Das vorliegende Urteil des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union (EuGH) stellt klar, dass Alleinvertriebsvereinbarungen Dritte nicht automatisch binden. Eine wirksame BeschrĂ€nkung aktiver VerkĂ€ufe in ein exklusiv zugewiesenes Gebiet setzt voraus, dass der Anbieter seine Abnehmer ausdrĂŒcklich oder stillschweigend zur Unterlassung verpflichtet und deren Zustimmung nachweisbar vorliegt. Damit werden die Anforderungen an die Wirksamkeit von Alleinvertriebsvereinbarungen und deren Drittbindung prĂ€zisiert.
Le prĂ©sent arrĂȘt de la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) prĂ©cise que les accords de distribution exclusive ne lient pas automatiquement les tiers. Une restriction effective des ventes actives dans un territoire attribuĂ© en exclusivitĂ© suppose que le fournisseur oblige expressĂ©ment ou tacitement ses clients Ă sâabstenir de telles ventes et quâil a obtenu, de maniĂšre dĂ©montrable, leur consentement. Cet arrĂȘt prĂ©cise ainsi les exigences relatives Ă lâefficacitĂ© des accords de distribution exclusive et Ă leur caractĂšre contraignant pour les tiers.
Cedric Cucinelli | 2026 Ausgabe 1
Members of the working group: Ana Andrijevic, Boris Catzeflis, Luca Dal Molin, Tania Germond, Markus Kaiser, Sébastien Ragot, Fabian Wigger and Raphael Zingg.
Am 1. Juli 2025 versammelten sich im Lake Side in ZĂŒrich rund 200 Fachpersonen aus Wissenschaft, Justiz, Verwaltung, Industrie und Anwaltschaft. Diese Veranstaltung, die traditionsgemĂ€ss im Anschluss an die Mitgliederversammlung stattfand, wurde erneut von Michael Ritscher konzipiert und geleitet und von Christoph Gasser organisiert. In bewĂ€hrtem Rahmen bot die Tagung eine Plattform fĂŒr den Austausch ĂŒber aktuelle Entwicklungen und praxisrelevante Fragen des schweizerischen ImmaterialgĂŒterrechts. Abgerundet wurde der Anlass durch einen geselligen ApĂ©ro an Bord eines Schiffs der ZĂŒrichsee-Flotte.
Le 41 juillet 2025, environs 200 experts issus des milieux scientifiques, judiciaires, administratifs, industriels et juridiques se sont rĂ©unis au Lake Side Ă Zurich. Cet Ă©vĂ©nement, qui se tient traditionnellement Ă lâissue de lâassemblĂ©e gĂ©nĂ©rale, a Ă©tĂ© conçu et dirigĂ© par Michael Ritscher et organisĂ© par Christoph Gasser. Dans un cadre Ă©prouvĂ©, la confĂ©rence a offert une plateforme dâĂ©change sur les dĂ©veloppements actuels et les questions pratiques du droit suisse de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. LâĂ©vĂ©nement sâest terminĂ© par un apĂ©ritif convivial Ă bord dâun bateau de la flotte du lac de Zurich.
Mit dem Urteil BSH gegen Electrolux stĂ€rkt der Gerichtshof die ZustĂ€ndigkeit des Wohnsitzgerichts des Beklagten in grenzĂŒberschreitenden Patentverletzungsverfahren, selbst wenn der fehlende Rechtsbestand des Klagepatents einredeweise geltend gemacht wird. Die Entscheidung und deren Differenzierung zwischen Mitgliedstaats- und Drittstaatspatenten werden in diesem Aufsatz kommentiert (Kapitel I). Die gerichtliche Umsetzung dieser Rechtsprechung wird anhand eines Urteils der Lokalkammer Paris des Einheitlichen Patentgerichts veranschaulicht, in dem sowohl die Verletzung eines Einheitspatents als auch der schweizerischen, britischen und tĂŒrkischen Teile eines europĂ€ischen Patents verfolgt wurden (Kapitel II). Abschliessend wird ein Schweizer Akzent gesetzt und die ZustĂ€ndigkeit des schweizerischen Bundespatengerichts fĂŒr auslĂ€ndische Patente dargestellt (Kapitel III).
Avec lâarrĂȘt BSH contre Electrolux, la Cour de justice renforce la compĂ©tence du tribunal du domicile du dĂ©fendeur dans les procĂ©dures transfrontaliĂšres en contrefaçon de brevet, mĂȘme lorsque lâabsence de validitĂ© du brevet invoquĂ© est soulevĂ©e par voie dâexception. Le prĂ©sent article commente la dĂ©cision et la distinction quâelle opĂšre entre les brevets des Ătats membres et ceux des pays tiers (chapitre I). La mise en Ćuvre judiciaire de cette jurisprudence est illustrĂ©e par un arrĂȘt de la chambre locale de Paris de la juridiction unifiĂ©e du brevet, dans lequel ont Ă©tĂ© poursuivies Ă la fois la contrefaçon dâun brevet unitaire et celle des parties suisse, britannique et turque dâun brevet europĂ©en (chapitre II). Enfin, lâarticle met lâaccent sur la Suisse et prĂ©sente la compĂ©tence du Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets en matiĂšre de brevets Ă©trangers (chapitre III).
Jan Petrik / Raphael Zingg | 2025 Ausgabe 10
Die Schweiz verfĂŒgt ĂŒber ein umfassendes rechtliches System zur Zwangslizenzierung von Patenten. Nicht-exklusive Lizenzen können in FĂ€llen von öffentlichem Interesse, unzureichender Nutzung, abhĂ€ngigen Patenten, wettbewerbswidrigem Verhalten und dem Export von Arzneimitteln in LĂ€nder mit geringer ProduktionskapazitĂ€t erteilt werden. Die Lizenzen werden durch Gerichte vergeben und sind in Umfang, Dauer und Ăbertragbarkeit beschrĂ€nkt.
Obwohl das Gesetz umfangreich ist, werden Zwangslizenzen in der Praxis selten gewĂ€hrt. Die meisten AntrĂ€ge wurden abgelehnt, mit wenigen Ausnahmen. In der Regel ist der vorherige Versuch zur freiwilligen Lizenzverhandlung erforderlich â ausser in dringenden FĂ€llen öffentlicher Nutzung. Patentinhaber haben Anspruch auf rechtliches Gehör und angemessene VergĂŒtung, die individuell festgelegt wird.
Die Schweizer Gruppe hĂ€lt das geltende Recht fĂŒr ausreichend, empfiehlt jedoch Klarstellungen bezĂŒglich anhĂ€ngiger Patentanmeldungen und ergĂ€nzender Schutzzertifikate (SPCs). Sie spricht sich zudem fĂŒr eine internationale Harmonisierung aus, insbesondere im Kontext globaler Gesundheitskrisen wie COVID-19.
Insgesamt schafft das System ein Gleichgewicht zwischen öffentlichem Interesse und dem Schutz von Patentrechten, bleibt jedoch in der praktischen Anwendung begrenzt.
Members of the working group: Oliver Jeker (chair), Thomas Kretschmer, Lorena Piticco, Hugh Reeves, Julien Schirlin.
Members of the working group: Simona Baselgia, Niklas-Fenio Buck, Marco Handle, Myrtha Hurtado Rivas, Simone Huser, Muvehedin Memeti, Raphael Nusser, Rowan Siegenthaler, Fabienne ZenhÀusern.
Bei herrlichem Sommerwetter im traditionsreichen Zunfthaus zur Zimmerleuten eröffnete Dr. iur. Michael Ritscher die diesjĂ€hrige INGRES-Tagung und unterstrich die besondere Bedeutung des interdisziplinĂ€ren Austauschs, der diese Veranstaltung seit jeher prĂ€gt. Im Zentrum der Tagung stand die dogmatische und praktische Schnittstelle zwischen Zivil- und Strafrecht im Bereich des ImmaterialgĂŒterrechts. Ritscher hob hervor, dass der strafrechtliche Diskurs Teil eines umfassenderen juristischen Dialogs sei und regte dazu an, dort BrĂŒcken zu schlagen, wo zivilrechtliche AnsprĂŒche an ihre Grenzen stossen und strafrechtliche Sanktionen ergĂ€nzend in Betracht gezogen werden können. Das abwechslungsreiche Programm war gezielt darauf ausgerichtet, den Austausch zwischen Justiz, Anwaltschaft und Wirtschaft zu fördern. Renommierte Referierende, darunter Dr. iur. Christoph Gasser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von INGRES und ausgewiesener Praktiker im gewerblichen Rechtsschutz, sowie weitere Expertinnen und Experten ermöglichten eine fundierte Auseinandersetzung mit den relevanten Fragestellungen. Mit seinen einleitenden Worten gab Ritscher die Richtung fĂŒr eine ebenso praxisnahe wie theoretisch fundierte Tagung vor und lud dazu ein, die Veranstaltung als Plattform fĂŒr den vertieften fachlichen Dialog zu nutzen.
Câest par un magnifique temps dâĂ©tĂ©, dans le cadre traditionnel de la «Zunfthaus zur Zimmerleuten», que le docteur en droit Michael Ritscher a ouvert lâĂ©dition annuelle du congrĂšs INGRES et a soulignĂ© lâimportance particuliĂšre de lâĂ©change interdisciplinaire, qui caractĂ©rise depuis toujours cet Ă©vĂ©nement. Le congrĂšs avait pour thĂšme central lâinterface Ă la fois dogmatique et pratique entre le droit civil et le droit pĂ©nal dans le domaine de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. Ritscher a soulignĂ© que le discours du droit pĂ©nal faisait partie dâun dialogue juridique plus large et a incitĂ© Ă jeter des ponts lĂ oĂč les prĂ©tentions du droit civil atteignent leurs limites et oĂč les sanctions pĂ©nales peuvent ĂȘtre envisagĂ©es en complĂ©ment. Le programme variĂ© a Ă©tĂ© conçu de maniĂšre Ă favoriser les Ă©changes entre la justice, les avocats et lâĂ©conomie. Des intervenants renommĂ©s, dont le docteur en droit Christoph Gasser, directeur dâINGRES et praticien reconnu dans le domaine de la protection de la propriĂ©tĂ© industrielle, ainsi que dâautres experts ont permis dâaborder les questions pertinentes de maniĂšre approfondie. Avec ses mots dâintroduction, Ritscher a donnĂ© lâorientation dâun congrĂšs Ă la fois pratique et thĂ©oriquement fondĂ© et a invitĂ© Ă utiliser la manifestation comme plateforme pour un dialogue professionnel approfondi.
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 22. Januar 2025 (III. Kammer)
Die hohe RentabilitĂ€t des Handels mit gefĂ€lschten Waren und das geringe Risiko, entdeckt zu werden, fĂŒhren zu einem kontinuierlichen Anstieg des illegalen Handels im Internet weltweit. Die Durchsetzung von Markenrechten in einer global vernetzten und zunehmend digitalen Welt bringt erhebliche Schwierigkeiten mit sich. Gefragt sind Massnahmen, die nicht nur hohe Geldbussen und Strafen umfassen, sondern auch die verpflichtende Kooperation der relevanten Akteur:innen, die entschlossene und wirksame Durchsetzungsmassnahmen ergreifen. Die OECD plant daher Leitlinien zur BekĂ€mpfung des illegalen Handels mit gefĂ€lschten Produkten auf Online-MarktplĂ€tzen, die Strukturen und Standards schaffen sollen.
La forte rentabilitĂ© du commerce de marchandises contrefaites et le faible risque dâĂȘtre dĂ©couvert entraĂźnent une augmentation continue du commerce illĂ©gal sur Internet dans le monde entier. La mise en oeuvre des droits de marque dans un monde globalement interconnectĂ© et de plus en plus numĂ©rique entraĂźne des difficultĂ©s considĂ©rables. Les mesures requises ne se limitent pas Ă des amendes et des peines Ă©levĂ©es, mais doivent Ă©galement inclure une coopĂ©ration obligatoire des acteurs concernĂ©s, qui prennent des mesures dâapplication dĂ©terminĂ©es et efficaces. LâOCDE prĂ©voit donc des lignes directrices pour lutter contre le commerce illĂ©gal de produits contrefaits sur les places de marchĂ© en ligne, qui devraient crĂ©er des structures et des normes.
Im Vergleich zum Patent- oder Markenrecht ist das Verfahren im Designrecht international kaum harmonisiert. Dies soll sich mit dem neuen Designrechtsvertrag Ă€ndern, der anlĂ€sslich einer diplomatischen Konferenz der WIPO letztes Jahr verabschiedet wurde. Der Vertrag sieht einheitliche FormalitĂ€ten und Verfahren vor und will es so den Unternehmen einfacher machen, ihre Designs im In- und Ausland zu schĂŒtzen. So schreibt er mitunter vor, welche Angaben erforderlich sind bei einer Designanmeldung oder damit ein Hinterlegungsdatum vergeben wird. Er regelt den Publikationsaufschub, die Neuheitsschonfrist oder auch, welche Möglichkeiten bestehen, verpasste Fristen wiederherzustellen und dadurch ein Design vor dem Erlöschen zu bewahren.
Par rapport au droit des brevets ou Ă celui des marques, la procĂ©dure en droit des designs n’est guĂšre harmonisĂ©e au niveau international. Cela devrait changer avec le nouveau TraitĂ© sur le droit des dessins et modĂšles, adoptĂ© l’annĂ©e derniĂšre lors d’une confĂ©rence diplomatique de l’OMPI. Le nouveau traitĂ© prĂ©voit des dispositions uniformes liĂ©es aux formalitĂ©s et aux procĂ©dures afin de permettre aux entreprises de protĂ©ger leurs designs plus facilement, tant dans leur pays quâĂ l’Ă©tranger. Il liste par exemple les indications requises pour la demande dâenregistrement ou pour qu’une date de dĂ©pĂŽt soit attribuĂ©e. Il rĂ©glemente l’ajournement de la publication, le dĂ©lai de grĂące ou encore les mesures de sursis et de restauration en cas dâinobservation dâun dĂ©lai pour Ă©viter la perte des droits.
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Lara Dorigo (chair), Sven Bucher, Andrea Carreira, Theodore Choi, Philipp Groz, Adrienne Hennemann, Joseph Schmitz, Christine Schweikard, Zoltan Gyenge.
AprĂšs le week-end traditionnel dans la neige, de nombreux spĂ©cialistes venus de toute lâEurope ont participĂ© cette annĂ©e encore Ă la confĂ©rence conçue par Michael Ritscher et organisĂ©e par Christoph Gasser, dont le retentissement a dĂ©passĂ© les frontiĂšres de la Suisse. Lâaccent a Ă©tĂ© mis cette fois-ci sur la jurisprudence de la JUB et sur les droits Ă rĂ©paration financiĂšre pour les violations des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle selon le droit de lâUnion EuropĂ©enne et le droit suisse.
Fabienne Schluep / Diana Almeida | 2025 Ausgabe 9Les Archives dâhistoire contemporaine de lâEPF Zurich ont repris les documents historiques de lâASCPI, les ont prĂ©parĂ©s et les mettent dĂ©sormais Ă la disposition des chercheurs et du public intĂ©ressĂ©. MalgrĂ© une histoire mouvementĂ©e, les archives historiques de lâassociation, qui couvrent les annĂ©es 1888 Ă 2013, ont Ă©tĂ© en grande partie conservĂ©es dans leur intĂ©gralitĂ©.
Sonja Vogelsang | 2025 Ausgabe 9Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) setzte sich im vorliegenden Urteil mit der ZulĂ€ssigkeit sogenannter «Cheat-Bot»-Spielesoftware unter urheberrechtlichen Gesichtspunkten auseinander. Dabei steht insbesondere der Umstand im Vordergrund, dass eine solche nicht in den eigentlichen Programmcode der zweifellos geschĂŒtzten Spielesoftware eingreift, sondern nur in Programmdaten im Arbeitsspeicher des SpielgerĂ€ts. Der Entscheid festigt die bisherige Rechtsprechung und gibt klare Leitplanken fĂŒr die Praxis vor.
Dans cet arrĂȘt, la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) a examinĂ© lâadmissibilitĂ© des logiciels de jeu dits «cheat bot» du point de vue du droit dâauteur. Lâessentiel ici est quâun tel outil nâinterfĂšre pas avec le code de programme proprement dit du logiciel de jeu, qui est sans aucun doute protĂ©gĂ©, mais uniquement avec les donnĂ©es de programme dans la mĂ©moire vive de lâappareil de jeu. La dĂ©cision consolide la jurisprudence existante et fournit des lignes directrices claires pour la pratique.
Patrick R. Schutte | 2025 Ausgabe 7-8
La 21Ăšme Ă©dition du sĂ©minaire conjoint organisĂ© par lâIPI et le LES-CH sur les DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques sâest tenue Ă GenĂšve le 21 novembre 2024. Quatre prĂ©sentations ont rythmĂ© cet Ă©vĂ©nement, abordant des sujets variĂ©s: des complĂ©mentaritĂ©s entre le droit des marques et des designs dans lâhorlogerie Ă la jurisprudence de lâUnion europĂ©enne et celle du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral. Pour conclure, lâIPI a prĂ©sentĂ© les derniĂšres Ă©volutions de sa pratique. Ce compte-rendu synthĂ©tise les principaux points dĂ©veloppĂ©s lors des interventions.
Am 21. November 2024 fand in Genf die 21. Veranstaltung des vom IGE und dem LES-CH organisierten gemeinsamen Seminars ĂŒber die jĂŒngsten Entwicklungen im Markenrecht statt. Vier PrĂ€sentationen prĂ€gten den Rhythmus dieser Veranstaltung und behandelten verschiedene Themen: von den KomplementaritĂ€ten zwischen Marken- und Designrecht in der Uhrenindustrie bis hin zur Rechtsprechung der EuropĂ€ischen Union und des Bundesverwaltungsgerichts. Zum Abschluss stellte das IGE die neuesten Entwicklungen in seiner Praxis vor. Dieser Bericht fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die in den VortrĂ€gen entwickelt wurden.
Das schweizerische Urheberrecht befindet sich seit LĂ€ngerem in einer Art permanentem Revisionszustand, zentraler Treiber ist die Digitalisierung, namentlich die Entwicklungen im Bereich der generativen «KĂŒnstlichen Intelligenz» (KI). Unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Florent Thouvenin (UniversitĂ€t ZĂŒrich) und Prof. Dr. Cyrill Rigamonti (UniversitĂ€t Bern) wurde daher an der diesjĂ€hrigen Urheberrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SFâąFS) nicht nur diskutiert, wie auf die neusten Herausforderungen zu reagieren ist, sondern auch, ob die jĂŒngste Teilrevision die gesetzgeberischen Ziele erreichen und die Erwartungen der Betroffenen erfĂŒllen konnte. In der ersten HĂ€lfte der Veranstaltung wurde ein allgemeines Update ĂŒber die relevanten Entwicklungen in der Schweiz und in der EU vermittelt und im Besonderen die Auswirkungen der EinfĂŒhrung des Schutzes nicht-individueller Fotografien, der erweiterten Kollektivlizenz (EKL) sowie der Bestimmung ĂŒber die Providerhaftung auf die RechtsrealitĂ€t diskutiert. Im zweiten Teil wurde der Fokus auf die Entwicklungen im Bereich der generativen KI, namentlich auf die sog. «Retrieval Augmented Generation» (RAG) und ihre rechtliche Beurteilung gelegt. Geschlossen wurde die Vortragsrunde mit einem Ausblick auf die bereits bevorstehende nĂ€chste Revision.
Le droit dâauteur se trouve depuis longtemps dans une sorte dâĂ©tat de rĂ©vision permanent, le moteur central Ă©tant la numĂ©risation, notamment les dĂ©veloppements dans le domaine de lâ«intelligence artificielle» (IA) gĂ©nĂ©rative. Sous la direction conjointe des professeurs Florent Thouvenin (UniversitĂ© de Zurich) et Cyrill Rigamonti (UniversitĂ© de Berne), le congrĂšs sur le droit dâauteur organisĂ© par le Forum Suisse pour le Droit de la Communication (SFâąFS) sâest donc penchĂ© non seulement sur la maniĂšre de rĂ©agir aux nouveaux dĂ©fis, mais aussi sur la question de savoir si la derniĂšre rĂ©vision partielle a atteint les objectifs lĂ©gislatifs et rĂ©pondu aux attentes des personnes concernĂ©es. La premiĂšre moitiĂ© de la manifestation a Ă©tĂ© consacrĂ©e Ă une mise Ă jour gĂ©nĂ©rale des dĂ©veloppements pertinents en Suisse et dans lâUE, et plus particuliĂšrement Ă lâimpact sur la rĂ©alitĂ© juridique de lâintroduction de la protection des photographies dĂ©pourvues de caractĂšre individuel, de la licence collective Ă©tendue (LCE) et de la disposition relative Ă la responsabilitĂ© de services dâhĂ©bergement Internet. Dans la deuxiĂšme partie, lâaccent a Ă©tĂ© mis sur les dĂ©veloppements dans le domaine de lâIA gĂ©nĂ©rative, notamment sur la «Retrieval Augmented Generation» (RAG) et son Ă©valuation juridique. La sĂ©rie de prĂ©sentations sâest conclue par un aperçu de la prochaine rĂ©vision dĂ©jĂ imminente.
Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) setzte sich im vorliegenden Urteil mit der ZulĂ€ssigkeit sogenannter «Cheat-Bot»-Spielesoftware unter urheberrechtlichen Gesichtspunkten auseinander. Dabei steht insbesondere der Umstand im Vordergrund, dass eine solche nicht in den eigentlichen Programmcode der zweifellos geschĂŒtzten Spielesoftware eingreift, sondern nur in Programmdaten im Arbeitsspeicher des SpielgerĂ€ts. Der Entscheid festigt die bisherige Rechtsprechung und gibt klare Leitplanken fĂŒr die Praxis vor.
Dans cet arrĂȘt, la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) a examinĂ© lâadmissibilitĂ© des logiciels de jeu dits «cheat bot» du point de vue du droit dâauteur. Lâessentiel ici est quâun tel outil nâinterfĂšre pas avec le code de programme proprement dit du logiciel de jeu, qui est sans aucun doute protĂ©gĂ©, mais uniquement avec les donnĂ©es de programme dans la mĂ©moire vive de lâappareil de jeu. La dĂ©cision consolide la jurisprudence existante et fournit des lignes directrices claires pour la pratique.
Patrick R. Schutte | 2025 Ausgabe 7-8
La 21Ăšme Ă©dition du sĂ©minaire conjoint organisĂ© par lâIPI et le LES-CH sur les DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques sâest tenue Ă GenĂšve le 21 novembre 2024. Quatre prĂ©sentations ont rythmĂ© cet Ă©vĂ©nement, abordant des sujets variĂ©s: des complĂ©mentaritĂ©s entre le droit des marques et des designs dans lâhorlogerie Ă la jurisprudence de lâUnion europĂ©enne et celle du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral. Pour conclure, lâIPI a prĂ©sentĂ© les derniĂšres Ă©volutions de sa pratique. Ce compte-rendu synthĂ©tise les principaux points dĂ©veloppĂ©s lors des interventions.
Am 21. November 2024 fand in Genf die 21. Veranstaltung des vom IGE und dem LES-CH organisierten gemeinsamen Seminars ĂŒber die jĂŒngsten Entwicklungen im Markenrecht statt. Vier PrĂ€sentationen prĂ€gten den Rhythmus dieser Veranstaltung und behandelten verschiedene Themen: von den KomplementaritĂ€ten zwischen Marken- und Designrecht in der Uhrenindustrie bis hin zur Rechtsprechung der EuropĂ€ischen Union und des Bundesverwaltungsgerichts. Zum Abschluss stellte das IGE die neuesten Entwicklungen in seiner Praxis vor. Dieser Bericht fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die in den VortrĂ€gen entwickelt wurden.
Ella Meyer | 2025 Ausgabe 7-8
Das schweizerische Urheberrecht befindet sich seit LĂ€ngerem in einer Art permanentem Revisionszustand, zentraler Treiber ist die Digitalisierung, namentlich die Entwicklungen im Bereich der generativen «KĂŒnstlichen Intelligenz» (KI). Unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dr. Florent Thouvenin (UniversitĂ€t ZĂŒrich) und Prof. Dr. Cyrill Rigamonti (UniversitĂ€t Bern) wurde daher an der diesjĂ€hrigen Urheberrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SFâąFS) nicht nur diskutiert, wie auf die neusten Herausforderungen zu reagieren ist, sondern auch, ob die jĂŒngste Teilrevision die gesetzgeberischen Ziele erreichen und die Erwartungen der Betroffenen erfĂŒllen konnte. In der ersten HĂ€lfte der Veranstaltung wurde ein allgemeines Update ĂŒber die relevanten Entwicklungen in der Schweiz und in der EU vermittelt und im Besonderen die Auswirkungen der EinfĂŒhrung des Schutzes nicht-individueller Fotografien, der erweiterten Kollektivlizenz (EKL) sowie der Bestimmung ĂŒber die Providerhaftung auf die RechtsrealitĂ€t diskutiert. Im zweiten Teil wurde der Fokus auf die Entwicklungen im Bereich der generativen KI, namentlich auf die sog. «Retrieval Augmented Generation» (RAG) und ihre rechtliche Beurteilung gelegt. Geschlossen wurde die Vortragsrunde mit einem Ausblick auf die bereits bevorstehende nĂ€chste Revision.
Le droit dâauteur se trouve depuis longtemps dans une sorte dâĂ©tat de rĂ©vision permanent, le moteur central Ă©tant la numĂ©risation, notamment les dĂ©veloppements dans le domaine de lâ«intelligence artificielle» (IA) gĂ©nĂ©rative. Sous la direction conjointe des professeurs Florent Thouvenin (UniversitĂ© de Zurich) et Cyrill Rigamonti (UniversitĂ© de Berne), le congrĂšs sur le droit dâauteur organisĂ© par le Forum Suisse pour le Droit de la Communication (SFâąFS) sâest donc penchĂ© non seulement sur la maniĂšre de rĂ©agir aux nouveaux dĂ©fis, mais aussi sur la question de savoir si la derniĂšre rĂ©vision partielle a atteint les objectifs lĂ©gislatifs et rĂ©pondu aux attentes des personnes concernĂ©es. La premiĂšre moitiĂ© de la manifestation a Ă©tĂ© consacrĂ©e Ă une mise Ă jour gĂ©nĂ©rale des dĂ©veloppements pertinents en Suisse et dans lâUE, et plus particuliĂšrement Ă lâimpact sur la rĂ©alitĂ© juridique de lâintroduction de la protection des photographies dĂ©pourvues de caractĂšre individuel, de la licence collective Ă©tendue (LCE) et de la disposition relative Ă la responsabilitĂ© de services dâhĂ©bergement Internet. Dans la deuxiĂšme partie, lâaccent a Ă©tĂ© mis sur les dĂ©veloppements dans le domaine de lâIA gĂ©nĂ©rative, notamment sur la «Retrieval Augmented Generation» (RAG) et son Ă©valuation juridique. La sĂ©rie de prĂ©sentations sâest conclue par un aperçu de la prochaine rĂ©vision dĂ©jĂ imminente.
Viviane Ammann / Lena HĂ€nni | 2025 Ausgabe 7-8
Federated Machine Learning erlaubt es, Erkenntnisse aus dezentral gehaltenen DatenbestĂ€nden zu gewinnen. Im Bereich der Life Sciences gibt es dafĂŒr zahlreiche potenzielle Anwendungsfelder, wie z.B. bei RĂŒckenmarksverletzungen oder der Strahlentherapie. Eine interdisziplinĂ€re Veranstaltung hat die Potenziale dieser Technologie aufgezeigt, dabei aber auch festgestellt, dass noch praktische und rechtliche HĂŒrden bestehen.
Le Federated Machine Learning permet dâobtenir des informations Ă partir de bases de donnĂ©es dĂ©centralisĂ©es. Il existe de nombreux champs dâapplication potentiels dans le domaine des sciences de la vie, comme par exempleles lĂ©sions de la moelle Ă©piniĂšre ou la radiothĂ©rapie. Une confĂ©rence interdisciplinaire a mis en Ă©vidence le potentiel de cette technologie, tout en constatant quâil existe encore des obstacles pratiques et juridiques.
Das EU-Designrechtspaket wurde am 18. November 2024 veröffentlicht und besteht aus einer neu gefassten Design-Richtlinie sowie der ĂŒberarbeiteten Unionsgeschmacksmusterverordnung, die am 1. Mai 2025 in Kraft getreten ist. Die EuropĂ€ische Kommission verfolgte damit das Ziel, das bestehende Schutzsystem zu modernisieren. Neben der Erweiterung des Schutzgegenstands durch die neue Definition des Design- und Erzeugnisbegriffs, die es neuerdings ermöglicht, Bewegungen und Animationen als Design anzumelden, wurden auch neue Schutzschranken eingefĂŒhrt. Besonders die neue Reparaturklausel dĂŒrfte zu einer Liberalisierung des Ersatzteilmarktes im Automobilbereich fĂŒhren. Formelle Anpassungen betreffen unter anderem die Möglichkeit von breiten Sammelanmeldungen, unabhĂ€ngig von der Einordnung der Erzeugnisse in die Locarno-Klassifikation, sowie die Vereinfachung der GebĂŒhrenstruktur. Erstmals gesetzlich vorgesehen ist auch die Kennzeichnungsmöglichkeit von Designs mit einem Eintragungssymbol.
Le paquet lĂ©gislatif de lâUE sur les dessins ou modĂšles a Ă©tĂ© publiĂ© le 18 novembre 2024. Il comprend une nouvelle version de la directive sur les dessins ou modĂšles ainsi quâune version rĂ©visĂ©e du rĂšglement sur les dessins ou modĂšles communautaires, qui est entrĂ©e en vigeur le 1er mai 2025. La Commission europĂ©enne a ainsi cherchĂ© Ă moderniser le systĂšme de protection existant. Outre lâĂ©largissement de lâobjet de la protection par la nouvelle dĂ©finition des concepts de dessin et de modĂšle, qui permet dĂ©sormais de dĂ©poser des mouvements et des animations en tant que dessin ou modĂšle, de nouvelles restrictions Ă la protection ont Ă©galement Ă©tĂ© introduites. La nouvelle clause de rĂ©paration devrait notamment conduire Ă une libĂ©ralisation du marchĂ© des piĂšces dĂ©tachĂ©es dans le secteur automobile. Les adaptations formelles concernent notamment la possibilitĂ© de demandes groupĂ©es plus larges, indĂ©pendamment de la classification des produits dans la classification de Locarno, ainsi que la simplification de la structure des taxes. La possibilitĂ© dâidentifier les dessins ou modĂšles par un symbole dâenregistrement est Ă©galement prĂ©vue pour la premiĂšre fois par la loi.
Stefan J. Schröter | 2025 Ausgabe 6
Der Entscheidung des EuGH vom 24. Oktober 2024 (Rs. C-227/23) liegt ein Vorabentscheidungsersuchen des höchsten niederlĂ€ndischen Gerichtshofs, des «Hoge Raad der Nederlanden» zugrunde. Kern des Rechtsstreits ist der Designerstuhl «Dining Sidechair Wood», der von dem berĂŒhmten US-amerikanischen Designerehepaar Charles und Ray Eames entworfen wurde und von dem schweizerischen Unternehmen «Vitra» vermarktet wird. Vitra ist auch Inhaberin von Rechten des geistigen Eigentums an diesen StĂŒhlen. Durch den Vertrieb des dem «Dining Sidechair Wood» sehr Ă€hnlich sehenden «Paris-Stuhl» durch das Unternehmen «Kwantum», das in den Niederlanden und in Belgien eine Kette von GeschĂ€ften fĂŒr InneneinrichtungsgegenstĂ€nden betreibt, sah Vitra diese Urheberrechte verletzt. Mit insgesamt fĂŒnf Vorlagefragen hat der «Hoge Raad der Nederlanden» den EuGH angerufen. Es ging dabei im Grundsatz darum, zu klĂ€ren, ob Werke der angewandten Kunst, deren Ursprungsland ein Drittstaat oder deren Urheber ein Drittstaatangehöriger ist, in der EU genauso geschĂŒtzt sind wie Werke aus der Union.
Der EuGH hat hier entschieden, dass es einen Verstoss gegen Unionsrecht darstellen wĂŒrde, wenn ein EU-Mitgliedstaat unter Bezugnahme auf Art. 2 Abs. 7 RBĂ einem Werk der angewandten Kunst mit Ursprung in einem Nicht-EU-Staat den urheberrechtlichen Schutz verweigert. ErfĂŒllt ein Gegenstand der angewandten Kunst also die Voraussetzungen fĂŒr das Vorliegen eines «Werks» im Sinne der Richtlinie 2001/29/EG, unterfĂ€llt er als Werk dem urheberrechtlichen Schutz dieser Richtlinie, auch dann, wenn dem Gegenstand in seinem ausserhalb der EU liegenden Ursprungsland lediglich ein Schutz als Muster oder Modell gewĂ€hrt wird. Hier zeigen sich auch die praktischen Folgen der bisherigen EuGH-Rechtsprechung zum einheitlichen Werkbegriff fĂŒr GegenstĂ€nde der angewandten Kunst. Sollte es durch die zukĂŒnftige EuGH-Rechtsprechung zu einer signifikanten Absenkung der Schwelle des urheberrechtlichen Schutzes kommen, wirkt sich dies nach dem aktuellen Urteil nicht mehr nur allein auf Werke mit Ursprung in der EU aus. Das Gericht hat insgesamt ein klares Bekenntnis zum InlĂ€ndergrundsatz getroffen. Konsequenz des Urteils ist auch, dass der EuGH der Anwendbarkeit des Grundsatzes der materiellen Gegenseitigkeit des Art. 2 Abs. 7 Satz 2 RBĂ eine |«klare Absage» erteilt hat. Da einige nationale Gerichte in ihren Entscheidungen in der Vergangenheit von einer unmittelbaren Anwendbarkeit des Art. 2 Abs. 7 RBĂ ausgegangen sind, betrifft das Urteil in diesen FĂ€llen durchaus das jeweilige nationale Recht.
In diesem Bericht werden das Urteil sowie der dem Rechtsstreit zugrunde liegende Sachverhalt und die Prozessgeschichte skizziert, bevor auf die WĂŒrdigung der fĂŒnf Vorlagefragen durch den EuGH eingegangen wird. Der Darstellung der Beantwortung der einzelnen Vorlagefragen durch den EuGH geht jeweils ein kurzer Ăberblick ĂŒber die fĂŒr die Antwort relevanten Rechtsgrundlagen voraus. Der Bericht schliesst mit einer kritischen Einordnung des Urteils.
La dĂ©cision de la CJUE du 24 octobre 2024 (affaire C-227/23) repose sur une demande de dĂ©cision prĂ©judicielle de la plus haute juridiction nĂ©erlandaise, le «Hoge Raad der Nederlanden». Le cĆur du litige est la chaise design «Dining Sidechair Wood», conçue par le cĂ©lĂšbre couple de designers amĂ©ricains Charles et Ray Eames et commercialisĂ©e par lâentreprise suisse Vitra. Vitra est Ă©galement titulaire des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle sur ces chaises. Vitra a estimĂ© que la commercialisation de la «chaise Paris», qui ressemble beaucoup Ă la «Dining Sidechair Wood», par lâentreprise Kwantum, qui exploite aux Pays-Bas et en Belgique une chaĂźne de magasins dâarticles de dĂ©coration intĂ©rieure, portait atteinte Ă ses droits dâauteur. Le «Hoge Raad der Nederlanden» a saisi la CJUE par cinq questions prĂ©judicielles au total. Il sâagissait en principe de clarifier si les Ćuvres des arts appliquĂ©s dont le pays dâorigine est un pays tiers ou dont lâauteur est un ressortissant dâun pays tiers sont protĂ©gĂ©es dans lâUE de la mĂȘme maniĂšre que les Ćuvres de lâUnion.
La CJUE a dĂ©cidĂ© ici quâil serait contraire au droit de lâUnion quâun Ătat membre de lâUE refuse la protection par le droit dâauteur Ă une Ćuvre dâart appliquĂ© originaire dâun Ătat non-membre de lâUE en se rĂ©fĂ©rant Ă lâart. 2 par. 7 de la Convention de Berne (CB). Par consĂ©quent, si un objet dâart appliquĂ© remplit les conditions dâexistence dâune «Ćuvre» au sens de la directive 2001/29/CE, il est soumis Ă la protection par le droit dâauteur selon cette directive, mĂȘme si lâobjet ne bĂ©nĂ©ficie que dâune protection en tant que dessin ou modĂšle dans son pays dâorigine situĂ© en dehors de lâUE. On voit ici Ă©galement les consĂ©quences pratiques de la jurisprudence actuelle de la CJUE sur la notion uniforme dâĆuvre pour les objets dâart appliquĂ©. Si la future jurisprudence de la CJUE devait entraĂźner un abaissement significatif du seuil de protection par le droit dâauteur, cela ne se rĂ©percuterait plus uniquement, selon lâarrĂȘt actuel, sur les Ćuvres originaires de lâUE. Dans lâensemble, la Cour a pris clairement position en faveur du principe du pays dâorigine. La consĂ©quence de cet arrĂȘt est Ă©galement que la CJUE a «clairement rejeté» lâapplicabilitĂ© du principe de rĂ©ciprocitĂ© matĂ©rielle de lâart. 2 par. 7 deuxiĂšme phrase CB. Ătant donnĂ© que certaines juridictions nationales ont, par le passĂ©, considĂ©rĂ© dans leurs dĂ©cisions que lâart. 2 par. 7 CB Ă©tait directement applicable, lâarrĂȘt concerne bien, dans ces cas, le droit national correspondant.
Le prĂ©sent rapport dĂ©crit lâarrĂȘt, les faits Ă lâorigine du litige et lâhistorique de la procĂ©dure avant dâaborder lâapprĂ©ciation des cinq questions prĂ©judicielles par la CJUE. La prĂ©sentation de la rĂ©ponse de la CJUE Ă chacune des questions prĂ©judicielles est prĂ©cĂ©dĂ©e dâun bref aperçu des bases juridiques pertinentes pour la rĂ©ponse. Le rapport se termine par une Ă©valuation critique de lâarrĂȘt.
Isabel Gabert-Pipersberg | 2025 Ausgabe 5
Dieser Artikel fasst die jĂŒngste Entscheidung T56/21 kurz zusammen und erörtert sie. In dieser Entscheidung kam eine Beschwerdekammer des EPA zu dem Schluss, dass bei der PrĂŒfung einer Patentanmeldung weder Art. 84 noch die Regeln 42, 43 und 48 EPĂ eine Rechtsgrundlage dafĂŒr bieten, dass die Beschreibung an zulĂ€ssige AnsprĂŒche mit einem engeren Gegenstand angepasst werden muss.
Die Entscheidung ist bemerkenswert wegen ihrer ausfĂŒhrlichen und detaillierten BegrĂŒndung und wegen der Tatsache, dass die Kammer entgegen weit verbreiteter Erwartungen beschlossen hat, keine Fragen an die Grosse Beschwerdekammer weiterzuleiten.
Diese Entscheidung scheint jedoch vom EPA als Einzelfallentscheidung einer bestimmten Beschwerdekammer ohne grössere Relevanz angesehen zu werden. Insbesondere wurden die Richtlinien nicht aktualisiert, und das EPA verlangt weiterhin eine Anpassung der Beschreibung an die enger gefassten zulĂ€ssigen AnsprĂŒche. Der Autor ist der Ansicht, dass die Grosse Beschwerdekammer die Sache endlich prĂŒfen und klĂ€ren muss.
Cet article rĂ©sume briĂšvement la rĂ©cente dĂ©cision T56/21 et la discute. Dans cette dĂ©cision, une chambre de recours de lâOEB a conclu que, lors de lâexamen dâune demande de brevet, ni lâart. 84, ni les rĂšgles 42, 43 et 48 CBE ne fournissent de base juridique Ă lâobligation dâadapter la description aux revendications admissibles ayant un objet plus Ă©troit.
La décision est remarquable en raison de sa motivation complÚte et détaillée et du fait que, contrairement à une attente largement répandue, la chambre a décidé de ne pas transmettre de questions à la Grande Chambre de recours.
Cette dĂ©cision semble toutefois ĂȘtre considĂ©rĂ©e par lâOEB comme une dĂ©cision individuelle dâune chambre de recours particuliĂšre sans grande pertinence. En particulier, les directives nâont pas Ă©tĂ© mises Ă jour et lâOEB continue dâexiger que la description soit adaptĂ©e aux revendications admissibles plus Ă©troites. Lâauteur est dâavis que la Grande Chambre de recours doit enfin examiner et clarifier lâaffaire.
This article briefly summarizes and discusses the recent decision T56/21 in which a Board of Appeal of the EPO concluded that «In examination of a patent application, neither Article 84 nor Rules 42, 43 and 48 EPC provide a legal basis for requiring that the description be adapted to match allowable claims of more limited subject-matter.»
The decision is notable for its lengthy and detailed reasoning and for the fact that, contrary to widespread expectations, the Board decided not to refer questions to the Enlarged Board of Appeal.
However, the EPO appears to regard this result as a solitary decision of a particular Board of Appeal without wider relevance. In particular, there has been no update of the Guidelines for Examination, and the EPO continues to require adaptation of the description to match more limited allowable claims. The author believes that it is necessary for the Enlarged Board of Appeal to finally consider and resolve the matter.
Philip Kerpen | 2025 Ausgabe 5
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 20. November 2024 (II. Kammer)
Mischa Senn| 2025 Ausgabe 5
Dieser Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht in seiner notabene 20. Ausgabe widmete sich der zulĂ€ssigen Nutzung von markenrechtlich geschĂŒtzten Zeichen und sowie deren Grenzen. Unter der inhaltlichen Leitung von Dr. Michael Ritscher und der organisatorischen Leitung von Dr. Christoph Gasser wurde an zwei sonnigen Tagen in der Kartause Ittingen die Erschöpfung von Markenrechten aus Sicht des schweizerischen sowie des Unionsrechts beleuchtet. Durch Einbezug wirtschaftspolitischer sowie lauterkeitsrechtlicher Ăberlegungen erlangte die Thematisierung von praxisrelevanten FĂ€llen ihre notwendige gesamtheitliche Betrachtung.
Lâatelier dâIttingen sur le droit des signes distinctifs, qui en Ă©tait Ă sa 20e Ă©dition, Ă©tait consacrĂ© Ă lâutilisation licite des signes protĂ©gĂ©s par le droit des marques ainsi quâĂ leurs limites. Sous la direction du Dr Michael Ritscher et la direction organisationnelle du Dr Christoph Gasser, lâĂ©puisement des droits de marque a Ă©tĂ© examinĂ© sous lâangle du droit suisse et du droit de lâUnion pendant deux journĂ©es ensoleillĂ©es Ă la chartreuse Ittingen. En intĂ©grant des considĂ©rations de politique Ă©conomique ainsi que des aspects du droit de la concurrence dĂ©loyale, lâexamen de cas pratiques pertinents a bĂ©nĂ©ficiĂ© de la perspective globale nĂ©cessaire.
Mischa Senn | 2022 Ausgabe 5
Compte-rendu de la 15e journĂ©e romande du droit de la concurrence coorganisĂ©e par lâAssociation suisse du droit de la concurrence (ASAS), le Centre patronal, et le Centre du droit de lâentreprise de lâUniversitĂ© de Lausanne (CEDIDAC), qui sâest tenue le 12 novembre 2024 au Centre Patronal Ă Lausanne. Des intervenants issus du barreau, du monde scientifique et de la Commission de la concurrence (COMCO), ont discutĂ© avec plus de 60 participants des derniers dĂ©veloppements en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle et de droit de la concurrence en Suisse et dans lâUE, ainsi que de leurs consĂ©quences dans la pratique.
Dies ist ein Bericht ĂŒber die 15. Westschweizer Tagung ĂŒber Wettbewerbsrecht, die von der Schweizerischen Vereinigung fĂŒr Wettbewerbsrecht (ASAS), dem Centre Patronal und dem Zentrum fĂŒr Unternehmensrecht der UniversitĂ€t Lausanne (CEDIDAC) gemeinsam organisiert wurde und am 12. November 2024 im Centre Patronal in Lausanne stattfand. Referenten aus der Anwaltschaft, der Wissenschaft und der Wettbewerbskommission (WEKO) diskutierten mit ĂŒber 60 Teilnehmenden die neusten Entwicklungen im ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht in der Schweiz und der EU sowie deren Auswirkungen auf die Praxis.
Am 12. September 2024 fand das 33. Debating Competition Dinner zum Thema «Submissionskartelle: Wer hat seine Hausaufgaben gemacht?» statt. Debating Competition ist die erste und fĂŒhrende Veranstaltung fĂŒr Kartellrechtsjuristen und Wettbewerbsökonomen in der Schweiz. Die beiden Impulsreferate wurden von Frank StĂŒssi (Sekretariat WEKO) und Marquard Christen (CMS) gehalten. Die Veranstaltung wurde von Fabio Babey (IXAR Legal AG) moderiert, der gemeinsam mit Dominic Schopf Co-Autor des vorliegenden Beitrages ist.
Le 12 septembre 2024 a eu lieu la 33e Ă©dition du dĂźner de la Debating Competition sur le thĂšme «Cartels de soumission: qui a fait ses devoirs?». La Debating Competition est la premiĂšre et la plus importante manifestation destinĂ©e aux juristes spĂ©cialisĂ©s en droit des cartels et aux Ă©conomistes spĂ©cialistes de la concurrence en Suisse. Les deux exposĂ©s liminaires ont Ă©tĂ© prĂ©sentĂ©s par Frank StĂŒssi (secrĂ©tariat de la COMCO) et Marquard Christen (CMS). LâĂ©vĂ©nement Ă©tait animĂ© par Fabio Babey (IXAR Legal AG), co-auteur, avec Dominic Schopf, du prĂ©sent article.
Die diesjĂ€hrige Tagung mit Schwerpunkt Prozessrecht des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) und des Schweizer Verbands der Richter in Handelssachen (SVRH) fand in einem Gerichtsaal des Bundesverwaltungsgerichts statt. Ziel war es, durch verschiedene Referate sowie eine abschliessende Paneldiskussion die Besonderheiten der verschiedenen Verfahrensarten nĂ€her zu beleuchten sowie mögliche Stolpersteine und Fallstricke der ImmaterialgĂŒterrechtsprozesse zu identifizieren. Geleitet wurde die Tagung durch Dr. Meinrad Vetter, welcher durch die einzelnen VortrĂ€ge moderierte, wĂ€hrend Dr. Michael Ritscher das an die VortrĂ€ge anschliessende Panel leitete. Die Verantwortung fĂŒr die Organisation einer weiteren sehr gelungenen INGRES- und SVRH-Tagung ĂŒbernahm Dr. Christoph Gasser.
La confĂ©rence de cette annĂ©e, axĂ©e sur le droit procĂ©dural, organisĂ©e par lâInstitut de la propriĂ©tĂ© industrielle (INGRES) et lâAssociation suisse des juges en matiĂšre commerciale (SVRH), sâest tenue dans une salle dâaudience du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral. Lâobjectif Ă©tait dâĂ©clairer plus en dĂ©tail les particularitĂ©s des diffĂ©rents types de procĂ©dure par le biais dâexposĂ©s, ainsi que dâune discussion finale en panel, et dâidentifier les Ă©ventuelles pierres dâachoppement et les piĂšges des procĂšs en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle. Dr. Meinrad Vetter a animĂ© les diffĂ©rents exposĂ©s et Dr. Michael Ritscher a dirigĂ© la table ronde qui a suivi. Dr. Christoph Gasser a assumĂ© la responsabilitĂ© de lâorganisation dâune nouvelle confĂ©rence INGRES et SVRH couronnĂ©e de succĂšs.
Am 28. Februar 2024 hat das EuropĂ€ische Parlament den VorschlĂ€gen der EU-Kommission fĂŒr neue Vorschriften zugestimmt, die vor allem KMU dabei helfen sollen, das Beste aus ihren Erfindungen zu machen, neue Technologien zu nutzen und zur WettbewerbsfĂ€higkeit und technologischen SouverĂ€nitĂ€t der EU beizutragen. Die Pressemitteilung der Kommission spricht von nicht weniger als «new EU patent rules».
Moritz Hönig / Alfred Köpf | 2025 Ausgabe 2
Die 8. Datenschutzrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht brachte am 22. Mai 2024 in ZĂŒrich Fachleute aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um ĂŒber aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Best Practices in den Bereichen KĂŒnstliche Intelligenz (KI oder AI) und Datenschutzrecht zu diskutieren. Die Referierenden teilten ihre praktischen Erfahrungen und theoretischen Erkenntnisse und gaben einen umfassenden Ăberblick ĂŒber die regulatorischen, ethischen und technischen Aspekte von KI. Ein besonderer Fokus lag auf den jĂŒngsten gesetzlichen Entwicklungen im Datenschutzrecht und deren Auswirkungen auf die KI-Regulierung. Dieser Tagungsbericht fasst die wesentlichen Inhalte der VortrĂ€ge und Diskussionen zusammen. David Rosenthal fĂŒhrte als Moderator durch den Nachmittag und die Podiumsdiskussionen.
La 8e ConfĂ©rence du droit de la protection des donnĂ©es du Forum Suisse pour le Droit de la Communication a rĂ©uni le 22 mai 2024 Ă Zurich des spĂ©cialistes de diffĂ©rentes disciplines pour discuter des dĂ©veloppements actuels, des dĂ©fis et des meilleures pratiques dans les domaines de lâintelligence artificielle (IA) et du droit de la protection des donnĂ©es. Les intervenants ont partagĂ© leurs expĂ©riences pratiques et leurs connaissances thĂ©oriques et ont donnĂ© un aperçu complet des aspects rĂ©glementaires, Ă©thiques et techniques de lâIA. Un accent particulier a Ă©tĂ© mis sur les derniers dĂ©veloppements lĂ©gislatifs en matiĂšre de droit de la protection des donnĂ©es et leurs consĂ©quences sur la rĂ©glementation de lâIA. Le prĂ©sent rapport rĂ©sume lâessentiel des prĂ©sentations et des discussions. David Rosenthal a assurĂ© la modĂ©ration de l’aprĂšs-midi et des tables rondes.
HochkarĂ€tige Referenten der Wettbewerbskommission (WEKO), des Staatssekretariats fĂŒr Wirtschaft (SECO), der Wissenschaft und der Anwaltschaft aus dem In- und Ausland diskutierten mit ĂŒber 40 ebenso hochkarĂ€tigen Teilnehmenden die neusten kartellrechtlichen Entwicklungen in der Schweiz und der EU und deren Auswirkungen in der Praxis.
Des intervenants suisse et Ă©tranger de haut niveau issus de la Commission de la concurrence (COMCO), du SecrĂ©tariat dâĂtat Ă lâĂ©conomie (SECO), du monde scientifique et du barreau ont discutĂ© avec plus de 40 participants des derniers dĂ©veloppements en matiĂšre de droit des cartels en Suisse et dans lâUE, et de leurs consĂ©quences dans la pratique.
La Ligue internationale du droit de la concurrence (LIDC) tient chaque annĂ©e son congrĂšs annuel. Lors de ce congrĂšs, deux questions liĂ©es au droit de la concurrence, respectivement au droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle et/ou au droit de la concurrence dĂ©loyale, ont Ă©tĂ© Ă©tudiĂ©es. Ă lâissue du CongrĂšs, un rapport international approfondi sur chaque question est rĂ©digĂ© sur la base des rapports nationaux prĂ©parĂ©s en amont et des discussions qui ont lieu pendant le CongrĂšs. Le rapport international prĂ©sente les diffĂ©rences et les points communs entre les diffĂ©rents systĂšmes juridiques reprĂ©sentĂ©s lors du CongrĂšs. La prĂ©sente contribution rĂ©sume le rapport national suisse sur la Question B «Comment devons-nous aborder la question des emballages copiĂ©s?»
Die Internationale Liga fĂŒr Wettbewerbsrecht (LIDC) veranstaltet jedes Jahr ihren Jahreskongress. WĂ€hrend dieses Kongresses werden zwei Fragen im Zusammenhang mit dem Wettbewerbsrecht bzw. dem ImmaterialgĂŒterrecht und/oder dem unlauteren Wettbewerbsrecht untersucht. Am Ende des Kongresses wird auf der Grundlage der im Vorfeld vorbereiteten nationalen Berichte und der wĂ€hrend des Kongresses gefĂŒhrten Diskussionen ein umfassender internationaler Bericht zu jeder Frage erstellt. Der internationale Bericht stellt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der wĂ€hrend des Kongresses vertretenen Rechtssysteme dar. Der vorliegende Beitrag fasst den schweizerischen LĂ€nderbericht zur Frage B «Wie sollen wir mit kopierten Verpackungen umgehen?» zusammen.
Am 21. Mai 2024 hat der Rat der EuropĂ€ischen Union das Gesetz ĂŒber kĂŒnstliche Intelligenz (KI-Gesetz) endgĂŒltig verabschiedet. Das Gesetz regelt das Inverkehrbringen, die Inbetriebnahme und die Nutzung von Systemen der kĂŒnstlichen Intelligenz (KI) in der EU. Sein Hauptziel ist es, die Entwicklung und Nutzung von KI in der EU zu fördern und gleichzeitig ein hohes Mass an Schutz fĂŒr Gesundheit, Sicherheit und Grundrechte zu gewĂ€hrleisten. Es verfolgt einen risikobasierten Ansatz, der die Risiken berĂŒcksichtigt, die sich aus der Nutzung von KI-Systemen ergeben können, und erlegt den Akteuren der Wertschöpfungskette Anforderungen und Verpflichtungen auf. Die Verpflichtungen beschrĂ€nken sich nicht auf die Anbieter von KI-Systemen, sondern betreffen unter anderem auch diejenigen, die KI-Systeme zu beruflichen Zwecken einsetzen, die als «Anwender» bezeichnet werden.
