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Berichte / Rapports
Der Verband der freiberuflichen EuropĂ€ischen und Schweizer PatentanwĂ€lte (VESPA), der Verband der IndustriepatentanwĂ€lte in der Schweiz (VIPS) und der Verband Schweizerischer Patent- und MarkenanwĂ€lte (VSP) luden gemeinsam mit INGRES die Teilnehmer zu einer Veranstaltung ĂŒber die Zukunft des Schweizer Patentsystems ein. Die derzeitige Situation des Schweizer Patents und mögliche Entwicklungen wurden in verschiedenen VortrĂ€gen und Diskussionsrunden dargestellt. Die von zahlreichen Teilnehmern besuchte Tagung war dem Gedanken der Aufwertung des Schweizer Patentsystems gewidmet, welcher sich im Zusammenhang mit der UmwĂ€lzung der Gesetzgebung in der EuropĂ€ischen Union ergibt.

Kilian SchÀrli / Andrea Gloor | sic! 2015 édition 9



Im Schweizer Recht findet sich keine ausdrĂŒckliche Definition der «Erfinderschaft»; insbesondere verzichtet das Schweizer Gesetzesrecht darauf, die materiellen Erfordernisse an eine Person zu definieren, damit diese als Erfinder betrachtet wird. Die anspruchsvolle Aufgabe, solche Erfordernisse festzulegen, ist den Gerichten ĂŒberlassen.

sic! 2015 édition 7-8



Report of Swiss Group

Members of the working group: Barbara Abegg, Fanny AmbĂŒhl, David Aschmann, Ursula In-Albon, Gallus Joller, Cyrill Rieder, Catherine Raymann, Roger Staub, Markus Wang (chairman)

sic! 2015 édition 7-8





Der EuGH erhielt im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens erneut Gelegenheit, seine – mit dem Padawan-Entscheid eingeleitete – Rechtsprechung zu den unionsrechtlichen Rahmenbedingungen fĂŒr mitgliedstaatliche PrivatkopievergĂŒtungen zu verfeinern. Angeschnitten wurde dabei auch deren VerhĂ€ltnis zu technischen Schutzmassnahmen und zu VergĂŒtungen, die von den Privaten fĂŒr an sich freigestellte Nutzungen auf individualvertraglicher Grundlage gezahlt werden. In diesen Schnittstellenbereichen zwischen urheberrechtlichen Schranken und nicht kongruenten tatsĂ€chlichen Nutzungsumfeldern stellen sich Fragen, deren Beantwortung unmittelbar mit der Rechtsnatur der PrivatvervielfĂ€ltigungsschranke zusammenhĂ€ngen. Der EuGH gibt auf diese Fragen zwar keine abschliessenden Antworten, sondern verweist auf die mitgliedstaatlichen Regelungen. Nichtsdestotrotz gibt der Entscheid Anlass, die diesbezĂŒgliche – nur zum Teil geklĂ€rte – Rechtslage in der Schweiz zu beleuchten.

Dans le cadre d’une procĂ©dure de demande prĂ©judicielle, la Cour de justice de l’Union europĂ©enne a de nouveau eu l’occasion d’affiner sa jurisprudence relative aux conditions cadre de la rĂ©munĂ©ration des copies privĂ©es dans les Etats membres de l’Union europĂ©enne, qu’elle avait initiĂ©e avec la dĂ©cision Padawan. A cette occasion, la question de leur rapport avec les mesures techniques de protection et avec des rĂ©munĂ©rations pour une utilisation, en soi libre, versĂ©es sur une base contractuelle individuelle par les personnes privĂ©es a Ă©tĂ© abordĂ©e. Dans ces zones d’interface entre les limitations aux droits d’auteur et les usages qui se font de maniĂšre incongrue dans la rĂ©alitĂ©, des questions se posent, dont les rĂ©ponses se trouvent en connexitĂ© directe avec la nature juridique de l’exception de la copie privĂ©e. La Cour de justice ne fournit pas de rĂ©ponse dĂ©finitive Ă  ces questions, mais renvoie aux lĂ©gislations des Etats membres. MalgrĂ© cela, la dĂ©cision procure l’occasion de donner quelques Ă©claircissements sur la situation juridique en Suisse, laquelle n‘est que partiellement dĂ©broussaillĂ©e.

Fabian Wigger / Marco Handle | sic! 2015 édition 7-8



Die bisherige Rechtsprechung der Grossen Beschwerdekammer des EuropĂ€ischen Patentamtes gibt Antworten auf die Fragen, ob die Einheitlichkeit im Einspruchs- bzw. Beschwerdeverfahren eine Rolle spielt (G 1/91) oder welche EinspruchsgrĂŒnde im Einspruchs- bzw. Beschwerdeverfahren geprĂŒft werden dĂŒrfen (G 9/91, G 10/91). Bis anhin war jedoch unklar, inwiefern die Klarheit von geĂ€nderten AnsprĂŒchen in Einspruchs- bzw. Beschwerdeverfahren geprĂŒft werden darf. Der Entscheid G 3/14 beantwortet diese Frage.

