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Rechtsprechung / Jurisprudence
Die Anforderungen an die Glaubhaftmachung hĂ€ngen von der Schwere des verlangten vorsorglichen Eingriffs in die HandlungssphĂ€re des Beklagten ab. Wenn die beantragten vorsorglichen Massnahmen die Beklagte schwer beeintrĂ€chtigen, sind die Anforderungen höher als wenn die Beklagte – namentlich im Rahmen von blossen Sicherungsmassnahmen – nur gering beeintrĂ€chtigt wird (E. 7).

sic! 2022 Ausgabe 6



Ein Rechtsbegehren, umschrieben in Bild und Text, ist genĂŒgend bestimmt, soweit Bild und Text als Einheit verstanden werden und der Text eine konkretisierende Beschreibung des Bildes darstellt (E. 1.2).

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Wettbewerbsbehörden steht bei der Veröffentlichung von Entscheiden ein Ermessen zu. Die Ziele der Veröffentlichung von VerfĂŒgungen der WEKO sind höher zu gewichten als der Persönlichkeitsschutz von juristischen Personen. Die Offenlegung der IdentitĂ€t der Verfahrensparteien im Lauftext verstösst weder gegen das VerhĂ€ltnismĂ€ssigkeitsprinzip noch gegen den Schutz der PrivatsphĂ€re (E. 4.5, 4.6).

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Die Untersuchung im Sinne von Art. 49a Abs. 3 lit. b KG und Art. 27 KG wird auch bei mehreren involvierten Unternehmen nur einmal eröffnet und bezieht sich auf eine bestimmte WettbewerbsbeschrĂ€nkung. Auch aus PraktikabilitĂ€tsgrĂŒnden und aus Überlegungen der Rechtsgleichheit erscheint es sachgerecht, dass der Zeitpunkt gegenĂŒber allen Unternehmen, die der WettbewerbsbeschrĂ€nkung verdĂ€chtigt werden, einheitlich bestimmt wird, auch wenn das Verfahren auf einige erst spĂ€ter ausgedehnt wird. Der massgebliche Zeitpunkt fĂŒr die AnknĂŒpfung der Frist von Art. 49a Abs. 3 lit. b KG ist die Eröffnung einer Untersuchung und insoweit tatbezogen und nicht unternehmensbezogen auszulegen (E. 4, 5).

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ZGB 28 I; UWG 3 I a.

Erscheint die Form einer Darstellung oder die Art und Weise einer Mitteilung unnötig verletzend, etwa durch Verspotten oder VerĂ€chtlichmachen, ist eine Verletzung des Persönlichkeits- und Lauterkeitsrechts auch ungeachtet des Vorliegens einer ĂŒberprĂŒfbaren Tatsachenbasis zu bejahen (E. III.4.i–iii).

ZGB 28 II; UWG 3 I a.

Der Rechtfertigungsgrund des «öffentlichen Interesses» findet seine Grenze dort, wo die sachliche Form massgeblich nicht mehr gewahrt ist und eine Kritik unnötig verletzend ist. Allein der Zweck, durch eine Provokation zusĂ€tzliche Aufmerksamkeit zur erheischen, vermag eine erfolgte Verletzung nicht zu rechtfertigen (E. III.4.ii–iii).

ZGB 28 II; UWG 3 I a.

Der Rechtfertigungsgrund der Satire entfĂ€llt, wenn ein humorvoller oder kĂŒnstlerischer Hintergrund nicht erkennbar ist, etwas Indirektes oder Ästhetisches fehlt und keine Mehrdeutigkeit erfolgt, sondern lediglich Polemik oder SchmĂ€hkritik vorliegt (E. III.4.ii–iii).

CC 28 I; LCD 3 I a.

DĂšs lors que la forme d’une prĂ©sentation ou la maniĂšre dont un message est communiquĂ© sont inutilement blessants, par exemple en raison de moqueries ou de mĂ©pris, une atteinte au droit de la personnalitĂ© et au droit de la concurrence dĂ©loyale doit ĂȘtre admise, nonobstant l’existence d’une base factuelle vĂ©rifiable (consid. III.4.i-iii).

CC 28 II; LCD 3 I a.

Le motif de «l’intĂ©rĂȘt public «atteint ses limites lorsque la forme objective n’est plus respectĂ©e et qu’une critique est inutilement blessante. Le seul objectif de vouloir attirer l’attention par une provocation ne saurait justifier une atteinte (consid. III.4.ii-iii).

CC 28 II; LCD 3 I a.

Le motif de la satire n’est plus justifiable dĂšs lors que l’aspect humoristique ou artistique, tout comme le caractĂšre indirect ou esthĂ©tique, font dĂ©faut et qu’aucune ambigĂŒitĂ© n’est induite mais qu’au contraire, la polĂ©mique ou le dĂ©nigrement priment (consid. III.4.ii-iii).

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Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2022 Ausgabe 5



BV 30 I.

