Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 26. Mai 2021 (Plenum)
Mitgeteilt von Mischa Senn, Prof. Dr. iur., Fachexperte und VizeprĂ€sident der SLK, ZĂŒrich.
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Fabian Altmann, Cyrill Rieder, Joseph Schmitz, Roger Staub (Lead).
Report of the Swiss Group
Members of the working group: Marc Wullschleger (chair), Manuel Bigler, Boris Catzelis, Marco Handle, Raphael Nusser.
Die COVID-19 Pandemie hat zu einer ausserordentlichen und beispiellosen Beschleunigung der Forschung und Entwicklung von Heilmitteln gefĂŒhrt. Das Genom von SARS-CoV-2 war nach nur wenigen Tagen bekannt, Test-Kits waren nach wenigen Wochen verfĂŒgbar und die ersten Impfstoffe nach weniger als einem Jahr auf dem Markt. Hinter diesen Fortschritten stehen private und öffentliche Institutionen, die grenzĂŒberschreitend und manchmal ungeachtet entgegengesetzter Interessen zusammengearbeitet, Erfindungen gemacht und diese zu Marktreife entwickelt haben. Um einer ungleichen Verteilung der FrĂŒchte dieser Fortschritte entgegenzuwirken, wurde bereits im Herbst 2020 vorgeschlagen, den Patentschutz ĂŒber Erfindungen im Zusammenhang mit der Pandemie zu sistieren, indem Teile des TRIPS-Abkommens ausser Kraft gesetzt werden. Im Mai 2021 hat sich die neue US-Administration öffentlich hinter diesen Vorschlag gestellt. Vorliegend nehmen das Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES und sechs Schweizer UniversitĂ€tsprofessoren zu diesem Vorschlag Stellung.
La pandĂ©mie de COVID-19 a entraĂźnĂ© une accĂ©lĂ©ration extraordinaire et sans prĂ©cĂ©dent de la recherche et du dĂ©veloppement de produits thĂ©rapeutiques. Le gĂ©nome du virus SARS-CoV-2 Ă©tait sĂ©quencĂ© aprĂšs quelques jours seulement, des kits de test distribuĂ©s aprĂšs quelques semaines et les premiers vaccins ont Ă©tĂ© mis sur le marchĂ© aprĂšs moins dâun an. Ces avancĂ©es ont Ă©tĂ© rĂ©alisĂ©es par des institutions privĂ©es et publiques qui ont collaborĂ© au-delĂ les frontiĂšres, parfois sans tenir compte de leurs intĂ©rĂȘts divergents, pour crĂ©er des inventions et les dĂ©velopper jusquâĂ leur commercialisation. Pour Ă©viter une rĂ©partition inĂ©gale des fruits de ces progrĂšs, il a Ă©tĂ© proposĂ© dĂšs lâautomne 2020 de lever la protection par brevet des inventions liĂ©es Ă la pandĂ©mie en suspendant certaines parties de lâaccord sur les ADPIC. En mai 2021, la nouvelle administration des Ătats-Unis dâAmĂ©rique a publiquement donnĂ© son appui Ă cette proposition. L’Institut fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz INGRES et six professeurs dâuniversitĂ© suisses commentent cette proposition.
Lors de sa sĂ©ance du 26 mai 2021, le Conseil fĂ©dĂ©ral a pris connaissance du rapport de lâIPI portant sur lâaccĂšs aux donnĂ©es non personnelles dans le secteur privĂ©.
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 26. Mai 2021 den Bericht des IGE «Zugang zu Sachdaten in der Privatwirtschaft» zur Kenntnis genommen.
«Massenwerbung»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 17. MĂ€rz 2021 (I. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn | sic! 2021 Augabe 7-8
«Kundenbeziehung»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 20. Januar 2021 (III. Kammer)
Mitgeteilt von Mischa Senn | sic! 2021 Ausgabe 5
«Bettina will leben»
Entscheid der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 16. September 2020 (I. Kammer)
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- â In den Kapiteln 13 und 14 betreffend die ergĂ€nzenden Schutzzertifikate (ESZ) und die pĂ€diatrischen Zertifikate wurden PrĂ€zisierungen zu den PrĂŒfkriterien der AbsĂ€tze 13.1, 13.2.2, 13.2.3, 13.2.5, 13.3, 13.4, 13.5, 14.1.1 und 14.1.3 vorgenommen.
