sic!
Zeitschrift fĂŒr ImmaterialgĂŒter-, Informations- und Wettbewerbsrecht
Seit 1997 stellt die Zeitschrift sic! sicher, dass Schweizer ImmaterialgĂŒterrechtlerinnen und ImmaterialgĂŒterrechtler stets auf dem neuesten Stand der Rechtsprechung und der wissenschaftlichen Diskussion sind. DarĂŒber hinaus bietet die sic! dieselben hochwertigen Inhalte auch in den Bereichen Informationsrecht, Datenschutzrecht und Wettbewerbsrecht.
Unsere renommierten Expertinnen und Experten verfassen praxisnahe und wissenschaftlich fundierte BeitrĂ€ge, die sowohl dogmatische als auch rechtspolitische Fragestellungen beleuchten. ErgĂ€nzt wird das Angebot durch aktuelle Berichterstattungen aus den wichtigsten schweizerischen Fachorganisationen, die die sic! unterstĂŒtzen.
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Sport hat in den vergangenen Jahrzehnten eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erlangt. Damit einher geht eine intensivierte kommerzielle Verwertung der Persönlichkeitsattribute von Sportlerinnen und Sportlern, deren Strahlkraft und Marktwert kontinuierlich wachsen. Dieser Beitrag veranschaulicht diese Entwicklung zunĂ€chst anhand ausgewĂ€hlter Beispiele von Bild- und Namensnutzungen und beleuchtet anschliessend die einschlĂ€gigen rechtlichen Rahmenbedingungen mit Fokus auf Sponsoring- und LizenzvertrĂ€ge. Im Zentrum steht die Frage, inwieweit vertragliche Einwilligungen zu solchen Nutzungen widerrufen werden können. Au cours des derniĂšres dĂ©cennies, le sport a acquis une importance Ă©conomique considĂ©rable. Cela sâaccompagne dâune exploitation commerciale accrue des traits de personnalitĂ© des athlĂštes, dont le rayonnement et la valeur marchande ne cessent de croĂźtre. Le prĂ©sent article illustre dâabord cette Ă©volution Ă lâaide dâexemples choisis dâutilisations de lâimage et du nom, avant dâexaminer le cadre juridique applicable, en mettant lâaccent sur les contrats de sponsoring et de licence. Au cĆur de lâanalyse se trouve la question de savoir dans quelle mesure les consentements contractuels Ă de telles utilisations peuvent ĂȘtre rĂ©voquĂ©s.
Martina Braun / Marc Nater | sic! 2026 Ausgabe 4
En raison des enjeux Ă©conomiques quâelles reprĂ©sentent dĂ©sormais, les compĂ©titions sportives sont de plus en plus souvent exposĂ©es au piratage. La France est prĂ©curseur dans la protection de ces contenus et propose une solution rapide, simple et efficace au moyen dâun instrument unique, le «Code du sport». Il est certes possible dâagir Ă©galement en Suisse, mais le systĂšme est complexe et manque de souplesse, alors que ce type de violations nĂ©cessite une intervention rapide et dĂ©finitive. Aufgrund ihrer heutigen wirtschaftlichen Bedeutung sind SportwettkĂ€mpfe zunehmend Piraterie ausgesetzt. Frankreich ist Vorreiter beim Schutz dieser Inhalte und bietet mittels eines einzigartigen Instruments, dem «Code du sport», eine schnelle, einfache und effiziente Lösung. Auch in der Schweiz lĂ€sst sich dagegen vorgehen, aber das System ist komplex und nicht flexibel genug, wĂ€hrend solche Verstösse ein schnelles und endgĂŒltiges Eingreifen erfordern.
Thibault Lachacinski / Fabienne Fajgenbaum / Pascal Fehlbaum / Cindy Garaud / Theda König Horowicz | sic! 2026 Ausgabe 4
Daten von vernetzten SportgerĂ€ten werden im Profifussball zunehmend als wichtiger Wettbewerbsfaktor angesehen. Die EU-Datenverordnung verpflichtet die Hersteller intelligenter Produkte zum Teilen der Daten und kommt damit bestehenden Exklusivrechten in die Quere. Dieser Beitrag zeigt auf, wie Art. 43 der Datenverordnung das Schutzrecht sui generis von Datenbanken fĂŒr maschinell erzeugte Sportdaten einschrĂ€nkt und welche Konsequenzen dies fĂŒr datenbasierte GeschĂ€ftsmodelle hat.