Ein Gericht ohne besondere technische Sachkunde braucht in einem patentrechtlichen Fall kein technisches Gutachten einzuholen, wenn die relevanten technischen Begriffe auch ohne besonderes technisches VerstĂ€ndnis bestimmt werden können oder es nur um die Frage geht, ob ein technischer Ausdruck in der ursprĂŒnglich eingereichten Patentanmeldung ĂŒberhaupt erwĂ€hnt wurde (E. 5.2–5.2).

PatG 58 II.

Werden im Verlauf des PrĂŒfverfahrens bei einer Patentanmeldung abhĂ€ngige PatentansprĂŒche eingefĂŒgt, die eine neue Verwendung eines unabhĂ€ngigen Anspruchs zur Erzeugung bestimmter Effekte vorsehen (hier: Kernenergie, Wirbelströme und eine brennbare ZĂŒndung) und wird die Beschreibung dahingehend abgeĂ€ndert, dass neue Effekte (hier: entzĂŒnden statt verglĂŒhen) und neue Verwendungen (hier: eine Nutzung der Erfindung «im Piktometerradius pm» sowie die Verwendung einer «Nullwiderstand-Besselfunktion») beschrieben werden, ohne dass diese Merkmale in der ursprĂŒnglichen Anmeldung offenbart wurden, geht die Patentanmeldung unzulĂ€ssig ĂŒber die ursprĂŒngliche Anmeldung hinaus (E. 6.3–6.5).&cbr;

Cst. 30 I.

Un tribunal sans compĂ©tence technique particuliĂšre n’est pas tenu de demander une expertise technique dans une affaire de brevet si les termes techniques pertinents peuvent ĂȘtre dĂ©terminĂ©s sans comprĂ©hension technique spĂ©cifique ou s’il doit se prononcer uniquement pour dĂ©terminer si un terme technique a Ă©tĂ© mentionnĂ© dans la demande de brevet dĂ©posĂ©e Ă  l’origine (consid. 5.2-5.2).

LBI 58 II.

Si, au cours de la procĂ©dure d’examen d’une demande de brevet, des revendications dĂ©pendantes prĂ©voyant une nouvelle utilisation d’une revendication indĂ©pendante en vue de produire certains effets sont ajoutĂ©es (en l’espĂšce: Ă©nergie nuclĂ©aire, courants de Foucault et allumage inflammable) et si la description est modifiĂ©e de maniĂšre Ă  dĂ©crire de nouveaux effets (en l’espĂšce: enflammer au lieu de calciner) et de nouvelles utilisations (en l’espĂšce: une utilisation de l’invention «dans le rayon pictomĂ©trique pm «ainsi que l’emploi d’une «fonction de Bessel Ă  rĂ©sistance nulle «) sans que ces caractĂ©ristiques aient Ă©tĂ© Ă©numĂ©rĂ©es dans la demande dĂ©posĂ©e Ă  l’origine, la demande de brevet va indĂ»ment au-delĂ  du contenu de la demande initiale (consid. 6.3-6.5).

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KG 48 I.

Der Begriff der publizierbaren «Entscheide» ist umfassender als der Begriff «VerfĂŒgungen» und schliesst nicht bloss Entscheide, die in einer verwaltungsrechtlichen Handlungsform ergehen, mit ein. Vielmehr umfasst der Begriff «Entscheide» auch die Bedeutung des allgemeinen Sprachgebrauchs, also auch Stellungnahmen der WEKO, worum es in diesem Urteil ging. Entscheidend ist bei der Frage nach der Publizierbarkeit letztlich, dass ein Entscheid der PrĂ€vention, der Rechtssicherheit und der Transparenz der VerwaltungsaktivitĂ€ten sowie der Information anderer Behörden dient, was vorliegend zu einer Publikation fĂŒhrt (E. 4.2.1–4.6).

DSG 4, 5, 7, 19 I, 19 IV; KG 25 IV, 48 I.

Art. 48 Abs. 1 KG stellt die gesetzliche Grundlage fĂŒr eine bereichsspezifische aktive InformationstĂ€tigkeit dar und bildet die nach Art. 19 Abs. 1 DSG erforderliche formell gesetzliche Grundlage, um Personendaten zu veröffentlichen. Soweit es sich bei den personenbezogenen Daten um GeschĂ€ftsgeheimnisse handelt, hat der Gesetzgeber in Art. 25 Abs. 4 KG eine Spezialregelung getroffen, weshalb eine zusĂ€tzliche PrĂŒfung im Rahmen des DSG nicht mehr nötig ist. Es ist dann nur noch zu prĂŒfen, ob die in Art. 19 Abs. 4 DSG aufgefĂŒhrten Interessen hinsichtlich Daten, die keine GeschĂ€ftsgeheimnisse betreffen, gegen eine Veröffentlichung sprechen [Frage vorliegend verneint] (E. 6.1–6.4.5).&cbr;

LCart 48 I.

