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Editorial / Editorial

Florent Thouvenin | Gregor Wild

KĂŒnstliche Intelligenz (KI), datenbasierte Produkte und Dienste, Risiken bei der Cybersecurity und die Bedeutung von Plattformen – alle diese Entwicklungen der Digitalwirtschaft bedĂŒrfen aus Sicht des europĂ€ischen Gesetzgebers der regulatorischen Intervention. Die Schweiz hat sich bisher weitgehend zurĂŒckgehalten, orientiert sich aber im wissenschaftlichen und politischen Diskurs und bei punktuellen Revisionen stark an den AnsĂ€tzen der EU. Das vorliegende Themenheft der sic! vereint BeitrĂ€ge zu Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung. Der Fokus liegt auf den wichtigsten «Digital-Verordnungen», welche die EU in den letzten Jahren erlassen hat, und den Auswirkungen dieser Erlasse auf die Schweiz:

Matthias Kettemann und Lukas Tinzl analysieren die Auswirkungen des Digital Services Act (DSA) und des Digital Markets Act (DMA) der EU auf die Schweiz und auf Unternehmen, die im EU-Binnenmarkt tĂ€tig sind. Der DMA betrifft sie indirekt, da Gatekeeper ihre Anpassungen teilweise auch in der Schweiz umsetzen. Dies fĂŒhrt zu einer fragmentierten Rechtslage, da unter anderem Schutzmechanismen des DSA in der Schweiz nicht einklagbar sind.

Stephanie Volz widmet sich der KI-Verordnung (KI-VO) der EU. Ihr Beitrag vermittelt einen Überblick ĂŒber die zentralen Bestimmungen der KI-VO und zeigt auf, welche Aspekte fĂŒr Schweizer Unternehmen besonders relevant sind. NĂ€her untersucht werden der Regulierungsansatz und der Anwendungsbereich der KI-VO sowie die Pflichten der Anbieter und Betreiber von KI-Systemen und die praktischen Auswirkungen fĂŒr den Zugang von Schweizer Unternehmen zum EU-Markt.

David Rosenthal befasst sich mit den Vorgaben des Data Act, der Benutzern von GerÀten und dazugehörigen Diensten weitreichende Rechte an den Daten vermittelt, die diese generieren. Er zeigt auf, dass und wie die Anbieter dieser GerÀte und Dienste sicherstellen können, dass sie berechtigt und in der Lage sind, die Daten auch selbst zu nutzen. Der Beitrag vermittelt konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der Vorgaben durch Schweizer Unternehmen.

Demian Stauber greift mit dem Cyber Resilience Act (CRA) eine Regulierung auf, die in der Schweiz noch kaum zur Kenntnis genommen wurde, aber viele Schweizer Unternehmen direkt und in tiefgreifender Weise betrifft. Denn der CRA enthÀlt umfassende Vorgaben zur Sicherheit digitaler Produkte, die auch von Schweizer Anbietern einzuhalten sind, wenn sie ihre Produkte in der EU anbieten wollen.

Rino Siffert bietet eine EinfĂŒhrung in das revidierte Informationssicherheitsgesetz (ISG), welches neu Meldepflichten fĂŒr Cyberangriffe auf ausgewĂ€hlte Betreiberinnen von kritischen Infrastrukturen vorsieht. Diese Meldepflichten sowie die Schaffung der neuen Cybersicherheitsverordnung (CSV) markieren einen Paradigmenwechsel in der schweizerischen Cybersicherheitsarchitektur. Der Gesetzgeber hat mit der Revision ein differenziertes, ausbalanciertes System zwischen umfassendem Anwendungsbereich und gezielten Ausnahmen geschaffen.

|Wir hoffen, den Leserinnen und Lesern mit diesem Heft einen Überblick ĂŒber die wichtigsten jĂŒngeren «Digital-Verordnungen» der EU und deren Auswirkungen auf die Schweiz zu vermitteln und damit zugleich einen Beitrag zur Diskussion um die Weiterentwicklung des Schweizer Rechts zu leisten, das sich den Herausforderungen von KI, Plattformen, datenbasierten Produkten und Cybersecurity ebenfalls stellen muss.

FĂŒr die Herausgeberschaft

Florent Thouvenin und Gregor Wild

Intelligence artificielle (IA), produits et services basĂ©s sur les donnĂ©es, risques liĂ©s Ă  la cybersĂ©curitĂ© et importance des plateformes: toutes ces Ă©volutions de l’économie numĂ©rique nĂ©cessitent, selon le lĂ©gislateur europĂ©en, une intervention rĂ©glementaire. La Suisse s’est jusqu’à prĂ©sent montrĂ©e plutĂŽt rĂ©servĂ©e, mais s’aligne fortement sur les approches de l’UE dans le discours scientifique et politique et dans le cadre de rĂ©visions ponctuelles. Le prĂ©sent numĂ©ro thĂ©matique de la revue sic! rassemble des articles sur des questions juridiques liĂ©es Ă  la numĂ©risation. L’accent est mis sur les principales «rĂ©glementations numĂ©riques» adoptĂ©es par l’UE ces derniĂšres annĂ©es et sur leurs rĂ©percussions sur la Suisse.

Matthias Kettemann et Lukas Tinzl analysent les rĂ©percussions du rĂšglement sur les services numĂ©riques, ou DSA (Digital Services Act), et de la lĂ©gislation sur les marchĂ©s numĂ©riques, ou DMA (Digital Markets Act), de l’UE sur la Suisse et sur les entreprises actives dans le marchĂ© intĂ©rieur de l’UE. Le DMA les concerne indirectement, car les gatekeepers mettent Ă©galement en Ɠuvre certaines de leurs adaptations en Suisse. Cela conduit Ă  une situation juridique fragmentĂ©e, car les mĂ©canismes de protection du DSA ne sont pas applicables en Suisse.

Stephanie Volz se penche sur le rĂšglement de l’UE sur l’IA. Son article donne un aperçu des principales dispositions de ce rĂšglement et met en Ă©vidence les aspects particuliĂšrement pertinents pour les entreprises suisses. Elle examine de plus prĂšs l’approche rĂ©glementaire et le champ d’application du rĂšglement sur l’IA, ainsi que les obligations des fournisseurs et des exploitants de systĂšmes d’IA et les implications pratiques pour l’accĂšs des entreprises suisses au marchĂ© de l’UE.

David Rosenthal se penche sur les dispositions du rĂšglement sur les donnĂ©es, ou Data Act, qui confĂšre aux utilisateurs d’appareils et de services associĂ©s des droits Ă©tendus sur les donnĂ©es qu’ils gĂ©nĂšrent. Il montre que les fournisseurs de ces appareils et services peuvent s’assurer qu’ils sont autorisĂ©s et en mesure d’utiliser eux-mĂȘmes les donnĂ©es, et explique comment ils peuvent le faire. L’article fournit des recommandations concrĂštes pour la mise en Ɠuvre des dispositions par les entreprises suisses.

Demian Stauber aborde le rĂšglement sur la cyberrĂ©silience, ou CRA (Cyber Resilience Act), une rĂ©glementation qui n’a guĂšre Ă©tĂ© remarquĂ©e en Suisse, mais qui concerne directement et profondĂ©ment de nombreuses entreprises suisses. En effet, le CRA contient des dispositions exhaustives sur la sĂ©curitĂ© des produits numĂ©riques, que les fournisseurs suisses doivent Ă©galement respecter s’ils souhaitent commercialiser leurs produits dans l’UE.

Rino Siffert propose une introduction Ă  la loi rĂ©visĂ©e sur la sĂ©curitĂ© de l’information (LSI), qui prĂ©voit dĂ©sormais une obligation de signalement des cyberattaques pour certains exploitants d’infrastructures critiques. Ces obligations de signalement ainsi que la crĂ©ation de la nouvelle ordonnance sur la cybersĂ©curitĂ© (OCyS) marquent un change- |ment de paradigme important dans l’architecture suisse de la cybersĂ©curitĂ©. Avec ces modifications, le lĂ©gislateur a créé un systĂšme diffĂ©renciĂ© et Ă©quilibrĂ© entre un champ d’application complet et des exceptions ciblĂ©es.

Avec ce numĂ©ro, nous espĂ©rons donner Ă  nos lectrices et lecteurs un aperçu des principales «rĂ©glementations numĂ©riques» rĂ©centes de l’UE et de leurs rĂ©percussions sur la Suisse, et contribuer ainsi au dĂ©bat sur l’évolution du droit suisse, qui doit Ă©galement relever les dĂ©fis posĂ©s par l’IA, les plateformes, les produits basĂ©s sur les donnĂ©es et la cybersĂ©curitĂ©.

Pour l’équipe Ă©ditoriale

Florent Thouvenin et Gregor Wild

2025 Ausgabe 12



Liebe Leserin, lieber Leser,

Heute lesen Sie die erste Ausgabe der sic!, die in Anwendung unseres neuen Konzepts «digital first» entstanden ist. Wenn Sie diese Zeilen im gebundenen Heft sic! 1/2025 lesen, werden Sie kaum VerĂ€nderungen gegenĂŒber den bisherigen Ausgaben feststellen. Neu haben Sie als Abonnentin und Abonnent unserer Zeitschrift nun aber auch Zugang auf die Inhalte des Heftes in digitaler Form, dies unter â€čwww.sic-online.châ€ș. Unter dieser altbekannten Domain finden Sie den neu gestalteten Auftritt der Zeitschrift sic!, der in die Plattform legalis des Helbing Lichtenhahn Verlags eingebettet ist. Sie erhalten eine Woche vor Erhalt der Printausgabe einen Newsletter, um die HeftbeitrĂ€ge frĂŒhzeitig auf der Website einzusehen.

