La jurisprudence de lâUnion europĂ©enne sur le certificat complĂ©mentaire de protection (CCP) est en Ă©volution constante, avec plusieurs arrĂȘts importants rendus ces derniers mois. Elle offre des enseignements importants Ă©galement pour le droit suisse.
Die Rechtsprechung der EuropĂ€ischen Union zum ErgĂ€nzenden Schutzzertifikat (ESZ) entwickelt sich stĂ€ndig weiter, in den letzten Monaten sind mehrere wichtige Entscheidungen ergangen. Die Entwicklung bringt wichtige Lehren auch fĂŒr die Schweiz.
Valérie Junod | 2014 Ausgabe 6
Die Beweiserhebung und BeweiswĂŒrdigung gehört nicht zu den Kompetenzen des Bundesgerichts. Die tatsĂ€chliche Erfassung des Streitgegenstands ist Sache der kantonalen Gerichte bzw. des Bundespatentgerichts. Dies bedeutet indessen nicht, dass Beweiserhebung und -wĂŒrdigung nicht Gegenstand der rechtlichen Beurteilung durch das Bundesgericht bilden. Der nachfolgende Beitrag geht auf die im bundesgerichtlichen Verfahren ĂŒberprĂŒfbaren Rechtsfragen ein, die sich im Zusammenhang mit dem Beweisverfahren im ImmaterialgĂŒterrechtsprozess stellen.
Lâadministration et lâapprĂ©ciation des preuves ne relĂšvent pas des compĂ©tences du Tribunal fĂ©dĂ©ral. La comprĂ©hension factuelle de lâobjet du litige est lâaffaire des juridictions cantonales, resp. du Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets. Cela ne signifie toutefois pas que lâadministration et lâapprĂ©ciation des preuves ne constituent pas un Ă©lĂ©ment de lâĂ©valuation juridique effectuĂ©e par le Tribunal fĂ©dĂ©ral. La prĂ©sente contribution se penche sur les questions de droit qui peuvent ĂȘtre examinĂ©es dans les procĂ©dures devant le Tribunal fĂ©dĂ©ral et qui se posent dans le cadre de lâadministration des preuves dans les procĂšs de droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle.
Kathrin Klett / Christoph Hurni | 2014 Ausgabe 5
Die immaterialgĂŒterrechtlichen Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht laufen nach den Regeln des öffentlichen Prozessrechts ab, weisen aber QuerbezĂŒge zum Zivilprozessrecht auf. WĂ€hrend im Zivilprozess der BeweisverfĂŒgung eine zentrale Bedeutung zukommt, rĂŒckt im verwaltungsrechtlichen Verfahren der Beweisantrag in den Fokus. Das Beweisantragsrecht stellt eine wichtige ErgĂ€nzung zu der Untersuchungsmaxime dar.
Les procĂ©dures de propriĂ©tĂ© intellectuelle devant le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral se dĂ©roulent selon les rĂšgles de procĂ©dure de droit public tout en prĂ©sentant des aspects de procĂ©dure civile. Tandis que le procĂšs civil accorde une grande importance Ă lâordonnance de preuves, la procĂ©dure de droit administratif place au premier plan lâoffre de preuve. Le droit dâoffrir des preuves reprĂ©sente un complĂ©ment important Ă la maxime dâoffice.
