Im Zuge von Ermittlungen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität stossen Ermittler weltweit an ihre technischen Grenzen. Verdächtige bedienen sich nämlich seit geraumer Zeit der Vorzüge der Computertechnik, welche die staatliche Überwachung zunehmend erschweren. Insbesondere der Einsatz verschlüsselter Internet-Telefonie stellt die Ermittlungsbehörden vor Schwierigkeiten. Entsprechend wachsen Begehrlichkeiten, die Personalcomputer Verdächtiger gezielt mittels Softwarewanzen, im Fachterminus «Remote Forensic Software» genannt, auszuspähen. Aus diesem Problemkreis ergeben sich eine Reihe rechtlicher und praktischer Fragestellungen, welche im nachfolgenden Beitrag beleuchtet werden sollen.

Ernst Platz | 2008 Ausgabe 11