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Rechtsprechung / Jurisprudence
BGĂ 7 I b. Die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 lit. b BGĂ, wonach der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschrĂ€nkt, aufgeschoben oder verweigert wird, wenn durch sein GewĂ€hren die zielkonforme DurchfĂŒhrung konkreter behördlicher Massnahmen beeintrĂ€chtigt wĂŒrde, kann nur dann angerufen werden, wenn durch die ZugĂ€nglichmachung bestimmter Informationen ĂŒber die Vorbereitung einer Massnahme deren Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr bzw. nicht vollumfĂ€nglich erreicht wĂŒrde und die drohende Verletzung ein gewisses Gewicht aufweist (E. 4.1-4.3).
Alesch Staehelin | sic! 2018 Ausgabe 4
BGĂ 9 I und II; DSG 3 I a. Amtliche Dokumente, die Personendaten enthalten, sind nach Möglichkeit zu anonymisieren. Was unter «nach Möglichkeit» zu verstehen ist, ist mittels Auslegung zu ermitteln. Nach Auffassung der Lehre kommt dem Begriff der Möglichkeit eine rechtliche Dimension zu, weshalb eine InteressenabwĂ€gung bzw. eine VerhĂ€ltnismĂ€ssigkeitsprĂŒfung vorzunehmen ist. Zielt indes ein Zugangsgesuch darauf ab, an konkrete Informationen ĂŒber eine ganz bestimmte Person zu gelangen (vorliegend: die Emissionsmesswerte der an die Luft abgegebenen radioaktiven Stoffe einer juristischen Person), ist eine Anonymisierung bereits faktisch nicht möglich, und die Notwendigkeit der Vornahme einer InteressenabwĂ€gung bzw. VerhĂ€ltnismĂ€ssigkeitsprĂŒfung entfĂ€llt (E. 4.1-4.3).
Alesch Staehelin | sic! 2018 Ausgabe 4
LPTh 4 I bâ
; ODim 1 I. Sont considĂ©rĂ©s comme dispositifs mĂ©dicaux, non seulement les produits destinĂ©s Ă un usage mĂ©dical, mais Ă©galement ceux qui sont prĂ©sentĂ©s comme tels. Le caractĂšre mĂ©dical dâun produit dĂ©coule donc de lâutilisation prĂ©vue par le fabricant et de la description quâil en fait, tant dans le mode dâemploi que dans la publicitĂ© rĂ©alisĂ©e pour le produit en question (consid. 5.1, 5.2).
Juliette Ancelle | sic! 2018 Ausgabe 4
ZPO 252 ff., 229 I. Soweit im Summarverfahren kein zweiter Schriftenwechsel durchgefĂŒhrt wird (was die Regel ist), tritt der Aktenschluss nach der ersten Ăusserungsmöglichkeit ein. Neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel können anschliessend nur noch unter den Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden (E. 3).
Stefan Hubacher, Michel Reymond | sic! 2018 Ausgabe 4
Michel MĂŒhlstein / Eugen Marbach | sic! 2018 Ausgabe 2
MSchG 12 III; ZPO 168, 55, 53; BV 29. Zur Glaubhaftmachung des Nichtgebrauchs darf sich das Gericht auf eine Gebrauchsrecherche als besonders substanziierte Parteibehauptung stĂŒtzen, insbesondere wenn die darin enthaltenen Ergebnisse durch weitere unbestrittene bzw. bewiesene Indizien (hier: keine Zweigniederlassung, keine Vertretung, keine Mitarbeiter und keine Werbung in der Schweiz) untermauert wurden (E. 3, 4).
Barbara Abegg | sic! 2018 Ausgabe 2
BGG 76. Ist im Zeitpunkt der Urteilseröffnung die Schutzdauer des Patents bereits abgelaufen, fehlt mit Bezug auf UnterlassungsantrĂ€ge ein schutzwĂŒrdiges Interesse an der Aufhebung des Urteils, nicht aber mit Bezug auf Rechnungslegungs- und AuskunftsantrĂ€ge zwecks Bezifferung von Gewinnherausgabe- oder Schadenersatzbegehren (E. 2.3).
Oliver Schmid | sic! 2018 Ausgabe 2
VwVG 48 I; GUB/GGA-Verordnung 5. Das BVGer ist im Beschwerdeverfahren betreffend die ReprĂ€sentativitĂ€t nicht zustĂ€ndig, als erste Instanz das Eintragungsgesuch materiell zu prĂŒfen und zu beurteilen (E. 2.2.2, 2.2.2.2).
Karola Krell Zbinden | sic! 2018 Ausgabe 2
EPĂ 56; PatG 1 II. FĂŒr die PrĂŒfung der erfinderischen TĂ€tigkeit eines Patents darf kein Dokument aus dem Stand der Technik pauschal ausgeschlossen werden, weil eine Erfindung gegenĂŒber allen Dokumenten oder offenkundigen Vorbenutzungen aus dem Stand der Technik erfinderisch sein muss (E. 4.6).