Lesen Sie diese Zeilen digital, haben Sie festgestellt: Der digitale Auftritt der sic! ist neu. Als Abonnentin und Abonnent erhalten Sie Zugriff auf unsere Zeitschriftenwebsite, auf welcher Sie alle aktuellen Inhalte der sic! und sĂ€mtliche Inhalte zurĂŒck bis zum Jahr 2008 finden. Ebenso sind auf der Zeitschriftenwebsite diejenigen Inhalte abgelegt, die bis anhin nur auf unserer Website â€čwww.sic-online.châ€ș zu finden waren, wie beispielsweise das Entscheidregister. Die Zeitschriftenwebsite ist – entsprechend dem Namen unseres Konzepts «digital first» – neu unser primĂ€rer Auftritt. Das Heft als Printpublikation bleibt jedoch weiterhin bestehen. Sie haben als Abonnenten und Abonnentinnen jedoch neu die Möglichkeit, Ihr Abonnement auf eine rein digitale Version zu Ă€ndern, falls Sie keine Papierversion mehr erhalten möchten.

Davon abgesehen, dass Sie ĂŒber die sic!-Website die Zeitschrifteninhalte ansteuern können, waren und sind wir bestrebt, die Produktionsprozesse an das digitale Umfeld anzupassen. Auf diese Weise schaffen wir die Grundlagen, um bald schon weitere Neuerungen einfĂŒhren zu können. Beispielsweise ist es angedacht, dass wir neue Inhalte auf der Zeitschriftenwebsite nicht mehr einmal pro Monat aufschalten, sondern Ihnen diese laufend zugĂ€nglich machen, um Sie zeitgerechter auf dem aktuellen Stand ĂŒber die Entwicklungen in unseren Rechtsgebieten zu halten.

Diese VerĂ€nderungen haben einiges an zusĂ€tzlichem Aufwand mit sich gebracht. Daher gilt es an dieser Stelle zu danken. Die Zeitschriftenwebsite ist vom Helbing Lichtenhahn Verlag erstellt worden. In Zukunft wird die Website weiterhin von unserem Verlag betreut. Aber auch die sic!-Redaktion wird gewisse Inhalte betreuen, namentlich wird sie weiterhin fĂŒr die Inhalte zustĂ€ndig sein, welche auf der bisherigen Website â€čwww.sic-online.châ€ș zu finden waren. An Verlag und Redaktionsleitung lag es, die Produktionsprozesse zu ĂŒberprĂŒfen und anzupassen. Hinsichtlich Ideen, Möglichkeiten und Strategie «digital first» haben einige GesprĂ€che zwischen dem Helbing Lichtenhahn Verlag, dem Stiftungsrat der Stiftung sic! und dem Herausgeberkollegium stattgefunden. Diese SonderaufwĂ€nde wurden alle neben dem TagesgeschĂ€ft der sic! geleistet; dafĂŒr gebĂŒhrt allen Involvierten grosser Dank.

|Wir laden Sie ein, liebe Leserin, lieber Leser, die Zeitschriftenwebsite der sic! zu besuchen und zu entdecken, welche Informationen dort alle verfĂŒgbar sind. Wir freuen uns auf Ihr geschĂ€tztes Feedback. Gleichzeitig werden wir uns darum kĂŒmmern, dass Sie wie gewohnt stets aktuell die relevanten Informationen in unseren Rechtsgebieten zugestellt erhalten.

Felix Addor, StiftungsratsprÀsident

Thierry Calame, VizeprÀsident

Mathis Berger, Stiftungsrat und vorsitzender Herausgeber

ChĂšre lectrice, cher lecteur,

Vous lisez aujourd’hui le premier numĂ©ro de la revue sic! rĂ©alisĂ© selon notre nouveau concept «digital first». Si vous lisez ces lignes dans le cahier reliĂ© 1/2025 de la sic!, vous ne constaterez guĂšre de changements par rapport aux Ă©ditions prĂ©cĂ©dentes. Mais dĂ©sormais, en tant qu’abonné·e Ă  notre revue, vous avez Ă©galement accĂšs au contenu du cahier sous forme numĂ©rique Ă  l’adresse â€čwww.sic-online.châ€ș. Sous ce nom de domaine bien connu, vous trouverez la nouvelle prĂ©sentation de la revue sic! intĂ©grĂ©e dans la plate-forme legalis de la maison d’édition Helbing Lichtenhahn. Une semaine avant la rĂ©ception de l’édition imprimĂ©e, vous recevrez une newsletter et vous pourrez consulter Ă  l’avance les articles du numĂ©ro sur le site.

Si vous lisez ces lignes sur un support numĂ©rique, vous aurez constatĂ© que la prĂ©sentation de la revue sic! a changĂ©. Comme abonné·e, vous avez accĂšs au site web de notre revue, sur lequel vous trouverez tous les contenus actuels de la sic! ainsi que tous les contenus remontant jusqu’à l’annĂ©e 2008. D’autre part, les contenus qui n’étaient jusqu’à prĂ©sent disponibles que sur notre site â€čwww.sic-online.châ€ș, comme le registre des dĂ©cisions par exemple, sont Ă©galement accessibles sur ce nouveau site de la revue. Comme l’indique le nom de notre nouveau concept «digital first», le site web de la revue est dĂ©sormais notre vitrine principale, mais le magazine imprimĂ© continue d’exister. Vous pouvez dorĂ©navant opter pour un abonnement exclusivement numĂ©rique si vous ne souhaitez plus recevoir de version papier.

AprĂšs avoir mis en place l’accĂšs au contenu de la revue via le site web, nous continuons Ă  nous efforcer d’adapter les processus de production Ă  l’environnement numĂ©rique. Nous crĂ©ons ainsi les bases qui nous permettront bientĂŽt d’introduire d’autres nouveautĂ©s. Par exemple, nous envisageons de ne plus mettre en ligne les nouveaux contenus une fois par mois, mais de vous les rendre accessibles en permanence afin de vous tenir au courant plus rapidement des dĂ©veloppements dans nos domaines juridiques.

Ces changements ont entraĂźnĂ© une charge de travail supplĂ©mentaire et nous tenons Ă  remercier ici ceux qui les ont portĂ©s. Le site web de la revue a Ă©tĂ© créé par la maison d’édition Helbing Lichtenhahn qui continuera Ă  le gĂ©rer. La rĂ©daction de la revue sic!, quant Ă  elle, continuera de s’occuper de certains contenus, notamment ceux qui se trouvaient sur l’ancien site â€čwww.sic-online.châ€ș. La vĂ©rification et l’adaptation des processus de production ont Ă©tĂ© assumĂ©es par l’éditeur et la direction de la rĂ©daction. En ce qui concerne les idĂ©es, les possibilitĂ©s et la stratĂ©gie «digital first», elles ont Ă©tĂ© discutĂ©es entre les Ă©ditions Helbing Lichtenhahn, le conseil de fondation de la revue sic! et le collĂšge des Ă©diteurs. Ces efforts particuliers ont Ă©tĂ© rĂ©alisĂ©s en plus des tĂąches quotidiennes de la revue et tous ceux qui y ont participĂ© mĂ©ritent un grand merci.

|Nous vous invitons, chĂšre lectrice, cher lecteur, Ă  visiter le site web de la revue sic! et Ă  dĂ©couvrir toutes les informations qui y sont disponibles. Nous nous rĂ©jouissons de recevoir vos prĂ©cieux commentaires. ParallĂšlement, nous veillerons Ă  ce que vous receviez, comme d’habitude, des informations toujours actualisĂ©es dans nos domaines juridiques.

Felix Addor, président du conseil de fondation

Thierry Calame, vice-président

Mathis Berger, membre du conseil de la fondation et président du comité de rédaction

2025 Ausgabe 1



Herzliche Gratulation, liebes IGE! 125 Jahre sind ein stolzes Alter und stolz darfst Du auch darauf sein, was Du in diesen Jahren alles erreicht hast.



Simonetta Sommaruga

BundesrÀtin Simonetta Sommaruga

In ihrer Rede an der Tagung zum 125-Jahr-JubilĂ€um des IGE ging BundesrĂ€tin Simonetta Sommaruga auf dessen lange Geschichte ein. Sie gratulierte dem Institut und hielt fest, fĂŒr sein fortgeschrittenes Alter prĂ€sentiere es sich in «bemerkenswerter Frische».

Liebe GÀste des Eidgenössischen

Instituts fĂŒr Geistiges Eigentum,

sehr geehrte Damen und Herren

Wenn ich heute – als Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements – das 125jĂ€hrige Bestehen des IGE wĂŒrdige, weiss ich, dass das keine SelbstverstĂ€ndlichkeit ist:

Bei der GrĂŒndung im Herbst 1888 teilte der Bundesrat das neue «Amt fĂŒr geistiges Eigenthum» nĂ€mlich zuerst dem Departement des AuswĂ€rtigen zu. Und zwar, ich zitiere, weil diese Aufgabe «der FĂ€higkeit und Eignung des damaligen Vorstehers des Departements des Äusseren» entsprach. – Das lĂ€dt jetzt natĂŒrlich ein zu Gedankenspielen – aber lassen wir das heute bleiben 
 Nur sieben Jahre spĂ€ter wurde das Amt dann aber in das EJPD transferiert – wobei es sich meiner Kenntnis entzieht, ob dieser Transfer wieder einer besonderen Eignung oder der Ungeeignetheit eines anderen Departementsvorstehers geschuldet war.

WĂ€hrend seiner 125 Lebensjahre wurde das Geburtstagskind zweimal umgetauft: Ab 1978 hiess es Bundesamt fĂŒr geistiges Eigentum (BAGE). Und 1996 wurde das Amt in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umgewandelt, was ihm betriebliche SelbstĂ€ndigkeit und den heutigen Namen brachte (Eidgenössisches Institut fĂŒr Geistiges Eigentum).

Ausgehend vom ersten Standort im Lorrainequartier wechselte das IGE insgesamt fĂŒnf Mal seine Adresse, bevor es 2007 in sein eigenes GebĂ€ude zog, in dem wir uns heute befinden.

