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Berichte / Rapports

Mittels Videokonferenz durchgefĂŒhrte mĂŒndliche Verhandlungen sind zwar mit dem EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommen vereinbar, aber sie sind dennoch nicht gleichwertig zu vor Ort durchgefĂŒhrten mĂŒndlichen Verhandlungen – dies ist eine mögliche Schlussfolgerung aus der jĂŒngsten Entscheidung der Grossen Beschwerdekammer G 1/21. Doch was bedeutet das konkret fĂŒr mĂŒndliche Verhandlungen vor den Beschwerdekammern des EuropĂ€ischen Patentamts? Ist die Zustimmung aller Parteien erforderlich, um eine mĂŒndliche Verhandlung mittels Videokonferenz durchzufĂŒhren? Die G 1/21 gibt einige klare Antworten, lĂ€sst aber zugleich wichtige Fragen unbeantwortet.

Les procĂ©dures orales par visioconfĂ©rence sont certes compatibles avec la Convention europĂ©enne des brevets, mais elles ne sont pas Ă©quivalentes aux procĂ©dures orales sur place – c’est une conclusion possible que l’on peut tirer de la rĂ©cente dĂ©cision de la Grande Chambre de recours G 1/21. Toutefois, on peut s’interroger sur la signification concrĂšte de cette dĂ©cision pour les procĂ©dures orales traitĂ©es devant les chambres de recours de l’Office europĂ©en des brevets: l’accord de toutes les parties est-il nĂ©cessaire pour organiser une procĂ©dure orale par visioconfĂ©rence? La dĂ©cision G 1/21 apporte quelques rĂ©ponses claires Ă  ce sujet, tout en laissant ouvertes plusieurs questions importantes.

Moritz Hönig / Alfred Köpf | sic! 2022 Ausgabe 6







Das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum hat seine Richtlinien in Markensachen teilweise revidiert. In der neuen Fassung sind alle seit dem Jahr 2019 in Kraft getretenen PraxisĂ€nderungen angefĂŒhrt sowie die neue Praxis betreffend die geografische EinschrĂ€nkung der Waren- und Dienstleistungsliste bei Marken mit einer Herkunftsangabe (vgl. dazu die nachfolgenden ErlĂ€uterungen).

Die neuen Richtlinien sind am 1. MĂ€rz 2022 in Kraft getreten und werden seit jenem Zeitpunkt auf alle hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Sie sind auf der Homepage des IGE abrufbar: â€čhttps://www.ige.ch/de/uebersicht-dienstleistungen/dokumente-und-links/markenâ€ș.

2022 Ausgabe 5

sic! 2022 Ausgabe 5



L’Institut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle a partiellement rĂ©visĂ© ses directives en matiĂšre de marques. Dans cette nouvelle version sont intĂ©grĂ©s tous les changements de pratique intervenus depuis 2019 ainsi que la nouvelle pratique concernant la limitation gĂ©ographique de la liste des produits et services pour les marques avec une indication de provenance (voir Ă  ce sujet les explications ci-dessous).

Les nouvelles directives sont entrĂ©es en vigueur le 1er mars 2022 et s’appliquent depuis cette date Ă  toutes les procĂ©dures en cours. Elles sont disponibles sur le site internet de l’Institut: â€čhttps://www.ige.ch/fr/prestations/documents-et-liens/marquesâ€ș.

2022 Ausgabe 5

sic! 2022 Ausgabe 5



Mit formaler KĂŒndigungsnote vom 29. Dezember 2021 hat Deutschland das Übereinkommen mit der Schweiz von 1892 gekĂŒndigt. Anlass hierfĂŒr ist ein Entscheid des EuGH vom 22. Oktober 2020 (verbundene Rechtssache C-720/18 und C-721/18), in welchem das Gericht das Übereinkommen mit spĂ€ter erlassenem EU-Recht (EU-Markenrechtsrichtlinie) als unvereinbar erklĂ€rt. Die KĂŒndigung erwĂ€chst per 31. Mai 2022 in Rechtskraft. Die Mitteilung der KĂŒndigung wurde am 9. MĂ€rz 2022 in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts (AS 2022 156) publiziert. Das IGE vertritt die Auffassung, dass das Übereinkommen auch in Zukunft fĂŒr jedes Widerspruchsverfahren, in dem die Einrede des Nichtgebrauchs gemĂ€ss Art. 32 des Bundesgesetzes vom 28. August 1992 ĂŒber den Schutz von Marken und Herkunftsangaben (MSchG, SR 232.11) geltend gemacht wurde, und fĂŒr jedes Löschungsverfahren wegen Nichtgebrauchs anwendbar bleibt, sofern der Zeitraum fĂŒr die PrĂŒfung des Gebrauchs vor dem Datum der KĂŒndigung des Übereinkommens [
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sic! 2022 Ausgabe 5



