sic!
Zeitschrift fĂŒr ImmaterialgĂŒter-, Informations- und Wettbewerbsrecht
Seit 1997 stellt die Zeitschrift sic! sicher, dass Schweizer ImmaterialgĂŒterrechtlerinnen und ImmaterialgĂŒterrechtler stets auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion sind. DarĂŒber hinaus bietet die sic! dieselben hochwertigen Inhalte auch in den Bereichen Informationsrecht, Datenschutzrecht und Wettbewerbsrecht.
Unsere renommierten Expertinnen und Experten verfassen praxisnahe und wissenschaftlich fundierte BeitrĂ€ge, die sowohl dogmatische als auch rechtspolitische Fragestellungen beleuchten. ErgĂ€nzt wird das Angebot durch aktuelle Berichterstattungen aus den wichtigsten schweizerischen Fachorganisationen, die die sic! unterstĂŒtzen.
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Werke der Literatur und Kunst werden im grossen Stil fĂŒr das Training von Modellen der KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) verwendet. Ob und unter welchen Voraussetzungen diese Werknutzungen urheberrechtlich zulĂ€ssig sind, wird im In- und Ausland intensiv diskutiert. Dieser Beitrag vermittelt die technischen Grundlagen, deren VerstĂ€ndnis fĂŒr die rechtliche Beurteilung erforderlich ist, skizziert die Rechtsentwicklung in ausgewĂ€hlten Rechtsordnungen und stellt den Stand der Diskussion in der Schweiz dar. Auf dieser Grundlage werden mögliche LösungsansĂ€tze fĂŒr das Schweizer Recht aufgezeigt. Les Ćuvres littĂ©raires et artistiques sont largement utilisĂ©es pour lâentraĂźnement des modĂšles dâintelligence artificielle (IA). La question de savoir si et dans quelles conditions cette utilisation des Ćuvres est autorisĂ©e au regard du droit dâauteur fait lâobjet dâun dĂ©bat intense en Suisse et Ă lâĂ©tranger. La prĂ©sente contribution introduit les bases techniques dont la comprĂ©hension est nĂ©cessaire pour lâĂ©valuation juridique, dĂ©crit lâĂ©volution du droit dans certains ordres juridiques et prĂ©sente lâĂ©tat actuel du dĂ©bat en Suisse. Sur cette base, elle propose des solutions possibles pour le droit suisse. Florent Thouvenin / Lena A. JĂ€ger / JoĂ«l DonzĂ© / Viviane Ammann / Lennart Deutschmann / Lena HĂ€nni / Maimuna Jobarteh / Aleksandra Marchewka | 2026 Ausgabe 3
Florent Thouvenin / Lena A. JÀger / Joël Donzé / Viviane Ammann / Lennart Deutschmann / Lena HÀnni / Maimuna Jobarteh / Aleksandra Marchewka | sic! 2026 Ausgabe 3
Der Beitrag fasst aktuelle Gerichtsentscheide im Lizenzvertragsrecht kompakt zusammen und zeigt praxisnah auf, welche Konsequenzen sie fĂŒr die Vertragsgestaltung und die prozessuale Durchsetzung haben, mit besonderem Fokus auf ExklusivitĂ€t, Leistungsstörungen und die Fortsetzung von LizenzvertrĂ€gen nach Ablauf der Vertragsdauer. La prĂ©sente contribution rĂ©sume de maniĂšre concise les dĂ©cisions judiciaires rĂ©centes en matiĂšre de droit des contrats de licence et montre, avec une approche pratique, quelles consĂ©quences elles induisent sâagissant de la rĂ©daction des contrats et de la mise en Ćuvre procĂ©durale, en mettant particuliĂšrement lâaccent sur lâexclusivitĂ©, les obstacles Ă lâexĂ©cution du contrat et la poursuite des contrats de licence aprĂšs leur expiration. Fabienne Bretscher / Nadine CharriĂšre / Julia Schieber | 2026 Ausgabe 3
Fabienne Bretscher / Nadine CharriĂšre / Julia Schieber | sic! 2026 Ausgabe 3