La notion de «dĂ©cisions» publiables au sens de l’article 48 LCart est plus large que celle de «dĂ©cisions «au sens formel (en allemand: VerfĂŒgung) et ne comprend pas uniquement les dĂ©cisions rendues sous la forme d’un acte administratif. Le terme de «dĂ©cisions» inclut notamment le sens que prend le mot dans le langage courant, comprenant donc Ă©galement les prises de position de la COMCO, objets du prĂ©sent arrĂȘt. Le critĂšre dĂ©terminant lors de l’évaluation du caractĂšre publiable est alors le fait qu’une dĂ©cision serve Ă  la prĂ©vention, Ă  la sĂ©curitĂ© juridique et Ă  la transparence des activitĂ©s de l’administration ainsi qu’à l’information d’autres autoritĂ©s, ce qui dans le cas d’espĂšce conduit Ă  une publication (consid. 4.2.1–4.6).

LPD 4, 5, 7, 19 I, 19 IV; LCart 25 IV, 48 I.

L’art. 48 al. 1 LCart pose les bases lĂ©gales pour une communication active d’information spĂ©cifique Ă  un domaine et constitue, en vue de l’art. 19 al. 1 LPD, la base lĂ©gale formelle requise pour la divulgation de donnĂ©es personnelles. Si les donnĂ©es personnelles constituent des secrets d’affaires, le lĂ©gislateur a prĂ©vu une rĂ©glementation spĂ©cifique Ă  l’art. 25 al. 4 LCart, raison pour laquelle un examen supplĂ©mentaire dans le cadre de la LPD n’a pas lieu d’ĂȘtre. Il ne reste alors plus qu’à examiner si les intĂ©rĂȘts citĂ©s Ă  l’art. 19 al. 4 LPD relatifs aux donnĂ©es qui ne concernent pas des secrets d’affaires s’opposent Ă  une publication [question Ă  laquelle il a Ă©tĂ© rĂ©pondu par la nĂ©gative dans le cas d’espĂšce] (consid. 6.1–6.4.5).

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Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2022 Ausgabe 4



CPC 261 I.La vraisemblance du droit invoquĂ©, d’un danger imminent le menaçant, des chances de succĂšs du procĂšs au fond et d’un prĂ©judice difficilement rĂ©parable, suffit Ă  l’octroi de mesures provisionnelles (consid. 2.1.1).

CO 951, 956; LCD 3 I d.Si les parties sont dans un rapport de concurrence, le risque de confusion entre deux raisons de commerce peut Ă©galement s’examiner selon l’art. 3 al. 1 let. d LCD, qui s’applique cumulativement (consid. 2.1.3).

LPM 3 I; CO 951; LCD 3 I d.L’examen du risque de confusion entre deux raisons de commerce sera plus strict s’il existe un rapport de concurrence entre les entreprises, si elles ont des buts statutaires identiques, ou si elles exercent leurs activitĂ©s dans un pĂ©rimĂštre gĂ©ographique restreint (consid. 2.1.4).&cbr;

ZPO 261 I.Die Glaubhaftmachung des beanspruchten Rechts, einer unmittelbaren GefĂ€hrdung dieses Rechts, der Erfolgschancen des Hauptsacheverfahrens und eines nicht leicht wieder gutzumachenden Nachteils genĂŒgt fĂŒr die Anordnung vorsorglicher Massnahmen (E. 2.1.1).

OR 951, 956; UWG 3 I d.Wenn die Parteien miteinander im Wettbewerb stehen, kann die Verwechslungsgefahr zwischen zwei Firmen auch aufgrund der kumulativ anwendbaren Bestimmung von Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG geprĂŒft werden (E. 2.1.3).

MSchG 3 I; OR 951; UWG 3 I d.FĂŒr die PrĂŒfung der Verwechslungsgefahr zwischen zwei Firmen gelten strengere Anforderungen, wenn diese miteinander im Wettbewerb stehen, ihr statutarischer Zweck identisch ist oder sie ihre TĂ€tigkeiten in einem begrenzten geografischen Umkreis ausĂŒben (E. 2.1.4).

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LCD 3 I d.Une dĂ©signation descriptive et dĂ©pourvue d’originalitĂ© peut donner lieu Ă  une protection au sens de l’art. 3, al. 1 lit. d LCD si la dĂ©signation s’est imposĂ©e sur le marchĂ© et que celui qui s’en prĂ©vaut dispose d’une protection prioritaire (consid. 2.2.1).

LCD 9 II.Il n’existe pas d’intĂ©rĂȘt digne de protection Ă  publier un jugement si le comportement visĂ© par la dĂ©cision n’a entraĂźnĂ© que peu de confusion ou n’a pas Ă©tĂ© remarquĂ© par les milieux professionnels (consid. 4.1).

UWG 3 I d.Eine Bezeichnung, die beschreibend und nicht originell ist, kann im Sinne von Art. 3 Abs. 1 Bst. d UWG Schutz erlangen, wenn sie sich im Verkehr durchgesetzt hat und die Person, von der sie beansprucht wird, ĂŒber einen vorrangigen Schutz verfĂŒgt (E. 2.2.1).

UWG 9 II.Es besteht kein schutzwĂŒrdiges Interesse an der Veröffentlichung eines Urteils, wenn das betreffende Verhalten nur zu wenigen Verwechslungen gefĂŒhrt hat oder von den Fachkreisen nicht bemerkt worden ist (E. 4.1).