Le 21 mai 2024, le Conseil de lâUnion europĂ©enne a dĂ©finitivement adoptĂ© la loi sur lâintelligence artificielle (loi sur lâIA). Cette loi rĂ©git la mise sur le marchĂ©, la mise en service et lâutilisation de systĂšmes dâintelligence artificielle (IA) dans lâUE. Son objectif principal est de promouvoir le dĂ©veloppement et lâutilisation de lâIA dans lâUE tout en garantissant un niveau Ă©levĂ© de protection de la santĂ©, de la sĂ©curitĂ© et des droits fondamentaux. Il adopte une approche basĂ©e sur les risques qui tient compte des risques pouvant rĂ©sulter de lâutilisation de systĂšmes dâIA et impose des exigences et des obligations aux acteurs de la chaĂźne de valeur. Ces obligations ne se limitent pas aux fournisseurs de systĂšmes dâIA, mais concernent aussi, entre autres, ceux qui utilisent des systĂšmes dâIA Ă des fins professionnelles, appelĂ©s «utilisateurs».
Alesch Staehelin | 2025 Ausgabe 1
Die diesjĂ€hrige INGRES-Tagung zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz wurde wiederum von Michael Ritscher konzipiert und geleitet und von Christoph Gasser organisiert. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Gerichten, der Industrie sowie der Anwaltschaft konnten sich ĂŒber die aktuellen Entwicklungen im ImmaterialgĂŒterrecht der Schweiz informieren und diese diskutieren.
Cette annĂ©e, la confĂ©rence de lâINGRES sur la pratique du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle en Suisse a de nouveau Ă©tĂ© conçu et dirigĂ© par Michael Ritscher et organisĂ© par Christoph Gasser. PrĂšs de 150 reprĂ©sentants des autoritĂ©s, des tribunaux, de lâindustrie ainsi que du barreau ont pu sâinformer sur les dĂ©veloppements actuels du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle en Suisse et en discuter.
Diese traditionelle, wieder von Michael Ritscher konzipierte und geleitete und von Christoph Gasser organsierte Tagung zu den neuesten Entwicklungen im europĂ€ischen ImmaterialgĂŒterrecht fand erneut auf dem ZĂŒrichberg und im Anschluss an ein Wochenende im Schnee statt und war wiederum sehr gut besucht.
Cette traditionnelle confĂ©rence sur les derniers dĂ©veloppements en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle europĂ©enne, Ă nouveau conçue et dirigĂ©e par Michael Ritscher et organisĂ©e par Christoph Gasser, sâest Ă nouveau dĂ©roulĂ©e sur le ZĂŒrichberg et Ă la suite dâun week-end dans la neige et a de nouveau attirĂ© un grand nombre de participants.
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Lucas Aebersold, Jennifer Baltes, Manuel Bigler, Adrienne Hennemann, Luca Hitz, Elif Nur Keskes and Christian Rohner.
2024 Ausgabe 12
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Lara Dorigo (chair), Theodore Choi, Philipp Groz, Peter Ling, Joseph Schmitz, Martin Toleti and Raphael Zingg.
2024 Ausgabe 12
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Oliver Jeker, Thomas Kretschmer, Lorena Piticco, Martin Sperrle and Paul Georg Maué.
2024 Ausgabe 11
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Fabian Wigger, Isabelle Bruder, Christine Schweikard, Reinhard Oertli, Markus Kaiser, Hugh Reeves.
2024 Ausgabe 11
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 30. April 2024 (Plenum)
Mitgeteilt von Mischa Senn | 2024 Ausgabe 10
Le sĂ©minaire conjoint de lâIPI et du LES-CH sur les «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques» cĂ©lĂ©brait sa 20Ăšme Ă©dition le 23 novembre 2023 Ă GenĂšve. Pour cet anniversaire, les organisateurs sont revenus sur les 20 ans dâexistence du sĂ©minaire et ont saluĂ© la confiance et lâintĂ©rĂȘt des participants. Le sĂ©minaire sâest ensuite dĂ©roulĂ© selon son format habituel consistant en une prĂ©sentation scientifique, un tour dâhorizon de la jurisprudence du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral et de la jurisprudence de lâUnion europĂ©enne, suivis dâune prĂ©sentation des nouveautĂ©s de lâIPI. Ce compte-rendu reprend lâessentiel des points dĂ©veloppĂ©s par les intervenants.
Das gemeinsame Seminar des IGE und des LES-CH ĂŒber die «Neusten Entwicklungen im Markenrecht» feierte am 23. November 2023 in Genf seine zwanzigste Ausgabe. AnlĂ€sslich dieser JubilĂ€umsausgabe blickten die Organisatoren auf die letzten 20 Jahre des Seminars zurĂŒck und lobten das Vertrauen und Interesse der Teilnehmenden. Das Seminar fand in seinem ĂŒblichen Format statt, das aus einer wissenschaftlichen PrĂ€sentation, einem Ăberblick ĂŒber die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts und die Rechtsprechung der EuropĂ€ischen Union bestand, gefolgt von einer PrĂ€sentation mit Neuigkeiten des IGE. Der nachfolgende Bericht gibt die wesentlichen Punkte wieder, die von den Referenten besprochen wurden.
Der diesjĂ€hrige Ittinger Workshop widmete sich unter der inhaltlichen Leitung von Dr. Michael Ritscher und der organisatorischen Leitung von Dr. Christoph Gasser der BösglĂ€ubigkeit im Kennzeichenrecht. Einen Schwerpunkt fĂŒr die Beurteilung des Kriteriums der BösglĂ€ubigkeit bildete die Auseinandersetzung mit Markenkategorien und ausgewĂ€hlten Fallgruppen. Die PrĂ€sentationen leiteten ĂŒber die allgemeine Herleitung der BösglĂ€ubigkeit im Zivilrecht, die bösglĂ€ubige Markenhinterlegung nach Schweizer Recht sowie die Betrachtung der diesbezĂŒglichen Schweizer Gerichtspraxis hin zur entsprechenden WĂŒrdigung des deutschen sowie des unionsrechtlich vereinheitlichten Markenrechts. TraditionsgemĂ€ss tagten die Mitglieder des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) in einer illustren Runde mit internationalen GĂ€sten in den alten Mauern der Kartause Ittingen.
Cette annĂ©e, le workshop dâIttingen a Ă©tĂ© consacrĂ© Ă la mauvaise foi dans le droit des signes distinctifs, sous la direction de Dr. MICHAEL RITSCHER et la direction organisationnelle de Dr. CHRISTOPH GASSER. Lâaccent a Ă©tĂ© mis sur lâĂ©valuation du critĂšre de la mauvaise foi en examinant les catĂ©gories de marques et des groupes de cas sĂ©lectionnĂ©s. Les prĂ©sentations ont passĂ© par la dĂ©duction gĂ©nĂ©rale de la mauvaise foi en droit civil, le dĂ©pĂŽt de marque de mauvaise foi selon le droit suisse et lâexamen de la pratique judiciaire suisse en la matiĂšre, pour aboutir Ă lâĂ©valuation correspondante du droit allemand et du droit unifiĂ© de lâUnion europĂ©enne des marques. Comme le veut la tradition, les membres de lâInstitut de la propriĂ©tĂ© industrielle (INGRES) se sont rĂ©unis dans les anciens murs de la Chartreuse dâIttingen en compagnie dâinvitĂ©s internationaux.
La traditionnelle JournĂ©e romande du droit de la concurrence organisĂ©e par lâAssociation suisse du droit de la concurrence (ASAS) et le Centre Patronal en collaboration avec le CEDIDAC, sâest tenue Ă Lausanne le 8 novembre 2023. Lors de cette 14Ăšme Ă©dition, les dĂ©veloppements rĂ©cents en matiĂšre de droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle et de LCD ont Ă©tĂ© prĂ©sentĂ©s. La prĂ©sente contribution rĂ©sume quelques arrĂȘts importants dans ces deux domaines.
Die traditionelle «JournĂ©e romande du droit de la concurrence», die von der Schweizerischen Vereinigung fĂŒr Wettbewerbsrecht (ASAS) und dem Centre Patronal in Zusammenarbeit mit CEDIDAC organisiert wurde, fand am 8. November 2023 in Lausanne statt. Bei dieser 14. Ausgabe, wurden die letzten Entwicklungen im Bereich des geistigen Eigentumsrechts und des UWG vorgestellt. Der vorliegende Beitrag fasst einige wichtige Urteile in diesen beiden Bereichen zusammen.
Ein interdisziplinĂ€r zusammengesetztes Publikum aus Wissenschaft und Praxis traf sich am 10.â November 2023 im Rahmen eines Tech Law Workshops, um diverse Aspekte von Systemen der KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) und den Gefahren möglicher Angriffe auf diese Systeme zu diskutieren. Der in ZĂŒrich durchgefĂŒhrte Workshop wurde veranstaltet vom Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SF-FS), dem Zentrum fĂŒr Life Sciences-Recht (ZLSR) der UniversitĂ€t Basel und dem Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der UniversitĂ€t ZĂŒrich.
Un public tout aussi diversifiĂ© et interdisciplinaire, issu de la science et de la pratique, sâest rĂ©uni le 10â novembre 2023 dans le cadre dâun Tech Law Workshop pour discuter de divers aspects des systĂšmes dâintelligence artificielle et des dangers dâĂ©ventuelles attaques contre ces systĂšmes. Lâatelier Ă©tait organisĂ© Ă Zurich par le Forum suisse pour le droit de la communication (SF-FS), le Centre pour le droit des sciences de la vie (ZLSR) de lâUniversitĂ© de BĂąle et le Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) de lâUniversitĂ© de Zurich.
Le CongrĂšs annuel international de la LIDC sâest tenu du 21 au 24 septembre 2023 Ă Göteborg. Le groupe suĂ©dois en a assurĂ© lâorganisation. Comme chaque annĂ©e, deux questions liĂ©es au droit de la concurrence, au droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle et/ou Ă la concurrence dĂ©loyale y ont Ă©tĂ© Ă©tudiĂ©es. Les rapports nationaux sur chaque question constituent la base dâun rapport international approfondi qui analyse les diffĂ©rences mais aussi les points communs entre les diffĂ©rents systĂšmes juridiques, discutĂ©s lors du CongrĂšs. Avec son programme dense de panels et groupes de travail, le CongrĂšs de la LIDC a attirĂ© plus de 90 participants pour cette Ă©dition 2023.
Der Internationale Jahreskongress der LIDC fand vom 21. bis 24.â September 2023 in Göteborg statt. Die nordische Landesgruppe war fĂŒr die Organisation verantwortlich. Wie jedes Jahr wurden zwei Fragen aus dem Wettbewerbsrecht, dem Recht des geistigen Eigentums und/oder dem unlauteren Wettbewerb untersucht. Die nationalen Berichte zu jeder Frage bilden die Grundlage fĂŒr einen ausfĂŒhrlichen internationalen Bericht, der die Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Rechtssysteme herausarbeitet, die auf dem Kongress diskutiert werden. Mit seinem dichten Programm an Panels und Arbeitsgruppen zog der LIDC Kongress in seiner Ausgabe 2023 mehr als 90 Teilnehmer an.
Johana Cau | 2024 Ausgabe 3
Report of the Swiss Group. Members of the working group: Sevan Antreasyan, HélÚne Bruderer, Aliénor de Dardel, Hugh Reeves, Gilles Steiger.
2024 Ausgabe 2
Report of the Swiss Group Part II (Part I published in sic! 11/2023). Members of the Group: Ada Altobelli, Manuel Bigler, Frédéric Brand, Isabelle Bruder, Nathalie Denel, Louisa Galbraith, Elif Keskes, Pierre-Alain Killias, James Merz, Fabienne ZenhÀusern.
2024 Ausgabe 1
Report of the Swiss Group Part I (Part II will be published in sic! 01/2024)
Members of the Group: Ada Altobelli, Manuel Bigler, Frédéric Brand, Isabelle Bruder, Nathalie Denel, Louisa Galbraith, Elif Keskes, Pierre-Alain Killias, James Merz and Fabienne ZenhÀusern.
2023 Ausgabe 11
Im Mai dieses Jahres wurde die Vernehmlassung zur Ănderung des Urheberrechtsgesetzes eingeleitet. Im Rahmen der diesjĂ€hrigen Urheberrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SF-FS) wurden zwei Themen diskutiert, die aktuell den Fokus der laufenden Vernehmlassung bilden. Medienunternehmen sowie Journalistinnen und Journalisten sollen fĂŒr die Nutzung ihrer Inhalte durch groĂe Online-Dienste angemessen entlöhnt werden. Obwohl die Schweiz sich noch 2019 bei Revision des Urheberrechtsgesetzes gegen die EinfĂŒhrung eines Leistungsschutzrechts fĂŒr Medienunternehmen entschieden hatte, um zunĂ€chst die Erfahrungen anderer LĂ€nder abzuwarten, plant man nun im Rahmen dieser aktuellen Urheberrechtsrevision die EinfĂŒhrung eines Leistungsschutzrechts fĂŒr Presseverleger. Parallel dazu wird im Rahmen des Vernehmlassungsverfahren geprĂŒft, ob die vorgeschlagene Regelung um einen VergĂŒtungsanspruch fĂŒr die Verwendung journalistischer Inhalte durch Anwendungen mittels kĂŒnstlicher Intelligenz erweitert werden sollte. Angesichts der schnellen Fortschritte im Bereich kĂŒnstlicher Intelligenz ergeben sich diese und weitere fundamentale Fragen zur zukĂŒnftigen Gestaltung des Urheberrechts.
En mai de cette annĂ©e, la procĂ©dure de consultation concernant la modification de la loi sur le droit dâauteur a Ă©tĂ© lancĂ©e. Dans le cadre du colloque sur le droit dâauteur organisĂ© cette annĂ©e par le Forum Suisse pour le Droit de la Communication (SF-FS), deux thĂšmes, qui constituent actuellement le point central de la consultation en cours, ont Ă©tĂ© discutĂ©s. Les entreprises de mĂ©dias ainsi que les journalistes doivent ĂȘtre rĂ©munĂ©rĂ©s de maniĂšre appropriĂ©e pour lâutilisation de leurs prestations journalistiques par les grands services en ligne. Bien que la Suisse ait dĂ©cidĂ©, en 2019 encore, lors de la rĂ©vision de la loi sur le droit dâauteur, de ne pas introduire un droit voisin pour les entreprises de mĂ©dias afin dâattendre dâabord les expĂ©riences dâautres pays, elle prĂ©voit maintenant, au cours de cette rĂ©vision actuelle du droit dâauteur, dâintroduire un droit voisin pour les entreprises de mĂ©dias. ParallĂšlement, on examine si la rĂ©glementation proposĂ©e devrait ĂȘtre Ă©tendue Ă un droit Ă rĂ©munĂ©ration pour lâutilisation de prestations journalistiques par des applications au moyen de lâintelligence artificielle. Compte tenu des progrĂšs rapides dans ce domaine, ces questions et dâautres questions fondamentales se posent quant Ă la conception future du droit dâauteur.
«klimaneutral» Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 10.â Mai 2023 (II. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn | 2023 Ausgabe 10
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Andrea Carreira, Theodore Choi, Joel Hochreutener, Thomas Kretschmer, Peter Ling, Paul Pliska, André Roland, Joseph Schmitz, Julien Schirlin, Martin Sperrle and Raphael Zingg (chair/reporter).
2023 Ausgabe 10
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Fabian Wigger (chair/reporter), Dr. Reinhard Oertli, Dr. Bernhard Wittweiler and Michael Egli.
2023 Ausgabe 10
Im Anschluss an die Harmonisierung der verschiedenen Verfahren und der RegisterfĂŒhrung in den Bereichen Marken, Designs und Patente hat sich das IGE zum Ziel gesetzt, neue Richtlinien zu erarbeiten, welche diese Harmonisierung reflektieren. Diese harmonisierten Richtlinien betreffen die Teile «Allgemeiner Teil», «Eintragungs-/Erteilungsverfahren» und «RegisterfĂŒhrung» und wurden den interessierten Kreisen zur Konsultation unterbreitet.
Des Weiteren hat das IGE seine Markenrichtlinien («Internationale Markenregistrierung», «Materielle MarkenprĂŒfung», «Widerspruchsverfahren» und «Löschungsverfahren wegen Nichtgebrauchs») sowie die Richtlinien fĂŒr die SachprĂŒfung der nationalen Patentanmeldungen teilweise revidiert.
Diese Richtlinien sind am 1.â Juli 2023 in Kraft getreten und werden seit jenem Zeitpunkt auf alle hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Sie sind auf der Homepage des IGE abrufbar: âčwww.ige.ch/de/uebersicht-dienstleistungen/dokumente-und-linksâș.
2023 Ausgabe 9
Le sĂ©minaire annuel sur les «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques» sâest tenu Ă GenĂšve le 17 novembre 2022. Cette 19Ăšme édition du sĂ©minaire IPI-LES, coorganisĂ©e par lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) et la Licensing Executives Society Switzerland (LES-CH), a connu un intĂ©rĂȘt sans prĂ©cĂ©dent de la part des milieux intĂ©ressĂ©s avec un nombre record dâinscrits pour participer aux discussions sur les thĂšmes dâactualitĂ© prĂ©sentĂ©s.
Das jĂ€hrliche Seminar zum Thema «Neueste Entwicklungen im Markenrecht» fand am 17. November 2022 in Genf statt. Diese 19. Ausgabe des IPI-LES-Seminars, das vom Eidgenössischen Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) und der Licensing Executives Society Switzerland (LES-CH) mitorganisiert wurde, erfreute sich eines beispiellosen Interesses seitens der interessierten Kreise mit einer Rekordzahl von angemeldeten Teilnehmern, die an den Diskussionen ĂŒber die vorgestellten aktuellen Themen teilnahmen.
Der diesjĂ€hrige Workshop des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zum Kennzeichenrecht fand traditionsgemĂ€ss in der Kartause Ittingen statt. Geleitet wurde die von ihm auch konzipierte Tagung von Michael Ritscher und Christoph Gasser war fĂŒr die Organisation verantwortlich.
Cette annĂ©e, le workshop de lâInstitut de la propriĂ©tĂ© industrielle (INGRES) sur le droit des signes distinctifs a eu lieu, comme le veut la tradition, Ă la Kartause Ittingen. La confĂ©rence a Ă©tĂ© conçue et dirigĂ©e par Michael Ritscher tandis que Christoph Gasser en a assurĂ© lâorganisation.
Der Einsatz von KI-Systemen ist zunehmend verbreitet und weitreichend; daher ist es an der Zeit, dass sich das IP-System weiterentwickelt und auf die Herausforderungen durch KI reagiert.
Das Zentrum fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht (CIPCO) der UniversitĂ€t ZĂŒrich und das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) arbeiten in einem langfristigen Projekt zum Thema kĂŒnstliche Intelligenz und geistiges Eigentum zusammen. Nach mehreren Online-Workshops mit Experten zu verschiedenen Bereichen von KI und geistigem Eigentum wurde im Juni 2022 eine interdisziplinĂ€re Konferenz an der UniversitĂ€t ZĂŒrich durchgefĂŒhrt. Juristen, Vertreter verschiedener Ămter fĂŒr Geistiges Eigentum, Akademiker und Industrievertreter diskutierten eine grosse Bandbreite von Aspekten im Schnittfeld von KI und ImmaterialgĂŒterrecht.
Le recours Ă des systĂšmes dâintelligence artificielle (IA) est de plus en plus rĂ©pandu et Ă©tendu; il est donc temps que le systĂšme de propriĂ©tĂ© intellectuelle (PI) Ă©volue et quâil rĂ©agisse aux dĂ©fis posĂ©s par lâIA.
Le Center for Intellectual Property and Competition Law (CIPCO) de lâUniversitĂ© de Zurich et lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) collaborent dans le cadre dâun projet Ă long terme dĂ©diĂ© au thĂšme de lâIA et de la PI. AprĂšs plusieurs ateliers en ligne organisĂ©s avec des experts et consacrĂ©s Ă divers aspects de lâIA et de la PI, une confĂ©rence interdisciplinaire sâest tenue Ă lâUniversitĂ© de Zurich en juin 2022. Elle a rĂ©uni des juristes, des reprĂ©sentants de plusieurs offices de PI, des universitaires et des reprĂ©sentants de lâindustrie; ils ont abordĂ© un large Ă©ventail de questions qui se posent au carrefour de lâIA et du droit des biens immatĂ©riels.
The use of AI systems is increasingly widespread and far-reaching. Hence, it is time for the IP system to develop a response to the challenges AI presents.
Zurich Universityâs Center for Intellectual Property and Competition Law (CIPCO) and the Federal Institute of Intellectual Property (IPI) collaborate in a long-term project on artificial intelligence and intellectual property law. After initial deskwork and several online workshops with experts in the field, an interdisciplinary conference was held at the University of Zurich in June 2022. Lawyers, representatives of IPOs, academics and industry representatives discussed different aspects of artificial intelligence in the context of IP.
Die diesjĂ€hrige, wiederum von Michael Ritscher konzipierte und geleitete sowie von Christoph Gasser organisierte INGRES-Tagung zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz fand wieder in alter Frische als persönliche (und auch virtuell zugĂ€ngliche) Veranstaltung mit fast 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Lake Side ZĂŒrich statt. Die Teilnehmerschaft setzte sich aus Vertretern von Gerichten und Behörden, Hochschuleinrichtungen sowie der Anwaltschaft und Wirtschaft zusammen.
Le colloque INGRES de cette annĂ©e sur la pratique en matiĂšre de droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle en Suisse, Ă nouveau conçu et dirigĂ© par Michael Ritscher et organisĂ© par Christoph Gasser, sâest dĂ©roulĂ© avec le mĂȘme dynamisme quâĂ lâaccoutumĂ©e. Ăgalement accessible virtuellement, il sâest tenu au Lake Side de Zurich et a rĂ©uni prĂšs de 200 participants. Lâassistance Ă©tait composĂ©e de reprĂ©sentants des tribunaux et des autoritĂ©s, dâĂ©tablissements de lâenseignement supĂ©rieur ainsi que du barreau et de lâĂ©conomie.
Synthia Bastron / Lara Burkhalter / Rachel Pawlik | 2022 Ausgabe 11
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Reinhard Oertli, Hugh Reeves, Fabian Wigger and Marc Wullschleger (Chair).
2022 Ausgabe 11
Members of the working group: Marion Consoli, Luca Dal Molin, Philipp Groz (chair), Adrienne Hennemann, Michael Liebetanz, Monika Naef, Vera Vallone
2022 Ausgabe 11
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Joseph Schmitz, Jennifer Baltes, Raphaël Zingg, Patrick Merkel (Chair), Beat Rauber, Thomas Kretschmer, Andrea Manola, Gilles Pfend, Oliviana Calin-Eller, Oliver Jeker, and Peter Ling
2022 Ausgabe 10
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Manuel Bigler (chair), Sarah Drukarch, Dr. Gallus Joller, Dr. Pierre-Alain Killias, Dr. Raphael Nusser
2022 Ausgabe 10
ICC-Kodex 10 (Gebrauch von «gratis/kostenlos»).
Der Begriff «gratis» sollte in der kommerziellen Kommunikation nur verwendet werden, wenn die einzige Verpflichtung in der Zahlung von Versandkosten besteht, die nicht ĂŒber die dem Anbieter schĂ€tzungsweise entstandenen Kosten hinausgehen. Wird ein Mindermengenzuschlag berechnet, aber in der Werbung darauf nicht hingewiesen, liegt in einer Aussage wie «Nur 6.90 Fr. â Gratis mit A-Post» eine unlautere Werbung vor (E. 4).â1
Code ICC 10 (utilisation de «gratuit»).
Dans la communication commerciale, le terme «gratuit» doit uniquement ĂȘtre utilisĂ© lorsque lâunique obligation est le paiement de frais dâexpĂ©dition pour un montant nâexcĂ©dant pas les coĂ»ts estimĂ©s encourus par lâoffrant, auteur de la communication. Si un supplĂ©ment pour petites quantitĂ©s est facturĂ©, mais que la publicitĂ© nâen fait pas mention, une affirmation telle que «Seulement CHF 6,90 â gratuit en courrier A» constitue une publicitĂ© dĂ©loyale (consid. 4).â
Mitgeteilt von Mischa Senn | 2022 Ausgabe 9
Das IGE bietet ab Juli 2022 keine Markenrecherchen mehr an
Das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) unterstĂŒtzt Hinterlegerinnen und Hinterleger sowie Inhaberinnen und Inhaber von Marken seit ĂŒber 60 Jahren mit professionellen Markenrecherchen. Per 1. Juli 2022 wird diese Dienstleistung eingestellt.
Auch dieses Jahr konnte aufgrund der COVID-19-Pandemie die alljĂ€hrliche INGRES-Tagung zur Praxis des europĂ€ischen ImmaterialgĂŒterrechts nur virtuell stattfinden. Dennoch nahmen an der durch Dr. Michael Ritscher konzipierten und geleiteten Tagung zahlreiche in- und auslĂ€ndische Vertreter von Gerichten, Behörden, der Industrie sowie der Anwaltschaft teil, um sich ĂŒber die aktuellsten Entwicklungen im ImmaterialgĂŒterrecht in Europa auszutauschen.
Cette annĂ©e encore, la confĂ©rence annuelle de lâINGRES sur la pratique du droit europĂ©en de la propriĂ©tĂ© intellectuelle nâa pu avoir lieu que virtuellement en raison de la pandĂ©mie COVID-19. NĂ©anmoins, de nombreux reprĂ©sentants nationaux et Ă©trangers des tribunaux, des autoritĂ©s, de lâindustrie et de la profession juridique ont participĂ© Ă ce colloque conçu et prĂ©sidĂ©e par Dr. Michael Ritscher, afin dâĂ©changer sur les dĂ©veloppements les plus rĂ©cents du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle en Europe.
Aus dem Institut: Richtlinien in Markensachen des Eidgenössischen Instituts fĂŒr Geistiges Eigentum
Das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum hat seine Richtlinien in Markensachen teilweise revidiert. In der neuen Fassung sind alle seit dem Jahr 2019 in Kraft getretenen PraxisĂ€nderungen angefĂŒhrt sowie die neue Praxis betreffend die geografische EinschrĂ€nkung der Waren- und Dienstleistungsliste bei Marken mit einer Herkunftsangabe (vgl. dazu die nachfolgenden ErlĂ€uterungen).
Die neuen Richtlinien sind am 1. MĂ€rz 2022 in Kraft getreten und werden seit jenem Zeitpunkt auf alle hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Sie sind auf der Homepage des IGE abrufbar: âčhttps://www.ige.ch/de/uebersicht-dienstleistungen/dokumente-und-links/markenâș.
2022 Ausgabe 5
LâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle a partiellement rĂ©visĂ© ses directives en matiĂšre de marques. Dans cette nouvelle version sont intĂ©grĂ©s tous les changements de pratique intervenus depuis 2019 ainsi que la nouvelle pratique concernant la limitation gĂ©ographique de la liste des produits et services pour les marques avec une indication de provenance (voir Ă ce sujet les explications ci-dessous).
Les nouvelles directives sont entrĂ©es en vigueur le 1er mars 2022 et sâappliquent depuis cette date Ă toutes les procĂ©dures en cours. Elles sont disponibles sur le site internet de lâInstitut: âčhttps://www.ige.ch/fr/prestations/documents-et-liens/marquesâș.
2022 Ausgabe 5
Ein Unternehmen erhielt eine Werbe-E-Mail eines Personalberatungsunternehmens und erhob dagegen Beschwerde. Die BeschwerdefĂŒhrerin machte geltend, dass sie eine direktadressierte Werbung mittels E-Mail-Zustellung zugestellt erhielt, obschon zwischen ihr und der Beschwerdegegnerin keine Kundenbeziehung vorgelegen hĂ€tte. Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Kundenbeziehung aufgrund einer langjĂ€hrigen Zustellung von Werbung bestĂŒnde.
Mitgeteilt von Mischa Senn | 2022 Ausgabe 4
Le 4 novembre 2021 sâest tenu, Ă GenĂšve, le 18Ăšme sĂ©minaire sur les «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques» organisĂ© conjointement par lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) et la License Executive Society Switzerland (LES-CH). La matiĂšre Ă©tait particuliĂšrement riche pour cette Ă©dition du sĂ©minaire puisquâil sâagissait de revenir sur les dĂ©veloppements des deux annĂ©es Ă©coulĂ©es, lâĂ©dition 2020 nâayant pu se tenir en raison de la situation sanitaire.
Am 4. November 2021 fand in Genf das 18. Seminar zum Thema «Aktuelle Entwicklungen im Markenrecht» statt, das vom Eidgenössischen Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) und der License Executive Society Switzerland (LES-CH) gemeinsam organisiert wurde. Das Material fĂŒr diese Ausgabe des Seminars war besonders umfangreich, da es sich um einen RĂŒckblick auf die Entwicklungen der letzten zwei Jahre handelte. Im Jahr 2020 konnte das Seminar aufgrund der gesundheitlichen Situation nicht durchgefĂŒhrt werden.
Am 28. September 2021 versammelte sich ein ebenso vielfĂ€ltig interessiertes wie interdisziplinĂ€res Publikum, um im Museum fĂŒr Gestaltung ZĂŒrich das PhĂ€nomen der sogenannten «Kunst-Token» zu diskutieren. Der Sinn respektive Unsinn der Blockchain-Technologie in der Kunst sollte gemeinsam mit unterschiedlichen Vortragenden und den Teilnehmenden ergrĂŒndet werden. Organisiert wurde die Tagung vom Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SF-FS) zusammen mit dem Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der UniversitĂ€t ZĂŒrich sowie dem Zentrum fĂŒr Kulturrecht (ZKR) der ZĂŒrcher Hochschule der KĂŒnste (ZHdK).
Le 28 septembre 2021, un public aussi diversifiĂ© quâinterdisciplinaire sâest rĂ©uni au MusĂ©e du design de Zurich pour discuter du phĂ©nomĂšne des «jetons artistiques». Le sens ou le non-sens de la technologie blockchain dans lâart devait ĂȘtre explorĂ© en commun avec diffĂ©rents intervenants et les participants. La confĂ©rence a Ă©tĂ© organisĂ©e par le Forum Suisse pour le Droit de la Communication (SF-FS) en collaboration avec le Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) de lâUniversitĂ© de Zurich et le Centre pour le Droit de la Culture (ZKR) de lâUniversitĂ© des Arts de Zurich (ZHdK).
Am 24. September 2021 fand in Baden das von den PatentanwaltsverbĂ€nden VESPA und VIPS gemeinsam veranstaltete Herbstseminar zum Thema «Grenzen der Patentierbarkeit» statt. Wegen der Covid-Auflagen wurde das Herbstseminar in hybrider Form durchgefĂŒhrt, also optional vor Ort mit Zertifikatspflicht oder ĂŒber Videokonferenz. Nach anderthalb Jahren von reinen Online-Veranstaltungen nahmen knapp 60 Teilnehmende gerne die Gelegenheit zum persönlichen Treffen und direkten GesprĂ€ch wahr. Weitere ca. 40 Teilnehmende wohnten dem Seminar online bei.
Le sĂ©minaire dâautomne organisĂ© conjointement par les associations de conseils en brevets VESPA et VIPS sur le thĂšme «Limites de la brevetabilité» a eu lieu le 24 septembre 2021 Ă Baden. En raison des contraintes liĂ©es au COVID, le sĂ©minaire dâautomne a Ă©tĂ© organisĂ© sous une forme hybride, câest-Ă -dire en prĂ©sentiel avec certificat obligatoire, ou par vidĂ©oconfĂ©rence. AprĂšs un an et demi de manifestations exclusivement en ligne, prĂšs de 60 participants ont saisi lâoccasion dâune rencontre personnelle et dâun dialogue direct. Une quarantaine dâautres participants ont assistĂ© au sĂ©minaire en ligne.
Der diesjĂ€hrige Ittinger Workshop des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zum Kennzeichenrecht fand traditionsgemĂ€ss in der Kartause Ittingen statt. Geleitet wurde die Tagung zum Thema des Wertes der eingetragenen Marke von Michael Ritscher, wĂ€hrend Christoph Gasser fĂŒr die Organisation verantwortlich war. Die Tagung wurde zu Ehren von Eugen Marbach abgehalten.
Cette annĂ©e, lâatelier dâIttingen de lâInstitut pour la protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle (INGRES) sur le droit des marques sâest tenu traditionnellement Ă la Kartause dâIttingen. La session sur la valeur de la marque enregistrĂ©e Ă©tait prĂ©sidĂ©e par Michael Ritscher, tandis que Christoph Gasser Ă©tait responsable de lâorganisation. La rĂ©union a Ă©tĂ© organisĂ©e en lâhonneur de Eugen Marbach.
«Gewinnspiel»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 23. Juni 2021 (III. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn, Prof. Dr. iur., Fachexperte und VizeprĂ€sident der SLK, ZĂŒrich.
Members of the Group: Dr. Reinhard Oertli (Chairman), Dr. Gallus Joller and Dr. sc. ETH, Dipl. El.-Ing. ETH Andrea Rutz, Patent Attorney.
Report of the Swiss Group
Members of the Group: Luca Dal Molin, Zoltan Gyenge, Thomas Kretschmer, SĂ©bastien Ragot, Philipp RĂŒfenacht, Julien Schirlin, Dirk Spacek and Stefano Sinigaglia.
The english translation of the summary is included online only.
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 26. Mai 2021 (Plenum)
Mitgeteilt von Mischa Senn, Prof. Dr. iur., Fachexperte und VizeprĂ€sident der SLK, ZĂŒrich.
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Fabian Altmann, Cyrill Rieder, Joseph Schmitz, Roger Staub (Lead).
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Marc Wullschleger (chair), Manuel Bigler, Boris Catzelis, Marco Handle, Raphael Nusser.
Die COVID-19 Pandemie hat zu einer ausserordentlichen und beispiellosen Beschleunigung der Forschung und Entwicklung von Heilmitteln gefĂŒhrt. Das Genom von SARS-CoV-2 war nach nur wenigen Tagen bekannt, Test-Kits waren nach wenigen Wochen verfĂŒgbar und die ersten Impfstoffe nach weniger als einem Jahr auf dem Markt. Hinter diesen Fortschritten stehen private und öffentliche Institutionen, die grenzĂŒberschreitend und manchmal ungeachtet entgegengesetzter Interessen zusammengearbeitet, Erfindungen gemacht und diese zu Marktreife entwickelt haben. Um einer ungleichen Verteilung der FrĂŒchte dieser Fortschritte entgegenzuwirken, wurde bereits im Herbst 2020 vorgeschlagen, den Patentschutz ĂŒber Erfindungen im Zusammenhang mit der Pandemie zu sistieren, indem Teile des TRIPS-Abkommens ausser Kraft gesetzt werden. Im Mai 2021 hat sich die neue US-Administration öffentlich hinter diesen Vorschlag gestellt. Vorliegend nehmen das Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES und sechs Schweizer UniversitĂ€tsprofessoren zu diesem Vorschlag Stellung.
La pandĂ©mie de COVID-19 a entraĂźnĂ© une accĂ©lĂ©ration extraordinaire et sans prĂ©cĂ©dent de la recherche et du dĂ©veloppement de produits thĂ©rapeutiques. Le gĂ©nome du virus SARS-CoV-2 Ă©tait sĂ©quencĂ© aprĂšs quelques jours seulement, des kits de test distribuĂ©s aprĂšs quelques semaines et les premiers vaccins ont Ă©tĂ© mis sur le marchĂ© aprĂšs moins dâun an. Ces avancĂ©es ont Ă©tĂ© rĂ©alisĂ©es par des institutions privĂ©es et publiques qui ont collaborĂ© au-delĂ les frontiĂšres, parfois sans tenir compte de leurs intĂ©rĂȘts divergents, pour crĂ©er des inventions et les dĂ©velopper jusquâĂ leur commercialisation. Pour Ă©viter une rĂ©partition inĂ©gale des fruits de ces progrĂšs, il a Ă©tĂ© proposĂ© dĂšs lâautomne 2020 de lever la protection par brevet des inventions liĂ©es Ă la pandĂ©mie en suspendant certaines parties de lâaccord sur les ADPIC. En mai 2021, la nouvelle administration des Ătats-Unis dâAmĂ©rique a publiquement donnĂ© son appui Ă cette proposition. L’Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES et six professeurs dâuniversitĂ© suisses commentent cette proposition.
Lors de sa sĂ©ance du 26 mai 2021, le Conseil fĂ©dĂ©ral a pris connaissance du rapport de lâIPI portant sur lâaccĂšs aux donnĂ©es non personnelles dans le secteur privĂ©.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. Mai 2021 den Bericht des IGE «Zugang zu Sachdaten in der Privatwirtschaft» zur Kenntnis genommen.
«Massenwerbung»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 17. MĂ€rz 2021 (I. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn | sic! 2021 Augabe 7-8
«Kundenbeziehung»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 20. Januar 2021 (III. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn | sic! 2021 Ausgabe 5
«Bettina will leben»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 16. September 2020 (I. Kammer)
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- â In den Kapiteln 13 und 14 betreffend die ergĂ€nzenden Schutzzertifikate (ESZ) und die pĂ€diatrischen Zertifikate wurden PrĂ€zisierungen zu den PrĂŒfkriterien der AbsĂ€tze 13.1, 13.2.2, 13.2.3, 13.2.5, 13.3, 13.4, 13.5, 14.1.1 und 14.1.3 vorgenommen.
Diese PrĂ€zisierungen klĂ€ren Fragen betreffend Zulassungen bei der Erlangung pĂ€diatrischer VerlĂ€ngerungen, ZurĂŒckstellungen pĂ€diatrischer Studien, Sistierungen der Gesuche auf Erteilung eines ESZ, Fristen fĂŒr die Beantwortung von Beanstandungen und ESZ mit negativer Laufzeit.
- â Im Kapitel 1.2.3, wurde der Absatz betreffend die Frist zur Erledigung einer schriftlichen Beanstandung im Rahmen der SachprĂŒfung einer Patentanmeldung aktualisiert, um der heutigen Praxis (Frist von drei Monaten, verlĂ€ngerbar) Rechnung zu tragen. FĂŒr die ESZ und die pĂ€diatrischen Zertifikate betrĂ€gt die Frist zwei Monate.
- â Dans les chapitres 13 et 14 concernant les certificats complĂ©mentaires de protection (CCP) et les certificats pĂ©diatriques, des prĂ©cisions ont Ă©tĂ© apportĂ©es aux critĂšres dâexamen sous 13.1, 13.2.2, 13.2.3, 13.2.5, 13.3, 13.4, 13.5, 14.1.1 et 14.1.3.
Ces amendements concernent des questions relatives aux autorisations de mise sur le marchĂ© dâun mĂ©dicament dans le cadre de lâobtention dâune prolongation pĂ©diatrique, le report des Ă©tudes pĂ©diatriques, la suspension de la demande de dĂ©livrance dâun CCP, le dĂ©lai pour rĂ©pondre aux notifications et les CCP Ă pĂ©riode de protection nĂ©gative.
- â Au chapitre 1.2.3, le paragraphe prĂ©cisant le dĂ©lai de rĂ©ponse Ă une notification Ă©crite Ă©mise lors de lâexamen dâune demande de brevet a Ă©tĂ© actualisĂ© afin de reflĂ©ter la pratique prĂ©valant Ă prĂ©sent (dĂ©lai de trois mois, prolongeable). Pour les CCP et les certificats pĂ©diatriques, le dĂ©lai est de deux mois.
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Bericht ĂŒber die INGRES-Tagung vom 27. Januar 2020
Die Frage, wer berechtigt ist, welche AnsprĂŒche gegen wen und in welchem Verfahren einzuklagen, ist im ImmaterialgĂŒterrecht besonders relevant. Der Fragebogen Q275 der AIPPI geht zudem weiter als sein Titel es ahnen lĂ€sst und erörtert neben dem eigentlichen Thema der Aktivlegitimation noch einige verwandte Themen, wie beispielsweise die Frage, ob der angebliche Verletzer eines ImmaterialgĂŒterrechts eine NichtigerklĂ€rung desselben mit Wirkung nur inter partes verlangen kann oder ob gewisse Arten von Rechtsbegehren nur von gewissen Gruppen von KlĂ€gern gestellt werden können. Wie jeder AIPPI Study Questionnaire enthĂ€lt auch Q275 drei Teile. In einem ersten Teil wird das jeweilige (hier: das schweizerische) Recht de lege lata erörtert. Im zweiten Teil schlĂ€gt die Arbeitsgruppe Verbesserungen des anwendbaren Rechts de lege ferenda vor; vorliegend wĂŒrde die Schweizer Gruppe einige Klarstellungen und punktuelle Ănderungen, insbesondere bei der Aktivlegitimation von nichtausschliesslichen Lizenznehmern, begrĂŒssen. Im letzten Teil werden Fragen zur internationalen Harmonisierung dieses Rechtsgebiets gestellt. Die Schweizer Gruppe wĂŒnscht insofern eine Vereinheitlichung, dass Rechtsinhaber und ausschliessliche Lizenznehmer fĂŒr Verletzungsklagen grundsĂ€tzlich aktivlegitimiert sein sollen und dass eine NichtigerklĂ€rung erga omnes eines ImmaterialgĂŒterrechts nicht in einem Verfahren ohne Beteiligung des Rechtsinhabers möglich sein soll.
â1. In the course of ensuring effective protection against unfair competition as provided in Article 10bis of the Paris Convention (1967), Members shall protect undisclosed informationin accordance with paragraph 2 and data submitted to governments or governmental agencies in accordance with paragraph 3. 2. Natural and legal persons shall have the possibility of preventing information lawfully within their control from being disclosed to, acquired by, or used by others without their consent in a manner contrary to honest commercial practices so long as such information:3. Members, when requiring, as a condition of approving the marketing of pharmaceutical or of agricultural chemical products, which utilize new chemical entities, the submission of undisclosed test or other data, the origination of which involves a considerable effort, shall protect such data against unfair commercial use. In addition, Members shall protect such data against disclosure, except where necessary to protect the public, or unless steps are taken to ensure that the data are protected against unfair commercial useâ.
- (a)
is secret in the sense that it is not, as a body or in the precise configuration and assembly of its components, generally known among or readily accessible to persons within the circles that normally deal with the kind of information in question;- (b)
has commercial value because it is secret; and- (c)
has been subject to reasonable steps under the circumstances, by the person lawfully in control of the information, to keep it secret.
- â Resolution on database protection at national and international level (Q182) in 2004â5.
This resolution stated, inter alia:âAIPPI recommends that all countries provide for the protection of databases which require substantial investment by means of the sui generis right or other proprietary right subject to the provisions set out belowâ (first paragraph of the resolution).But the recital stated that: âSuch proprietary right should not extend to the information and data contained in the databaseâ (recital b).One aim of this new study question is to determine whether the recommendation of AIPPI to protect databases has been followed by national/regional legislations.Another aim is to determine whether the protection of data should now be extended to mere data.Other relevant prior work includes:
- â AIPPIâs Resolution on âExceptions to copyright protection and the permitted uses of copyright works in the hi-tech and digital sectorsâ (Q216 and Q216B) in 2010â6.
- â AIPPIâs Resolution on âCopyright in artificially generated worksâ in 2019â7.
âAI generated works should only be eligible for protection by Copyright if there is human intervention in the creation of the work and provided that the other conditions for protection are met. AI generated works should not be protected by Copyright without human intervention. This principle is considered to apply to the Working Example as follows: (...) âthe AI generated work should be eligible for Copyright protection where there are human data selection criteria for the input into the AIâ.If the âhuman data selection criteriaâ confers originality to the final AI generated works, the selector could possibly claim copyright on the final work.
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Fussnoten: |
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Members of the working group: Luca Dal Molin (Lead), AnaĂŻc Cordoba, Marcus Ehnle, Lorenza Ferrari, Tanja Germond, Katja Grabienski, Nando Lappert, Pascale Meister, Michael Reinle, Demian Stauber and Sigrid Wagner.
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| 1 |
CĂ©dric Villani, For A Meaningful Artificial Intelligence, 21, <https://www.aiforhumanâity.fr/pdfs/MissionVillani_Report_ENG-âVF.âpdfâ>.
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| 2 |
OECD, 2015, Data-Driven Innovation: Big Data for Growth and Well-Being, OECD Publishing, 181: âThe economic properties of data suggest that may be considered as an infrastructure or infrastructural resourceâ <https://read.oecd-ilibrary.org/science-âandâ-technology/data-driven-innovation_9789â2â64229358-en#page180>.
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| 3 | |
| 4 |
This definition is set out in the EU directive 96/9/EC of 11 March 1996 on the legal protection of databases, Art. 1. This definition has been adopted by the AIPPI resolution on Database Protection at National and International Level (Q 182, point 3).
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| 5 | |
| 6 | |
| 7 | |
| 8 |
The EU Commission conducted in 2017 and 2018 the evaluation of tis Directive: <httâps://ec.europa.eu/digital-single-market/en/news/staff-working-document-and-executiâve-summary-evaluation-directive-969ec-legâal-protection>.
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| 9 |
J. Ritterâ
/â
A. Mayer, Regulating Data as Property: A New Construct for Moving Forward, Duke Law & Technology Review, vol. 16, n° 1, 221 s. <https://scholarship.law.duke.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=â1320&conâtextâ=dltr>.
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| 10 |
Machine learning is not the only expression of AI, but it is currently the most developed and efficient one. Machine learning is based on the use of a data set to train an AI model. Consequently, the availability of appropriate training data is critical.
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| 11 |
Article 7.1 of the Directive 96/9 of 11 March 1996 on the legal protection of databases.
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| 12 |
See the resolution and study guidelines on Artificially generated works (2019). <httâps://aippi.org/wp-content/uploads/â2019/â02/Study-Guidelines_Copyright_Copyright-in-artificially-generated-works_22âJanuaryâ2â019_NEW.docx.pdf>.
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| 13 |
For instance, the EU Directive 2019/790 of 17 April 2019 on copyright and related rights in the Digital Single Market, provides an exception to copyright for text and data mining for the purposes of scientific research (Article 3 and 4).
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- â the reputation of the invoked trade mark
- â the use affects the value of the invoked trade mark by taking unfair advantage of its distinctive character or reputation
- â the use gives the impression that there is a commercial connection with the trade mark owner
- â the use discredits or denigrates the invoked trade mark
- â the product is presented as an imitation or replica of the product bearing the invoked trade mark
- â the way the sign is used, namely purely descriptive and in accordance with honest practices (which is notably not met if there are similarities in other aspects)
- â the party invoking the defence was aware of the invoked trade mark
- â other, namely âŠ
- â court proceedings (civil)
- â court proceedings (administrative)
- â court proceedings (criminal)
- â IP office
- â other, namely N/A
- â the reputation of the invoked trade mark
- â the use affects the value of the invoked trade mark by taking unfair advantage of its distinctive character or reputation
- â the use gives the impression that there is a commercial connection with the trade mark owner
- â the use discredits or denigrates the invoked trade mark
- â the product is presented as an imitation or replica of the product bearing the invoked trade mark
- â the way the sign is used, namely purely descriptive and in accordance with honest practices (which is notably not met if there are similarities in other aspects)
- â the party invoking the defence was aware of the invoked trade mark
- â other, namely âŠ
- â court proceedings (civil)
- â court proceedings (administrative)
- â court proceedings (criminal)
- â IP office
- â other, namely âŠ
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Contributors name(s): Gallus Joller, Cyrill Rieder and Thomas Widmer (chair).
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- (a) Using AI to design a particular type of product or process, when the resulting patentable invention is of the type of product or process intended (e.g., a car designer who wishes to design a car body might start with a general shape, and then use AI to perfect aerodynamic or other characteristics leading to a patentable invention. Here, AI is being used as a tool to help invent, but the intent for the result lies with the user);
- (b) Using AI to achieve a particular intended goal, when a resulting patentable invention made using the AI is not directly related to that intended goal (e.g., an AI system is developed to go through social media data looking for one thing and then discovers a useful relationship leading to a patentable invention that was not an original objective of the system);
- (c) Designing or contributing to the design of the AI algorithm that is used in a) or b);
- (d) Selecting the data or the source of the data that is used to train the AI algorithm used in a) or b);
- (e) Generating or selecting the data or the source of the data that is input to the trained AI algorithm used in (a) or (b); and
- (f) Selecting one from a large number of outputs produced by the AI of (a) or (b) and recognizing it to be a patentable invention.
- (a) using AI to design a particular type of product or process, when the resulting patentable invention is of the type of product or process intended; or
- (b) using AI to achieve a particular intended goal, even when a resulting patentable invention made using the AI is not directly related to that intended goal.
- (a) Using AI to design a particular type of product or process, when the resulting patentable invention is of the type of product or process intended (e.g., a car designer who wishes to design a car body might start with a general shape, and then use AI to perfect aerodynamic or other characteristics leading to a patentable invention. Here, AI is being used as a tool to help invent, but the intent for the result lies with the user);
- (b) Using AI to achieve a particular intended goal, when a resulting patentable invention made using the AI is not directly related to that intended goal (e.g., an AI system is developed to go through social media data looking for one thing and then discovers a useful relationship leading to a patentable invention that was not an original objective of the system);
- (c) Designing or contributing to the design of the AI algorithm that is used in (a) or (b);
- (d) Selecting the data or the source of the data that is used to train the AI algorithm used in (a) or (b);
- (e) Generating or selecting the data or the source of the data that is input to the trained AI algorithm used in (a) or (b); and
- (f) Selecting one from a large number of outputs produced by the AI of (a) or (b) and recognizing it to be a patentable invention.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working group: Sébastien Ragot, Anaic Cordoba, Sarah Leins, Ana Andrijevic, Zoltan Gyenge, Louisa Galbraith, James Merz, Monika Naef, Thomas Kretschmer, Andreas Detken, Simona Afraz and Philipp Marchand (Group leader).
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| 1 |
Swiss Patent Act (PatA).
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| 2 |
Swiss Federal Insitute of Intellectual Property (IPI).
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| 3 |
Swiss Code of Obligations (CO).
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| 4 |
Patent Ordinance (PatO).
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| 5 |
Federal Supreme Court of Switzerland (BGer); decisions of the BGer (BGE).
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| 6 |
Cantonal High Court of ZĂŒrich (OGer ZĂŒrich).
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| 7 |
Commercial Court of ZĂŒrich (HGer ZĂŒrich).
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| 8 |
State Secretariat for Education, Research and Innovation (SERI).
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SLK-GS B.15.1 und 15.2. Kommerzielle Kommunikation muss als solche erkennbar sein (E. 4). Umgekehrt ist ein Post eines Influencers dann eindeutig genug als private Kommunikation erkennbar, wenn dies aufgrund der Aufmachung und des Inhalts sowie der fehlenden Bezugnahme zu einem Produkt hervorgeht, selbst wenn im Hintergrund kommerzielle Elemente sichtbar sind (E. 6). Aufgrund der eindeutigen Erkennbarkeit als private Kommunikation bedarf es somit keiner weiteren Kennzeichnung (E. 7).
RĂšgles CSL B.15.1 et 15.2. La communication commerciale doit ĂȘtre identifiable en tant que telle (consid. 4). Ă lâinverse, la publication dâun influenceur est identifiable de maniĂšre suffisamment claire en tant que communication privĂ©e dĂšs lors que cela ressort de la prĂ©sentation, du contenu et de lâabsence de rĂ©fĂ©rence Ă un produit, et ce, mĂȘme si des Ă©lĂ©ments de nature commerciale sont visibles en arriĂšre-plan (consid. 6). Le cas de communication privĂ©e Ă©tant identifiable sans ambiguĂŻtĂ©, une identification supplĂ©mentaire nâest pas nĂ©cessaire (consid. 7).
Le 7 novembre 2019 sâest tenu Ă GenĂšve le 17e sĂ©minaire sur les «â DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marquesâ », organisĂ© conjointement par le Licensing Executive Society Switzerland et lâIPI.
Bericht ĂŒber die INGRES-Tagung vom 3. Dezember 2019
Bericht ĂŒber die Tagung «Influencer-Marketing: Zwischen AuthentizitĂ€t und Manipulation â Zu aktuellen Rechtsfragen einer neuen Werbeform» vom 28. November 2019 in ZĂŒrich
UWG 3 I b, e; SLK-GS B.6.2. Wird ein Produktetest durchgefĂŒhrt, sind die GrundsĂ€tze der Testkriterien und die Vorgaben fĂŒr eine TestdurchfĂŒhrung zu beachten; nur dann kann von einem «Test» im Sinne des SLK-Grundsatzes gesprochen werden (E. 3 und 4). Werden diese Kriterien nicht beachtet und werden insb. die Konkurrenzprodukte nicht genannt, liegt eine irrefĂŒhrende Angabe bzw. ein unlauterer Vergleich gemĂ€ss Art. 3 Abs. 1 lit. b bzw. lit. e UWG sowie SLK-Grundsatz Nr. B.6 Abs. 2 vor (E. 6).
LCD 3 I b, e; CSL-R B.6.2. Lorsquâon effectue un test de produit, il faut tenir compte des principes des critĂšres des tests et des prescriptions dâexĂ©cution du test; ce nâest quâainsi quâon peut parler dâun «test» au sens de la rĂšgle de la CSL (consid. 3 et 4). Si ces critĂšres ne sont pas respectĂ©s et quâen particulier les produits de la concurrence ne sont pas nommĂ©s, il y a une indication fallacieuse ou comparaison dĂ©loyale au sens des art. 3, al. 1er, let. b, respectivement let. e, LCD, ainsi que de la rĂšgle CSL no B.6, al. 2. (consid. 6).
UWG 2; SLK-GS A.3.1. Die sachliche ZustĂ€ndigkeit der SLK beschrĂ€nkt sich auf die PrĂŒfung von Massnahmen im Rahmen der kommerziellen Kommunikation (E. 7â9).
Eine Informationskampagne einer Konsumentenschutzorganisation ĂŒber mögliche schĂ€dliche Kosmetikprodukte stellt keine kommerzielle Kommunikation im Sinne der SLK-GrundsĂ€ze dar (E. 10, 11).
LCD 2; RĂšgle CSL A.3.1. La compĂ©tence matĂ©rielle de la CSL est limitĂ©e Ă lâexamen des mesures dans le cadre de la communication commerciale (consid. 7-9).
Une campagne dâinformation menĂ©e par une organisation de protection des consommateurs sur dâĂ©ventuels produits cosmĂ©tiques nocifs ne constitue pas une communication commerciale au sens des RĂšgles CSL (consid. 10, 11).
Die diesjĂ€hrige Sommertagung im Lake Side ZĂŒrich wurde von Dr. ÂMichael Ritscher geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation verantwortlich war.