Den Umzug von 1907 machte auch der berĂŒhmteste Mitarbeiter des IGE – Albert Einstein – mit. Einstein war 1902 nach Bern gezogen und als technischer Experte 3. Klasse in die Patentabteilung des IGE eingetreten. Dort prĂŒfte er Erfindungen auf ihre Patentierbarkeit und ersann nebenbei seine bedeutendsten Theorien zu den Grundlagen der Physik. SpĂ€ter bezeichnete Einstein das Amt als «das weltliche Kloster, wo ich meine schönsten Gedanken ausgebrĂŒtet habe». (Ich hoffe, ich sag dann eines fernen Tages ĂŒber meine Zeit im EJPD auch mal so etwas Ähnliches 
). Die Beförderung zum technischen Experten 2. Klasse konnte nicht verhindern, dass Einstein 1909 einer Berufung an die UniversitĂ€t ZĂŒrich folgte, wo er Professor fĂŒr Theoretische Physik wurde. Ich weiss nicht, wer damals im IGE fĂŒr Beförderungen zustĂ€ndig war – aber rĂŒckblickend wĂ€re es wohl nicht ĂŒbertrieben gewesen, Einstein vom Experten 3. Klasse direkt zum technischen Experten 1. Klasse zu befördern.

Einstein war schon seit neun Jahren weg und das Amt bereits 30 Jahre alt, als es vom EJPD die Erlaubnis erhielt, nebst dem bisher rein mĂ€nnlichen Personal auch zwei bis drei weibliche Kanzleibeamte anzustellen, denen, Zitat, «hauptsĂ€chlich die Besorgung von Schreibmaschinenarbeiten ĂŒbertragen werden» sollte. Heute haben wir keine Schreibmaschinen mehr, dafĂŒr mehr Frauen: Die rund 100 Mitarbeiterinnen am IGE machen fast die HĂ€lfte des Personals aus. Zehn Frauen nehmen eine leitende Funktion wahr. Gerade vor wenigen Wochen hat der Bundesrat eine Zielquote fĂŒr die bundesnahen Unternehmen und Anstalten beschlossen. Bis Ende 2020 sollte also im Institutsrat des IGE ein Frauenanteil von 30% bestehen. Das IGE erfĂŒllt diese Vorgabe also bereits. Das heisst erstens: GlĂŒckwunsch. Das heisst zweitens: Weiter so – im Bundesrat waren wir ja schon mal bei einem Frauenanteil von ĂŒber 60% 


Nicht nur das IGE, auch das geistige Eigentum hat sich in den letzten 125 Jahren stark verÀndert.

Das ImmaterialgĂŒterrecht weist heute zahlreiche Schnittstellen zu anderen Rechtsgebieten auf. Heute geht es lĂ€ngst nicht mehr nur um die Abgrenzung der Befugnisse von Rechtsinhabern und Dritten. Es geht immer auch um Wettbewerbs-, Handels-, Forschungs- oder Kulturpolitik, um das Gesundheitswesen oder die Entwicklungspolitik, um Medien- und Kommunikationsfragen, um den Umwelt- oder Konsumentenschutz und nicht zuletzt auch um Fragen der Ethik.

Entsprechend gross ist das Konfliktpotenzial, das sich im und rund um das ImmaterialgĂŒterrecht entwickelt hat. Gerade wegen dieser zahlreichen und zum Teil unvereinbaren Interessen ist klar: Das Ziel kann kein maximaler Schutz der ImmaterialgĂŒterrechte sein, das heisst: möglichst umfassend und lang bei möglichst tiefen Anforderungen. Das Ziel muss ein angemessener Schutz sein. Ein solcher schafft die nötigen Anreize und gewĂ€hrleistet berechtigte AnsprĂŒche der Rechteinhaber, gleichzeitig berĂŒcksichtigt er aber auch die anderen beteiligten Interessen. – Wahrlich keine einfache Aufgabe!

|Keine leichte Aufgabe hat auch die Arbeitsgruppe zum Urheberrecht (die AGUR12), die ich im August 2012 einberufen habe. Und zwar mit dem Auftrag, einen Konsens zu aktuellen Fragestellungen des Urheberrechts zu erarbeiten: Vertreten sind neben der Verwaltung auch Kulturschaffende, Produzenten, Nutzer und Konsumenten. Im anschliessenden Referat wird uns Direktor Grossenbacher, der den Vorsitz der AGUR12 fĂŒhrt, vielleicht schon verraten können, ob die AGUR12 einen Konsens finden konnte.

Meine Damen und Herren, von der Globalisierung der MĂ€rkte ist selbstverstĂ€ndlich auch das ImmaterialgĂŒterrecht nicht verschont geblieben. Deshalb interessieren uns auch die Entwicklungen ausserhalb unserer Landesgrenzen. Umgekehrt können wir auch selber mit gutem Beispiel vorangehen: Ein Beispiel dafĂŒr sind die Vorschriften ĂŒber die Offenlegung der Quelle von genetischen Ressourcen und traditionellem Wissen in Patentanmeldungen, welche seit Mitte 2008 bei uns in Kraft sind. Das ist ein erster, wichtiger Schritt, um der Ausbeutung von armen, aber an genetischen Ressourcen reichen LĂ€ndern etwas entgegenzusetzen. Davon können wir auch andere LĂ€nder ĂŒberzeugen, indem wir z.B. bei der Verhandlung von bilateralen Abkommen erreichen, dass sich auch die jeweiligen Partner zu unseren Anliegen bekennen. Im erwĂ€hnten Beispiel der Quellenoffenlegung ist in drei Freihandelsabkommen mit Kolumbien, Peru und China ein Anfang gemacht worden. Damit dĂŒrfen wir uns jedoch nicht schon zufrieden geben. Es bleibt eine stĂ€ndige Aufgabe der Schweiz, sich auch auf internationaler Ebene fĂŒr ein faires ImmaterialgĂŒterrecht zu engagieren.

Diese Gedanken nimmt das Konzept der heutigen Tagung auf. Aktuelle Fragen des Urheber-, des Marken- und des Patentrechts werden aus schweizerischer ebenso wie aus europÀischer Perspektive beleuchtet.

Dem Institut fĂŒr Geistiges Eigentum gratuliere ich herzlich zum 125jĂ€hrigen Bestehen – fĂŒr das fortgeschrittene Alter prĂ€sentiert sich das Institut in bemerkenswerter Frische.

Mögen Sie alle, meine Damen und Herren, und mögen ganz besonders die Mitarbeitenden des IGE diese Frische bewahren. Ihnen gehört mein ganz besonderer Dank – fĂŒr ihr tĂ€gliches Engagement und fĂŒr ihre ausgezeichnete Arbeit.

2014 Ausgabe 4



Mathis Berger

Herzliche Gratulation, liebes IGE! 125 Jahre sind ein stolzes Alter und stolz darfst Du auch darauf sein, was Du in diesen Jahren alles erreicht hast.

Liebes Geburtstagskind, Du bist – was in anderen LĂ€ndern unterschieden wird – ein Markenamt, ein Patentamt und eine Aufsichtsbehörde ĂŒber Urheberrechte in einem. Und dies nicht als Amt oder Verwaltungsbehörde, sondern als Institut. Du warst eine der ersten selbstĂ€ndigen öffentlich-rechtlichen Anstalten des Bundes und auch in gewissem Sinne Schweizer Trendsetter fĂŒr solche Modelle. Aber damals – im Jahr 1996 – warst Du ja auch erst knapp 110 Jahre alt. Einzig Dein Name, liebe Jubilarin, ist nun doch etwas in die Jahre gekommen. Der Begriff des «geistigen Eigentums» kann heute so leicht falsch verstanden werden und er klingt immer noch etwas nach der FrĂŒhzeit des ImmaterialgĂŒterrechts. Aber wir wissen, ein Name ist nicht einfach zu Ă€ndern, vor allem wenn er mit Positivem verbunden wird, wie es bei Dir der Fall ist. Und wir dĂŒrfen durch Dein Handeln erleben, dass Du Deinen Namen nicht in ĂŒberholtem Sinne als Programm verstehst. Das zeigen die folgenden Beispiele bestens auf:

Wenn wir Deine heutigen TĂ€tigkeiten anschauen, bist Du keineswegs altersmĂŒde, vielmehr nimmst Du aktuelle Gegebenheiten wahr und treibst die entsprechende Rechtsentwicklung in den von Dir betreuten Gebieten voran. Eben erst hast Du die relevanten Kreise eingeladen und angeleitet zu diskutieren und zu prĂŒfen, wie die neuen Technologien das Nutzerverhalten verĂ€ndert haben und ob und gegebenenfalls wie das Urheberrecht an diese RealitĂ€ten anzupassen ist. Im entstandenen Bericht (AGUR 12) sind durchaus auch neue Ideen enthalten, die bisher noch nicht oder noch nicht in dieser Form Eingang in die Diskussionen gefunden haben. Gleichzeitig hast Du aber gestĂŒtzt auf begrĂŒndete Überlegungen an gewissen Eigenheiten des Schweizer Urheberrechtsgesetzes festgehalten. Die Aufnahme des Berichts bei den betroffenen Kreisen und seine allfĂ€llige Umsetzung werden zeigen, ob Du zu jugendlich im Geiste warst. Weiter hast Du vor nicht allzu langer Zeit das Patentgesetz revidiert und einmal mehr nach eigenstĂ€ndigen Lösungen gesucht und auch solche gefunden; unter anderem hast Du ein neues Gericht fĂŒr Patentsachen ins Leben gerufen und damit ein Modell geschaffen, das fĂŒr andere Rechtsbereiche (z.B. Kartellrecht) oder von anderen Staaten ĂŒbernommen werden könnte. Es ist Dir immer wieder gelungen, neue Lösungen und Argumente einzubringen und Diskussionen anzustossen. Gerade auch in einem geografischen Umfeld, in welchem sich die Rechtslage immer stĂ€rker ver|einheitlicht, pflegst Du unbeirrt Deine eigenstĂ€ndigen Lösungen und suchst nach neuen AnsĂ€tzen. Solches tust Du nicht um des Prinzips willen, sondern um im internationalen Umfeld, welches es zu beachten gilt, die beste Lösung fĂŒr die Schweiz mit ihren Eigenheiten zu finden.