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UWG 3 I a.Ein unberechtigter Vorwurf der Verletzung eines Schutzrechts ist auch dann herabsetzend, wenn in der betroffenen Branche Abmahnungen wegen Schutzrechtsverletzungen ĂŒblich sind (E. 6.2).

UWG 3 I a.Unlauter handelt, wer GeschÀftspartner eines potenziellen Patentverletzers abmahnt, obwohl er ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit des Verletzungsvorwurfs haben muss. Das ist etwa der Fall, wenn entweder die Abmahnende keine auch nur annÀhernd gesicherte Kenntnis des angeblichen Verletzungsobjekts hat oder im Zeitpunkt der Abmahnung im Verfahren gegen den potenziellen Patentverletzer ein Fachrichtervotum vorliegt, das auf Nichtverletzung schliesst (E. 6.3, 6.4).

UWG 3 I a, 9 II.Es ist nicht unverhĂ€ltnismĂ€ssig, die unlauter Abmahnende zu verpflichten, die EmpfĂ€nger ihrer Abmahnungen ĂŒber den Ausgang des Verfahrens zu informieren und die Gegenseite mit Kopien dieser Schreiben zu bedienen (E. 7).

LCD 3 I a.Une accusation non justifiĂ©e de violation d’un droit de propriĂ©tĂ© intellectuelle est jugĂ©e dĂ©nigrante mĂȘme si, dans le secteur concernĂ©, les mises en demeure pour de telles violations sont courantes (consid. 6.2).

LCD 3 I a.Agit de façon dĂ©loyale celui qui met en demeure les partenaires commerciaux d’un potentiel contrevenant, bien qu’il ait des doutes sĂ©rieux quant au bien-fondĂ© de l’accusation de violation. C’est par exemple le cas lorsque l’auteur de la mise en demeure n’a aucune connaissance avĂ©rĂ©e, mĂȘme approximative, de l’objet prĂ©tendument contrefaisant, ou lorsqu’au moment de la mise en demeure, il existe dans la procĂ©dure contre le potentiel contrevenant un avis de juge expert qui conclut Ă  la non-violation (consid. 6.3, 6.4).

LCD 3 I a, 9 II.Il n’est pas disproportionnĂ© de contraindre l’auteur d’une mise en demeure dĂ©loyale Ă  informer les destinataires de ses mises en demeure de l’issue de la procĂ©dure et de fournir Ă  la partie adverse des copies de ces lettres (consid. 7).

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UWG 9.UWG-Klagen setzen keine direkte Konkurrenzsituation zwischen der klagenden und der beklagten Partei voraus. Entscheidend fĂŒr die Aktivlegitimation ist vielmehr die Teilnahme der klagenden Partei am wirtschaftlichen Wettbewerb und ein sich daraus ergebendes unmittelbares Interesse daran, die eigene Stellung im Wettbewerb mit dem Erfolg der Klage abzusichern oder zu verbessern (E. 4.3.1.).

UWG 3 I b.Wird bei Dritten (potentiellen Kunden, Partnern etc.) die wahrheitswidrige Vorstellung erweckt, zu Referenzzwecken zugĂ€nglichgemachte Videofilme seien von der zugĂ€nglichmachenden Person selbstĂ€ndig hergestellt worden, ist dies eine unrichtige bzw. irrefĂŒhrende Angabe und damit ein unlauteres Verhalten. Dies trifft in besonderem Masse zu, wenn verschwiegen wird, dass es sich bei den Videofilmen um «Content Dritter» handelt (E. 4.3.2.).

UWG 5 c.Das ZugĂ€nglichmachen von Videofilmen, die im Rahmen eines frĂŒheren ArbeitsverhĂ€ltnisses angefertigt wurden, zu Referenzzwecken auf einer Webseite oder Social Media, ist eine Verwertungshandlung, welche die Tatbestandsvoraussetzungen «ohne angemessenen eigenen Aufwand» und «durch technische Reproduktionsverfahren» erfĂŒllt und damit unlauter ist (E. 4.3.3.).

ZPO 261, 262.Die Anweisung der zustÀndigen Domainnamen-Registrierungsstelle zur technischen Blockade eines Domainnamens ist eine unverhÀltnismÀssige vorsorgliche Massnahme, wenn sie die geschÀftliche TÀtigkeit und Eigenwerbung des Massnahmegegners verunmöglicht und der drohende Nachteil mit milderen Massnahmen, z.B. dem Verbot spezifischer Website-Inhalte, abgewendet werden kann (E. 4.6.).

LCD 9.Les actions en justice fondĂ©es sur la LCD ne prĂ©supposent pas un rapport de concurrence direct entre la partie demanderesse et la partie dĂ©fenderesse. Ce sont plutĂŽt la participation de la demanderesse Ă  la concurrence Ă©conomique et l’intĂ©rĂȘt direct qui en dĂ©coule Ă  assurer ou Ă  amĂ©liorer sa propre position concurrentielle grĂące au succĂšs de l’action qui sont dĂ©terminantes pour la lĂ©gitimation active (consid. 4.3.1.).

