GemÀss Art. 15 KG haben die Zivilgerichte dann, wenn in einem zivilrechtlichen Verfahren die ZulÀssigkeit einer WettbewerbsbeschrÀnkung in Frage steht, die Sache der Wettbewerbskommission zur Begutachtung vorzulegen. Dabei ist man sich grundsÀtzlich einig, dass das Gutachten der Wettbewerbskommission ein Zivilgericht nicht zu binden vermag.
Im Rahmen dieses Verfahrens zur Einholung eines Gutachtens der Wettbewerbskommission stellen sich eine Reihe zivilprozessualer Fragen, so insbesondere hinsichtlich der Voraussetzungen der Vorlagepflicht, dann aber vor allem auch hinsichtlich der konkreten AnordnungsverfĂŒgung (Zeitpunkt, Inhalt, Ausgestaltung der VerfĂŒgung) und der Ausarbeitung des Gutachtens selbst. Zudem stellt sich die Frage, wie verhindert werden kann, dass die betreffende Vorlagepflicht von den Parteien dazu missbraucht wird, das Verfahren mutwillig zu verzögern.
Zu beachten ist ausserdem der Umstand, dass es sich beim betreffenden Verfahren trotz des Einschaltens der Wettbewerbskommission um ein Zivilverfahren handelt, sodass die zivilprozessualen (und nicht die verwaltungsrechtlichen) VerfahrensgrundsÀtze zur Anwendung gelangen. Dies hat insbesondere erhebliche Auswirkungen auf die Ermittlung des Sachverhalts (Verhandlungsmaxime).
En application de lâart. 15 LCart, les tribunaux civils doivent transmettre lâaffaire pour avis Ă la Commission de la concurrence (ci-aprĂšs: la Commission) lorsque la licĂ©itĂ© dâune restriction Ă la concurrence est mise en cause dans une procĂ©dure civile. En principe, un tribunal civil nâest pas liĂ© par lâavis de la Commission.
Dans le cadre de cette procĂ©dure de demande dâavis auprĂšs de la Commission, plusieurs questions de procĂ©dure civile se posent, en particulier par rapport aux conditions de lâobligation de requĂ©rir lâavis, mais Ă©galement et avant tout par rapport Ă la dĂ©cision concrĂšte de requĂȘte (moment, contenu, prĂ©sentation) et Ă la rĂ©daction de lâavis. On doit de plus se demander comment Ă©viter quâune partie nâabuse de cette procĂ©dure Ă des fins dilatoires.
Il faut Ă©galement tenir compte du fait que, malgrĂ© lâintervention de la Commission, on est toujours dans une procĂ©dure civile, si bien que lâon doit appliquer les principes de la procĂ©dure civile et non ceux de la procĂ©dure administrative. Cela entraĂźne des consĂ©quences importantes sur lâĂ©tablissement des faits (maxime des dĂ©bats).
David RĂŒetschi | 2008 Ausgabe 12