Jusqu’à prĂ©sent, la jurisprudence actuelle de la Grande Chambre de recours de l’office europĂ©en des brevets rĂ©pondait aux questions de savoir si le principe de l’unitĂ© jouait un rĂŽle en procĂ©dure d’opposition et de recours (G 1/91) ou quels Ă©taient les motifs d’opposition qui pouvaient ĂȘtre examinĂ©s en procĂ©dure d’opposition et de recours (G 9/91, G10/91). Il n’était toutefois pas Ă©vident de juger dans quelle mesure la clartĂ© des modifications dans les revendications pouvait ĂȘtre examinĂ©e en procĂ©dure d’opposition et de recours. L’arrĂȘt G 3/14 rĂ©pond Ă  cette question.

Louis Lagler / Alfred Köpf / Demian Stauber | sic! 2015 édition 7-8



In the Swiss law there is no explicit definition of “inventorship”. In particular, Swiss statutory law does not define the substantive requirements for a person contributing to the making of an invention to be considered an inventor. It is left to the courts to establish and describe such requirements.

Report of Swiss Group | sic! 2015 édition 7-8



Yes, Swiss law provides for such protection, essentially based on art. 2 and art. 3 para. 1 let. e) of the Swiss Federal Act against Unfair Competition (“Unfair Competition Act”) prohibiting, inter alia, imitative comparisons and, as far as famous or at least well-known trademarks are concerned, based on art. 15 of the Swiss Federal Act concerning the Protection of Trademarks and Indications of Origin (“Trademark Act”) respectively. There are also some decisions in which courts have provided protection against free riding based on art. 3 para. 1 Trademark Act and art. 3 para. 1 let. d) Unfair Competition Act, although these provisions are directed to protect against confusingly similar signs and trademarks respectively.

Report of Swiss Group | sic! 2015 édition 7-8



FĂŒr Beschwerden mit einer Partei und einer Vorinstanz, namentlich Markeneintragungsbeschwerden, die ab 1. Oktober 2015 beim Bundesverwaltungsgericht eingehen, wird in der Regel ein Kostenvorschuss von CHF 3000.– (bisher CHF 2500.–), fĂŒr Beschwerden mit zwei widerstreitenden Parteien und einer Vorinstanz, namentlich Widerspruchsbeschwerden, in der Regel ein Kostenvorschuss von CHF 4500.– (bisher CHF 4000.–) erhoben.

sic! 2015 édition 7-8



Die diesjĂ€hrige Wintertagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union wurde von Dr. Michael Ritscher, LL.M., geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich zeichnete.

Christoph Berchtold | sic! 2015 édition 6





Mitteilung zu einer Erweiterung der Liste der Mikroorganismustypen, welche durch die Collection coréenne de cultures de référence (CCCR) und die Fondation coréenne de recherche sur les lignées cellulaires (FCRLC) akzeptiert wurden.

sic! 2015 édition 6



Die diesjĂ€hrige Wintertagung des Instituts fĂŒr gewerblichen Rechtsschutz (INGRES) zur Praxis des ImmaterialgĂŒterrechts in der EuropĂ€ischen Union wurde von Dr. Michael Ritscher, LL.M., geleitet, wĂ€hrend Dr. Christoph Gasser, LL.M., fĂŒr die Organisation verantwortlich zeichnete.

Christoph Berchtold | sic! 2015 édition 6







Gabriela Fettes / Lea Pessina | sic! 2015 édition 5



Das von Jacques de Werra herausgegebene Handbuch bietet auf 500 Seiten mit 19 voneinander unabhĂ€ngigen BeitrĂ€gen in englischer Sprache, verfasst von 21 Autoren aus Westeuropa, den USA sowie China, Indien und Japan, einen reichhaltigen, ĂŒberaus bunten Strauss an Fakten und Reflexionen zu den verschiedenen Lizenzvertragsarten und zum Lizenzvertragsrecht ĂŒberhaupt, wobei der Fokus abgesehen von den erwĂ€hnten asiatischen LĂ€ndern auf Europa und die USA gerichtet ist. Die sich aus den BeitrĂ€gen ergebende Vielfalt ist fĂŒr den wissenschaftlich motivierten Leser sehr reizvoll, zeigt aber auch, wie gross die bestehenden Differenzen der rechtlichen Regelungen nur schon innerhalb Westeuropas sind – trotz aller Beteuerungen der zustĂ€ndigen Organe, dass in der heutigen Wissensgesellschaft der rechtliche Rahmen die Verbreitung von Wissen nicht behindern dĂŒrfe, sondern erleichtern mĂŒsse. Die «föderalistische» Vielfalt erschwert bekanntlich IP-bezogene Transaktionen und erhöht die Transaktionskosten erheblich. Der mit dem Handbuch (mit-)verfolgte Zweck liegt denn auch erklĂ€rtermassen darin, wissenschaftlich aufbereitete Grundlagen fĂŒr eine internationale Harmonisierung des Lizenzvertragsrechts bereitzustellen. Diesen Zweck erreicht das Handbuch mit seinen durchwegs auf hohem Niveau angesiedelten BeitrĂ€gen von Akademikern und Praktikanten insgesamt ĂŒberzeugend. Verschiedene BeitrĂ€ge sind auch fĂŒr den Praktiker unmittelbar von Nutzen.