Philipp J. Dannacher | 2014 Ausgabe 5
Le droit dâauteur est confrontĂ© Ă de nombreux dĂ©fis dans le monde connectĂ© des rĂ©seaux numĂ©riques. Parmi ces dĂ©fis (qui ne peuvent pas faire lâobjet dâune analyse systĂ©matique dans la prĂ©sente contribution) figure en particulier celui des modalitĂ©s de gestion des droits (individuelle ou collective), la gestion collective devant trouver le moyen de mettre en Ćuvre des tarifs qui soient en adĂ©quation avec une rĂ©alitĂ© technologique et commerciale en mutation constante. Le rĂŽle des intermĂ©diaires constitue un autre dĂ©fi important, et ce non seulement sous lâangle de leur responsabilitĂ© Ă©ventuelle, mais Ă©galement dans la perspective dâune exploitation optimalisĂ©e de leurs spĂ©cificitĂ©s dans lâintĂ©rĂȘt des parties prenantes (en particulier des titulaires de droits). Le monde connectĂ© suppose aussi dâĂ©laborer un rĂ©gime qui permette de gĂ©rer la circulation des biens numĂ©riques, soit la capacitĂ© des utilisateurs de transfĂ©rer Ă des tiers les biens numĂ©riques quâils ont obtenu et dont ils souhaitent se dĂ©faire. Les rĂ©seaux numĂ©riques reflĂštent par ailleurs de façon exemplaire le phĂ©nomĂšne de lâinnovation ouverte, qui repose sur des interactions Ă©troites et multiples entre les acteurs du marchĂ©, qui recherchent lâinnovation chez autrui (inbound open innovation) et explorent des canaux externes pour diffuser leur propre crĂ©ativitĂ© (outbound open innovation). Lâinnovation ouverte crĂ©e toutefois des situations de dĂ©pendance auxquelles il faut ĂȘtre attentif, comme le montre la jurisprudence suisse et Ă©trangĂšre. Enfin, le monde connectĂ© repose sur une architecture informatique complexe, qui met en Ă©vidence lâimportance fondamentale des logiciels dans cet environnement. Or, le traitement des logiciels par le droit dâauteur reste parfois incertain. En somme, les dĂ©fis actuels et futurs du droit dâauteur restent nombreux. Ils semblent en tout Ă©tat inviter Ă revisiter le rĂŽle des autoritĂ©s, qui Ă©volue dâune fonction de dĂ©cideur Ă celle dâobservateur ou mĂȘme de mĂ©diateur et arbitre des intĂ©rĂȘts opposĂ©s des parties prenantes. Le droit dâauteur, qui protĂšge la crĂ©ativitĂ© et lâinnovation, se doit dâĂȘtre lui-mĂȘme innovateur pour faire face avec efficacitĂ© aux dĂ©fis du monde numĂ©rique.
Mit den VorschlĂ€gen der AGUR12 tritt die Schweiz mit vielen wichtigen VorschlĂ€gen zur Urheberrechtsreform an die Weltöffentlichkeit. Der Verfasser beleuchtet einige der VorschlĂ€ge und Themen aus der AGUR-Diskussion im Lichte des deutschen Rechts und der EU-Diskussion. Er zeigt, dass die Schweiz auf dem Weg ist, ein sehr innovatives System des ImmaterialgĂŒterrechts behutsam und vorsichtig zu entwickeln. Gleichzeitig zeigt er Desiderate fĂŒr die kĂŒnftige Entwicklung auf, etwa im Bereich des Urhebervertragsrechts oder der Frage der EigentumsfĂ€higkeit von Daten.
Kennzeichen, insbesondere Marken, sind in einem einige Jahrzehnte dauernden Prozess als unentbehrliche Bestandteile einer auf dem Wettbewerbsprinzip beruhenden Wirtschaftsordnung anerkannt worden. Umfang und Grenzen dieser Ausschliesslichkeitsrechte haben sich in der Schweiz und in der EU aufgrund verschiedener methodisch-dogmatischer Grundlagen unterschiedlich entwickelt. Beispielhaft werden diese Unterschiede beim Erschöpfungsregime, der Funktionenlehre, beim Vorgebrauch, bei der Verwirkung von AnsprĂŒchen, bei GewĂ€hrleistungszeichen sowie bei geografischen Herkunftskennzeichnungen skizziert. Trotz aller Unterschiede besteht im Ergebnis indes weitgehende Ăbereinstimmung.
