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Rechtsprechung / Jurisprudence
La notion de «convention» au sens de la LCart va au-delĂ de celle de «contrat» au sens du droit des obligations; elle couvre Ă©galement les accords non contraignants sur le plan juridique, mais dont il ressort malgrĂ© tout une volontĂ© de sâengager des parties, comme les gentlemenâs agreements ou les FrĂŒhstĂŒckskartelle. A cet Ă©gard, les exigences liĂ©es Ă la preuve ne doivent pas ĂȘtre exagĂ©rĂ©es, du moins lorsque les faits, par leur nature, sont difficilement dĂ©montrables. Les preuves directes de lâexistence dâun accord en matiĂšre de concurrence sont trĂšs rares en pratique, de sorte que lâapprĂ©ciation des faits doit rĂ©guliĂšrement se faire sur la base dâindices (consid. 6.2.2).
sic! 2023 Ausgabe 2
Der Wortbestandteil einer Wort-/Bildmarke ist grundsĂ€tzlich nur in seiner konkreten Ausgestaltung geschĂŒtzt. Ein allgemeiner Schutz fĂŒr den darin enthaltenen Wortbestandteil kann höchstens abgeleitet werden, wenn dieser den Gesamteindruck des Zeichens massgeblich prĂ€gt (E. 4.1).
sic! 2023 Ausgabe 1
Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2023 Ausgabe 1
Der Begriff der «Mitwirkung» an spezifischen Verletzungshandlungen (wie etwa dem Herstellen, Anbieten oder Verkaufen) ist zwar breit, aber dennoch genĂŒgend bestimmt fĂŒr eine gerichtliche Unterlassungsanordnung (E. 8 f.).
sic! 2023 Ausgabe 1
Wird eine Konzerngesellschaft in ProduktbroschĂŒren und im konzernweiten Internetauftritt als europĂ€ische Vertreterin bezeichnet, kann dies ein Rechtsschutzinteresse fĂŒr die Beurteilung einer Patentverletzungsklage gegenĂŒber der betreffenden Konzerngesellschaft in der Schweiz begrĂŒnden (E. 2.2).
sic! 2023 Ausgabe 1
Die Anforderungen an die IndividualitĂ€t sind auch bei GebrauchsgegenstĂ€nden nicht grundsĂ€tzlich andere als bei Werken der Kunst. Die individuelle kĂŒnstlerische Gestaltung muss sich aus demjenigen Teil ergeben, der nicht bereits vom Gebrauchszweck vorgegeben ist, sondern eine freie Gestaltung zulĂ€sst. Insoweit können sich die Rahmenbedingungen fĂŒr individuelle oder originelle Schöpfung bei verschiedenen Arten von Werken durchaus erheblich unterscheiden. Damit einhergehend muss auch das Kriterium des individuellen Charakters als relativ zur jeweiligen Werkgattung verstanden werden. So beruht die auch die sog. «Zweifelsregel» auf der praktischen Erkenntnis, dass IndividualitĂ€t schwieriger zu erfĂŒllen ist, wenn der Gebrauchszweck die normale Form bestimmt (E. 5).
sic! 2023 Ausgabe 1
In (leere) Formulare der FernmeldeĂŒberwachungsbehörde ist Einsicht zu gewĂ€hren, da dies keine BeeintrĂ€chtigung von konkreten behördlichen Massnahmen darstellt bzw. der Missbrauch dieser Formulare zwecks Vereitelung von FernmeldeĂŒberwachungen mit einfachen Massnahmen (z.B. Plausibilisierung PosteingĂ€nge, RĂŒckfrage an Absender, etc.) verhindert werden kann (E. 4.5, 4.6, 4.7).
sic! 2022 Ausgabe 12
Lorsquâun intĂ©rĂȘt prĂ©pondĂ©rant de lâinstitution publique (en lâespĂšce lâUniversitĂ© de GenĂšve) ou de personnes privĂ©es sâoppose Ă la communication de certaines donnĂ©es, le caviardage de ces donnĂ©es se justifie. Câest notamment le cas lorsque lâabsence de caviardage de donnĂ©es contractuelles relatives notamment Ă des clauses de propriĂ©tĂ© intellectuelle, Ă des donnĂ©es personnelles ou Ă des donnĂ©es financiĂšres, serait propre Ă prĂ©tĂ©riter la personne concernĂ©e dans ses futures nĂ©gociations de contrats du mĂȘme type avec dâautres partenaires ou permettrait Ă des concurrents de connaĂźtre la maniĂšre dont les parties au contrat Ă©taient convenues de procĂ©der en cas dâinventions ou de dĂ©couvertes, en particulier sous lâangle de la propriĂ©tĂ© intellectuelle (consid. 4.3).
sic! 2022 Ausgabe 12
UnabhĂ€ngig von der Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels darf eine Partei auch im summarischen Verfahren mit neuen Behauptungen und Beweismitteln auf die in der letzten Rechtsschrift der Gegenpartei (zulĂ€ssigerweise) vorgebrachten Noven reagieren. Dabei ist vorausgesetzt, dass die â insb. im Rahmen von Parteigutachten vorgebrachten â neuen Behauptungen und Beweismittel durch Noven der Gegenpartei veranlasst wurden (KausalitĂ€t) und in technischer bzw. thematischer Hinsicht als Reaktion auf die Letzteren aufzufassen sind (E. 14â18).