Les donnĂ©es issues des appareils de sport connectĂ©s sont de plus en plus considĂ©rĂ©es comme un facteur concurrentiel important dans le football professionnel. Le rĂšglement europĂ©en sur les donnĂ©es oblige les fabricants de produits intelligents Ă partager les donnĂ©es, ce qui va Ă lâencontre des droits dâexclusivitĂ© existants. Le prĂ©sent article montre comment lâart. 43 du rĂšglement sur les donnĂ©es restreint le droit de protection sui generis des bases de donnĂ©es en ce qui concerne les donnĂ©es sportives gĂ©nĂ©rĂ©es automatiquement et quelles en sont les consĂ©quences pour les modĂšles commerciaux basĂ©s sur les donnĂ©es.
Data from connected sports equipment are increasingly seen as a key competitive factor in professional football. The EU Data Act obliges manufacturers of smart products to share data, thereby interfering with existing exclusive rights. This article shows how Art. 43 of the Data Act limits sui generis database protection for machine-generated sports data and what consequences this has for data-driven business models.
Nariat Pashaeva | sic! 2026 Ausgabe 4
Der eSport hat sich in den vergangenen Jahren zu einem globalen PhĂ€nomen mit professionellen Ligen, beachtlicher medialer Reichweite und erheblichen wirtschaftlichen Interessen entwickelt. Im Gegensatz zum traditionellen Sport basiert der eSport auf urheberrechtlich geschĂŒtzten digitalen Werken und unterliegt dadurch den jeweils anwendbaren nationalen urheberrechtlichen Vorgaben. Das Wechselspiel zwischen geistigem Eigentum, wirtschaftlicher Verwertung und sportlicher AusĂŒbung prĂ€gt den rechtlichen Ordnungsrahmen des eSports in einzigartiger Weise. Dieser Beitrag beleuchtet die Entwicklung des eSports, analysiert die Bedeutung des Urheberrechts und beleuchtet ausgewĂ€hlte Fragen mit Blick auf das Markenrecht. Au cours des derniĂšres annĂ©es, lâeSport est devenu un phĂ©nomĂšne mondial avec des ligues professionnelles, une couverture mĂ©diatique considĂ©rable et des intĂ©rĂȘts Ă©conomiques importants. Contrairement aux sports traditionnels, lâeSport repose sur des Ćuvres numĂ©riques protĂ©gĂ©es par le droit dâauteur et est donc soumis aux dispositions nationales applicables en matiĂšre de droit dâauteur. Lâinteraction entre la propriĂ©tĂ© intellectuelle, lâexploitation Ă©conomique et la pratique sportive caractĂ©rise de maniĂšre unique le cadre juridique de lâeSport. Le prĂ©sent article prĂ©sente lâĂ©volution de lâeSport, analyse lâimportance du droit dâauteur et Ă©claire certaines questions relatives au droit des marques.
Mirjam Koller-Trunz / Simone Huser / Markus Kaiser | sic! 2026 Ausgabe 4
La valorisation Ă©conomique croissante des grands Ă©vĂ©nements sportifs a conduit Ă un recours accru au droit des marques afin de protĂ©ger des signes Ă©troitement liĂ©s Ă des manifestations sportives notoires. Cette tendance, observable tant en droit suisse quâen droit europĂ©en et amĂ©ricain, soulĂšve des interrogations quant Ă lâĂ©tendue du droit exclusif confĂ©rĂ© et Ă ses consĂ©quences, notamment au regard du risque de tromperie du public et des pratiques dâambush marketing. Ă travers lâanalyse de lâarrĂȘt FIFA c. PUMA SE relatif Ă la Coupe du Monde de football 2022 au Qatar, le prĂ©sent article examine les fondements et les limites de la protection des Ă©vĂ©nements sportifs notoires par le droit des marques et sâinterroge sur le rĂŽle du droit de la concurrence dĂ©loyale. Die zunehmende wirtschaftliche Aufwertung von grossen Sportveranstaltungen hat dazu gefĂŒhrt, dass das Markenrecht verstĂ€rkt zum Schutz von Zeichen herangezogen wird, die in engem Zusammenhang mit bekannten Sportveranstaltungen stehen. Dieser Trend, der sowohl im Schweizer Recht als auch im europĂ€ischen und amerikanischen Recht zu beobachten ist, wirft Fragen hinsichtlich des Umfangs des gewĂ€hrten ausschliesslichen Rechts und seiner Folgen auf, insbesondere im Hinblick auf die Gefahr der IrrefĂŒhrung der Ăffentlichkeit und Ambush-Marketing-Praktiken. Anhand einer Analyse des Urteils FIFA gegen PUMA SE im Zusammenhang mit der Fussballweltmeisterschaft 2022 in Katar untersucht dieser Artikel die Grundlagen und Grenzen des Schutzes bekannter Sportveranstaltungen durch das Markenrecht und befasst sich mit der Rolle des Rechts des unlauteren Wettbewerbs.