Auch im AlltĂ€glichen gelingt Dir, liebes IGE, Besonderes: Nicht nur stimmen Deine Finanzen, ein wichtiger, aber – mit Verlaub – wenig geeigneter Punkt fĂŒr eine Laudatio. Vielmehr gelingt es Dir vorbildlich, fĂŒr Deine Mitarbeitenden ein Klima zu schaffen, welches einen spĂŒrbaren Geist der Zusammengehörigkeit entstehen und Dich Deine Ideen und Ziele verwirklichen lĂ€sst. WĂŒrde es Dir nicht so gut gelingen, Deine Mitarbeitenden fĂŒr Deine Sache zu begeistern, hĂ€ttest Du kaum alles Erreichte geschafft. GegenĂŒber Dritten zeichnen sich Deine Mitarbeitenden durch eine hohe Sachkompetenz und eine Dienstleistungsbereitschaft aus, die ihresgleichen suchen muss.

Ein Geburtstag bildet immer auch Anlass fĂŒr ein paar persönliche Worte. Wir von der sic! sind Dir, liebes IGE, dankbar dafĂŒr, dass Du uns ein lieber Freund bist. Du hörst uns zu, wenn wir unsere Anliegen vortragen, Ă€usserst Deine Meinung dazu und unterstĂŒtzt uns in der Umsetzung der gefundenen Lösungen. Zu Recht bist Du nicht nur da, wenn wir Dich brauchen, manchmal rufst Du uns auch und wĂŒnschst, dass wir Dir zuhören und Dich unterstĂŒtzen. So ist auch das Projekt dieser Sondernummer zustande gekommen. Wir haben fĂŒr Dich die Idee gerne aufgenommen und mit Dir umgesetzt. Wir hoffen, dass das Projekt zu Deinem Gefallen und zum Gefallen unserer Leserschaft hat realisiert werden können.

Mit der Tagung zu Deinem Geburtstag, die am 22. November 2013 stattgefunden hat, und mit der vorliegenden Sondernummer, in der die Referate der JubilĂ€umstagung abgedruckt sind, kommen Deine Suche nach den bestmöglichen Anpassungen des Bestehenden an die sich Ă€ndernden UmstĂ€nde zum Ausdruck. Wir wĂŒnschen Dir fĂŒr die Fortsetzung Deines Wegs weiterhin viel KreativitĂ€t und Kraft, Mut und Augenmass. Und wir freuen uns, wenn wir Dich auf diesem Weg noch manche Jahre begleiten dĂŒrfen.

FĂŒr die Herausgeberschaft,

Mathis Berger

|Toutes nos fĂ©licitations, cher IPI! 125 ans, c’est un bel Ăąge, et tu peux ĂȘtre fier de ce que tu as accompli durant ces annĂ©es.

Cher jubilaire, tu es, – Ă  la diffĂ©rence de ce qui se fait dans d’autres pays – un bureau des marques, un bureau des brevets et une autoritĂ© de contrĂŽle en matiĂšre de droits d’auteur, le tout en un. Et ceci, non pas en tant qu’office ou autoritĂ© administrative, mais en tant qu’Institut. Tu Ă©tais l’un des premiers Ă©tablissements de droit public de la ConfĂ©dĂ©ration de mĂȘme que, dans un certain sens le «Trendsetter» suisse pour de tels modĂšles. Mais Ă  l’époque, – en 1996 – tu n’avais toutefois tout juste que 110 ans. Seul ton nom, cher jubilaire trahit peut-ĂȘtre quelque peu le poids des annĂ©es. L’expression «propriĂ©tĂ© intellectuelle» peut aujourd’hui ĂȘtre tellement facilement mal comprise et est encore toujours teintĂ©e des jeunes annĂ©es du droit des biens immatĂ©riels. Mais nous le savons, un nom ne peut pas si facilement ĂȘtre changĂ©, particuliĂšrement quand il reprĂ©sente des valeurs positives, comme dans ton cas. Et nous avons pu vivre, par ta façon de faire, le fait que tu ne considĂšres pas de façon obsolĂšte ton nom comme un simple programme. Ceci ressort au mieux des exemples suivants:

Lorsque l’on se penche sur tes activitĂ©s actuelles, on ne peut nullement dire que tu te sois assagi! Bien au contraire, tu saisis au mieux les rĂ©alitĂ©s les plus actuelles et tu mĂšnes de front les dĂ©veloppements juridiques qui en dĂ©coulent dans les domaines qui t’ont Ă©tĂ© confiĂ©s. Tout rĂ©cemment, tu as invitĂ© les cercles intĂ©ressĂ©s Ă  discuter et Ă  examiner de quelle façon les nouvelles technologies ont changĂ© le comportement des utilisateurs et si, cas Ă©chĂ©ant de quelle façon, le droit d’auteur devait ĂȘtre adaptĂ© Ă  ces nouvelles rĂ©alitĂ©s. Le rapport qui en dĂ©coule (AGUR 12) contient de nouvelles idĂ©es, qui n’avaient pas encore Ă©tĂ© abordĂ©es jusqu’à prĂ©sent dans les discussions, ou en tout cas pas sous cette forme. En mĂȘme temps, et sur la base de rĂ©flexions fondĂ©es, tu as marquĂ© ton attachement Ă  certaines spĂ©cificitĂ©s de la loi suisse sur le droit d’auteur. La perception du rapport auprĂšs des cercles intĂ©ressĂ©s et sa possible mise en Ɠuvre montreront si tu as fait preuve d’un esprit trop juvĂ©nile ou non. Par ailleurs, il n’y a de cela pas si longtemps, tu as rĂ©visĂ© la loi sur les brevets d’invention et, une fois de plus, non seulement tu as cherchĂ© des solutions originales, mais tu les a Ă©galement trouvĂ©es; tu as entre autres donnĂ© naissance Ă  un nouveau tribunal dans le domaine des brevets et ainsi créé un modĂšle qui pourrait ĂȘtre repris dans d’autres domaines du droit (par ex. le droit des cartels) ou par d’autres Etats. Tu as toujours rĂ©ussi Ă  trouver de nouvelles solutions et de nouveaux argu|ments, et Ă  susciter la discussion. Dans un environnement gĂ©ographique dans lequel le paysage juridique s’uniformise de plus en plus, tu persistes Ă  trouver tes propres solutions et cherches constamment de nouvelles approches. Et cela, tu ne le fais pas seulement pour la beautĂ© du geste, mais afin de trouver la meilleure solution pour la Suisse et ses particularitĂ©s, dans un environnement international dont il faut constamment tenir compte.

Mais c’est Ă©galement dans la vie de tous les jours, cher IPI, que tu rĂ©ussis Ă  faire des choses particuliĂšres: non seulement tes finances jouent toujours, un point certes important mais – avec tout le respect que je te dois – peu appropriĂ© pour une laudatio; bien plus, tu arrives, de façon exemplaire, Ă  crĂ©er un climat pour tes collaborateurs duquel se dĂ©gage un esprit tout Ă  fait perceptible d’appartenance et qui te permet de concrĂ©tiser tes idĂ©es et atteindre tes buts. Si tu n’avais pas aussi bien rĂ©ussi Ă  gagner tes collaborateurs Ă  ta cause, tu n’aurais probablement pas pu accomplir tout ce que tu as rĂ©ussi Ă  faire. A l’égard des tiers, tes collaborateurs se distinguent par une grande compĂ©tence technique et une disponibilitĂ© Ă  nulle autre pareille.

Mais un anniversaire est Ă©galement le moment d’exprimer quelques mots personnels. Nous, Ă  la sic!, te sommes reconnaissants, cher IPI, de ton amitiĂ© si prĂ©cieuse. Tu nous Ă©coutes lorsque nous te faisons part de nos prĂ©occupations; tu exprimes ton opinion; et tu nous soutiens dans la mise en Ɠuvre des solutions trouvĂ©es. Non seulement es – tu lĂ  lorsque nous avons besoin de toi, mais tu nous appelles parfois Ă©galement, Ă  juste titre, en nous demandant de t’écouter et de te soutenir. C’est ainsi qu’a vu le jour le projet de ce numĂ©ro spĂ©cial. C’est avec plaisir que nous avons accueilli l’idĂ©e et que nous l’avons rĂ©alisĂ©e. Nous espĂ©rons avoir menĂ© Ă  bien le projet Ă  ta convenance et Ă  la satisfaction de nos lecteurs.

Avec la journĂ©e organisĂ©e en l’honneur de ton anniversaire le 22 novembre 2013 et avec le prĂ©sent numĂ©ro spĂ©cial, dans lequel les prĂ©sentations de la journĂ©e du jubilĂ© sont publiĂ©es, s’exprime ici ton souci de la meilleure adaptation possible de l’existant aux circonstances en constante mouvance. Nous te souhaitons beaucoup de crĂ©ativitĂ©, de force, de courage et de mesure pour la poursuite de ton parcours. Et nous serions heureux de pouvoir t’accompagner encore de belles annĂ©es sur ce chemin.

Pour les éditeurs,

Mathis Berger

2014 Ausgabe 4



Mathis Berger

|Liebe Leserin, lieber Leser

Seit 1997 erhalten Sie die sic! in der gleichen Gestaltung. Und seit 1997 fragen Sie sich, ob die Farbe der sic! besser mit verwaltungsgrau oder feldgrĂŒn beschrieben wird. Haben Sie die sic! in die Ferien mitgenommen oder an der Sonne liegen lassen, mussten Sie lernen, dass die sic! eine andere, ebenfalls nicht beschreibbare Farbe angenommen hat. – Das Heft, das Sie heute in der Hand halten, kommt in aufgefrischtem Gewand daher. Wir haben versucht, gewisse von Ihnen, vom Redaktionsteam, von den Haupt- und MittrĂ€gern, vom Verleger und von der Herausgeberschaft vorgetragene Anregungen und WĂŒnsche aufzunehmen, gleichzeitig wollten wir Vertrautes und Gewohntes nicht unnötig ĂŒber Bord kippen, aber es sollte doch ein etwas moderner Wind durch die sic! wehen. Bevor Sie selbst beurteilen, ob uns diese Gratwanderung gelungen ist, möchten wir Sie auf ein paar Punkte hinweisen:

Die inhaltliche Ausrichtung der sic! und die QualitĂ€t der Aufarbeitung dieser Inhalte sind natĂŒrlich die Gleichen geblieben. GeĂ€ndert hat sich aber die Anordnung der DiskussionsbeitrĂ€ge, die neu nach den AufsĂ€tzen und vor der Rechtsprechung platziert werden. Diese Positionierung entspricht der inhaltlichen Gestaltung vieler DiskussionsbeitrĂ€ge als «kleine AufsĂ€tze». An dieser Stelle möchten wir uns bei den Autoren und Autorinnen dieser oft anregenden und spannenden BeitrĂ€ge fĂŒr ihren grossen Einsatz bedanken. Wir hoffen, dass die DiskussionsbeitrĂ€ge nun noch besser wahrgenommen werden, und freuen uns, wenn dies dazu fĂŒhrt, dass in der sic! vermehrt die eine oder andere Diskussion ĂŒber relevante Themen ausgetragen wird.