LCD 3 I b.Si l’on fait croire de maniĂšre trompeuse Ă  des tiers (clients potentiels, partenaires, etc.) que les films vidĂ©o mis Ă  disposition Ă  des fins de rĂ©fĂ©rence ont Ă©tĂ© produits de maniĂšre indĂ©pendante par la personne qui les met Ă  disposition, il s’agit d’une indication inexacte ou fallacieuse et donc d’un comportement dĂ©loyal. Cela s’applique en particulier si l’on omet d’indiquer que les films vidĂ©o reprĂ©sentent des «contenus de tiers» (consid. 4.3.2.).

LCD 5 c.La mise Ă  disposition, sur un site Internet ou un rĂ©seau social, Ă  des fins de rĂ©fĂ©rence., de films vidĂ©o rĂ©alisĂ©s dans le cadre d’une prĂ©cĂ©dente relation de travail constitue un acte d’exploitation qui remplit les conditions «grĂące Ă  des procĂ©dĂ©s techniques de reproduction» et «sans sacrifice correspondant». Elle est par consĂ©quent dĂ©loyale (consid. 4.3.3.).

CPC 261, 262.L’ordre donnĂ© au service suisse d’enregistrement des noms de domaine de bloquer techniquement un nom de domaine constitue une mesure provisionnelle disproportionnĂ©e si elle empĂȘche l’activitĂ© commerciale et l’autopromotion de la partie adverse et si le prĂ©judice imminent peut ĂȘtre Ă©vitĂ© par des mesures moins sĂ©vĂšres, par exemple l’interdiction de contenus spĂ©cifiques sur son site Internet (consid. 4.6.).

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BV 29a; VwVG 5, 44; VGG 31 f.; MSchG 2.Im Lichte der in der BV verankerten Rechtsweggarantie ist das BVGer zur Beurteilung von Beschwerden gegen VerfĂŒgungen (hier Markeneintragungen, gestĂŒtzt auf absolute AusschlussgrĂŒnde) durch Dritte grundsĂ€tzlich zustĂ€ndig, sofern sie weder explizit im Gesetz noch durch die bundesverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung ausgeschlossen sind (E. 2.4, 2.6, 2.8).

VGG 31; VwVG 5.Art. 31 VGG stellt eine Generalklausel in Bezug auf die ZustĂ€ndigkeit des BVGer dar, weshalb es fĂŒr dessen ZustĂ€ndigkeit keiner zusĂ€tzlichen Bestimmung im MSchG bezĂŒglich der Anfechtbarkeit von Markeneintragungen durch Dritte bedarf (E. 2.5).

MSchG 31 ff., 35a, 52.Aus dem Bestehen markenrechtlicher Widerspruchs- und Löschungsverfahren kann nicht die UnzustĂ€ndigkeit des BVGer fĂŒr Beschwerden von Dritten gegen Markeneintragungen abgeleitet werden, da fĂŒr jedes Verfahren nach der Art der jeweils betroffenen Interessen und der Adressaten zu differenzieren ist. Die Tatsache, dass das MSchG die Möglichkeit des Zivilwegs gegen fehlerhafte Markeneintragungen offenhĂ€lt, schliesst die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht grundsĂ€tzlich aus. (E. 2.6).

VwVG 48 I; MSchG 2 f., 28 ff.Da Dritte keine Möglichkeit zur Teilnahme am Markeneintragungsverfahren haben und erst mit der Publizierung auf Swissreg Kenntnis von der Eintragung erlangen, sind sie formell beschwert. Im Rahmen eines Markeneintrags dĂŒrften regelmĂ€ssig nur diejenigen Konkurrenten zur Beschwerde legitimiert sein, die relative AusschlussgrĂŒnde gegen eine Marke vorbringen können und sich vorgĂ€ngig am Widerspruchsverfahren beteiligt haben. Von Konkurrenten angestrengte Verfahren gegen Markeneintragungen, die sich auf die Geltendmachung absoluter AusschlussgrĂŒnde beschrĂ€nken, haben dagegen weit höhere Legitimationsanforderungen zu erfĂŒllen, namentlich die besondere BeziehungsnĂ€he zur Streitsache und ein öffentlich-rechtliches Schutzinteresse. (E. 3.4, 3.5.1, 3.5.3, 3.5.8).

Cst 29a; PA 5, 44; LTAF 31 s.; LPM 2.Eu Ă©gard Ă  la garantie de l’accĂšs au juge ancrĂ©e dans la Constitution, le TAF est en principe compĂ©tent pour juger les recours formĂ©s par des tiers contre des dĂ©cisions (en l’espĂšce : recours contre des enregistrements de marques, fondĂ©s sur des motifs absolus d’exclusion), sauf exclusion explicite par la loi ou la jurisprudence du TAF (consid. 2.4, 2.6, 2.8).

LTAF 31; PA 5.L’art. 31 LTAF constitue une clause gĂ©nĂ©rale portant sur la compĂ©tence du TAF, raison pour laquelle il n’est pas nĂ©cessaire, pour Ă©tablir la compĂ©tence de ce dernier, de prĂ©voir dans la LPM une disposition supplĂ©mentaire concernant la contestation d’enregistrements de marques par des tiers (consid. 2.5).