Die Vereinheitlichung (und Harmonisierung) des europĂ€ischen Markenrechts hat zwar in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts begonnen, kurz nach der Schaffung der EWG, fĂŒhrte aber erst 1988 zum Erfolg mit der Verabschiedung der Ersten Richtlinie zur Angleichung des Markenrechts der Mitgliedstaaten und 1993 mit der Verabschiedung der Verordnung ĂŒber die Gemeinschaftsmarke. Das Ergebnis ist die ParallelitĂ€t nationaler und EU-weiter Markenrechte. Die seinerzeit geschaffenen Regeln des materiellen Markenrechts und des Verfahrensrechts haben sich insgesamt bewĂ€hrt, wie eine Analyse der Bestimmungen ĂŒber die SchutzfĂ€higkeit, die Schutzhindernisse, die Ausschlussrechte und deren Schranken sowie der Verfahren vor dem EuropĂ€ischen Marken- und Musteramt (dem «Harmonisierungsamt fĂŒr den Binnenmarkt») zeigt. Das europĂ€ische Markenrecht hat ĂŒber die Grenzen der EU hinaus gewirkt. Dies wird am Beispiel der Schweiz gezeigt. In der Schweiz gelten zu einem grossen Teil mit dem EU-Recht ĂŒbereinstimmende Bestimmungen, wobei es jedoch zum Teil signifikante Abweichungen gibt, wie z.B. bei der Erschöpfung des Markenrechts. Auch gilt, dass trotz einer weitgehend ĂŒbereinstimmenden Gesetzeslage sich keineswegs immer dieselben Ergebnisse bei denselben oder Ă€hnlichen Marken ergeben.
Das vor gut einem Jahr beschlossene Patentpaket der EuropÀischen Union, bestehend aus zwei Verordnungen und einem Staatsvertrag, wird bei seinem Inkrafttreten unter anderem das materielle Recht der Patentverletzung europaweit verfestigen und auf eine neue formelle Grundlage stellen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem europÀischen und dem schweizerischen Recht bestehen und ob seitens der Schweiz gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.
Anfang 2010 Ă€nderte das EuropĂ€ische Patentamt seine Rechtsprechung mit der Folge, dass Patente auf weiteren medizinischen Indikationen kĂŒnftig breitere Rechte entfalten dĂŒrften. Diese PraxisĂ€nderung wirkt sich auch in der Schweiz aus, weshalb das Bundesgericht 2011 festhielt, aufgrund der neuen Rechtsprechung sei die Freiheit der Ărzte, Generika zu verschreiben oder zu verabreichen, möglicherweise eingeschrĂ€nkt. Zur Behebung dieser Problematik soll anlĂ€sslich der laufenden Revision des Heilmittelgesetzes in das Patentgesetz eine neue Ausnahme von der Wirkung des Patents aufgenommen werden. Stimmt das Parlament der vorgeschlagenen Revision zu, ĂŒbernĂ€hme die Schweiz bei der Sicherstellung der medizinischen Behandlungsfreiheit eine Vorreiterrolle in Europa.
Der vorliegende Beitrag ist eine Replik auf die Sicht der Schweizer Kollegen, dass Reformbedarf im Patentrecht bestehe, aus der Perspektive von draussen. Nach dem Studium der langjĂ€hrigen Reformen, die nicht weit zurĂŒck liegen, erhĂ€lt der Betrachter den Eindruck, dass die zeitgemĂ€ssen Probleme im Patentrecht wohl bedacht und klug geregelt wurden. Stil und Aussprache der gesetzgebenden Arbeiten bewahren die Tradition der verstĂ€ndlichen Sprachkultur des vielsprachigen Landes.
Der Autor möchte anhand des Schicksals des BrĂŒstle-Patents und damit der Patentierung von Erfindungen, die menschliche Stammzellen verwenden, die schwierige Situation in Deutschland, aber auch in Europa beleuchten. Hier verhielt sich der Schweizer Gesetzgeber klĂŒger und ist auch nicht an die Vorgaben des EuGH gebunden.
Absoluter oder zweckgebundener Stoffschutz fĂŒr biotechnologische Erfindungen ist ein ĂŒbergreifendes Thema, das in Deutschland und in der Schweiz Ă€hnlich und parallel behandelt wird, betrachtet man die Herkunft der Frage aus dem Stoffschutz der Chemie. Einigkeit besteht, dass ein Ăbermass an Schutz nicht zu rechtfertigen ist, wenn Gensequenzen zur Patentierung angemeldet werden. Der absolute Stoffschutz selbst scheint mehr und mehr zu einem Lippenbekenntnis der Stoffpatentierung zu werden; Zweck, Anwendbarkeit, Aufgabe, Funktion werden zunehmend Beachtung finden, um dem Patent einen angemessenen Schutzbereich zu geben.