Die anderen Änderungen, die wir vorgenommen haben, betreffen das Erscheinungsbild der sic! Die bereits erwĂ€hnte Farbe des Covers wurde etwas heller – wie die Farbe zu bezeichnen ist, bleibt erneut Ihnen ĂŒberlassen, wir von der Herausgeberschaft meinen jedenfalls, dies sei «sic!grĂŒn». Mangels Zeit und Sonne konnten wir noch nicht testen, wie sich diese Farbe unter Lichteinfluss verhĂ€lt; wir sind aber gespannt auf Ihre Erfahrungen. Mit den Bildelementen auf der Vorderseite, im Inhaltsverzeichnis und am Anfang eines jeden GefĂ€sses soll die Gliederung der sic! mit modernen Mitteln visualisiert werden.

Was die Gestaltung des Texts angeht, haben wir an den gewohnten drei Spalten festgehalten; auch die Schriftart ist die gleiche geblieben. Nach der PrĂŒfung von Alternativen sind wir erneut zur Überzeugung gelangt, dass sich die sic! gerade wegen dieser Merkmale sehr angenehm und rasch lesen lĂ€sst. Neu ist bei der Gliederung des Textes, dass die |Titel in einer anderen Schrift gedruckt sind. Die Verwendung unterschiedlicher Schrifttypen wurde aber zugunsten eines ruhigen Erscheinungsbildes auf ein paar wenige Punkte beschrĂ€nkt.

Im Rechtsprechungsteil gibt es zwei weitere Neuerungen, auf die wir hinweisen möchten: Die LeitsĂ€tze finden Sie nicht mehr in der Spalte am Rand neben dem Entscheidtext, vielmehr stehen sie neu vor dem Entscheid, womit deren Leserlichkeit erhöht werden sollte. Insbesondere bei lĂ€ngeren Entscheiden sind damit nicht weiter mehrere Seiten umzublĂ€ttern, um die LeitsĂ€tze zu lesen, die dann wieder zurĂŒckzublĂ€ttern sind, um mit dem eigentlichen Entscheidtext anzufangen. Zudem sind im Text der Entscheide neu die ErwĂ€gungsnummern fett gedruckt. Denn Sie sollen sich nicht mehr darĂŒber Ă€rgern, dass Sie einen ganzen Entscheid lesen mĂŒssen, um eine zitierte ErwĂ€gung zu finden.

Ein solches «Redesign» der sic! bedarf einiges an Vorarbeiten; es brauchte etliche VorschlĂ€ge, erhebliche Energie und viel Überzeugungsarbeit, und es brachte auch die eine oder andere Diskussion mit sich, bevor wir es wagten, Ihnen das Resultat vorzulegen. Unserer Meinung nach hat es sich gelohnt! Umso gespannter sind wir aber nun, Ihre Meinungen zu vernehmen.

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung gilt unser Dank all jenen, die sich besonders fĂŒr dieses Projekt eingesetzt haben, sich trotz aller Diskussionen nicht vom Ziel haben abbringen lassen und auch noch ein offenes Ohr fĂŒr vereinzelte Anliegen hatten, als es eigentlich schon zu spĂ€t war. Zu erwĂ€hnen gilt es insbesondere die Redaktionsleiterin Lorenzetta Zaugg, die das Projekt angeregt und bis zum Ende betreut hat, sodann Schulthess Juristische Medien AG, die auf jedes unserer Anliegen im Stile von, «könnte man noch versuchen,  » oder «wĂ€re es nicht eine Idee, wenn  » stets umgehend mit professionellen VorschlĂ€gen und Antworten reagiert haben. Aber auch dem sic-online-Team unter der Leitung unserer Schriftleiterin Barbara Schweizer sei gedankt, denn fĂŒr uns versteht es sich ja von selbst, dass die sic-online das neue Design aufnehmen soll – und so nehmen sie diese Aufgabe nun in Angriff!

Auch im neuen Kleide möchten wir Sie, liebe Leserin und lieber Leser, in der gewohnten Stringenz ĂŒber die sic!-Themen auf dem Laufenden halten. Allen, die dazu in irgendeiner Form beitragen, sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Wir sind uns bewusst, dass wir Ihnen nicht monatlich ein Heft zustellen könnten, wenn wir uns nicht auf starke Haupt- und MittrĂ€ger, einen grosszĂŒgigen verlegerischen Partner, eine zuverlĂ€ssige Redaktions- und Schriftleitung und eine Gruppe von jĂŒngeren, einsatzwilligen Juristinnen und Juristen verlassen könnten, die die eingehenden Urteile laufend bearbeiten. Eine sic! gĂ€be es auch nicht, wenn wir Ihre BeitrĂ€ge, liebe Autorinnen und Autoren, nicht veröffent|lichen dĂŒrften – ebenso wenig, wie wenn uns von der Seite der Leserschaft nicht Monat fĂŒr Monat ein treues Interesse entgegengebracht wĂŒrde. Wir werden weiterhin unser Bestes tun, um Ihre berechtigten AnsprĂŒche befriedigen zu können.

FĂŒr die Herausgeberschaft der sic!

Mathis Berger, Vorsitzender Herausgeber

 

|ChĂšre lectrice, cher lecteur

Depuis 1997, la sic! n’a pas changĂ© d’aspect. Et depuis lors vous vous demandez si sa couleur est un «gris administratif» ou plutĂŽt un «gris-vert». Si vous avez emmenĂ© la sic! en vacances ou l’avez oubliĂ©e au soleil, vous avez dĂ» constater qu’elle avait pris une autre couleur indescriptible. Le numĂ©ro que vous tenez aujourd’hui dans vos mains se prĂ©sente sous un aspect rafraĂźchi. Nous avons essayĂ© de rĂ©aliser les propositions et vƓux qu’ont Ă©mis l’équipe de rĂ©daction, les promoteurs principaux et autres sponsors, l’imprimeur et les Ă©diteurs, et certains d’entre vous. Mais nous ne voulions pas nous dĂ©barrasser de se qui nous Ă©tait familier; toutefois, un vent de modernitĂ© devait souffler sur la sic!. Avant que vous ne jugiez par vous-mĂȘme la question de savoir si cet exercice d’équilibriste est rĂ©ussi, nous voudrions attirer votre attention sur quelques points.

L’orientation de la sic! et la qualitĂ© du traitement de ses contenus restent bien sĂ»r identiques. Toutefois, les contributions Ă  discuter, qui se trouvent dĂ©sormais aprĂšs les articles et avant la jurisprudence, ont changĂ© de place. Ce dĂ©placement tient compte du fait qu’ils constituent gĂ©nĂ©ralement de «petits articles». Nous voulons remercier ici les auteures et les auteurs de ces contributions, qui sont souvent stimulantes et captivantes, pour leur grand engagement. Nous espĂ©rons que ces contributions possĂšderont ainsi une visibilitĂ© accrue, et nous nous rĂ©jouissons d’ores et dĂ©jĂ  s’il en rĂ©sulte que des dĂ©bats sur des sujets importants trouvent place dans la sic!.

Nos autres modifications portent sur l’apparence de la revue. La couleur de la couverture est devenue un peu plus claire – nous vous laissons Ă  nouveau le soin de dĂ©finir cette couleur, nous pensons quant Ă  nous qu’il s’agit du «vert-sic!». Faute de temps et de soleil, nous n’avons pas encore pu tester comment cette couleur se comporte sous l’influence de la lumiĂšre, mais nous sommes impatients de connaĂźtre vos expĂ©riences. Des Ă©lĂ©ments graphiques, notamment dans la table des matiĂšres et au dĂ©but de chaque chapitre, doivent permettre de visualiser la structure de la sic! par des moyens modernes.

En ce qui concerne la disposition du texte, nous avons maintenu les trois colonnes habituelles; la police des caractĂšres est restĂ©e la mĂȘme. AprĂšs examen des alternatives, nous avons acquis la conviction que c’est prĂ©cisĂ©ment en raison de ces caractĂ©ristiques que la sic! se lit de maniĂšre trĂšs agrĂ©able et rapide. Dans la disposition du texte, nous avons introduit une autre Ă©criture pour les titres. L’utilisation de diffĂ©rentes polices de caractĂšres a Ă©tĂ© toutefois limitĂ©e Ă  cer|tains points peu nombreux, pour favoriser une visualisation aisĂ©e.

Nous voulons attirer votre attention sur deux autres nouveautés dans la partie «jurisprudence»: les résumés des considérants ne sont plus dans la marge à cÎté du texte de la décision, mais sont désormais placés avant la décision. Nous voulons ainsi en améliorer la lisibilité. En présence de décisions plus longues en particulier, la lecture des résumés des considérants ne nécessite plus de feuilleter plusieurs pages, puis de revenir en arriÚre pour lire le texte de la décision. De plus, les numéros des considérants sont désormais imprimés en gras dans le texte des décisions; vous ne devrez plus vous énerver de devoir parcourir une décision en entier pour trouver le considérant cité.

Une telle modification du «design» de la sic! nĂ©cessite de nombreux travaux prĂ©alables. Nous avons eu besoin de nombreuses propositions, de pas mal d’énergie et de beaucoup de travail de conviction, et quelques discussions ont eu lieu avant que nous nous risquions de vous prĂ©senter le rĂ©sultat. Nous sommes d’avis que cela en a valu la peine! Nous sommes maintenant d’autant plus impatients de connaĂźtre votre opinion.

