Rolf Weber ist eine der führenden Gestalten im europäischen Informationsrecht. Er hat sich schon sehr früh aufgrund seiner verschiedenen akademischen und anwaltlichen Kontakte für Fragen der Internet-Governance interessiert und hierzu profunde Monografien veröffentlicht. Ein solches Meisterwerk findet sich jetzt auch in dem vorliegenden Band über die regulatorischen Zugehensweisen zum Internet. Sehr schön werden zunächst einmal die verschiedenen Governance-Zugänge für die Informationsgesellschaft beschrieben (S. 1 ff.). Abgegrenzt werden hier vor allem die völkerrechtlichen Anstrengungen zur Verabschiedung internationaler Verträge (S. 11 ff.) von Ansätzen einer Selbstregulierung, einschliesslich einer Problematisierung der Schwächen eines solchen Ansatzes (S. 17 ff.). Dann folgt ein sehr wertvoller Abschnitt zu der historischen Entwicklung der internationalen Diskussion um Internet-Governance, insbesondere im Rahmen des WSIS (S. 25 ff.). Der organisatorische Rahmen der Internet-Governance wird ebenso beschrieben, voran die Sonderstellung des Icann (S. 39 ff.).

Thomas Hoeren / Rolf H. Weber | 2010 Ausgabe 2