Me ÂMichael Ritscher, Dr en droit, a dirigĂ© la journĂ©e qui sâest tenue lâĂ©tĂ© passĂ© au Lake Side Zurich, alors que Me Christoph Gasser, Dr en droit, en a assurĂ© lâorganisation.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
MLaw, Rechtsanwalt, Bern.
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| 1 | |
| 2 |
Scuola universitaria professionale della Svizzera italiana â SUPSI; <www.supsi.ch>.
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| 3 | |
| 4 |
Vgl. zur Veranschaulichung statt vieler etwa <www.topbots.com/chihuahua-muffin-searâching-best-computer-vision-api/>.
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| 5 |
Von einem «bias», zu Deutsch etwa der Neigung oder gar Befangenheit, von Algorithmen spricht man deshalb, weil kĂŒnstliche Intelligenz je nach ihr zugrunde liegender Datenmenge und Art ihrer Programmierung nicht unbedingt objektive Ergebnisse liefern muss, sondern (ungewollt) «befangen» sein kann; vgl. statt vieler <hbr.org/2019/05/addressing-the-biases-plaguing-algorithms>.
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| 6 | |
| 7 |
Richtlinie 96/9/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 11. MĂ€rz 1996 ĂŒber den rechtlichen Schutz von Datenbanken.
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| 8 |
So fĂŒr die Schweiz Art. 2 Abs. 1 i.V.m Art. 6 URG; vgl. auch z.âB. § 2 Abs. 2 i.V.m. § 7 des deutschen UrhG.
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| 9 |
Copyright, Designs and Patents Act 1988 (CDPA).
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| 10 |
Sect. 9 (3) CDPA 1988 (Hervorhebung hinzugefĂŒgt): «In the case of a literary, dramatic, musical or artistic work which is computer-generated, the author shall be taken to be the person by whom the arrangements necessary for the creation of the work are undertaken».
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| 11 |
Cosmetic Warriors Ltd. v. Amazon.co.uk Ltd. [2014] EWHC 1316 (Ch).
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| 12 |
OLG Hamburg vom 15. Februar 2001, GRUR 2002, 278 (279), «AKUmed».
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| 13 |
Vgl. fĂŒr die Schweiz Art. 3 PatG; fĂŒr Deutschland § 6 des deutschen PatG.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Rechtsanwalt, Zug/ZĂŒrich.
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| 1 |
EuGH vom 16. Juli 2009, C-5/08, «Infopaq». CJUE du 16 juillet 2009, C-5/08, «Infopaq».
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| 2 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 16â20, «Cofemel».
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| 3 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 21â22, «Cofemel».
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| 4 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 23â25, «Cofemel».
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| 5 |
HinzugefĂŒgt wurden indes einige wenige Fussnoten mit weiterfĂŒhrenden Hinweisen.
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| 6 |
Siehe dazu auch E.-M. Strobel, Alles KĂ€se oder was? Der Heksânkaas-Entscheid des EuGH, sic! 2019, 325 f.
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| 7 |
Siehe dazu auch F. Wigger, EuGH: Fotografie auf Website verletzt Recht der öffentlichen Wiedergabe, sic! 2019, 452 ff.
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| 8 |
Art. 17 Satz 2 RL 98/71 lautet: «In welchem Umfang und unter welchen Bedingungen ein solcher Schutz [= Urheberrechtsschutz fĂŒr Geschmacksmuster] gewĂ€hrt wird, wird einschliesslich der erforderlichen Gestaltungshöhe von dem einzelnen Mitgliedstaat festgelegt.» Eine analoge Bestimmung findet sich auch in Art. 96 Abs. 2 VO 6/2002.
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| 9 |
EuGH vom 27. Januar 2011, C-168/09, «Flos». Hier taxierte der EuGH eine italienische Regelung fĂŒr unionsrechtswidrig, nach der Gestaltungen, die dem Geschmacksmusterschutz zugĂ€nglich sind, nicht auch urheberrechtlich geschĂŒtzt werden; siehe dazu auch P. Schramm, Kumulativer Designschutz ĂŒber das Urheber- und Geschmacksmusterrecht, sic! 2011, 333 ff.; M. Leistner, Der europĂ€ische Werkbegriff, ZGE 2013, 35 ff.
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| 10 |
BGH, GRUR 2014, 175, Rn. 27, 32, «Geburtstagszug»; siehe dazu auch M. Leistner, Einheitlicher europÀischer Werkbegriff auch im Bereich der angewandten Kunst, GRUR 2019, 1114 ff., 1114 f.
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| 11 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 44 ff., «Cofemel».
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| 12 |
Grundlegend BGE 75 II 355 ff. E. 2a, «Besteckmodell Schwaben»; BGE 113 II 190 ff. E.I.2a, «Le Corbusier»; HGer Aargau, sic! 2006, 191 f., «Laufrad»; D. Barreletâ
/â
W. Egloff, Das neue Urheberrecht, Kommentar, 3. Aufl., Bern 2008, URG 2 N 18; R. von BĂŒrenâ
/â
âM.â
A. Meer, SIWR II/1, 3. Aufl., Basel 2014, Rn. 321 f.; F. Dessemontet, in: J. de Werraâ
/â
P. GilliĂ©ron (Ă©d.), Commentaire Romand, PropriĂ©tĂ© intellectuelle, BĂąle 2013, LDA 1 N 25 und 29; M. Wang, ÂDesignrecht, SIWR VI, Basel 2007, 45 f.; R.â
M. Stutzâ
/â
âS. Beutlerâ
/â
M. KĂŒnzi, SHK ÂDesignrecht, Grundlagen N 42 ff., 49 ff.; P. Heinrich, DesG-/HMA-Kommentar, 2. Aufl., ZĂŒrich 2014, Einl. N 50 ff.; M.â
A. Meer, Die Kollision von ImmaterialÂgĂŒterrechten, ASR Bd. 729, Bern 2006, 69 f., 87; kritisch jedoch R.â
M. Hilty, Urheberrecht, Bern 2010, Rn. 109.
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| 13 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 48, «Cofemel».
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| 14 |
BGH, GRUR 2014, 175, Rn. 40, «Geburtstagszug».
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| 15 |
M. Ritscherâ
/â
P. Schramm, PraxisĂ€nderung in Deutschland zum urheberrechtlichen Schutz von Werken der angewandten Kunst, sic! 2014, 303 ff., 304 f.; fĂŒr einheitliche Âurheberrechtliche Schutzvoraussetzungen etwa von BĂŒrenâ
/â
Meer (Fn. 12), Rn. 324; gegen erhöhte Schutzvoraussetzungen fĂŒr Werke der angewandten Kunst auch P. Fehlbaum, La dĂ©limitation entre le design et le droit dâauteur au regard de lâaffaire du train dâanniversaire («Geburtstagszug»), sic! 2015, 74 ff., 83 f.; Dessemontet (Fn. 12), LDA 1 N 25; Meer (Fn. 12), 87 ff.
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| 16 |
In diesem Sinne auch M. Ritscherâ
/âP. Schramm, Swiss Supreme Court adopts new standards for copyright protection requirements, MLL-News vom 10. August 2017.
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| 17 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 50â52, «Cofemel».
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| 18 |
Ebenso Leistner (Fn. 10), GRUR 2019, 1118.
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| 19 |
BGH, GRUR 2014, 175, Rn. 35, «Geburtstagszug»: «Der Gesetzgeber hat mit dem Geschmacksmusterrecht ein eigenstĂ€ndiges gewerbliches Schutzrecht geschaffen und den engen Bezug zum Urheberrecht beÂseitigt [âŠ]. Vor allem aber wird die nunmehr vom Urheberrecht abweichende Schutzrichtung des Geschmacksmusterrechts darin deutlich, dass der Schutz als Geschmacksmuster nach seiner Neugestaltung nicht mehr die EigentĂŒmlichkeit [âŠ] voraussetzt. [âŠ]»
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| 20 |
BGE 143 III 373 ff. E. 2.6.2, «Max-Bill-Barhocker». Im Schweizer Schrifttum finden sich derweil verbreitet Stimmen, die auf die funktionalen Unterschiede zwischen dem DesignÂrecht und dem Urheberrecht hinweisen (und dabei insb. auch den Regimewechsel vom MMG zum DesG mitberĂŒcksichtigen), siehe in jĂŒngerer Zeit etwa Fehlbaum (Fn. 15), sic! 2015, 75 und 79 ff.; Ritscherâ
/â
âSchramm (Fn. 15), sic! 2014, 304 f.; Wang (Fn. 12), SIWR VI, 25 f., 31 ff.
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| 21 |
BGE 143 III 373 ff. E. 2.6.2, «Max-Bill-Barhocker»; siehe dazu auch etwa Heinrich (Fn. 12), Einl. N 107 ff., insb. N 124.
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| 22 |
BGE 113 II 190 ff. E.I.2a, «Le Corbusier».
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| 23 |
EuGH vom 12. September 2019, C-683/17, Rn. 53, «Cofemel».
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| 24 |
Interessanterweise verweist der EuGH in diesem Zusammenhang auf seine Levola-Entscheidung, in der die Kriterien der GeÂnauigkeit und der ObjektivitĂ€t allerdings nicht als Elemente der Schutzvoraussetzungen verstanden wurden, sondern als AnÂforderungen an die Abgrenzbarkeit möglicher SchutzgegenstĂ€nde; siehe dazu auch Leistner (Fn. 10), GRUR 2019, 1117.
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| 25 |
BGH, GRUR 2014, 175, Rn. 15 ff., «Geburtstagszug»; BGH, GRUR 2012, 58 ff., Rn. 22, «Seilzirkus».
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| 26 |
BGH, GRUR 2012, 58 ff., Rn. 22, «Seilzirkus»: «Urheberrechtsschutz fĂŒr einen Gebrauchsgegenstand kommt nach der Rechtsprechung des BGH daher nur in Betracht, wenn seine Gestaltung nicht nur eine technische Lösung verkörpert, sondern einen durch eine kĂŒnstlerische Leistung geschaffenen Ă€sthetischen Gehalt aufweist. [âŠ]»
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| 27 |
EuGH vom 22. Dezember 2010, C-393/09, Rn. 48 ff., «BSA»; EuGH vom 1. MÀrz 2012, C-604/10, Rn. 39, «Football Dataco».
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| 28 |
BGE 130 III 168 ff. E. 4.1, «Bob Marley»; ebenso Barreletâ
/â
Egloff (Fn. 12), URG 2 N 10, die die diesbezĂŒglichen Aussagen des EuGH beinahe im Wortlaut vorwegnehmen («[âŠ] Dieser [der Ă€sthetische Gehalt] ist aber nicht objektiv beurteilbar, sondern eine rein subjektive Feststellung. [âŠ] weshalb dieses Kriterium zur Abgrenzung irrelevant ist. [âŠ]»); sowie etwa von BĂŒrenâ
/â
Meer (Fn. 12), Rn. 181, die indes darauf hinweisen, dass bei der Anwendung der urheberrechtlichen Schutzvoraussetzungen subjektive Wertungen unausweichlich sind.
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| 29 |
BGE 143 III 373 ff. E. 2.6.2, «Max-Bill-Barhocker»; grundlegend BGE 130 III 168 ff. E. 4 und 5, «Bob Marley»; BGE 130 III 714 ff. E. 2, «Wachmann Meili».
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Auch dieses Jahr lud INGRES in die Kartause Ittingen zum traditionellen und wie immer gut besuchten «Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht», und auch dieses Jahr lag die organisatorische Verantwortung beim GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Gasser, wĂ€hrend das Konzept vom PrĂ€sidenten Michael Ritscher stammte, der auch durch den zweitĂ€gigen Workshop fĂŒhrte und das Thema wiederum sowohl aus der Sicht des schweizerischen als auch jener des deutschen und des Unionsrechts beleuchtete.
Cette annĂ©e encore, lâINGRES (Institut pour la protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle) a tenu son traditionnel «Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht» qui a pu de nouveau compter sur une bonne participation. Comme lâannĂ©e prĂ©cĂ©dente, le directeur, Me Christoph Gasser, Dr en droit, a assurĂ© lâorganisation de la manifestation, alors que le prĂ©sident, Me Michael Ritscher, Dr en droit, en a Ă©laborĂ© le programme. Celui-ci a dirigĂ© ce workshop de deux jours et a mis en Ă©vidence la thĂ©matique abordĂ©e tant Ă la lumiĂšre du droit suisse que de celui du droit allemand et de lâUnion europĂ©enne.
Die Stiftung fĂŒr Konsumentenschutz (BeschwerdefĂŒhrerinâ2) reichte gegen verschiedene öffentlich bekannte Personen Beschwerde einâ3. Im vorliegenden Fall ging es um einen Post auf der Plattform Instagram vom 12. Mai 2019 der Influencerin Xenia Tchoumi (Beschwerdegegnerin). Auf der abgebildeten Foto sieht man die HĂ€nde der Influencerin mit Produkten von Unternehmen.
Der Kammer-Entscheid wurde mittels Rekurs angefochten, er ist somit nicht rechtskrÀftig.
Die Stiftung fĂŒr Konsumentenschutz (BeschwerdefĂŒhrerinâ2) reichte gegen verschiedene öffentlich bekannte Personen Beschwerde einâ3. Im vorliegenden Fall ging es um einen Post auf der Plattform Instagram vom 6. Mai 2019 von Roger Federer (Beschwerdegegner). Auf der abgebildeten Foto sieht man Roger Federer beim Tennisspielen.
Der Kammer-Entscheid wurde mittels Rekurs angefochten, er ist somit nicht rechtskrÀftig.
- â Manufacturing goods â whether or not the goods are thereafter placed on the market is irrelevantâ1.
- â Offering goods â the offering can happen in the context of both public and private tenders, on flyers, classified ads and storefront windows for instance, regardless of the characterization of the underlying legal relationship (sales, loan, lease, etc.). Whether the goods are then sold (or loanedâ /leased) is irrelevantâ2.
- â Placing goods on the market.
- â Importing, exporting or transiting goods â (under the TA and DA even for private purposes) the import of goods to Switzerland may be prohibited even if the same are not intended to be placed on the Swiss marketâ3. Likewise, in principle, exporting goods from Switzerland may be prohibited regardless of whether these are IP protected in the country of exportâ4.
- â Storing goods â this refers to possession for the purpose of commercialization and encompasses all actors in the distribution chain, such as warehouse keepers, freight forwarders, wholesalers and retailersâ5.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working group: Roger Staub (leading), Cyrill Rieder, Felix Tuchschmid, Thomas Widmer.
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| 1 |
E.g., Thouveninâ
/â
Dorigo, Markenschutzgesetz, 2017, Art. 13 TA N 61.
|
| 2 |
E.g., Thouveninâ
/â
Dorigo, Art. 13 TA N 66; P. Gilliéron, Art. 13 TA N 22.
|
| 3 |
E.g., P. Gilliéron, Art. 13 TA N 26.
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| 4 |
E.g., P. GilliĂ©ron, Art. 13 TA N 27; K. Troller, Manuel du droit suisse des biens immatĂ©riels, BĂąle 1996, 873â874.
|
| 5 |
E.g., Thouveninâ
/â
Dorigo, Art. 13 TA N 73.
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| 6 |
Thouveninâ
/â
Dorigo, Art. 13 TA N 61.
|
| 7 |
P. Gilliéron, Art. 13 TA N 30.
|
| 8 |
R. Staub, Designrecht, 2003, art, 9 DA NÂ 34.
|
| 9 |
E.g., the infringement of the following exclusive rights: recognition of the authorâs authorship (Art. 9[1] CA); to decide whether, when, how and under what authorâs designation the authorâs work is published for the first time (Art. 9[2] CA); to recite, perform or present a work, or make it perceptible somewhere else or make it available directly or through any kind of medium in such a way that persons may access it from a place and at a time individually chosen by them (Art. 10[2][c] CA); to broadcast the work by radio, television or similar means, including by wire (Art. 10[2][d] CA); to retransmit works by means of technical equipment, the provider of which is not the original broadcasting organization, in particular including by wire (Art. 10[2][e] CA); to make works made available, broadcast and retransmitted perceptible (Art. 10[2][f] CA); to rent out a computer program (Art. 10[3] CA); to decide whether, when and how the work may be altered or be used to create a derivative work or may be included in a collected work (Art. 11[1] CA). Furthermore, the circumvention of effective technological measures for the protection of works and other protected subject-matter is an infringement (Art. 39a CA).
|
| 10 |
BGE 129 III 331 E. 2.1.
|
| 11 |
BGE 127 III 365 E. 2b.
|
| 12 |
BGE 95 II 481 E. 12a.
|
| 13 | |
| 14 |
BGE 122 III 219 E. 3a; BGer 4C.468/2004 of 27 October 2005; BGer 4C.52/2007 of 14 May 2007, E. 4.3 f.
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| 15 |
SHK DesG-Stutzâ
/â
Beutlerâ
/â
KĂŒnzi, Art. 35 N 127.
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| 16 | |
| 17 |
BGE 132 III 379 E. 3.3.3, âMilchschĂ€umerâ.
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| 18 |
BGE 129 III 425 E. 4; BGer 4C.290/2005, E. 3.1, âRohrschelleâ.
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| 19 |
Commercial Court Zurich, sic! 2011, 39, 42, âWunderbaumâ; SHK MSchG-Staub, Art. 55 N 90; BSK MSchG (2nd edition)-David, Art. 55 N 34, 36.
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| 20 |
Cantonal Court Wallis, sic! 2013, 300, 302, âTara Jarmonâ.
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| 21 |
Haftpflichtkommentar-Schwenninger, Art. 62 URG N 12; SHK URG-MĂŒller, Art. 62 N 12; Barreletâ
/â
Egloff, Art. 62 URG N 13.
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| 22 |
SHK URG-MĂŒller, Art. 62 N 12.
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| 23 |
BGE 122 III 463, E. 5.
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| 24 |
Barreletâ
/â
Egloff, Art. 62 URG N 13; David, SIWR I/2, 117; SHK URG-MĂŒller, Art. 62 N 14 f.
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| 25 |
BGE 122 III 463, E. 5.
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| 26 |
SHK DesG-Stutz/Beutlerâ
/â
KĂŒnzi, Art. 35 N 123.
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| 27 | |
| 28 |
Jermann, in: Staubâ
/â
Celli, Art. 35 DesG N 48; Haftpflichtkommentar-Schwenninger, Art. 35 DesG N 15; David, SIWR I/2, 114; SHK DesG- Stutzâ
/â
Beutlerâ
/â
KĂŒnzi, Art. 35 N 37.
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| 29 |
Jermann, in: Staubâ
/â
Celli, Art. 35 DesG N 48; Haftpflichtkommentar-Schwenninger, Art. 35 DesG N 15.
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| 30 |
SHK DesG-Â Stutzâ
/â
Beutlerâ
/â
KĂŒnzi, Art. 35 N 130; Haftpflichtkommentar-Schwenninger, Art. 35 DesG N 16.
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| 31 |
BGer 4C.468/2004 27 October 2005; BGer 4C.52/2007 of 14 May 2007, E. 4.3 f.
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| 32 | |
| 33 |
BGer 6B_183/2010 of 23 April 2010, E. 3.
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| 34 |
BGE 71 II 86 E. 4.
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BGE 131 III 12 E. 7.1.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working report: Andrea Carreira (lead), Lara Dorigo, Louisa Gailbraith, Birgit Matl, Christian Neuhaus, Beatrice Stirner, and Marco Zardi.
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Step 1: One or more AI entities are created that are able to receive inputs from the environment, interpret and learn from such inputs, and exhibit related and flexible behaviours and actions that help the entity achieve a particular goal or objective over a period of time. The particular goal or objective to be achieved is selected by a human and, for purposes of this Study Question, involves generations of works of a type that would normally be afforded copyright protection. Step 2: Data are selected to be input to the one or more AI entities. The data may be prior works, such as artwork, music or literature as in the examples above. The data also may be inputs from sensors or video cameras or input from other sources, such as the internet, based on certain selection criteria.
Step 3: The selected data is input to the one or more AI entities, which achieve the particular goal or objective over time by generating ânew worksâ that are not identical to any prior work.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working group: Sébastien Ragot, Fabian Wigger, Luca Dal Molin, Nando Lappert, Ana Andrijevic, Michael Reinle, Andreas Glarner, James Merz, Marco Handle, Matthias Gottschalk, Benno Fischer, Sylvia Anthamatten, and Anaic Cordoba.
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| 1 |
As noted in the introduction, âAI entitiesâ refers to the system(s) that creates the AI-created work and does not refer to a legal or juridical entity.
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Die Stiftung fĂŒr Konsumentenschutz (BeschwerdefĂŒhrerinâ2) reichte gegen verschiedene öffentlich bekannte Personen Beschwerde ein. Im vorliegenden Fall ging es um einen Post vom 10. Mai 2019 von Michelle Hunziker auf der Plattform Instagram. Darauf sind Fotos von Frau Hunziker (Beschwerdegegnerin) bei einem Musikvideo-Dreh zu sehen.
Die Stiftung fĂŒr Konsumentenschutz (BeschwerdefĂŒhrerinâ2) reichte gegen verschiedene öffentlich bekannte Personen Beschwerde ein. Im vorliegenden Fall ging es um einen Post vom 25. Januar 2019 von Iouri Podladtchikov (Beschwerdegegner), der im Eingang des GeschĂ€ftes eines italienischen Bekleidungsunternehmens steht. Dieser Post (Foto) ist auf seiner Seite der Plattform Instagram zu sehen.
Die Wintertagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union fand auch dieses Jahr im Anschluss an den traditionellen Skiausflug im Hotel «ZĂŒrichberg» statt. Geleitet wurde die Tagung inhaltlich von Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation verantwortlich war.
La journĂ©e dâhiver de lâINGRES (Institut pour la protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle) consacrĂ©e Ă la pratique du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle au sein de lâUnion europĂ©enne sâest Ă©galement dĂ©roulĂ©e cette annĂ©e Ă lâhĂŽtel «ZĂŒrichberg» Ă la suite de la traditionnelle sortie Ă ski. La journĂ©e a Ă©tĂ© conduite par Me Michael Ritscher, Dr en droit, alors que Me Christoph Gasser, Dr en droit, en a assurĂ© lâorganisation.
LâAropiade 2017, organisĂ©e conjointement par lâAssociation romande de propriĂ©tĂ© intellectuelle (AROPI) et le PĂŽle de propriĂ©tĂ© intellectuelle et de lâinnovation de lâUniversitĂ© de NeuchĂątel, sâest tenue le 14 septembre 2017 dans les locaux de la FacultĂ© de droit de lâUniversitĂ© de NeuchĂątel sur le thĂšme «â PropriĂ©tĂ© intellectuelle et horlogerieâ ».
La prĂ©sente contribution est un rĂ©sumĂ© du rapport dĂ©taillĂ© de lâAropiade 2017 par le mĂȘme auteur, disponible dans son entier sur le site internet de lâAROPI Ă lâadresse suivanteâ
:
Le 8 novembre 2018 sâest tenue la 16e Ă©dition du sĂ©minaire annuel organisĂ© conjointement par le Licensing Executive Society et lâInstitut fĂ©dĂ©ral de la propriĂ©tĂ© intellectuelle, ayant pour thĂšme les «â DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marquesâ ».
Le sĂ©minaire a dĂ©butĂ© par la prĂ©sentation dâAgnieszka Taberska, greffiĂšre au Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral. Cette derniĂšre a prĂ©sentĂ© la jurisprudence du TAF en matiĂšre de procĂ©dure dâenregistrement et dâopposition.
Die traditionelle Sommerveranstaltung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES fand wiederum unter der Leitung von RA Dr. Michael Ritscher und der Organisation von RA Dr. Christoph Gasser im «Lake Side» in ZĂŒrich statt. Einleitend begrĂŒsste Ritscher insbesondere Prof. Dr. Manfred Rehbinder, den GrĂŒndungsprĂ€sidenten des INGRES.
Das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum hat seine Richtlinien in Markensachen ĂŒberarbeitet und dabei insbesondere die neusten Entwicklungen der Rechtsprechung des BVGer und des BGer sowie der eigenen Praxis berĂŒcksichtigt.
Die revidierten Richtlinien sind am 1. Januar 2019 in Kraft getreten und werden seit jenem Datum auf sĂ€mtliche hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Sie sind auf der Website des Instituts verfĂŒgbar.
Der diesjĂ€hrige Ittinger Workshop des INGRES zum Kennzeichenrecht fand traditionsgemĂ€ss in der Kartause Ittingen statt. Geleitet wurde die Tagung von Michael Ritscher; Christoph Gasser war fĂŒr die Organisation und David Aschmann sowie Gallus Joller fĂŒr Konzept und Vorbereitung verantwortlich.
Die Rechtswissenschaften und insbesondere auch die in diesem Bereich Forschenden leben und profitieren vom interdisziplinĂ€ren und internationalen Austausch. Die am 18. und 19. Oktober 2018 in den RĂ€umlichkeiten des Exzellenzcluster Normative Orders der Johann Wolfgang Goethe-UniversitĂ€t in Frankfurt am Main abgehaltene Tagung war ein ausgezeichnetes Zeugnis dafĂŒr. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis sowie aus dem Bibliotheks- und dem Verlagswesen trafen sich unter dem Titel Open Access fĂŒr die Rechtswissenschaft â Pflicht oder Privatsache?, um schweizerische, österreichische und deutsche Perspektiven auf das Thema zu diskutieren. Sie alle waren der Einladung zur ersten Veranstaltung dieser Art durch Hanjo Hamann, Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von GemeinschaftsgĂŒtern in Bonn, sowie Daniel HĂŒrlimann, Assistenzprofessor fĂŒr Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt Informationsrecht von der UniversitĂ€t St.â Gallen, und Alexander Peukert, Professor fĂŒr BĂŒrgerliches Recht und Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt ImmaterialgĂŒterrecht von der heimischen Goethe-UniversitĂ€t, gefolgt.
Le droit et en particulier les chercheurs actifs dans ce domaine vivent et profitent des Ă©changes interdisciplinaires et internationaux. Le sĂ©minaire tenu les 18 et 19 octobre 2018 Ă lâExzellenzcluster Normative Orders de lâUniversitĂ© Johann Wolfgang Goethe Ă Francfort en atteste une fois de plus. Des reprĂ©sentantes et reprĂ©sentants du monde scientifique et de la pratique ainsi que des domaines de la bibliothĂšque et de lâĂ©dition se sont rencontrĂ©s sous le titre «AccĂšs libre au droit â obligation ou affaire privĂ©e?» afin de discuter du sujet du point de vue suisse, autrichien et allemand. Ils Ă©taient tous invitĂ©s Ă cette manifestation, la premiĂšre du genre, par Hanjo Hamann, Senior Research Fellow au Max-Planck-Institut zur Erforschung von GemeinschaftsgĂŒtern de Bonn, ainsi que par Daniel HĂŒrlimann, professeur assistant en droit Ă©conomique avec spĂ©cialisation en droit de lâinformation Ă lâUniversitĂ© de Saint-Gall, et Alexander Peukert, professeur de droit civil et de droit Ă©conomique avec spĂ©cialisation en droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle Ă lâUniversitĂ© Johann Wolfgang Goethe de Francfort.
Am 26. Oktober 2018 fand in ZĂŒrich das von den PatentanwaltsverbĂ€nden VIPS und VESPA gemeinsam veranstaltete Herbstseminar zum Thema «Mittelbare Patentverletzung» statt. Das mit nahezu 120 Teilnehmern sehr gut besuchte Seminar bot einen Ăberblick ĂŒber die Rechtsprechung in der Schweiz und in Deutschland. Ebenfalls thematisiert wurden die ab Anfang 2019 in Kraft stehenden Neuerungen des Patentgesetzes und die Patentverletzung durch additive Fertigung (3D-Druck).
Bericht ĂŒber die Tagung «ICT â Recht und Praxis: Artificial Intelligence: Was ist möglich? Wie reagiert das Recht?» vom 26. September 2018 in ZĂŒrich
- â if it could be sold on its own (pro: P. Heinrich, DesG/HMA, 2. Aufl., ZĂŒrich 2014, DesG 1 N 26; M. Wang, SIWR IV, Basel 2007, 74; E. Marbach, in: E. Marbachâ /â P. Ducreyâ /â G. Wild: ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht, 4. Aufl., Bern 2017, N 440; contra: R. M. Stutzâ /â S. Beutlerâ /â M. KĂŒnzi, Designgesetz, Bern 2006, DesG 1 N 40) and/or
- â if it is visible in normal use (pro: Marbach, N 448; contra: Heinrich, DesG 1 N 27; Wang, 74; Stutzâ /â Beutlerâ /â KĂŒnzi, DesG 1 N 37; Celli, DesG 1 N 52).
- â Broken lines for the unclaimed part and normal lines for the claimed parts;
- â If broken lines are not suitable, any other means, such as shading/encompassing lines or as an ultima ratio a coloured layer, shall be used to define the Unclaimed Parts in the representations, whereby additionally a description clarifying which parts are to be considered as unclaimed shall be added.
- â Unclaimed Part (UP) of the Partial Design is the pan without the handle;
- â Surrounding Context (SC) is the part of the accused product without the protected Partial Design, i.e. the sieve without the handle.
- â Consumer goods
- â Building industry
- â Pharmaceutical industry
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working group: Harry Frischknecht, Myrtha Hurtado Rivas, Dr. Gallus Joller, Marie Kraus, Dr. Markus Wang.
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| 1 |
Verbal disclaimers may be used in Brazil. For example, in the case of a handle for a pan, the entire pan is shown, but the applicant may indicate in writing that protection is sought only for the handle.
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| Kanada | 5. November 2018 |
| Afghanistan | 26. Oktober 2018 |
| Canada | 5 novembre 2018 |
| Afghanistan | 26 octobre 2018 |
- â in the case of an international application: designation of inventor in writing, remarks concerning the source, payment of the filing fee, translation in an official language (Art. 138 PatA);
- â in the case of a European application based on an international application: filing fee paid at the EPO, translation in an official language if published in a non-official language of the EPO (Art. 153[5] EPC);
- â in the case of a European application: the designation fees for Switzerland have been paid (Art.79[2]EPC).
- ïŻ same as Question 1
- â same as Question 2
- ïŻ different (please explain)
- ïŻ same as Question 1
- â same as Question 2
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 1
- ïŻ same as Question 2
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 1
- ïŻ same as Question 2
- ïŻ different (please explain)
- ïŻ same as Question 7
- â same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
- ïŻ same as Question 7
- â same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 7
- ïŻ same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 7
- ïŻ same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 7
- ïŻ same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
- â same as Question 7
- ïŻ same as Question 8
- ïŻ different (please explain)
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Members of the working group: JĂŒrgen Dressel, Nicolas Guyot Youn, Thomas Kretschmer (leading), Birgit Matl, SĂ©bastien Ragot, Joseph Schmitz, Hannes Spillmann, Michael Stoerzbach, Paul Pliska, Marco Zardi.
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| 1 |
For all of the questions:
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Members of the working group: Lorenza Ferrari Hofer (leading), Aline Bolli, FrĂ©dĂ©ric Brand, Andreas Glarner, Myrtha Hurtado Rivas, Gallus Joller, James Merz, Daniel PlĂŒss, Carolyn Ramsteiner, Conrad Weinmann, Jeannette Wibmer, Thomas Widmer, Michael Widmer.
Die diesjĂ€hrige Generalversammlung der AIPPI Schweiz sowie der daran anschliessende SwissDay 2018 fanden am 14. Juni 2018 im Hotel St. Gotthard in ZĂŒrich statt. Der auf Englisch durchgefĂŒhrte SwissDay widmete sich dem Thema «Blockchains and IP Rights» und stiess angesichts der Teilnehmerzahl offensichtlich auf reges Interesse. Nachdem insbesondere im vergangenen Jahr die Begriffe «Blockchains», «Smart Contracts», «KryptowĂ€hrungen» und «ICOs» Eingang in diverse juristische Abhandlungen und Veranstaltungen gefunden hatten, besteht offenbar noch immer ein grosser Informationsbedarf in diesem Bereich.
| Korea, Demokratische Volksrepublik | 22. August 2018 |
| Dominikanische Republik | 5. September 2018 |
| Jordanien | 26. September 2018 |
| Dominikanische Republik | 5. Juni 2018 (Ratifikationsdatum) |
| Corée, République pop. dém. de | 22 août 2018 |
| République dominicaine | 5 septembre 2018 |
| Jordanie | 26 septembre 2018 |
| RĂ©publique dominicaine | 5 juin 2018 (date de Âratification) |
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Fussnoten: |
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|---|---|
| 1 |
Die Sachverhaltsdarstellung ist nicht Bestandteil des offiziellen Entscheides (sie wurde vom Berichterstatter hinzugefĂŒgt).
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| 2 |
Das «video sponsorisĂ©e» mit dem Titel «Que contiennent les cosmĂ©tiques» war abrufbar unter <www.lematin.ch/economie/ecoloâgie/question-ecologie-contiennent-cosmetiâqâues/story/31138967>.
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Die diesjĂ€hrige Wintertagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union fand im Anschluss an den traditionellen Skiausflug im Hotel «ZĂŒrichberg» statt. Geleitet wurde die Tagung von Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation verantwortlich war.
| Afghanistan | 2. Juni 2018 |
| DÀnemark | ErklÀrung, gemÀss welcher die Anwendung des Vertrags auf die FÀröer-Inseln ausgeweitet wird; mit Wirkung vom 30. April 2018. |
| DÀnemark | ErklÀrung, gemÀss welcher die Anwendung des Vertrags auf die FÀröer-Inseln ausgeweitet wird; mit Wirkung vom 30. April 2018. |
| Russland | 8. Mai 2018 |
| Moldova | 19. Mai 2018 |
| Afghanistan | 2 juin 2018 |
| Danemark | DĂ©claration selon laquelle il Ă©tend lâapplication dudit TraitĂ© aux Ăles FĂ©roĂ©; entrĂ©e en vigueur le 30 avril 2018. |
| Danemark | DĂ©claration selon laquelle il Ă©tend lâapplication dudit TraitĂ© aux Ăles FĂ©roĂ©; entrĂ©e en vigueur au 30 avril 2018. |
| Russie | 8 mai 2018 |
| Moldova | 19 mai 2018 |
Der letztjĂ€hrige Ittinger Workshop des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) fand traditionsgemĂ€ss in der Kartause Ittingen statt. Geleitet wurde die Tagung zum Thema «Der Schutz der Bekanntheit von Marken» von Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation verantwortlich war.
| Juristisches Konzept: | Markencharakter (Bestand) | StÀrke einer Marke (Schutzumfang) |
|---|---|---|
| Beweisthema: | Eingetragene Marke: Unterscheidungskraft
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| «Notorisch bekannte Marke»: NotorietÀt einer auslÀnd. Marke in mind. einem schweizerischen Verkehrskreis | Kennzeichnungsgrad | |
| Indikator auf hermeneutischer Ebene: | Exklusivzuordnung des Zeichens (Recognition) | Bekanntheit: aktives Nennen von zur Marke gehörenden Waren bzw. Dienstleistungen (Recall) |
| Kennzeichnungsgrad: Exklusivzuordnung des Zeichens (Recognition) | ||
| Demoskopische Tests: | «Dreischritt-Test» | Aktives Wissen |
| «Dreischritt-Test» | ||
| Demoskopische Abfrage: |
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Bekanntheit:
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Gesteigerte Kennzeichnungskraft:
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Die BeschwerdefĂŒhrerin reichte gegen den TV-Spot der Beschwerdegegnerin Beschwerde einâ2. Die III. Kammer unterbreitete den Fall direkt dem Plenum zur Beurteilung, da es sich um grundlegende Fragen handelte, ĂŒber welche zuerst das Plenum zu entscheiden habe. Das Plenum hat die Beschwerde am 7. November 2017 abgewiesen.
IPI â LES, 9 novembre 2017, GenĂšve
Report of Swiss Groupâ
Members of the working group: Yaniv ÂBenhamou (chairman), Christoph Berchtold, Markus Frick, YaĂ«l Heymann, Michael ÂLiebetanz.
Report of Swiss Group
Members of the working group: Peter Bigler, Andreas Glarner (chairman), Andreas Gygi, Andri Hess, Monika Naef, Peter Schramm, Martin ÂToleti, Marc Wullschleger.
On 4 of July WIPO Director General Francis Gurry (DG Gurry) visited the Swiss Federal Institute of Intellectual Property (IPI) and the Federal Department of Foreign Affairs (FDFA) in Bern. He was accompanied by Philippe ÂBaechtold, Senior Director of the PCT Services Department, as well as Alexandra Grazioli, Director of the Lisbon Registry for Geographical Indications. DG Gurry also met with Simonetta Sommaruga of the Federal Council. On the occasion of this visit, various IP topics and institutional questions concerning WIPOâs role as a UN organisation and Switzerlandâs role as the organiÂsationâs host state were discussed.
Die diesjĂ€hrige Tagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz fand wieder unter der Leitung von RA Dr. Michael Ritscher und der Organisation von RA Dr. Christoph Gasser im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Lake Side Casino ÂZĂŒrichhorn in ZĂŒrich statt. Auch dieses Jahr wurden die neusten EntwickÂlungen und die aktuelle Rechtsprechung im Patent-, Urheber- und Kennzeichenrecht prĂ€sentiert und dem ÂPublikum Gelegenheit zu Diskussionen und Âgegenseitigem Austausch gegeben. Mit dem traditionellen ApĂ©ro auf dem ÂZĂŒrichsee bei strahlendem Wetter fand die Tagung ihren Ausklang.
Die Beschwerdegegnerin verwendete ein Logo, in dem die Kantonswappen und die sich auf den Schweizer Wappenschild abstĂŒtzende Helvetia abÂgebildet sind (vgl. Abb.). Die II. Kammer heisst die Beschwerde gestĂŒtzt auf Art. 8 des Wappenschutzgesetzes gut.
Report of Swiss Group
Members of the working group: Frederic Brand, Philipp Groz, James Merz, Roger Staub, Patrick Troller and Thomas Widmer (chair).
Report of Swiss Group
Members of the working group: Simone Billi, Andreas Gygi, Thomas Kretschmer, Peter Ling, Paul Pliska, SĂ©bastien Ragot, Beat ÂRauber, Cyrill Rieder, Hannes Spillmann, Simon StrĂ€ssle, Marco Zardi.
Die Beschwerdegegnerin bietet als Dienstleistung u.a. die Vermittlung von FachkrÀften auf ihrer Website an. Da sie die FachkrÀfte nur vermittelt, werden auf der Website nur «Richtpreise» angegeben; die effektiven Preise werden erst im Vertrag zwischen dem Kunden und der Fachkraft festgelegt.
FĂŒr die bisherigen Arbeiten an der Teilrevision des Urheberrechtsgesetzes war die AGUR12 zentral, eine Arbeitsgruppe bestehend aus verschiedensten InteÂrÂessenvertretern. Allerdings, so begrĂŒsste Prof. Dr. Reto M. Hilty, PrĂ€sident des Forums und Direktor am ÂMax-Planck-Institut fĂŒr Innovation und Wettbewerb in MĂŒnchen, die Anwesenden, sei die Wissenschaft im GesetzÂgebungsprozess kaum zu Wort geÂkommen. Der Bundesrat habe diesen unabhĂ€ngigen Sachverstand bislang nicht genutzt. Ziel dieser 16. Urheberrechtstagung, welche 70 Jahre nach der GrĂŒndung des SF-FS wiederum aus Anlass einer Urheberrechtsrevision Experten aus Wissenschaft und Praxis zusammenfĂŒhre, sei es nun, auch unabhĂ€ngige Meinungen zu Wort kommen zu lassen.
On 4 May 2017 took place in Lausanne the Swiss LES seminar entitled âBranding in the digital world: seen through legal eyesâ.
Der letztjĂ€hrige Ittinger Workshop des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) fand traditionsgemĂ€ss in der Kartause Ittingen statt. Geleitet wurde die Tagung zum Thema «KohĂ€renz im Kennzeichenrecht» von Dr. Michael Ritscher, LL.M., wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich war.
Eine Bank machte auf ihrer Webseite verschiedene Werbeaussagen ĂŒber ihre Kreditdienstleistungen. Gegen Âeinige Aussagen erhob ein in der Schuldenberatung tĂ€tiger Verband eine ÂBeschwerde. Die II. Kammer der SLK hiess die Beschwerde in einem Punkt gut, in den anderen Punkten wies sie die Beschwerde ab.
Ein Unternehmen erhob gegen einige Werbeaussagen eines anderen im Hotelfachbereich tĂ€tigen Unternehmens Beschwerde. Die I. Kammer hiess die Beschwerde gut. Gegen den Kammerentscheid erhob der Beschwerdegegner Rekurs (WillkĂŒrrĂŒge). Das Plenum hat den Rekurs am 23. November 2016 abgewiesen und den Entscheid der I. Kammer im Ergebnis bestĂ€tigt.
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Fussnoten: |
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|---|---|
| 1 |
Die Sachverhaltsdarstellung ist nicht Bestandteil des offiziellen Entscheides (sie wurde vom Berichterstatter hinzugefĂŒgt).
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Eine Stiftung beschwerte sich darĂŒber, dass ein Verlag gegenĂŒber den AnÂzeigenkunden angeben wĂŒrde, seine Zeitschrift habe 2,6 Leser pro Exemplar und eine Reichweite von 145â 000 Personen; zudem gebe der Verlag an, dass der Kioskverkauf zwischen 2500 und 3000 Exemplare betragen wĂŒrde.
Eine GetrĂ€nkeproduzentin bewarb eines ihrer GetrĂ€nke in einem Werbespot u.a. mit der Aussage: «Das neue X mit dem erfrischenden Geschmack von Pfirsich [âŠ]». Gegen diese Aussage reichte eine Konsumentenorganisation Beschwerde ein.
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| Guatemala | 12. Dezember 2016 |
| Guatemala | 12 décembre 2016 |
| St. Vincent und die Grenadinen | 5. September 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Gabun | 21. September 2016 (Ratifikationsdatum) |
| St. Vincent und die Grenadinen | 5. Dezember 2016 |
| Tunesien | 7. Dezember 2016 |
| Saint-Vincent-et-les Grenadines | 5 septembre 2016 (date de ratification) |
| Gabon | 21 septembre 2016 (date de ratification) |
| Saint-Vincent-et-les Grenadines | 5 décembre 2016 |
| Tunisie | 7 décembre 2016 |
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| Belarus | 21. Oktober 2016 |
| Bélarus | 21 octobre 2016 |
| Telefon: | +44 (0) 1631 559 000/ +44 (0) 1631 559 268 (direkt) |
| Telefax: | +44 (0) 1631 559 001 |
| Téléphone: | +44 (0) 1631 559 000/ +44 (0) 1631 559 268 (ligne directe) |
| Télécopieur: | +44 (0) 1631 559 001 |
Report of Swiss Groupâ
Members of the working group: Pascal Fehlbaum (Chair), Alexander Grosse-Kracht, Moritz A. Kalin, Nadine Kappeli, Marie Kraus, Monika Naef, Paul Pliska, Olivier Sacroug, Simon StrÀssle, Reinhard Oertli, Thomas Widmer.
Eine DetailhÀndlerin bewarb eine ihrer Schokoladen in einem Werbespot mit der Aussage: «Die beliebteste Schokolade in der Schweiz». Gegen diese Aussage reichte ein Konsument Beschwerde ein.
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Christoph Caprez, Andreas Glarner, Matthias Gottschalk, Marco Handle (co-chair), Fabian Wigger (co-chair), Marc Wullschleger.
Die diesjĂ€hrige Tagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union wurde von Dr. Michael Ritscher, LL.M., geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich war. Die Tagung fand wie ĂŒblich im Hotel ZĂŒrichberg statt und bot einen bunten Strauss an Referaten zu den neuesten Entwicklungen in den wichtigen Bereichen des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union.
Report of Swiss Group
Members of the working group: Nicola Benz, Andreas Detken, Peter Ling, Monika Naef (Chair), Matthias Koller, Markus Wang.
Report of Swiss Group
Members of the working group: Konrad Becker, Andrea Carreira, Philipp Groz, Thomas Haefele Racin, Thomas Kretschmer, Andrea Rutz, Marco Zardi (Chair), Andri Hess, Beat Rauber, Christophe Fraefel, Andreas Gygi, Julien Schirlin, Hannes Spillmann, Martin Sperrle.
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| Kuwait | 9. September 2016 |
| Korea, Demokratische Volksrepublik | 13. September 2016 |
| Dschibuti | 23. September 2016 |
| Korea, Demokratische Volksrepublik | 13. September 2016 |
| Niue | 24. September 2016 |
| KoweĂŻt | 9 septembre 2016 |
| Corée, République pop. dém. de | 13 septembre 2016 |
| Djibouti | 23 septembre 2016 |
| Corée, République pop. dém. de | 13 septembre 2016 |
| Nioué | 24 septembre 2016 |
| Ecuador | 29. Juni 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Guatemala | 29. Juni 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Kanada | 30. Juni 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Ăquateur | 29 juin 2016 (date de ratification) |
| Guatemala | 29 juin 2016 (date de ratification) |
| Canada | 30 juin 2016 (date de ratification) |
Die diesjĂ€hrige Veranstaltung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zu immaterialgĂŒterrechtsspezifischen Themen des Prozessrechts widmete sich den vorsorglichen Massnahmen. Dazu trafen sich Vertreter aus Wissenschaft und Praxis, insbesondere auch Angehörige verschiedener schweizerischer Gerichte, im grossen Verhandlungssaal des BVGer in St. Gallen. Die Leitung der Tagung ĂŒbernahm Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend die organisatorische Verantwortung Dr. Christoph Gasser zukam.
Veranstaltung des Schweizer Forums fĂŒr Kommunikationsrecht (SF) und des Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der UniversitĂ€t ZĂŒrich vom 7. Juni 2016
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LES-IPI, le 27 avril 2016 Ă GenĂšve
I.ProcĂ©dure dâenregistrement
III.Législation «Swissness»
IV.ProcĂ©dure de radiation dâun enregistrement pour dĂ©faut dâusage de la marque
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
Juriste, GenĂšve.
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| ** |
Avocate, GenĂšve.
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| Finnland | ErklÀrung gemÀss Art. 3(3); mit Wirkung am 13. Oktober 2016 |
| Kolumbien | 26. Juli 2016 |
| Finlande | DĂ©claration selon lâart. 3(3); avec effet au 13 octobre 2016 |
| Colombie | 26 juillet 2016 |
| Chile | 10. Mai 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Chili | 10 mai 2016 (date de ratification) |
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| Korea, Republik | 1. Juli 2016 |
| Kenia | 11. Mai 2016 |
| Israel | 21. MĂ€rz 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Corée, République de | 1er juillet 2016 |
| Kenya | 11 mai 2016 |
| Israël | 21 mars 2016 (date de ratification) |
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| Turkmenistan | 29. Mai 2016 |
| Sao Tomé und Principe | 14. Juni 2016 |
| Japan | 11. Juni 2016 |
| Japan | 11. Juni 2016 |
| Turkménistan | 29 mai 2016 |
| Sao Tomé-et-Principe | 14 juin 2016 |
| Japon | 11 juin 2016 |
| Japon | 11 juin 2016 |
| Korea, Demokratische Volksrepublik | 19. Februar 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Korea, Demokratische Volksrepublik | 19. Februar 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Corée, République pop. dém. de | 19 février 2016 (date de ratification) |
| Corée, République pop. dém. de | 19 février 2016 (date de ratification) |
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| Burundi | 12. April 2016 |
| Burundi | 12. April 2016 |
| DĂ€nemark | Deklaration ĂŒber die Anwendbarkeit des Protokolls auf die FĂ€röer-Inseln ab 13. April 2016 |
| DĂ€nemark | Deklaration ĂŒber die Anwendbarkeit des Protokolls auf die FĂ€röer-Inseln ab 13. April 2016 |
| Burundi | 12 avril 2016 |
| Burundi | 12 avril 2016 |
| Danemark | DĂ©claration en vertu de laquelle le Protocole est applicable aux Ăles FĂ©roĂ© Ă compter du 13 avril 2016 |
| Danemark | DĂ©claration en vertu de laquelle le Protocole est applicable aux Ăles FĂ©roĂ© Ă compter du 13 avril 2016 |
| Peru | 2. Februar 2016 (Ratifikationsdatum) |
| Pérou | 2 février 2016 (date de ratification) |
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| Irland | 21. MĂ€rz 2016 |
| Turkmenistan | 16. MĂ€rz 2016 |
| Turkmenistan | 16. Januar 2016 |
| Kuwait | 27. Februar 2016 |
| Irlande | 21 mars 2016 |
| Turkménistan | 16 mars 2016 |
| Turkménistan | 16 janvier 2016 |
| Koweït | 27 février 2016 |
| Brasilien | 11. Dezember 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Australien | 10. Dezember 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Brésil | 11 décembre 2015 (date de ratification) |
| Australie | 10 décembre 2015 (date de ratification) |
Le sĂ©minaire de lâAROPI â LES du 8 septembre 2015, consacrĂ© au thĂšme de «La propriĂ©tĂ© intellectuelle dans le procĂšs civil», a offert un tour dâhorizon de la pratique actuelle des tribunaux sur certaines questions procĂ©durales qui se posent frĂ©quemment Ă lâavocat dans les procĂšs de propriĂ©tĂ© intellectuelle.
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| Afrikanische Organisation fĂŒr Geistiges Eigentum (OAPI) | ErklĂ€rungen gemĂ€ss Art. 6 und 19(2); mit Wirkung am 13. Februar 2016 |
| Organisation africaine de la propriété intellectuelle (OAPI) | Déclarations selon les art. 6 et 19(2); avec effet au 13 février 2016 |
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| Tansania | 22. November 2015 (Fassung von 1991) |
| Russland | 19. Oktober 2015 (Beitrittsdatum) |
| Tanzanie | 22 novembre 2015 (acte de 1991) |
| Russie | 19 octobre 2015 (date dâadhĂ©sion) |
Der diesjĂ€hrige Workshop des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) wurde von Dr. Michael Ritscher, LL.M., geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich war. TraditionsgemĂ€ss fand die Tagung zum Thema «Tat- und Rechtsfragen im Markenrecht» in der Kartause Ittingen statt.
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| Gambia Gambia | 18. Dezember 2015 ErklÀrungen gemÀss Art. 5(2)d) und 8(7)a); mit Wirkung am 6. Januar 2016 |
| Simbabwe | ErklÀrungen gemÀss Art. 5(2)d) und 8(7)a); mit Wirkung am 7. Januar 2016 |
| Gambie Gambie | 18 décembre 2015 Déclarations selon les art. 5.2)d) et 8.7)a); avec effet au 6 janvier 2016 |
| Zimbabwe | Déclarations selon les art. 5.2)d) et 8.7)a); avec effet au 7 janvier 2016 |
| Republik Korea | 8. Oktober 2015 (Ratifikationsdatum) |
| République de Corée | 8 octobre 2015 (date de ratification) |
Auch dieses Jahr lud das Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) unter der Leitung von Dr. Michael Ritscher, LL.M., und der organisatorischen Verantwortung von Dr. Christoph Gasser, LL.M., wieder zur traditionellen alljĂ€hrlichen Tagung ĂŒber die Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz.
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| Moldova | 4. September 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Moldova | 4 septembre 2015 (date de ratification) |
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| Algerien | 31. Oktober 2015; ErklÀrung gemÀss Art. 5(2)d) |
| AlgĂ©rie | 31 octobre 2015; dĂ©claration selon lâart. 5.2)d) |
| Mexiko | 29. Juli 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Mexique | 29 juillet 2015 (date de ratification) |
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| Kanada | 19. Juli 2015 (Fassung von 1991) |
| Canada | 19 juillet 2015 (Acte de 1991) |
| Chile | 22. Juni 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Katar | 3. Juli 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Chili | 22 juin 2015 (date de ratification) |
| Qatar | 3 juillet 2015 (date de ratification) |
Report of Swiss Groupâ
Members of the working group: Nicola Benz, Lukas Herforth, Simon Holzer, Monika Naef, Philipp Groz (Chair), Lorenza Ferrari, Simone Billi, Joanna Slowik
Report of Swiss Group
Members of the working group: Yaniv Benhamou, Matthias Gottschalk (chairman), Sabrina Konrad, Peter Ling, Annatina Menn, Reinhard Oertli, Beatrice Renggli, David RĂŒetschi
Der Verband der freiberuflichen EuropĂ€ischen und Schweizer PatentanwĂ€lte (VESPA), der Verband der IndustriepatentanwĂ€lte in der Schweiz (VIPS) und der Verband Schweizerischer Patent- und MarkenanwĂ€lte (VSP) luden gemeinsam mit INGRES die Teilnehmer zu einer Veranstaltung ĂŒber die Zukunft des Schweizer Patentsystems ein. Die derzeitige Situation des Schweizer Patents und mögliche Entwicklungen wurden in verschiedenen VortrĂ€gen und Diskussionsrunden dargestellt. Die von zahlreichen Teilnehmern besuchte Tagung war dem Gedanken der Aufwertung des Schweizer Patentsystems gewidmet, welcher sich im Zusammenhang mit der UmwĂ€lzung der Gesetzgebung in der EuropĂ€ischen Union ergibt.
Im Schweizer Recht findet sich keine ausdrĂŒckliche Definition der «Erfinderschaft»; insbesondere verzichtet das Schweizer Gesetzesrecht darauf, die materiellen Erfordernisse an eine Person zu definieren, damit diese als Erfinder betrachtet wird. Die anspruchsvolle Aufgabe, solche Erfordernisse festzulegen, ist den Gerichten ĂŒberlassen.
Report of Swiss Group
Members of the working group: Barbara Abegg, Fanny AmbĂŒhl, David Aschmann, Ursula In-Albon, Gallus Joller, Cyrill Rieder, Catherine Raymann, Roger Staub, Markus Wang (chairman)
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Die diesjĂ€hrige Wintertagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union wurde von Dr. Michael Ritscher, LL.M., geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich zeichnete.