Nos remerciements vont Ă  tous ceux et celles qui se sont particuliĂšrement engagĂ©s pour ce projet, qui, malgrĂ© toutes les discussions, ne se sont pas laisser dĂ©vier du but, et qui avaient encore une oreille ouverte pour les demandes individuelles, mĂȘme lorsqu’il Ă©tait en principe dĂ©jĂ  trop tard pour cela. Nous pouvons en particulier mentionner Lorenzetta Zaugg, directrice de la rĂ©daction, qui est l’initiatrice du projet et qui l’a conduit Ă  terme, de mĂȘme que Schulthess MĂ©dias Juridiques SA, qui ont toujours rĂ©agi avec des rĂ©ponses professionnelles Ă  nos demandes du genre de «ne pourrait-on pas aussi essayer,  » ou «ne serait-il pas une idĂ©e de  ». Mais nous devons aussi remercier l’équipe de sic-online, sous la direction de notre rĂ©dactrice en chef Barbara Schweizer, car il coule de source pour nous que la sic-online va reprendre le nouveau design, et c’est pourquoi ils se sont attelĂ©s Ă  cette tĂąche!

ChĂšres lectrices, chers lecteurs, ce changement de look ne modifie en rien la rigueur avec laquelle nous voulons vous tenir informĂ©s dans les domaines qui sont ceux de la sic!. Nous remercions ici cordialement tous ceux qui y contribuent Ă  un titre ou Ă  un autre. Nous sommes conscients que nous ne pourrions pas vous remettre mensuellement un fascicule si nous ne pouvions pas compter sur de puissants sponsors, sur une maison d’édition gĂ©nĂ©reuse, sur une direction de rĂ©daction efficace et sur un groupe de jeunes juristes de bonne volontĂ© qui travaillent les jugements qui nous parviennent. ChĂšres auteures, chers auteurs, la sic! n’existerait pas non plus si nous ne pouvions pas publier vos contributions, il en serait de mĂȘme si nos lecteurs ne nous portaient |pas mois pour mois un intĂ©rĂȘt fidĂšle. Nous continuerons Ă  l’avenir de faire de notre mieux pour satisfaire vos exigences lĂ©gitimes.

Pour les directeurs de la publication

Mathis Berger, Président

2011 Ausgabe 1



Mathis Berger

|Liebe Leserin, lieber Leser

Ein weiterer vollstĂ€ndiger Jahrgang der sic! steht auf Ihrem Regal, liebe Leserin und lieber Leser, und schon halten Sie das erste Heft des neuen, 12. Jahrgangs in der Hand. Dass die Produktion von gedruckten Fachzeitschriften im Internetzeitalter keine SelbstverstĂ€ndlichkeit mehr ist, haben Sie sicherlich auch schon gehört. Die Herausgeberschaft diskutiert unterschiedliche Aspekte dieser Herausforderung anlĂ€sslich jeder Sitzung mit unserem Verleger, dem Schulthess Verlag. Ein wichtiger Punkt ist dabei die schleichende Erosion der Abonnementszahlen, die – finanziell betrachtet – durch steigende Zugriffszahlen auf Swisslex nur teilweise kompensiert werden. Ein anderes, vor allem fĂŒr die Leserschaft erfreuliches Thema ist sodann der stete Ausbau der vom Institut fĂŒr geistiges Eigentum betriebenen Internetseite www.sic-online.ch, der parallel zum umfassenden Angebot der sic! auf Swisslex erfolgt. Auf diesem Portal wird nicht nur eine ausgezeichnete Suchfunktion angeboten; Sie finden dort auch gewisse BeitrĂ€ge im Volltext. Neu können das Entscheidregister und die Bibliographie sogar nach unterschiedlichen Parametern sortiert und die LeitsĂ€tze der Entscheidungen angeklickt werden. Angedacht ist zudem, den Veranstaltungskalender online zu schalten, um Ihnen damit fĂŒr den Besuch oder die Organisation von Veranstaltungen ein effizientes Hilfsmittel in die Hand zu geben.

Inhaltlich – dessen sind wir uns bewusst – kann die sic! Sie aber so oder anders nur ĂŒberzeugen, wenn der Inhalt höchsten QualitĂ€tsansprĂŒchen genĂŒgt. Was wir darunter verstehen, mag der Aufsatz in dieser Nummer zeigen: Werner Stieger setzt sich konzis mit ganz zentralen Fragen rund um das Bundespatentgericht auseinander. Die Diskussion um die vielfĂ€ltigen praktischen Probleme wird damit prominent lanciert und teilweise auch vorweggenommen. Klarheit zu schaffen, bevor die Probleme in der Praxis auftauchen, ist denn auch ein hoher Anspruch; er rechtfertigt es, eine Ausnahme von der Regel zu machen und bei diesem wichtigen Thema etwas mehr Platz zur VerfĂŒgung zu stellen als sonst.

Um allgemein die angestrebte QualitĂ€t zu erreichen, sind wir ganz zentral auf die Leistung von Autoren und anderen Mitwirkenden angewiesen. Ihnen allen sei an dieser Stelle unser grosser Dank ausgesprochen. Neben den Autoren sind dies das Team von Redaktorinnen und Redaktoren, die Redaktions- und Schriftleitung, das IGE sowie Verlag und Druckerei. Schliesslich sei unseren Haupt- und MittrĂ€gern gedankt, die uns die unabding|baren finanziellen Mittel freundlicherweise auch in Zeiten der Krise zur VerfĂŒgung stellen.

Wir werden alles tun, um Sie auch weiterhin von der sic! zu ĂŒberzeugen. Wenn Sie Anregungen haben, haben wir dafĂŒr gerne ein offenes Ohr.

FĂŒr die Herausgeberschaft der sic!

Mathis Berger, Vorsitzender Herausgeber

 

|ChĂšre lectrice, cher lecteur

ChĂšres lectrices et chers lecteurs, une nouvelle annĂ©e complĂšte de la sic! occupe votre bibliothĂšque et voilĂ  que vous tenez dĂ©jĂ  entre vos mains le premier numĂ©ro de la nouvelle annĂ©e, la 12Ăšme. Vous avez certainement dĂ©jĂ  entendu que la production de revues spĂ©cialisĂ©es sous forme imprimĂ©e n’est plus une Ă©vidence Ă  l’époque d’Internet. Les directeurs de la publication discutent les divers aspects de ce dĂ©fi Ă  l’occasion de chaque sĂ©ance avec notre Ă©diteur, la maison Schulthess. Un point important tient dans la lente Ă©rosion du nombre des abonnĂ©s, qui n’est que partiellement compensĂ©e – du point de vue financier – par l’augmentation des accĂšs par Swisslex. Le dĂ©veloppement constant du site Internet www.sic-online.ch par l’Institut de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle en parallĂšle Ă  l’offre complĂšte de la sic! sur Swisslex est un sujet de rĂ©jouissance en particulier pour les lecteurs. On y trouve non seulement une excellente fonction de recherche, mais aussi certaines contributions en texte intĂ©gral. Depuis peu, le registre des dĂ©cisions et la bibliographie peuvent mĂȘme ĂȘtre triĂ©s selon des paramĂštres diffĂ©rents, avec la possibilitĂ© de visionner les rĂ©sumĂ©s des dĂ©cisions. En outre, on envisage de mettre en ligne les annonces de manifestations, pour vous permettre de connaĂźtre ou d’annoncer des manifestations.

Nous sommes conscients que la sic! ne peut convaincre que si son contenu satisfait aux plus hautes exigences de qualitĂ©. L’article du prĂ©sent numĂ©ro peut vous montrer ce que nous entendons par lĂ : Werner Stieger aborde de maniĂšre concise des questions centrales concernant le Tribunal fĂ©dĂ©ral des brevets, ouvre la discussion et anticipe les problĂšmes. Eclaircir les questions avant que les problĂšmes n’apparaissent dans la pratique rĂ©pond assurĂ©ment Ă  une exigence Ă©levĂ©e. Il se justifie ainsi de donner Ă  ce sujet important plus de place que d’habitude.

Pour atteindre nos objectifs de qualitĂ©, nous sommes dĂ©pendants du travail des auteurs et des autres collaborateurs. Nous leur adressons Ă  tous nos plus vifs remerciements. Outre les auteurs, il s’agit de l’équipe de rĂ©dactrices et de rĂ©dacteurs, des directeurs de la publication, de l’IPI, ainsi que de la maison d’édition et de l’imprimerie. Nos remerciements s’adressent aussi Ă  nos soutiens et sponsors, qui mettent aimablement Ă  notre disposition les moyens financiers nĂ©cessaires en temps de crise Ă©galement.

|Nous ferons tout pour que la sic! continue Ă  recevoir votre adhĂ©sion Ă  l’avenir Ă©galement. Nous nous tenons volontiers Ă  votre disposition pour recueillir vos suggestions.

Pour les directeurs de la publication

Mathis Berger, Président

2010 Ausgabe 1



Felix H. Thomann

|Liebe Leserin, lieber Leser

Durchs vergangene Jahr hindurch durften wir Sie wieder Monat fĂŒr Monat mit einer Ausgabe der sic! begleiten. Wir danken Ihnen fĂŒr Ihre Treue!

Als Herausgeber sind wir uns bewusst, dass die sic! eine Vorgeschichte, auf die aufgebaut, und eine eigene Geschichte, an der tagtĂ€glich weitergebaut wird, hat. Im vergangenen Jahr ist mit Dr. Christian Englert eine zentrale Person aus der Vorgeschichte der sic! von uns gegangen, die sich um die VorgĂ€ngerpublikation «Schweizerische Mitteilungen zum ImmaterialgĂŒterrecht (SMI)» grosse Verdienste erworben hat. Wir nehmen dies zum Anlass inne zu halten, um einen Blick zurĂŒck zu werfen. Die nachstehenden Worte von Felix H. Thomann sind geprĂ€gt von der grossen WertschĂ€tzung fĂŒr den Verstorbenen, die sicherlich alle teilen, die Dr. Christian Englert gekannt haben.

