsbegehren so klar umschrieben sein, dass sie ohne weitere Interpretation oder Konkretisierung vollstreckt werden kann (Bestimmtheitsgebot). Ein Begehren auf Unterlassung der Nutzung eines Zeichens «ohne einen deutlich unterscheidungskrĂ€ftigen Zusatz» entspricht dieser Vorgabe nicht. Namentlich ist es auch nicht Aufgabe des Gerichts, eine solch unklare Formulierungen anhand der KlagebegrĂŒndung auf ein zulĂ€ssiges Mass einzugrenzen (Fall I, E. 1.2).
Stefan Hubacher | sic! 2020 Ausgabe 4
MSchG 2 a, 30 III. Die blosse Ăbersetzung eines Begriffs in eine andere Sprache (hier: Metzger in Butcher) ist nicht besonders originell und hat fĂŒr mit dem Begriff verbundene Dienstleistungen (hier: Betrieb eines Fleischrestaurants) einen (zumindest leicht) beschreibenden Charakter. Sind jedoch von der Wortbedeutung bis zur angebotenen Dienstleistung mehrere GedankengĂ€nge nötig und wurde die Marke im Register eingetragen, ist es nicht willkĂŒrlich, (vorerst) davon auszugehen, dass keine absoluten AusschlussgrĂŒnde vorliegen (E. 6.4.2.3-6.4.2.6).
Priska WerthmĂŒller | sic! 2020 Ausgabe 4
Eugen Marbach / Michel MĂŒhlstein | sic! 2020 Ausgabe 3
LTF 93 I aâ
; CPC 264 I. Une dĂ©cision sur mesures provisionnelles faisant Âinterdiction Ă une partie dâinciter les clients de lâautre partie Ă rompre les contrats les liant Ă celle-ci en vue dâen conclure dâautres avec elle-mĂȘme ne prive pas la premiĂšre de la possibilitĂ© dâĂ©tendre ses parts de marchĂ© en contractant avec de nouveaux clients, non liĂ©s contractuellement avec lâautre partie, de sorte que cette dĂ©cision nâest pas de nature Ă causer un prĂ©judice irrĂ©parable (consid. 1.4).
HélÚne Bruderer | sic! 2020 Ausgabe 3
OR 951, 956 II. Werden englischsprachige, (rein) beschreibende ZusĂ€tze (z.âB. «Management», «IP», «Consulting Switzerland», «labtec») verwendet, so liegt es nahe, auch die kennzeichenkrĂ€ftigen FirmenÂbestandteile englisch auszusprechen, und ist primĂ€r der Sinngehalt nach dieser Sprache massgebend (E. 2.3.2).
Barbara Abegg | sic! 2020 Ausgabe 3
LPOV 15 I. Ni lâart. 15 LPOV ni aucune autre disposition de la LPOV ne permet, sur la seule base du fait quâune premiĂšre demande a Ă©tĂ© retirĂ©e, de prononcer lâirrecevabilitĂ© dâune nouvelle demande indĂ©pendante portant sur la mĂȘme variĂ©tĂ© et de renoncer ainsi Ă son examen formel et/ou matĂ©riel (consid. 5-11).
Stéphanie Chuffart-Finsterwald | sic! 2020 Ausgabe 3
URG 74 II; VwVG 55 V. Soweit die InterÂessenabwĂ€gung nicht eindeutig Âzugunsten der einen oder anderen Partei ausfĂ€llt, ist auf die gesetzliche Lösung zurĂŒckÂzugreifen, dass Beschwerden gegen VerfĂŒgungen der Schiedskommission keine aufschiebende Wirkung zukommt (E. 4.1).
Thomas Kohli | sic! 2020 Ausgabe 3
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