LPM 31 ss, 35a, 52.L’existence de procĂ©dures d’opposition et de radiation relevant du droit des marques ne permet pas de dĂ©duire l’absence de compĂ©tence du TAF pour les recours formĂ©s par des tiers contre les enregistrements de marques, Ă©tant donnĂ© qu’il y a lieu de distinguer chaque procĂ©dure selon la nature des intĂ©rĂȘts en cause et des destinataires. Le fait que la LPM offre la possibilitĂ© de recourir Ă  la voie civile contre les enregistrements de marques erronĂ©s n’exclut en principe pas le recours de droit administratif (consid. 2.6).

PA 48 I; LPM 2 s., 28 ss.Les tiers qui n’ont pas la possibilitĂ© de participer Ă  la procĂ©dure d’enregistrement de la marque et ne prennent connaissance dudit enregistrement qu’à travers sa publication dans la base de donnĂ©es Swissreg sont formellement lĂ©sĂ©s. Dans le cadre d’un enregistrement de marque, seuls les concurrents qui peuvent faire valoir des motifs relatifs d’exclusion contre une marque et ont prĂ©alablement pris part Ă  la procĂ©dure d’opposition devraient en principe ĂȘtre lĂ©gitimĂ©s Ă  recourir. Les procĂ©dures engagĂ©es par des concurrents contre des enregistrements de marques et qui se limitent Ă  faire valoir des motifs absolus d’exclusion doivent en revanche satisfaire Ă  des exigences considĂ©rablement plus Ă©levĂ©es en matiĂšre de lĂ©gitimation, Ă  savoir une proximitĂ© relationnelle particuliĂšre avec le litige et un intĂ©rĂȘt de droit public (consid. 3.4, 3.5.1, 3.5.3, 3.5.8).

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Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2022 Ausgabe 3



LBI 46a, 47.Le dĂ©lai (absolu) de six mois prĂ©vu par l’art. 46a al. 2 LBI pour dĂ©poser une requĂȘte de poursuite de la procĂ©dure (au sens de l’art. 46a LBI) est un dĂ©lai de pĂ©remption (Verwirkungsfrist) au-delĂ  duquel tant une telle requĂȘte qu’une demande de rĂ©intĂ©gration en l’état antĂ©rieur (au sens de l’art. 47 LBI) portant sur les dĂ©lais pour dĂ©poser une telle requĂȘte est exclue (consid. 6.2.3.1).

LBI 46a, 47.La rĂ©intĂ©gration en l’état antĂ©rieur (au sens de l’art. 47 LBI) est exclue lorsque le dĂ©lai (absolu) de six mois prĂ©vu par l’art. 46 a al. 2 LBI pour dĂ©poser une requĂȘte de poursuite de la procĂ©dure (au sens de l’art. 46 a LBI) relative au dĂ©lai pour le paiement d’une annuitĂ© du brevet n’a pas Ă©tĂ© observĂ© (consid. 6.3.1.1).

LBI 46a, 47.La question de savoir si la rĂ©intĂ©gration en l’état antĂ©rieur est susceptible de porter sur le dĂ©lai (relatif) de deux mois prĂ©vu par l’art. 46 a al. 2 LBI pour dĂ©poser une requĂȘte de poursuite de la procĂ©dure peut rester ouverte (consid. 6.3.2.1).

PatG 46a, 47.Die in Art. 46a Abs. 2 PatG vorgesehene (absolute) sechsmonatige Frist zur Einreichung eines Antrags auf Weiterbehandlung (im Sinne von Art. 46a PatG) ist eine Verwirkungsfrist, nach deren Ablauf sowohl ein solcher Antrag als auch ein Gesuch um Wiedereinsetzung in den frĂŒheren Stand (im Sinne von Art. 47 PatG), das sich auf die Fristen zur Einreichung eines solchen Antrags bezieht, ausgeschlossen ist (E. 6.2.3.1).

PatG 46a, 47.Die Wiedereinsetzung in den frĂŒheren Stand (im Sinne von Art. 47 PatG) ist ausgeschlossen, wenn die (absolute) sechsmonatige Frist nach Art. 46a Abs. 2 PatG zur Einreichung eines Antrags auf Weiterbehandlung (im Sinne von Art. 46a PatG) bezĂŒglich der Frist fĂŒr die Zahlung einer JahresgebĂŒhr des Patents versĂ€umt wurde (E. 6.3.1.1).

PatG 46a, 47.Die Frage, ob die Wiedereinsetzung in den frĂŒheren Stand die (relative) Zweimonatsfrist nach Art. 46a Abs. 2 PatG fĂŒr die Einreichung eines Antrags auf Weiterbehandlung betreffen könnte, kann offenbleiben (E. 6.3.2.1).

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KG 5 II.Eine Preisempfehlung ist kein geeignetes Mittel, die Fachberatung fĂŒr die Abgabe eines Medikaments zu gewĂ€hrleisten. Eine erhebliche WettbewerbsbeeintrĂ€chtigung aufgrund der Preisempfehlung ist deshalb nicht aus GrĂŒnden der wirtschaftlichen Effizienz gerechtfertigt. (E. 7.6).