Gleichzeitig möchten wir dieses Gedenken zum Anlass nehmen, all jenen ganz herzlich zu danken, die in irgend einer Form zum Erfolg der heutigen sic! beigetragen haben und auch weiter beizutragen bereit sind.

Die Herausgeberschaft

Dr. Christian Englert (1928–2008)

Als im Sommer 1997 die erste Nummer der sic! erschien, wĂŒrdigte das Herausgeberkollegium in seinem Editorial die TĂ€tigkeit der Kommission, welche die VorgĂ€ngerpublikation SMI (Schweizerische Mitteilungen ĂŒber ImmaterialgĂŒterrecht) seit 1981 redigiert hatte. Da war von Beharrlichkeit und Ausdauer die Rede, von unablĂ€ssigem BemĂŒhen um BeitrĂ€ge und Rezensionen, von einem hartnĂ€ckigen Jagen nach Urteilen aller Instanzen. Die Redaktionsarbeit war in der Tat vor allem in den ersten Jahren viel mĂŒhsamer gewesen, als man sich dies heute vorstellen kann: Gesetze und Entscheide wurden nur in Druckform publiziert, Entscheide der Unterinstanzen waren oft schwierig aufzufinden, und von einer sekundenschnellen ZugĂ€nglichkeit ĂŒber den Computerbildschirm wagten nur VisionĂ€re zu trĂ€umen. Umso höher war die Arbeit des Mannes zu schĂ€tzen, welcher die Arbeit der Redaktionskommission als PrĂ€sident wĂ€hrend der gesamten 16 Jahre ihrer Existenz mit der ihm eigenen Mischung von Konzilianz und Bestimmtheit geprĂ€gt hatte: Christian Englert, der am 25. Oktober 2008 im Alter von 80 Jahren gestorben ist.

Die Erinnerungen des Verfassers an Christian Englert gehen nahezu 50 Jahre zurĂŒck: Der 1928 in St. Mo|ritz Geborene hatte nach Studien der Philosophie und der Rechtswissenschaften an den UniversitĂ€ten Fribourg, Rom und Genf in der RhĂŽnestadt das Lizenziat der Rechte erworben und dann wĂ€hrend mehrerer Jahre in der Romandie gearbeitet, bevor er seine von Professor Pierre Jean Pointet betreute rechtsvergleichende Dissertation ĂŒber die Arbeitnehmererfindung in Angriff nahm. Diese Arbeit fĂŒhrte ihn in das juristische Seminar am Basler MĂŒnsterplatz, wo wir uns Ende der FĂŒnfzigerjahre zum ersten Mal begegneten. Es folgte bald eine Zeit des tĂ€glichen Kontakts wĂ€hrend des Volontariats am Zivilgericht Basel-Stadt und, nach dem Advokaturexamen im Jahre 1962 bis zu Christian Englerts RĂŒckzug aus der Praxis im Jahre 1998, 35 Jahre gleichzeitige AnwaltstĂ€tigkeit, die uns vor allem auf den Gebieten des ImmaterialgĂŒter- und Wettbewerbsrechts – meistens auf entgegengesetzten Seiten – immer wieder zusammenfĂŒhrte.

Christian Englert wurde innert weniger Jahre zu einem wahren Spezialisten, der das Recht des geistigen Eigentums und des Wettbewerbs mit Hingabe praktizierte; dabei fĂŒhlte er sich in der Beratung wie in der ProzessfĂŒhrung gleichermassen zu Hause. Dass sein Interesse nicht nur dem anwaltlichen «TagesgeschĂ€ft» galt, bezeugen seine zahlreichen Publikationen, von denen die kommentierte Textausgabe des Patentgesetzes – das erste Buch dieser Art im ImmaterialgĂŒterrecht – besonders hervorzuheben ist. Neben seiner TĂ€tigkeit als Rechtsanwalt diente Christian Englert auch der Öffentlichkeit: Ab 1993 amtierte er in seinem Wohnsitzkanton Basel-Landschaft wĂ€hrend mehrerer Jahre als Richter und VizeprĂ€sident des Verwaltungsgerichts, und er bewies dort seine Vielseitigkeit in Feldern, die weit weg von seinen anwaltlichen Schwerpunktgebieten lagen.

Der Verstorbene gehörte aber nicht zu den Juristen, die in ihrem Beruf völlig aufgingen; er fand insbesondere Zeit fĂŒr die Musik als begeisterter und begabter Cellist sowie als Förderer und Vorstandsmitglied der Freien Musikschule Gellert in Basel. Auch die bildende Kunst und die Literatur lagen ihm am Herzen, und er wurde nach seinem Ausscheiden aus der Berufsarbeit zum Autor und Lyriker, der zwei GedichtbĂ€nde und zwei Prosawerke veröffentlichte.

Christian Englert suchte nie das Rampenlicht; er zog es vor, im Hintergrund und in der Stille zu wirken, und so leistete er auch seine jahrelange, wertvolle Redaktionsarbeit fĂŒr die SMI. Die Leserschaft der Nachfolgepublikation sic! hat allen Anlass, sich seiner dankbar zu erinnern.

Felix H. Thomann, Basel

 

|ChĂšre lectrice, cher lecteur

Nous avons eu Ă  nouveau le plaisir de vous accompagner tout au long de l’annĂ©e avec chaque parution de la sic! et nous vous remercions de votre fidĂ©litĂ©.

En tant qu’éditeurs, nous sommes conscients que la sic! s’est appuyĂ©e sur un passĂ©, et qu’elle possĂšde aussi sa propre histoire, qui Ă©volue jour aprĂšs jour. Avec le dĂ©cĂšs de Christian Englert, en 2008, une figure centrale des annĂ©es qui ont prĂ©cĂ©dĂ© la fondation de la sic! nous a quittĂ©. Il avait grandement ƓuvrĂ© Ă  l’ancienne «Revue Suisse de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (RSPI)». Cela nous incite Ă  nous recueillir, pour jeter un regard sur notre passĂ©. Par les paroles qui suivent, Felix H. Thomann nous fait part de la grande estime qu’il avait pour le dĂ©funt; tous ceux qui avaient cĂŽtoyĂ© Christian Englert partageront certainement son sentiment.

Nous voudrions Ă©galement saisir cette occasion pour remercier tous ceux qui ont contribuĂ© d’une maniĂšre ou d’une autre au succĂšs de la sic! dans sa forme actuelle, et tous ceux qui sont prĂȘts Ă  le faire Ă  l’avenir.

Les éditeurs

Dr. Christian Englert (1928–2008)

Lors de la parution du premier numĂ©ro de la sic! en Ă©tĂ© 1997, l’éditorial avait rendu hommage Ă  l’activitĂ© de la commission qui s’était occupĂ©e depuis 1981 de la rĂ©daction de la Revue Suisse de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (RSPI), qui avait prĂ©cĂ©dĂ© la sic! On parlait alors de «la persĂ©vĂ©rance et de l’endurance», de «la recherche incessante d’articles, de compte-rendus», d’une «chasse acharnĂ©e aux jugements de toutes les instances». Surtout durant les premiĂšres annĂ©es en effet, le travail de rĂ©daction Ă©tait beaucoup plus difficile que ce que l’on peut imaginer aujourd’hui: les lois et les jugements n’étaient publiĂ©s que sous forme imprimĂ©e, les dĂ©cisions des instances infĂ©rieures Ă©taient souvent difficilement trouvables, et seuls les visionnaires osaient rĂȘver d’un accĂšs instantanĂ© Ă  ces informations sur un Ă©cran d’ordinateur. On devait alors apprĂ©cier d’autant le travail de l’homme qui avait prĂ©sidĂ© la commission de rĂ©daction durant la totalitĂ© de ses seize annĂ©es et qui en avait marquĂ© le travail avec un mĂ©lange d’esprit conciliant et de dĂ©termination qui lui Ă©tait propre: Christian Englert est dĂ©cĂ©dĂ© le 25 octobre 2008 Ă  l’ñge de 80 ans.

Mes souvenirs de Christian Englert remontent Ă  presque 50 ans: nĂ© en 1928 Ă  St. Moritz, il avait fait des Ă©tudes de philosophie et de droit dans les universitĂ©s de |Fribourg, Rome et GenĂšve, oĂč il acquit sa licence en droit. Il avait ensuite travaillĂ© durant plusieurs annĂ©es en Suisse romande avant de commencer une thĂšse de droit comparĂ© sur les inventions du travailleur, sous la direction du Professeur Pierre Jean Pointet. Ce travail l’a conduit au sĂ©minaire de droit au MĂŒnsterplatz Ă  BĂąle, oĂč nous nous sommes rencontrĂ©s pour la premiĂšre fois Ă  la fin des annĂ©es 50. Suivit alors une Ă©poque de contacts quotidiens durant le stage auprĂšs du Tribunal civil de BĂąle-Ville et – aprĂšs les examens d’avocat en 1962 jusqu’au moment oĂč Christian Englert s’est retirĂ© de la vie professionnelle en 1998 – 35 annĂ©es d’activitĂ© d’avocat qui nous ont toujours plus rapprochĂ©s, en particulier dans le domaine des droits immatĂ©riels et de la concurrence, gĂ©nĂ©ralement du cĂŽtĂ© opposĂ©.

En quelques annĂ©es, Christian Englert est devenu un vĂ©ritable spĂ©cialiste qui pratiquait le droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle et de la concurrence avec passion. Il Ă©tait autant Ă  l’aise dans les consultations que dans les procĂšs. Son intĂ©rĂȘt ne se limitait pas seulement Ă  l’activitĂ© quotidienne de l’avocat, ainsi qu’en attestent de nombreuses publications, parmi lesquelles une Ă©dition annotĂ©e de la loi sur les brevets d’invention – premier livre du genre en droit de la propriĂ©tĂ© intellectuelle. En plus de son activitĂ© d’avocat, Christian Englert s’est aussi mis au service de la collectivitĂ©: il exerça dĂšs 1993 et pendant plusieurs annĂ©es la fonction de juge et de vice-prĂ©sident du Tribunal administratif de son canton de domicile, BĂąle-Campagne, et y prouva sa polyvalence dans des domaines qui Ă©taient Ă©loignĂ©s de ceux qu’il pratiquait principalement comme avocat.