sic! 2022 Ausgabe 12
La question de savoir sâil convient de reprendre le «privilĂšge de lâagent» du droit europĂ©en en droit suisse des cartels peut ĂȘtre laissĂ©e ouverte. Dans un contrat dâagence, les engagements que les parties ont pris lâune envers lâautre, afin de rĂ©gler leurs rapports rĂ©ciproques, restent en tout Ă©tat de cause soumis Ă la LCart. Câest en particulier le cas des clauses dâexclusivitĂ© territoriale, qui constituent des accords en matiĂšre de concurrence au sens des art. 2 al. 1 et 4 al. 1 LCart (consid. 6).
sic! 2022 Ausgabe 12
Seuls les accords dits «durs» (harte Abrede), dĂ©finis aux alinĂ©a 3 et 4 de lâart. 5 LCart, peuvent donner lieu Ă une sanction immĂ©diate pouvant aller jusquâĂ 10% du chiffre dâaffaires rĂ©alisĂ© en Suisse au cours des trois derniers exercices (consid. 4.3).
sic! 2022 Ausgabe 12
Auch wenn Art. 2 Abs. 2 lit. d DSG die Anwendung des Bundesgesetzes ĂŒber den Datenschutz auf das Handelsregister ausschliesst, so können sich in Handelsregisterbelangen sowohl natĂŒrliche wie auch juristische Personen nach Massgabe des Grundrechts der informationellen Selbstbestimmung auf datenschutzrechtliche GrundsĂ€tze berufen (E. 4.1â4.3).
sic! 2022 Ausgabe 11
Lâart. 8 LSIP, applicable par renvoi de lâart. 35 al. 1 LBA, dĂ©roge aux art. 8 et 9 LPD en ne prĂ©voyant quâun droit dâaccĂšs indirect aux donnĂ©es relatives aux infractions fĂ©dĂ©rales (consid. 4.3.3.3. et 5.1).
sic! 2022 Ausgabe 11
Eine Marke, die irrefĂŒhrende Angaben enthĂ€lt, unterliegt auch dann dem Schutzausschlussgrund von Art. 2 lit. c MSchG, wenn sie noch andere, fĂŒr sich betrachtet nicht zu beanstandende Bestandteile enthĂ€lt und diese der Marke einen kennzeichnenden Charakter verleihen. Bei der IrrefĂŒhrung geht es nach dieser Bestimmung zudem nicht um eine Fehlvorstellung in Bezug auf ein besserberechtigtes Zeichen eines anderen, geschweige denn um eine kennzeichenrechtliche Verwechslungsgefahr, sondern ist ohne Bezug zu einem anderen Zeichen bzw. Ausschliesslichkeitsrecht zu beurteilen (E. 3.2.1).
sic! 2022 Ausgabe 11
Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2022 Ausgabe 11
In der Berichterstattung sind Titel notwendigerweise verkĂŒrzend und bestehen regelmĂ€ssig aus Schlagworten. Eine in einem Titel aufgeworfene Frage (hier: «Millionenskandal oder formaljuristisches Problem?») ist nicht herabsetzend, wenn sich aus dem Titel oder der folgenden Berichterstattung ergibt, dass die Frage nicht abschliessend beantwortet resp. die Aussage umstritten ist (E. 6.3.2).
sic! 2022 Ausgabe 11
Nachrichten sind urheberrechtlich grundsĂ€tzlich nicht geschĂŒtzt. Journalistische BeitrĂ€ge sind geschĂŒtzt, wenn sie sich nicht in der blossen Wiedergabe von TagesaktualitĂ€ten erschöpfen, sondern Ergebnis zahlreicher Selektions- und Anordnungsentscheidungen sind. Bei der Beurteilung der SchutzfĂ€higkeit darf im Rahmen einer GesamtwĂŒrdigung berĂŒcksichtigt werden, dass der Beitrag an prominenter Stelle in einer Fachzeitschrift veröffentlicht wurde und dass er von einem anderen bedeutenden Presseerzeugnis umgehend ĂŒbernommen wurde (E. 4).
sic! 2022 Ausgabe 10
Die Auslegung eines Arbeitsvertrags wird in der Regel (auch ohne explizite Urheberrechtsklausel) zum Ergebnis fĂŒhren, dass die Parteien zumindest konkludent die Ăbertragung oder Lizenzierung jener Urheberrechte beabsichtigten, welche die Arbeitgeberin zur Erreichung ihres Zwecks benötigt. In einem Zivilprozess kann eine solche RechteĂŒbertragung oder -einrĂ€umung jedoch nicht einfach vorausgesetzt werden, sondern ist anhand der konkreten Vertragsgestaltung und der UmstĂ€nde im Einzelfall darzulegen (E. 4.2 und 4.3).
sic! 2022 Ausgabe 10
Nach Beendigung eines Strafverfahrens steht fĂŒr die verweigerte Einsicht in Verfahrensakten die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zur VerfĂŒgung und nicht die Beschwerde in Strafsachen (E. 1.1).
sic! 2022 Ausgabe 10
Si le recourant nâa demandĂ© lâaccĂšs Ă ses donnĂ©es personnelles que sous lâangle de la LPD, en se rĂ©fĂ©rant Ă lâart. 8 LPD, il convient de considĂ©rer que le recours est Ă©galement saisi par les art. 26 Ă 28 PA, auxquels lâautoritĂ© infĂ©rieure sâest rĂ©fĂ©rĂ©e et dans la mesure oĂč le Tribunal applique dâoffice le droit fĂ©dĂ©ral (consid. 2.5).
sic! 2022 Ausgabe 10
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