Diese PrĂ€zisierungen klĂ€ren Fragen betreffend Zulassungen bei der Erlangung pĂ€diatrischer VerlĂ€ngerungen, ZurĂŒckstellungen pĂ€diatrischer Studien, Sistierungen der Gesuche auf Erteilung eines ESZ, Fristen fĂŒr die Beantwortung von Beanstandungen und ESZ mit negativer Laufzeit.
- â Im Kapitel 1.2.3, wurde der Absatz betreffend die Frist zur Erledigung einer schriftlichen Beanstandung im Rahmen der SachprĂŒfung einer Patentanmeldung aktualisiert, um der heutigen Praxis (Frist von drei Monaten, verlĂ€ngerbar) Rechnung zu tragen. FĂŒr die ESZ und die pĂ€diatrischen Zertifikate betrĂ€gt die Frist zwei Monate.
- â Dans les chapitres 13 et 14 concernant les certificats complĂ©mentaires de protection (CCP) et les certificats pĂ©diatriques, des prĂ©cisions ont Ă©tĂ© apportĂ©es aux critĂšres dâexamen sous 13.1, 13.2.2, 13.2.3, 13.2.5, 13.3, 13.4, 13.5, 14.1.1 et 14.1.3.
Ces amendements concernent des questions relatives aux autorisations de mise sur le marchĂ© dâun mĂ©dicament dans le cadre de lâobtention dâune prolongation pĂ©diatrique, le report des Ă©tudes pĂ©diatriques, la suspension de la demande de dĂ©livrance dâun CCP, le dĂ©lai pour rĂ©pondre aux notifications et les CCP Ă pĂ©riode de protection nĂ©gative.
- â Au chapitre 1.2.3, le paragraphe prĂ©cisant le dĂ©lai de rĂ©ponse Ă une notification Ă©crite Ă©mise lors de lâexamen dâune demande de brevet a Ă©tĂ© actualisĂ© afin de reflĂ©ter la pratique prĂ©valant Ă prĂ©sent (dĂ©lai de trois mois, prolongeable). Pour les CCP et les certificats pĂ©diatriques, le dĂ©lai est de deux mois.
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Bericht ĂŒber die INGRES-Tagung vom 27. Januar 2020
Die Frage, wer berechtigt ist, welche AnsprĂŒche gegen wen und in welchem Verfahren einzuklagen, ist im ImmaterialgĂŒterrecht besonders relevant. Der Fragebogen Q275 der AIPPI geht zudem weiter als sein Titel es ahnen lĂ€sst und erörtert neben dem eigentlichen Thema der Aktivlegitimation noch einige verwandte Themen, wie beispielsweise die Frage, ob der angebliche Verletzer eines ImmaterialgĂŒterrechts eine NichtigerklĂ€rung desselben mit Wirkung nur inter partes verlangen kann oder ob gewisse Arten von Rechtsbegehren nur von gewissen Gruppen von KlĂ€gern gestellt werden können. Wie jeder AIPPI Study Questionnaire enthĂ€lt auch Q275 drei Teile. In einem ersten Teil wird das jeweilige (hier: das schweizerische) Recht de lege lata erörtert. Im zweiten Teil schlĂ€gt die Arbeitsgruppe Verbesserungen des anwendbaren Rechts de lege ferenda vor; vorliegend wĂŒrde die Schweizer Gruppe einige Klarstellungen und punktuelle Ănderungen, insbesondere bei der Aktivlegitimation von nichtausschliesslichen Lizenznehmern, begrĂŒssen. Im letzten Teil werden Fragen zur internationalen Harmonisierung dieses Rechtsgebiets gestellt. Die Schweizer Gruppe wĂŒnscht insofern eine Vereinheitlichung, dass Rechtsinhaber und ausschliessliche Lizenznehmer fĂŒr Verletzungsklagen grundsĂ€tzlich aktivlegitimiert sein sollen und dass eine NichtigerklĂ€rung erga omnes eines ImmaterialgĂŒterrechts nicht in einem Verfahren ohne Beteiligung des Rechtsinhabers möglich sein soll.
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