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Rechtsprechung / Jurisprudence
Reicht die Gesuchsgegnerin in einem Massnahmeverfahren innert Frist keine Gesuchsantwort ein, wird ohne Nachfristansetzung aufgrund der Akten entschieden. Die Sachverhaltsdarstellungen der Gesuchstellerin gelten als unbestritten und damit als glaubhaft gemacht, soweit sie nicht unklar, widersprĂŒchlich oder offensichtlich unvollstĂ€ndig sind oder etwa aufgrund der Akten oder aufgrund von NotorietĂ€t erhebliche Zweifel an deren Richtigkeit bestehen (E. 2).

sic! 2023 Ausgabe 9



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Tra gli scopi della pubblicazione della sentenza rientra anche il mantenimento della clientela della parte lesa. In tal senso, la scelta dei quotidiani su cui pubblicare la sentenza puĂČ basarsi anche sul luogo di residenza della maggior parte degli utenti dei servizi della parte lesa (consid. 8, 8.3).

sic! 2023 Ausgabe 9



Le grief selon lequel une entreprise estime qu’elle ne peut ĂȘtre contrainte Ă  collaborer Ă  une enquĂȘte administrative doit ĂȘtre invoquĂ© par un recours contre la dĂ©cision de l’autoritĂ© sommant cette entreprise de collaborer, sous peine d’irrecevabilitĂ©. En effet, ce grief ne peut ĂȘtre invoquĂ© au stade (plus tardif ) du recours contre la sanction prononcĂ©e en raison de la violation de l’obligation de renseigner (consid. 4.1– 4 – 3).

sic! 2023 Ausgabe 9



Les actions en interdiction et en cessation de trouble en matiĂšre de propriĂ©tĂ© intellectuelle ou de concurrence dĂ©loyale peuvent en principe ĂȘtre invoquĂ©es tant que subsiste un risque de rĂ©itĂ©ration ou de continuation du comportement illicite. En principe, l’on n’admettra l’absence de risque de rĂ©itĂ©ration qu’en prĂ©sence d’un engagement Ă©crit sans rĂ©serve et dĂ©nuĂ© d’équivoque, ou lorsque les circonstances sont de nature Ă  rendre ce risque impossible (consid. 2.3 et 2.4).

sic! 2023 Ausgabe 9



Eine Teilnahme gilt als dort verĂŒbt, wo der HaupttĂ€ter gehandelt hat (Grundsatz der AkzessorietĂ€t). Wurde die Haupttat ausschliesslich im Ausland verĂŒbt, besteht fĂŒr eine im Inland begangene Anstiftung oder Gehilfenschaft keine schweizerische Strafhoheit (E. I.4.1).

sic! 2023 Ausgabe 7-8



Die Kosten eines Strafverfahrens können einem Beschuldigten trotz Einstellung bzw. Freispruchs auferlegt werden, wenn sich diese Kosten adĂ€quat kausal aus einem zivilrechtlich vorwerfbaren Verhalten des Beschuldigten ergeben (hier: fahrlĂ€ssige Verletzung von Verhaltenspflichten im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Filesharing-Plattform) (E. 2).

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Der schriftlichen ErklĂ€rung eines potenziellen Zeugen kommt keine ZeugenqualitĂ€t zu, sie enthĂ€lt aber Aufzeichnungen einer Person ĂŒber ihr Wissen und stellt deshalb eine Urkunde dar. Auch wenn eine solche ErklĂ€rung mit Blick auf ein konkretes Verfahren verfasst wurde, kann es als Urkunde gewĂŒrdigt werden. Ein Interesse des Verfassers am Ausgang des Verfahrens ist im Rahmen der BeweiswĂŒrdigung zu berĂŒcksichtigen (E. 10 und 12).

sic! 2023 Ausgabe 7-8



Sofern organisationsintern weitere AbklĂ€rungen durch geeignete interne Stellen erforderlich sind, um genĂŒgend sichere und zuverlĂ€ssige Kenntnisse ĂŒber Tat und TĂ€ter zu erlangen, beginnt die Frist zur Stellung des Strafantrags erst mit der Beendigung dieser AbklĂ€rungen und nicht bereits mit interner Weitergabe zur Vornahme solcher AbklĂ€rungen zu laufen (E. 2.2).