Das Eidgenössische Institut fĂŒr Geistiges Eigentum hat seine Richtlinien in Markensachen teilweise revidiert. In der neuen Fassung sind alle seit dem Jahr 2019 in Kraft getretenen PraxisĂ€nderungen angefĂŒhrt sowie die neue Praxis betreffend die geografische EinschrĂ€nkung der Waren- und Dienstleistungsliste bei Marken mit einer Herkunftsangabe (vgl. dazu die nachfolgenden ErlĂ€uterungen).&cbr;

Die neuen Richtlinien sind am 1. MĂ€rz 2022 in Kraft getreten und werden seit jenem Zeitpunkt auf alle hĂ€ngigen Verfahren angewendet. Sie sind auf der Homepage des IGE abrufbar: â€čhttps://www.ige.ch/de/uebersicht-dienstleistungen/dokumente-und-links/markenâ€ș.

sic! 2022 Ausgabe 5



L’Institut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle a partiellement rĂ©visĂ© ses directives en matiĂšre de marques. Dans cette nouvelle version sont intĂ©grĂ©s tous les changements de pratique intervenus depuis 2019 ainsi que la nouvelle pratique concernant la limitation gĂ©ographique de la liste des produits et services pour les marques avec une indication de provenance (voir Ă  ce sujet les explications ci-dessous).&cbr;

Les nouvelles directives sont entrĂ©es en vigueur le 1er mars 2022 et s’appliquent depuis cette date Ă  toutes les procĂ©dures en cours. Elles sont disponibles sur le site internet de l’Institut: â€čhttps://www.ige.ch/fr/prestations/documents-et-liens/marquesâ€ș.

sic! 2022 Ausgabe 5



«Kredit-Werbung»

Entscheide der Schweizerischen Lauterkeitskommission (SLKE) vom 15. September 2021 und 10. November 2021 (I. Kammer und Plenum)

Mischa Senn | sic! 2022 Ausgabe 5



Ein Unternehmen erhielt eine Werbe-E-Mail eines Personalberatungsunternehmens und erhob dagegen Beschwerde. Die BeschwerdefĂŒhrerin machte geltend, dass sie eine direktadressierte Werbung mittels E-Mail-Zustellung zugestellt erhielt, obschon zwischen ihr und der Beschwerdegegnerin keine Kundenbeziehung vorgelegen hĂ€tte. Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Kundenbeziehung aufgrund einer langjĂ€hrigen Zustellung von Werbung bestĂŒnde.

Mitgeteilt von Mischa Senn | 2022 Ausgabe 4

Mischa Senn | sic! 2022 Ausgabe 4



Beansprucht ein Anmelder mehrere europĂ€ische Anmeldungen mit identischem Schutzgegenstand mit demselben Wirksamkeitsdatum und fĂŒr dasselbe Schutzgebiet, handelt es sich um einen Anwendungsfall der sog. «Doppelpatentierung». Eine Doppelpatentierung ist im EuropĂ€ischen PatentĂŒbereinkommen nicht explizit ausgeschlossen. Die grosse Beschwerdekammer des EuropĂ€ischen Patentamts hat im Entscheid G 4/19 nun die allgemeine GĂŒltigkeit eines solchen Verbots der Doppelpatentierung festgehalten.

Si un demandeur revendique plusieurs demandes de brevets europĂ©ens ayant un objet de protection identique, la mĂȘme date d’entrĂ©e en vigueur et s’appliquant au mĂȘme domaine de protection, il s’agit d’un cas dit de «double brevetabilité», qui n’est pas explicitement exclu par la Convention sur le brevet europĂ©en. Dans sa dĂ©cision G 4/19, la Grande Chambre de Recours de l’Office europĂ©en des brevets a toutefois confirmĂ© la validitĂ© gĂ©nĂ©rale d’une telle interdiction de la double brevetabilitĂ©.