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| Singapur | 30. MĂ€rz 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Argentinien | 1. April 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Singapour | 30 mars 2015 (date de ratification) |
| Argentine | 1er avril 2015 (date de ratification) |
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| Kambodscha | 5. Juni 2015; ErklÀrung gemÀss Art. 5(2)d) |
| Vereinigte Staaten von Amerika | 13. Mai 2015 |
| Japan | 13. Mai 2015 |
| Cambodge | 5 juin 2015; dĂ©claration selon lâart. 5.2)d) |
| Ătats-Unis dâAmĂ©rique | 13 mai 2015 |
| Japon | 13 mai 2015 |
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IPI â LES, le 30 avril 2014 Ă GenĂšve
Le 30 avril 2014 sâest tenu, Ă GenĂšve, le sĂ©minaire annuel organisĂ© conjointement par la License Executive Society Switzerland (LES-CH) et lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) sur la thĂ©matique des «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques». La premiĂšre intervention, prĂ©sentĂ©e par Eric Meier, vice-directeur et chef de la Division des marques de lâIPI, portait sur les «NouveautĂ©s de lâInstitut» et Ă©tait articulĂ©e en cinq parties. La premiĂšre partie Ă©tait consacrĂ©e Ă des aspects statistiques. Eric Meier y a en particulier soulignĂ© le succĂšs du systĂšme de communication par courriel (<ekomm.ipi.ch>), la rĂ©duction importante du dĂ©lai pour lâexamen dâune demande dâenregistrement de marque suisse et la durĂ©e trĂšs courte des procĂ©dures devant lâInstitut. Dans une deuxiĂšme partie, Eric Meier a Ă©voquĂ© les diffĂ©rents projets en cours. Il a ainsi signalĂ© que les Directives en matiĂšre de marques faisaient lâobjet dâune rĂ©vision (partielle) visant Ă garantir la transparence de la pratique de lâInstitut et que la nouvelle version serait disponible dĂ©but juillet 2014. Sâagissant de lâAide Ă lâexamen (<ph.ige.ch>), Eric Meier a rappelĂ© quâil sâagissait dâune plate-forme informatique devant permettre, tant aux collaborateurs de lâInstitut quâaux professionnels du droit des marques, dâavoir accĂšs rapidement et simplement aux informations relatives aux dĂ©cisions prises par lâInstitut dans le domaine des marques. Dâici mi-2014, cet outil contiendra plus de 600 dĂ©cisions principales et rĂšgles dâexamen en matiĂšre de motifs absolus, en trois langues. La base de donnĂ©es contiendra Ă©galement 8000 noms gĂ©ographiques protĂ©gĂ©s par les traitĂ©s bilatĂ©raux conclus par la Suisse et toutes les dĂ©cisions matĂ©rielles en matiĂšre dâopposition rendues par lâInstitut depuis 2008. Au cours de la troisiĂšme partie de son exposĂ©, Eric Meier a prĂ©sentĂ© les dĂ©veloppements de la pratique et de la jurisprudence suisses en matiĂšre de motifs absolus dâexclusion. Il a dâabord prĂ©sentĂ© plusieurs dĂ©cisions principales rĂ©centes de lâInstitut relatives, en particulier, aux indications de provenance, aux marques imposĂ©es et aux marques sonores. Pour les marques imposĂ©es, il a rappelĂ© que lâInstitut exige, en principe, une utilisation du signe Ă titre de marque en relation avec les produits et les services concernĂ©s pendant une durĂ©e de dix ans. Toutefois, en cas dâusage particuliĂšrement intensif, lâInstitut peut admettre que le signe sâest imposĂ© comme marque sur une pĂ©riode plus courte, comme câest par exemple le cas du signe «App Store» (CH 646803). En matiĂšre de marque sonore, il a prĂ©sentĂ© les questions soulevĂ©es par une mĂ©lodie rĂ©cemment dĂ©posĂ©e comme marque (CH 657664). Selon lâInstitut, la longueur dâune mĂ©lodie nâest pas dĂ©cisive quant Ă lâaptitude de celle-ci Ă constituer une marque au sens de lâart. 1 de la loi fĂ©dĂ©rale du 28 aoĂ»t 1992 sur la protection des marques et des indications de provenance (LPM, RS 232.11); il suffit que lâon puisse en distinguer le dĂ©but et la fin, que la mĂ©lodie forme un tout et quâelle puisse ĂȘtre reconnue par les milieux intĂ©ressĂ©s et, ce faisant, que ces derniers puissent lâattribuer Ă une entreprise dĂ©terminĂ©e, ce qui Ă©tait le cas avec la marque CH 657664. Sâagissant des motifs absolus dâexclusion, lâInstitut a considĂ©rĂ© que la mĂ©lodie nâappartenait pas au domaine public pour de la musique tĂ©lĂ©chargeable (cl. 9), dans la mesure oĂč celle-lĂ nâĂ©tait pas usuelle ou banale, quâil ne sâagissait ni dâune mĂ©lodie, ni dâun extrait dâune composition gĂ©nĂ©ralement connue, comme un chant de NoĂ«l ou un Ćuvre musicale cĂ©lĂšbre, et quâil ne sâagissait pas non plus dâun «motif publicitaire» («hĂ€ufig allgemein gebrĂ€uchliches Werbemotiv»). Eric Meier a par la suite passĂ© en revue les arrĂȘts rĂ©cents rendus par le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral (TAF), relevant que la grande majoritĂ© des recours formĂ©s contre les dĂ©cisions de lâInstitut avaient Ă©tĂ© rejetĂ©s. Il a enfin mis en Ă©vidence les arrĂȘts du Tribunal fĂ©dĂ©ral (TF) «CeâReal» (sic! 2014, 24) et «ePost-Select (fig.)» (ATF 140 III 109). Dans ce dernier arrĂȘt, la Haute Cour a notamment jugĂ© que les notions de caractĂšre distinctif originaire et de caractĂšre distinctif acquis par lâusage (marque imposĂ©e) devaient ĂȘtre examinĂ©es de maniĂšre distincte. Le caractĂšre distinctif originaire doit ĂȘtre examinĂ© de maniĂšre abstraite, sans tenir compte de lâusage. Et dâajouter quâil appartenait au dĂ©posant de revendiquer lâenregistrement comme marque imposĂ©e, indication qui doit ĂȘtre inscrite au registre (art. 40 al. 2 let. c OPM) afin de permettre aux tiers de savoir que la marque a Ă©tĂ© enregistrĂ©e en raison du caractĂšre distinctif acquis par lâusage. La quatriĂšme partie de lâexposĂ© a portĂ© sur la procĂ©dure dâopposition. Eric Meier y a prĂ©sentĂ© des dĂ©cisions principales concernant la similitude des signes et dans quelle mesure la signification diffĂ©rente dâune marque permettait de compenser la similitude sur les plans auditif et visuel. Il a Ă©galement soulignĂ© que, dans lâensemble, la pratique de lâIPI nâĂ©tait pas remise en cause par le TAF, lâadmission des recours rĂ©sultant gĂ©nĂ©ralement dâune apprĂ©ciation diffĂ©rente du cas dâespĂšce. Il a toutefois rendu les participants attentifs au fait quâen matiĂšre dâusage partiel de la marque opposante, le TAF suivait une autre approche que celle de lâIPI. Ce dernier ne prend en compte que les produits ou les services en relation avec lesquels la marque est effectivement utilisĂ©e. En revanche, le TAF considĂšre que lâusage pour un produit spĂ©cifique vaut usage pour une indication gĂ©nĂ©rale Ă condition que ce produit soit «typique» pour lâindication gĂ©nĂ©rale et les effets de lâusage soient Ă©tendus aux produits pour lesquels on peut attendre un usage futur de la marque au regard de lâusage constatĂ© (TAF B-5871/2011 consid. 2.3, «Gadovist/Gadogita»). Eric Meier a indiquĂ© que lâInstitut ne voyait pas de motifs pour modifier sa pratique, que les critĂšres du TAF ne favorisaient pas la sĂ©curitĂ© juridique et quâils Ă©taient critiquĂ©s par une partie de la doctrine (cf. M. Bebi, Rechtserhaltende Wirkung des Teilgebrauches einer Marke, sic! 2014, 68). Dans la derniĂšre partie de son exposĂ© consacrĂ©e au projet Swissness, Eric Meier a signalĂ© que, sous rĂ©serve de modifications, les milieux intĂ©ressĂ©s seraient consultĂ©s dans le courant de lâĂ©tĂ© 2014 sur le paquet dâordonnances et les commissions parlementaires au cours du second trimestre 2015. Une dĂ©cision du Conseil fĂ©dĂ©ral sur lâentrĂ©e en vigueur du projet interviendrait probablement avant fin 2015. La deuxiĂšme intervention Ă©tait intitulĂ©e «Ce produit est-il trop beau? Comment protĂ©ger un objet du design par un droit de propriĂ©tĂ© intellectuelle?». Me Anne-Virginie La Spada, avocate auprĂšs de lâĂtude BMG Avocats, Ă GenĂšve, a prĂ©sentĂ©, au moyen de cette intervention, la problĂ©matique de la protection des objets du design par la LPM, par la loi fĂ©dĂ©rale du 5 octobre 2001 sur la protection des designs (LDes, RS 232.12), par la loi fĂ©dĂ©rale du 9 octobre 1992 sur le droit dâauteur et les droits voisins (LDA, RS 231.1) et par la loi fĂ©dĂ©rale du 19 dĂ©cembre 1986 contre la concurrence dĂ©loyale (LCD, RS 241). La premiĂšre partie de cette intervention portait sur la protection des objets du design par la LPM. Me La Spada a prĂ©sentĂ© les divers motifs absolus susceptibles de faire obstacle Ă lâenregistrement de tels objets en tant que marques et a traitĂ© plus spĂ©cialement des questions de leur appartenance au domaine public (art. 2 let. a LPM) et du motif dâexclusion tirĂ© de lâart. 2 let. b LPM. Sâagissant de ce second motif, elle a exposĂ© que, selon la jurisprudence, cette rĂšgle circonscrivait pour les marques de forme les signes pour lesquels il existe un besoin absolu de libre disposition. Me La Spada a prĂ©cisĂ© que les formes faisant lâobjet dâun tel besoin ne pouvaient pas sâimposer comme marques du fait de leur usage dans le commerce (ATF 131 III 121 consid. 2, sic! 2005, 369, «Smarties [3D]/M&Mâs [3D]»). Elle a ensuite mis en Ă©vidence les diffĂ©rentes notions prĂ©vues Ă lâart. 2 let. b LPM, en particulier la notion de la nature mĂȘme du produit. Dans son arrĂȘt «Lego III», le TF a jugĂ© que cette notion se dĂ©finissait par la forme dont les caractĂ©ristiques sont fonctionnellement ou esthĂ©tiquement nĂ©cessaires, de sorte que leur modification entraĂźnerait une modification des qualitĂ©s spĂ©cifiques du produit lui-mĂȘme, que le public sâattend Ă trouver (ATF 129 III 514, «Lego III [3D]»). Me La Spada a signalĂ© que la notion de nĂ©cessitĂ© esthĂ©tique Ă©tait critiquĂ©e par la doctrine majoritaire, alors que certains, en revanche, estiment quâelle exclut les produits purement esthĂ©tiques comme les bijoux, dans la mesure oĂč leur finalitĂ© sâĂ©puiserait dans lâesthĂ©tique et constituerait la nature mĂȘme du produit. On trouve aussi lâopinion selon laquelle la nĂ©cessitĂ© esthĂ©tique exclut les formes dont lâesthĂ©tique est centrale dans la valeur du produit. Me La Spada a cependant relevĂ© que, dans la pratique, lâart. 2 let. b LPM nâexcluait pas les objets purement esthĂ©tiques ni les objets du design, les Directives en matiĂšre de marques de lâInstitut indiquant dans ce contexte que sont exclues les formes dont les caractĂ©ristiques tridimensionnelles essentielles se composent dâĂ©lĂ©ments de forme purement gĂ©nĂ©riques pour les produits du segment correspondant. Toujours Ă propos de lâart. 2 let. b LPM, Me La Spada a Ă©galement traitĂ© de la notion de forme techniquement nĂ©cessaire, au sujet de laquelle le TF a rĂ©cemment eu lâoccasion de se pencher (TF, sic! 2012, 627, «Nespresso II»; TF, sic! 2012, 811, «Lego IV [3D]»). Elle a rappelĂ© quâune forme est techniquement nĂ©cessaire si le recours Ă une autre forme ne peut raisonnablement pas ĂȘtre exigĂ©, car lâalternative est moins pratique, moins solide ou plus chĂšre. Sous lâangle de lâart. 2 let. a LPM, Me La Spada a rappelĂ© les principes rĂ©gissant les marques de formes. En particulier, pour que lâobstacle de lâappartenance au domaine public soit surmontĂ© et que lâon reconnaisse Ă la forme un caractĂšre distinctif originaire, le signe doit sâĂ©carter des formes usuelles ou attendues dans le segment considĂ©rĂ© Ă tel point quâil reste en mĂ©moire Ă long terme non seulement comme la reprĂ©sentation dâun produit, mais comme rĂ©fĂ©rence Ă une entreprise dĂ©terminĂ©e (cf. ATF 134 III 547, «Freischwingender Panton [3D]»). Elle a soulignĂ© quâil Ă©tait exceptionnel quâun produit du design remplisse cette condition, ce dâautant que, plus un segment compte une grande diversitĂ© de formes, plus il est difficile de crĂ©er une forme inattendue. Me La Spada a ajoutĂ© que le fait que la forme soit rĂ©compensĂ©e par un prix nâentrait pas en ligne de compte. Sur la base de ces considĂ©rations, Me La Spada a conclu que, si la LPM permettait de protĂ©ger les objets du design, il y avait nĂ©anmoins actuellement une forte rĂ©ticence Ă protĂ©ger les formes de produits, motif pris quâil existerait un risque de monopoliser la forme dâun genre de produit pendant une durĂ©e illimitĂ©e, sans possibilitĂ© pour les concurrents dâen faire un usage descriptif. Elle a par ailleurs indiquĂ© que cela sâexpliquait Ă©galement par un souci de garder un droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle cohĂ©rent. En effet, alors que dâautres droits accordent une protection limitĂ©e dans le temps, la protection confĂ©rĂ©e par la LPM est potentiellement de durĂ©e illimitĂ©e. Ă propos de la LDes, Me La Spada a rappelĂ© que le design doit ĂȘtre nouveau et original (art. 2 al. 1 LDes). Le critĂšre de la nouveautĂ© exclut les designs qui ne diffĂšrent de designs existants que par des dĂ©tails peu perceptibles. Pour satisfaire Ă la condition de lâoriginalitĂ©, le design ne doit pas donner la mĂȘme impression dâensemble que les produits existants sur le marchĂ©. Sur le point de savoir Ă partir de quand lâon est en prĂ©sence dâune forme originale, Me La Spada a estimĂ© que la marge de manĆuvre du crĂ©ateur Ă©tait prise en considĂ©ration. Elle a par ailleurs relevĂ© quâen prĂ©sence dâune gamme de produits connaissant plusieurs dĂ©clinaisons successives, le produit initial Ă©tait susceptible de dĂ©truire lâoriginalitĂ© dâune variante ultĂ©rieurement dĂ©posĂ©e comme design. Me La Spada a nĂ©anmoins constatĂ© que les tribunaux admettaient assez facilement lâoriginalitĂ© du design, bien quâils concluent souvent Ă lâabsence de violation. Elle a enfin mis en avant que la LDes Ă©tait conçue pour les objets du design et a rappelĂ© que, pour obtenir une protection, il fallait veiller Ă la revendiquer dans les douze mois suivant sa premiĂšre divulgation et que la durĂ©e de la protection Ă©tait limitĂ©e Ă 25 ans. Me La Spada a ensuite Ă©voquĂ© la possibilitĂ© de protĂ©ger les objets du design par la LDA. LâĆuvre y est dĂ©finie comme toute crĂ©ation de lâesprit, littĂ©raire ou artistique, qui a un caractĂšre individuel, quelles quâen soient la valeur ou la destination (art. 2 al. 1 LDA). Font notamment partie des crĂ©ations de lâesprit les Ćuvres des arts appliquĂ©s (art. 2 al 2 let. f LDA). Me La Spada a toutefois notĂ© que la jurisprudence en matiĂšre de droit dâauteur Ă©tait fluctuante. De plus, le TF a considĂ©rĂ© quâen cas de doute, le caractĂšre individuel devait ĂȘtre niĂ© (TF, sic! 2011, 504, «Le Corbusier»). Sous lâangle de la LCD enfin, Me La Spada a en substance relevĂ© que cette lĂ©gislation nâavait pas de caractĂšre subsidiaire par rapport aux autres lois qui protĂšgent la propriĂ©tĂ© intellectuelle. Cependant, on ne saurait Ă©luder par le biais de la LCD les choix faits par le lĂ©gislateur concernant les limites prĂ©vues par les autres lois, sauf en cas de circonstances particuliĂšres de dĂ©loyautĂ©. Elle a prĂ©sentĂ© pour conclure la rĂ©cente jurisprudence du TF rĂ©servant la possibilitĂ© dâune exploitation dĂ©loyale de la rĂ©putation dâautrui mĂȘme en lâabsence de risque de confusion (ATF 135 III 446, «Maltesers/Kit Kat Pop Choc II»). Selon lâintervenante, cette jurisprudence pourrait, peut-ĂȘtre, ouvrir plus largement la porte Ă la protection de la forme des produits qui ne sont pas enregistrĂ©s comme marques ou designs. Le sĂ©minaire sâest ensuite poursuivi sur un «Tour dâhorizon de la jurisprudence communautaire», prĂ©sentĂ© par Arnaud Folliard-Monguiral, juriste auprĂšs du service juridique de lâOffice dâharmonisation au sein du marchĂ© intĂ©rieur (OHMI). Sous lâangle du droit des marques, Arnaud Folliard-Monguiral a dâabord relevĂ© que, dans une cause prĂ©judicielle, la Cour de Justice a considĂ©rĂ© que lâintĂ©rieur dâun magasin pouvait constituer une marque, sous rĂ©serve quâil dispose dâun caractĂšre distinctif suffisant (C-421/13, «Apple»). Sâagissant des motifs absolus, le Tribunal de lâUE a jugĂ© quâĂ©tait descriptif un signe concordant Ă une lettre prĂšs avec une indication gĂ©ographique connue pour du vin, peu importe lâabsence de concordance parfaite entre le signe et cette indication. En outre, le conflit avec une appellation dâorigine ne suppose pas quâelle soit connue (Tribunal UE, T-320/10, § 58-63 et 70-72, «Castel/Castell»). Sâagissant des marques de forme, la CJUE a estimĂ© que la reprĂ©sentation graphique, qui doit ĂȘtre complĂšte par elle-mĂȘme, peut ĂȘtre interprĂ©tĂ©e Ă la lumiĂšre dâĂ©lĂ©ments extĂ©rieurs (comme des preuves concrĂštes dâusage) permettant dâidentifier convenablement les caractĂ©ristiques essentielles dâun signe considĂ©rĂ© comme fonctionnel (C-337/12 Ă C-340/12 § 54-64). Concernant la liste des produits et des services, Arnaud Folliard-Monguiral a entre autres relevĂ© que la dĂ©signation dâun intitulĂ© de classe ne valait plus automatiquement une revendication pour chacun des termes alphabĂ©tiques de la classe; pour obtenir une telle protection, il convient dĂ©sormais de revendiquer chaque produit ou service de la classe. Ainsi, lâOHMI sâoriente dorĂ©navant moins vers une dĂ©signation par classe ou par ligne gĂ©nĂ©rique, mais davantage vers une indication concrĂšte des produits et des services, de maniĂšre Ă avoir une Ă©tendue de la protection la plus prĂ©cise possible. Arnaud Folliard-Monguiral a soutenu que cette nouvelle approche permettait de mieux tenir compte des intĂ©rĂȘts des tiers, mais également du titulaire dans le maintien de son droit Ă la marque. Dans le contexte de la similaritĂ© des produits et des services, Arnaud Folliard-Monguiral a entre autres indiquĂ© que la similaritĂ© pouvait ĂȘtre admise en raison de la complĂ©mentaritĂ© des produits ou des services Ă condition quâil soit dĂ©montrĂ© que ces produits ou services soient utilisĂ©s ensemble, ce qui prĂ©suppose quâils sâadressent Ă un mĂȘme public (cf. Tribunal UE, T-80/11, § 28-29, «Ridge Wood»; voir Ă©g. Tribunal UE, T-599/10 § 92, «Eurocool»). Il a par ailleurs relevĂ© que le Tribunal avait niĂ© la similaritĂ© entre des vĂ©hicules (cl. 12) et des services de location de vĂ©hicules (cl. 39), motifs pris quâun fabricant de vĂ©hicules nâĂ©tait pas actif dans le domaine de la location en gĂ©nĂ©ral (cf. Tribunal UE, T-104/12, § 58, «Vortex»). En revanche, la similaritĂ© a Ă©tĂ© admise entre les vĂȘtements (cl. 25) et les services de vente de vĂȘtement (cl. 35), dĂšs lors quâils sâadressaient Ă un public mixte commun (cf. Tribunal UE, T-282/12, «Freestyle»). Arnaud Folliard-Monguiral a encore soulignĂ© dans ce contexte que, dans un arrĂȘt T-249/11, le Tribunal avait admis un lien de similaritĂ© et de complĂ©mentaritĂ© possible entre de la volaille et des animaux vivants (cl. 29 et 31), dâune part, et, dâautre part, des services de publicitĂ©, de reprĂ©sentation commerciale, des services de franchisage, dâexportation et dâimportation (cl. 35) et des services de transport, entreposage et distribution de poulets (cl. 39). Le Tribunal a considĂ©rĂ© que le producteur de poulets qui transportait un poulet Ă domicile Ă©tait actif dans le domaine du transport et se faisait rĂ©munĂ©rer indĂ©pendamment de la vente du poulet. Arnaud Folliard-Monguiral a cependant indiquĂ© que lâOHMI avait fait recours contre cet arrĂȘt, motifs pris que, si un producteur transporte ses propres produits, il ne dispose pas dâune protection pour le transport mais uniquement pour les produits. Arnaud Folliard-Monguiral a par ailleurs mentionnĂ© quelques dĂ©veloppements rĂ©cents de la jurisprudence en matiĂšre de marques renommĂ©es. Il a notamment Ă©tĂ© question de dilution de la marque renommĂ©e (cf. CJUE, C-383/12, «Wolf»). La CJUE a par ailleurs estimĂ© que lâexistence de justes motifs pour lâusage dâun signe identique ou similaire Ă une telle marque nâĂ©tait pas limitĂ©e Ă des circonstances objectives, mais Ă©galement Ă des occurrences subjectives. Ainsi, un tiers peut justifier dâun juste motif pour lâusage dâun signe identique ou similaire Ă une marque renommĂ©e lorsque cet usage, pour un produit identique, se situe dans la trajectoire dâune exploitation commerciale commencĂ©e, de bonne foi, avant le dĂ©pĂŽt de la marque renommĂ©e et, en toute hypothĂšse, avant lâacquisition de la renommĂ©e (cf. CJUE, C-65/12 § 53-58, «Bull Dog»). Sâagissant enfin des dessins et modĂšles, Arnaud Folliard-Monguiral a entre autres Ă©voquĂ© des dĂ©veloppements de la pratique en matiĂšre de divulgation au moyen de catalogue (Ch. Rec. OHMI R 1195/2011-3) et de divulgation limitĂ©e (CJUE, C-479, «H. Gautzsch Grosshandel GmbH»). Il a Ă©galement Ă©voquĂ© la problĂ©matique liĂ©e au cadre de la comparaison, dans le contexte duquel sâopposent, dâun cĂŽtĂ©, une tradition du droit dâauteur (France, BENELUX, Espagne) Ă , dâun autre, une tradition du brevet (Allemagne). Dans une derniĂšre prĂ©sentation, Me Ralph Schlosser, avocat auprĂšs de lâĂtude Kasser Schlosser Ă Lausanne, a prĂ©sentĂ©, dans un exposĂ© intitulĂ© «Specsavers â de nouvelles lunettes pour apprĂ©cier le risque de confusion», lâarrĂȘt «Specsavers» de la CJUE et sâest interrogĂ© sur les possibles implications pour la pratique suisse. Cette sociĂ©tĂ© est titulaire des marques communautaires suivantes:- â les marques communautaires verbales no 1321298 et no 3418928, consistant en le mot «Specsavers»;
- â les marques communautaires figuratives no 449256 et no 1321348, qui couvrent le signe suivant:
- â la marque communautaire figurative no 5608385, qui couvre le signe suivant:
- â et la marque communautaire figurative no 1358589, qui couvre le signe suivant:
Dans les faits, câest le logo suivant, en vert et en blanc, qui a Ă©tĂ© utilisĂ©:
Me Schlosser a exposĂ© que la CJUE a Ă©tĂ© amenĂ©e Ă rĂ©pondre Ă plusieurs questions prĂ©judicielles dans cette affaire. Pour lâune dâentre elles, elle a considĂ©rĂ© que la condition dâusage sĂ©rieux pouvait ĂȘtre satisfaite lorsquâune marque communautaire figurative nâest utilisĂ©e quâen combinaison avec une marque communautaire verbale qui lui est surimposĂ©e, ladite combinaison de deux marques Ă©tant elle-mĂȘme enregistrĂ©e comme marque communautaire, pour autant que les diffĂ©rences entre la forme sous laquelle la marque est utilisĂ©e et celle sous laquelle elle a Ă©tĂ© enregistrĂ©e nâaltĂšrent pas le caractĂšre distinctif de ladite marque telle quâenregistrĂ©e.
Me Schlosser a soulignĂ© quâune application analogue de cet arrĂȘt en Suisse sâimposait, dans la mesure oĂč il existe un consensus pour affirmer que lâusage dâun nouvel enregistrement peut permettre de maintenir le droit dâun enregistrement antĂ©rieur.
Sâagissant dâune autre question prĂ©judicielle soumise Ă la CJUE, Me Schlosser a relevĂ© que, lorsque le titulaire a fait un usage large de la marque dans une couleur particuliĂšre si bien que, dans lâesprit du public, cette marque est dĂ©sormais associĂ©e Ă cette couleur, la couleur quâun tiers utilise pour la reprĂ©sentation dâun signe accusĂ© de porter atteinte Ă la marque est, selon la Cour, pertinente dans le cadre de lâapprĂ©ciation globale du risque de confusion.
Me Schlosser a rendu les participants attentifs au fait quâen droit allemand, la maniĂšre dont la marque est utilisĂ©e est sans incidence sur la dĂ©termination de son champ de protection (BGH, GRUR 2004, 779, «Zwilling/ZweibrĂŒder»). La force distinctive, la similitude des signes ainsi que celle des produits et des services sont ainsi pris en compte, contrairement aux autres Ă©lĂ©ments tels que les aspects marketing ou publicitaire.
En droit suisse, Me Schlosser a rappelĂ© que les signes Ă©taient comparĂ©s tels quâils sont enregistrĂ©s (ATF 119 II 473 consid. 2b, «Radion/Radomat»). LâapprĂ©ciation du risque ne se base pas sur une comparaison abstraite des signes, mais en fonction de lâensemble des circonstances (ATF 122 III 382 consid. 1, «Kamillosan»). Me Schlosser a encore ajoutĂ© que, selon le TF, lâimpression dâensemble nâest pas uniquement dĂ©terminĂ©e par la similitude abstraite des signes en tant que telle, mais dĂ©pend bien plutĂŽt de lâensemble des circonstances dâutilisation (TF, sic! 2002, 99 consid. 1b, «Stoxx/StockX»). Il en dĂ©duit que la marque antĂ©rieure doit ĂȘtre prise en compte telle quâelle est enregistrĂ©e, mais que sont Ă©galement prises en considĂ©ration lâensemble des circonstances qui entourent lâutilisation des signes en prĂ©sence. Seraient des circonstances pertinentes le degrĂ© de similitude des produits et des services concernĂ©s, le degrĂ© dâattention des consommateurs, la force distinctive et la connaissance de la marque. En revanche, le conditionnement, les disclaimers et la couleur dans laquelle une marque sans revendication de couleurs est utilisĂ©e sont des circonstances indiffĂ©rentes dans le cadre de lâapprĂ©ciation du risque de confusion.
Me Schlosser a dĂ©duit de lâarrĂȘt «Specsavers» que, ce qui a Ă©tĂ© considĂ©rĂ© comme dĂ©terminant, câest le fait que le public sait que le signe a Ă©tĂ© utilisĂ© dans une certaine couleur. Il a ainsi interpellĂ© les participants sur la question de savoir sâil sâagissait dâune problĂ©matique touchant Ă la perception du signe susceptible dâinfluer le champ de protection de la marque ou si, au contraire, il ne sâagissait que de circonstances de faits liĂ©es Ă lâutilisation de la marque qui ne sont pas pertinentes dans la dĂ©termination du champ de protection.
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Fussnoten: |
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M.Law, juriste en marques Ă lâIPI, Berne.
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I.Neuere Rechtsprechung der Beschwerdekammern des EuropÀischen Patentamts zum Stand der Technik
1. Elektronische Veröffentlichungen als Stand der Technik
II.Ăffentliche ZugĂ€nglichkeit von Internetdokumenten und E-Mails
1. Erkenntnisse aus T 1553/06 und T 2/09
2. Massstab bei der BeweiswĂŒrdigung
III.Einfluss des America Invents Actâs (AIA) auf die Beurteilung des Stands der Technik in den USA
- â durch Eingabe eines in Bezug auf den Inhalt des Dokuments relevanten Suchbegriffs in eine öffentliche Suchmaschine auffindbar ist, und
- â «ausreichend lange» online verfĂŒgbar ist, um von einem Mitglied der Ăffentlichkeit gefunden werden zu können.
| Vorher: | Nachher: |
| First-to-Invent: Recht auf Patent gebĂŒhrt dem frĂŒheren Erfinder; Anmeldetag ist irrelevant | First-to-File: Recht auf Patent gebĂŒhrt dem frĂŒheren Anmelder; Zeitpunkt der Erfindung ist irrelevant |
| EinjĂ€hrige Neuheitsschonfrist unabhĂ€ngig davon, wer die Erfindung der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht hat | EinjĂ€hrige Neuheitsschonfrist gilt nur dann, wenn die Erfindung vom Erfinder selbst der Ăffentlichkeit zugĂ€nglich gemacht wurde oder von jemandem, der direkt oder indirekt vom Erfinder davon erfahren hat |
| Hilmer-Doktrin: US-Patentanmeldungen und Erfindungen, die in den USA gemacht wurden, werden gegenĂŒber solchen im Ausland bevorzugt; Vorbenutzung im Ausland gilt nicht als Stand der Technik; US-Anmeldungen mit auslĂ€ndischer PrioritĂ€t bilden erst ab dem US-Anmeldetag Stand der Technik | Ausweitung der Definition des Stands der Technik: Keine sprachliche und geografische EinschrĂ€nkungen mehr; Vorbenutzung und sonstige ZugĂ€nglichmachung ist Stand der Technik; auslĂ€ndische PrioritĂ€t ergibt effektiven Anmeldetag; dafĂŒr TĂ€tigkeit im Geheimen nicht mehr relevant |
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Fussnoten: |
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Dr. sc., Dipl. Chem. ETH, EuropĂ€ische und Schweizer PatentanwĂ€ltin, ZĂŒrich.
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MSc ETH, Patentingenieurin, ZĂŒrich.
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| Paraguay | 20. Januar 2015 (Ratifikationsdatum) |
| Paraguay | 20 janvier 2015 (date de ratification) |
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| Madagaskar | 24. Februar 2015 |
| Madagaskar | 24. Februar 2015 |
| Afrikanische Organisation fĂŒr Geistiges Eigentum (OAPI) Simbabwe | 5. MĂ€rz 2015; ErklĂ€rungen gemĂ€ss Art. 5(2)d) und 8(7)a) 11. MĂ€rz 2015 |
| Madagascar | 24 février 2015 |
| Madagascar | 24 février 2015 |
| Organisation africaine de la propriété Intellectuelle (OAPI) Zimbabwe | 5 mars 2015; déclarations selon les art. 5.2)d) et 8.7)a) 11 mars 2015 |
| Uruguay | 1. Dezember 2014 (Ratifikationsdatum) |
| Mali | 16. Dezember 2014 (Ratifikationsdatum) |
| Uruguay | 1er décembre 2014 (date de ratification) |
| Mali | 16 décembre 2014 (date de ratification) |
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Bericht ĂŒber die INGRES-Tagung vom 24. November 2014
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Fussnoten: |
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Dr. iur., RechtsanwĂ€ltin, ZĂŒrich.
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Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht, 5. und 6. September 2014
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Fussnoten: |
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MLaw, ZĂŒrich.
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Fussnoten: |
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| 1 |
Die Sachverhaltsdarstellung und die LeitsĂ€tze sind nicht Bestandteil des offiziellen Entscheides (sie wurden vom Berichterstatter hinzugefĂŒgt).
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| 2 |
Die Abbildung zeigt aus praktischen GrĂŒnden die Anzeige eines DetailhĂ€ndlers. Sie wird hier verwendet, da die beiden Produkte der Beschwerdegegnerin darstellt werden. â Der DetailhĂ€ndler war jedoch im Verfahren nicht involviert.
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| Kuwait | 2. Dezember 2014 |
| Kuba | 3. September 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II und III des Anhangs der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 3. Dezember 2014. |
| Bangladesch | 5. September 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II und III des Anhangs der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 5. Dezember 2014. |
| Kuwait | 2. Dezember 2014 |
| Irak | 29. November 2014 |
| Tadschikistan | 26. Dezember 2014 |
| Koweït | 2 décembre 2014 |
| Cuba | 3 septembre 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative aux art. II et III de lâAnnexe de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 3 dĂ©cembre 2014. |
| Bangladesh | 5 septembre 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative aux art. II et III de lâAnnexe de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 5 dĂ©cembre 2014. |
| Koweït | 2 décembre 2014 |
| Iraq | 29 novembre 2014 |
| Tadjikistan | 26 décembre 2014 |
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- 1. ErfĂŒllen die ersetzten Merkmale die objektiv gleiche Funktion? (Gleichwirkung).
- 2. Werden die ersetzten Merkmale und deren objektiv gleiche Funktion dem Fachmann durch die Lehre des Patentes nahegelegt? (Auffindbarkeit).
- 3. HÀtte der Fachmann bei Orientierung am Anspruchswortlaut im Lichte der Beschreibung die ersetzten Merkmale als gleichwertige Lösung in Betracht gezogen? (Gleichwertigkeit).
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Fussnoten: |
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|---|---|
| * |
MLaw, Rechtsanwalt, ZĂŒrich.
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| Jemen | 7. Juli 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II und III der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 10. Oktober 2014. |
| Thailand | 9. Juli 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 10. Oktober 2014. |
| Vietnam | 10. Juli 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II und III der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 10. Oktober 2014. |
| Vereinigte Arabische Emirate | 11. Juli 2014; ErklĂ€rung betreffend Erneuerung der ErklĂ€rung gemĂ€ss Art. II und III der Fassung von Paris (1971) fĂŒr 10 Jahre ab dem 10. Oktober 2014. |
| YĂ©men | 7 juillet 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative aux art. II et III de lâAnnexe de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 10 octobre 2014. |
| ThaĂŻlande | 9 juillet 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative Ă lâart. II de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 10 octobre 2014. |
| Vietnam | 10 juillet 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative aux art. II et III de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 10 octobre 2014. |
| Emirats arabes unis | 11 juillet 2014; DĂ©claration renouvelant la dĂ©claration relative aux art. II et III de lâActe de Paris (1971) pour une pĂ©riode de dix ans Ă compter du 10 octobre 2014. |
| China | 9. Juli 2014 (Ratifikationsdatum); ErklÀrung gemÀss Art. 11(3); ErklÀrung, dass der Vertrag keine Anwendung auf die Sonderverwaltung Hongkong (China) findet. |
| Indien | 24. Juni 2014 (Ratifikationsdatum) |
| Chine | 9 juillet 2014 (date de ratification); DĂ©claration conformĂ©ment Ă lâart. 11.3); DĂ©claration selon laquelle le traitĂ© nâest pas applicable Ă la rĂ©gion administrative spĂ©ciale de Hong Kong (Chine). |
| Inde | 24 juin 2014 (date de ratification) |
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| Afrikanische Organisation fĂŒr Geistiges Eigentum (OAPI) | 10. Juli 2014 (Fassung von 1991) |
| Japan | 24. September 2014 |
| Organisation Africaine de la Propriété Intellectuelle (OAPI) | 10 juillet 2014 (Acte de 1991) |
| Japon | 24 septembre 2014 |
| Japan | 10. Juni 2014 (Beitrittsdatum); Deklarationen gemÀss Art. 11(2) und (3) |
| Japon | 10 juin 2014 (date dâadhĂ©sion); dĂ©clarations selon les art. 11.2) et 3) |
Die Konkurseröffnung stellt keinen Grund fĂŒr eine sofortige Beendigung eines Lizenzvertrages an IP-Rechten, die zur Konkursmasse gehören, dar. DauerschuldverhĂ€ltnisse, u. a. Lizenzvereinbarungen, bleiben in Kraft fĂŒr die vereinbarte Vertragsdauer oder bis zum nĂ€chsten KĂŒndigungstermin. Nichtdestotrotz kann der Konkursverwalter entscheiden, die Lizenzverpflichtungen des Konkursiten, sei dieser Lizenzgeber oder Lizenznehmer, weiter zu erfĂŒllen. DarĂŒber hinaus, und soweit der Lizenzvertrag dies erlaubt, kann der Konkursverwalter die vertraglichen Rechte des Konkursiten an Dritte ĂŒbertragen.
Im schweizerischen Urheberrecht ist die Erschöpfung gesetzlich geregelt (Art. 12 URG). Sie knĂŒpft an die VerĂ€usserung eines Werkexemplars mit Zustimmung des Rechtsinhabers an. Erschöpft wird das Recht zur WeiterverĂ€usserung und zum weiteren Vertrieb (z.B. durch Vermietung) des Werkexemplars. Differenzierende Regeln finden sich fĂŒr audiovisuelle Werke, Computerprogramme und Werke der Baukunst. Sie lassen entweder die Erschöpfungswirkungen erst zeitlich aufgeschoben (audiovisuelle Werke) oder nur beschrĂ€nkt (Computerprogramme dĂŒrfen nicht vermietet werden) eintreten oder dehnen die Erschöpfungswirkung wegen der Natur des Werkes aus (Bauwerke dĂŒrfen auch verĂ€ndert werden). Ist das fragliche Werkexemplar rechtmĂ€ssig auf den Markt gelangt, kommt es nicht mehr auf den Fortbestand des Vertrags an, unter dem die ErstverĂ€usserung erfolgt ist. Auch kann die urheberrechtliche Erschöpfungswirkung nicht vertraglich wegbedungen werden.
Die Bereitstellung von anklickbaren Links auf einer Internetseite zu urheberrechtlich geschĂŒtzten Werken auf einer anderen Seite ist zulĂ€ssig i.S.d. Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG, wenn die verlinkten BeitrĂ€ge frei zugĂ€nglich sind und daher kein neues Publikum geschaffen wird. Dies gilt selbst dann, wenn der Nutzer den Eindruck erlangt, dass der verlinkte Inhalt auf der Ausgangsseite erscheine. Anders wĂ€re der Fall zu beurteilen, wenn durch den Link ZugangsbeschrĂ€nkungen der Ursprungsseite umgangen wĂŒrden, dann sei die Erlaubnis des Urheberrechtsinhabers erforderlich.
Einem Mitgliedstaat steht nicht das Recht zu, dem Inhaber von Urheberrechten einen weitergehenden Schutz zu gewÀhren, als von Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29 vorgesehen.
La fourniture de liens cliquables sur un site Internet vers des Ćuvres protĂ©gĂ©es par le droit dâauteur sur un autre site est lĂ©gale selon lâart. 3 al. 1 de la directive 2001/29/CE, si les articles liĂ©s sont librement disponibles et donc pas de public nouveau est créé. Ce principe sâapplique mĂȘme dans le cas oĂč les utilisateurs ont lâimpression que le contenu liĂ© se trouve vers le site initial. La situation est diffĂ©rente si des restrictions dâaccĂšs du site dâorigine sont contournĂ©es, dans ce cas lâobtention dâune autorisation du titulaire des droits dâauteur est requise.
Un Ătat membre nâa pas le droit de protĂ©ger plus amplement les titulaires dâun droit dâauteur que prĂ©vu selon lâart. 3 al. 1 de la directive 2001/29/CE.
Birgit Weil | 2014 Ausgabe 7-8
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Das Institut hat seine Richtlinien in Markensachen revidiert. Folgende Punkte sind hervorzuheben
Die rechtsvergleichende Bearbeitung von aktuellen immaterialgĂŒterrechtlichen Fragen ist eine der Kernkompetenzen von AIPPI: Jedes Jahr bereiten die nationalen Gruppen Berichte zu aktuellen Themen vor, den sog. Questions oder kurz Qs, welche dann auf internationaler Ebene diskutiert werden und Eingang in die Resolutionen von AIPPI International finden. Die Resolutionen haben in zahlreichen LĂ€ndern und Gremien Einfluss auf die Rechtsetzung, Weiterentwicklung und internationale Harmonisierung des Rechts des geistigen Eigentums. Alle LĂ€nderberichte, Zusammenfassungen und Resolutionen sind zudem auf www.aippi.org (unter Questions/Committees sowie Resolutions) verfĂŒgbar.
| 2014 Ausgabe 7-8
1 A patent may not be invoked against any person who, prior to the filing or priority date of the patent application, was commercially using the invention in good faith in Switzerland or had made special preparations for that purpose.
Report of Swiss Group | 2014 Ausgabe 7-8
For the sake of completeness it should be reminded that the general exclusions from patentability (in particular of inventions whose exploitation is contrary to human dignity or that disregard the integrity of living organisms or that are in any other way contrary to public policy or morality) also apply to second medical use inventions.
Report of Swiss Group | 2014 Ausgabe 7-8
The Swiss Group assumes that cost-effectiveness may be the main reason why the system of international registrations is often used by practitioners in Switzerland.
Die diesjĂ€hrige Winterversammlung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) fand im Anschluss an den traditionellen Skiausflug im ZĂŒrichberg Sorell Hotel statt. Geleitet wurde die wiederum von zahlreichen Spezialisten aus dem In- und vor allem auch aus dem europĂ€ischen Ausland besuchte Tagung von RA Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend RA Dr. Christoph Gasser die Verantwortung fĂŒr die Organisation ĂŒbernommen hatte. Auch dieses Jahr trugen herausragende Persönlichkeiten aus Richterschaft, Wissenschaft und Industrie die neuesten Entwicklungen und die aktuelle Rechtsprechung zum in der EuropĂ€ischen Union harmonisierten und vereinheitlichten Patent-, Urheber-, Design- und Kennzeichenrecht vor und es bestand trotz des dichten Programms ausreichend Gelegenheit fĂŒr Diskussionen.
Celine Herrmann | 2014 Ausgabe 7-8
vom 9. September 1886 zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst, revidiert in Paris am 24. Juli 1971 und geÀndert am 28. September 1979
| 2014 Ausgabe 7-8
Die revidierten Richtlinien sind per 1. Juli 2014 in Kraft getreten und werden auf sĂ€mtliche hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Die Richtlinien sind auf der Webseite des Instituts verfĂŒgbar (www.ige.ch).
Eric Meier | 2014 Ausgabe 7-8
Das Inverkehrbringen von rechtsverletzenden Waren fĂŒgt dem Rechtsinhaber, der Volkswirtschaft sowie dem Konsumenten erheblichen Schaden zu. Im Kampf gegen FĂ€lschungen und Piraterieprodukte stellen die Kontrollen der Zollbehörden ein wichtiges Element dar. Die am 1. Januar 2014 in Kraft getretene Verordnung (EU) Nr. 608/2013 legt fest, unter welchen Bedingungen und nach welchem Verfahren Zollbehörden der EU-Mitgliedstaaten Waren zurĂŒckhalten, bei denen ein Verdacht auf eine ImmaterialgĂŒterrechtsverletzung besteht.
Der Autor zeigt auf, welche Ănderungen die neue Grenzbeschlagnahmeverordnung gegenĂŒber der alten Verordnung (EU) Nr. 1383/2003 mit sich bringt, und vergleicht das Verfahren in der EU mit der Hilfeleistung der Eidg. Zollverwaltung.
La mise en circulation de marchandises illĂ©gales nuit gravement au titulaire du droit, Ă lâĂ©conomie ainsi quâaux consommateurs. Les contrĂŽles par les autoritĂ©s douaniĂšres constituent un Ă©lĂ©ment important de la lutte contre les contrefaçons et la piraterie. Le rĂšglement (UE) n° 608/2013, entrĂ© en vigueur le 1er janvier 2014, Ă©tablit Ă quelles conditions et selon quelle procĂ©dure les autoritĂ©s douaniĂšres des Etats membres de lâUE peuvent intercepter des marchandises dont on soupçonne quâelles violent un droit de propriĂ©tĂ© intellectuelle.
Lâauteur dĂ©crit les modifications apportĂ©es par le nouveau rĂšglement par rapport Ă lâancien rĂšglement n° 1383/2003 concernant le contrĂŽle, par les autoritĂ©s douaniĂšres, du respect des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle et compare la procĂ©dure de lâUE avec lâintervention de lâadministration fĂ©dĂ©rale des douanes.
Lukas LĂŒthi | 2014 Ausgabe 6
vom 9. September 1886 zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst, revidiert in Paris am 24. Juli 1971 und geÀndert am 28. September 1979
| 2014 Ausgabe 6
Mit dem Urteil «Geburtstagszug» vollzieht der deutsche Bundesgerichtshof (BGH) eine historische PraxisĂ€nderung bei der Beurteilung der UrheberrechtsschutzfĂ€higkeit von Werken der angewandten Kunst. Er nimmt Abschied von der seit Jahrzehnten angewandten «Stufentheorie», die besonders hohe Anforderungen an Werke der Gebrauchskunst gestellt hat und beendet damit deren pauschale Ungleichbehandlung gegenĂŒber den anderen Werkkategorien.
Avec lâarrĂȘt «Geburtstagszug», la Cour fĂ©dĂ©rale allemande de justice a initiĂ© un changement de pratique historique dans lâapprĂ©ciation de la protection du droit dâauteur pour les Ćuvres des arts appliquĂ©s. Elle sâest affranchie de la «Stufentheorie» quâelle appliquait depuis des dĂ©cennies et qui posait des exigences particuliĂšrement Ă©levĂ©es pour Ćuvres utilitaires. Elle met ainsi un terme Ă une inĂ©galitĂ© de traitement arbitraire par rapport aux autres catĂ©gories dâĆuvres.
Michael Ritscher / Peter Schramm | 2014 Ausgabe 5
Mit Urteil vom 12. Dezember 2013 hat der EuGH die Entscheidung des EuropĂ€ischen Gerichts erster Instanz (EuG) zur Geltung des deutschschweizerischen Abkommens zur rechtserhaltenden Benutzung von Marken vom 13. April 1892 im Rahmen des Gemeinschaftsmarkenrechts bestĂ€tigt. Das Gemeinschaftsmarkenrecht regelt in Art. 42 Abs. 2 Gemeinschaftsmarkenverordnung (GMVO) abschliessend die Frage der rechtserhaltenden Benutzung. Abweichende nationale oder bilaterale Abkommen sind unbeachtlich. Mit dieser Entscheidung ist nicht nur die Anwendung des deutsch-schweizerischen Abkommens fĂŒr das gemeinschaftsrechtliche Widerspruchsverfahren, sondern aufgrund der identischen Regelung zur rechtserhaltenden Benutzung in Art. 10 der Markenharmonisierungsrichtlinie auch eine Anwendbarkeit im nationalen deutschen Markenrecht ausgeschlossen.
Par un arrĂȘt du 12 dĂ©cembre 2013, la CJUE a confirmĂ© une dĂ©cision du Tribunal de lâUnion europĂ©enne concernant lâapplication de la Convention entre la Suisse et lâAllemagne sur lâusage sĂ©rieux dâune marque du 13 avril 1892 dans le cadre du droit communautaire des marques. Le RĂšglement sur la marque communautaire rĂšgle la question de lâusage sĂ©rieux dâune marque de façon dĂ©finitive en son art. 42 al. 2. Des conventions dĂ©rogatoires nationales ou rĂ©gionales ne peuvent pas ĂȘtre prises en considĂ©ration. Cette dĂ©cision exclut lâapplication de la Convention entre la Suisse et lâAllemagne non seulement dans le cadre de la procĂ©dure dâopposition relative Ă la marque communautaire, mais, au vu de la rĂ©glementation identique relative Ă lâusage sĂ©rieux dâune marque contenue Ă lâart. 10 de la directive rapprochant les lĂ©gislations des Etats membres sur les marques, Ă©galement dans le droit national allemand des marques.
Dirk Jestaedt | 2014 Ausgabe 5
Das chinesische Markenschutzgesetz steht vor einem grossen Wandel. Die Neuerungen werden vor allem auch auf das Anmeldeverfahren und -verhalten auslĂ€ndischer Markenanmelder und -inhaber Einfluss haben. Welche Auswirkungen wird die Revision haben, wo wird es zu Erleichterungen bei der Anmeldung kommen und wo zu VerschĂ€rfungen? Eine Ăbersicht.
La loi chinoise sur la protection des marques est sur le point de subir des changements profonds. Les modifications auront avant tout des consĂ©quences sur la procĂ©dure de dĂ©pĂŽt et ses modalitĂ©s applicables aux dĂ©posants Ă©trangers et aux titulaires des marques. Quels seront les effets de la rĂ©vision, dans quelle mesure le dĂ©pĂŽt sera-t-il facilitĂ© ou au contraire rendu plus difficile? Lâauteur prĂ©sente un Ă©tat de la situation.
Denis F. Berger / Xu Tian / Laura KĂŒnzli | 2014 Ausgabe 5
Le Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets a commencĂ© son activitĂ© le 1er janvier 2012. Deux ans aprĂšs, il est intĂ©ressant de revenir sur la jurisprudence rendue depuis lors. Pour ce faire, il est proposĂ© dâanalyser des questions, notamment de procĂ©dure civile, rendues par le nouveau Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets Ă diffĂ©rentes Ă©tapes de la procĂ©dure.
Das Bundespatentgericht hat seine TĂ€tigkeit am 1. Januar 2012 aufgenommen. Nach zwei Jahren ist es interessant, auf die bisherige Rechtsprechung zurĂŒckzukommen. In diesem Zusammenhang wird vorgeschlagen, typische Zivilverfahrensfragen zu prĂŒfen. Dabei werden insbesondere verschiedene VerfahrensverfĂŒgungen des neuen Bundespatentgerichts zu verschiedenen Stufen des Verfahrens untersucht.
Pascal Fehlbaum | 2014 Ausgabe 5
Die Tagung «Big Data» wurde von den Tagungsleitern Prof. Dr. Rolf H. Weber, Ordinarius an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Leiter des Zentrums fĂŒr Informations- und Kommunikationsrecht der UniversitĂ€t ZĂŒrich, und Prof. Dr. Florent Thouvenin, Assistenzprofessor fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Informationsrecht und Direktor der Forschungsstelle fĂŒr Informationsrecht an der UniversitĂ€t St. Gallen, im ZĂŒrcher Zunfthaus zur Schmiden eröffnet.
Aurelia TamĂČ | 2014 Ausgabe 5
Unter dem Titel «Das Geistige Eigentum im 21. Jahrhundert â Standortbestimmung und Herausforderungen fĂŒr die Schweiz» lud das Eidg. Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) am 22. November 2013 nach Bern zur Geburtstagsfeier. Die Gratulanten â neben BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga zahlreiche geladene GĂ€ste aus Wissenschaft und Praxis, Vertreterinnen und Vertreter der Gerichte, der Verwertungsgesellschaften und der Wirtschaft â erlebten eine interessante und anregende, bisweilen gar familiĂ€r-heitere JubilĂ€umstagung.
Mit dem Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofs in den Verfahren C457/11 â C460/11 sind eine ganze Reihe von Auslegungsfragen hinsichtlich des urheberrechtlichen Schutzes im Bereich der Privatkopie einer KlĂ€rung zugefĂŒhrt worden. Das Gericht hĂ€lt insbesondere fest, dass die Einwilligung der Berechtigten oder der Verzicht auf die Anwendung von technischen Schutzmassnahmen die von Art. 5 Abs. 2 lit. a der Richtlinie 2001/29 verlangte VergĂŒtungspflicht fĂŒr die Erstellung von Kopien zum privaten Gebrauch nicht entfallen lasse. Diese Ausnahmeregelung gelte â sowohl bei analogen wie auch bei digitalen Vorlagen und unabhĂ€ngig von der verwendeten Verfahrenstechnik â grundsĂ€tzlich fĂŒr alle VervielfĂ€ltigungsprozesse, an deren Ende ein analoges Werkexemplar entstehe. Bei der Ausgestaltung der VergĂŒtungssysteme bestehe fĂŒr die Mitgliedstaaten ein erheblicher Spielraum.
Avec lâarrĂȘt de la Cour de Justice de lâUnion europĂ©enne dans les procĂ©dures C457/11âC460/11, toute une sĂ©rie de questions dâinterprĂ©tation concernant le droit dâauteur et relatives Ă la copie privĂ©e ont Ă©tĂ© clarifiĂ©es. La Cour Ă©tablit en particulier que le consentement de lâayant droit ou la renonciation Ă lâapplication de mesures techniques de protection ne fait pas tomber lâobligation de compensation exigĂ©e Ă lâart. 5 al. 2 let. a de la Directive 2001/29 pour la confection de copies pour un usage privĂ©. Cette exception sâapplique en principe pour tous les processus de reproduction menant Ă la constitution dâun exemplaire analogique de lâĆuvre â tant pour des documents analogiques que des documents numĂ©riques et indĂ©pendamment du procĂ©dĂ© technique utilisĂ©. Les Etats membres disposent dâune marge de manĆuvre importante dans la conception des systĂšmes de compensation.