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Un accord vertical de distribution attribuant un territoire est prĂ©sumĂ© supprimer la concurrence efficace dans la mesure seulement oĂč il est exclu que d’autres fournisseurs agréés procĂšdent Ă  des ventes sur ce territoire. L’attribution du marchĂ© suisse Ă  un distributeur officiel suffit pour que la prĂ©somption de l’art. 5 al. 4 LCart entre en ligne de compte, sans qu’il soit nĂ©cessaire d’établir l’existence d’autres attributions de territoires (consid. 7.1.1 - 7.2).

sic! 2023 Ausgabe 7-8



Beim Auskunftsanspruch gemÀss Art. 55 Abs. 1 lit. c MSchG handelt es sich um einen normalen zivilrechtlichen Leistungsanspruch, der allein eingeklagt werden kann, sei es im Rahmen einer gewöhnlichen objektiven KlagenhÀufung oder einer Stufenklage. Entsprechend setzt der Auskunftsanspruch nicht voraus, dass gleichzeitig ein reparatorischer Anspruch geltend gemacht wird (E. 6.2, 6.3.1).

sic! 2023 Ausgabe 6



Das Schaffen eines «Pfandes», mit dem finanzielle oder andere Vorteile – insbesondere in allfĂ€lligen, sich bereits abzeichnenden Rechtsstreitigkeiten – erlangt werden sollen, und welches die berechtigte Person selbst an der Eintragung hindern soll, ist rechtsmissbrĂ€uchlich (E. 4.3).

sic! 2023 Ausgabe 6



Celui qui invoque le dĂ©faut d’usage doit le rendre simplement vraisemblable, ce qui peut ĂȘtre fait de maniĂšre indirecte, sur la base d’un faisceau d’indices. Si le requĂ©rant parvient Ă  rendre vraisemblable le dĂ©faut d’usage, il appartient alors au titulaire de la marque de rendre vraisemblable l’usage de la marque ou un juste motif du dĂ©faut d’usage (consid. 3.2).

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Digitale Bestell-Buttons sind eindeutig im Hinblick auf die Folge bei ihrer BetĂ€tigung zu beschriften. UngenĂŒgend ist es, wenn der Kunde erst nach dem Studium eines zusĂ€tzlichen Hinweises erfĂ€hrt, welche Folge die BetĂ€tigung des Buttons (hier mit «Play*» und «WEITER ZU DEN VIDEOS*» beschriftet) im Bestellvorgang hat (E. 4e/dd).

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Viole la LCD celui qui tente de dĂ©marcher des clients dont le numĂ©ro de tĂ©lĂ©phone est assorti d’un astĂ©risque dans l’annuaire, ou qui ont exprimĂ© oralement auprĂšs de l’appelant le souhait de ne plus recevoir d’appels (consid. 2.2.1, 2.2.2, 2.4.1, 2.4.3, 2.5.1, 2.5.2 et 2.7).

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Bedarf es einer vorfrageweisen Auslegung einer patentrechtlichen Frage in einer ansonsten nicht patentrechtlichen Zivilklage, ist das Bundespatentgericht – auch bezĂŒglich vorsorglicher Massnahmen – konkurrierend zustĂ€ndig (E. 4–5).

sic! 2023 Ausgabe 6



A l’instar de ce que prĂ©voit le droit des marques de l’Union europĂ©enne, l’apposition en Suisse d’une marque d’exportation sur des produits ou leur emballage destinĂ©s exclusivement Ă  l’exportation constitue un usage propre Ă  assurer le maintien de la marque. Une telle marque doit faire l’objet d’un usage dans le commerce Ă  l’étranger qui soit sĂ©rieux durant la pĂ©riode de cinq ans prĂ©cĂ©dant l’invocation du dĂ©faut d’usage. L’utilisation prĂ©alable Ă  la pĂ©riode de rĂ©fĂ©rence en Suisse n’empĂȘche pas de retenir un usage Ă  l’exportation (consid. 3.3, 3.6 et 3.7).&cbr;

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