Den Schutzbereich hat die Schweizer Patentwelt in Form des einzigartigen Art. 69 des EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommens gestaltet, daran ist zu diesem JubilĂ€um zu erinnern. Innerhalb dieser Klammer sind die nationalen Gerichte im Verletzungsstreit zu einem vereinheitlichenden VerstĂ€ndnis des Schutzbereichs in Europa angehalten.
Le prĂ©sent article rĂ©pond du point de vue suisse Ă la question de savoir sâil faut rĂ©former le droit des brevets Ă la lumiĂšre de ce qui se dĂ©roule Ă lâĂ©tranger. AprĂšs avoir analysĂ© les rĂ©centes rĂ©formes qui ont durĂ© plusieurs annĂ©es, lâobservateur a le sentiment que les problĂšmes actuels en droit des brevets ont Ă©tĂ© rĂ©glĂ©s de maniĂšre mesurĂ©e et intelligente. Le style et la syntaxe des travaux lĂ©gislatifs ont su conserver la tradition dâune culture de la langue devant ĂȘtre accessible Ă tout un chacun dans un pays plurilingue.
En considĂ©rant le sort subi par le brevet «BrĂŒstle» et ainsi la brevetabilitĂ© dâinventions mettant en Ćuvre des cellules souches humaines, lâauteur souhaite exposer la situation complexe de lâAllemagne, mais Ă©galement celle de lâEurope. A cet Ă©gard, le lĂ©gislateur suisse a agi de maniĂšre plus rĂ©flĂ©chie tout en nâĂ©tant pas non plus liĂ© Ă la jurisprudence de la CJCE.
La protection absolue ou fonctionnelle du produit pour les inventions biotechnologiques constitue un sujet dĂ©passant les frontiĂšres. La question est traitĂ©e parallĂšlement et de maniĂšre analogue tant par lâAllemagne que par la Suisse au regard de lâorigine de la problĂ©matique liĂ©e Ă la brevetabilitĂ© des produits issus de la chimie. Il est unanimement admis quâune protection excessive nâest pas justifiĂ©e lorsquâun brevet est requis pour des sĂ©quences de gĂšne. On admet du bout des lĂšvres que la protection absolue du produit semble ellemĂȘme revenir de plus en plus Ă breveter un produit; le but, lâapplication, le problĂšme Ă rĂ©soudre et la fonction seront davantage pris en compte afin dâoffrir au brevet un champ de protection appropriĂ©.
Le monde des brevets suisse a modelĂ© le champ de protection du brevet Ă lâimage de lâart. 69 de la Convention sur le brevet europĂ©en. Ce jubilĂ© nous invite Ă nous en souvenir. Sous cette rĂ©serve, les tribunaux nationaux sont tenus, en cas de litige, par une interprĂ©tation homogĂšne de la notion du champ de protection en Europe.
Dieter Stauder | 2014 Ausgabe 4
GemĂ€ss dem revidierten THG können Produkte, welche in der EU bzw. in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR rechtmĂ€ssig in Verkehr sind, grundsĂ€tzlich auch in der Schweiz frei in Verkehr gebracht werden (sogenanntes «Cassis-de-Dijon-Prinzip»). Lebensmittel bedĂŒrfen hierfĂŒr zusĂ€tzlich einer Bewilligung des BLV. Diese wird in Form einer AllgemeinverfĂŒgung erteilt und gilt auch fĂŒr gleichartige Lebensmittel. Sind die Bewilligungsvoraussetzungen nicht erfĂŒllt, so wird das Gesuch durch eine «normale» VerfĂŒgung abgelehnt. Der nachfolgende Beitrag erörtert, ob und ggf. inwiefern Dritte â Konkurrenten einerseits, Konsumenten andererseits â hinsichtlich der VerfĂŒgungen des BLV ĂŒber das Inverkehrbringen von Lebensmitteln nach dem «Cassis-de-Dijon-Prinzip» beschwerdelegitimiert sind.
