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Berichte / Rapports

Seit dem 3. Juli 2013 ist auf der IGE-Homepage die neue elektronische PrĂŒfungshilfe aufgeschaltet (vgl. https://ph.ige.ch). Dabei handelt es sich um eine Datenbank des Instituts mit ĂŒber 500 EintrĂ€gen. Sie löst die bisherige Datenbank «PrĂŒfungspraxis» ab und enthĂ€lt zudem Entscheide des Instituts zu Markeneintragungsgesuchen. Damit dient sie Ă€hnlich wie die Klassifikationshilfe (vgl. https://wdl.ige.ch) der Vorhersehbarkeit der Entscheide sowie einer einheitlichen Praxis.

sic! 2013 Ausgabe 9



Switzerland notified that it has opted to reject the criterion of first fixation in accordance with Art. 5 para. 3 and will apply the criterion of first publication.

Report of Swiss Group | sic! 2013 Ausgabe 9



Several forms of Relief (Additional Relief) other than injunctions or damages are available under Swiss civil law, among others (i) declaratory relief, (ii) delivery up/destruction, (iii) destruction of manufacturing means (iv) rectification by judgment, (v) corrective advertising, (vi) publication of judgment, (vii) order to provide information, (viii) account of profits as well as (ix) reasonable royalty and (x) reparation.

Report of Swiss Group | sic! 2013 Ausgabe 9



Fernsehprogramme werden seit LĂ€ngerem nicht mehr nur ĂŒber Antenne, Kabel und Satellit verbreitet, sondern in stetig zunehmendem Umfang auch via Internet. Mit dieser Rechtstatsache wurde jĂŒngst auch der EuGH konfrontiert. Antwortend auf die Vorlagefragen eines englischen Gerichts hĂ€lt er in vorliegendem Urteil fest, dass die öffentliche Wiedergabe nach Art. 3 Abs. 1 Info-RL auch das Livestreaming von Fernsehprogrammen ĂŒber das Internet erfasst. Dieses Verdikt ist als solches freilich wenig ĂŒberraschend, bietet aber Gelegenheit, um auf die zwischen dem schweizerischen und dem europĂ€ischen Urheberrecht bestehenden Unterschiede in der Ausgestaltung der urheberrechtlichen Erfassung des Livestreamings hinzuweisen.

Fabian Wigger / Martin Korrodi | sic! 2013 Ausgabe 7-8



L’arrĂȘt traite de la portĂ©e du droit prioritaire du titulaire d’une marque antĂ©rieure Ă  enregistrer un domaine de premier niveau .eu dans le cadre de l’ouverture Ă  l’enregistrement de ce domaine de premier niveau par Ă©tapes (art. 12 § 2 du rĂšglement (CE) n° 874/2004). La Cour se penche sur la question de l’octroi de ce droit prioritaire non seulement au titulaire d’une marque antĂ©rieure, mais Ă©galement Ă  ses licenciĂ©s. Elle dĂ©finit la notion de contrat de licence au regard des obligations caractĂ©ristiques des preneurs et donneurs de licence. Cela l’amĂšne Ă  ne pas admettre se trouver en prĂ©sence d’un contrat de licence et d’un licenciĂ© dans le cas d’espĂšce, le dĂ©posant ayant Ă©tĂ© autorisĂ© par le titulaire de la marque Ă  enregistrer Ă  titre fiduciaire un nom de domaine .eu identique ou similaire Ă  sa marque, mais pas Ă  utiliser cette derniĂšre en tant que marque.

Nathalie Tissot | sic! 2013 Ausgabe 7-8







Die rechtsvergleichende Erarbeitung von aktuellen immaterialgĂŒterrechtlichen Fragen ist eine der Kernkompetenzen der AIPPI: Jedes Jahr bereiten die nationalen Gruppen von AIPPI Berichte zu aktuellen Themen vor, den sog. Questions oder kurz Qs, welche dann auf internationaler Ebene diskutiert werden und Eingang in die Resolutionen von AIPPI International finden. Die Resolutionen, kurz Rs, werden anlĂ€sslich des jĂ€hrlichen Treffens der nationalen Gruppen verabschiedet und hatten bzw. haben in zahlreichen LĂ€ndern Einfluss auf die Weiterentwicklung und internationale Harmonisierung des Rechts des geistigen Eigentums. Alle Berichte und Resolutionen sind auf www.aippi.org (unter Questions/Committees sowie Resolutions) verfĂŒgbar.

sic! 2013 Ausgabe 7-8



Yes, for Swiss national patents (Article 7b Swiss Patent Act) as well as for European patents (Article 55 EPC).