Victoria Monod | sic! 2026 Ausgabe 4
Der vorliegende Aufsatz befasst sich mit Patentstreitigkeiten in der Sportindustrie, einem Sektor, der zunehmend durch technologische Innovation geprĂ€gt wird. Anhand einer Analyse einer Reihe von vor dem Einheitlichen Patentgericht («EPG») gefĂŒhrten Verfahren untersuchen wir, unter welchen Voraussetzungen das Gericht einstweiligen Rechtsschutz in Auseinandersetzungen betreffend Software fĂŒr einen Video-Assistenten im FuĂball, LawinenverschĂŒttetensuchgerĂ€te sowie E-Bike-Konstruktionen gewĂ€hrt oder abgewiesen hat.
Marius Fischer / Raphael Zingg | sic! 2026 Ausgabe 4
Mathis Berger | Jaques de Werra Liebe Leserin, lieber Leser Sport fasziniert, Sport begeistert! Die Begeisterung fĂŒr den Sport machen ihn zu einem wichtigen Wirtschaftsgut, das viele Begehrlichkeiten weckt. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, ob und wie Sportevents, SportĂŒbertragungen, Sportler und Sportlerinnen, SportausrĂŒstung etc. rechtlich geschĂŒtzt werden können. Der Schutz durch ImmaterialgĂŒterrechte fördert Innovation und sichert wirtschaftlichen Wert. Die auf diese Weise generierten ErtrĂ€ge ermöglichen es, attraktive Sportevents zu entwickeln, organisieren und zu verbreiten, es werden ArbeitsplĂ€tze geschaffen und die öffentliche Infrastruktur wird entwickelt. Dies ist fĂŒr viele Staaten (insbesondere fĂŒr diejenigen, die groĂe Sportveranstaltungen organisieren) eine strategische Herausforderung. Es ist daher kein Zufall, dass die Weltorganisation fĂŒr geistiges Eigentum (WIPO) den Welt-Tag des geistigen Eigentums 2026 dem Thema «Geistiges Eigentum und Sport» widmet (der am 26. April 2026, dem Geburtstag der WIPO, stattfindet, siehe âčwww.wipo.int/en/web/ipday/2026/âș). Gleichzeitig stellt sich die Frage nach den wettbewerbsrechtlichen Vorgaben, die aufgrund der pyramidenförmigen Organisation von SportverbĂ€nden und exklusiven Berechtigungen nach einem besonderen Augenmerk verlangen. Alles Themen der sic!. Das vorliegende Heft geht gewissen dieser Fragen nach. Im ersten Beitrag setzen sich Martina Braun und Marc Nater mit Bildern und Namen von Athletinnen und Athleten auseinander und untersuchen deren Schutzmöglichkeiten und vertragliche Nutzung. FĂŒr den Kampf gegen die illegale Weitersendung von Aufnahmen von Sportevents hat das französische Recht besondere Möglichkeiten entwickelt, weshalb sich die Frage stellt, ob und welche Schutzmechanismen das Schweizer Recht kennt. Dies bildet Gegenstand des Beitrags eines Teams von französischen und schweizerischen Autoren, nĂ€mlich von Thibault Lachacinski, Fabienne Fajgenbaum, Pascal Fehlbaum, Theda König Horowicz und Cindy Garaud. Die von smarten FussbĂ€llen gesammelten Daten stellen die Frage danach, wie gemĂ€ss europĂ€ischem Recht diese Daten durch das Sui Generis Recht fĂŒr Datenbanken geschĂŒtzt sind und wie sich die Rechtslage betreffend Datenweitergabe gestaltet. Diese Fragen werden von Nariat Pashaeva diskutiert. Mirjam Koller-Trunz, Simone Huser und Markus Kaiser befassen sich mit dem E-Sport und untersuchen mit Bezug darauf die Bedeutung des Urheber- und Markenrechts. Der programmatischen Frage, wann der Sport eine Marke wird, geht Victoria Monod anhand des Bundesgerichtsentscheids in Sachen FIFA gegen Puma nach. Schliesslich stellen Marius Fischer und Raphael Zingg mehrere patentrechtliche Streitigkeiten mit Sportbezug dar und diskutieren diese. Wir hoffen, liebe […]
Mathis Berger / Jaques de Werra | sic! 2026 Ausgabe 4