En application de la LETC rĂ©visĂ©e, les produits lĂ©galement commercialisĂ©s au sein de lâUE resp. dans un Etat membre de lâUE ou de lâEEE peuvent ĂȘtre Ă©galement commercialisĂ©s librement en Suisse (principe du «Cassis de Dijon»). A cet Ă©gard, les denrĂ©es alimentaires sont de plus soumises Ă une autorisation de lâOSAV. Celle-ci revĂȘt la forme dâune dĂ©cision de portĂ©e gĂ©nĂ©rale et est Ă©galement valable pour les denrĂ©es similaires. Si les conditions de lâautorisation ne sont pas remplies, la requĂȘte est rejetĂ©e sur la base dâune dĂ©cision «ordinaire». Lâarticle qui suit expose si et, cas Ă©chĂ©ant, dans quelle mesure les tiers â concurrents dâune part, consommateurs dâautre part â ont le droit de recourir contre les dĂ©cisions de lâOSAV statuant sur la mise en circulation de denrĂ©es alimentaires selon le principe du «Cassis de Dijon».
Dominique Gross | 2014 Ausgabe 3
Der vorsorgliche Rechtsschutz ist in Patentstreitigkeiten â wie auch in anderen Bereichen des ImmaterialgĂŒterrechts â von grosser Bedeutung zur raschen Sicherung kommerzieller Interessen. Verletzungshandlungen können die Bedeutung und die Werthaltigkeit des Patents nachhaltig schwĂ€chen, was ĂŒber Schadenersatzforderungen oder Gewinnherausgabe im ordentlichen Verfahren nur selten ausgeglichen werden kann. Die technisch einwandfreie und zeitlich effiziente Beurteilung von Massnahmebegehren ist daher zentral.
Der vorliegende Beitrag gibt eine Ăbersicht ĂŒber die Entscheide zu vorsorglichen Massnahmen, welche das Bundespatentgericht seit Aufnahme seiner TĂ€tigkeit am 1. Januar 2012 gefĂ€llt hat. Die Autoren identifizieren erste prozessuale und materielle Regeln und Tendenzen, die sich daraus fĂŒr die Praxis ableiten lassen.
Les mesures provisionnelles jouent un rĂŽle trĂšs important dans les litiges en matiĂšre de brevets â tout comme dans dâautres domaines du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle â afin de permettre une protection rapide. Les actes dommageables peuvent durablement affaiblir la portĂ©e et la valeur du brevet et sont rarement compensĂ©s par lâallocation de dommages et intĂ©rĂȘts ou par la remise du gain. Aussi, il est essentiel que les dĂ©cisions sur mesures provisionnelles soient rendues de maniĂšre irrĂ©prochable sur le plan technique et dans des dĂ©lais qui puissent assurer lâefficacitĂ© de la mesure.
Lâarticle qui suit donne un aperçu des dĂ©cisions en matiĂšre de mesures provisionnelles qui ont Ă©tĂ© rendues par le Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets depuis le dĂ©but de ses activitĂ©s, le 1er janvier 2012. Les auteurs mettent en exergue les premiĂšres tendances et les rĂšgles de procĂ©dure et de droit matĂ©riel qui sâen dĂ©gagent, ainsi que leur portĂ©e pratique.
Stefan Kohler / Delia Bosshard | 2014 Ausgabe 2
Zur Sicherung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt im Filmbereich ist der Bundesrat unlĂ€ngst beauftragt worden, einen Vorschlag zur Ausweitung der sog. «Einverleiherklausel» auf digitale Medien und Internet auszuarbeiten. Die hier durchgefĂŒhrte Untersuchung hat keine GrĂŒnde des fĂŒr die Schweiz im VerhĂ€ltnis zur EU massgeblichen Staatsvertragsrechts oder des WTO-Rechts ergeben, die einem solchen Vorhaben entgegenstehen wĂŒrden.