Willi Egloff | 2014 Ausgabe 3
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Nach der spanischen und der niederlĂ€ndischen «Abgabe fĂŒr Privatkopie» stand jĂŒngst die österreichische LeertrĂ€gervergĂŒtung auf dem PrĂŒfstand des EuGH. Der Gerichtshof nutzte die Gelegenheit, die unionsrechtlichen Vorgaben fĂŒr diese pauschalen VergĂŒtungssysteme weiter zu prĂ€zisieren. Er relativierte dabei seine frĂŒhere Rechtsprechung, wonach die unterschiedslose Anwendung einer «Abgabe fĂŒr Privatkopie» auf GerĂ€te oder Medien, die eindeutig nicht zur Anfertigung von Privatkopien verwendet werden, unzulĂ€ssig sei. Neu erlaubt der EuGH, dass die Mitgliedstaaten dieser Problematik mit einem wirksamen RĂŒckerstattungssystem begegnen. Von Interesse fĂŒr die Schweiz dĂŒrften ferner die AusfĂŒhrungen des Gerichts zur ZulĂ€ssigkeit von AbzĂŒgen zugunsten kultureller oder sozialer Einrichtungen sein.
AprĂšs sâĂȘtre penchĂ©e sur les lois espagnole et nĂ©erlandaise sur la «redevance pour copie privĂ©e», la CJUE a rĂ©cemment examinĂ© la redevance autrichienne sur les supports vierges. La Cour a saisi lâoccasion de prĂ©ciser la teneur du droit europĂ©en sur ces systĂšmes forfaitaires de rĂ©munĂ©ration. Elle a relativisĂ© son ancienne jurisprudence en vertu de laquelle aurait Ă©tĂ© illicite lâapplication non diffĂ©renciĂ©e dâune «redevance pour copie privĂ©e» aux appareils ou supports qui nâĂ©taient manifestement pas utilisĂ©s pour effectuer des copies privĂ©es. Aujourdâhui, la CJUE permet aux Etats membres dâapprĂ©hender ce problĂšme par un systĂšme efficace de restitution. En outre, les considĂ©rants de la Cour sur lâadmissibilitĂ© de dĂ©ductions en faveur dâinstitutions sociales ou culturelles devraient prĂ©senter un intĂ©rĂȘt pour la Suisse.
Fabian Wigger | 2014 Ausgabe 2
Bei der Auslegung materiellen Patentrechts spielte der EuGH bisher nur in Randbereichen eine Rolle. Durch die neue Entscheidung in Rs. C-414/11 «Daiichi Sankyo» könnte der EuGH das Patentrecht ĂŒber den Umweg des TRIPS-Abkommens erobern: Der EuGH erklĂ€rt sich fĂŒr dessen Auslegung ausschliesslich zustĂ€ndig und gesteht offenbar den Mitgliedstaaten keine Kompetenz mehr zu, TRIPS unmittelbare Wirkung beizumessen. Der Eroberungsdrang des EuGH ist zwar getragen von einer konsequenten Weiterentwicklung der bisherigen Rechtsprechungslinie. Er geht aber einher mit ZustĂ€ndigkeitsfriktionen und ernĂŒchternden Auslegungsergebnissen.
Dans lâinterprĂ©tation du droit matĂ©riel des brevets, la CJUE nâa jusquâici jouĂ© quâun rĂŽle marginal. Avec la nouvelle dĂ©cision dans lâaffaire C-414/11, «Daiichi Sankyo» la CJUE pourrait conquĂ©rir le droit des brevets, par le biais de lâAccord sur les ADPIC: La CJUE sâest dĂ©clarĂ©e seule compĂ©tente pour lâinterprĂ©tation de cet accord et semble ne plus accorder la moindre compĂ©tence aux Ătats membres pour octroyer un effet direct aux ADPIC. Si lâesprit de conquĂȘte de la CJUE est justifiĂ© par une volontĂ© de continuer Ă dĂ©velopper une jurisprudence cohĂ©rente dans ce domaine, il entraĂźne toutefois des frictions relatives aux compĂ©tences et mĂšne Ă des interprĂ©tations qui laissent songeur.
Diana Liebenau / Ralf Uhrich / Herbert Zech | 2014 Ausgabe 2
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe «ImmaterialgĂŒterrecht unter Beschuss» begrĂŒsste Tagungsleiter Prof. Dr. Reto M. Hilty, Ordinarius an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Direktor des Max-Planck-Instituts fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht in MĂŒnchen, die zahlreichen GĂ€ste zum Thema «Urheberrecht: Filesharing». Er wies einleitend auf die Durchsetzungsschwierigkeiten hin, die sich in diesem Bereich ergeben, und die sehr gegensĂ€tzlichen Ansichten und LösungsvorschlĂ€ge der verschiedenen Interessenvertreter. Im Anschluss machte Prof. Dr. Florent Thouvenin, Assistenzprofessor fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Informationsrecht und Direktor der Forschungsstelle fĂŒr Informationsrecht an der UniversitĂ€t St. Gallen, den Einstieg in die Thematik.
Die eingangs gestellte Frage beschlĂ€gt eine Thematik, die auch in der Schweiz immer wieder Gegenstand vor allem politischer, im Besonderen aber auch kartellrechtlicher Auseinandersetzungen ist. AnlĂ€sslich der Revision des schweizerischen Kartellgesetzes (KG) im Jahre 2003 wurde eine Bestimmung eingefĂŒhrt, die auf die «Verbesserung der WettbewerbsfĂ€higkeit kleiner und mittlerer Unternehmen» abzielt (Art. 6 Abs. 1 lit. e KG). Zuvor wurde in der öffentlichen Debatte die Kritik aufgebracht, die Wettbewerbsbehörden richteten ihre TĂ€tigkeit zu stark auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und zu wenig auf grosse Marktteilnehmer aus.
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| Kanada | 13. August 2014 |
| Kanada | 13. August 2014; ErklÀrungen gemÀss Art. 3.3 und 15.3 des Vertrags |
| Slowakei | 22. Mai 2014 (Beitrittsdatum); ErklÀrung gemÀss Art. 11.2 des Vertrags |
| Canada | 13 août 2014 |
| Canada | 13 août 2014; Déclarations selon les articles 3(3) et 15(3) du traité |
| Slovaquie | 22 mai 2014 (date dâadhĂ©sion); dĂ©claration selon lâart. 11(2) du traitĂ© |
Das Schweizer Patentgesetz kennt mit Artikel 35 ein MitbenĂŒtzungsrecht aufgrund einer Vorbenutzung. Ein Patent kann demjenigen nicht entgegengehalten werden, der bereits vor dem Anmelde- oder PrioritĂ€tsdatum die Erfindung im guten Glauben im Inland gewerbsmĂ€ssig genutzt hat oder besondere Anstalten dazu getroffen hat.
Eine zweite medizinische Anwendung, z. B. die Behandlung einer neuen Indikation, die Behandlung einer neuen Patientengruppe, eine neue Verabreichungsform, ein neues Dosierungsregime oder eine neue Anwendung beruhend auf einem anderen technischen Effekt, kann in der Schweiz mittels eines nationalen schweizerischen oder eines europĂ€ischen Patents geschĂŒtzt werden. Das schweizerische Patentgesetz schreibt dabei fĂŒr nationale Patente die sogenannte schweizerische Anspruchsform, vor, wĂ€hrend unter dem EPĂ nur noch das Format des zweckgebundenen Stoffanspruchs zur VerfĂŒgung steht. Möglicherweise hat ein fĂŒr eine zweite medizinische Anwendung erteilter Swiss-type claim in einem Schweizer Patent einen kleineren Ausschliesslichkeitsbereich als ein unter dem EPĂ fĂŒr dieselbe Erfindung erteilter zweckgebundener Stoffanspruch eines europĂ€ischen Patents. Rechtsprechung und Literatur haben dies bisher allerdings nicht im Detail analysiert.
Die diesjĂ€hrige Winterversammlung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) fand im Anschluss an den traditionellen Skiausflug im ZĂŒrichberg Sorell Hotel statt. Geleitet wurde die wiederum von zahlreichen Spezialisten aus dem In- und vor allem auch aus dem europĂ€ischen Ausland besuchte Tagung von RA Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend RA Dr. Christoph Gasser die Verantwortung fĂŒr die Organisation ĂŒbernommen hatte. Auch dieses Jahr trugen herausragende Persönlichkeiten aus Richterschaft, Wissenschaft und Industrie die neuesten Entwicklungen und die aktuelle Rechtsprechung zum in der EuropĂ€ischen Union harmonisierten und vereinheitlichten Patent-, Urheber-, Design- und Kennzeichenrecht vor und es bestand trotz des dichten Programms ausreichend Gelegenheit fĂŒr Diskussionen.
Nur wenige dem EuGH vorgelegte Rechtssachen haben Anlass zu so intensiven politischen Auseinandersetzungen gegeben wie die Rechtssache «Onel/Omel». Die Entscheidung des Benelux-Amtes fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz, dass eine ernsthafte Benutzung in den Niederlanden nicht ausreichte, den Widerspruch gegen die Eintragung der Benelux-Marke «Omel» auf die Ă€ltere Gemeinschaftsmarke «Onel» zu stĂŒtzen, löste in betroffenen Wirtschaftskreisen wie auch bei der Kommission BestĂŒrzung aus. Jetzt, fast ein Jahr, nachdem der EuGH seine Entscheidung verkĂŒndete, sind die Kommentatoren bemerkenswert still geworden. Das scheint jedoch nicht fĂŒr eine allgemeine Zufriedenheit mit den in der Entscheidung gegebenen Antworten zu sprechen. Eher ist das Gegenteil der Fall: Die Entscheidung lĂ€sst so viele Fragen offen, dass niemand sagen kann, was sie eigentlich bedeutet.
Rares ont Ă©tĂ© les causes portĂ©es devant la CJCE qui ont donnĂ© lieu Ă des dĂ©bats politiques aussi animĂ©s que lâaffaire «Onel/Omel». La dĂ©cision de lâOffice Benelux de la propriĂ©tĂ© intellectuelle statuant que lâusage sĂ©rieux de la marque dans les Pays-Bas nâĂ©tait pas suffisant pour former une opposition contre lâenregistrement de la marque Benelux «Omel» fondĂ©e sur la marque communautaire antĂ©rieure «Onel», a suscitĂ© la consternation tant au sein des milieux Ă©conomiques concernĂ©s quâauprĂšs de la Commission. Environ une annĂ©e aprĂšs la publication de la dĂ©cision de la CJCE, les commentateurs sont devenus particuliĂšrement silencieux. Ce silence ne traduit cependant pas un Ă©tat de satisfaction gĂ©nĂ©rale quant aux rĂ©ponses donnĂ©es dans la dĂ©cision. Au contraire, la dĂ©cision laisse tellement de questions ouvertes que personne ne peut en expliquer effectivement le sens.
Annette Kur | 2013 Ausgabe 12
Am 13. Juni 2013 hat das höchste Gericht der Vereinigten Staaten Patente auf isolierte DNA fĂŒr ungĂŒltig befunden. Die Entscheidung stellt einen wichtigen Meilenstein in der Diskussion ĂŒber die Patentierbarkeit von biotechnologischen Erfindungen dar. Sie bricht auch mit einer jahrzehntelangen Praxis des US-Patentamtes und erklĂ€rt im Ergebnis Tausende von US-PatentansprĂŒchen an isolierter DNA fĂŒr ungĂŒltig. Schliesslich unterstreicht sie erneut die unterschiedlichen Ansichten zu diesem Thema auf beiden Ufern des Nordatlantiks, allerdings in einer ungewöhnten Konstellation, da sie die US-Patentierungspraxis um einiges restriktiver macht als jene des EuropĂ€ischen Patentamtes.
Le 13 juin 2013, la plus haute juridiction des Etats-Unis a invalidĂ© les brevets portant sur de lâADN isolĂ©. La dĂ©cision constitue une Ă©tape importante dans la discussion concernant la brevetabilitĂ© dâinventions biotechnologiques. En outre, elle rompt avec une pratique dĂ©cennale de lâOffice des brevets des Etats-Unis et invalide des milliers de revendications portant sur de lâADN isolĂ©. Enfin, elle souligne Ă©galement les conceptions diffĂ©rentes Ă ce sujet des deux cĂŽtĂ©s de lâAtlantique Nord et aboutit Ă un rĂ©sultat inhabituel: la dĂ©cision rend la pratique amĂ©ricaine de la brevetabilitĂ© plus restrictive que celle de lâOffice europĂ©en des brevets.
Peter Ling | 2013 Ausgabe 12
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
WĂ€hrenddem sich der letztjĂ€hrige Ittinger Workshop dem VerhĂ€ltnis von Design- und Markenrecht widmete, stand die vom INGRES, dem IGE und dem Bundesverwaltungsgericht organisierte Tagung dieses Jahr wiederum ganz im Zeichen des Markenrechts. Thema bildete die Wechselwirkung zwischen Registereintrag und Benutzung einer Marke. Die Thematik wurde im Lichte der jĂŒngsten schweizerischen und europĂ€ischen Rechtsprechung prĂ€sentiert und diskutiert. Die Teilnehmer konnten sich dabei aktiv mit den unterschiedlichen TatbestĂ€nden, bei denen der tatsĂ€chliche Gebrauch eines Kennzeichens eine Rolle spielt, auseinandersetzen. Dabei zeigte sich, dass Fragen rund um die ZeichenbenĂŒtzung, z.B. bei der Beurteilung von Markenverletzungen, dem rechtserhaltenden Gebrauch, der Verkehrsdurchsetzung oder der berĂŒhmten Marke gleichermassen praxisrelevant wie komplex sind. So dĂŒrfte es kein Zufall sein, dass sich die Rechtsprechung gerade in letzter Zeit beachtlich hĂ€ufig mit Fragen des Markengebrauchs zu beschĂ€ftigen hatte, was dem Thema besondere AktualitĂ€t verlieh. Die Analyse der Entscheide zeigte aber nicht nur die praktische Relevanz des Themas, sondern auch, dass Detailfragen rund um den Markengebrauch den Ausgang eines Verfahrens zunehmend entscheidend beeinflussen.
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Le 5 juin 2013, sâest tenu Ă GenĂšve le sĂ©minaire annuel organisĂ© conjointement par le Licensing Executive Society et lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle, ayant pour thĂšme les «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques».
Das Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) fĂŒhrte die mittlerweile traditionelle alljĂ€hrliche Tagung zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts wie gewohnt im Anschluss an seine Mitgliederversammlung im Lake Side Casino ZĂŒrichhorn in ZĂŒrich durch. FĂŒr die Leitung der Tagung zeichnete sich RA Dr. Michael Ritscher, PrĂ€sident von INGRES, und fĂŒr die Organisation RA Dr. Christoph Gasser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Instituts, verantwortlich. Wie in den vergangenen Jahren prĂ€sentierten auch an der diesjĂ€hrigen Veranstaltung hervorragende Fachleute die aktuellen Urteile und neuesten Entwicklungen in den Bereichen des Patent-, Urheber- und Kennzeichenrechts.
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Depuis lâentrĂ©e en fonction du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral (TAF) le 1er janvier 2007, sa jurisprudence en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle fait chaque annĂ©e lâobjet dâun compte rendu dans la revue sic! ConsacrĂ©e aux arrĂȘts rendus entre le 1er janvier et le 31 dĂ©cembre 2012, la prĂ©sente publication est, pour la premiĂšre fois, rĂ©digĂ©e en français.
Seit der Inbetriebnahme des Bundesverwaltungsgerichts am 1. Januar 2007 bildet dessen Rechtsprechung im Bereich des geistigen Eigentums Gegenstand eines jĂ€hrlich erscheinenden Berichts in der Zeitschrift sic! Der vorliegend erstmals auf Französisch verfasste RĂŒckblick widmet sich der Rechtsprechung des Jahres 2012.
Pierre-Emmanuel Ruedin / Muriel Tissot | 2013 Ausgabe 9
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Seit dem 3. Juli 2013 ist auf der IGE-Homepage die neue elektronische PrĂŒfungshilfe aufgeschaltet (vgl. https://ph.ige.ch). Dabei handelt es sich um eine Datenbank des Instituts mit ĂŒber 500 EintrĂ€gen. Sie löst die bisherige Datenbank «PrĂŒfungspraxis» ab und enthĂ€lt zudem Entscheide des Instituts zu Markeneintragungsgesuchen. Damit dient sie Ă€hnlich wie die Klassifikationshilfe (vgl. https://wdl.ige.ch) der Vorhersehbarkeit der Entscheide sowie einer einheitlichen Praxis.
Switzerland notified that it has opted to reject the criterion of first fixation in accordance with Art. 5 para. 3 and will apply the criterion of first publication.
Several forms of Relief (Additional Relief) other than injunctions or damages are available under Swiss civil law, among others (i) declaratory relief, (ii) delivery up/destruction, (iii) destruction of manufacturing means (iv) rectification by judgment, (v) corrective advertising, (vi) publication of judgment, (vii) order to provide information, (viii) account of profits as well as (ix) reasonable royalty and (x) reparation.
Fernsehprogramme werden seit LĂ€ngerem nicht mehr nur ĂŒber Antenne, Kabel und Satellit verbreitet, sondern in stetig zunehmendem Umfang auch via Internet. Mit dieser Rechtstatsache wurde jĂŒngst auch der EuGH konfrontiert. Antwortend auf die Vorlagefragen eines englischen Gerichts hĂ€lt er in vorliegendem Urteil fest, dass die öffentliche Wiedergabe nach Art. 3 Abs. 1 Info-RL auch das Livestreaming von Fernsehprogrammen ĂŒber das Internet erfasst. Dieses Verdikt ist als solches freilich wenig ĂŒberraschend, bietet aber Gelegenheit, um auf die zwischen dem schweizerischen und dem europĂ€ischen Urheberrecht bestehenden Unterschiede in der Ausgestaltung der urheberrechtlichen Erfassung des Livestreamings hinzuweisen.
Depuis longtemps, les programmes de tĂ©lĂ©vision ne sont plus seulement diffusĂ©s par antenne, cĂąble ou satellite, mais Ă©galement dans une large mesure par Internet. La CJUE sâest rĂ©cemment penchĂ©e sur la situation juridique qui en dĂ©coule. En rĂ©ponse aux questions prĂ©judicielles posĂ©es par un Tribunal anglais, la CJUE constate dans ce jugement que la notion de «communication au public» selon lâart. 3 al. 1 de la Directive sur les droits dâauteur dans la sociĂ©tĂ© dâinformation comprend Ă©galement le Live Streaming de programmes tĂ©lĂ©visĂ©s. Ce jugement est en tant que tel peu surprenant, mais permet de souligner les diffĂ©rences dans la mise en Ćuvre des droits dâauteur en matiĂšre de Live Streaming qui existent entre le droit dâauteur suisse et celui de lâUnion europĂ©enne.
Fabian Wigger / Martin Korrodi | 2013 Ausgabe 7-8
LâarrĂȘt traite de la portĂ©e du droit prioritaire du titulaire dâune marque antĂ©rieure Ă enregistrer un domaine de premier niveau .eu dans le cadre de lâouverture Ă lâenregistrement de ce domaine de premier niveau par Ă©tapes (art. 12 § 2 du rĂšglement (CE) n° 874/2004). La Cour se penche sur la question de lâoctroi de ce droit prioritaire non seulement au titulaire dâune marque antĂ©rieure, mais Ă©galement Ă ses licenciĂ©s. Elle dĂ©finit la notion de contrat de licence au regard des obligations caractĂ©ristiques des preneurs et donneurs de licence. Cela lâamĂšne Ă ne pas admettre se trouver en prĂ©sence dâun contrat de licence et dâun licenciĂ© dans le cas dâespĂšce, le dĂ©posant ayant Ă©tĂ© autorisĂ© par le titulaire de la marque Ă enregistrer Ă titre fiduciaire un nom de domaine .eu identique ou similaire Ă sa marque, mais pas Ă utiliser cette derniĂšre en tant que marque.
Der Fall befasst sich mit der Bedeutung des PrioritĂ€tsrechts des Inhabers einer Marke fĂŒr die Registrierung einer Top-Level-Domain .eu im Rahmen der gestaffelten Eröffnung des Registrierungsverfahrens dieser Top-Level-Domain (Art. 12 § 2 der Verordnung (EG) Nr. 874/2004). Das Gericht behandelt die Frage der GewĂ€hrung dieses Vorrechts nicht nur fĂŒr den Inhaber der Ă€lteren Marke, sondern auch fĂŒr den Lizenznehmer. Es definiert den Begriff des Lizenzvertrags unter BerĂŒcksichtigung der charakteristischen Pflichten des Lizenzgebers und des Lizenznehmers. Dies fĂŒhrt dazu, im vorliegenden Fall keinen Lizenzvertrag und keinen Lizenznehmer anzunehmen. Der Anmelder war vom Markeninhaber ermĂ€chtigt worden, treuhĂ€nderisch einen mit der Marke identischen oder Ă€hnlichen Domainnamen .eu anzumelden, die Marke aber nicht als solche benutzen zu dĂŒrfen.
Nathalie Tissot | 2013 Ausgabe 7-8
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
GebĂŒhrenerhöhung per 1. Januar 2014
Die rechtsvergleichende Erarbeitung von aktuellen immaterialgĂŒterrechtlichen Fragen ist eine der Kernkompetenzen der AIPPI: Jedes Jahr bereiten die nationalen Gruppen von AIPPI Berichte zu aktuellen Themen vor, den sog. Questions oder kurz Qs, welche dann auf internationaler Ebene diskutiert werden und Eingang in die Resolutionen von AIPPI International finden. Die Resolutionen, kurz Rs, werden anlĂ€sslich des jĂ€hrlichen Treffens der nationalen Gruppen verabschiedet und hatten bzw. haben in zahlreichen LĂ€ndern Einfluss auf die Weiterentwicklung und internationale Harmonisierung des Rechts des geistigen Eigentums. Alle Berichte und Resolutionen sind auf www.aippi.org (unter Questions/Committees sowie Resolutions) verfĂŒgbar.
Yes, for Swiss national patents (Article 7b Swiss Patent Act) as well as for European patents (Article 55 EPC).
Pursuant to a treaty between Switzerland and the Principality of Liechtenstein, the two countries form a single patent territory with the Swiss Patent Act as the governing substantive law. The following analysis is, therefore, also valid with respect to Liechtenstein.
Swiss law knows (a) famous trademarks pursuant to art. 15 of the Swiss Trademarks Act (TMA), (âberĂŒhmte Markenâ, âmarques de haute renommĂ©eâ, âmarchi famosiâ), (b) well-known marks (i.e., notorious marks pursuant to art. 6bis of the Paris Convention (PC), (ânotorisch bekannte Markenâ, âmarques notoirement connuesâ, âmarchi notoriamente conosciutiâ) and (c) reputed marks (âbekannte Markenâ, âmarques connuesâ, âmarchi conosciutiâ). The type âreputed marksâ is not specifically mentioned by the law but accepted by courts and scholars.
Le jugement rendu le 1er avril 2013 par la Cour suprĂȘme de lâInde dans lâaffaire Novartis/Gleevec a eu un important retentissement. Il a Ă©tĂ© saluĂ© par les uns, critiquĂ© par les autres. Les premiers y voient une victoire pour les droits de lâhomme en gĂ©nĂ©ral et les droits des patients en particulier, pour les pays en voie de dĂ©veloppement, pour lâindustrie des gĂ©nĂ©riques et pour lâĂ©conomie indienne. Les autres, surtout lâindustrie pharmaceutique, y voient un danger pour le progrĂšs de la recherche, pour lâinvestissement novateur en Inde, et Ă plus long terme pour les patients Ă travers le monde. Les perspectives des uns et des autres sont largement irrĂ©conciliables. Cependant, quelle que soit leur validitĂ©, les points de vue exprimĂ©s donnent une image faussĂ©e de lâarrĂȘt indien; tout au plus ses partisans et ses dĂ©tracteurs ont-ils visĂ© ses implications. Il vaut dĂšs lors la peine de se pencher sur son objet.
Das Urteil des Obersten Gerichtshofs Indiens vom 1. April 2013 in der Sache Novartis/Gleevec sorgte fĂŒr grosses Aufsehen und hat ebenso viele BefĂŒrworter wie Kritiker gefunden. Die BefĂŒrworter sehen darin einen Sieg fĂŒr die Menschenrechte im Allgemeinen und fĂŒr die Rechte von Patienten im Besonderen ebenso wie fĂŒr EntwicklungslĂ€nder, fĂŒr die Generika-Industrie und die indische Wirtschaft. Die Kritiker, wozu insbesondere die pharmazeutische Industrie zĂ€hlt, sehen darin eine Gefahr fĂŒr den Fortschritt in der Forschung, fĂŒr innovative Investitionen in Indien und langfristig fĂŒr Patienten weltweit. Die Ansichten beider Seiten sind weitgehend unversöhnlich. UnabhĂ€ngig von ihrer BegrĂŒndetheit zeichnen die Ansichten der BefĂŒrworter und Kritiker jedoch ein verfĂ€lschtes Bild vom indischen Urteil, beziehen sie sich doch einzig auf dessen mögliche Auswirkungen. Es lohnt sich indessen, sich vertieft mit seinem Inhalt auseinanderzusetzen.
Valérie Junod | 2013 Ausgabe 6
Die Winterveranstaltung des INGRES zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union fand unter der Leitung von RA Dr. Michael Ritscher und der Organisation von RA Dr. Christoph Gasser im ZĂŒrichberg Sorell Hotel in ZĂŒrich statt. Das aus den vergangenen Veranstaltungen bekannte Format hat sich bewĂ€hrt und wurde auch in diesem Jahr beibehalten. Der Vormittag war somit dem Patentrecht gewidmet, wĂ€hrend die ĂŒbrigen ImmaterialgĂŒterrechte einschliesslich Wettbewerbsrecht am Nachmittag besprochen wurden.
Im Rahmen seiner zwölften Urheberrechtstagung ging das Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht SFâąê»Æ§ der Frage nach, ob und gegebenenfalls mit welcher Konsistenz der EuropĂ€ische Gerichtshof (EuGH) die UntĂ€tigkeit des europĂ€ischen Gesetzgebers in Bezug auf die Modernisierung des EU-SekundĂ€rrechts im Bereich des harmonisierten Urheberrechts mittels rechtsfortbildender Rechtsprechung zu kompensieren vermag. Ausgehend von thematischen Gruppen analysierten die Fachreferenten, was die Kernaussagen der bislang ergangenen Rechtsprechung des EuGH sind, ob diesbezĂŒglich Divergenzen zur Rechtslage in der Schweiz bestehen und gegebenenfalls welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Die jeweiligen Themenblöcke wurden durch Publikumsdiskussionen unter der FĂŒhrung des Tagungsleiters, Prof. Dr. Reto M. Hilty, Ordinarius an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Direktor am Max-Plank-Institut fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrecht in MĂŒnchen, abgerundet.
Mit dem Urteil vom 25. Oktober 2012, C-553/11, «Proti» hat der Gerichtshof der EuropÀischen Union (EuGH) entschieden, dass der Nachweis der Benutzung (in der Terminologie des Schweizer Markenschutzgesetzes: des Gebrauchs) grundsÀtzlich auch durch den Nachweis der Benutzung einer anderen Marke erfolgen kann. Vorausgesetzt wird dabei, dass die entsprechenden Abweichungen keinen Einfluss auf die Unterscheidungskraft der Marke haben. Vorliegend wurde die Benutzung der Wortmarke «Proti» durch den Nachweis des (unstreitigen) Gebrauchs der Marken «Protiplus» oder «Proti Power» als zulÀssig beurteilt.
Par son jugement du 25 octobre 2012, C-553/11, «Proti», la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne (CJUE) a dĂ©cidĂ© que la preuve de lâusage dâune marque peut en principe Ă©galement ĂȘtre apportĂ©e par la preuve de lâusage dâune autre marque, Ă la condition que les diffĂ©rences correspondantes nâaient aucune influence sur le caractĂšre distinctif de la marque. En lâespĂšce, lâusage de la marque verbale «Proti» a Ă©tĂ© admis par la preuve de lâusage non contestĂ© des marques «Protiplus» ou «Proti Power».
Stefan BĂŒrge | 2013 Ausgabe 5
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die bereits traditionelle alljĂ€hrliche Veranstaltung des INGRES zu immaterialgĂŒterrechtsspezifischen Themen des Prozessrechts fand dieses Mal im neuen GebĂ€ude des Bundesverwaltungsgerichts in St. Gallen statt und erfreute sich wiederum ausgesprochen regen Zulaufs. Nebst dem INGRES fungierten der Schweizer Verband der Richter in Handelssachen (SVRH) und das Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SFâąFS) als Veranstalter, wobei sich Dr. Michael Ritscher fĂŒr die Konzeption und Leitung und Dr. Christoph Gasser fĂŒr die Organisation der Veranstaltung verantwortlich zeichneten. Ritscher wĂŒrdigte in seiner BegrĂŒssung den Umstand, dass vielleicht zum ersten Mal die fĂŒr das ImmaterialgĂŒterrecht in der Schweiz wichtigsten Gerichte vertreten und alle Referenten Berufsrichter sind. Die Richter des gastgebenden Bundesverwaltungsgerichts eröffneten die Vortragsreihe.
Gemeinsame Tarife (GT) von ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform
Die letzte UWG-Revision hat unter anderen TatbestÀnden eine Bestimmung zum Sterneintrag hervorgebracht (Art. 3 Abs. 1 lit. u UWG). Dieser neue Untertatbestand lÀsst allerdings viele Fragen offen. Die Schweizerische Lauterkeitskommission (SLK) sah sich daher veranlasst, diesen Tatbestand hinsichtlich verschiedener Punkte auszulegen.
Am 25. Oktober 2012 haben das EuropĂ€ische Parlament und der Rat eine «Richtlinie ĂŒber bestimmte zulĂ€ssige Formen der Nutzung verwaister Werke» erlassen. Sie will einen Rechtsrahmen schaffen, welcher die Digitalisierung und europaweite Verbreitung von urheberrechtlich geschĂŒtzten Werken ermöglicht, bei welchen die Berechtigten unbekannt oder nicht auffindbar sind. Angestrebt ist der Aufbau einer europaweiten Datenbank, in welcher alle als verwaist erkannten Werke und Tonaufzeichnungen registriert sind.
Le 25 octobre 2012, le Parlement europĂ©en et le Conseil ont adoptĂ© une «Directive sur certaines utilisations autorisĂ©es des Ćuvres orphelines». Cette directive vise Ă crĂ©er un cadre juridique qui facilite la numĂ©risation et la diffusion en Europe dâĆuvres protĂ©gĂ©es par le droit dâauteur mais dont lâauteur nâa pu ĂȘtre identifiĂ© ou localisĂ©. La crĂ©ation dâune base de donnĂ©es contenant les Ćuvres et les enregistrements orphelins est prĂ©vue.
Willi Egloff | 2013 Ausgabe 3
Mit dem Urteil C-98/11 P â «Schokoladehase» vom 24. Mai 2012 hat der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union (EuGH) (erneut) bestĂ€tigt, dass nationale Markenregistrierungen mit Blick auf die Eintragung einer Gemeinschaftsmarke zwar berĂŒcksichtigt werden können, das HABM bei seiner PrĂŒfung durch die von den zustĂ€ndigen nationalen Behörden formulierten Anforderungen und vorgenommenen Beurteilungen jedoch nicht eingeschrĂ€nkt werde. Nach Ansicht des EuGH ginge es bezĂŒglich der durch Benutzung erworbenen Unterscheidungskraft zu weit, einen Nachweis fĂŒr jeden Mitgliedstaat zu verlangen. Hingegen sei ein quantitativ hinreichender Nachweis zu erbringen. Im konkreten Fall wurde der Nachweis anhand von drei Mitgliedstaaten als bereits quantitativ nicht hinreichend erachtet, so dass auf eine weitere PrĂŒfung verzichtet wurde. Der anwendbare Massstab blieb damit unbestimmt.
Avec la dĂ©cision C-98/11 P â «lapin en chocolat» du 24 mai 2012 la Cour de Justice de lâUnion EuropĂ©enne (CJCE) a une nouvelle fois confirmĂ© que des enregistrements nationaux de marques peuvent ĂȘtre pris en considĂ©ration dans le contexte de lâenregistrement dâune marque communautaire, mais que les exigences formulĂ©es par les autoritĂ©s nationales compĂ©tentes et leurs apprĂ©ciations antĂ©rieures ne doivent pas restreindre la marge de manĆuvre de lâOHMI dans lâexamen de la marque. Selon la CJCE il serait excessif dâexiger que la preuve de lâacquisition du caractĂšre distinctif suite Ă lâusage de la marque soit apportĂ©e pour chaque Etat membre. Une preuve quantitativement suffisante doit toutefois ĂȘtre fournie. En lâoccurrence, la preuve fournie par trois Etats membres a Ă©tĂ© jugĂ©e quantitativement suffisante, raison pour laquelle un examen nâa pas Ă©tĂ© nĂ©cessaire. Les critĂšres applicables sont dĂšs lors restĂ©s indĂ©finis.
Stefan BĂŒrge | 2013 Ausgabe 3
Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die Beschwerdegegnerin fĂŒhrte auf ihrer Website u.a. die Aussage an, sie gehöre zu den 10 besten Hotelfachschulen («X ranked in the top 10 international hospitality schools favoured by international industry recruiters»). Die BeschwerdefĂŒhrerin machte sinngemĂ€ss geltend, diese Aussage sei irrefĂŒhrend, da die indirekt zitierte Studie keinerlei hinreichende Grundlage dazu biete. Die Beschwerdegegnerin beantragte aufgrund der fehlenden Passivlegitimation Nichteintreten; materiell fĂŒhrte sie aus, dass die Hinweise keine unlauteren TatbestĂ€nde erfĂŒllen wĂŒrden.
Im Rahmen zweier von den Parteien in gegenseitiger Absprache konstruierter TestfĂ€lle befasste sich die Technische Beschwerdekammer des EuropĂ€ischen Patentamtes mit dem Einfluss von Dokumenten im World Wide Web sowie von ĂŒber das Internet versandten E-Mails auf die Beurteilung des patentrechtlich relevanten Standes der Technik i.S.v. Art. 54 Abs. 2 EPĂ. WĂ€hrend die Beschwerdekammer betreffend Dokumente im World Wide Web einen PrĂŒfungskatalog mit den massgebenden Voraussetzungen definierte, schloss sie in Bezug auf E-Mails grundsĂ€tzlich aus, dass diese einzig wegen ihres Versandes ĂŒber das Internet â sowohl in verschlĂŒsselter wie in unverschlĂŒsselter Form â öffentlich zugĂ€nglich werden. Bemerkenswert ist schliesslich, dass die Technische Beschwerdekammer ĂŒberhaupt TestfĂ€lle wie die vorliegenden beurteilt, ist doch das Vorhandensein eines Rechtsschutzinteresses i.S.v. Art. 107 EPĂ in derartigen Konstellationen zumindest fraglich.
Dans le cadre de deux cas tests construits dâun commun accord par les parties, la chambre de recours technique de lâOffice europĂ©en des brevets a traitĂ© de lâinfluence des documents publiĂ©s sur le world wide web et des courriels envoyĂ©s par internet sur lâĂ©valuation de lâĂ©tat de la technique du point de vue du droit des brevets au sens de lâart. 54 al. 2 CBE. Tout en dĂ©finissant un catalogue des conditions dâexamen dans le domaine des documents, la chambre de recours a en principe exclu quant aux courriels que leur seul envoi par internet, sous une forme cryptĂ©e ou non, les rende accessibles au public. Enfin, il faut signaler quâen gĂ©nĂ©ral elle juge ce genre de cas tests pour autant que, dans de telles constellations, on puisse au moins douter de lâexistence dâun intĂ©rĂȘt juridique au sens de lâart. 107 CBE.
Adrian M. Gautschi | 2013 Ausgabe 2
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die Tagungsleiter Prof. Dr. Rolf H. Weber, Ordinarius an der UniversitĂ€t ZĂŒrich und Leiter des Zentrums fĂŒr Informations- und Kommunikationsrecht der UniversitĂ€t ZĂŒrich sowie Prof. Dr. Florent Thouvenin, Assistenzprofessor fĂŒr ImmaterialgĂŒter- und Informationsrecht und Direktor der Forschungsstelle fĂŒr Informationsrecht an der UniversitĂ€t St. Gallen, eröffneten die Tagung in einem vollen Saal des Zunfthauses zur Schmiden in der ZĂŒrcher Altstadt.
Auf Ersuchen des deutschen Bundesgerichtshofs befand der EuGH im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens, dass das Herunterladen einer Kopie eines Computerprogramms aus dem Internet mit Zustimmung des Urheberrechtsinhabers zur Erschöpfung des Rechts zur Verbreitung dieser Kopie fĂŒhrt. Damit können auch nicht körperliche Programmkopien Gegenstand der Erschöpfung bilden. Online heruntergeladene Programmkopien dĂŒrfen folglich weiterverĂ€ussert werden, und zwar ungeachtet dessen, ob die ursprĂŒnglich erworbene Programmkopie als Folge eines Wartungsvertrags spĂ€ter repariert oder aktualisiert worden ist. Der Ersterwerber muss aber im VerĂ€usserungszeitpunkt seine eigene Programmkopie unbrauchbar machen, ansonsten eine unzulĂ€ssige VervielfĂ€ltigung vorliegt. Daran anschliessend befand der EuGH, dass der Erwerber gebrauchter Lizenzen als «rechtmĂ€ssiger Erwerber» im Sinne von Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 2009/24 anzusehen ist, was dazu fĂŒhrt, dass auch dem zweiten sowie jedem weiteren Erwerber einer Nutzungslizenz das Recht zusteht, das betreffende Computerprogramm zu vervielfĂ€ltigen, um es bestimmungsgemĂ€ss nutzen zu können. Damit gelangte der EuGH in diesen Fragen zu weitgehend deckungsgleichen Resultaten wie das KGer ZG im Rahmen eines Massnahmeverfahrens aus dem Jahre 2011.
Suite Ă une demande de dĂ©cision prĂ©judicielle prĂ©sentĂ©e par la Cour suprĂȘme fĂ©dĂ©rale allemande, la CJEU a prĂ©cisĂ© que le tĂ©lĂ©chargement via Internet dâune copie dâun programme dâordinateur avec lâaccord du titulaire du droit dâauteur a pour consĂ©quence lâĂ©puisement du droit exclusif de distribution. Par consĂ©quent, des copies virtuelles dâun programme dâordinateur peuvent Ă©galement faire lâobjet de lâĂ©puisement du droit. La revente des copies tĂ©lĂ©chargĂ©es via Internet est dĂšs lors admise et ce indĂ©pendamment de la question de savoir si la copie acquise initialement a Ă©tĂ© ultĂ©rieurement rĂ©parĂ©e ou actualisĂ©e sur la base dâun contrat de maintenance. Le premier acquĂ©reur doit cependant rendre inutilisable sa propre copie au moment de la revente, afin dâĂ©viter une reproduction illicite. La CJEU a par ailleurs prĂ©cisĂ© que lâacquĂ©reur dâune licence «dâoccasion» doit ĂȘtre considĂ©rĂ© comme acquĂ©reur lĂ©gitime au sens de lâart. 5 al. 1 de la directive 2009/24 et que par consĂ©quent le deuxiĂšme acquĂ©reur ainsi que tout futur acquĂ©reur dâune licence dâutilisation a le droit de reproduire le programme dâordinateur en question afin de pouvoir lâutiliser dâune maniĂšre conforme Ă sa destination. Ainsi, la CJEU est globalement arrivĂ©e aux mĂȘmes conclusions que le TC ZG dans le cadre dâune procĂ©dure en matiĂšre de mesures provisionnelles datant de 2011.
Roland Fischer / Flavio Delli Colli | 2012 Ausgabe 12
Der EuGH kommt in einem Entscheid zur Frage der Auslegung des Wortlauts von Waren- und Dienstleistungsverzeichnissen zum Schluss, dass Produkte in einer Markenanmeldung so klar und eindeutig anzugeben sind, dass der Schutzumfang des Zeichens allein auf dieser Grundlage bestimmt werden kann (Antwort auf die Vorlagefrage 1). Bei der Antwort auf die Frage nach den Wirkungen einer Verwendung der vollstĂ€ndigen KlassenĂŒberschrift stellt er aber nicht nur auf den Wortlaut der in der Ăberschrift enthaltenen Oberbegriffe ab. Vielmehr soll es dem Anmelder offenstehen, durch eine geeignete Klarstellung Schutz fĂŒr sĂ€mtliche in der alphabetischen Liste dieser Klasse enthaltenen Produkte zu beanspruchen (Antwort auf die Vorlagefrage 3). BezĂŒglich der Umsetzung dieser Vorgaben innerhalb der EU ist zum heutigen Zeitpunkt noch vieles unklar, weshalb es sich bei nachfolgender Besprechung eher um eine Zusammenfassung erster Gedanken zum Urteil handelt. UnabhĂ€ngig vom Urteil gewinnt das Klassifikationswesen international an Dynamik, worauf ebenfalls kurz eingegangen wird.
Dans un arrĂȘt quâelle vient de rendre, la CJUE sâest penchĂ©e sur lâinterprĂ©tation du contenu des listes des produits et services et en a dĂ©duit que les produits revendiquĂ©s lors de lâenregistrement dâune marque doivent ĂȘtre dĂ©signĂ©s de maniĂšre claire et sans Ă©quivoque, de sorte que lâĂ©tendue de la protection du signe puisse ĂȘtre dĂ©terminĂ©e sur cette seule et unique base (rĂ©ponse Ă la question prĂ©judicielle 1). Sâagissant des effets de lâusage de lâintitulĂ© complet de la classe des produits et services en cause, la CJUE ne se base pas seulement sur la teneur des notions gĂ©nĂ©riques contenues dans lâintitulĂ©. Bien au contraire, celui qui dĂ©pose une marque doit avoir la possibilitĂ© de revendiquer la protection pour tous les produits faisant partie de la liste alphabĂ©tique de cette classe au moyen dâune clarification appropriĂ©e (rĂ©ponse Ă la question prĂ©judicielle 3). Quant Ă lâapplication de ces dispositions au sein de lâUE, beaucoup de questions demeurent actuellement encore ouvertes, raison pour laquelle le prĂ©sent article fait plutĂŽt une synthĂšse des premiĂšres rĂ©flexions sur la dĂ©cision rendue. IndĂ©pendamment de cet arrĂȘt, le systĂšme de classification prĂ©sente une dynamique sur le plan international qui mĂ©rite Ă©galement quâon sây arrĂȘte briĂšvement.
Alexander Pfister | 2012 Ausgabe 12
Mit seiner Entscheidung «Solvay» hat der EuGH seine frĂŒhere Rechtsprechung «Roche» und «GAT» im Zusammenhang mit dem Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 und Art. 22 Ziff. 4 EU-Verordnung 44/2001 in grenzĂŒberschreitenden europĂ€ischen Patentstreitigkeiten weiterentwickelt und wieder ein StĂŒck weit geöffnet. Solchen Streitigkeiten, die seit den vorgenannten letzteren Entscheidungen weitgehend zur Theorie wurden, dĂŒrfte damit wieder neues Leben eingehaucht werden.
En matiĂšre de conflits transfrontaliers europĂ©ens portant sur des brevets, la dĂ©cision «Solvay» de la CJUE a Ă nouveau lĂ©gĂšrement ouvert et fait Ă©voluer la jurisprudence «Roche» et «GAT» sur le champ dâapplication de lâart. 6 ch. 1 et lâart. 22 ch. 4 du rĂšglement CE 44/2001. Devenus purement thĂ©oriques depuis ces dĂ©cisions, de tels conflits devraient ainsi renaĂźtre.
Stefan LuginbĂŒhl | 2012 Ausgabe 12
Bei schönstem Wetter haben sich rund 25 LES-Freunde im Hotel Flora Alpina in Vitznau zum traditionellen LES-Rigi-Wochenende, dieses Jahr unter dem Thema «Lizenzvertragspraxis mit besonderem Fokus auf den Wert der lizenzierten IP», getroffen. Wie jedes Jahr war es Ziel, im bewusst persönlich gehaltenen Workshop-Rahmen Lizenzbeispiele durchzuspielen und sich immaterialgĂŒterrechtlich auf den neuesten Stand bringen zu lassen. Besonders erfreulich war, dass auch junge LES-Mitglieder und solche aus der Romandie den Weg nach Vitznau fanden! Grosser Dank gilt den Referenten, die sich am Freitagnachmittag bzw. am Samstagmorgen Zeit genommen haben, um die «LES-Gemeinde» mit ihrem Wissen zu bereichern.
Das Bundesverwaltungsgericht blickt auf sein fĂŒnftes TĂ€tigkeitsjahr zurĂŒck. Auffallend viele FĂ€lle in den Bereichen Marken- und Urheberrecht hatten die Beantwortung verfahrensrechtlicher Fragen zum Inhalt. Bei den Markeneintragungen sind drei FĂ€lle herauszuheben, nĂ€mlich zum einen zwei Formmarken sowie zum anderen eine olfaktorische Marke. Weiter befasste sich das Gericht auch in diesem Jahr mit einigen englischsprachigen Zeichen und diversen Herkunftsangaben, woraus geschlossen werden kann, dass sich deren Verwendung als Markenbestandteile ungebrochener Beliebtheit erfreut. Ein weiterer Schwerpunkt im Markenrecht war die Beurteilung der Verkehrsdurchsetzung bzw. des rechtserhaltenden Gebrauchs.
Le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral fait le bilan de sa cinquiĂšme annĂ©e dâactivitĂ©. Dans les domaines du droit des marques et du droit dâauteur, le nombre de cas portant sur des questions de nature procĂ©durale Ă©tĂ© Ă©tonnamment Ă©levĂ©. En ce qui concerne les enregistrements de marques, le TAF a notamment a Ă©tĂ© confrontĂ© Ă deux marques de forme et Ă une marque olfactive. Il a aussi a Ă©tĂ© amenĂ© Ă se prononcer sur des signes en langue anglaise et sur diverses indications de provenance, ce qui dĂ©montre que ceux-ci sont toujours apprĂ©ciĂ©s comme Ă©lĂ©ments de marques. Enfin, il a frĂ©quemment eu lâoccasion dâexaminer des questions relatives aux marques imposĂ©es et Ă lâusage dâune marque.
Sabine BĂŒttler / Philipp J. Dannacher | 2012 Ausgabe 11
Mitte 2011 hat die EuropĂ€ische Kommission ein GrĂŒnbuch ĂŒber den Online-Vertrieb von audiovisuellen Werken vorgestellt, das Massnahmen anregt, um den Chancen und Herausforderungen fĂŒr den digitalen Binnenmarkt besser gerecht zu werden. Die Ăberlegungen diskutieren die Problematik des Urheberrechts im Internetzeitalter sehr breit und gehen damit ĂŒber die audiovisuellen Werke hinaus; neben spezifischen Anpassungen von Regulierungen kommt die Schaffung eines unionsweiten Urheberrechtskodexes oder eines fakultativen Urheberrechtstitels zur Sprache. Weil diese Themen kontrovers beurteilt werden, ist es bisher noch nicht zu konkreten FolgevorschlĂ€gen gekommen.
A la fin du second semestre 2011, la Commission europĂ©enne a prĂ©sentĂ© un livre vert sur lâexploitation en ligne dâĆuvres audiovisuelles. Incitant Ă prendre des mesures afin de mieux tenir compte des chances et des dĂ©fis du marchĂ© unique numĂ©rique, le livre vert ouvre, par-delĂ lâaudiovisuel, une large discussion sur la problĂ©matique du droit dâauteur Ă lâĂšre dâinternet; outre des adaptations spĂ©cifiques des rĂ©glementations, il Ă©voque la crĂ©ation dâun Code europĂ©en du droit dâauteur ou dâun titre de droit dâauteur facultatif. Manifestement, ces thĂšmes sont controversĂ©s, raison pour laquelle la discussion nâaboutit pas encore Ă des propositions concrĂštes.
Rolf H. Weber | 2012 Ausgabe 11
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Der von INGRES und dem IGE unter der Verantwortung von Dr. Christoph Gasser organisierte Ittinger Workshop vom 7./8. September 2012 in der Kartause Ittingen stand im Lichte des VerhĂ€ltnisses zwischen Designrecht und Markenrecht, das sowohl aus der Sicht des schweizerischen als auch des europĂ€isch harmonisierten und vereinheitlichten Rechts betrachtet wurde. Die provokante Titelthese des Workshops konnte nicht eindeutig beantwortet werden. Die angeregten Diskussionen zeigten jedoch deutlich, dass das Designrecht aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist und in der Praxis immer mehr eine eigenstĂ€ndige, vom Markenschutz unabhĂ€ngige Bedeutung erlangt. Dies vor allem auch deshalb, weil Formmarken immer restriktiver gehandhabt und die Vorteile des Schutzes durch Designrecht zunehmend erkannt werden. Der Workshop zeigte darĂŒber hinaus, dass im Designrecht zentrale Fragen noch ihrer Beantwortung harren.
Ein Urteil zwischen Himmel und Hölle: So kann man die geballte Ladung des EuGH zum Rechtsrahmen der audiovisuellen Vermarktung von Satelliten-Live-Ausstrahlungsrechten an massenattraktiven Fussballspielen in der EU zusammenfassen. Einerseits ĂŒberzeugt das Urteil mit seiner konsequenten Subsumtion des Sachverhalts unter das regulatorische Konzept eines grenzenlosen Satellitenrundfunks zu den generellen Bedingungen des EU-Binnenmarktes, die zum Schluss fĂŒhrt, dass nationale Rechtsordnungen gegen Unionsrecht verstossen, wenn darin BeschrĂ€nkungen fĂŒr den Empfang von Sendungen enthalten sind, die von anderen Mitgliedstaaten aus ĂŒber Satellit gesendet werden. An anderer Stelle ĂŒberrascht das Urteil mit einem verblĂŒffend klaren Obiter Dictum fĂŒr den Fall, dass in nationalen Rechtsordnungen einem Sportveranstalter de lege ferenda an den von ihm organisierten Liga-Fussballspielen (urheberrechtliche) Leistungsschutzrechte zuerkannt werden wĂŒrden. Der EuGH lĂ€sst dabei durchblicken, dass das Urteil bei einem Vorliegen solcher nationalen Schutzrechte höchstwahrscheinlich einen anderen Ausgang genommen hĂ€tte, weil «Sportereignisse als solche einzigartig [sind] und insoweit einen Originalcharakter [haben], der sie möglicherweise zu GegenstĂ€nden werden lĂ€sst, die einen mit dem Schutz von Werken vergleichbaren Schutz verdienen» (E. 100). Andererseits gibt das Urteil aber selbst fĂŒr diesen hypothetischen Fall gewichtige, der Rechtssicherheit nicht dienliche RĂ€tsel auf, wenn z.B. die RechtmĂ€ssigkeit von exklusiven, ĂŒber Auktionen vergebene Lizenzen fĂŒr territoriale Ausstrahlungsrechte anerkannt, dann aber die damit von der Football Association Premier League Ltd. ins Feld gefĂŒhrte Absicht, mit diesen territorialen Exklusivabreden eine höchstmögliche VergĂŒtung bei der Vermarktung von TV-Rechten erzielen zu wollen, als Rechtfertigungsgrund fĂŒr eine BeschrĂ€nkung des freien Dienstleistungsverkehrs nicht mehr akzeptiert wird. Dies erfolgt mit der erstaunlichen BegrĂŒndung, EigentĂŒmern von ImmaterialgĂŒterrechten stĂŒnde nur ein Anspruch auf eine «angemessene», nicht aber auf eine «höchstmögliche» Erzielung von LizenzertrĂ€gen zu.
Wenn man bedenkt, welche gigantischen Lizenzsummen hier zur Diskussion stehen und wie schnell Diskussionen ĂŒber die Regulierung von Sportökonomien auf dem politischen Parkett landen, dann ist fraglich, ob die sich stellenden Fragen im Spannungsfeld zwischen ExklusivitĂ€t, TerritorialitĂ€t und einem supranational geregelten, schrankenlosen Binnenmarkt letztlich tatsĂ€chlich allein mit dem Erlass nationaler Leistungsschutzrechte fĂŒr Sportveranstalter gelöst werden können, wie diese in Frankreich schon Tatsache sind (vgl. Art. L. 333 des französischen Code du Sport). Man darf deshalb gespannt auf das erste Vorlagengesuch eines französischen Gerichts warten, denn auch dort gibt es «Murphys», die in ihren Bistros die Ligue-1-Spiele ĂŒber importierte auslĂ€ndische Satelliten-Decoderkarten zeigen und damit auch dort in die milliardenschweren Lizenzvertragsbeziehungen zwischen Ligaveranstalter und den offiziellen Lizenznehmern eindringen.
Un jugement entre ciel et enfer: voilĂ comment on peut rĂ©sumer la dĂ©cision de la CJUE sur la commercialisation des droits de diffusion en direct par satellite des matches de football en droit communautaire. Certes, le ju|gement est convaincant dans la mesure oĂč il soumet le concept dâune diffusion satellitaire sans frontiĂšres aux conditions cadres du marchĂ© unique. Par consĂ©quent, les ordres juridiques nationaux violent le droit de lâUnion lorsquâils contiennent des restrictions Ă la rĂ©ception dâĂ©missions dâautres Etats membres diffusĂ©es par satellite. Mais le jugement surprend par ailleurs dans un obiter dictum pourtant parfaitement clair: si un ordre juridique national venait Ă reconnaĂźtre de lege ferenda un droit voisin du droit dâauteur en faveur des organisateurs de manifestations sportives pour les championnats de football quâils organisent, la Cour laisse entendre que le jugement aurait selon toute vraisemblance trouvĂ© une autre issue car «les rencontres sportives, en tant que telles, revĂȘtent un caractĂšre unique et, dans cette mesure, original, qui peut les transformer en des objets dignes de protection comparable aux Ćuvres» (consid. 100). Or, cette hypothĂšse donne lâoccasion Ă la Cour de poser une Ă©nigme fort embarrassante pour la sĂ©curitĂ© du droit. Tout en reconnaissant la lĂ©galitĂ© des licences exclusives de droits de diffusion territoriaux attribuĂ©es par des ventes aux enchĂšres publiques, elle dĂ©nie la lĂ©gitimitĂ© du motif justificatif invoquĂ© par la Football Association Premier League Ltd., Ă savoir revendiquer, via ces accords dâexclusivitĂ© territoriale, la rĂ©munĂ©ration la plus Ă©levĂ©e possible. Dans une motivation Ă©tonnante, la Cour dĂ©clare en effet que les titulaires de droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle ne pourraient revendiquer quâune rĂ©munĂ©ration «appropriĂ©e» et non «la plus Ă©levĂ©e possible».