L’ouvrage publiĂ© par Jacques de Werra offre un bouquet riche et colorĂ© de donnĂ©es et de rĂ©flexions sur les diverses formes de contrats de licence, et de maniĂšre gĂ©nĂ©rale sur le droit des contrats de licence. ConstituĂ© de 19 contributions indĂ©pendantes les unes des autres et rĂ©digĂ©es en anglais par 21 auteurs d’Europe de l’Ouest, des USA, de Chine, d’Inde et du Japon, l’accent principal est mis sur l’Europe et les USA, Ă  l’exception des pays asiatiques susmentionnĂ©s. La diversitĂ© qui ressort des contributions sera trĂšs attractive pour le lecteur motivĂ© par des considĂ©rations scientifiques, mais elle dĂ©montre Ă©galement l’importance des diffĂ©rences entre les rĂ©glementations lĂ©gales, mĂȘme au sein de l’Europe occidentale et cela malgrĂ© les nombreuses dĂ©clarations des organes compĂ©tents selon lesquelles, dans la sociĂ©tĂ© du savoir dans laquelle nous vivons, le cadre juridique ne devrait pas empĂȘcher la transmission des connaissances, mais devrait au contraire la faciliter. C’est bien connu, la diversitĂ© «fĂ©dĂ©raliste» rend les transactions liĂ©es Ă  la propriĂ©tĂ© intellectuelle plus difficiles et en augmente sensiblement les coĂ»ts de transaction. Le but poursuivi par l’ouvrage vise ainsi explicitement Ă  Ă©tablir les bases scientifiques Ă  une harmonisation internationale du droit des licences. Ce livre atteint de façon convaincante le but fixĂ©, grĂące Ă  des contributions d’acadĂ©miciens et de praticiens qui sont toutes, sans exception, de haute facture. Plusieurs contributions sont par ailleurs d’une utilitĂ© directe pour les praticiens.

Werner Stieger | sic! 2015 édition 5



L’arrĂȘt traite de la portĂ©e de l’article 10 CEDH en relation avec l’infraction pĂ©nale de publication de dĂ©bats officiels secrets (art. 293 CP) et les dispositions protĂ©geant le secret de l’enquĂȘte dans le canton de Vaud (art. 166 et 184 ss aCPP-VD). La Cour admet, dans son principe, le but lĂ©gitime que constitue la prĂ©vention de la divulgation d’informations confidentielles, mais elle limite toutefois assez fortement le champ d’application des dispositions protĂ©geant le secret en exigeant, en rĂ©alitĂ©, une pesĂ©e des intĂ©rĂȘts in concreto. Elle conclut ainsi, dans le cas d’espĂšce, Ă  une violation de l’article 10 de la Convention.

Die Entscheidung diskutiert den Anwendungsbereich von Artikel 10 EMRK im VerhĂ€ltnis zum strafrechtlichen Tatbestand der Veröffentlichung amtlicher geheimer Verhandlungen (Art. 293 StGB) und den Bestimmungen zum Schutz der Vertraulichkeit des Untersuchungsverfahrens im Kanton Waadt (Art. 166 und 184 ff. aCAPP VD). Das Gericht anerkennt grundsĂ€tzlich das legitime Ziel, die Verbreitung vertraulicher Informationen zu verhindern, aber es schrĂ€nkt den Anwendungsbereich der Bestimmungen zum Geheimnisschutz stark ein und fordert eine InteressenabwĂ€gung unter BerĂŒcksichtigung der konkreten UmstĂ€nde. Es kommt zum Schluss, dass im vorliegenden Fall eine Verletzung von Artikel 10 der Konvention vorliegt.

Nicolas Capt | sic! 2015 édition 5



vom 6. November 1925 ĂŒber die internationale Eintragung gewerblicher Muster und Modelle, revidiert in London am 2. Juni 1934, in Den Haag am 28. November 1960 (ergĂ€nzt durch die Zusatzvereinbarung von Monaco [1961], die ErgĂ€nzungsvereinbarung von Stockholm [1967] und das Protokoll von Genf [1975] und geĂ€ndert [1979]) und in Genf am 2. Juli 1999

sic! 2015 édition 5



Le 30 avril 2014 s’est tenu, Ă  GenĂšve, le sĂ©minaire annuel organisĂ© conjointement par la License Executive Society Switzerland (LES-CH) et l’Institut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) sur la thĂ©matique des «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques».

Olivier Veluz | sic! 2015 édition 5



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