Afin de garantir la diversitĂ© linguistique et culturelle dans le domaine cinĂ©matographique, le Conseil fĂ©dĂ©ral a rĂ©cemment Ă©tĂ© chargĂ© dâĂ©laborer une proposition dâextension de la «clause du distributeur unique» aux mĂ©dias numĂ©riques et Ă Internet. Lâanalyse prĂ©sentĂ©e ici ne fait pas apparaĂźtre de raisons qui pourraient justifier de renoncer Ă ce projet, que ce soit au titre des accords bilatĂ©raux entre la Suisse et lâUnion europĂ©enne ou au titre du droit de lâOMC.
Christoph Beat Graber | 2014 Ausgabe 1
Zeichen, die aufgrund fehlender Unterscheidungskraft oder eines bestehenden FreihaltebedĂŒrfnisses Gemeingut darstellen, sind vom Markenschutz grundsĂ€tzlich ausgeschlossen. Dabei sieht der in Art. 2 lit. a MSchG kodifizierte Verkehrsdurchsetzungstatbestand jedoch eine wichtige Ausnahme vor: So können Zeichen des Gemeingutes von einer Person monopolisiert werden, sofern sie sich fĂŒr die beanspruchten Waren oder Dienstleistungen im Verkehr durchgesetzt haben. Dieser Ausnahmetatbestand ist in der Praxis von grosser Bedeutung, da Zeichen mit einem produktspezifischen Sinngehalt fĂŒr viele Unternehmen â gerade wegen des oft vorhandenen Suggestivcharakters â als Kennzeichen besonders interessant sind.
Die Beurteilung der Verkehrsdurchsetzung wird durch Verwaltungsbehörden und Gerichte erstaunlicherweise alles andere als einheitlich gehandhabt. Dieser Beitrag bezweckt, eine Ăbersicht ĂŒber den Tatbestand der Verkehrsdurchsetzung zu liefern, und setzt dabei die Schwerpunkte auf die umstrittenen bzw. offenen Fragen. ErlĂ€utert werden insbesondere die wichtigsten Voraussetzungen, Ausnahmen und Rechtswirkungen der Verkehrsdurchsetzung, wobei auch die praktisch Ă€usserst relevante Problematik des Nachweises der Durchsetzung behandelt wird.
Les signes dĂ©pourvus de force distinctive ou devant ĂȘtre laissĂ©s Ă la disposition de tous font partie du domaine public et sont en principe exclus de la protection du droit des marques. Toutefois, lâart. 2 let. a LPM prĂ©voit une exception substantielle relative au cas des marques imposĂ©es: les signes appartenant au domaine public peuvent ĂȘtre monopolisĂ©s par une personne pour autant quâils se soient imposĂ©s pour les produits ou les services concernĂ©s. Cette exception revĂȘt une grande importance en pratique dans la mesure oĂč des signes pourvus dâune signification spĂ©cifique en lien avec le produit sont, pour de nombreuses entreprises, particuliĂšrement intĂ©ressants en tant que signes distinctifs â justement en raison de leur caractĂšre souvent suggestif.
Les autoritĂ©s administratives et les tribunaux nâapprĂ©cient Ă©tonnamment pas de maniĂšre uniforme la question de lâimposition dâun signe comme marque dans les milieux intĂ©ressĂ©s. Lâarticle qui suit a pour but de donner une vue dâensemble des conditions Ă lâimposition dâun signe comme marque dans le public et se penche en particulier sur les questions controversĂ©es ou restĂ©es ouvertes. Les conditions, les exceptions et les consĂ©quences juridiques les plus importantes sont en particulier analysĂ©es. Les questions liĂ©es Ă la preuve de lâimposition dans le public, problĂ©matique dâune grande importance pour la pratique, sont Ă©galement traitĂ©es.
Adrian P. Wyss | 2013 Ausgabe 12
Sei es das schwedische Unternehmen Spotify oder die amerikanische Firma Netflix, On-demand-Streaming-Angebote sind global beliebt und die Musik- und Filmbranche spricht ihnen ein erhebliches Potenzial zu. Dieser Beitrag erlĂ€utert die rechtlichen Qualifikationsschwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Streaming-Prozess und diskutiert die daraus resultierenden vergĂŒtungsrechtlichen Fragen.