Si lâon songe aux sommes gigantesques qui sont en jeu et Ă la rapiditĂ© avec laquelle le thĂšme de la rĂ©gulation en Ă©conomie du sport atterrit sur le terrain politique, on peut se demander en fin de compte si les questions relatives Ă lâexclusivitĂ©, Ă la territorialitĂ© et au marchĂ© unique supranational peuvent se rĂ©soudre, Ă lâĂ©gard des organisateurs de manifestations sportives, par le seul moyen dâun droit voisin, comme câest dĂ©jĂ le cas en France (cf. art. L. 333 du Code du sport français). Câest pourquoi lâon attendra avec intĂ©rĂȘt la premiĂšre question prĂ©judicielle qui sera soumise par un tribunal français. Il existe aussi en France des «Murphy» qui diffusent dans leur bistrot des matches de 1Ăšre ligue via des dispositifs de dĂ©codage satellitaire importĂ©s de lâĂ©tranger et qui sâimmiscent ainsi dans les juteuses affaires entre organisateurs et preneurs de licence.
Simon Osterwalder | 2012 Ausgabe 10
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die diesjĂ€hrige Tagung zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz fand im Lake Side Casino ZĂŒrichhorn im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) statt. Die Veranstaltung wurde von RA Dr. Christoph Gasser, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Instituts, organisiert und von RA Dr. Michael Ritscher, PrĂ€sident von INGRES, geleitet.
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Yes, in Switzerland one and the same industrial product can be protected by both a design right and a copyright, provided it fulfils the requirements for both copyright and industrial design protection. While the differences in the respective protection requirements and scopes of protection between copyright and design right have been intensively debated in Swiss doctrine, the principle of cumulative protection as such is generally acknowledged.
No explicit definition of the term âTraditional Knowledgeâ can be found in Swiss legislation, even though the term itself appears in Article 49a Patent Law.
Die alljĂ€hrlich, bereits zum dritten Mal unter diesem Titel durchgefĂŒhrte Tagung des INGRES fand wieder unter der inhaltlichen Leitung von RA Dr. Michael Ritscher und unter der organisatorischen Leitung von RA Dr. Christoph Gasser auf dem ZĂŒrichberg statt. Mit der hiesigen ImmaterialgĂŒterrechtsgemeinde und zahlreichen Besuchern aus insgesamt neun LĂ€ndern, von welchen einige bereits am vorgĂ€ngigen Skitag teilgenommen hatten, war die Tagung ausgesprochen gut besucht und scheint sich als Anlass zu etablieren, an welchem sich die am europĂ€ischen ImmaterialgĂŒterrecht interessierten Kreise gerne treffen. Neu war dieses Jahr, dass die Veranstaltung â durch die jĂŒngsten institutionellen Entwicklungen im Patentrecht bedingt â bereits am Vormittag begann und dem Patentrecht mehr Zeit gewidmet wurde als frĂŒher.
Der EuGH kommt im Rahmen zweier Vorabentscheidungsverfahren zum Schluss, dass eine gerichtliche Anordnung an Internetdienstanbieter unzulĂ€ssig ist, welche die Einrichtung eines Systems verlangt, das prĂ€ventiv, auf eigene Kosten und zeitlich unbegrenzt sĂ€mtliche elektronischen Mitteilungen bzw. auf der Plattform gespeicherte Informationen aller Kunden filtert und in der Lage ist, den Austausch bzw. das ZurverfĂŒgungstellen von jenen Dateien zu identifizieren und zu verhindern, die geschĂŒtzte Werke des Antragsstellers enthalten und das Urheberrecht verletzen.
La CJCE a Ă©tĂ© appelĂ©e Ă trancher deux questions prĂ©judicielles et est arrivĂ©e Ă la conclusion quâil nâĂ©tait pas admissible dâordonner judiciairement Ă des fournisseurs dâaccĂšs Ă Internet de mettre en place un systĂšme filtrant prĂ©ventivement, Ă leurs propres frais et de maniĂšre illimitĂ©e, toutes les communications Ă©lectroniques de tous les clients resp. les informations enregistrĂ©es sur la plateforme et qui serait en mesure dâidentifier et dâempĂȘcher lâĂ©change et la mise Ă disposition de donnĂ©es contenant des Ćuvres protĂ©gĂ©es du demandeur et violant le droit dâauteur.
Donatella Fiala | 2012 Ausgabe 7-8
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Anpassung der Richtlinien in Markensachen per 1. Juli 2012
Die wissenschaftliche Arbeit hat bei der AIPPI einen hohen Stellenwert: Jedes Jahr werden sogenannte Qâs (Questions) zu aktuellen Themen zunĂ€chst durch die nationalen Gruppen erarbeitet und anschliessend auf internationaler Ebene diskutiert und finden Eingang in die Resolutionen von AIPPI International, welche anlĂ€sslich der jĂ€hrlichen Kongresse bzw. Executive Committee Meetings verabschiedet werden.
In Switzerland, the following post-grant proceedings are available: validity and infringement disputes and actions for issuing a license in respect of patents. These post-grant proceedings are available only at the Federal Patent Court and are subsequently appealable at the Federal Supreme Court.
Neither statutory nor case law provides for a comprehensive âin transitâ concept in the field of intellectual property in general or with regard to trademarks in particular.
11. Urheberrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht SFâąê»Æ§ vom 28. Februar 2012
Besteht ein Zeichen ausschliesslich aus der Form des Produktes, vorliegend einem Lautsprecher, und verleiht diese Form dem Produkt seinen wesentlichen Wert, kann es nicht als dreidimensionale Gemeinschaftsmarke eingetragen werden.
Jedes absolute Eintragungshindernis ist von den anderen unabhĂ€ngig und gesondert zu prĂŒfen. Die relevanten Tatsachen, aus denen sich ein solches Eintragungshindernis ergeben kann, sind dabei von Amts wegen zu ermitteln. In einem wiedereröffneten Verfahren kann ein Entscheid daher gleichfalls auf ein bis anhin nicht geprĂŒftes, absolutes Eintragungshindernis gestĂŒtzt werden.
Si un signe est constituĂ© exclusivement par la forme du produit, en lâespĂšce dâun haut-parleur, et si la forme donne une valeur substantielle au produit, ledit signe ne peut pas ĂȘtre enregistrĂ© comme marque communautaire tridimensionnel.
Chacun des motifs absolus de refus dâenregistrement est indĂ©pendant des autres et exige un examen sĂ©parĂ©. Les faits pertinents, qui pourraient lâamener Ă appliquer un motif absolu de refus, sont Ă examiner dâoffice. Dans la procĂ©dure dâexamen rouverte la dĂ©cision peut ĂȘtre fondĂ©e sur un autre motif absolu de refus, jusquâĂ prĂ©sent non examinĂ©.
Birgit Weil | 2012 Ausgabe 6
Schutzzertifikate werden gemĂ€ss der bisherigen Praxis des Instituts nur ausgestellt, wenn der Zeitraum zwischen Patentanmeldung und erster Zulassung eines Arzneimittels mit diesem Erzeugnis (Wirkstoff oder Wirkstoffzusammensetzung) in der Schweiz lĂ€nger ist als fĂŒnf Jahre, d.h. wenn damit eine tatsĂ€chliche VerlĂ€ngerung der Schutzfrist verbunden ist. In FĂ€llen hingegen, in denen eine Arzneimittelzulassung bereits innerhalb von fĂŒnf Jahren nach der Patentanmeldung erfolgte, wurde bis anhin â mangels Rechtsschutzinteresse an einem Zertifikat mit einer negativen Schutzdauer â kein Zertifikat erteilt.
Im Rahmen einer Klage von LâOrĂ©al gegen eBay sowie einzelne natĂŒrliche Personen behandelte der EuGH in diesem Urteil eine Reihe von sich im Zusammenhang mit Online-MarktplĂ€tzen ergebenden Fragestellungen. Auf Beachtung stiess der Entscheid vor allem aufgrund der AusfĂŒhrungen zur Verantwortlichkeit der Anbieter von Online-MarktplĂ€tzen fĂŒr Markenverletzungen durch deren Kunden. GemĂ€ss diesem Entscheid greift der Schutz der Provider vor einer Haftbarkeit in Art. 14 E-Commerce-Richtlinie nicht, wenn sie selbst eine aktive Rolle spielen, etwa durch die Optimierung von Verkaufsinseraten, oder wenn sie trotz Kenntnis einer Rechtsverletzung nicht unverzĂŒglich aktiv werden. Ausserdem Ă€ussert sich der EuGH zur Anwendbarkeit von EU-Markenrecht auf Verkaufsangebote von Waren, die sich in Drittstaaten befinden, sowie zur (Un-)ZulĂ€ssigkeit des Verkaufs von Proben und Testartikeln bzw. von unverpackten Waren. Ferner nimmt das Gericht noch einmal zur Verwendung von Drittmarken als Keywords fĂŒr Suchmaschinen Stellung.
Dans lâarrĂȘt rendu dans lâaffaire LâOrĂ©al contre eBay et quelques personnes physiques, la CJUE a traitĂ© dâune sĂ©rie de questions concernant les ventes en ligne. Ce sont avant tout ses considĂ©rants relatifs Ă la responsabilitĂ© des vendeurs en ligne pour les violations de marques commises par leurs clients qui ont suscitĂ© lâintĂ©rĂȘt. Selon cette dĂ©cision, les fournisseurs ne peuvent se prĂ©valoir de lâexonĂ©ration de responsabilitĂ© prĂ©vue Ă lâart. 14 de la Directive sur le commerce Ă©lectronique lorsquâils jouent un rĂŽle actif, par exemple en optimisant les annonces, ou lorsquâils ne rĂ©agissent pas immĂ©diatement aprĂšs avoir eu connaissance dâune infraction. La CJUE se prononce par ailleurs sur lâapplicabilitĂ© du droit europĂ©en des marques Ă la vente de produits se trouvant dans un pays tiers, ainsi que sur lâadmissibilitĂ© de la vente dâĂ©chantillons et dâarticles de dĂ©monstration, ou de produits non-emballĂ©s. En outre, la Cour se prononce au sujet de lâutilisation de marques de tiers comme mots-clĂ©s pour des moteurs de recherche.
Markus Kaiser | 2012 Ausgabe 5
Nach den offiziellen Angaben des SIPO waren fĂŒr eine Patenterteilung in China im Jahre 2009 durchschnittlich 43,3 Monate zu veranschlagen, im Jahre 2010 dann 42,2 Monate und im Jahr 2011 immerhin noch 40,9 Monate. Der Eindruck vieler Praktiker ist allerdings, dass regelmĂ€ssig sogar mit 2,5 Jahren nach Veröffentlichung, also insgesamt eher 48 Monaten, zu rechnen ist. Vor diesem Hintergrund und angesichts der schnellen Entwicklung des industriellen Sektors in China mit kurzen Produktzyklen ist eine Beschleunigung des Anmeldeverfahrens, wie sie in dem Entwurf von Verwaltungsmethoden zur vorrangigen PrĂŒfung von Patentanmeldungen vom 16. Dezember 2011 erwogen wird, von besonderem Interesse fĂŒr viele Anmelder. Der nachfolgende Beitrag stellt den Entwurf vor und beleuchtet einige kritische Aspekte.
Pour obtenir un brevet en Chine, il fallait compter en moyenne 43,3 mois en 2009, 42,2 mois en 2010 et 40,9 mois en 2011, selon les informations officielles du SIPO. Mais, selon lâexpĂ©rience de nombreux praticiens, il faut rĂ©guliĂšrement compter deux ans et demi dĂšs la publication, soit 48 mois en tout. Dans ce contexte, et en raison de la rapiditĂ© du dĂ©veloppement du secteur industriel en Chine avec des produits de cycles courts, lâaccĂ©lĂ©ration de la procĂ©dure, telle que lâenvisage le projet des mĂ©thodes administratives sur lâexamen prioritaire des demandes de brevets du 16 dĂ©cembre 2011, est particuliĂšrement intĂ©ressante pour de nombreux dĂ©posants. Lâarticle qui suit prĂ©sente le projet et examine quelques aspects critiques.
Jörg-Michael Scheil | 2012 Ausgabe 5
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Mit Urteil vom 1. Dezember 2011 hat sich der EuGH zu den Voraussetzungen geĂ€ussert, unter denen Zollbehörden Waren vorlĂ€ufig zurĂŒckhalten können, die sich in der EU auf der Durchfuhr in Drittstaaten oder in einem Zolllager befinden und die im Verdacht stehen, als «nachgeahmte» bzw. «unerlaubt hergestellte Waren» in der EU wirksame Schutzrechte Dritter zu verletzen. Sodann hat der EuGH auch erlĂ€utert, unter welchen Voraussetzungen in einem Erkenntnisverfahren festgestellt werden kann, dass derartige Waren die Schutzrechte eines Dritten tatsĂ€chlich verletzen.
Demnach können Zollbehörden solche Waren vorlĂ€ufig zurĂŒckhalten, wenn Anhaltspunkte fĂŒr einen begrĂŒndeten Verdacht auf eine mögliche Schutzrechtsverletzung vorliegen. Solche Verdachtsmomente können sich nicht nur auf einen diese Waren betreffenden Verkauf, eine Verkaufsofferte oder eine Werbung an Abnehmer in der EU beziehen. Auch Anhaltspunkte dafĂŒr, dass die an der Herstellung und am Versand der Ware Beteiligten entweder beabsichtigen, die Ware zu Verbrauchern in der EU umzuleiten oder aber ihre wahren Handelsabsichten verschleiern, vermögen eine vorlĂ€ufige ZurĂŒckhaltung zu rechtfertigen.
Der EuGH hĂ€lt weiter fest, dass eine Schutzrechtsverletzung dann vorliegt, wenn solche Waren bereits Gegenstand einer an die Verbraucher in der EU gerichteten geschĂ€ftlichen Handlung (wie eines Verkaufs, eines Verkaufsangebots oder einer Werbung) sind, oder wenn seitens der betreffenden Marktteilnehmer die Absicht besteht, diese Ware zu Verbrauchern in der EU umzuleiten. Solche UmstĂ€nde mĂŒssen vom Schutzrechtsinhaber bewiesen werden, damit eine Verletzung seiner Rechte festgestellt werden kann. Damit lehnt der EuGH die sogenannte Fiktionstheorie ab, nach der ein solches Sachurteil auch gestĂŒtzt auf die Fiktion möglich sein soll, wonach die betreffenden Waren in jenem Staat hergestellt wurden, in dem sie von den Zollbehörden vorlĂ€ufig zurĂŒckgehalten werden.
Dans une dĂ©cision rendue le 1er dĂ©cembre 2011, la CJUE sâest prononcĂ©e sur les conditions auxquelles les autoritĂ©s douaniĂšres peuvent retenir momentanĂ©ment des marchandises qui se trouvent dans un pays membre de lâUE en transit vers des Etats tiers ou dans des entrepĂŽts de douane et qui sont soupçonnĂ©es de porter atteinte Ă des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle. La CJUE a Ă©galement prĂ©cisĂ© Ă quelles conditions on peut faire constater que de telles marchandises portent effectivement atteinte Ă des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle de tiers.
Les autoritĂ©s douaniĂšres peuvent retenir de telles marchandises lorsquâil existe des indices permettant de soupçonner une atteinte Ă des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle. De tels soupçons peuvent se manifester non seulement en cas de mise en vente ou de publicitĂ© Ă destination de consommateurs de lâUE, mais aussi lorsquâil existe des indices dĂ©montrant soit que les tiers impliquĂ©s dans la fabrication et la distribution des marchandises envisagent de dĂ©tourner la marchandise vers des consommateurs de lâUE, soit quâils dissimulent leurs vĂ©ritables objectifs commerciaux.
La CJUE admet Ă©galement lâexistence dâune atteinte Ă des droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle lorsque de telles marchandises font dĂ©jĂ lâobjet dâactivitĂ©s commerciales destinĂ©es aux consommateurs de lâUE (telles que vente, offre de vente ou publicitĂ©) ou lorsquâil existe une intention de dĂ©tourner ces marchandises vers des consommateurs de lâUE. De telles circonstances doivent ĂȘtre prouvĂ©es par le titulaire pour quâon puisse consta|ter une atteinte Ă ses droits. Ainsi, la CJUE rejette la thĂ©orie de la fiction selon laquelle une telle dĂ©cision au fond pourrait ĂȘtre rendue en considĂ©rant que les marchandises seraient rĂ©putĂ©es fabriquĂ©es dans lâEtat dans lequel elles ont Ă©tĂ© retenues.
Frédéric Brand | 2012 Ausgabe 4
Der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union («EuGH») fĂ€llte Ende 2011 in den Verfahren «Medeva» (C-322/10) und «Georgetown» (C-422/10) zwei wichtige Urteile zu ergĂ€nzenden Schutzzertifikaten fĂŒr Arzneimittel mit mehreren Wirkstoffen (sog. KombinationsprĂ€parate). In beiden Verfahren ging es insbesondere um die Frage, ob ein ergĂ€nzendes Schutzzertifikat (Supplementary Protection Certificate, «SPC») erteilt werden kann, wenn das Grundpatent und/oder das zugelassene Arzneimittel, auf welches sich das SPC bezieht, mehrere Wirkstoffe enthalten und diese Wirkstoffe nur teilweise ĂŒbereinstimmen. Zu klĂ€ren war namentlich, wie die Bestimmung der Verordnung (EG) Nr. 469/2009 ĂŒber das ergĂ€nzende Schutzzertifikat fĂŒr Arzneimittel vom 6. Mai 2009 («SPC-Verordnung») auszulegen ist, wonach das dem SPC zu Grunde liegende Erzeugnis «durch ein in Kraft stehendes Patent geschĂŒtzt sein muss». Der EuGH hielt dazu fest, dass der Wirkstoff bzw. die Wirkstoffkombination, fĂŒr welche ein SPC erteilt werden soll, in den AnsprĂŒchen des Grundpatents genannt werden mĂŒssen. Wie diese Voraussetzung im Detail zu verstehen ist, erlĂ€uterte der EuGH allerdings nicht. Weiter entschied der EuGH, dass fĂŒr eine Kombination mehrerer Wirkstoffe, die in den AnsprĂŒchen des Grundpatents genannt werden, grundsĂ€tzlich ein SPC erteilt werden kann, selbst wenn das Arzneimittel, auf dessen Zulassung sich das SPC bezieht, noch weitere Wirkstoffe enthĂ€lt.
In der Schweiz wurde als eine von mehreren Voraussetzungen fĂŒr die Erteilung eines SPC bisher stets geprĂŒft, ob das Erzeugnis, fĂŒr das ein SPC erteilt werden soll, in den Schutzumfang des Grundpatents fĂ€llt (sog. Verletzungs-Test). Nach diesem Test konnte fĂŒr eine Wirkstoffkombination grundsĂ€tzlich ein SPC erteilt werden, wenn die AnsprĂŒche des Grundpatents zumindest fĂŒr einen dieser Wirkstoffe absoluten Stoffschutz beanspruchten. GemĂ€ss der neuen Praxis des EuGH wĂ€re demgegenĂŒber in einem solchen Fall ein SPC alleine fĂŒr den Wirkstoff zu erteilen, der in den AnsprĂŒchen des Grundpatents erwĂ€hnt wird, nicht aber fĂŒr die gesamte Wirkstoffkombination des zugelassenen Erzeugnisses.
A fin 2011, la Cour de Justice de lâUnion europĂ©enne («CJUE») a rendu dans les causes «Medeva» (C-322/10) et «Georgetown» (C-422/10) deux arrĂȘts importants relatifs Ă des certificats complĂ©mentaires de protection pour des mĂ©dicaments contenant plusieurs principes actifs (prĂ©parations combinĂ©es). Dans les deux cas, il sâagissait en particulier de dĂ©terminer si la dĂ©livrance dâun certificat complĂ©mentaire de protection (Supplementary Protection Certificate, «SPC») est possible lorsque le brevet de base ou le mĂ©dicament autorisĂ©, auquel le SPC se rapporte, contient plusieurs principes actifs qui ne sont pas identiques dans les deux cas. Il fallait notamment interprĂ©ter la disposition du RĂšglement (CE) n° 469/2009 concernant le certificat complĂ©mentaire de protection pour les mĂ©dicaments du 6 mai 2009 («RĂšglement SPC») selon laquelle le produit Ă la base du SPC doit ĂȘtre protĂ©gĂ© par un brevet en vigueur. La CJUE a retenu Ă cet Ă©gard que le principe actif, ou le cas Ă©chĂ©ant la combinaison de principes actifs pour lesquels un SPC est demandĂ©, doit ĂȘtre mentionnĂ© dans les revendications du brevet de base. La CJUE ne sâest en revanche pas prononcĂ©e sur la maniĂšre dont cette condition doit ĂȘtre comprise dans le dĂ©tail. En outre, la CJUE a jugĂ© quâun SPC peut ĂȘtre dĂ©livrĂ© pour une combinaison de principes actifs qui sont mentionnĂ©s dans les revendications du brevet de base, mĂȘme si le mĂ©dicament autorisĂ©, auquel le SPC se rapporte, contient encore dâautres principes actifs.
En Suisse, on a toujours fait dĂ©pendre la dĂ©livrance dâun SPC du fait que le produit pour lequel le SPC doit ĂȘtre dĂ©livrĂ© soit protĂ©gĂ© par le brevet de base (test identique Ă celui utilisĂ© pour dĂ©finir lâexistence dâune viola|tion). Selon ce test, un SPC pouvait en principe ĂȘtre dĂ©livrĂ© pour une combinaison de principes actifs lorsque les revendications du brevet de base protĂ©geaient au moins lâun de ces principes actifs de maniĂšre absolue. En revanche, selon la nouvelle pratique de la CJUE, un SPC devrait ĂȘtre dĂ©livrĂ© dans un tel cas seulement pour le principe actif qui est mentionnĂ© dans les revendications du brevet de base et non pour la combinaison des principes actifs du produit autorisĂ©.
Kilian SchÀrli / Simon Holzer | 2012 Ausgabe 4
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Gemeinsame Tarife (GT) von ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
The term âgenuine useâ is not defined under Swiss substantive trademark law and has therefore no specific meaning. On the other hand it is a recognized concept under Swiss law that the validity of a mark must be maintained by use. Interestingly, the Swiss Trademark Act (âTMAâ) only provides for very few concrete parameters as regarding the kind of use which is required and regarded as sufficient to maintain the rights that vest in a registered mark. Thus, the concrete parameters of quality or degree of use were developed by Swiss scholars and jurisprudence over the years and resulted in the doctrine of ârechtserhaltender Gebrauchâ or âuse maintaining the markâ. The requirement of âgenuine useâ (or rather âserious useâ as referred to in Swiss jurisprudence) is only one element of the above doctrine. Thus, any reference to the term âgenuine useâ in this paper must be understood in the broad framework of the Swiss doctrine of âuse maintaining the markâ as further explained in reply to the questions below.
Before January 1, 2011, provisions dealing with preliminary measures could be found in the different Swiss IP statutes, some of which referred to provisions in the Swiss Civil Code concerning the protection of personality rights. Since January 1, 2011, the requirements for preliminary measures in general are set forth in Articles 261 ss. of the Swiss Code of Civil Procedure (CCP). These provisions replaced the respective parts in the different IP statutes.
Dr. Michael Ritscher, PrĂ€sident von INGRES und Leiter dieser Veranstaltung, wies in seiner BegrĂŒssung darauf hin, dass INGRES sich seit zehn Jahren intensiv fĂŒr die Schaffung eines Patentgerichts eingesetzt hat und sich auch weiterhin dafĂŒr einsetzen wird, dass dieses den von allen Beteiligten erhofften Erfolg haben wird.
En fĂ©vrier 2011, le Tribunal cantonal du Jura sâest penchĂ© sur le fonctionnement de la «saisie automatique» («Google Suggest») proposĂ©e par le moteur de recherche Google depuis quelques annĂ©es. Lâauteur prĂ©sente succinctement lâarrĂȘt du Tribunal, le compare avec deux dĂ©cisions rendues par les tribunaux français dans des affaires similaires et revient briĂšvement sur une dĂ©cision de la Cour dâappel de Paris rendue en matiĂšre de droit dâauteur.
Im Februar 2011 beschĂ€ftigte sich das Kantonsgericht des Kantons Jura mit den automatisch generierten EintrĂ€gen («Google Suggest»), die von der Internet-Suchmaschine Google seit ein paar Jahren vorgeschlagen werden. Der Autor stellt das Gerichtsurteil kurz vor und vergleicht es mit zwei Entscheidungen französischer Gerichte in Ă€hnlichen Angelegenheiten und kommt schliesslich auf ein Urteil des Cour dâappel in Paris im Bereich des Urheberrechts zu sprechen.
Thomas Widmer | 2012 Ausgabe 2
Am letztjĂ€hrigen Executive Committee Meeting in Hyderabad hat die AIPPI Resolutionen zu verschiedenen Themen verabschiedet, namentlich zu den Ausnahmen vom Urheberrechtsschutz und erlaubten Benutzungsformen urheberrechtlich geschĂŒtzter Werke in den Branchen der Hochtechnologie und der Digitaltechnologie (Q 216B), zu den Patentierungsvoraussetzungen der erfinderischen TĂ€tigkeit (Q 217), zum Erfordernis des rechtserhaltenden Gebrauchs bei Marken (Q 218) sowie zu den Unterlassungsgeboten bei der Verletzung von ImmaterialgĂŒterrechten (Q 219).
Exceptions to copyright protection and the permitted uses of copyright works in the hi-tech and digital sectors (Q 216B)
Switzerland being a member state of the European Patent Convention (EPC) and having a national Patent Office without substantial examination, it is not surprising that the courts apply the standard of the Boards of Appeal of the European Patent Office (EPO) â see e.g. Federal Supreme Court decision BGE 133 III 229, 331, section 3.
Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht Kartause Ittingen, 2. und 3. September 2011
Les réseaux sociaux et les univers virtuels sont en quelques années devenus incontournables pour les entreprises. Ces nouvelles formes de médias comportent toutefois des risques que les entreprises doivent évaluer et gérer.
In seiner bisherigen Auslegung der Richtlinie 98/44/EG definierte der EuGH den «menschlichen Embryo» nicht. Dieser Begriff wird vom EuGH nun weit ausgelegt. Eine Zelle oder ein Zellhaufen ab der Befruchtung kann demzufolge als menschlicher Embryo bezeichnet werden. Weil die an ein Patent geknĂŒpften Rechte sich grundsĂ€tzlich auf Handlungen industrieller oder kommerzieller Art beziehen, kann die Verwendung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken vom Patent selbst und den daran geknĂŒpften Rechten nicht getrennt werden. Die Verwendung menschlicher Embryonen zu Zwecken der wissenschaftlichen Forschung kann deshalb gemĂ€ss Art. 6 Abs. 2 lit. c der Richtlinie 98/44/EG nicht patentiert werden. Die Patentierung ist zudem ausgeschlossen, wenn die technische Lehre die vorhergehende Zerstörung menschlicher Embryonen oder deren Verwendung als Ausgangsmaterial erfordert. Gegenstand eines Patents kann gemĂ€ss EuGH einzig die Verwendung menschlicher Embryonen zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken sein, aus der fĂŒr den verwendeten menschlichen Embryo selbst ein Nutzen resultiert.
In einer frĂŒheren Entscheidung kam die Grosse Beschwerdekammer (GBK) des europĂ€ischen Patentamts (EPA) ebenfalls zum Schluss, dass eine Erfindung, deren AusfĂŒhrung in der Verwendung (und damit in der Zerstörung) menschlicher Embryonen besteht, nicht patentierbar ist. Im Gegensatz zum Urteil des EuGH hat diese Entscheidung der GBK direkte Auswirkungen auf europĂ€ische Patente mit Benennung der Schweiz. Sollte die GBK in ihrer zukĂŒnftigen Rechtsprechung die vor dem EPA noch offene Frage, wie der Ausschluss der Patentierung bei menschlichen embryonalen Stammzellen ohne Zerstörung dieser Zellen zu beurteilen wĂ€re, in Ăbereinstimmung mit dem EuGH auslegen, so wĂ€ren auch europĂ€ische Patente mit Wirkung in der Schweiz davon betroffen. In einem solchen Fall wĂ€re eine davon abweichende Auslegung in der Schweiz nur noch fĂŒr nationale Anmeldungen möglich.
JusquâĂ prĂ©sent, la CJUE nâavait pas eu lâoccasion dâinterprĂ©ter la notion dâ«embryon humain» selon la Directive 98/44/CE. Cette notion fait dĂ©sormais lâobjet dâune interprĂ©tation large par la CJUE. Ainsi, une cellule ou un amas de cellules peut ĂȘtre considĂ©rĂ© dĂšs la fĂ©condation comme un embryon humain. Puisque les droits rattachĂ©s Ă un brevet concernent en principe les actes de nature industrielle ou commerciale, lâutilisation dâembryons humains Ă des fins de recherche ne peut pas ĂȘtre sĂ©parĂ©e du brevet lui-mĂȘme et des droits qui sây rattachent. Lâutilisation dâembryons humains Ă des fins scientifiques ne peut dĂšs lors pas ĂȘtre brevetĂ©e en application de lâart. 6 al. 2 let. c de la Directive 98/44/CE. En outre, la brevetabilitĂ© est exclue lorsque lâenseignement technique nĂ©cessite la destruction prĂ©alable dâembryons humains ou leur usage comme matĂ©riau de dĂ©part. Selon la CJUE, seule peut ĂȘtre brevetĂ©e lâutilisation dâembryons humains Ă des fins thĂ©rapeutiques ou de diagnostic, dont lâembryon humain utilisĂ© peut lui-mĂȘme tirer profit.
Dans une dĂ©cision prĂ©cĂ©dente, la Grande Chambre de recours (GCR) de lâOffice europĂ©en des brevets (OEB) Ă©tait Ă©galement parvenue Ă la conclusion quâune invention dont lâexĂ©cution consistait en lâutilisation (et par consĂ©quent la destruction) dâembryons humains nâĂ©tait pas brevetable. Contrairement au jugement de la CE, cette dĂ©cision de la GCR a des effets directs sur les brevets europĂ©ens dĂ©signant la Suisse. Si dans sa future jurisprudence, la GCR devait suivre celle de la CJUE concernant la question laissĂ©e ouverte devant lâOEB, soit celle de lâexclusion de la brevetabilitĂ© des cellules souches humaines sans destruction de ces cellules, les brevets europĂ©ens dont les effets sâĂ©tendent |en Suisse seraient concernĂ©s par cette exclusion. Dans un tel cas, une interprĂ©tation divergente en Suisse ne serait dĂ©sormais possible que pour les demandes nationales.
Pascal Fehlbaum / Claudia Mund / Renée Hansmann | 2012 Ausgabe 1
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die Tagung des Europa Instituts an der UniversitĂ€t ZĂŒrich (EIZ) mit den Netzwerkpartnern Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SFâąê»Æ§), Schweizerische Informatikgesellschaft (SI), Swiss Internet Industry Association (simsa), Schweizerischer Wirtschaftsverband der Informations-, Kommunikations- und Organisationstechnik (SWICO), Schweizerischer Verband der Informations- und Kommunikationstechnologie (SwissICT), Zentrum fĂŒr Informations- und Kommunikationsrecht der UniversitĂ€t ZĂŒrich (ZIK), fand am 1. September 2011 im Metropol ZĂŒrich statt und drehte sich um «ICT â Recht und Praxis Online Social Networks». Die Tagungsleiter, Dr. Rolf auf der Maur und Prof. Dr. Hans Rudolf TrĂŒeb, begrĂŒssten die ĂŒber 100 Teilnehmer von AnwĂ€lten, Unternehmensjuristen und IT-Spezialisten und konstatierten mit der grossen Teilnahme das wachsende Interesse fĂŒr die Problematik von Social Media.
Mit der Empfehlung 2006/585/EG forderte die EU-Kommission die Mitgliedstaaten zur Schaffung von Rechtsvorschriften ĂŒber die Nutzung von verwaisten Werken auf. Die Initiative verpuffte praktisch wirkungslos. Nun schlĂ€gt die EU-Kommission den Erlass einer Richtlinie vor, mit welcher die Mitgliedstaaten verpflichtet werden sollen, solche Regelungen einzufĂŒhren.
Dans sa recommandation 2006/585/CE, la Commission europĂ©enne demande aux pays membres de lĂ©gifĂ©rer sur lâutilisation dâĆuvres orphelines. Cette initiative nâa donnĂ© pratiquement aucun rĂ©sultat. DĂšs lors, la Commission europĂ©enne propose lâadoption dâune directive qui obligerait les pays membres Ă introduire une telle lĂ©gislation.
Willi Egloff | 2011 Ausgabe 11
Nach dem viel beachteten Padawan-Urteil (vgl. sic! 2011, 191 ff.) befasste sich der EuGH im Rahmen des vorliegenden Vorabentscheidungsverfahrens zum zweiten Mal mit den unionsrechtlichen Rahmenbedingungen fĂŒr mitgliedstaatliche Systeme der «Abgabe fĂŒr Privatkopie». Der Gerichtshof unterstrich dabei erneut die Notwendigkeit wirksamer Ausgleichssysteme fĂŒr den Fall, dass die private VervielfĂ€ltigung von der urheberrechtlichen Verbietungsbefugnis ausgenommen wird. Entsprechend seien die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Rechtsinhaber fĂŒr sĂ€mtliche in ihrem Hoheitsgebiet stattfindenden PrivatvervielfĂ€ltigungen zu entschĂ€digen. Der inlĂ€ndischen PrivatkopievergĂŒtung unterstellt werden sollten daher auch auslĂ€ndische Versandanbieter, deren Angebot sich an inlĂ€ndische Kunden richtet. Trotz fehlender Bindungswirkung ist dieses Urteil auch fĂŒr die Schweiz von Interesse, zumal auch die hierzulande mit der Umsetzung der LeertrĂ€gervergĂŒtung betrauten Institutionen mit den SpezialitĂ€ten des grenzĂŒberschreitenden Versandhandels konfrontiert sind.
AprĂšs lâarrĂȘt Padawan, trĂšs remarquĂ© (cf. sic! 2011, 191 ss), la CJUE a de nouveau eu Ă connaĂźtre dâune question prĂ©judicielle portant sur les conditions-cadres du droit communautaire relatives aux systĂšmes de «taxe sur la copie privĂ©e» instituĂ©s par les Etats membres. La Cour a soulignĂ© une nouvelle fois la nĂ©cessitĂ© de mettre en Ćuvre des systĂšmes de compensation efficaces lorsque la copie privĂ©e est soustraite au droit exclusif de lâauteur. Selon la Cour, les Etats membres sont tenus dâindemniser les ayants droit pour toutes les copies privĂ©es qui relĂšvent de leur souverainetĂ© territoriale. Par consĂ©quent, les fournisseurs Ă©trangers dont lâoffre sâadresse Ă des clients indigĂšnes devraient ĂȘtre Ă©galement soumis Ă la redevance nationale sur la copie privĂ©e. MĂȘme si cette dĂ©cision nâa pas dâeffet contraignant pour la Suisse, elle est intĂ©ressante dans la mesure oĂč les institutions chargĂ©es de percevoir la redevance sur les supports vierges en Suisse sont Ă©galement confrontĂ©es aux particularitĂ©s du commerce transfrontalier.
Fabian Wigger | 2011 Ausgabe 11
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Erstmals nach dem Inkrafttreten der Gemeinschaftsmarkenverordnung eröffnete sich dem Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union die Möglichkeit, sich zur Reichweite des Verbots einer Verletzungshandlung zu Ă€ussern, das auf der Grundlage einer Gemeinschaftsmarke ergeht. Das Gericht entschied, dass solche Verbote grundsĂ€tzlich EU-weite Geltung haben. FĂŒr Inhaber von Gemeinschaftsmarken vereinfacht dies die Durchsetzung ihrer Rechte. Gleichwohl gibt es Ausnahmen, die eine sorgfĂ€ltige AbwĂ€gung der Reichweite erfordern.
Pour la premiĂšre fois depuis lâentrĂ©e en vigueur du RĂšglement sur la marque communautaire, la Cour de justice de lâUnion europĂ©enne a eu la possibilitĂ© de se prononcer au sujet de lâĂ©tendue territoriale des effets dâune injonction prononcĂ©e sur la base dâune marque communautaire. La Cour a jugĂ© que de telles interdictions dĂ©ployaient leurs effets en principe sur tout le territoire de lâUE. La protection des droits des titulaires de marques communautaires sâen trouve simplifiĂ©e. Il existe toutefois des exceptions exigeant un examen prĂ©cis de lâĂ©tendue de lâinterdiction.
Martin Viefhues | 2011 Ausgabe 10
Ende MĂ€rz 2011 hat der Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union ein weiteres Urteil zwischen den notorisch zerstrittenen Parteien Anheuser-Busch Inc. (Anheuser) und BudÄjovickĂœ Budvar, nĂĄrodnĂ podnik (Budvar) gefĂ€llt. Diesmal ging es um die Frage, ob sich die tschechische Brauerei Budvar in einem Widerspruchsverfahren gestĂŒtzt auf die von ihr in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten geltend gemachten Rechte an der Ursprungsbezeichnung «Bud» unter Art. 8 Abs. 4 Gemeinschaftsmarkenverordnung erfolgreich gegen den Schutz verschiedener von der amerikanischen Brauerei Anheuser hinterlegten Gemeinschaftsmarken mit dem Wortelement «Bud» zur Wehr setzen kann, auch wenn nicht nachgewiesen ist, dass Budvar die Bezeichnung «Bud» in den Staaten, in denen die geografische Angabe geschĂŒtzt ist, auch tatsĂ€chlich im geschĂ€ftlichen Verkehr gebraucht. Der Gerichtshof hiess das Rechtsmittel von Anheuser weitgehend gut und kam zum Schluss, dass die fĂŒr Budvar in einzelnen Mitgliedstaaten geschĂŒtzte geografische Angabe «Bud» der Eintragung der von Anheuser beantragten Gemeinschaftsmarken mit dem Wortbestandteil «Bud» nur dann entgegenstehen kann, wenn die Herkunftsangabe erstens in einem mehr als bloss örtlichen Gebiet geschĂŒtzt ist und zweitens in einem «bedeutenden Teil» dieses Gebiets im geschĂ€ftlichen Verkehr benutzt wird.
Fin mars 2011, la Cour de Justice de lâUnion europĂ©enne a rendu un nouvel arrĂȘt dans le litige bien connu opposant Anheuser-Busch Inc. (Anheuser) Ă BudÄjovickĂœ Budvar, nĂĄrodnĂ podnik (Budvar). Il sâagissait cette fois de savoir si Budvar pouvait sâopposer avec succĂšs, sur la base de lâart. 8 al. 4 du rĂšglement sur la marque communautaire, Ă lâenregistrement de diverses marques communautaires comprenant lâĂ©lĂ©ment «Bud» appartenant Ă la brasserie amĂ©ricaine Anheuser, en invoquant les droits Ă lâindication de provenance «Bud», que la brasserie tchĂšque a fait valoir dans diffĂ©rents Etats membres, mĂȘme lorsquâil nâest pas prouvĂ© que cette indication de provenance serait effectivement utilisĂ©e dans le commerce par Budvar dans les Etats oĂč elle est protĂ©gĂ©e. Admettant en principe le moyen soulevĂ© par Anheuser, la Cour a considĂ©rĂ© que la protection, dans les Etats membres concernĂ©s, de lâindication de provenance «Bud», pour Budvar, ne peut sâopposer Ă lâenregistrement des marques communautaires dĂ©posĂ©es par Anheuser quâĂ deux conditions: premiĂšrement, la dĂ©signation gĂ©ographique doit ĂȘtre protĂ©gĂ©e sur un territoire qui dĂ©passe le cadre local; deuxiĂšmement, elle doit ĂȘtre utilisĂ©e dans le commerce dans une «partie importante» de ce territoire.
Alexandra Linder / Simon Holzer | 2011 Ausgabe 10
Inkrafttreten des Abkommens mit Russland ĂŒber den Schutz der geographischen Angaben
Die jĂŒngste Tagung zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der Schweiz fand im Anschluss an die jĂ€hrliche Mitgliederversammlung im Lake Side Casino ZĂŒrichhorn in ZĂŒrich statt und wurde von RA Dr. Christoph Gasser organisiert. RA Dr. Michael Ritscher, der die Tagungsleitung innehatte, wies eingangs darauf hin, dass der Fokus der Tagung nicht auf dem Patentprozessrecht liege, da am 22. November 2011 eine eigene Veranstaltung zu diesem Thema stattfinden wird.
Das Bundesverwaltungsgericht blickt auf sein viertes TĂ€tigkeitsjahr zurĂŒck. Eine Weiterentwicklung der Rechtsprechung ist insbesondere bei den sittenwidrigen Zeichen und bei den ErgĂ€nzenden Schutzzertifikaten fĂŒr Arzneimittel zu verzeichnen. Ins Auge fallen zwei WiderspruchsfĂ€lle, in denen die KennzeichnungsschwĂ€che der Widerspruchsmarke aus einem FreihaltebedĂŒrfnis abzuleiten war. Bemerkenswert ist ausserdem, dass die Gutheissungen des BVGer im Bereich der geografischen Herkunftsangaben nicht vor Bundesgericht angefochten wurden.
Le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral revient sur sa quatriĂšme annĂ©e dâactivitĂ©. Sa jurisprudence a notamment Ă©voluĂ© dans le domaine des signes contraires aux mĆurs et des certificats complĂ©mentaires de protection pour les mĂ©dicaments. Deux affaires en matiĂšre dâopposition, dans lesquelles la faiblesse du signe distinctif dâune marque opposante a Ă©tĂ© dĂ©duite dâun besoin de libre disposition, sont particuliĂšrement frappantes. En outre, il est surprenant que les dĂ©cisions du TAF admettant des recours dans le domaine des indications de provenance nâont pas Ă©tĂ© attaquĂ©es au Tribunal fĂ©dĂ©ral.
Miriam Sahlfeld / Kathrin Bigler Schoch | 2011 Ausgabe 9
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Seit der Ausdehnung des Markenschutzes auf nicht konventionelle Markenformen im Jahr 1993 ist insbesondere fĂŒr Formmarken eine reiche Kasuistik zu deren MarkenfĂ€higkeit und den Eintragungsvoraussetzungen entstanden. Weniger Leitlinien findet der Praktiker dagegen zur Frage, was unter das Ausschliesslichkeitsrecht des Markeninhabers fĂ€llt bzw. welcher Gebrauch fremder Marken einem Dritten ohne Einwilligung erlaubt ist. Durch die aktuelle Entwicklung in der Informations- und Kommunikationstechnologie und die immer wichtiger werdende Nutzung von Online-Dienstleistungen wie Suchmaschinen oder Handelsplattformen sind zudem neue Formen von Kennzeichenrechtsverletzungen entstanden. Wo beim Gebrauch von Marken im Internet Stolpersteine liegen und wer bei Markenrechtsverletzungen haftet, ist sowohl fĂŒr Markeninhaber als auch fĂŒr Anbieter von Online-Angeboten von grossem Interesse.
FondĂ©e en 2003, lâAROPI est une association de langue française qui a pour buts lâĂ©tude et le dĂ©veloppement de la propriĂ©tĂ© intellectuelle et la reprĂ©sentation aux niveaux national et international des intĂ©rĂȘts de ses membres (avocats spĂ©cialisĂ©s, conseils en propriĂ©tĂ© industrielle, responsables de services de propriĂ©tĂ© intellectuelle en entreprise, enseignants et chercheurs exerçant leur activitĂ© principalement en Suisse et dans les rĂ©gions limitrophes). LâAROPI a obtenu le statut dâobservateur permanent auprĂšs de lâOMPI en 2006.
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Inkrafttreten des neuen Patentanwaltsgesetzes: Eintragung in das Register und Wegfall des Vertretungszwangs bei Auslandswohnsitz
Nach dem «Philips»-Entscheid im Jahr 2002 hatte der EuGH â diesmal in Bezug auf den achtnoppigen (4x2), roten Klemmbaustein von Lego â erneut ĂŒber die MarkenfĂ€higkeit eines bedeutenden dreidimensionalen Zeichens zu urteilen. Im Mittelpunkt der gerichtlichen Auseinandersetzung stand hierbei das Eintragungshindernis von Art. 7 Abs. 1 Buchst. e Ziff. ii VO (EG) Nr. 40/94. FĂŒr die in diesem Verfahren strittige Ware «Bauspielzeug» der Klasse 28 des Nizza-Abkommens hat der Gerichtshof das Rechtsmittel abgewiesen und damit die dreidimensionale EU-Gemeinschaftsmarke fĂŒr den Lego-Stein letztinstanzlich fĂŒr nichtig erklĂ€rt. Nicht einmal die rote Farbe des Bausteins, welche i.c. als nicht funktionelles Element galt, hat dieses Resultat verhindert.
Somit hat der EuGH auf europĂ€ischer Ebene entschieden, was in der Schweiz nach den Bundesgerichtsentscheiden «Lego III (3D)» von 2003 und «ErlĂ€uterungen zu Lego III (3D)» von 2004 (noch) nicht geklĂ€rt ist. Der vorliegende Entscheid dĂŒrfte fĂŒr Aufsehen sorgen. Denn mit dem absoluten Ausschlussgrund von Art. 2 Buchst. b 2. Teil MSchG lĂ€sst sich die eidgenössische Rechtslage im relevanten Bereich mit derjenigen der EU vergleichen. Hinzu kommt, dass im schweizerischen Markenregister bei den fĂŒnf dreidimensionalen Marken fĂŒr Lego-Steine keine FarbansprĂŒche vermerkt sind, mithin â im Gegensatz zum europĂ€ischen Sachverhalt â ein vor Gericht möglicherweise dienlicher, nicht funktioneller Bestandteil fehlt.
AprĂšs lâarrĂȘt «Philips» rendu en 2002, la CJUE devait Ă nouveau â cette fois en relation avec les briques de construction rouges de Lego avec huit saillies cylindriques (4x2) â juger de la possibilitĂ© pour un signe en trois dimensions bĂ©nĂ©ficiant dâune notoriĂ©tĂ© importante dâĂȘtre protĂ©gĂ© par le droit des marques. La Cour a principalement dĂ©battu de la restriction Ă lâenregistrement prĂ©vue Ă lâart. 7 al. 1 let. e ch. ii du RĂšglement (CE) no 40/94. Sâagissant des «briques de construction» de la classe 28 de la Convention de Nice, qui Ă©taient au cĆur du litige, la Cour a rejetĂ© le recours et a constatĂ© en derniĂšre instance la nullitĂ© de la marque communautaire en trois dimensions pour les briques de Lego. MĂȘme la couleur rouge de la brique, qui nâĂ©tait pas considĂ©rĂ©e en lâespĂšce comme fonctionnelle, nây a rien changĂ©.
Ainsi, la CJUE a rendu une dĂ©cision au niveau europĂ©en sur un point qui nâĂ©tait pas (encore) Ă©clairci en Suisse suite aux dĂ©cisions rendues par le Tribunal fĂ©dĂ©ral dans les causes «Lego III (3D)» de 2003 et «interprĂ©tation de Lego III (3D)» de 2004. LâarrĂȘt dont il est ici question devrait faire sensation. En effet, la situation juridique basĂ©e sur le motif dâexclusion de lâart. 2 let. b 2Ăšme partie LPM est comparable avec celle en vigueur au sein de lâUE pour le domaine concernĂ©. Sâajoute Ă cela quâaucune revendication de couleur ne figure dans le registre suisse des marques pour les cinq marques en trois dimensions concernant les briques Lego; contrairement Ă lâĂ©tat de fait jugĂ© en droit europĂ©en, il leur manque donc un Ă©lĂ©ment non fonctionnel qui aurait pu avoir son importance devant un tribunal.
Adrian M. Bienek | 2011 Ausgabe 5
Der EuGH verpflichtet die EU-Mitgliedsstaaten, das in Art. 17 der Richtlinie 89/71/EG festgeschriebene Kumulierungsprinzip zwischen Urheber- und Geschmacksmusterrecht einzuhalten. Ausnahmeregelungen, mit denen ein genereller Ausschluss des Urheberrechtsschutzes fĂŒr Werke der angewandten Kunst einhergeht, wie die in Italien zwischenzeitlich vorgesehene «ewige Schonfrist» fĂŒr Unternehmen, die bereits vor Implementierung der Richtlinie mit der Produktion nach Vorlage damals gemeinfreier Werke begonnen hatten, sind nicht zulĂ€ssig.
La CJUE oblige les Etats membres Ă respecter le principe du cumul entre le droit dâauteur et le droit sur le dessin ou modĂšle communautaire, conformĂ©ment Ă lâart. 17 de la Directive 89/71/CE. Contrevient Ă ce principe une rĂ©glementation dâexception dont il rĂ©sulterait une exclusion gĂ©nĂ©rale de la protection du droit dâauteur pour les Ćuvres dâarts appliquĂ©s, comme câĂ©tait le cas en Italie avec lâapplication dâ«un dĂ©lai de grĂące perpĂ©tuel» pour les entreprises qui, dĂ©jĂ avant la mise en vigueur de la Directive, avaient commencĂ© Ă produire des copies dâĆuvres alors considĂ©rĂ©es comme faisant partie du domaine public.
Peter Schramm | 2011 Ausgabe 5
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die zehnte Urheberrechtstagung des Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht, die dieses Jahr in Bern stattgefunden hat, drehte sich um das Zukunftsmodell einer Content Flatrate. Dass bis zur eventuellen Verwirklichung einer Content Flatrate noch viele Fragen zu klĂ€ren und HĂŒrden zu ĂŒberwinden sind, grundsĂ€tzlich aber durchaus Potenzial fĂŒr ein solches Modell besteht, stellte sich an dieser Veranstaltung deutlich heraus.
vom 6. November 1925 ĂŒber die internationale Eintragung gewerblicher Muster und Modelle, revidiert in London am 2. Juni 1934, in Den Haag am 28. November 1960 (ergĂ€nzt durch die Zusatzvereinbarung von Monaco [1961], die ErgĂ€nzungsvereinbarung von Stockholm [1967] und das Protokoll von Genf [1975], und geĂ€ndert 1979) und in Genf am 2. Juli 1999.
| 2011 Ausgabe 5
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Auch die diesjĂ€hrige, dritte derartige Tagung war von RA Dr. Christoph Gasser organisiert worden und wurde von RA Dr. Michael Ritscher geleitet. Der Veranstaltung, die wieder hoch ĂŒber dem winterlichen ZĂŒrich stattfand, vorausgegangen war erneut ein gemeinsamer Skiausflug in kleinem Kreis mit gemĂŒtlichem Abendessen mit den Referenten. Neu wurde der Vormittag ganz dem Patentrecht gewidmet, was noch mehr Zeit fĂŒr Diskussionen liess.
| Tarif | Nutzungsbereich | GĂŒltigkeitsdauer | Beschluss der ESchK |
| Gemeinsame Tarife (GT) von ProLitteris, SSA, SUISA, Suissimage und Swissperform | |||
| GT 2a | Weitersenden mittels Umsetzer | 2011â2013 (â2015) | 23.11.2010 |
| GT 3a | Empfang von Sendungen, AuffĂŒhrungen mit Ton- und TonbildtrĂ€gern zur Hintergrundunterhaltung | 01.07.2010â31.12.2013 (VerlĂ€ngerung) | 26.03.2010 |
| GT 3b | Hintergrundunterhaltung in Bahnen, Schiffen, Flugzeugen, Reisecars, SchaustellergeschÀften und mittels Reklame-Lautsprecherwagen | 2011 (VerlÀngerung) | 19.10.2010 |
| GT 3c | Empfang von Fernsehsendungen auf Grossbildschirmen («public viewing») | 2011â2014 | 16.12.2010 |
| GT 4a | LeerkassettenvergĂŒtung | 2011â2013 (VerlĂ€ngerung) | 16.11.2010 |
| GT 4b | LeertrĂ€gervergĂŒtung auf CD-R/-RW data | 2011â2013 (VerlĂ€ngerung) | 16.11.2010 |
| GT 4c | LeertrĂ€gervergĂŒtung auf bespielbaren DVD | 2011â2013 | 16.11.2010 |
| GT 4d | LeertrĂ€gervergĂŒtung auf digitalen Speichermedien wie Microchips oder Harddiscs in Audio- und audiovisuellen AufnahmegerĂ€ten | 01.01.2011â30.06.2012 | 18.11.2010 |
| GT 4e | LeertrĂ€gervergĂŒtung auf digitalen Speichern in Mobiltelefonen | 01.07.2010â31.12.2011 | 18.03.2010 |
| GT 11 | Nutzung von Archivaufnahmen von Sendeunternehmen | 01.11.2010â31.10.2013 | 16.11.2010 |
| Tarife der SUISA | |||
| A | Sendungen der SRG (ohne Werbung) | 2011 (VerlÀngerung) | 16.11.2010 |
| PI | TontrĂ€ger, die ans Publikum abgegeben werden | 2011â2012 (â2013) | 01.12.2010 |
| PN | TontrĂ€ger, die nicht ans Publikum abgegeben werden | 2011â2013 | 01.12.2010 |
| VM | TonbildtrĂ€ger, die zur Hauptsache Musikfilme enthalten und ans Publikum abgegeben werden (Musik-DVD) | 2011â2012 (â2013) | 01.12.2010 |
| VN | TonbildtrĂ€ger, die nicht ans Publikum abgegeben werden | 2011â2013 (â2015) | 19.10.2010 |
| W | Werbesendungen der SRG | 2011 (VerlÀngerung) | 16.11.2010 |
| Gemeinsame Tarife (GT) von SUISA und Swissperform | |||
| GT Hb | MusikauffĂŒhrungen zu Tanz und Unterhaltung | 2011 (VerlĂ€ngerung) | 23.11.2010 |
| GT S | Sender (ohne SRG) | 2011â2013 | 04.11.2010 |
| GT T | TonbildtrĂ€ger-VorfĂŒhrungen gegen Eintritt (ohne Kinos), Telekiosk, Audio- und Videotext und Ă€hnliche Dienste, Empfang von Sendungen auf Grossbildschirmen | 2011 (VerlĂ€ngerung) | 19.10.2010 |
| GT Z | Zirkus | 31.12.2010 (VerlÀngerung) | 21.06.2010 |
| GT Z | Zirkus | 2011â2014 | 02.11.2010 |
| Die BeschlĂŒsse der ESchK sind auf der Website www.eschk.ch verfĂŒgbar. Gegen die BeschlĂŒsse der ESchK betreffend die GT 4e, 12 (Beschluss vom 16.12.2009, siehe sic! 2010, 229), Z sowie den Tarif A (Fernsehen) der Swissperform (Beschluss vom 9.11.2009, siehe sic! 2010, 230) wurden von Nutzerseite Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht erhoben, die zur Zeit der Abfassung dieses Berichts noch hĂ€ngig waren. Die Gemeinsamen Tarife 2a, 3a, 3b, 3c, 4a, 4b, 4c, 4d, 4e, 11, Hb, S, T und Z, die Tarife PI, PN, VM und VN wurden auch von der Aufsichtsbehörde des FĂŒrstentums Liechtenstein genehmigt (teilweise nur bis zum Ablauf der Konzession der SUISA am 22.07.2012). Ausserdem wurde von dieser Behörde am 20.12.2010 der nur in Liechtenstein gĂŒltige GT 6b (Verleihen von Werkexemplaren in Bibliotheken) mit einer GĂŒltigkeitsdauer von 1.1.2011 bis 22.7.2012 (Ablauf der Konzession der ProLitteris) genehmigt. | |||
Der EuGH erhielt im Rahmen des vorliegenden Vorabentscheidungsverfahrens erstmals Gelegenheit, sich zur Vereinbarkeit nationaler Systeme der «Abgabe fĂŒr Privatkopie» mit der RL 2001/29/EG des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft zu Ă€ussern. Zwar hat die EuropĂ€ische Kommission beim Erlass dieser Richtlinie darauf verzichtet, die «Abgabe fĂŒr Privatkopie» en dĂ©tail zu regeln; ĂŒber die Auslegung des Begriffs «gerechter Ausgleich» i.S.d. Art. 5 Abs. 2 lit. b RL 2001/29 lassen sich aber die unionsrechtlichen Grundlagen und Grenzen solcher Institute gleichwohl abstecken. Das Urteil ist â trotz fehlender Bindungswirkung â auch fĂŒr die Schweiz von Interesse. So stellt sich die Frage, ob das hiesige System der LeertrĂ€gervergĂŒtung im Lichte der AusfĂŒhrungen des EuGH ĂŒberdacht werden sollte.