LCart 5 II.Un prix recommandĂ© ne constitue pas un moyen adĂ©quat pour assurer un conseil spĂ©cialisĂ© lors de la remise d’un mĂ©dicament. Par consĂ©quent, des motifs d’efficacitĂ© Ă©conomique ne justifient pas une atteinte notable Ă  la concurrence dĂ» Ă  un prix recommandĂ© (consid. 7.6).

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KG 5 II.Zur Rechtfertigung einer erheblichen WettbewerbsbeeintrĂ€chtigung (in Form einer Preisempfehlung fĂŒr ein Medikament) aus GrĂŒnden der wirtschaftlichen Effizienz kann nicht vorgebracht werden, die Preisempfehlung ermögliche ein Mindestmass an Preistransparenz (E. 7.6).

LCart 5 II.Le raisonnement selon lequel le prix recommandĂ© permet un minimum de transparence des prix ne peut pas justifier pour des motifs d’efficacitĂ© Ă©conomique une atteinte notable Ă  la concurrence (sous la forme d’un prix recommandĂ© pour un mĂ©dicament) (consid. 7.6).

sic! 2022 Ausgabe 3



KG 9, 32 I; GebV-KG 4 III.Das Bestehen der Meldepflicht nach Art. 9 Abs. 1 KG und insbesondere auch nach Art. 9 Abs. 4 KG (Sondermeldepflicht bei frĂŒher festgestellter Marktbeherrschung) ist keine Voraussetzung fĂŒr die DurchfĂŒhrung einer vorlĂ€ufigen PrĂŒfung nach Art. 32 KG. Im Anschluss an die Einreichung einer Meldung eines Zusammenschlussvorhabens ist in der vorlĂ€ufigen PrĂŒfung mit Kostenfolge gemĂ€ss Art. 4 Abs. 3 GebV-KG die Frage der Meldepflicht und das Bestehen von Anhaltspunkten fĂŒr die BegrĂŒndung oder VerstĂ€rkung einer marktbeherrschenden Stellung (Art. 10 Abs. 1 KG) zu klĂ€ren (E. 4.2).

BV 29a; GebV-KG 4 III.Das Fehlen eines eigenstĂ€ndigen Meldepflicht-PrĂŒfungsverfahrens bzw. das Offenbleiben einer allfĂ€lligen Meldepflicht im Zuge des Rechtsmittelverfahrens gegen die Kostenauferlegung gemĂ€ss Art. 4 Abs. 3 GebV-KG steht nicht im Widerspruch zur Rechtsweggarantie nach Art. 29a BV (E. 5.2).

KG 23 II; VwVG 25.Zur KlĂ€rung, ob ein Zusammenschlussvorhaben meldepflichtig im Sinne von Art. 9 KG ist, besteht die Möglichkeit, dies dem Sekretariat der Wettbewerbskommission im Rahmen einer Beratung gemĂ€ss Art. 23 Abs. 2 KG zu unterbreiten und eine FeststellungsverfĂŒgung im Sinne von Art. 25 VwVG zu verlangen. (E. 5.3).

LCart 9, 32 I; OEmol-LCart 4 III.L’existence d’une obligation de notifier selon l’art. 9 I LCart, et en particulier selon l’art. 9 IV LCart (obligation de notifier spĂ©cifique en cas de position dominante constatĂ©e antĂ©rieurement), n’est pas un prĂ©requis pour procĂ©der Ă  un examen prĂ©alable selon l’art. 32 LCart. Dans le cadre de l’examen prĂ©alable engendrant des frais conformĂ©ment Ă  l’art. 4 al. 3 OEmol-Lcart, Ă  la suite de la notification d’une opĂ©ration de concentration, les questions de l’obligation de notification ainsi que de l’existence d’indices de crĂ©ation ou de renforcement d’une position dominante sur le marchĂ© (art. 10 I LCart) doivent ĂȘtre clarifiĂ©es (consid. 4.2).

Cst. 29a; OEmol-LCart 4 III.L’absence d’une procĂ©dure de contrĂŽle indĂ©pendante de l’obligation de notifier ainsi que le fait de laisser indĂ©terminĂ© l’existence d’une Ă©ventuelle obligation de notifier lors d’une procĂ©dure de recours contre la mise Ă  charge des frais selon l’art. 4, al. 3 OEmol-LCart ne s’oppose pas Ă  la garantie de l’accĂšs au juge conformĂ©ment Ă  l’art. 29a Cst. (consid. 5.2).

LCart 23 II; PA 25.Afin de dĂ©terminer si une opĂ©ration de concentration est soumise Ă  l’obligation de notifier au sens de l’art. 9 LCart, il est possible de soumettre le cas au secrĂ©tariat de la Commission de la concurrence dans le cadre d’une consultation au sens de l’art. 23 al. 2 LCart ainsi que de demander une dĂ©cision de constatation au sens de l’art. 25 PA (consid. 5.3).