A lâexemple de lâentreprise suĂ©doise Spotify ou de la sociĂ©tĂ© amĂ©ricaine Netflix, les offres de streaming sur demande sont globalement apprĂ©ciĂ©es et la branche de la musique et du film leur reconnaĂźt un potentiel considĂ©rable. Lâarticle qui suit expose les difficultĂ©s de qualifier juridiquement les procĂ©dĂ©s de streaming et analyse Ă cet Ă©gard les questions qui se posent en matiĂšre de rĂ©munĂ©ration.
Sandra BrĂ€ndli / Aurelia TamĂČ | 2013 Ausgabe 11
Bei der reinen Nutzung der Angebote eines IaaS-Cloud-Anbieters ohne VervielfĂ€ltigungshandlungen desselben handelt es sich nicht um eine Herstellung von VervielfĂ€ltigungen durch einen Dritten im Sinne von Art. 19 Abs. 3 URG, sondern um eine VervielfĂ€ltigung durch den Eigengebrauchsberechtigten, den Cloud-Nutzer. Umgekehrt liegt aber eine VervielfĂ€ltigung beim Content-Provider vor, die gemĂ€ss Art. 19 Abs. 2 i.V.m. Art. 20 Abs. 2 URG entschĂ€digungspflichtig ist, wenn der Content sein Dienstleistungsangebot ausmacht. ZusĂ€tzlich schuldet der Nutzer gemĂ€ss Art. 20 Abs. 2 URG eine EntschĂ€digung fĂŒr die betriebsinterne Nutzung dieses Contents, da sich diese massgeblich von der Nutzung durch den Content-Provider unterscheidet.
Lors de lâutilisation proprement dite de lâoffre dâun fournisseur IaaS de cloud sans actes de reproduction, il ne sâagit pas de reproductions par un tiers au sens de lâart. 19 al. 3 LDA, mais dâune reproduction qui est faite pour un usage personnel autorisĂ© par lâutilisateur du cloud. En revanche, il y a un acte de reproduction de la part du fournisseur de contenu, qui, selon lâart. 19 al. 2 en association avec lâart. 20 al. 2 LDA, donne droit Ă lâindemnitĂ© si le contenu constitue une offre de prestations de sa part. De plus, lâutilisateur doit verser, selon lâart. 20 al. 2 LDA, une indemnitĂ© pour lâutilisation interne Ă lâentreprise du contenu, car cette utilisation se distingue de façon dĂ©terminante de lâutilisation par le fournisseur de contenu.
Nicole Beranek Zanon / Carmen De la Cruz Böhringer | 2013 Ausgabe 11
Bedingungen und Auflagen sind im schweizerischen Kartellrecht die einzigen Mittel fĂŒr eine effiziente Strukturkontrolle, da das schweizerische Kartellrecht wie alle ĂŒbrigen Staaten Europas mit Ausnahme Grossbritanniens keine missbrauchsunabhĂ€ngige Entflechtung kennt, m.a.W. lediglich ĂŒber Mittel verfĂŒgt, um WettbewerbsbeschrĂ€nkungen zu untersagen, nicht aber ĂŒber Instrumente, einen wirksamen Wettbewerb auf einem Markt wiederherzustellen. Der vorliegende Beitrag widmet sich der Frage, was Bedingungen und Auflagen im Einzelfall leisten können.
Les conditions et les charges sont les seuls moyens que connaisse le droit suisse des cartels pour effectuer un contrĂŽle des structures. En effet, comme tous les Etats europĂ©ens Ă lâexception de la Grande-Bretagne, notre droit ignore la possibilitĂ© de dĂ©manteler une entreprise en lâabsence dâabus de position dominante. En dâautres termes, il ne dispose que de moyens visant Ă interdire les restrictions de la concurrence mais non dâinstruments capables de la restaurer. La contribution ci-dessous analyse la maniĂšre dont les conditions et les charges peuvent y concourir.