Le dĂ©funt ne faisait toutefois pas partie des juristes qui s’investissent entiĂšrement dans leur profession. Il trouvait du temps en particulier pour la musique, comme violoncelliste passionnĂ© et douĂ©, et comme mĂ©cĂšne et membre du comitĂ© de la «Freie Musikschule Gellert» Ă  BĂąle. La littĂ©rature et les beaux-arts lui tenaient Ă©galement Ă  cƓur. AprĂšs son retrait de l’activitĂ© professionnelle, il devint auteur et poĂšte en publiant deux volumes de poĂšmes et deux Ɠuvres de prose.

Christian Englert n’a jamais cherchĂ© les feux de la rampe; il prĂ©fĂ©rait rester en retrait pour agir dans la tranquillitĂ©. C’est ainsi qu’il a fourni un prĂ©cieux travail de rĂ©dacteur pour la RSPI, des annĂ©es durant. Les lecteurs de la sic! ont toutes les raisons de se le remĂ©morer avec reconnaissance.

Felix H. Thomann, BĂąle

2009 Ausgabe 1



Mathis Berger

|Im vergangenen Jahr durften wir unser Zehn-Jahr-JubilĂ€um mit zwei AnlĂ€ssen feiern: Im Mai haben wir ein Ausbildungswochenende fĂŒr unsere Redaktorinnen und Redaktoren in MĂŒnchen als Gast des Max-Planck-Instituts durchgefĂŒhrt; und im September konnten wir Sie alle zu unserer wissenschaftlichen JubilĂ€umsveranstaltung ins neue GebĂ€ude des IGE einladen. Mit Genugtuung und Freude dĂŒrfen wir heute feststellen, dass beide AnlĂ€sse ein Erfolg waren. Sie werden auch im neuen Jahr Auswirkungen zeitigen:

Das Redaktorenwochenende wurde vornehmlich zu Ausbildungszwecken genutzt. Angeregt diskutiert worden ist, wie Entscheide richtig bearbeitet und insbesondere LeitsĂ€tze geschrieben werden, damit sie möglichst effizient möglichst viel Information vermitteln. Die daraus hervorgegangenen Erkenntnisse fliessen in neu gefasste Richtlinien fĂŒr die Redaktoren ein und sollen Ihnen als Leserinnen und Lesern damit unmittelbar zum Nutzen gereichen. KĂŒnftig wollen wir jedes Jahr mit den Redaktorinnen und Redaktoren ein kleines «Brush-up» mit anschliessendem ApĂ©ro durchfĂŒhren, um die QualitĂ€t zu erhalten und laufend noch zu steigern.

Besonders freut uns, dass wir Ihnen die VortrĂ€ge, die an der wissenschaftlichen Tagung im September gehalten worden sind, im FrĂŒhjahr in Form einer Sondernummer zukommen lassen dĂŒrfen – sĂ€mtliche Referenten haben sich zu einer Mitwirkung bereit erklĂ€rt. Ohne die grosszĂŒgige UnterstĂŒtzung durch das IGE, die AIPPI und den Verlag Schulthess wĂ€ren weder die Tagung noch die Sondernummer möglich geworden. Allen Mitwirkenden gebĂŒhrt an dieser Stelle ein grosser Dank!

FĂŒr den 11. Jahrgang der sic! haben wir auch eine inhaltliche Neuerung vorgesehen. Sie betrifft die Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts in Markensachen. Wie Sie wissen, veröffentlicht das Bundesverwaltungsgericht sĂ€mtliche Entscheidungen auf seiner Website. Im Rahmen der sic!-Printausgabe nochmals abzubilden, was schon online verfĂŒgbar ist, scheint uns wenig Sinn zu ergeben. Vor diesem Hintergrund haben wir das richtige VerhĂ€ltnis von Online- und Print-Publikationen gesucht und eine Lösung gewĂ€hlt, die im Rahmen stĂ€ndig wachsender digitaler Informationsvermitt|lung hoffentlich wegweisend werden wird: Unser Mitherausgeber Eugen Marbach hat sich bereit erklĂ€rt, die markenrechtlichen Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts einer «Triage» zu unterziehen, um jene publikationswĂŒrdigen herauszufiltern, welche in gewohnter Form in der sic!-Printausgabe erscheinen sollen. Die anderen Entscheidungen wird er in tabellarischer Form zusammenfassen, sodass Sie mit der sic! auch kĂŒnftig ĂŒber sĂ€mtliche Entscheidungen informiert bleiben. Eugen Marbach danken wir schon im Voraus herzlich fĂŒr seinen wertvollen Einsatz!

Wie Sie sehen, sind wir dem allerersten Vorwort der sic! treu geblieben: panta rhei – alles fliesst! Auch kĂŒnftig sind wir bestrebt, Ihren Vorstellungen entsprechen zu können und uns den sich laufend verĂ€ndernden Gegebenheiten anzupassen. Dies gelingt uns aber nur, wenn Sie uns Ihre Anliegen auch mitteilen. Wir werden – gestĂŒtzt auf die hervorragende Zusammenarbeit mit grosszĂŒgigen Partnern, einem schlagkrĂ€ftigen Team von Redaktorinnen und Redaktoren sowie einer verlĂ€sslichen Schrift- und Redaktionsleitung – alles tun, um Ihren Anforderungen gerecht zu werden. Ihnen allen danken wir fĂŒr die fruchtbaren ersten zehn Jahre und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen die Zukunft in Angriff zu nehmen.

FĂŒr die Herausgeberschaft

Mathis Berger

 

|L’annĂ©e derniĂšre, deux Ă©vĂ©nements ont marquĂ© le jubilĂ© cĂ©lĂ©brant nos dix ans d’existence: en mai, nous avions organisĂ© Ă  Munich un week-end de formation pour nos rĂ©dacteurs et rĂ©dactrices comme invitĂ©s Ă  l’Institut Max-Planck; en septembre, nous vous avions conviĂ©s Ă  notre journĂ©e scientifique du jubilĂ© dans les nouveaux bureaux de l’IPI. C’est avec joie et satisfaction que nous pouvons constater aujourd’hui que ces deux manifestations ont eu non seulement un succĂšs, mais qu’elles auront Ă©galement des effets positifs pour l’annĂ©e Ă  venir:

Le week-end des rĂ©dacteurs a Ă©tĂ© essentiellement mis Ă  profit Ă  des fins de formation. Un dĂ©bat animĂ© a Ă©tĂ© menĂ© sur la façon de traiter les dĂ©cisions et en particulier de rĂ©diger les chapeaux d’arrĂȘts de telle sorte qu’ils puissent transmettre le plus d’information possible. Les enseignements tirĂ©s ont Ă©tĂ© intĂ©grĂ©s dans les nouvelles directives rĂ©digĂ©es Ă  l’attention des rĂ©dacteurs et dont vous, lecteurs et lectrices, pourrez directement apprĂ©cier les rĂ©sultats. Nous souhaitons Ă  l’avenir organiser avec les rĂ©dacteurs et rĂ©dactrices des petites sĂ©ances de «mise Ă  jour» ponctuĂ©es d’un apĂ©ritif afin de garantir un degrĂ© Ă©levĂ© de qualitĂ©.

Nous nous rĂ©jouissons en particulier de vous remettre ce printemps un numĂ©ro spĂ©cial contenant toutes les confĂ©rences tenues en septembre lors de la journĂ©e scientifique – tous les confĂ©renciers ont Ă©tĂ© d’accord de participer Ă  ce projet. Ni la journĂ©e ni le numĂ©ro spĂ©cial n’auraient vu le jour sans le soutien gĂ©nĂ©reux de l’IPI, de l’AIPPI et des Editions Schulthess. Un grand merci Ă  tous les intervenants!

Pour la 11e annĂ©e de parution de la revue sic!, nous avons prĂ©vu une modification de son contenu. Cette nouveautĂ© concerne les dĂ©cisions du Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral rendues en matiĂšre de marques. Comme vous le savez, le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral publie toutes ses dĂ©cisions sur son site Internet. Nous estimons qu’il n’y a pas d’intĂ©rĂȘt Ă  reproduire dans la revue sic! ce qui est dĂ©jĂ  accessible en ligne. A cet Ă©gard nous avons recherchĂ© un compromis Ă©quilibrĂ© entre les publications accessibles en ligne et celles publiĂ©es sur support imprimĂ© et choisi une solution qui, nous l’espĂ©rons, ouvrira des perspectives face Ă  l’augmentation des canaux digitaux d’information: |notre co-directeur de la publication, Eugen Marbach, s’est montrĂ© disposĂ© Ă  trier les dĂ©cisions rendues par le Tribunal administratif fĂ©dĂ©ral en matiĂšre de marques et de ne retenir que celles mĂ©ritant d’ĂȘtre publiĂ©es dans la revue sic! dans la forme habituelle que nous connaissons. Les autres dĂ©cisions seront rĂ©sumĂ©es sous forme de tableaux afin que vous puissiez en ĂȘtre informĂ©s. Nous remercions d’ores et dĂ©jĂ  chaleureusement Eugen Marbach pour sa prĂ©cieuse collaboration!

Vous le constaterez, nous sommes restĂ©s fidĂšles au premier Ă©dito publiĂ© dans la revue sic!: panta rhei – tout est en mouvement! Nous nous efforcerons Ă©galement Ă  l’avenir de rĂ©pondre Ă  vos attentes et de nous adapter constamment aux circonstances. Cela ne peut rĂ©ussir que si vous nous faites part de vos exigences. Nous mettrons tout en Ɠuvre pour les satisfaire tout en comptant sur l’excellente collaboration de nos gĂ©nĂ©reux partenaires, notre Ă©quipe efficace de rĂ©dactrices et rĂ©dacteurs de mĂȘme que de la direction juridique et administrative de la rĂ©daction. Nous vous remercions pour ces dix premiĂšres annĂ©es fructueuses et nous rĂ©jouissons d’aborder l’avenir en votre compagnie.

Au nom des directeurs de la publication

Mathis Berger

2008 Ausgabe 1