23 Richterinnen und Richter des CET-J (Circle Of European Trademark Judges) trafen sich â wie bereits seit 26 Jahren â zum jĂ€hrlichen 2œ-tĂ€gigen Meeting, das jeweils in einer anderen Hauptstadt am örtlichen Obersten Gericht stattfindet. Es wird im Kollegium aus 19 LĂ€ndern â auch Nicht-EU-Mitgliedern â diskutiert zu einzelnen nationalen bedeutenden Verfahren, insbesondere wenn es Vorlagen zum EuGH betrifft. Dabei geht es um das VerstĂ€ndnis neuer drĂ€ngender Rechtsprobleme und Rechtsfragen die sich beim Vergleich zwischen der jeweiligen nationalen Beurteilung stellen. Dabei soll dem EuGH ein Harmonisierungsbedarf nahegelegt oder Vorlagen initiiert werden. In diesem Sinne fand auch ein Besuch beim CJEU statt. In Wien beschĂ€ftigte man sich nun vorrangig mit dem Problem der Anwendung von KI im gerichtlichen Verfahren des Markenrechts und prĂ€zisierte die Aussage, die bereits in RIGA im Jahr 2024 getroffen worden war (GRUR 2025,143): ein sicheres und klares Handlungskonzept ist zu erarbeiten. Es muss die Grundlage fĂŒr ein Verfahrensrecht sein, das KI einbindet. Im Ăbrigen wurde auch zu einzelnen Schutz(un)fĂ€higkeitsgrĂŒnden an den EuGH appelliert, Klarheit zu schaffen, insbesondere zur Abgrenzung von GewĂ€hrleistungsmarken, Kollektivmarken und geografischen Herkunftsangaben. 23 juges du CET-J (Circle of European Trademark Judges) se sont rĂ©unis, comme chaque annĂ©e depuis 26 ans, pour une rĂ©union annuelle de deux jours et demi qui se tient chaque fois dans une capitale diffĂ©rente, Ă la Cour suprĂȘme locale. Le collĂšge, composĂ© de 19 pays, dont certains ne sont pas membres de lâUE, discute de procĂ©dures nationales importantes, en particulier si elles peuvent donner lieu Ă des renvois prĂ©judiciels Ă la CJUE. Il sâagit de comprendre les nouveaux problĂšmes juridiques urgents et les questions juridiques qui apparaissent lorsquâon compare les maniĂšres dont ces nouveaux problĂšmes sont Ă©valuĂ©s dans les diffĂ©rents pays. Lâobjectif est de suggĂ©rer Ă la CJUE un besoin dâharmonisation ou dâinitier des renvois prĂ©judiciels. Dans cet esprit, une visite Ă la CJUE a Ă©galement eu lieu. Ă Vienne, les participants se sont principalement penchĂ©s sur le problĂšme de lâapplication de lâIA dans les procĂ©dures judiciaires en matiĂšre de droit des marques et ont prĂ©cisĂ© la dĂ©claration dĂ©jĂ faite Ă RIGA en 2024 (GRUR 2025,143, de lâAssociation allemande pour la protection de la propriĂ©tĂ© intellectuelle): un plan dâaction sĂ»r et clair doit ĂȘtre […]
Marianne Grabrucker | sic! 2026 Ausgabe 3
Der CIPCO IGE Workshop 2025 widmete sich den Herausforderungen von KĂŒnstlicher Intelligenz und DatenflĂŒssen im Kontext des Urheberrechts. Diskutiert wurden technische Grundlagen wie Training, Transparenz und Herausforderungen bei der Weiterentwicklung von Sprachmodellen. Juristische BeitrĂ€ge beleuchteten die politische Debatte in der Schweiz und die Frage nach neuen Regeln im Urheberrecht. Besonders betont wurde die Spannung zwischen Innovationsförderung und Schutz der Kreativen. Industrievertreter stellten ihre GeschĂ€ftsmodelle und Erwartungen an rechtliche Rahmenbedingungen dar. Ăkonomische Analysen hinterfragten die traditionelle BegrĂŒndung des Urheberrechts und diskutierten neue Anreizsysteme fĂŒr Datenproduktion. Auch die Rolle internationaler Organisationen wie der WIPO sowie die Implikationen des EU AI Act fĂŒr die Schweiz wurden thematisiert. Insgesamt zeigte der Workshop die Notwendigkeit klarer, zukunftsfĂ€higer Regeln, um Innovation und Rechtssicherheit zu verbinden. Le workshop CIPCO/IPI 2025 a Ă©tĂ© consacrĂ© aux dĂ©fis posĂ©s par lâintelligence artificielle et les flux de donnĂ©es dans le contexte du droit dâauteur. Les discussions ont portĂ© sur les fondements techniques tels que lâentraĂźnement, la transparence et les difficultĂ©s liĂ©es au perfectionnement des modĂšles linguistiques. Les contributions juridiques ont Ă©clairĂ© le dĂ©bat politique en Suisse et la question de nouvelles rĂšgles en matiĂšre de droit dâauteur. Lâaccent a Ă©tĂ© mis en particulier sur la tension entre la promotion