Vera Vallone | sic! 2022 Ausgabe 4



vom 9. September 1886 zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst, revidiert in Paris am 24. Juli 1971 und geÀndert am 28. September 1979

sic! 2022 Ausgabe 4



Ein Unternehmen erhielt eine Werbe-E-Mail eines Personalberatungsunternehmens und erhob dagegen Beschwerde. Die BeschwerdefĂŒhrerin machte geltend, dass sie eine direktadressierte Werbung mittels E-Mail-Zustellung zugestellt erhielt, obschon zwischen ihr und der Beschwerdegegnerin keine Kundenbeziehung vorgelegen hĂ€tte. Die Beschwerdegegnerin stellte sich auf den Standpunkt, dass eine Kundenbeziehung aufgrund einer langjĂ€hrigen Zustellung von Werbung bestĂŒnde.

Die I. Kammer hat die Beschwerde gutgeheissen und der Beschwerdegegnerin empfohlen, diesem Unternehmen inskĂŒnftig keine Werbe-E-Mails zuzustellen.

Mischa Senn | sic! 2022 Ausgabe 4







Le 4 novembre 2021 s’est tenu, Ă  GenĂšve, le 18Ăšme sĂ©minaire sur les «DĂ©veloppements rĂ©cents en droit des marques» organisĂ© conjointement par l’Institut FĂ©dĂ©ral de la PropriĂ©tĂ© Intellectuelle (IPI) et la License Executive Society Switzerland (LES-CH). La matiĂšre Ă©tait particuliĂšrement riche pour cette Ă©dition du sĂ©minaire puisqu’il s’agissait de revenir sur les dĂ©veloppements des deux annĂ©es Ă©coulĂ©es, l’édition 2020 n’ayant pu se tenir en raison de la situation sanitaire.

Am 4. November 2021 fand in Genf das 18. Seminar zum Thema «Aktuelle Entwicklungen im Markenrecht» statt, das vom Eidgenössischen Institut fĂŒr Geistiges Eigentum (IGE) und der License Executive Society Switzerland (LES-CH) gemeinsam organisiert wurde. Das Material fĂŒr diese Ausgabe des Seminars war besonders umfangreich, da es sich um einen RĂŒckblick auf die Entwicklungen der letzten zwei Jahre handelte. Im Jahr 2020 konnte das Seminar aufgrund der gesundheitlichen Situation nicht durchgefĂŒhrt werden.

Ghislain Guigon-Sell | sic! 2022 Ausgabe 3



Am 28. September 2021 versammelte sich ein ebenso vielfĂ€ltig interessiertes wie interdisziplinĂ€res Publikum, um im Museum fĂŒr Gestaltung ZĂŒrich das PhĂ€nomen der sogenannten «Kunst-Token» zu diskutieren. Der Sinn respektive Unsinn der Blockchain-Technologie in der Kunst sollte gemeinsam mit unterschiedlichen Vortragenden und den Teilnehmenden ergrĂŒndet werden. Organisiert wurde die Tagung vom Schweizer Forum fĂŒr Kommunikationsrecht (SF-FS) zusammen mit dem Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der UniversitĂ€t ZĂŒrich sowie dem Zentrum fĂŒr Kulturrecht (ZKR) der ZĂŒrcher Hochschule der KĂŒnste (ZHdK).

Le 28 septembre 2021, un public aussi diversifiĂ© qu’interdisciplinaire s’est rĂ©uni au MusĂ©e du design de Zurich pour discuter du phĂ©nomĂšne des «jetons artistiques». Le sens ou le non-sens de la technologie blockchain dans l’art devait ĂȘtre explorĂ© en commun avec diffĂ©rents intervenants et les participants. La confĂ©rence a Ă©tĂ© organisĂ©e par le Forum Suisse pour le Droit de la Communication (SF-FS) en collaboration avec le Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) de l’UniversitĂ© de Zurich et le Centre pour le Droit de la Culture (ZKR) de l’UniversitĂ© des Arts de Zurich (ZHdK).

Eliane Spirig | sic! 2022 Ausgabe 3





Ghislain Guigon-Sell | sic! 2022 Ausgabe 3



Eliane Spirig | sic! 2022 Ausgabe 3



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