Pursuant to a treaty between Switzerland and the Principality of Liechtenstein, the two countries form a single patent territory with the Swiss Patent Act as the governing substantive law. The following analysis is, therefore, also valid with respect to Liechtenstein.

Report of Swiss Group | sic! 2013 Ausgabe 7-8



Swiss law knows (a) famous trademarks pursuant to art. 15 of the Swiss Trademarks Act (TMA), (“berĂŒhmte Marken”, “marques de haute renommĂ©e”, “marchi famosi”), (b) well-known marks (i.e., notorious marks pursuant to art. 6bis of the Paris Convention (PC), (“notorisch bekannte Marken”, “marques notoirement connues”, “marchi notoriamente conosciuti”) and (c) reputed marks (“bekannte Marken”, “marques connues”, “marchi conosciuti”). The type “reputed marks” is not specifically mentioned by the law but accepted by courts and scholars.

Report of Swiss Group | sic! 2013 Ausgabe 7-8



Le jugement rendu le 1er avril 2013 par la Cour suprĂȘme de l’Inde dans l’affaire Novartis/Gleevec a eu un important retentissement. Il a Ă©tĂ© saluĂ© par les uns, critiquĂ© par les autres. Les premiers y voient une victoire pour les droits de l’homme en gĂ©nĂ©ral et les droits des patients en particulier, pour les pays en voie de dĂ©veloppement, pour l’industrie des gĂ©nĂ©riques et pour l’économie indienne. Les autres, surtout l’industrie pharmaceutique, y voient un danger pour le progrĂšs de la recherche, pour l’investissement novateur en Inde, et Ă  plus long terme pour les patients Ă  travers le monde. Les perspectives des uns et des autres sont largement irrĂ©conciliables. Cependant, quelle que soit leur validitĂ©, les points de vue exprimĂ©s donnent une image faussĂ©e de l’arrĂȘt indien; tout au plus ses partisans et ses dĂ©tracteurs ont-ils visĂ© ses implications. Il vaut dĂšs lors la peine de se pencher sur son objet.

Valérie Junod | sic! 2013 Ausgabe 6



Die Winterveranstaltung des INGRES zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union fand unter der Leitung von RA Dr. Michael Ritscher und der Organisation von RA Dr. Christoph Gasser im ZĂŒrichberg Sorell Hotel in ZĂŒrich statt. Das aus den vergangenen Veranstaltungen bekannte Format hat sich bewĂ€hrt und wurde auch in diesem Jahr beibehalten. Der Vormittag war somit dem Patentrecht gewidmet, wĂ€hrend die ĂŒbrigen ImmaterialgĂŒterrechte einschliesslich Wettbewerbsrecht am Nachmittag besprochen wurden.

Agnieszka Taberska | sic! 2013 Ausgabe 6



Im Rahmen seiner zwölften Urheberrechtstagung ging das Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht SFâ€ąêŸ»Æ§ der Frage nach, ob und gegebenenfalls mit welcher Konsistenz der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) die UntĂ€tigkeit des europĂ€ischen Gesetzgebers in Bezug auf die Modernisierung des EU-SekundĂ€rrechts im Bereich des harmonisierten Urheberrechts mittels rechtsfortbildender Rechtsprechung zu kompensieren vermag. Ausgehend von thematischen Gruppen analysierten die Fachreferenten, was die Kernaussagen der bislang ergangenen Rechtsprechung des EuGH sind, ob diesbezĂŒglich Divergenzen zur Rechtslage in der Schweiz bestehen und gegebenenfalls welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Die jeweiligen Themenblöcke wurden durch Publikumsdiskussionen unter der FĂŒhrung des Tagungsleiters, Prof. Dr. Reto M. Hilty, Ordinarius an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Direktor am Max-Plank-Institut fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht in MĂŒnchen, abgerundet.