de lâinnovation et la protection des crĂ©ateurs. Les reprĂ©sentants de lâindustrie ont prĂ©sentĂ© leurs modĂšles dâaffaires et leurs attentes en matiĂšre de cadre juridique. Des analyses Ă©conomiques ont remis en question la justification traditionnelle du droit dâauteur et discutĂ© de nouveaux mĂ©canismes dâincitation Ă la production de donnĂ©es. Le rĂŽle dâorganisations internationales telles que lâOMPI ainsi que les implications pour la Suisse de la loi europĂ©enne sur lâIA ont Ă©galement Ă©tĂ© abordĂ©s. Dans lâensemble, le workshop a montrĂ© la nĂ©cessitĂ© de rĂšgles claires et pĂ©rennes afin de concilier innovation et sĂ©curitĂ© juridique. Peter Picht / Florent Thouvenin | 2026 Ausgabe 3
Peter Picht / Florent Thouvenin | sic! 2026 Ausgabe 3
Anders als oft behauptet verleiht die Eintragung einer Marke kein «ewiges» Ausschliessungsrecht. Unter europĂ€ischem Recht wird eine Marke, die nicht innert fĂŒnf Jahren tatsĂ€chlich benutzt worden ist, vielmehr löschungsreif. Neben der Erschöpfung ist die rechtserhaltende Benutzung von Marken eines der derzeit zentralen Themen des Markenrechts. Unter der inhaltlichen Leitung von Dr. Michael Ritscher und der organisatorischen Leitung von Dr. Christoph Gasser widmete sich der diesjĂ€hrige zweitĂ€gige, dieses Mal gemeinsam mit dem Institut fĂŒr geistiges Eigentum IGE ausgerichtete Workshop den AusprĂ€gungen sowie dem Nachweis rechtserhaltender Markennutzung. Im Zentrum der Tagung stand die Frage, wie Markeninhaber in einer zunehmend digitalen und fragmentierten Markenwelt den rechtserhaltenden Gebrauch ihrer Marken nachweisen können. Durch Beleuchtung der Gesetzgebungen sowie der gelebten Praxis an den zentralen Behörden und Gerichten im nationalen und europĂ€ischen Kontext erfolgte eine interdisziplinĂ€re sowie rechtsvergleichende Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Markenrechts konfrontiert mit den dynamischen Entwicklungen der wirtschaftlichen RealitĂ€t. Die Tagung war Alexander von MĂŒhlendahl gewidmet, der sich wie wenige andere um die Entwicklung des internationalen und insbesondere des europĂ€ischen und deutschen Markenrechts verdient gemacht hat â und dies als regelmĂ€ssiger Teilnehmer des Ittinger Workshops weiterhin tut. Contrairement Ă ce qui est souvent affirmĂ©, lâenregistrement dâune marque ne confĂšre pas un droit exclusif «éternel». En droit europĂ©en, une marque qui nâa pas fait lâobjet dâun usage effectif dans un dĂ©lai de cinq ans devient au contraire susceptible dâĂȘtre radiĂ©e. Ă cĂŽtĂ© de lâĂ©puisement, lâusage sĂ©rieux des marques figure parmi les thĂšmes actuellement centraux du droit des marques. Sous la direction scientifique de Dr. Michael Ritscher et la direction organisationnelle de Dr. Christoph Gasser, la confĂ©rence de cette annĂ©e, dâune durĂ©e de deux jours et organisĂ©e cette fois conjointement avec lâInstitut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle, Ă©tait consacrĂ©e aux diffĂ©rentes formes de lâusage sĂ©rieux des marques ainsi quâĂ la preuve de cet usage. Au cĆur des Ă©changes figurait la question de savoir comment, dans un univers des marques toujours plus numĂ©rique et fragmentĂ©, les titulaires de marques peuvent apporter la preuve dâun usage sĂ©rieux. Par lâexamen des lĂ©gislations et des pratiques suivies par les principales autoritĂ©s et juridictions dans un contexte national et europĂ©en, il en est rĂ©sultĂ© une rĂ©flexion interdisciplinaire et de droit comparĂ© […]
Alexander Decadt / Kaan Tasdemir | sic! 2026 Ausgabe 3
Kategorie nicht im Rubriken-Array vorhanden. Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | 2026 Ausgabe 3
Gregor Wild / Michel MĂŒhlstein / Anne-Virginie La Spada | sic! 2026 Ausgabe 3