A lâoccasion de la question prĂ©judicielle qui fait lâobjet de ce rapport, la CJUE sâest prononcĂ©e pour la premiĂšre fois sur la compatibilitĂ© des systĂšmes nationaux sur les redevances pour la copie privĂ©e au regard de la Directive 2001/29/CE du Parlement europĂ©en et du Conseil du 22 mai 2001 sur lâharmonisation de certains aspects du droit dâauteur et des droits voisins dans la sociĂ©tĂ© dâinformation. Lorsque cette directive a Ă©tĂ© rendue, la Commission europĂ©enne a renoncĂ© Ă rĂ©gler en dĂ©tail ces redevances; toutefois, lâinterprĂ©tation de la notion de «compensation Ă©quitable» au sens de lâart. 5 al. 2 lit. b de la Directive permet dâen dĂ©finir les contours et les bases juridiques. MĂȘme si cette dĂ©cision ne lie pas la Suisse, elle prĂ©sente Ă©galement un intĂ©rĂȘt pour notre pays. Il faut ainsi se demander si notre systĂšme national de redevance sur les supports vierges doit ĂȘtre repensĂ© Ă la lumiĂšre des considĂ©rants de la CJUE.
Fabian Wigger | 2011 Ausgabe 3
La rĂ©glementation en matiĂšre de noms de domaine est succinte. En Suisse, leur gestion est dans une trĂšs large mesure traitĂ©e aux seuls art. 14 et suivants de lâOrdonnance sur les ressources dâadressage dans le domaine des tĂ©lĂ©communications (ORAT). Il en rĂ©sulte que lâorganisme chargĂ© dâassurer la gestion du ccTLD «.ch» et lâattribution des noms de domaine sous ce ccTLD, soit la fondation Switch, jouit de prime abord de trĂšs larges pouvoirs en la matiĂšre. La question de savoir dans quelle mesure cette dĂ©lĂ©gation de compĂ©tence satisfait aux exigences constitutionnelles nâa jamais Ă©tĂ© tranchĂ©e en droit suisse. Elle a toutefois rĂ©cemment fait lâobjet en France dâun arrĂȘt du Conseil constitutionnel, rendu le 6 octobre 2010, qui mĂ©rite de retenir lâattention.
Die Regelungsdichte im Bereich der Domainnamen ist bloss spĂ€rlich. In der Schweiz wird ihre Vergabe zu einem grossen Teil von Art. 14 ff. der Verordnung ĂŒber die Adressierungselemente im Fernmeldebereich (AEFV) geregelt. Daraus ergibt sich, dass die Organisation, die beauftragt wurde, die Verwaltung der ccTLD «.ch» und die Zuteilung von Domainnamen unter dieser ccTLD zu gewĂ€hrleisten, die Stiftung Switch, in diesem Bereich von vorneherein sehr weite Kompetenzen geniesst. Die Frage, inwieweit diese ZustĂ€ndigkeitsĂŒbertragung den verfassungsmĂ€ssigen Anforderungen genĂŒgt, ist im Schweizer Recht nie entschieden worden. Sie war allerdings kĂŒrzlich in Frankreich Gegenstand eines am 6. Oktober 2010 erlassenen Urteils des Verfassungsrats, das Aufmerksamkeit verdient.
Philippe Gilliéron | 2011 Ausgabe 3
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Dans sa prĂ©sentation «Revue de jurisprudence â tour dâhorizon des dĂ©cisions rendues en droit des mĂ©dias en 2009 et 2010», Nicolas Capt, avocat Ă GenĂšve, prĂ©sente deux dĂ©cisions du TF concernant le principe de la transparence et rappelle que, conformĂ©ment Ă la Loi sur la transparence (LTrans), il existe un droit dâaccĂšs gĂ©nĂ©ral aux dĂ©cisions judiciaires mais que ce droit peut souffrir dâexceptions lorsquâun intĂ©rĂȘt gĂ©nĂ©ral prĂ©vaut.
Der Beschwerdegegner (nachfolgend BG) fĂŒhrt an seinem GeschĂ€ft u.a. eine (alte) Tafel, auf welchem die Logos der BeschwerdefĂŒhrerin angebracht sind. Der BG ist kein offizieller Vertreter der genannten Produkte.
vom 6. November 1925 ĂŒber die internationale Eintragung gewerblicher Muster und Modelle, revidiert in London am 2. Juni 1934, in Den Haag am 28. November 1960, ergĂ€nzt durch die Zusatzvereinbarung von Monaco (1961), die ErgĂ€nzungsvereinbarung von Stockholm (1967) und das Protokoll von Genf (1975), geĂ€ndert 1979 und in Genf am 2. Juli 1999.
| 2011 Ausgabe 3
Der in den Mitgliedstaaten massiv regulierte Gesundheitsbereich soll nach dem Willen der EuropĂ€ischen Kommission stĂ€rker fĂŒr den Wettbewerb geöffnet werden. Das komplette kartellrechtliche Instrumentarium wird zu diesem Zweck eingesetzt. Neben dem traditionellen Fokus auf BeschrĂ€nkungen des Parallelhandels mit Arzneimitteln ist nunmehr mit der Anwendung des Missbrauchsverbots auf den Erwerb eines ImmaterialgĂŒterrechts neues Terrain betreten worden. Der Beitrag beleuchtet die neueste Rechtsprechung in beiden Feldern sowie die Entwicklungen in den DurchsetzungsaktivitĂ€ten der Kommission nach der Sektoruntersuchung des Pharma-Bereiches.
Le domaine de la santĂ©, massivement rĂ©gulĂ© dans les Etats membres, doit ĂȘtre davantage ouvert Ă la concurrence selon le vĆu de la Commission europĂ©enne. La palette entiĂšre des instruments du droit des cartels est utilisĂ©e Ă cet effet. Outre lâattention habituellement portĂ©e aux restrictions aux importations parallĂšles des produits pharmaceutiques, on en vient dĂ©sormais Ă recourir Ă lâinterdiction des abus lors de lâacquisition dâun droit de propriĂ©tĂ© intellectuelle. La prĂ©sente contribution tente dâĂ©clairer la derniĂšre jurisprudence rendue en la matiĂšre, ainsi que les mesures prises par la Commission aprĂšs lâenquĂȘte consacrĂ©e au domaine pharmaceutique.
Beatriz Conde Gallego / Rupprecht Podszun | 2011 Ausgabe 2
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Die neue Praxis gilt, wenn ein Patentinhaber, dessen Patent erst nach der ersten Marktzulassung des Erzeugnisses als Arzneimittel erteilt worden ist, fristgerecht ein Gesuch um Erteilung eines ergĂ€nzenden Schutzzertifikats einreicht. Neu kann auch diesem Gesuchsteller ein Zertifikat erteilt werden, selbst wenn im Gesuchszeitpunkt einem oder mehreren anderen Patentinhabern fĂŒr das gleiche Erzeugnis bereits ein Zertifikat erteilt worden ist.
In seiner jĂŒngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht Anlehnungen an fremde Kennzeichen und Ausstattungen wiederholt nicht nur unter dem Titel der Verwechslungsgefahr, sondern auch unter dem Stichwort der Rufausbeutung bzw. der unnötig anlehnenden Werbung i.S.v. Art. 2 bzw. 3 lit. e UWG auf ihre ZulĂ€ssigkeit hin ĂŒberprĂŒft. Der diesjĂ€hrige Ittinger Workshop zum Kennzeichenrecht widmete sich deshalb der Frage, unter welchen Voraussetzungen Kennzeichen durch das lauterkeitsrechtliche Verbot unnötig anlehnender Werbung geschĂŒtzt werden können. Die Veranstaltung fand heuer erstmals unter der Woche statt. Erfreulicherweise nahmen sich dennoch rund 40 Teilnehmer aus der Wissenschaft sowie der Gerichts- und der Anwaltspraxis Zeit, sich bereits an einem Dienstag in der idyllischen Kartause Ittingen einzufinden.
Das unmittelbar bevorstehende Inkrafttreten der neuen â und ersten â eidgenössischen Zivilprozessordnung am 1. Januar 2011 und der ebenfalls anstehende â wenn auch im Datum noch nicht bestĂ€tigte â Start des Bundespatentgerichts (BPatGer) werden dem ImmaterialgĂŒterrechtsprozess ein neues GeprĂ€ge verleihen. Mit einem attraktiven Referenten-Line-up möchten die Veranstalter den Praktiker auf diese teilweise recht weit reichenden VerĂ€nderungen vorbereiten. Sie tun dies mit grossem Erfolg: Die stattliche Zahl von 160 Teilnehmern, die Tagungsleiter Dr. Werner Stieger begrĂŒssen darf, ist dafĂŒr Beleg genug.
Die Tagung widmet sich der Diskussion, wie das PhÀnomen der TÀuschung im Kunstkontext verarbeitet wird und welche rechtlichen Fragen sich dabei stellen.
Die mit Spannung erwartete Entscheidung des Gerichtshofs der EuropĂ€ischen Union zur Frage der Vereinbarkeit des Entwurfes eines Ăbereinkommens ĂŒber das Gericht fĂŒr europĂ€ische Patente und EU-Patente (GEPEUP) könnte umfassende Ănderungen erforderlich machen. Denn die GeneralanwĂ€lte beim Gerichtshof der EuropĂ€ischen Union halten den Entwurf mit geltendem Recht nicht vereinbar. Die GeneralanwĂ€lte schĂŒtteln damit zwar am Fundament des Entwurfes, billigen aber grundsĂ€tzlich die völkerrechtliche Konstruktion, wonach die EU mit dritten Staaten einen alle Beteiligten bindenden Vertrag schliessen kann, um ein in den EU-VertrĂ€gen genanntes Ziel zu erreichen. Auch eine gemeinsame EU-Patentgerichtsbarkeit unter Beteiligung dritter Staaten â unter anderem auch der Schweiz â sehen die GeneralanwĂ€lte als grundsĂ€tzlich vereinbar mit dem EU-Recht an. Dies ist â an sich â eine gute Nachricht.
Doch sollte man den Tag nicht vor dem Abend loben: Die Minister der 27 Mitgliedsstaaten haben dem EU-Patent auf der Sitzung vom 10. November 2010 wohl den Todesstoss gegeben: Eine Einigung zu der seit Jahren höchst umstrittenen Sprachenregelung kam wieder nicht zu Stande.
La dĂ©cision tant attendue de la Cour de Justice de lâUnion europĂ©enne sur la compatibilitĂ© du projet dâaccord sur la Juridiction du brevet europĂ©en et du brevet communautaire pourrait entraĂźner des modifications importantes. En effet, les avocats gĂ©nĂ©raux auprĂšs de la Cour de Justice sont dâavis que le projet nâest pas compatible avec le droit en vigueur. Ils sâattaquent certes aux bases du projet, mais approuvent en principe la conception selon laquelle lâUE peut conclure avec des Etats tiers une convention ayant force obligatoire pour poursuivre un des buts visĂ©s par les TraitĂ©s de lâUnion. Ils estiment que la constitution dâune juridiction commune pour le brevet europĂ©en avec la participation dâEtats tiers â entre autres la Suisse â est compatible avec le droit de lâUE. Câest en soi une bonne nouvelle.
Toutefois, il ne faut pas crier victoire trop tĂŽt: les ministres des 27 Etats membres ont donnĂ© lâestocade au brevet europĂ©en lors de leur sĂ©ance du 10 novembre 2010. Aucun accord nâa encore Ă©tĂ© trouvĂ© sur la question des langues, qui est largement dĂ©battue depuis de nombreuses annĂ©es.
Eva-Maria Strobel | 2011 Ausgabe 1
Neue Mitgliedstaaten internationaler Konventionen (Datum des Inkrafttretens)
Das Institut hat seine Richtlinien in Markensachen aktualisiert und ergÀnzt. Dabei wurde insbesondere die neuste Rechtsprechung eingearbeitet.
Ab dem 1. Januar 2011 muss jeder Anmelder eines europĂ€ischen Patents, der die PrioritĂ€t einer Voranmeldung in Anspruch nimmt, die Recherchenergebnisse des Voranmeldeamts beim EPA einreichen. Das neu eingefĂŒhrte Verfahren provoziert nicht zuletzt verschiedene praktisch relevante Fragen. Der Beitrag versucht Antworten auf diese Fragen zu geben.
A partir du 1er janvier 2011, chaque dĂ©posant dâun brevet europĂ©en qui revendique la prioritĂ© dâune demande antĂ©rieure doit dĂ©poser auprĂšs de lâOEB les rĂ©sultats des recherches effectuĂ©es par lâoffice auprĂšs duquel la demande antĂ©rieure a Ă©tĂ© dĂ©posĂ©e. Cette nouvelle procĂ©dure soulĂšve plusieurs questions importantes en pratique. Cette contribution essaie de rĂ©pondre Ă ces questions.
Stefan LuginbĂŒhl | 2010 Ausgabe 12
Mit der Verabschiedung des internationalen Standards ISO 10668 «Brand valuation â Requirements for monetary brand valuation» sollen die methodischen Vorgaben zur monetĂ€ren Markenwertmessung auf internationaler Ebene im Sinne einer «Best Practice-Anleitung» vereinheitlicht werden. Der Beitrag stellt den neuen internationalen Standard und seine Anforderungen an die Bewertung sogenannter «Brands» vor. Von Bedeutung ist, dass neben finanzorientierten und verhaltenswissenschaftlichen Aspekten eine materielle rechtliche Analyse zwingend in den Bewertungsprozess einzubeziehen ist.
Les standards internationaux ISO 10668 «Evaluation dâune marque â Exigences pour lâĂ©valuation monĂ©taire dâune marque» visent Ă unifier les critĂšres pour lâĂ©valuation monĂ©taire des marques au niveau international Ă la maniĂšre dâun guide des «best practices». Lâarticle prĂ©sente ce nouveau standard international et les critĂšres pour lâĂ©valuation de ce que lâon nomme les «brands». Il sied de relever quâen plus des aspects financiers et de marketing, il faut obligatoirement inclure une analyse de droit matĂ©riel dans le processus dâĂ©valuation.
JĂŒrg Simon / Patrick Schutte | 2010 Ausgabe 12
Die Möglichkeiten und Grenzen der Patentierbarkeit computerimplementierter Erfindungen sind im EuropĂ€ischen Patentrecht bis heute nicht hinreichend geklĂ€rt. Vor diesem Hintergrund hat die PrĂ€sidentin des EuropĂ€ischen Patentamts (EPA) von ihrem Recht Gebrauch gemacht, der Grossen Beschwerdekammer vier Rechtsfragen vorzulegen, welche fĂŒr die Erteilungspraxis des EPA bei computerimplementierten Erfindungen und fĂŒr die Grenzziehung gegenĂŒber der Patentierung von Computerprogrammen «als solchen» von grundsĂ€tzlicher Bedeutung sind. Zur Beantwortung der Vorlagefragen hat sich die Grosse Beschwerdekammer eingehend mit dem Ansatz der Beschwerdekammern des EPA auseinandergesetzt und die bisherige Praxis bestĂ€tigt. Die Entscheidung bringt damit zwar nichts Neues, fasst aber die Rechtslage in wichtigen Streitpunkten zusammen und bringt den Status quo im EuropĂ€ischen Patentrecht auf den Punkt.
En droit europĂ©en des brevets, les limites Ă la brevetabilitĂ© des inventions implĂ©mentĂ©es par ordinateur demandaient une clarification. Par consĂ©quent, la prĂ©sidente de lâOffice EuropĂ©en des Brevets (OEB) a fait usage de son droit de soumettre Ă la Grande Chambre de recours quatre questions de droit dâune importance fondamentale concernant la pratique suivie par lâOEB au sujet de la brevetabilitĂ© des programmes dâordinateurs «en tant que tels». Pour rĂ©pondre Ă ces questions, la Grande Chambre de recours a analysĂ© lâapproche des Chambres de recours de lâOEB et a confirmĂ© leur pratique. La dĂ©cision nâapporte ainsi rien de nouveau, mais rĂ©sume la situation juridique dans un domaine oĂč les divergences de vues sont nombreuses et confirme le status quo en droit europĂ©en des brevets.
Florent Thouvenin | 2010 Ausgabe 11
Am 15. Februar 2010 ist die lange erwartete und aussergewöhnlich umfangreiche Entscheidung G 1/07 zum Patentierungsausschluss chirurgischer Verfahren ergangen, in der die Grenzen dieses Patentierungsausschlusses durch die Grosse Beschwerdekammer des EPA neu gezogen werden. Im vorliegenden Beitrag sollen die wesentlichen Aussagen der Entscheidung vorgestellt und diskutiert werden. Abschliessend werden einige praktische Ăberlegungen zur Abfassung von Patentanmeldungen im medizintechnischen Bereich angestellt.
Le 15 fĂ©vrier 2010, la Grande Chambre de recours de lâOEB a rendu la dĂ©cision G 1/07 sur la question de lâexclusion de la brevetabilitĂ© de procĂ©dĂ©s chirurgicaux. Cette dĂ©cision, longtemps attendue et particuliĂšrement Ă©tendue, a redessinĂ© les frontiĂšres de cette exclusion de la brevetabilitĂ©. La prĂ©sente contribution prĂ©sente les Ă©lĂ©ments essentiels de la dĂ©cision et les discute. En conclusion, on prĂ©sentera quelques rĂ©flexions pratiques relatives Ă la rĂ©daction des demandes de brevet dans le domaine de la technique mĂ©dicale.
Andreas Detken | 2010 Ausgabe 10
Der Schutz des geistigen Eigentums ist fĂŒr europĂ€ische Unternehmen eine der kritischen Herausforderungen, die sich aus der GeschĂ€ftstĂ€tigkeit in China ergeben. WĂ€hrend frĂŒher verbreitet Resignation darĂŒber herrschte, dass eine gerichtliche Durchsetzung von Rechten gegen chinesische Verletzer kaum aussichtsreich war, hat sich der Schwerpunkt in den letzten Jahren verlagert. Es geht inzwischen stĂ€rker darum, das komplexe Instrumentarium der juristischen Möglichkeiten zu verstehen und optimal auszunutzen. Hinzu kommt, dass chinesische Unternehmen inzwischen auch zu strategischen Wettbewerbern beim Aufbau und der Durchsetzung eines IP-Portfolios geworden sind.
La protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle constitue un dĂ©fi de taille pour les entreprises europĂ©ennes face aux activitĂ©s Ă©conomiques de la Chine. Alors quâon se rĂ©signait jusquâĂ maintenant Ă nâentrevoir pratiquement aucune issue judiciaire Ă lâencontre des atteintes en Chine, la tendance est en train de sâinverser. Il sâagit de plus en plus de comprendre les possibilitĂ©s de protection offertes par divers instruments juridiques complexes en vue de les appliquer de maniĂšre optimale. A cela sâajoute que les entreprises chinoises sont dans lâintervalle devenues des concurrents stratĂ©giques dans la constitution et la mise en Ćuvre dâun portefeuille de droits de propriĂ©tĂ© intellectuelle.
Jörg-Michael Scheil / Paolo Beconcini | 2010 Ausgabe 10
Les services Ă valeur ajoutĂ©e peuvent sâavĂ©rer fort dangereux pour le consommateur, eu Ă©gard notamment aux factures parfois exorbitantes qui en dĂ©coulent. AprĂšs avoir cernĂ© la notion de «services Ă valeur ajoutĂ©e» ainsi que ses principaux cas dâapplication, lâauteur passe en revue les dispositions lĂ©gales visant Ă protĂ©ger le consommateur contre ces pratiques, en sâintĂ©ressant plus particuliĂšrement aux derniĂšres modifications lĂ©gislatives entrĂ©es en vigueur en janvier et juillet 2010.
Mehrwertdienste können sich fĂŒr den Konsumenten als höchst gefĂ€hrlich erweisen, insbesondere wenn man die teilweise exorbitanten Rechnungen bedenkt, welche daraus hervorgehen können. Nachdem das Konzept der Mehrwertdienste und die HauptanwendungsfĂ€lle umrissen sind, geht der Autor auf die Rechtsvorschriften ein, die den Schutz des Konsumenten vor solchen Praktiken bezwecken, und widmet sich dabei insbesondere den GesetzesĂ€nderungen, welche im Januar und Juli 2010 in Kraft getreten sind.
Nicolas Dutoit | 2010 Ausgabe 10
Ende MĂ€rz 2010 hat der EuGH drei mit Spannung erwartete Urteile ĂŒber die Benutzung fremder Marken im Rahmen des Keyword-Advertising-Angebots von Google erlassen.
Die Urteile haben klargestellt, dass Google mit seinem Keyword-Advertising-Angebot keine Markenverletzung begeht, obschon das Unternehmen die technischen Voraussetzungen zur VerfĂŒgung stellt, damit Werbekunden fĂŒr das Aufschalten der von ihnen bezahlten Anzeigen Zeichen als Keyword auswĂ€hlen können, die mit geschĂŒtzten Marken Dritter identisch oder Ă€hnlich sind.
GeklĂ€rt hat der EuGH auch, dass im Unterschied zu Google dessen Werbekunden sehr wohl selbstĂ€ndige Markenverletzungen begehen können und der Inhaber einer Marke es einem Werbenden insbesondere verbieten kann, mit einem Keyword, das vom Werbenden im Rahmen eines Keyword-Advertising-Angebots ohne die Zustimmung des Markeninhabers ausgewĂ€hlt wurde und das mit der betroffenen Marke identisch oder Ă€hnlich ist, fĂŒr Waren oder Dienstleistungen zu werben, die mit den von der Marke geschĂŒtzten Produkten identisch oder gleichartig sind, wenn aus der Werbeanzeige nicht oder nur schwer zu erkennen ist, ob die beworbenen Produkte vom Inhaber der Marke oder von einem Dritten stammen, also Verwechslungsgefahr vorliegt. FĂŒr eine Markenverletzung ist nicht erforderlich, dass das umstrittene Keyword auch in der eingeblendeten Werbeanzeige erscheint.
Weitgehend offen liess der EuGH die Frage, ob Google zwar nicht wegen einer eigenen Markenverletzung, aber als Teilnehmer an den möglicherweise markenverletzenden Handlungen seiner Werbekunden verantwortlich gemacht werden kann, oder ob sich der Suchmaschinenanbieter erfolgreich auf die einschlÀgigen Bestimmungen der europÀischen E-Commerce-Richtlinie berufen kann, die unter bestimmten Voraussetzungen eine Verantwortlichkeit auch als Teilnehmer ausschliesst.
La CEJ a rendu fin mars 2010 trois dĂ©cisions qui Ă©taient attendues avec impatience quant Ă lâutilisation de marques appartenant Ă des tiers dans le cadre de lâoffre de publicitĂ© Ă partir de mots clĂ©s de Google.
Ces arrĂȘts ont prĂ©cisĂ© que Google ne commet aucune violation du droit des marques avec son offre de publicitĂ© Ă partir de mots clĂ©s, bien que lâentreprise mette les outils techniques Ă disposition permettant aux annonceurs de choisir des signes qui sont identiques ou semblables Ă des marques de tiers comme mots clĂ©s pour faire apparaĂźtre leurs annonces.
La CEJ a aussi prĂ©cisĂ© quâĂ la diffĂ©rence de Google, les annonceurs peuvent fort bien porter atteinte aux marques dâautrui, de maniĂšre indĂ©pendante. Le titulaire dâune marque peut en particulier interdire Ă lâannonceur de faire de la publicitĂ© pour des produits ou des services identiques ou semblables Ă ceux protĂ©gĂ©s par la marque, lorsque lâannonceur utilise dans le cadre dâun service de rĂ©fĂ©rencement un mot clĂ© qui a Ă©tĂ© choisi sans le consentement du titulaire de la marque et qui est identique ou semblable Ă la marque en question, que la publicitĂ© ne permet pas ou que difficilement de reconnaĂźtre que les produits prĂ©sentĂ©s proviennent du titulaire de la marque ou dâun tiers et que, dĂšs lors, il existe un risque de confusion. La violation de la marque ne prĂ©suppose pas que le mot clĂ© litigieux apparaisse Ă©galement dans lâannonce publicitaire affichĂ©e.
La CJE a laissĂ© en grande partie ouverte la question de savoir si Google ne peut pas ĂȘtre rendu responsable dâune violation de la marque non pas comme auteur principal, mais en tant que participant aux activitĂ©s de ses annonceurs qui violent le cas Ă©chĂ©ant la marque, ou si le fournisseur du moteur de recherche peut invoquer avec succĂšs les dispositions correspondantes de la Directive sur le commerce Ă©lectronique, qui excluent Ă certaines conditions une responsabilitĂ© en tant que participant Ă©galement.
Heike Schulz / Simon Holzer | 2010 Ausgabe 9
Das Bundesverwaltungsgericht blickt auf sein drittes TĂ€tigkeitsjahr zurĂŒck. Es war im Bereich der EintragungsfĂ€lle vornehmlich mit Zeichen englischer Sprache befasst und hatte zahlreiche, unterschiedlich gelagerte FĂ€lle zu Herkunftsangaben zu entscheiden. Eine PrĂ€zisierung der Rechtsprechung ist insbesondere bei den notorisch bekannten Marken zu verzeichnen.
Le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral revient sur sa troisiĂšme annĂ©e dâactivitĂ©. Dans le domaine des enregistrements, le TAF a en particulier Ă©tĂ© confrontĂ© Ă des signes en langue anglaise et a Ă©tĂ© amenĂ© Ă se prononcer sur de nombreuses marques contenant des indications de provenance. Sa jurisprudence sâest notamment prĂ©cisĂ©e dans le domaine des marques notoirement connues.
Miriam Sahlfeld / Kathrin Bigler | 2010 Ausgabe 9
Acht Jahre nach dem Inkrafttreten der Gemeinschaftsgeschmacksmusterverordnung eröffnete sich dem Gericht der EuropĂ€ischen Union erstmals die Möglichkeit, sich zu Hauptfragen der GĂŒltigkeit bzw. der Verletzung eines Gemeinschaftsgeschmacksmusters zu Ă€ussern. Das Gericht entschied, dass ein Gemeinschaftsgeschmacksmuster fĂŒr «Werbeartikel fĂŒr Spiele» mit einem prioritĂ€tsĂ€lteren Gemeinschaftsgeschmacksmuster kollidiert. Die Ăhnlichkeiten seien selbst bei einer WĂŒrdigung des geringen dem Entwerfer zur VerfĂŒgung stehenden Gestaltungsspielraums so ausgeprĂ€gt, dass beim informierten Benutzer kein anderer Gesamteindruck erweckt werde.
Huit ans aprĂšs lâentrĂ©e en vigueur du RĂšglement sur les dessins ou modĂšles communautaires, le Tribunal de lâUnion europĂ©enne a eu lâoccasion de sâexprimer pour la premiĂšre fois sur des questions primordiales concernant la validitĂ© et la violation dâun dessin ou modĂšle communautaire. Le Tribunal a estimĂ© quâun dessin ou modĂšle communautaire pour des «articles promotionnels pour jeux» entrait en collision avec un dessin ou modĂšle communautaire antĂ©rieur. Selon le Tribunal, les similitudes Ă©taient telles que â mĂȘme en tenant compte de la libertĂ© restreinte du crĂ©ateur dans lâĂ©laboration du dessin ou modĂšle en cause â lâimpression globale produite sur lâutilisateur averti nâĂ©tait pas diffĂ©rente.
Christoph Gasser | 2010 Ausgabe 7-8
Erfolgt die Kritik am Einsatz des Kennzeichens eines Wettbewerbteilnehmers unter Verwendung eben dieses Kennzeichens in abgeĂ€nderter Form, stellt sich die Frage, wie viel und welche Art Parodie die MeinungsĂ€usserungsfreiheit zulĂ€sst bzw. ob durch Kritik in dieser Form das Persönlichkeitsrecht des Wettbewerbteilnehmers verletzt und er in unlauterer Art und Weise herabgesetzt wird. Der Einzelrichter entschied im Massnahmeverfahren betreffend «Davidoff» gegen «Davideath» anlĂ€sslich der BestĂ€tigungsverhandlung zugunsten der MeinungsĂ€usserungsfreiheit. Das Urteil wurde mĂŒndlich eröffnet und begrĂŒndet. Die wesentlichen ErwĂ€gungen werden in diesem Beitrag zusammengefasst.
Lorsquâun tiers emploie le signe distinctif dâune entreprise sous une forme modifiĂ©e pour en critiquer lâutilisation, on doit alors se demander si et dans quelle mesure la libertĂ© dâexpression autorise la parodie, et si cette critique porte atteinte Ă la personnalitĂ© de lâentreprise ou sâil sâagit dâun dĂ©nigrement dĂ©loyal. Dans lâaffaire «Davidoff» contre «Davideath», le juge unique a tranchĂ© en faveur de la libertĂ© dâexpression lors de lâaudience dâhomologation. Le jugement a Ă©tĂ© notifiĂ© et motivĂ© oralement. Les considĂ©rants les plus importants sont rĂ©sumĂ©s dans la prĂ©sente contribution.
Andreas Heierli / Salome Wolf | 2010 Ausgabe 5
Art. 7 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EG) Nr. 40/94 des Rates ĂŒber die Gemeinschaftsmarke. Ein einfaches Satzzeichen ist nicht geeignet, als Hinweis auf die betriebliche Herkunft der mit ihm gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen zu dienen. Verbraucher nehmen ein simples Ausrufezeichen als werbemĂ€ssige Anpreisung oder Blickfang wahr. Demzufolge entbehrt ein solches Zeichen der wesentlichen Funktion einer Marke und kann nicht als Gemeinschaftsmarke eingetragen werden.
Art. 7 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 40/94 des Rates ĂŒber die Gemeinschaftsmarke. Die Nachweise fĂŒr die Verkehrsdurchsetzung einer Gemeinschaftsmarke mĂŒssen sich grundsĂ€tzlich auf sĂ€mtliche Mitgliedstaaten beziehen, als Erlangung gemeinschaftsweiter Unterscheidungskraft, wenn sich die Eintragungshindernisse nicht auf ein bestimmtes Gebiet beschrĂ€nken lassen.
Art. 7 al. 1 let. b du rĂšglement (CE) n° 40/94 du Conseil sur la marque communautaire. Un simple signe de ponctuation nâest pas apte Ă servir dâindication dâorigine des produits et services dĂ©signĂ©s dâune entreprise. Les consommateurs perçoivent un simple point dâexclamation comme une offre promotionnelle ou un accroche-regard. Ainsi un tel signe ne possĂšde pas la fonction essentielle dâune marque et ne peut pas ĂȘtre enregistrĂ© comme marque communautaire.
Art. 7 al. 3 du rĂšglement (CE) n° 40/94 du Conseil sur la marque communautaire. Les Ă©lĂ©ments de preuve dĂ©montrant lâimposition dâune marque communautaire doivent, en principe, sâĂ©tendre Ă tous les Ătats membres, comme lâobtention dâun caractĂšre distinctif sur le territoire de la CommunautĂ© europĂ©enne, si les obstacles Ă lâenregistrement ne peuvent pas ĂȘtre limitĂ©s Ă un domaine particulier.
Birgit Weil | 2010 Ausgabe 4
Die Suchmaschinenbetreiberin Google Inc. (Google) scannt Buchinhalte in elektronischer Form ein und stellt sie der Ăffentlichkeit unter der Internet-Plattform «Google Books» zur VerfĂŒgung. Autoren, Verlage und Buchhandlungen weltweit sind der Ansicht, Google verletze damit ihre Urheberrechte. Google dagegen vertritt die Auffassung, ihr Vorgehen sei durch die US-amerikanische fair use doctrine gerechtfertigt.
Dirk Spacek | 2010 Ausgabe 3
In seinem Urteil Rs. C-301/07 «Pago/Tirolmilch» vom 6. Oktober 2009 hat sich der EuGH im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens nach Art. 234 EG zur notwendigen geografischen Ausdehnung geĂ€ussert, die vorhanden sein muss, um einen Markeninhaber in den Genuss der durch Art. 9 Abs. 1 lit. c der Verordnung (EG) Nr. 40/94 gewĂ€hrten Vorteile kommen zu lassen. Nach Ansicht des EuGH ist die genannte Bestimmung dahingehend auszulegen, dass eine Gemeinschaftsmarke dafĂŒr bei einem wesentlichen Teil des massgeblichen Publikums und in einem wesentlichen Teil des Gemeinschaftsgebiets bekannt sein muss. Weiter muss das Gebiet des betreffenden Mitgliedstaats angesichts der konkreten UmstĂ€nde als wesentlicher Teil des Gemeinschaftsgebiets angesehen werden können. Im konkreten Fall bejahte der EuGH das Vorliegen einer Gemeinschaftsmarke, die im gesamten Gebiet eines Mitgliedstaats (Ăsterreich) bekannt ist, und beurteilte die in Art. 9 Abs. 1 lit. c der Verordnung (EG) Nr. 40/94 aufgestellte territoriale Voraussetzung als erfĂŒllt.
Dans sa dĂ©cision Rs C-301/07 «Pago/Tirolmilch» du 6 octobre 2009, la CJCE sâest prononcĂ©e dans le cadre dâune procĂ©dure de dĂ©cision prĂ©judicielle selon lâart. 234 CE sur lâĂ©tendue gĂ©ographique nĂ©cessaire dont le titulaire dâune marque doit bĂ©nĂ©ficier pour pouvoir se prĂ©valoir des avantages confĂ©rĂ©s par lâart. 9 al. 1 let. c du RĂšglement (CE) n° 40/94. De lâavis de la CJCE, cette disposition doit ĂȘtre interprĂ©tĂ©e en ce sens quâune marque communautaire doit jouir dâune renommĂ©e auprĂšs dâune partie importante du public pertinent et dans une partie substantielle du territoire de la CommunautĂ©. De plus, le territoire de lâEtat membre en cause doit ĂȘtre considĂ©rĂ© comme constituant une partie substantielle du territoire de la CommunautĂ©. En lâespĂšce, la CJCE a admis lâexistence dâune marque communautaire bĂ©nĂ©ficiant dâune renommĂ©e au sein dâun pays membre (lâAutriche) et a considĂ©rĂ© que les conditions sur le plan territorial posĂ©es par lâart. 9 al 1 let. c du RĂšglement (CE) n° 40/94 Ă©taient remplies.
Stefan BĂŒrge | 2010 Ausgabe 2
Der Ministerrat der EU hat in BrĂŒssel eine politische Grundentscheidung ĂŒber die Kernelemente fĂŒr die Reform des europĂ€ischen Patentsystems getroffen. Die Minister billigten am 4. Dezember 2009 die Verordnung ĂŒber das EU-Patent (nach dem Vertrag von Lissabon wird dieses jetzt als «EU-Patent», nicht mehr als «Gemeinschaftspatent» bezeichnet), die jetzt zur weiteren Beratung an das EuropĂ€ische Parlament verwiesen wird. Die EU-Patentverordnung soll es ermöglichen, dass Erfindungen mit der Patenterteilung sofort EU-weiten Rechtsschutz geniessen. Ausserdem sprachen sich die Minister dafĂŒr aus, ein einheitliches europĂ€isches Patentgericht zu schaffen. Damit sollen die Durchsetzung von Patenten erleichtert und widersprĂŒchliche Entscheidungen nationaler Gerichte vermieden werden. Beides zusammen fĂŒhrt dazu, dass Unternehmen innovative Technologie zu geringeren Kosten schĂŒtzen können und Rechtsstreitigkeiten einfacher und kalkulierbarer werden.
Le Conseil des Ministres de lâUE a adoptĂ© une dĂ©cision politique dĂ©cisive concernant les Ă©lĂ©ments clĂ©s pour une rĂ©forme du systĂšme europĂ©en des brevets. Les ministres ont adoptĂ© le 4 dĂ©cembre 2009 le rĂšglement sur le brevet de lâUE (depuis le traitĂ© de Lisbonne, la dĂ©signation «brevet de lâUE» remplace celle de «brevet communautaire») qui sera transmis pour examen au Parlement europĂ©en. Le rĂšglement sur le brevet de lâUE permettra de protĂ©ger juridiquement une invention avec effet immĂ©diat et dans toute lâEurope lors de la dĂ©livrance du brevet. En outre, les ministres se sont prononcĂ©s en faveur de la crĂ©ation dâune juridiction unique en matiĂšre de brevets en Europe. Une telle juridiction permettra de simplifier la protection des brevets ainsi que dâĂ©viter des dĂ©cisions contradictoires des tribunaux nationaux. Les entreprises pourront ainsi protĂ©ger une technologie innovante Ă de moindres coĂ»ts et les contentieux juridiques seront simplifiĂ©s et gagneront en prĂ©visibilitĂ©.
Eva-Maria Strobel | 2010 Ausgabe 2
Mit seinem Urteil von 30. April 2009 hat sich der EuGH in der Rs C-531/07 in einem Vorabentscheidungsersuchen nach Art. 267 AEUV (ex Art. 234 EG) in Sachen Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft gegen LIBRO Handelsgesellschaft mbH zur österreichischen Rechtsvorschrift ĂŒber die Preisbindung eingefĂŒhrter BĂŒcher geĂ€ussert. Der EuGH kommt zum Schluss, dass die Umsetzung von Buchpreisbindungssystemen verhĂ€ltnismĂ€ssig zu sein hat, damit die BeschrĂ€nkung des freien Warenverkehrs gerechtfertigt werden kann. Der Schutz des Buches als Kulturgut ist gemĂ€ss dem EuGH ein zwingendes Erfordernis des Allgemeininteresses, welches eine BeschrĂ€nkung des freien Warenverkehrs rechtfertigen kann. Eine nationale Regelung, die Importeuren von deutschsprachigen BĂŒchern jedoch untersagt, einen Letztverkaufspreis zu unterschreiten, der nicht an die nationalen Bedingungen im Importstaat angepasst werden konnte, kann jedoch nicht gerechtfertigt werden und gilt als unzulĂ€ssige Massnahme mit gleicher Wirkung wie eine mengenmĂ€ssige EinfuhrbeschrĂ€nkung im Sinne von Art. 34 AEUV (ex Art. 28 EG). Ăsterreich musste im Zuge dieser Entscheidung das österreichische Buchpreisbindungsgesetz aus dem Jahr 2000 in diesem Umfang entsprechend anpassen.
La CJCE sâest prononcĂ©e dans un arrĂȘt du 30 avril 2009 dans la procĂ©dure C-531/07 sur une demande de dĂ©cision prĂ©judicielle au sens de lâart. 267 FUE (ex art. 234 CE) dans lâaffaire «Fachverband der Buch- und Medienwirtschaft» contre «LIBRO Handelsgesellschaft mbH» concernant la disposition lĂ©gale autrichienne portant sur les prix imposĂ©s des livres importĂ©s. Selon la Cour, la mise en Ćuvre de systĂšmes de prix imposĂ©s pour des livres doit ĂȘtre proportionnĂ©e pour quâune telle restriction Ă la libre circulation des marchandises puisse ĂȘtre justifiĂ©e. De lâavis de la CJCE, la protection du livre en tant que bien culturel est une exigence impĂ©rative dâintĂ©rĂȘt public qui peut justifier une restriction Ă la libre circulation des marchandises. Une rĂ©glementation nationale interdisant aux importateurs de livres en langue allemande de fixer un prix infĂ©rieur au prix de vente au public fixĂ© ou conseillĂ© par lâĂ©diteur, qui ne peut pas ĂȘtre adaptĂ© aux conditions nationales du pays dâimportation, ne peut toutefois pas ĂȘtre justifiĂ© et reprĂ©sente une mesure dâeffet Ă©quivalent Ă une restriction quantitative aux importations au sens de lâart. 34 FUE (ex art. 28 CE). Suite Ă cette dĂ©cision, lâAutriche a dĂ» quelque peu modifier sa loi de 2000 sur le prix imposĂ© du livre.
David Mamane | 2010 Ausgabe 1
Selon le BGH, en cas dâaction en dommages-intĂ©rĂȘts sous forme de remise du gain, lâexamen de la causalitĂ© suppose de tenir compte de diffĂ©rents facteurs et de distinguer entre la violation de droit dâauteur (la reprise des Ă©lĂ©ments esthĂ©tiques) et les autres Ă©lĂ©ments de lâobjet concernĂ© (fonctionnalitĂ©, prix). En cas dâĆuvre des arts appliquĂ©s, cet examen est dĂ©licat car la fonctionnalitĂ© joue un rĂŽle important dans la dĂ©cision dâachat de lâobjet. AprĂšs le rappel des principes relatifs Ă la remise du gain (fiction, prĂ©vention, sanction), le BGH admet Ă©galement que le demandeur puisse rĂ©clamer la remise du gain Ă chaque contrevenant de la chaĂźne de distribution (Verletzerkette).
Yaniv Benhamou | 2009 Ausgabe 12
Wie sind die Auswirkungen des seit gut einem Jahr in China geltenden Antimonopolgesetzes? Folgt die sich nun entwickelnde Praxis weltweit anerkannten wettbewerbsrechtlichen Prinzipien? Gibt es typisch chinesische Merkmale im neuen Wettbewerbsrechtsystem? Der Beitrag untersucht die neuen Implementierungsbestimmungen sowie die ersten AusfĂŒhrungsschritte der Wettbewerbsbehörden und Gerichte.
En Chine, quels sont les rĂ©sultats atteints depuis une annĂ©e par la loi sur la lutte contre les monopoles? La pratique qui en dĂ©coule suit-elle les principes que lâon connaĂźt ailleurs dans le monde en droit de la concurrence? Existe-t-il des particularitĂ©s typiquement chinoises dans ce nouveau systĂšme du droit de la concurrence? Lâarticle qui suit examine les nouvelles dispositions dâapplication ainsi que les premiers pas des autoritĂ©s de la concurrence et des tribunaux dans leur mise en Ćuvre.
Adrian Emch | 2009 Ausgabe 12
Der endgĂŒltige Bericht der EuropĂ€ischen Kommission ĂŒber den Wettbewerb im Arzneimittelsektor wurde am 8. Juli 2009 verabschiedet. Die Kommission kommt zum Schluss, dass sich der Markteintritt von Generika verzögert und die Anzahl neuartiger Arzneimittel auf dem Markt rĂŒcklĂ€ufig ist, und kĂŒndigt an, ihre kartellrechtlichen Untersuchungen im Sektor zu intensivieren und auch Vergleichsvereinbarungen zwischen den Herstellern von OriginalprĂ€paraten und denen von Generika weiter zu prĂŒfen. In diesem Beitrag werden der Bericht und die Empfehlungen der Kommission zusammengefasst und wird, soweit möglich, vergleichend auf die Situation in der Schweiz Bezug genommen.
Le rapport final de la Commission europĂ©enne sur la concurrence dans le secteur pharmaceutique a Ă©tĂ© rendu le 8 juillet 2009. La Commission est arrivĂ©e Ă la conclusion que lâentrĂ©e sur le marchĂ© des mĂ©dicaments gĂ©nĂ©riques prend du retard et que lâon constate un dĂ©clin du nombre de nouveaux mĂ©dicaments mis sur le marchĂ©. Elle a annoncĂ© quâelle entendait intensifier son examen de ce secteur au regard de la lĂ©gislation communautaire en matiĂšre dâententes et continuer Ă surveiller les accords conclus entre les fabricants de mĂ©dicaments princeps et les fabricants de gĂ©nĂ©riques. Le rapport et les recommandations de la Commission sont rĂ©sumĂ©s dans cet article et une approche comparative est faite, autant que possible, avec la situation en Suisse.
Mark Schweizer | 2009 Ausgabe 11
Das vorliegende Urteil des EuGH befasst sich mit den markenrechtlichen AbwehransprĂŒchen des Lizenzgebers bei einem Verstoss des Lizenznehmers gegen bestimmte Bestimmungen des Lizenzvertrages. Zu beurteilen war die vertragswidrige Belieferung eines Discounters mit LuxusunterwĂ€sche der Marke Christian Dior durch einen Lizenznehmer, der sich in finanziellen Schwierigkeiten befand. Zur Diskussion standen aber nicht die vertragsrechtlichen AnsprĂŒche des Lizenzgebers, sondern dessen markenrechtliche Abwehrrechte. Die französische Cour de cassation, die diesen Fall als letztinstanzliches nationales Gericht zu entscheiden hatte, stellte beim EuGH ein Ersuchen um Vorabentscheidung einer Reihe von Fragen. Diese wurden zusammengefasst wie folgt beantwortet:
Wenn ein Lizenznehmer gegen eine Bestimmung des Lizenzvertrages verstösst, die aus GrĂŒnden des Ansehens der Marke den Verkauf der lizenzierten Markenwaren an Discounter verbietet, stellt dies zugleich einen Verstoss gegen Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 89/104 dar, wenn nachgewiesen ist, dass dieser Verstoss aufgrund der besonderen UmstĂ€nde den Prestigecharakter schĂ€digt, der diesen Waren eine luxuriöse Ausstrahlung verleiht.
Ein Lizenznehmer, der mit der Marke versehene Waren unter Missachtung einer Bestimmung des Lizenzvertrags in den Verkehr bringt, die einer der in Art. 8 Abs. 2 der Richtlinie 89/104 genannten Bestimmungen entspricht, handelt ohne Zustimmung des Markeninhabers, sodass keine Erschöpfung eintritt (Art. 7 Abs. 1 der Richtlinie 89/104).
Wenn das Inverkehrbringen von Prestigewaren durch den Lizenznehmer als mit der Zustimmung des Markeninhabers erfolgt angesehen werden muss, obwohl der Lizenznehmer dabei gegen eine Bestimmung des Lizenzvertrags verstossen hat, kann der Inhaber der Marke sich nur dann auf Art. 7 Abs. 2 der Richtlinie 89/104 berufen, um sich dem Weiterverkauf der Waren zu widersetzen, wenn unter BerĂŒcksichtigung der UmstĂ€nde des Einzelfalls nachgewiesen ist, dass ein solcher Weiterverkauf dem Ansehen der Marke schadet.
Cette dĂ©cision de la CJCE se penche sur les actions dĂ©fensives auxquelles le donneur de licence peut recourir lorsque le licenciĂ© viole certaines dispositions du contrat. Dans ce cas, le licenciĂ© avait approvisionnĂ© en sous-vĂȘtements de luxe de la marque Christian Dior un discounter qui se trouvait en difficultĂ©s financiĂšres, contrairement au contrat. Lâobjet de la discussion ne portait toutefois pas sur les actions que le donneur de licence pouvait dĂ©duire du contrat, mais sur ses actions dĂ©fensives relevant du droit des marques. La Cour de cassation française, qui devait trancher la question en tant que derniĂšre instance nationale, a soumis Ă la CJCE une sĂ©rie de questions prĂ©judicielles. Les rĂ©ponses qui y ont Ă©tĂ© donnĂ©es peuvent ĂȘtre rĂ©sumĂ©es ainsi:
Lorsquâun preneur de licence viole une disposition du contrat qui interdit la vente des produits sous licence Ă un discounter pour des motifs liĂ©s Ă la rĂ©putation de la marque, il viole Ă©galement lâart. 8 al. 2 de la Directive 89/104 lorsquâil est Ă©tabli que cette violation porte atteinte au prestige qui confĂšre aux produits leur apparence de luxe.
En commercialisant des produits de marque en violation dâune disposition contractuelle qui correspond Ă lâart. 8 al. 2 de la Directive 89/104, le preneur de licence agit sans lâautorisation du titulaire, si bien que le droit confĂ©rĂ© par la marque nâest pas Ă©puisĂ© (art. 7 al. 1 de la Directive 89/104).
Lorsque la commercialisation de produits de prestige par le licenciĂ© doit ĂȘtre considĂ©rĂ©e comme ayant Ă©tĂ© approuvĂ©e par le titulaire de la marque, alors que le preneur de licence a violĂ© une disposition du contrat de licence, le titulaire de la marque ne peut invoquer que lâart. 7 al. 2 de la Directive 89/104 pour sâopposer Ă la revente des produits, lorsque les circonstances concrĂštes permettent dâĂ©tablir que leur revente porterait atteinte Ă la rĂ©putation de la marque.
Lara Dorigo | 2009 Ausgabe 10
Die am 1. April 2010 in Kraft tretende nunmehr dritte Ănderung an der AusfĂŒhrungsordnung des EPĂ 2000 seit Inkrafttreten am 13. Dezember 2007 gibt Anlass, die HĂ€ufung von Ănderungen durch den Verwaltungsrat der EuropĂ€ischen Patentorganisation zu hinterfragen. Diese Ănderungen stehen vordergrĂŒndig im Zusammenhang mit der EPA-internen Initiative «raising the bar», durch welche die Verfahrenseffizienz vor dem EPA beschleunigt werden soll und qualitativ hochwertige Patente zur Erteilung gelangen sollen. Im Speziellen fĂŒhren die aktuellsten Ănderungen aber zu einem komplizierten und ineffizienten Verfahren und schrĂ€nken den Anmelder in seinen Gestaltungsfreiheiten stark ein, ohne dass dadurch positive Auswirkungen im Hinblick auf qualitativ hochwertige Patente zu erwarten sind. Die Autoren fĂŒhren eine kritische Diskussion ĂŒber die Ănderungen und deren Auswirkungen.
La modification du rĂšglement dâexĂ©cution de la CBE 2000, qui entre en vigueur le 1er avril 2010 et qui est dĂ©sormais la troisiĂšme modification depuis lâentrĂ©e en vigueur le 13 dĂ©cembre 2007, pose la question de savoir si les frĂ©quentes modifications entreprises par le conseil dâadministration de lâOrganisation europĂ©enne des brevets sont justifiĂ©es. Ces modifications sont mises au point dans le contexte de lâinitiative interne de lâOEB «raising the bar» qui vise Ă augmenter lâefficacitĂ© des procĂ©dures devant lâOEB ainsi que la qualitĂ© des brevets dĂ©livrĂ©s. ConcrĂštement, les modifications actuelles mĂšnent toutefois Ă une procĂ©dure compliquĂ©e et inefficace et restreignent fortement la marge de manĆuvre du dĂ©posant, sans avoir dâeffets positifs sur la qualitĂ© des brevets. Dans la prĂ©sente contribution, les auteurs mĂšnent une discussion critique sur ces modifications et leurs effets.
Steffen Frischknecht / Hansjörg Kley | 2009 Ausgabe 10
Das Bundesverwaltungsgericht blickt auf sein zweites TĂ€tigkeitsjahr zurĂŒck. Wie bereits im Jahre 2007 hat es sich auch 2008 weitgehend der Praxis der VorgĂ€ngerinstanz angeschlossen. Eine Weiterentwicklung der Rechtsprechung ist insbesondere bei Marken mit Herkunftsangaben zu verzeichnen. Erstmals zu entscheiden hatte es eine Beschwerde gegen die Nichteintragung einer akustischen Marke, deren abstrakte Unterscheidungskraft es zwar bejahte, in casu aber den Entscheid der Vorinstanz stĂŒtzte.
Le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral est en activitĂ© depuis deux ans. En 2008, comme en 2007 dĂ©jĂ , il a largement repris la pratique de lâinstance qui lâa prĂ©cĂ©dĂ©. Le dĂ©veloppement de sa jurisprudence sâest notamment poursuivi dans le domaine des marques comportant une indication de provenance. Pour la premiĂšre fois, le Tribunal a Ă©tĂ© confrontĂ© Ă un recours contre le refus dâune marque sonore; bien quâil ait admis quâune telle marque puisse avoir un caractĂšre distinctif dans lâabstrait, il a confirmĂ© en lâoccurrence la dĂ©cision de lâinstance prĂ©cĂ©dente.
Katja Stöckli / Philipp J. Dannacher | 2009 Ausgabe 6
Der Entscheid G2/06 der Grossen Beschwerdekammer des EuropĂ€ischen Patentamts vom 25. November 2008 in Sachen Wisconsin Alumni Research Foundation (WARF) ist in zweierlei Hinsicht interessant: einerseits zeigt er sachlich die Schranken der Patentierbarkeit von Verfahren, bei denen ĂŒberzĂ€hlige menschliche Embryonen zum Einsatz gelangen. Andererseits wurde vom Anmelder versucht, die Grosse Beschwerdekammer dazu zu bringen, die zu prĂŒfenden Rechtsfragen dem EuropĂ€ischen Gerichtshof (EuGH) vorzulegen. Der erste Aspekt wird von Patentanwalt Alfred Köpf nĂ€her beleuchtet (II). Der zweite Fragenkomplex wird von Christian Hilti kommentiert (III und IV).