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BGÖ 7 I.Bei der Beurteilung der Ausnahmen des Zugangs zu amtlichen Dokumenten gemĂ€ss Art. 7 Abs. 1 BGÖ sind Geheimhaltungs- und öffentliches Interesse nicht gegeneinander abzuwĂ€gen. Vielmehr hat der Gesetzgeber die InteressenabwĂ€gung bereits zugunsten des Geheimhaltungsinteresses vorgenommen (E. 4.2).

BGÖ 7 I g.Als GeschĂ€ftsgeheimnisse gelten nicht offenkundige und nicht allgemein zugĂ€ngliche Informationen, die zu einer BeeintrĂ€chtigung des geschĂ€ftlichen Erfolgs eines Unternehmens bzw. zu einer VerfĂ€lschung des Wettbewerbs und damit zu Wettbewerbsnachteilen des Unternehmens fĂŒhren könnten, wenn sie Konkurrenzunternehmen bekannt wĂŒrden (E. 5.6).

BGÖ 7 I h; PRSG 8 V, 11; PRSV 10, 22 III und IV.Da den Inverkehrbringer von Produkten mit Bezug auf deren Sicherheit eine umfassende Auskunfts- und Mitwirkungspflicht trifft, kann er sich nicht darauf berufen, dass seine Mitteilungen in einem entsprechenden Verfahren freiwillig erfolgt seien (E. 6.5 und 6.6).

BGÖ 7 II, 9; DSG 3 a, 19 Ibis.Produktbezeichnungen und Produktbilder sind als solche keine Personendaten. Da jedoch auf Grundlage dieser Angaben mithilfe einer journalistischen Recherche die Inverkehrbringer der entsprechenden Produkte herausgefunden werden können, sind sie als Personendaten im Sinne des Datenschutzgesetzes zu qualifizieren (E. 7.2 und 7.3).

BGÖ 7 II, 9; DSG 19 Ibis.Die mit dem Zugangsgesuch bezweckte Berichterstattung ĂŒber mangelhafte Produkte und die KontrolltĂ€tigkeit eines staatsnahen Betriebs (hier: bfu) stellt ein gewichtiges öffentliches Interesse dar. Der Umstand, dass fĂŒr die mangelhaften Produkte keine öffentliche Warnung ausgesprochen worden ist und damit keine aktive behördliche Information erfolgte, schmĂ€lert das öffentliche Interesse am Zugangsgesuch nicht, denn in den Schutzbereich des Öffentlichkeitsgesetzes fĂ€llt auch die bloss passive Information (E. 7.5, 7.7.1 und 7.7.2).

LTrans 7 I.Lors de l’évaluation des exceptions au droit d’accĂšs aux documents officiels, au sens de l’art. 7 al. 1 LTrans, l’intĂ©rĂȘt au maintien du secret et l’intĂ©rĂȘt public ne doivent pas ĂȘtre mis en balance. Le lĂ©gislateur a essentiellement dĂ©jĂ  procĂ©dĂ© Ă  une pesĂ©e des intĂ©rĂȘts en faveur de l’intĂ©rĂȘt au maintien du secret (consid. 4.2).

LTrans 7 I g.Les informations non divulguĂ©es et non accessibles au public qui peuvent porter atteinte au succĂšs commercial d’une entreprise ou fausser la concurrence, causant ainsi un dĂ©savantage concurrentiel pour l’entreprise si les concurrents les apprennent, constituent des secrets d’affaires (consid. 5.6).

LTrans 7 I h; LSPro 8 V, 11; OSPro 10, 22 III et IV.Le distributeur de produits Ă©tant soumis Ă  une obligation exhaustive de notification et de collaboration concernant la sĂ©curitĂ© de ses produits, il ne peut prĂ©tendre que ses communications ont Ă©tĂ© rĂ©alisĂ©es volontairement dans le cadre d’une procĂ©dure correspondante (consid. 6.5 et 6.6).

LTrans 7 II, 9; LPD 3 a, 19 Ibis.Les descriptions et images de produits ne sont pas des données personnelles en tant que telles. Toutefois, comme il est possible de retrouver le distributeur du produit correspondant sur la base de ces informations et grùce à une recherche journalistique, il convient de les qualifier de données personnelles au sens de la loi sur la protection des données (consid. 7.2 et 7.3).

LTrans 7 II, 9; LPD 19 Ibis.Le rapport sur un produit dĂ©fectueux visĂ© par la requĂȘte d’accĂšs et l’activitĂ© de contrĂŽle d’une entreprise proche de l’État (en l’espĂšce: bpa) prĂ©sentent un intĂ©rĂȘt public important. Le fait qu’aucun avertissement public n’ait Ă©tĂ© Ă©mis pour le produit dĂ©fectueux et que les autoritĂ©s n’aient pas activement communiquĂ© sur ce sujet ne diminue pas l’intĂ©rĂȘt public Ă  la requĂȘte d’accĂšs, car la simple information passive entre aussi dans le domaine de protection de la loi sur la transparence (consid. 7.5, 7.7.1 et 7.7.2).

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