Corinne Taufer-Laffer | sic! 2013 Ausgabe 6



Mit dem Urteil vom 25. Oktober 2012, C-553/11, «Proti» hat der Gerichtshof der EuropÀischen Union (EuGH) entschieden, dass der Nachweis der Benutzung (in der Terminologie des Schweizer Markenschutzgesetzes: des Gebrauchs) grundsÀtzlich auch durch den Nachweis der Benutzung einer anderen Marke erfolgen kann. Vorausgesetzt wird dabei, dass die entsprechenden Abweichungen keinen Einfluss auf die Unterscheidungskraft der Marke haben. Vorliegend wurde die Benutzung der Wortmarke «Proti» durch den Nachweis des (unstreitigen) Gebrauchs der Marken «Protiplus» oder «Proti Power» als zulÀssig beurteilt.

Stefan BĂŒrge | sic! 2013 Ausgabe 5





Die bereits traditionelle alljĂ€hrliche Veranstaltung des INGRES zu immaterialgĂŒterrechtsspezifischen Themen des Prozessrechts fand dieses Mal im neuen GebĂ€ude des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen statt und erfreute sich wiederum ausgesprochen regen Zulaufs. Nebst dem INGRES fungierten der Schweizer Verband der Richter in Handelssachen (SVRH) und das Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SF‱FS) als Veranstalter, wobei sich Dr. Michael Ritscher fĂŒr die Konzeption und Leitung und Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation der Veranstaltung verantwortlich zeichneten. Ritscher wĂŒrdigte in seiner BegrĂŒssung den Umstand, dass vielleicht zum ersten Mal die fĂŒr das ImmaterialgĂŒterrecht in der Schweiz wichtigsten Gerichte vertreten und alle Referenten Berufsrichter sind. Die Richter des gastgebenden Bundesverwaltungsgerichts eröffneten die Vortragsreihe.

Mario J. Minder | sic! 2013 Ausgabe 4





Die letzte UWG-Revision hat unter anderen TatbestÀnden eine Bestimmung zum Sterneintrag hervorgebracht (Art. 3 Abs. 1 lit. u UWG). Dieser neue Untertatbestand lÀsst allerdings viele Fragen offen. Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) sah sich daher veranlasst, diesen Tatbestand hinsichtlich verschiedener Punkte auszulegen.

Mischa Senn | sic! 2013 Ausgabe 4



Am 25. Oktober 2012 haben das EuropĂ€ische Parlament und der Rat eine «Richtlinie ĂŒber bestimmte zulĂ€ssige Formen der Nutzung verwaister Werke» erlassen. Sie will einen Rechtsrahmen schaffen, welcher die Digitalisierung und europaweite Verbreitung von urheberrechtlich geschĂŒtzten Werken ermöglicht, bei welchen die Berechtigten unbekannt oder nicht auffindbar sind. Angestrebt ist der Aufbau einer europaweiten Datenbank, in welcher alle als verwaist erkannten Werke und Tonaufzeichnungen registriert sind.

Willi Egloff | sic! 2013 Ausgabe 3



Mit dem Urteil C-98/11 P – «Schokoladehase» vom 24. Mai 2012 hat der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) (erneut) bestĂ€tigt, dass nationale Markenregistrierungen mit Blick auf die Eintragung einer Gemeinschaftsmarke zwar berĂŒcksichtigt werden können, das HABM bei seiner PrĂŒfung durch die von den zustĂ€ndigen nationalen Behörden formulierten Anforderungen und vorgenommenen Beurteilungen jedoch nicht eingeschrĂ€nkt werde. Nach Ansicht des EuGH ginge es bezĂŒglich der durch Benutzung erworbenen Unterscheidungskraft zu weit, einen Nachweis fĂŒr jeden Mitgliedstaat zu verlangen. Hingegen sei ein quantitativ hinreichender Nachweis zu erbringen. Im konkreten Fall wurde der Nachweis anhand von drei Mitgliedstaaten als bereits quantitativ nicht hinreichend erachtet, so dass auf eine weitere PrĂŒfung verzichtet wurde. Der anwendbare Massstab blieb damit unbestimmt.

Stefan BĂŒrge | sic! 2013 Ausgabe 3



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