La dĂ©cision G2/06 de la Grande Chambre de recours de lâoffice europĂ©en des brevets du 25 novembre 2008 en lâaffaire Wisconsin Alumni Research Foundation (WARF) est intĂ©ressante Ă un double titre: dâune part, cette dĂ©cision montre les limites de la brevetabilitĂ© des mĂ©thodes utilisant des embryons humains surnumĂ©raires. Dâautre part, le requĂ©rant avait tentĂ© dâobtenir une dĂ©cision prĂ©judicielle de la Cour de justice europĂ©enne (CJCE). Le premier point est traitĂ© par le conseil en brevets Alfred Köpf (II), tandis que le deuxiĂšme aspect est commentĂ© par Christian Hilti (III et IV).
Alfred Köpf / Christian Hilti | 2009 Ausgabe 6
Laut BGH kann ein nicht eingetragenes Gemeinschaftsgeschmacksmuster nur bei erstmaliger Offenbarung auf dem Territorium der EU entstehen, Offenbarungshandlungen im Ausland können jedoch einer spĂ€teren Musteranmeldung innerhalb der Gemeinschaft als neuheitsschĂ€dlich entgegengehalten werden. Dieser gemeinschaftsrechtliche Entscheid zeigt Auswirkungen ĂŒber die EU-Grenzen hinaus und ist somit auch fĂŒr den Rechtsanwender in der Schweiz von hoher praktischer Bedeutung.
Selon la Cour de justice fĂ©dĂ©rale allemande (BGH), un dessin ou modĂšle communautaire non enregistrĂ© ne peut naĂźtre que lorsquâil est divulguĂ© pour la premiĂšre fois au public sur le territoire de lâUE. Une premiĂšre divulgation au public Ă lâextĂ©rieur des frontiĂšres de lâUE peut toutefois ĂȘtre retenue comme obstacle Ă lâexigence de nouveautĂ© du dessin ou modĂšle. Cette dĂ©cision de droit communautaire a des effets bien au delĂ de lâUE et se rĂ©vĂšle ainsi ĂȘtre dâune grande importance Ă©galement pour le praticien en Suisse.
Peter Schramm | 2009 Ausgabe 4
Lâ«American Law Institute» est trĂšs connu aux Etats-Unis et dans le monde comme lâinstitution qui prĂ©pare et publie le «Restatement of the Law» et co-prĂ©pare la plupart des «Uniform Laws», comme le «Uniform Commercial Code». Lâ«American Law Institute» vient de publier un ensemble de «Principes» applicables aux causes internationales de propriĂ©tĂ© intellectuelle. Les 36 articles des «Principes» rĂ©gissent les trois aspects principaux du droit international privĂ©, soit la compĂ©tence des tribunaux et le droit applicable, ainsi que la reconnaissance et lâexĂ©cution des jugements Ă©trangers. Le juriste suisse reconnaĂźtra la structure gĂ©nĂ©rale de la LDIP et de nombreuses solutions de notre droit, par exemple pour la compĂ©tence des tribunaux du lieu du rĂ©sultat des infractions (art. 109 al. 2 LDIP) et le droit applicable aux contrats de licence (art. 122 LDIP). De plus, la doctrine et la jurisprudence suisses ont Ă©tĂ© citĂ©es dans une proportion qui tĂ©moigne du prestige de notre Tribunal fĂ©dĂ©ral et dâauteurs comme A. F. Schnitzer et A. Troller.
Les «Principes» commencent dâĂȘtre citĂ©s par les tribunaux amĂ©ricains pour rĂ©soudre les conflits de compĂ©tence, en admettant par exemple lâĂ©lection de for conduisant Ă permettre Ă des tribunaux des Etats-Unis de connaĂźtre de causes mettant en jeu la validitĂ© de brevets Ă©trangers. Il est ainsi devenu essentiel de connaĂźtre ces «Principes» afin de rĂ©soudre les questions dĂ©licates que suscitent les causes internationales de propriĂ©tĂ© intellectuelle.
Das «American Law Intitute» ist eine in den Vereinigten Staaten und in der Welt bekannte Institution, welche das «Restatement» des Rechts vorbereitet und veröffentlicht sowie die Mehrzahl der «Uniform Laws» mitentwirft, wie beispielsweise den «Uniform Commercial Code». Das «American Law Instiute» hat kĂŒrzlich eine Sammlung von GrundsĂ€tzen veröffentlicht, die auf internationale ImmaterialgĂŒterrechtsfĂ€lle anwendbar sind. Die 36 Artikel dieser GrundsĂ€tze betreffen die drei Hauptaspekte des internationalen Privatrechts, nĂ€mlich die ZustĂ€ndigkeit der Gerichte, das anwendbare Recht und die Anerkennung und Vollstreckung auslĂ€ndischer Urteile. Der Schweizer Jurist wird die allgemeine Struktur des IPRG und zahlreiche Lösungen unseres Rechts wiedererkennen, beispielsweise die ZustĂ€ndigkeit der Gerichte am Deliktsort (Art. 109 Abs. 2 IPRG) und die Bestimmungen ĂŒber das auf LizenzvertrĂ€ge anwendbare Recht (Art. 122 IPRG). Ausserdem sind die Schweizer Lehre und Rechtsprechung in einem Ausmass zitiert worden, welches vom Ansehen unseres Bundesgerichts und von Autoren wie A. F. Schnitzer und A. Troller zeugt.
Zunehmend werden die GrundsĂ€tze von amerikanischen Gerichten beigezogen, um ZustĂ€ndigkeitskonflikte zu lösen. Sie lassen zum Beispiel eine Wahl des Forums zu, welche es den Gerichten der Vereinigten Staaten ermöglicht, die RechtsbestĂ€ndigkeit auslĂ€ndischer Patente zu ĂŒberprĂŒfen. Es ist deshalb entscheidend, diese GrundsĂ€tze zu kennen, bevor die heiklen Fragen beantwortet werden, welche internationale VerhĂ€ltnisse mit Bezug auf ImmaterialgĂŒterrechte hervorrufen können.
François Dessemontet | 2009 Ausgabe 4
Im europĂ€ischen Urheberrecht geht es Schlag auf Schlag. Noch ist es nicht allzu lange her, seit die Richtlinien zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft («Info-RL») und zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums unter Dach und Fach gebracht worden sind. Nun hat die EuropĂ€ische Kommission im Juli 2008 in einer Pressemitteilung bereits zwei weitere Initiativen bekannt gegeben, die fĂŒr das Urheberrecht und ausgewĂ€hlte verwandte Schutzrechte die Weichen fĂŒr die Zukunft stellen sollen. Einerseits handelt es sich um ein GrĂŒnbuch zum Thema der Urheberrechte in der wissensbasierten Gesellschaft («GrĂŒnbuch»), mit dem eine Diskussion ĂŒber die allfĂ€llige Ausweitung bestimmter urheberrechtlicher Schranken im Interesse eines ungehinderten digitalen Wissensflusses im Binnenmarkt angestossen werden soll. Andererseits geht es um einen konkreten Vorschlag zur Ănderung der Richtlinie 2006/116/EG ĂŒber die Schutzdauer des Urheberrechts und bestimmter verwandter Schutzrechte («Schutzdauer-RL»), der im Wesentlichen eine VerlĂ€ngerung der Schutzdauer der verwandten Schutzrechte von ausĂŒbenden KĂŒnstlern und TontrĂ€gerherstellern vorsieht («RL-Vorschlag»). Der vorliegende Beitrag berichtet ĂŒber die wichtigsten Aspekte dieser beiden Initiativen.
Le droit dâauteur europĂ©en est en Ă©volution constante. RĂ©cemment encore les directives sur lâharmonisation de certains aspects du droit dâauteur dans la sociĂ©tĂ© dâinformation («Directive InfoSoc») et celles relatives au respect des droits de la propriĂ©tĂ© intellectuelle ont Ă©tĂ© mises sous toit. Actuellement, la Commission europĂ©enne a annoncĂ© dans un communiquĂ© de presse en juillet 2008 le lancement de deux initiatives qui doivent assurer lâavenir du droit dâauteur et de certains droits voisins. Il sâagit dâune part dâun livre vert sur le droit dâauteur dans la sociĂ©tĂ© de la connaissance («livre vert») lequel doit susciter un dĂ©bat sur lâĂ©ventuel Ă©largissement de certaines restrictions en matiĂšre de droit dâauteur afin de garantir la libre circulation des connaissances sous forme numĂ©rique dans le marchĂ© intĂ©rieur. Il sâagit dâautre part dâune proposition concrĂšte de modification de la Directive 2006/116/CE relative Ă la durĂ©e de protection du droit dâauteur et de certains droits voisins qui prĂ©voit en particulier la prolongation de la durĂ©e de protection des droits voisins des artistes interprĂštes ou exĂ©cutants et des producteurs de phonogrammes. Lâarticle qui suit donne un aperçu des aspects essentiels de ces deux initiatives.
Cyrill P. Rigamonti | 2009 Ausgabe 3
Der EuGH hat sich in seinem Urteil vom 16. September 2008 in den Rs. C-468/06 bis 478/06 â GSK AEVE zum Parallelhandel mit Arzneimitteln positioniert. Das Urteil lĂ€sst eine Tendenz erkennen, den Arzneimittelherstellern entgegen zu kommen: Diesen muss erlaubt sein, so der EuGH, ihre berechtigten geschĂ€ftlichen Interessen zu schĂŒtzen, auch wenn sie marktbeherrschend sind. Im konkreten Fall hat der EuGH entschieden, dass Bestellungen von Pharma-GrosshĂ€ndlern nur dann ausgefĂŒhrt werden mĂŒssen, wenn sie «normal» sind. Eine Lieferverweigerung bei Bestellungen fĂŒr den Parallelexport ist demnach möglicherweise gerechtfertigt. Der Entscheid beleuchtet zum einen den Umgang des EuGH mit Art. 82 EG und lĂ€sst hier eine Aufweichung von Per-se-Verboten erkennen. Zum anderen berĂŒhrt der Entscheid die Frage, welche Rolle das Kartellrecht im Pharma-Sektor und in anderen staatlich regulierten Bereichen spielen kann.
La CJCE a pris position au sujet du commerce parallĂšle de produits pharmaceutiques dans son arrĂȘt du 16 septembre 2008 dans les affaires C-468/06 Ă 478/06-GSK AEVE. On peut y dĂ©celer une tendance Ă faire des concessions aux fabricants de produits pharmaceutiques: de lâavis de la CJCE, on doit leur permettre de protĂ©ger leurs intĂ©rĂȘts Ă©conomiques lĂ©gitimes, mĂȘme sâils dominent le marchĂ©. Dans le cas concret, la CJCE a dĂ©cidĂ© que les commandes de grossistes en produits pharmaceutiques ne devaient ĂȘtre honorĂ©es que lorsquâelles sont «normales». DĂšs lors, un refus de livraison pour des commandes destinĂ©es Ă lâexportation parallĂšle peut ĂȘtre justifiĂ©. La dĂ©cision montre dâune part la maniĂšre dont la CJCE applique lâart. 82 CE et laisse apparaĂźtre ici une certaine flexibilitĂ© par rapport aux interdictions per se. Dâautre part, lâarrĂȘt traite de la question de savoir quel rĂŽle le droit des cartels peut jouer dans le domaine pharmaceutique et dans dâautres domaines rĂ©glĂ©s par lâĂ©tat.
Rupprecht Podszun | 2009 Ausgabe 3
Das Urteil des EuGH befasst sich mit der Pflicht zur Offenlegung von Verbindungsdaten durch Internet-Service-Provider im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfahrens. Gegenstand des Ausgangsverfahrens bildete das Verhalten einer Gesellschaft, die ihren Kunden InternetzugĂ€nge gewĂ€hrte, sich im Rahmen eines Zivilverfahrens aber weigerte, Namen und Adressen von Personen anzugeben, von welchen die Gesuchstellerin die IP-Adresse sowie Tag und Zeit der Internet-Verbindungen kannte. Auf diese Angaben war die Gesuchstellerin angewiesen, um die fraglichen Personen fĂŒr vermutete Urheberrechtsverletzungen zivilrechtlich in Anspruch zu nehmen.
Auf Vorlagefrage des Handelsgerichts Madrid hatte der EuGH zu beurteilen, ob das Gemeinschaftsrecht den Mitgliedstaaten gebietet, fĂŒr einen effektiven Schutz des Urheberrechts die Pflicht zur Mitteilung personenbezogener Daten im Rahmen eines zivilrechtlichen Verfahrens vorzusehen oder nicht. Vor dem Hintergrund der Datenschutz-Richtlinien und der Charta der Grundrechte der EuropĂ€ischen Union hat der EuGH eine solche gemeinschaftsrechtliche Pflicht verneint. Zugleich wurde festgehalten, dass es den Mitgliedstaaten frei steht, eine solche Pflicht im nationalen Recht vorzusehen. UnabhĂ€ngig vom Bestehen einer entsprechenden nationalen Rechtsgrundlage sind die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung des Gemeinschaftsrechts aber jedenfalls zu einer Auslegung der Richtlinien verpflichtet, die ein angemessenes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Grundrechten der Gemeinschaft sicherstellt. Zu beachten waren in der vorliegenden Situation namentlich der Schutz der Eigentumsrechte am geistigen Eigentum, das Recht auf einen wirksamen Rechtsbehelf und der Schutz personenbezogener Daten und damit des Privatlebens.
Ce jugement de la CJCE traite de lâobligation de rĂ©vĂ©ler des donnĂ©es de connexion par un prestataire de service Internet dans le cadre dâune procĂ©dure civile. Lâobjet de la procĂ©dure initiale est le comportement dâun fournisseur dâaccĂšs au rĂ©seau Internet, mais qui a toutefois refusĂ© dâindiquer dans le cadre dâune procĂ©dure civile les noms et les adresses de personnes dont la requĂ©rante connaissait lâadresse IP ainsi que les dates et la durĂ©e de leurs connexions Internet. La requĂ©rante dĂ©pendait de ces indications pour intenter une procĂ©dure civile Ă lâencontre de ces personnes pour des violations supposĂ©es de droits dâauteurs.
Sur la demande de dĂ©cision prĂ©judicielle introduite par le tribunal de commerce de Madrid, la CJCE devait juger de la question de savoir si le droit communautaire impose aux Ătats membres, pour une protection effective du droit dâauteur, lâobligation de communiquer des donnĂ©es Ă caractĂšre personnel dans le cadre dâune procĂ©dure civile. La CJCE a niĂ© lâexistence dâune telle obligation au regard des directives relatives Ă la protection des donnĂ©es et de la Charte des droits fondamentaux de lâUnion europĂ©enne. Il a cependant Ă©tĂ© jugĂ© quâil est loisible aux Ătats membres de prĂ©voir une telle obligation dans leur droit national. Toutefois, indĂ©pendamment de lâexistence dâune telle base lĂ©gale dans leur droit national, les Ătats membres sont dans tous les cas obligĂ©s, lors de la transposition du droit communautaire, dâinterprĂ©ter les directives de telle sorte quâun Ă©quilibre appropriĂ© soit garanti entre les divers droits fondamentaux. Ce cas dâespĂšce mettait en cause la protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle, le droit Ă une protection juridique efficace, la protection des donnĂ©es personnelles et donc celle de la vie privĂ©e.
Florent Thouvenin | 2009 Ausgabe 2
Im Vorlageverfahren «O2/Hutchinson» war der EuGH gebeten worden, zu zwei wichtigen und umstrittenen Fragen im Grenzbereich zwischen Markenrecht und Lauterkeitsrecht Stellung zu beziehen: Erstens zu der Frage, ob die Verwendung eines fremden Kennzeichens in der vergleichenden Werbung als Markenbenutzung i.S. der EuGH-Rechtsprechung anzusehen ist, und zweitens zum VerhĂ€ltnis des Markenrechts zu den Vorschriften ĂŒber vergleichende Werbung. In der zuletzt genannten Frage hat die Entscheidung insoweit Klarheit erbracht, als nicht von einem generellen Vorrang der zuletzt genannten Regelungen auszugehen ist. Dies wurde vom EuGH allerdings nur fĂŒr den Sonderfall der Verwechslungsgefahr festgestellt. FĂŒr die markenrechtliche Einordnung der TatbestĂ€nde der vergleichenden Werbung sind damit die wichtigsten Fragen offen geblieben: So lĂ€sst sich nicht mit Sicherheit sagen, ob die Verwendung der Originalmarke im Rahmen eines Werbevergleichs regelmĂ€ssig wegen fehlender Verwechslungsgefahr vom Anwendungsbereich des Markenrechts ausgeschlossen bleibt, oder ob der EuGH insoweit bei der in der «Gillette»-Entscheidung eingeschlagenen Linie bleiben wird. Nicht angesprochen wurde ferner auch die in den meisten FĂ€llen letztlich entscheidende Frage, ob und ggf. unter welchen UmstĂ€nden die vergleichende Werbung eine unlautere Ausbeutung des guten Rufs bekannter Zeichen darstellen kann.
Dans la procĂ©dure de renvoi prĂ©judiciel «O2/Hutchinson», la CJCE a pris position sur deux questions importantes et controversĂ©es se situant Ă la limite du droit des marques et de la concurrence dĂ©loyale: il sâagissait premiĂšrement de dĂ©terminer si lâutilisation du signe dâun tiers dans la publicitĂ© comparative doit ĂȘtre considĂ©rĂ©e comme un usage de la marque au sens de la jurisprudence de la CJCE et deuxiĂšmement de dĂ©finir les rapports entre le droit des marques et les dispositions concernant la publicitĂ© comparative. La dĂ©cision a clairement rĂ©pondu Ă la deuxiĂšme question dans la mesure oĂč lâon ne peut pas admettre de maniĂšre gĂ©nĂ©rale la primautĂ© des dispositions prĂ©citĂ©es. Toutefois, la CJCE ne lâa admis que pour le cas particulier du risque de confusion. Concernant les rapports entre publicitĂ© comparative et droit des marques, les questions les plus importantes sont demeurĂ©es ouvertes: ainsi, on ne peut pas affirmer avec certitude si lâutilisation de la marque originale dans le cadre dâune publicitĂ© comparative doit ĂȘtre systĂ©matiquement exclue du champ dâapplication du droit des marques en lâabsence de risque de confusion ou si la CJCE sâen tient Ă la ligne quâelle a adoptĂ©e dans lâarrĂȘt «Gillette». Nâa Ă©galement pas Ă©tĂ© abordĂ©e la question de savoir si et, cas Ă©chĂ©ant, dans quelles circonstances la publicitĂ© comparative peut constituer une exploitation dĂ©loyale de la renommĂ©e dâun signe connu.
Annette Kur | 2009 Ausgabe 2
Eine Verbreitung des Originals eines Werks oder eines VervielfĂ€ltigungsstĂŒcks davon an die Ăffentlichkeit auf andere Weise als durch Verkauf setzt gemĂ€ss Art. 6 Abs. 1 WCT bzw. Art. 8 und 12 WPPT eine EigentumsĂŒbertragung («VerĂ€uĂerung») voraus.
Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG ist im Einklang mit den genannten VertrĂ€gen auszulegen. Eine Verbreitung «durch Verkauf oder auf sonstige Weise» ist demgemĂ€ss als eine Form der Verbreitung zu verstehen, die mit einer EigentumsĂŒbertragung verbunden sein muss.
Weder das blosse Ermöglichen des Gebrauchs von WerkstĂŒcken eines urheberrechtlich geschĂŒtzten Werks (Einrichten von Ruhezonen mit Designermöbeln in einem TextilgeschĂ€ft), noch das öffentliche Zurschaustellen dieser WerkstĂŒcke, ohne dass deren Benutzung eingerĂ€umt wird (Ausstellung eines WerkstĂŒcks in einem Schaufenster eines TextilgeschĂ€fts zu Dekorationszwecken), stellen daher eine Verbreitung im Sinne des Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 2001/29/EG dar.
Selon lâart. 6 al. 1 WCT et les art. 8 et 12 WPPT, la mise Ă disposition du public de lâoriginal ou dâexemplaires suppose un transfert de propriĂ©tĂ© (aliĂ©nation).
Lâart. 4 al. 1 de la directive 2001/29/CEE doit ĂȘtre interprĂ©tĂ© en accord avec ces traitĂ©s. Une distribution au public «par la vente ou autrement» est une forme de distribution qui doit ĂȘtre liĂ©e Ă un transfert de propriĂ©tĂ©.
Ni la simple facultĂ© dâutiliser des exemplaires dâune Ćuvre protĂ©gĂ©e par le droit dâauteur (installation de zones de repos avec des meubles de designers dans un magasin de textiles) ni la prĂ©sentation au public de ces exemplaires sans possibilitĂ© de les utiliser (exposition dans une vitrine dâun magasin de textiles Ă des fins de dĂ©coration) ne constituent ainsi un acte de distribution au sens de lâart. 4 al. 1 de la directive 2001/29/CEE.
Birgit Weil | 2009 Ausgabe 1
Adidas AG/adidas Benelux AG gegen Marca Mode CV/C&A Nederland CV, H&M Hennes & Mauritz Netherlands BV, Vendex KBB Nederland BV
Yves Bugmann | 2008 Ausgabe 12
PatentansprĂŒche auf die zweite medizinische Indikation eines chemischen Stoffes beschĂ€ftigen die Fachkreise bereits seit Jahren. Sowohl das EuropĂ€ische Patentamt als auch die englischen Gerichte lassen fĂŒr die zweite medizinische Indikation sog. «Schweizer VerwendungsansprĂŒche», auch «Swiss type claims» genannt, zu. Diese AnsprĂŒche sind auf die Verwendung eines chemischen Stoffes zur Herstellung eines Arzneimittels fĂŒr eine bestimmte neue und erfinderische medizinische Anwendung gerichtet. Die Praxis der EPA-Beschwerdekammern und jene der englischen Gerichte unterschieden sich aber bislang hinsichtlich der grundlegenden Frage, inwieweit Verfahrensschritte, wie das Verabreichen eines Medikaments in einer bestimmten Dosierung, in einem zweiten medizinischen Indikationsanspruch fĂŒr die PrĂŒfung der PatentfĂ€higkeit heranzuziehen sind. Die Praxis der EPA-Beschwerdekammern anerkennt, dass jegliche Massnahme im Rahmen einer Therapie, insbesondere auch ein neues Dosierungsregime, grundsĂ€tzlich die Neuheit und erfinderische TĂ€tigkeit fĂŒr einen zweiten medizinischen Indikationsanspruch begrĂŒnden kann. Im Widerspruch dazu vertrat der Court of Appeal im Entscheid Bristol Myers Squibb vs. Baker Norton die Auffassung, dass die Neuheit nur im neuen therapeutischen Zweck bestehen könne, fĂŒr den der chemische Stoff verwendet werde; ein neues Dosierungsregime wurde nicht als geeignetes Merkmal angesehen, um die PatentfĂ€higkeit des Patentanspruchs zu begrĂŒnden. Dieses PrĂ€judiz stösst der vorliegende Entscheid des Court of Appeal um, indem er die Neuheit eines zweiten medizinischen Indikationsanspruchs aufgrund eines neuen Dosierungsregimes unter Berufung auf die gefestigte Praxis der EPA-Beschwerdekammern bejaht. Damit leistet der vorliegende Entscheid nicht nur einen bemerkenswerten Beitrag zur weiteren Harmonisierung des europĂ€ischen Patentrechts, sondern begrĂŒndet zugleich eine weitere beachtenswerte Ausnahme zum englischen System der PrĂ€judizien. Der Court of Appeal ist nicht mehr an seinen eigenen PrĂ€zedenzfall gebunden, wenn er der Auffassung ist, dass dieser nicht im Einklang mit der gefestigten Praxis der EPA-Beschwerdekammern steht.
Les revendications dâun brevet pour la deuxiĂšme indication mĂ©dicale dâun produit chimique occupent les spĂ©cialistes depuis des annĂ©es dĂ©jĂ . Aussi bien lâOffice europĂ©en des brevets que les tribunaux anglais permettent pour la deuxiĂšme indication mĂ©dicale ce que lâon nomme «les revendications suisses dâutilisation» ou «Swiss type claims». Ces revendications portent sur lâutilisation dâun produit chimique pour la production dâun mĂ©dicament pour une certaine application mĂ©dicale qui est nouvelle et inventive. La jurisprudence des chambres de recours de lâOEB et celle des tribunaux anglais Ă©taient toutefois jusquâĂ prĂ©sent diffĂ©rentes en ce qui concerne la question fondamentale de savoir dans quelle mesure les Ă©tapes de la maniĂšre de procĂ©der, comme lâadministration dâune dose dĂ©terminĂ©e dâun mĂ©dicament, devaient ĂȘtre prises en considĂ©ration lors de lâexamen de la brevetabilitĂ© de la revendication dâune deuxiĂšme indication mĂ©dicale. La jurisprudence des chambres de recours de lâOEB reconnaĂźt que toute mesure dans le cadre dâune thĂ©rapie, en particulier aussi un nouveau rĂ©gime de dosage, peut en principe justifier la nouveautĂ© et lâactivitĂ© inventive dâune revendication dâune deuxiĂšme indication mĂ©dicale. Par contre, dans la dĂ©cision Bristol Myers Squibb vs Baker Norton, la Court of Appeal a jugĂ© que la nouveautĂ© ne pouvait rĂ©sider que dans un nouvel usage thĂ©rapeutique pour lequel le produit chimique Ă©tait utilisĂ©; un nouveau rĂ©gime de dosage nâa pas Ă©tĂ© considĂ©rĂ© comme pouvant justifier la brevetabilitĂ© de la revendication. La prĂ©sente dĂ©cision de la Court of Appeal renverse ce prĂ©cĂ©dent en admettant la nouveautĂ© dâune revendication dâune deuxiĂšme indication mĂ©dicale sur la base dâun nouveau rĂ©gime de dosage en se rĂ©fĂ©rant Ă la jurisprudence constante des chambres de recours de lâOEB. DĂšs lors, la prĂ©sente dĂ©cision ne contribue pas seulement de maniĂšre remarquable Ă lâharmonisation du droit europĂ©en des brevets, mais elle est encore Ă lâorigine dâune nouvelle exception notable au systĂšme anglais des prĂ©cĂ©dents. La Court of Appeal nâest plus liĂ©e par son propre prĂ©cĂ©dent lorsquâelle est dâavis que celui-ci nâest pas compatible avec la jurisprudence constante des chambres de recours de lâOEB.
Thierry Calame | 2008 Ausgabe 12
Dans un systĂšme europĂ©en des brevets comprenant 34 Etats membres ayant 25 langues officielles, lâexigence de traduction intĂ©grale des brevets europĂ©ens aprĂšs dĂ©livrance confinait Ă lâabsurde, contraignant les titulaires de brevets Ă supporter des coĂ»ts exorbitants ou Ă opter pour une pratique trĂšs sĂ©lective en matiĂšre de validation. Avec lâentrĂ©e en vigueur le 1er mai 2008 de lâAccord de Londres dans 14 Etats, le «problĂšme des langues» dans le domaine des brevets est abordĂ© de maniĂšre Ă©quilibrĂ©e: Ă lâavenir, seules les revendications du brevet europĂ©en seront disponibles dans les langues des Etats oĂč le brevet est validĂ©, tandis que la description ne sera disponible que dans la langue de la procĂ©dure devant lâOEB â en gĂ©nĂ©ral lâanglais â entraĂźnant une rĂ©duction significative des coĂ»ts pour tous les titulaires de brevets.
In einem europĂ€ischen Patentsystem, dem 34 Mitgliedstaaten mit insgesamt 25 Amtssprachen angehören, erschien die Ăbersetzungspflicht in eine nationale Amtssprache fĂŒr europĂ€ische Patente in deren Gesamtheit und nach deren Erteilung absurd. Diese Ăbersetzungspflicht zwang den Patentinhaber entweder dazu, die damit verbundenen, enormen Kosten zu tragen, oder aber bei der Validierung Ă€usserst selektiv vorzugehen. Mit dem Inkrafttreten des Londoner Ăbereinkommens am 1. Mai 2008 in 14 Vertragsstaaten wird das «Sprachenproblem» im Patentbereich auf eine angemessene Art und Weise angegangen: In Zukunft wird nur noch eine Ăbersetzung der PatentansprĂŒche in die Amtssprache des Landes, in dem das Patent GĂŒltigkeit haben soll, verlangt werden können, wĂ€hrend die Beschreibung der Erfindung nur noch in der Verfahrenssprache vor dem EPA â in der Regel in Englisch â zur VerfĂŒgung stehen wird. Dies fĂŒhrt fĂŒr den Patentinhaber zu einer deutlichen Reduzierung der Kosten.
Eskil Waage | 2008 Ausgabe 11
In seinem Urteil Rs. C-234/06 P â Bainbridge vom 13. September 2007 hat sich der EuGH zur unmittelbaren und mittelbaren Verwechslungsgefahr von Serienmarken geĂ€ussert und dabei deren weitere Bedeutung fĂŒr die PrĂŒfung der Verwechslungsgefahr prĂ€zisiert. Bei nur klanglicher Ăhnlichkeit liege nicht zwangslĂ€ufig Verwechslungsgefahr vor und bei optischer Wahrnehmung beim Kauf (hier: von BekleidungsstĂŒcken und Lederwaren) könne der klangliche Ăhnlichkeitsgrad von geringerer Bedeutung sein (Rn. 35 f.). Betreffend mittelbare Verwechslungsgefahr könne auf Seiten des Widersprechenden von einer Serienmarke oder Markenfamilie nur dann ausgegangen werden, wenn genĂŒgend viele Marken in Benutzung seien, um eine Familie oder Serie zu bilden, wobei auf Verlangen des zustĂ€ndigen Gerichts entsprechende Nachweise zu erbringen seien (Rn. 64 f.). Der EuGH entschied, dass keine Benutzung im Sinne von Art. 15 Abs. 2 lit. a GMV vorliegt, wenn eine nur leicht abgeĂ€nderte Form zur Beurteilung vorliegt, die Gegenstand einer selbstĂ€ndigen Registrierung ist. Im konkreten Fall war die Benutzung der Marke «Bridge» als Nachweis der Benutzung der Marke «The Bridge» nicht ausreichend (Rn. 85 f.).
Dans lâaffaire C-234/06 P â Bainbridge du 13 septembre 2007, la CJCE sâest prononcĂ©e sur le risque de confusion direct et indirect Ă propos de marques de sĂ©rie, et a prĂ©cisĂ© leur importance pour lâexamen du risque de confusion. Il nây a pas nĂ©cessairement risque de confusion en prĂ©sence dâune seule similitude phonĂ©tique, laquelle peut ĂȘtre dâune importance restreinte lorsque les marques sont perçues visuellement lors de lâachat (en lâoccurrence: sur des vĂȘtements et des marchandises en cuir) (n. 35 s.). Concernant un risque de confusion indirect, lâopposant ne peut invoquer lâexistence dâune marque de sĂ©rie que si un nombre suffisant de marques est utilisĂ© pour former une famille ou une sĂ©rie. Les preuves y relatives doivent ĂȘtre apportĂ©es sur demande du tribunal compĂ©tent (n. 64 s.). La CJCE a dĂ©cidĂ© quâon nâĂ©tait pas en prĂ©sence dâun usage au sens de lâart. 15 al. 2 let. a RMC lorsquâil sâagit dâune forme Ă peine modifiĂ©e, qui fait lâobjet dâun enregistrement distinct. Dans le cas dâespĂšce, lâusage de la marque «Bridge» nâa pas suffi Ă Ă©tablir lâusage de la marque «The Bridge» (n. 85 s.).
Stefan BĂŒrge | 2008 Ausgabe 10
Auf Ende 2006 wurde die Rekurskommission fĂŒr geistiges Eigentum aufgelöst. Deren ZustĂ€ndigkeiten sind per 1. Januar 2007 ins Bundesverwaltungsgericht ĂŒberfĂŒhrt worden. Dieses hat sich auf dem Gebiet des geistigen Eigentums im Wesentlichen der Praxis der VorgĂ€ngerbehörde angeschlossen. Zum Teil, insbesondere im Bereich der Formmarken, ist aber eine Weiterentwicklung dieser Praxis deutlich geworden. Zu Beschwerden gegen VerfĂŒgungen des Bundesamts fĂŒr Landwirtschaft, des Eidgenössischen Amts fĂŒr das Handelsregister oder der Eidgenössischen Schiedskommission fĂŒr die Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten ergingen im Jahre 2007 noch keine hier interessierenden Urteile des Bundesverwaltungsgerichts.
La Commission de recours en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle a Ă©tĂ© dissoute Ă fin 2006. Ses compĂ©tences ont Ă©tĂ© transfĂ©rĂ©es au Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral au 1er janvier 2007. Celui-ci a pour lâessentiel suivi la pratique de lâautoritĂ© prĂ©cĂ©dente dans le domaine de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. En partie, et plus particuliĂšrement en ce qui concerne les marques de forme, on a pu toutefois observer un dĂ©veloppement de cette pratique. En 2007, aucune dĂ©cision du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral qui serait dâintĂ©rĂȘt ici nâa Ă©tĂ© rendue sur recours contre des dĂ©cisions de lâOffice fĂ©dĂ©ral de lâagriculture, de lâOffice fĂ©dĂ©ral du registre du commerce ou de la Commission arbitrale fĂ©dĂ©rale pour la gestion de droits dâauteur et de droits voisins.
Katja Stöckli / Philipp J. Dannacher | 2008 Ausgabe 9
Seit dem ersten Urteil des EuropĂ€ischen Gerichtshofes (EuGH) zum harmonisierten Markenrecht sind bereits mehr als zehn Jahre vergangen. Dennoch bedĂŒrfen Grundfragen noch immer einer KlĂ€rung. Im Urteil CĂ©line SARL/CĂ©line SA (Rs. C-17/06) ging es einmal mehr darum, den markenrechtlichen Schutzbereich beim Aufeinandertreffen einer Marke und einer identischen Unternehmensbezeichnung auszuloten. Der Gerichtshof bestĂ€tigte seine funktionsbezogene Rechtsprechung, wonach eine Markenverletzung von vorneherein nur dann vorliegt, wenn das angeblich verletzende Zeichen «fĂŒr Waren oder Dienstleistungen» gebraucht wird und gleichzeitig die Hauptfunktion der Marke beeintrĂ€chtigt oder gefĂ€hrdet, indem es von den massgebenden Verkehrskreisen als Hinweis auf die betriebliche Herkunft verstanden wird. Der EuGH wies das vorlegende Gericht auch darauf hin, dass der Inhaber einer Marke einem Dritten nicht verbieten könne, seinen Namen im geschĂ€ftlichen Verkehr zu benutzen, sofern diese Benutzung den anstĂ€ndigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel entspreche. In welchen FĂ€llen eine solche Benutzung als «sittenkonform» hinzunehmen ist, bleibt allerdings auch nach dem jĂŒngsten EuGH-Urteil weitgehend ungeklĂ€rt.
Plus de dix ans se sont Ă©coulĂ©s depuis que la Cour de justice des CommunautĂ©s europĂ©ennes (CJCE) a rendu son premier jugement en application de la Directive dâharmonisation du droit des marques. Toutefois, des questions de principe doivent encore ĂȘtre clarifiĂ©es. Dans lâarrĂȘt CĂ©line SARL/CĂ©line SA (aff. C-17/06), il sâagissait de dĂ©limiter le champ dâapplication du droit des marques en cas de conflit entre une marque et un nom commercial. La CJCE a confirmĂ© sa jurisprudence basĂ©e sur une approche fonctionnelle de la notion de marque, en vertu de laquelle il nây a lieu dâadmettre une violation de la marque que si le signe litigieux est utilisĂ© «pour des produits et des services» et sâil porte en mĂȘme temps atteinte aux fonctions essentielles de la marque, ou est susceptible de causer une telle atteinte, en ce sens que les milieux concernĂ©s sont susceptibles de le percevoir comme dĂ©signant la provenance des produits ou services en cause. La CJCE a Ă©galement rappelĂ© que le droit confĂ©rĂ© par la marque ne permet pas Ă son titulaire dâinterdire Ă un tiers lâusage de son nom dans la vie des affaires, pour autant que cet usage soit fait conformĂ©ment aux usages honnĂȘtes en matiĂšre industrielle ou commerciale. Toutefois, malgrĂ© cet arrĂȘt rĂ©cent de la CJCE, la question de savoir dans quels cas un tel usage peut ĂȘtre considĂ©rĂ© comme «conforme aux bonnes mĆurs» demeure toujours ouverte.
Fabienne Arheit / Simon Holzer | 2008 Ausgabe 7-8
Das vorliegende Urteil des EuropĂ€ischen Gerichts erster Instanz (EuG) befasst sich mit den Schnittstellen von Urheber- und Kartellrecht: Mit der Koppelung von Windows Media Player und Windows-Betriebssystem und mit der Verweigerung der Offenlegung von Schnittstelleninformationen durch Microsoft. Von besonderem Interesse ist dabei die zweite Thematik. Die vom EuGH in den Entscheiden «Magill» und «IMS Health» begrĂŒndete Rechtsprechung zur kartellrechtlichen Beurteilung einer Lizenzverweigerung wird hier erstmals auf die Verweigerung der Offenlegung von Schnittstelleninformationen angewendet. Und dies, obwohl die Frage der Dekompilierung an sich durch eine urheberrechtliche Schranke geregelt ist.
Microsoft hatte sich auf Anfrage eines Konkurrenten geweigert, all jene Informationen offen zu legen, die erforderlich waren, um die nahtlose Kommunikation der Konkurrenzprodukte mit jenen von Microsoft sicherzustellen. Darauf reichte der Konkurrent Beschwerde bei der EuropÀischen Kommission ein und setzte damit ein umfangreiches erstinstanzliches Verfahren in Gang, das nach nahezu sechs Jahren mit einem Entscheid der Kommission und dem Aussprechen einer Rekordbusse gegen Microsoft endete. Die von Microsoft erhobene Klage auf Aufhebung dieses Entscheids wurde vom EuG in allen wesentlichen Punkten abgewiesen.
Das EuG hat die marktbeherrschende Stellung von Microsoft, wenig ĂŒberraschend, bejaht und die Weigerung zur Offenlegung von Schnittstelleninformationen als missbrĂ€uchliches Verhalten beurteilt. Entscheidend war, dass (1) die Schnittstelleninformationen fĂŒr das Angebot der Konkurrenten unverzichtbar sind, (2) die Verweigerung der Offenlegung Wettbewerb auf einem SekundĂ€rmarkt ausschliesst, (3) diese Weigerung das Auftreten neuer Produkte verhindert, fĂŒr die eine potenzielle Nachfrage besteht, und (4) das Verhalten von Microsoft objektiv nicht gerechtfertigt ist.
Ce jugement du Tribunal de premiĂšre instance des CommunautĂ©s europĂ©ennes (TPI) se prononce sur la relation entre le droit dâauteur et le droit des cartels: sur le couplage de Windows Media Player avec le systĂšme dâexploitation Windows et sur le refus de Microsoft de divulguer les informations relatives aux interfaces de programmation. La deuxiĂšme thĂ©matique mĂ©rite un intĂ©rĂȘt particulier. La jurisprudence de la CJCE relative Ă lâapprĂ©ciation juridique du refus de concĂ©der une licence au regard du droit des cartels, Ă©laborĂ©e dans les dĂ©cisions «Magill» et «IMS Health», a Ă©tĂ© appliquĂ©e en lâespĂšce pour la premiĂšre fois au refus de divulguer les informations relatives aux interfaces de programmation. Et ce bien que la question de la dĂ©compilation soit rĂ©glĂ©e par une exception au droit dâauteur.
Sur requĂȘte dâun concurrent, Microsoft avait refusĂ© de divulguer toutes les informations qui Ă©taient nĂ©cessaires pour assurer une communication sans faille entre les produits de la concurrence et ceux de Microsoft. Suite Ă cela, le concurrent avait dĂ©posĂ© une plainte auprĂšs de la Commission europĂ©enne, ce qui a dĂ©bouchĂ© sur une vaste procĂ©dure en premiĂšre instance. Celle-ci sâest terminĂ©e aprĂšs presque six ans par une dĂ©cision de la commission et la condamnation de Microsoft Ă une amende record. Le TPI a rejetĂ© sur tous les points essentiels le recours introduit par Microsoft, qui visait lâannulation de cette dĂ©cision.
Le TPI a confirmĂ© la position dominante de Microsoft, ce qui nâest pas surprenant, et qualifiĂ© de comportement abusif le refus de divulguer les informations relatives aux interfaces. Les Ă©lĂ©ments suivants ont Ă©tĂ© dĂ©terminants: (1) les informations relatives aux interfaces de programmation Ă©taient indispensables pour lâoffre des concurrents, (2) le refus de les divulguer excluait la concurrence sur un marchĂ© dĂ©rivĂ©, (3) ce refus empĂȘchait le dĂ©veloppement de nouveaux produits, pour lesquels une demande potentielle existe, et (4) le comportement de Microsoft nâĂ©tait objectivement pas justifiĂ©.
Florent Thouvenin | 2008 Ausgabe 6
Um seiner BegrĂŒndungspflicht bei der ZurĂŒckweisung von Marken nachzukommen, hat das HABM bei Tatsachen, welche nicht allgemein bekannt sind, den Beweis fĂŒr das Vorliegen der entsprechenden ZurĂŒckweisungsgrĂŒnde zu fĂŒhren.
Yves Bugmann | 2008 Ausgabe 4
Anlass des Urteils des EuGH vom 20. September 2007 war ein Vorabentscheidungsersuchen zur Frage, ob Art. 3 Abs. 1 lit. e (iii) MarkenRL dahin auszulegen ist, dass der darin enthaltene Ausschlussgrund der Eintragung einer Form als Marke dauerhaft entgegensteht, wenn die Ware von solcher Art ist, dass ihr Ă€usseres Erscheinungsbild und ihre Formgebung durch deren Schönheit oder originĂ€ren Charakter ausschliesslich oder in erheblichem Masse ihren Marktwert bestimmen, oder ob dieser Ausschlussgrund nicht gilt, wenn vor der Anmeldung die Anziehungskraft der betreffenden Form auf das Publikum ĂŒberwiegend durch deren Bekanntheit als Unterscheidungsmerkmal bestimmt wurde. Der EuGH hielt fest, dass diese Richtliniennorm dahin auszulegen ist, dass die Form einer Ware, die dieser einen wesentlichen Wert verleiht, nicht gemĂ€ss Art. 3 Abs. 3 MarkenRL als Marke eintragungsfĂ€hig ist, wenn sie vor der Anmeldung von Werbekampagnen, bei denen die spezifischen Merkmale der betreffenden Ware herausgestellt wurden, durch ihre Bekanntheit als Unterscheidungsmerkmal Anziehungskraft erworben hat.
LâarrĂȘt du 20 septembre 2007 de la CJCE rĂ©pond Ă une demande de dĂ©cision prĂ©judicielle portant sur la question de savoir si lâart. 3 al. 1 let. e (iii) de la Directive sur les marques doit ĂȘtre interprĂ©tĂ© en ce sens que le motif dâexclusion quâil prĂ©voit empĂȘche durablement dâenregistrer une forme comme marque si la nature du produit est telle que son aspect et sa forme en dĂ©terminent exclusivement ou essentiellement la valeur marchande par leur beautĂ© et leur originalitĂ©, ou sâil sâagit dâinterprĂ©ter ce motif dâexclusion dans le sens quâil ne sâapplique pas lorsque la force attractive de la forme en question rĂ©sulte principalement, pour le public, de sa notoriĂ©tĂ© en tant que signe distinctif avant la demande dâenregistrement. La CJCE a considĂ©rĂ© que la Directive doit ĂȘtre interprĂ©tĂ©e en ce sens que la forme dâun produit qui donne une valeur substantielle Ă celui-ci ne peut constituer une marque en application de lâart. 3, al. 3, de cette Directive, pas mĂȘme lorsquâelle a acquis, avant la demande dâenregistrement, une force attractive du fait de sa notoriĂ©tĂ© Ă la suite de campagnes publicitaires prĂ©sentant les caractĂ©ristiques spĂ©cifiques du produit en cause.
Christoph Gasser | 2008 Ausgabe 4
Das vorliegende Urteil des EuGH befasst sich mit den Grenzen der Erschöpfung des Markenrechts. Zu beurteilen war das Verhalten zweier Parallelimporteure, welche in der EU hergestellte und vertriebene Arzneimittel aufkauften, diese nach Grossbritannien einfĂŒhrten und dort vertrieben â allerdings erst nachdem gewisse VerĂ€nderungen an Verpackung und Beipackzettel vorgenommen worden waren. Dagegen setzten sich die betroffenen Hersteller zur Wehr und reichten Klage ein. Im nachfolgenden Verfahren stellten der erstinstanzlich zustĂ€ndige High Court of Justice und in der Folge auch der Court of Appeal als Rechtsmittelinstanz je ein Gesuch um Vorabentscheidung und unterbreiteten dem EuGH eine Reihe von Fragen. Diese wurden zusammenfassend wie folgt beantwortet:
Der Inhaber einer Marke kann sich auf seine Rechte aus der Marke berufen, um einen Parallelimporteur am Umpacken von Arzneimitteln zu hindern, es sei denn die AusĂŒbung dieser Rechte trage zur kĂŒnstlichen Abschottung der MĂ€rkte zwischen den Mitgliedstaaten bei.
Ein Umpacken von Arzneimitteln in neue Packungen ist objektiv erforderlich, wenn ohne dieses Umpacken aufgrund des starken Widerstands eines nicht unerheblichen Teils der Verbraucher gegen mit Etiketten ĂŒberklebte Arzneimittelpackungen ein Hindernis fĂŒr den tatsĂ€chlichen Zugang zum betreffenden Markt oder eines betrĂ€chtlichen Teils desselben vorliegt.
Der Parallelimporteur muss die betroffenen Hersteller im Voraus ĂŒber sein Vorhaben informieren, um zum Umpacken der mit einer Marke versehenen Arzneimittel berechtigt zu sein. Andernfalls kann sich der Markeninhaber der Vermarktung des umgepackten Arzneimittels widersetzen.
Der Inhaber einer Marke kann sich dem weiteren Vertrieb eines aus einem anderen Mitgliedstaat eingefĂŒhrten Arzneimittels in seiner inneren und Ă€usseren Originalverpackung auch dann widersetzen, wenn diese vom Importeur mit einem zusĂ€tzlichen Ă€usseren Aufkleber versehen wurde. Dies gilt allerdings nicht, wenn die folgenden fĂŒnf Voraussetzungen kumulativ erfĂŒllt sind: (1) die Geltendmachung dieses Rechts wĂŒrde zu einer kĂŒnstlichen Abschottung der MĂ€rkte zwischen den Mitgliedstaaten beitragen; (2) die Neuetikettierung kann den Originalzustand der Waren nicht beeintrĂ€chtigen; (3) auf der Verpackung ist angegeben, von wem der Aufkleber angebracht wurde und wer der Hersteller der Arzneimittel ist; (4) das mit dem Aufkleber versehene Erzeugnis ist nicht so aufgemacht, dass dadurch der Ruf von Marke und Markeninhaber geschĂ€digt werden könnte; (5) der Importeur unterrichtet den Markeninhaber vor dem Inverkehrbringen des mit dem Aufkleber versehenen Erzeugnisses und liefert diesem auf Verlangen ein Muster.
Ce jugement de la CJCE se prononce sur les limites de lâĂ©puisement du droit de marque. Lâaffaire concernait deux importateurs parallĂšles qui achetaient des produits pharmaceutiques fabriquĂ©s et commercialisĂ©s dans lâUE, les importaient en Grande-Bretagne et les y revendaient, aprĂšs avoir toutefois effectuĂ© certaines modifications Ă lâemballage et Ă la notice. Dans la procĂ©dure ouverte par les fabricants concernĂ©s, aussi bien la High Court of Justice, en tant que premiĂšre instance, que par la suite la Court of Appeal, comme instance de recours, dĂ©posĂšrent chacune une demande de dĂ©cision prĂ©judicielle et soumirent une sĂ©rie de questions Ă la CJCE qui y a rĂ©pondu en bref de la maniĂšre suivante:
Le titulaire dâune marque peut invoquer ses droits de marque pour interdire Ă un importateur parallĂšle de reconditionner des produits pharmaceutiques, sauf si lâexercice de ces droits mĂšne Ă cloisonner artificiellement le marchĂ© entre Ă©tats membres.
Le reconditionnement de produits pharmaceutiques par un nouvel emballage est objectivement nĂ©cessaire lorsque, sans ce reconditionnement, il existe un obstacle Ă lâaccĂšs au marchĂ© concernĂ© ou Ă une partie importante de celui-ci en raison dâune forte opposition dâune part non nĂ©gligeable des consommateurs Ă lâencontre des emballages de produits pharmaceutiques rĂ©-Ă©tiquetĂ©s.
Lâimportateur parallĂšle doit informer au prĂ©alable les producteurs concernĂ©s de son intention pour ĂȘtre lĂ©gitimĂ© Ă reconditionner un produit pharmaceutique assorti dâune marque. Dans le cas contraire, le titulaire de la marque peut sâopposer Ă la commercialisation du produit pharmaceutique reconditionnĂ©.
Le titulaire dâune marque peut sâopposer Ă la commercialisation ultĂ©rieure dâun produit pharmaceutique, importĂ© dâun autre Ă©tat membre dans son conditionnement interne et externe original, lorsque lâimportateur y a apposĂ© une Ă©tiquette supplĂ©mentaire externe. Il nâen va diffĂ©remment que si les cinq conditions cumulatives suivantes sont rĂ©alisĂ©es: (1) lâexercice du droit contribuerait Ă cloisonner artificiellement le marchĂ© entre les Ă©tats membres; (2) le nouvel Ă©tiquetage ne doit pas affecter lâĂ©tat originaire du produit; (3) lâemballage indique clairement le nom de lâauteur du nouvel Ă©tiquetage du produit et le nom du fabricant du mĂ©dicament; (4) la prĂ©sentation du produit nâest pas telle quâelle puisse nuire Ă la rĂ©putation de la marque et Ă celle de son titulaire; (5) lâimportateur avertit le titulaire de la marque prĂ©alablement Ă la mise en vente du produit assorti dâune Ă©tiquette et lui fournit un spĂ©cimen Ă sa demande.
Florent Thouvenin | 2008 Ausgabe 3
Am 28. Juni 2007 hat die Grosse Beschwerdekammer des EuropĂ€ischen Patentamtes in MĂŒnchen in den zwei Entscheidungen G1/05 und G1/06 der aufgekommenen Unsicherheit fĂŒr Anmelder und Vertreter, wie Teilanmeldungen gĂŒltig eingereicht werden können und was im Rahmen von Teilanmeldungen beansprucht werden kann, ein Ende gesetzt. Dies in einer verdankenswert unzweideutigen und umfassend begrĂŒndeten Weise. Der Artikel beleuchtet die vorgĂ€ngige Entwicklung der Unsicherheiten im Zusammenhang mit Teilanmeldungen, diskutiert die Eckpunkte der Entscheidungen und schliesst mit einer Diskussion der Auswirkungen auf die Praxis.
Dans ses deux dĂ©cisions G1/05 et G1/06 rendues en 2007, la Grande Chambre de recours de lâOffice europĂ©en des brevets Ă MĂŒnich a mis fin Ă lâinsĂ©curitĂ© Ă laquelle Ă©taient exposĂ©s dĂ©posants et mandataires sur la maniĂšre dont les demandes divisionnaires peuvent ĂȘtre dĂ©posĂ©es valablement et sur ce qui peut ĂȘtre revendiquĂ© dans le cadre dâune demande divisionnaire. Elle a fourni Ă ce sujet des rĂšgles claires et exhaustives, ce dont on lui est reconnaissant. Lâarticle prĂ©sente le dĂ©veloppement antĂ©rieur des insĂ©curitĂ©s liĂ©es aux demandes divisionnaires, examine les points forts de ces dĂ©cisions et se termine par une discussion sur les consĂ©quences pour la pratique.
Tobias Bremi | 2008 Ausgabe 3
Diese schon seit ĂŒber zehn Jahren auf dem ZĂŒrichberg stattfindende Veranstaltung gilt auch unter den zahlreich teilnehmenden auslĂ€ndischen Spezialisten als die beste Möglichkeit, sich auf hohem Niveau ĂŒber die wichtigsten Entwicklungen im europĂ€ischen ImmaterialgĂŒterrecht zu informieren und auszutauschen. Konzipiert und geleitet wurde sie erneut von Dr. Michael Ritscher, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser wiederum fĂŒr die Organisation zustĂ€ndig war. Und auch das vorangehende Wochenende im Schnee ist aus dem Kalender von immer mehr ImmaterialgĂŒterrechtlern nicht mehr wegzudenken. Wie bereits zuvor, war der Vormittag dem Patent- und der Nachmittag dem ĂŒbrigen ImmaterialgĂŒterrecht gewidmet und es wurden bereits bewĂ€hrte Referentinnen und Referenten durch neue Namen ergĂ€nzt.
Cette manifestation, qui a lieu depuis plus de dix ans dĂ©jĂ au ZĂŒrichberg, est considĂ©rĂ©e par les nombreux spĂ©cialistes Ă©trangers qui y ont participĂ© comme la meilleure opportunitĂ© de se renseigner et dâĂ©changer des informations de haut niveau sur les principaux dĂ©veloppements du droit europĂ©en de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. Elle a Ă nouveau Ă©tĂ© conçue et dirigĂ©e par Dr. Michael Ritscher, tandis que Dr. Christoph Gasser était responsable de lâorganisation. Le week-end prĂ©cĂ©dent, qui sâest dĂ©roulĂ© dans la neige, est perçu comme un rendez-vous incontournable pour un nombre croissant de spĂ©cialistes du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. Comme auparavant, la matinĂ©e a Ă©tĂ© consacrĂ©e au droit des brevets et lâaprĂšs-midi aux autres aspects du droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle, et de nouveaux noms sont venus sâajouter aux confĂ©renciers et confĂ©renciĂšres qui avaient dĂ©jĂ fait leurs preuves.
Nicole Lilian Jaggi / Michael Meidert | 2023 Ausgabe 6