Franz Böni / Alex Wassmer | 2013 Ausgabe 10
Unternehmen können sich gegen den Vorwurf eines möglichen Kartellrechtsverstosses mit Hinweis auf das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes wehren. In einem frĂŒheren Beitrag (sic! 2/2013) wurden mögliche RechtfertigungsgrĂŒnde im Bereich des Kartellrechts systematisch erfasst. Dabei sind volks- und betriebswirtschaftliche sowie politische RechtfertigungsgrĂŒnde gesondert erlĂ€utert worden. Alsdann wurden die Rechtfertigungsmöglichkeiten von unzulĂ€ssigen Wettbewerbsabreden («Kartellen») sowie deren Voraussetzungen analysiert. Der vorliegende zweite Beitrag befasst sich nach der gleichen systematischen Vorgehensweise mit der Rechtfertigung von grundsĂ€tzlich unzulĂ€ssigen Verhaltensweisen marktbeherrschender Unternehmen.
Les entreprises peuvent se dĂ©fendre contre le grief dâune violation possible de la loi sur les cartels en invoquant lâexistence dâun motif justificatif. Dans une contribution prĂ©cĂ©dente (sic! 2/2013), les motifs envisageables ont Ă©tĂ© examinĂ©s de façon systĂ©matique. Les justifications macro-Ă©conomiques, micro-Ă©conomiques et politiques y ont Ă©tĂ© expliquĂ©es en dĂ©tail. Par ailleurs, les motifs permettant de justifier des ententes illicites en matiĂšre de concurrence («cartels») et leurs conditions y ont Ă©tĂ© analysĂ©s. Se fondant sur la mĂȘme approche systĂ©matique, ce deuxiĂšme article se concentre sur les motifs justificatifs de comportements en principe illicites dâentreprises jouissant dâune position dominante.
Patrick L. Krauskopf / Oliver Kaufmann | 2013 Ausgabe 9
In Bezug auf die sachliche ZustĂ€ndigkeit des Bundespatentgerichts unterscheidet das Patentgerichtsgesetz zwischen einem ausschliesslichen und einem nicht-ausschliesslichen ZustĂ€ndigkeitsbereich. In den nichtausschliesslichen ZustĂ€ndigkeitsbereich fallen namentlich Zivilklagen, welche lediglich in einem Zusammenhang mit Patenten stehen, so beispielsweise Klagen auf Bezahlung von PatentlizenzgebĂŒhren. FĂŒr kĂŒnftige Streitparteien kann es aus verschiedenen GrĂŒnden interessant sein, bereits vorprozessual die alleinige sachliche ZustĂ€ndigkeit des Bundespatentgerichts zu vereinbaren und das konkurrierend zustĂ€ndige kantonale Gericht zu derogieren. Dieser Beitrag untersucht ZulĂ€ssigkeit und Wirkung einer entsprechenden Prorogation sowie weiterer vorprozessualer Abreden zum Verfahren vor dem Bundespatentgericht, so namentlich betreffend den Gebrauch der englischen Sprache oder den konkreten Tagungsort des Bundespatentgerichts.
Concernant la compĂ©tence matĂ©rielle du Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets, la loi sur le Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets distingue entre la compĂ©tence exclusive et la compĂ©tence non exclusive. Tombent sous le coup de cette derniĂšre les actions civiles qui ne concernent pas directement les brevets, comme les actions en paiement de redevances de licences rĂ©sultant de brevets. Pour diverses raisons, il peut sâavĂ©rer intĂ©ressant pour les parties Ă un futur litige de dĂ©roger Ă la compĂ©tence concurrente du tribunal cantonal en concluant prĂ©alablement Ă la procĂ©dure une convention instituant la compĂ©tence matĂ©rielle unique du Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets. La contribution ci-dessous examine lâadmissibilitĂ© et lâeffet dâune telle prorogation ainsi que dâautres conventions prĂ©cĂ©dant la procĂ©dure devant le Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets, comme lâutilisation de la langue anglaise ou le lieu dâaudience du Tribunal.
Philipp Groz / Annatina Menn | 2013 Ausgabe 7-8
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