Simon Holzer | sic! 2018 Ausgabe 2
4a LCD. Le dĂ©bauchage de travailleurs nâest pas dĂ©loyal en soiâ
; mĂȘme la reprise systĂ©matique dâĂ©quipes de travail entiĂšres nâest pas dĂ©loyale si les travailleurs dĂ©noncent leur contrat en bonne et due forme (consid. 4.1).
Ralph Schlosser | sic! 2018 Ausgabe 2
MSchG 3 I c. Wortklang und Schriftbild der Zeichen «Lux» und «Lutz (fig.)» weisen eine starke Ăhnlichkeit auf, die durch das banale, etikettenhafte Bildelement der angefochtenen Marke nicht beeinflusst wird. Die Unterschiede im Sinngehalt, soweit ein solcher vorhanden ist, sind zu wenig markant, als dass sie die ZeichenĂ€hnlichkeit kompensieren könnten. In Kombination mit den hochgradig gleichartigen und teils identischen Waren und Dienstleistungen fĂŒhrt diese Ăhnlichkeit, zumal unter BerĂŒcksichtigung des bei Bau- und Elektrozubehör beschrĂ€nkten Aufmerksamkeitsgrads der Abnehmer, zu Verwechslungsgefahr (E. 6.2-6.6, 7.3-7.5).
Gregor Wild | sic! 2018 Ausgabe 1
Eugen Marbach / Michel MĂŒhlstein | sic! 2018 Ausgabe 1
KG 23 I, 30 I. Die selbstĂ€ndige AnÂtragstellung durch das Sekretariat gegenĂŒber der Weko umfasst die Kompetenz zur materiellrechtlichen WĂŒrdigung des zu untersuchenden Sachverhalts, womit auch ĂŒber die Verwertbarkeit von Beweisen befunden werden kann (E. 1.6.3).
Marc Wullschleger / Gregor Wild | sic! 2018 Ausgabe 1
CL 22 IVâ
; LDIP 109 I. Lorsque la Suisse est dĂ©signĂ©e en vertu de lâart. 22 ch. 4 CL, lâart. 109 al. 1 LDIP est applicable pour dĂ©terminer le for, câest-Ă -dire la juridiction suisse localement compĂ©tente (consid. 1.1.4).
Sevan Antreasyan | sic! 2018 Ausgabe 1
CO 951. Lorsque les raisons de Âcommerce ne sâadressent quâĂ un cercle particulier de personnes disposant, dans un domaine particulier, de connaissances spĂ©cifiques qui leur permettent de mieux distinguer les raisons de commerce litigieuses, alors les exigences en matiĂšre de distinction peuvent ĂȘtre moins importantes (consid. 4.1.4).
Sevan Antreasyan | sic! 2018 Ausgabe 1
DSG 6 II d. Das Interesse einer Bank an der Vermeidung einer Anklageerhebung in den USA ist nicht leichthin als öffentliches Interesse zu sehen. Entsprechend reicht dieses Interesse in der Regel nicht aus, um die Lieferung von potenziell heiklen Daten ĂŒber ihre Angestellten an die US-Behörden zu rechtfertigen (E. 3.2-4.2).
Patrick Degen | sic! 2018 Ausgabe 1
ZPO 5 I, 5 II; BGG 75 II a; EGzZPO GR 6; MSchG; UWG; URG; DesG; ToG; Sortenschutzgesetz; OR; ZGB. GemĂ€ss dem Grundsatz der Kompetenzattraktion ist stets das Spezialgericht sachlich zustĂ€ndig, wenn eine spezialgerichtliche ZustĂ€ndigkeit und eine obligationenrechtliche ZustĂ€ndigkeit sich konkurrenzieren. Dies gilt auch, wenn die spezialgerichtlichen Themen lediglich als Vorfragen oder Einreden zu prĂŒfen sind (E. 3a-4e).
Iris Sidler | sic! 2018 Ausgabe 1
URG 2 I, 2 II f. Ein Sitzmöbel kann ein urheberrechtlich geschĂŒtztes Werk darstellen, wenn es derart individuell gestaltet ist, dass es sich von den vorbekannten Formen deutlich unterscheidet (E. 2-2.2).
Michael Meer | sic! 2017 Ausgabe 12
VwVG 44 i.V.m. 48. Wird gegen eine VerfĂŒgung des IGE die zur VerfĂŒgung stehende Beschwerde nicht ergriffen, so verwirkt das Anfechtungsrecht und die VerfĂŒgung wird formell rechtskrĂ€ftig; diesfalls hat der ÂBetroffene mit der allenfalls fehlerhaften VerfĂŒgung zu leben (E. 3.6).
Esther Baumgartner | sic! 2017 Ausgabe 12
Eugen Marbach / Michel MĂŒhlstein | sic! 2017 Ausgabe 12
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